(kle/jfi) - Der vergangene Winter hat uns eindrücklich gezeigt, wozu die kalte Jahreszeit fähig ist: Fast kniehohe Schneemassen auch im Flachland, eisig-kalte Temperaturen von unter minus 20 Grad und über Wochen keine Aussicht auf Besserung. Seit dem Winter 2008/2009 müssen wir überdurchschnittlich stark zittern. Laut Meteorologen könnte dies nun zur Regel werden.

Seit nun schon drei Jahren liegt der Temperaturdurchschnitt im Dezember unter dem Mittel (gemessen von 1961-1990). 2008/2009 waren es 0,4 Grad, 2008/2010 stolze 1,4 Grad und im vergangenen Winter 0,7 Grad, meldet das Wetterportal wetter.net. Doch warum? Die eigentlich für den Herbst so typischen Stürme bleiben immer öfter aus. Stattdessen gelangt häufig ruhiges Hochdruckwetter zu uns und zieht dabei eine kalte Nordostströmung zu uns. Studien belegen, dass diese Entwicklung weiter anhalten wird und die Wahrscheinlichkeit für weitere zu kalte Winter um das Dreifache steigt.

Die Folgen treffen jeden Einzelnen. Die große Kälte sorgt bei vielen nicht nur für Unmut, sondern geht auch ans Ersparte. Die extremen Temperaturen führen zu höheren Heizkosten, mehr Chaos auf den Straßen, Schienen und im Flugverkehr, und auch mehr Straßenschäden sind in diesem Winter zu erwarten.