Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,4 hat sich vor Mexiko ereignet. Das Beben wurde vor der Küste des Bundesstaates Chiapas im Süden Mexikos registriert. Alle aktuellen News und Entwicklungen finden Sie in unserem Live-Blog.

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15:32 Uhr: Mehr als 30 Tote

Nach offiziellen Angaben sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Das geht aus neuen Zahlen des Katastrophenschutzes und des Gouverneurs des Staates Oaxaca, Alejandro Murat, hervor.

Murat sagt im Sender Televisa, dass in Oaxaca 23 Menschen umgekommen seien. Im Bundesstaat Chiapas wurden bisher sieben Tote gefunden.

Zwei Kinder starben im Bundesstaat Tabasco, darunter ein Baby, weil ein Beatmungsgerät in einem Krankenhaus keinen Strom mehr hatte.

Am schlimmsten wurde bisher die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca getroffen, wo 17 Menschen starben. Dort stürzte auch ein Teil des Rathauses ein.

14:21 Uhr: Hilfe für Reisende

Der ADAC hat einen Auslandsnotruf eingerichtet. Unter der Telefonnummer 089/ 22 22 22 können sich in Not geratene Mitglieder an den Club wenden.


14:13 Uhr: Hafenort wegen Tsunamigefahr evakuiert

Die Behörden im Bundesstaat Chiapas haben Menschen wegen der Tsunamigefahr in Sicherheit gebracht.

Die Bewohner von Puerto Madero, einem Hafenort in der Nähe der Grenze zu Guatemala, seien vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden, teilt die Zivilschutzbehörde von Chiapas auf Twitter mit.

Die Behörde veröffentlichte Bilder von der Evakuierung. Darauf war zu sehen, dass Bewohner in Lastwägen in Sicherheit gebracht wurden.


12:59 Uhr: Beben setzt jahrzehntelang aufgebaute Energie frei

Mexiko wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, doch das Beben vom Freitag ist nach Worten von Präsident Enrique Peña Nieto das heftigste seit mehr als 100 Jahren.

Solch starke Beben setzen Energie frei, die über Jahrzehnte durch die Bewegung der tektonischen Platten aufgebaut wurde, wie Professor Marco Bohnhoff, Leiter der Sektion Geomechanik und Rheologie am Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ), erklärt. Sie seien entsprechend selten, aber mit teils zerstörerischen Auswirkungen.


11:20 Uhr: TV-Sender: Bereits 15 Tote

Das schwere Erdbeben hat mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. Das berichtet der Fernsehsender Foro TV unter Berufung auf Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto.

10:55 Uhr: Mindestens 42 Nachbeben

Infolge des starken Bebens südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Meerestiefe kam zu mindestens 42 Nachbeben. Außerdem ist für die Region eine Tsunamiwarnung herausgegeben.

Präsident Peña Nieto hat Krisensitzungen einberufen, "um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen".

Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnt die Menschen an der Küste der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas vor Wellen von bis zu 4,20 Meter Höhe.


Hintergrund: Wie man Erdbebenstärken misst und wie sie sich auswirken

Die Stärke von Erdbeben wird mit Seismographen gemessen. Die Geräte zeichnen die Stärke von Bodenbewegungen auf, die sogenannte Magnitude. Weltweit kommen jährlich etwa 100.000 Beben der Stärke 3 vor.

Rund 1.600 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Großbeben hat
mindestens den Wert 8 und tritt etwa einmal im Jahr auf.

Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine
Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile
.

Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise in der Region
unterschiedliche Auswirkungen haben. Häufig gilt:

  • Stärke 1-2: schwaches Beben, nur durch Instrumente nachzuweisen
  • 3: Nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren
  • 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • 6: Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • 7: In weiten Gebieten stürzen Häuser ein, viele Tote
  • 8: Verwüstung im Umkreis Hunderter Kilometer, sehr viele Tote

10:10 Uhr: Auch Guatemala von Erdbeben betroffen

Auch im Nachbarland Guatemala werden Schäden befürchtet. Präsident Jimmy Morales sagt im Fernsehen, dass man sich einen Überblick verschaffe.

Den Behörden zufolge hatte das Beben in Guatemala eine Stärke von 7,7. Vor der Pazifikküste in Mexiko wurde eine Stärke von 8,4 gemessen – das Beben ereignete sich rund 140 Kilometer vor der Küste des Bundesstaats Chiapas, der in der Nähe der Grenze zu Guatemala liegt.

09:51 Uhr: Mexikos Präsident: Schwerstes Erdbeben seit 1932

Nach Angaben von Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ist das Erdbeben der Stärke 8,4 das stärkste in der Region gemessene Beben seit 1932.

Rund 50 Millionen Menschen hätten in Mexiko die schweren Erschütterungen zu spüren bekommen, sagt er dem Sender Foro TV.

"Es handelt sich um ein Beben großen Ausmaßes." Dem Präsidenten zufolge gibt es im Bundesstaat Chiapas mindestens drei Tote. Damit stieg die Opferzahl auf fünf.

Peña Nieto teilt mit, dass es bisher 42 Nachbeben gegeben hat. Das stärkste wurde mit 6,1 angegeben.

Der Präsident warnt, dass Nachbeben bis zu einer Stärke von 7 möglich seien.

Er war umgehend zum Katastrophenzentrum des Landes gefahren. Rund 1,5 Millionen Menschen waren ohne Strom.

Karte: Verortung des schweren Erdbebens der Stärke von 8,4 vor Mexikos Pazifikküste.