Hat die Suche nach dem Malaysia Airlines Flug MH370 bald ein Ende? Ein chinesisches Flugzeug hat im südlichen Indischen Ozean "verdächtige Objekte" gesichtet. Die malaysische Regierung macht derweil Hoffnungen auf Überlebende zunichte. Wir halten Sie in unserem Ticker auf dem Laufenden.

Bei Unglücken im Luftverkehr kommen weltweit jedes Jahr Hunderte von Menschen ums Leben. Wir dokumentieren die schlimmsten Flugzeugkatastrophen seit dem Jahr 2000.

16:01 Nach der SMS der Fluggesellschaft mit der Schreckensmeldung über den Absturz von Flug MH370 reagierten die meisten Angehörigen mit Schreien und Weinkrämpfen, berichtet die AP. Der "Telegraph" berichtet, dass sich auch im Hotel Lido in Peking, in dem zahlreiche chinesische Angehörige untergebracht sind, dramatische Szenen abspielten. Zuvor hatte die Malaysia Airline die Angehörigen in einer SMS darüber informiert, dass wohl niemand den nun als sicher geltenden Absturz des Flugzeugs im südlichen Indischen Ozean überlebt hat.

15:07 Das verschollene Malaysia-Airlines-Flugzeug ist nach neuesten Analysedaten über dem Indischen Ozean abgestürzt. Das letzte Signal sei von einer Region westlich von Perth in Australien aufgefangen worden, weitab von jeder Landemöglichkeit, sagte Malaysias Regierungschef Najib Razak vor der Presse in Kuala Lumpur. "Mit Bedauern und Betroffenheit muss ich sagen (...), dass Flug MH370 über dem südlichen Indischen Ozean geendet hat", sagte Najib. Die neue Analyse stamme von der Satellitenfirma Inmarsat, die die letzten elektronischen Signale der Boeing mit 239 Menschen an Bord aufgefangen hatte. Es gebe keinen Zweifel, dass niemand an Bord überlebt habe, so die Fluggesellschaft in einer SMS an die Angehörigen der Passagiere.

12:45 Das australische Schiff "HMAS Success" kann die heute gefundenen "Objekte" im Indischen Ozean möglicherweise in "wenigen Stunden oder spätestens morgen" erreichen und bergen, teilte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein auf einer Pressekonferenz mit. Die "Success" ist mit einem Kran ausgerüstet und könnte damit auch größere Trümmerteile an Bord hieven.

11:15 Die australische Seebehörde AMSA nennt Details zu den letzten möglichen Funden. Ein Aufklärungsflugzeug vom Typ P3 Orion der australischen Luftwaffe habe Objekte entdeckt und das Versorgungsschiff HMAS Success sei in der Region, um den Fund zu untersuchen. Die Stelle liege rund 2.500 Kilometer südwestlich von Perth. Eines der Objekte sei grau oder grün und rund, das andere orange und viereckig. Der chinesische Fund sei an anderer Stelle gemacht worden. Zu beiden Regionen seien weitere Flugzeuge unterwegs.

"Wir können noch nicht beurteilen, ob sie mit der verschollenen Boeing zusammenhängen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking zu dem ersten Fund verdächtiger Objekte im Indischen Ozean. Die Suche rund 2.500 Kilometer südwestlich von Perth wird durch die starke Strömung in der Region zwischen Australien und der Antarktis erschwert. "Die Strömung treibt die Teile in zwei Sekunden einen Meter weit", sagt Meeresforscher Charitha Pattiaratchi von der Universität Westaustraliens in Perth.

9:30 Die US-Marine hat eine Spezialausrüstung zur Ortung des Flugschreibers in die Region geschickt, in der das vermisste Flugzeug vermutet wird. Es handle sich um eine "vorsorgliche Maßnahme", erklärte Marinesprecher William Marks. Es gehe darum, die Ausrüstung bereit zu halten. Wenn der Fundort feststehe, könne das System TPL-25 die Black Box in bis zu 6.000 Meter Tiefe aufspüren.

Der Kommandant Chris Buddle betonte, die Entsendung des Geräts sei nicht als Bestätigung eines Fundes zu verstehen. Die Auswertung der Daten, in der sich der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder befinden, ist entscheidend für die Aufklärung eines Flugzeugunglücks. Darin wird neben den technischen Daten wie Flughöhe und Geschwindigkeit auch die Kommunikation im Cockpit aufgezeichnet. Die Black Box kann aber nur bis zu 30 Tage nach einem Unglück ein Signal aussenden - es bleiben daher weniger als zwei Wochen, um den Verbleib von Flug MH370 zu klären.

8:10 Wieder Probleme bei einer Maschine der Malaysia Airlines: Wegen eines Stromproblems an Bord musste ein Flugzeug der Fluggesellschaft außerplanmäßig in Hongkong landen. Die Maschine, ein Airbus 330-300, war am Sonntag kurz vor Mitternacht von Kuala Lumpur aus Richtung Südkorea gestartet, wie Malaysia Airlines am Montag mitteilte. Ein Stromgenerator sei ausgefallen. Das Flugzeug mit 271 Menschen an Bord sei aber problemlos gelandet.

7:00 Auf der Suche nach dem vermissten Flugzeug der Malaysia Airlines im südlichen Indischen Ozean hat eine chinesische Militärmaschine "einige verdächtige Objekte" gesichtet. Das berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Wie der Xinhua-Reporter aus dem Flugzeug meldet, seien "zwei vergleichsweise große, schwimmende Teile" sowie "viele kleinere, weiße Teile" verteilt in einem Radius von einigen Kilometern gesehen worden.

Die genauen Koordinaten seien an das australische Kommandozentrum und den chinesischen Eisbrecher Xuelong berichtet worden. Das Schiff habe seinen Kurs geändert und sei auf dem Weg in das Seegebiet, wo die Teile gesehen worden seien. Die beiden chinesischen Suchflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 hätten sich wieder auf den Rückweg nach Australien machen müssen, da der Treibstoff nicht länger ausreicht. Die australische Seite sei gebeten worden, weitere Flugzeuge in das Gebiet zu schicken, schrieb Xinhua.