• Nach der Tötung einer 13-Jährigen stehen ab Dienstag in Wien drei Männer vor Gericht.
  • Der Prozess hat auch eine politische Dimension.

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In einem Tötungsprozess um Drogen und Missbrauch stehen ab Dienstag in Wien drei junge Männer vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, im Juni 2021 einem 13-jährigen Mädchen große Mengen Ecstasy verabreicht und es vergewaltigt zu haben. Laut Anklage starb das Kind an einer Drogen-Überdosis und an Erstickung. Die Leiche wurde auf einem Grünstreifen am Rande einer Straße abgelegt und dort von Passanten entdeckt.

Der Fall, der im Wiener Landgericht verhandelt wird, hatte von Anfang an auch eine politische Dimension. Die Kanzlerpartei ÖVP nahm die afghanische Abstammung der Verdächtigen zum Anlass, auf Abschiebungen von kriminellen Asylbewerbern nach Afghanistan trotz der Machtergreifung der militant-islamistischen Taliban zu beharren. Vertreter der konservativen ÖVP stellten außerdem die Frage, ob manche Geflüchtete überhaupt in die österreichische Gesellschaft integrierbar seien.

Männer bestreiten die Vorwürfe

Die Männer im Alter von 19, 20 und 23 Jahren sind wegen Vergewaltigung mit Todesfolge und schweren sexuellen Missbrauchs angeklagt. Sie haben die Vorwürfe bestritten. Laut der Staatsanwaltschaft traf das Mädchen einen von ihnen an einem Freitagabend an einer beliebten Ausgehmeile. Das Mädchen soll demnach zuerst eine Tablette freiwillig zu sich genommen haben. In einer Wohnung seien ihr weitere sieben Tabletten in einem Getränk verabreicht worden. Danach sei es zum Missbrauch gekommen.

Während des Verfahrens soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Handyvideo aus der Tatnacht gezeigt werden. Den beiden Jüngeren drohen zwischen zehn und zwanzig Jahren Haft. Über den ältesten Angeklagten könnte auch eine lebenslange Strafe verhängt werden. Die Urteile sollen am 6. Oktober verkündet werden.  © dpa

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