Die Lage beim Waldbrand bei Jüterbog südlich von Berlin bleibt angespannt. Einsatzkräfte versuchten am Samstag weiter, das Feuer auf dem munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz einzugrenzen.

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Dazu haben sie Schneisen angelegt. Starker Wind hatte die Flammen in den vergangenen Tagen immer wieder angefacht. Die Brandfläche von 718 Hektar hat sich nach Angaben der Einsatzleitung des Landkreises Teltow-Fläming seit der vergangenen Nacht aber nicht weiter ausgebreitet. Zur Brandfläche gehören verbrannte Areale wie auch aktuell brennende Gebiete.

Die Feuerwehrleute können wegen der Munitionsbelastung in bestimmten Bereichen nur von speziell geschaffenen Wegen aus, die dauernd bewässert werden, den Brand löschen. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz besteht Explosionsgefahr. Am Samstag unterstützen deshalb zwei Hubschrauber der Bundeswehr und ein Hubschrauber der Bundespolizei die Löscharbeiten aus der Luft.

Nordöstlich und südwestlich des Areals würden zwei munitionsbelastete Stellen engmaschig kontrolliert, erklärte der Sprecher der Einsatzleitung, Silvio Ramlow, der Deutschen Presse-Agentur. "Momentan gibt es keine Explosionen." Ortschaften seien nach wie vor nicht bedroht. Neu hinzugekommen sind demnach 10 Hektar in einem Gebiet in Richtung Frankenförde in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal.

Auf dem Gebiet brennt es seit dem 31. Mai. Am Freitag hatte mit Ausrufung der Großschadenslage der Landkreis die Einsatzleitung übernommen. Damit ist es möglich, Einsatzkräfte aus anderen Gebieten um Unterstützung zu bitten, weil eigene Kräfte die Lage allein nicht bewältigen können. Zuvor hatte die Stadt Jüterbog den Einsatz geleitet. Der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, schloss nicht aus, dass sich das Feuer wegen der hohen Temperaturen und des Windes noch ausbreiten könnte.  © dpa

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