Der Mord an der Mitte Oktober vergewaltigten und anschließend getöteten 19 Jahre alten Medizinstudentin an der Dreisam in Freiburg ist offenbar aufgeklärt. Demnach wurde ein Tatverdächtiger verhaftet. Darüber berichteten zunächst die "Badische Zeitung" und die "Bild" übereinstimmend.

Sechs Wochen tappte die Polizei im Dunkeln, nun scheint der Mord an der 19-Jährigen in Freiburg aufgeklärt zu sein. Laut "Badischer Zeitung" und der "Bild" ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Für 15:00 Uhr hat die Polizei eine Pressekonferenz angekündigt.

Ermittler: "Eine richtig heiße Spur"

Wie es aus Ermittlerkreisen heißt, sei dies "eine richtig heiße Spur". Nach dpa-Informationen war die Polizei dem Tatverdächtigen nach Auswertung einer Kameraaufzeichnung auf die Spur gekommen. Der Verdächtige habe eine sehr markante Frisur und eine Haarfarbe, die dem am Tatort gefundenen Haar sehr ähnlich sei.

Die Leiche der Medizinstudentin war am 16. Oktober an der Dreisam hinter dem Freiburger Schwarzwald-Stadion gefunden worden. Ein Unbekannter hat sie auf dem Heimweg von einer Studentenparty dort vergewaltigt und anschließend getötet.

Sowohl an ihrem Körper als auch auf einem Fahrrad in der Nähe des mutmaßlichen Tatorts wurde männliche DNA sichergestellt. Nun hat die Polizei offenbar dank dieses Fundes den mutmaßlichen Täter festgenommen.

Keine heiße Spur im Fall der ermordeten Joggerin

Unklar ist bislang weiter, ob der Mord in Freiburg etwas mit dem Tod einer 27 Jahre alten Joggerin in den Weinbergen von Endingen zu tun hat. Endingen liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Freiburg. Die 27-Jährige war Anfang November tot aufgefunden worden.

Anders als im Fall der getöteten 19-Jährigen wurden in diesem Fall keine DNA-Spuren an der Leiche oder am Tatort sichergestellt. Deswegen kann die Polizei einen Zusammenhang zu dem Mord in Freiburg weder ausschließen noch herstellen. (cai)