Am Bonner Hauptbahnhof sind am Samstag Rechtsextremisten und linke Demonstranten aneinander geraten. Nach einer Massenschlägerei musste der Bahnhof sogar kurzzeitig gesperrt werden.

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Der Bonner Hauptbahnhof ist am Samstagabend wegen einer Schlägerei kurzfristig gesperrt worden. Nach einer Demonstration von Rechtsextremisten in Remagen waren Mitglieder "von rechten und linken Gruppen" auf dem Bahnhof aneinandergeraten, wie ein Polizeisprecher am Samstagabend sagte. Die Polizei rückte mit zahlreichen Kräften an. Menschen seien durchs Gleis gelaufen, es sei zu turbulenten Szenen gekommen. Der Bahnhof wurde für kurze Zeit gesperrt. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Polizei ermittele unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs.

Gegendemonstranten in der Überzahl

Nach ersten Erkenntnissen war nach Angaben des Sprechers eine mit zahlreichen Demonstranten besetzte Regionalbahn kurz nach 18 Uhr am Bonner Hauptbahnhof eingetroffen. Unvermittelt seien dann rund 20 Menschen, die die Polizei der rechten Szene zuordnete, sowie 100 Menschen, die der linken Szene zugerechnet wurden, aufeinander losgegangen.

In Remagen in Rheinland-Pfalz hatten sich am Samstag Hunderte mit Protestaktionen gegen eine Demonstration von Rechtsextremisten gestellt. Am Aufmarsch der Rechtsextremisten nahmen nach Polizeiangaben etwa 130 Menschen teil. An einer Demonstration linker Gruppen nahmen demnach 800 bis 900 Menschen teil. (mss/dpa)

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