Doch kein Durchbruch im Fall Maddie? Der portugiesischen Zeitung "Correio da Manha" zufolge gibt es zwar einen Hauptverdächtigen im Entführungsfall Madeleine McCann. Doch die Hoffnung ist offenbar gering, den Täter und damit auch das kleine Mädchen noch lebend zu finden. Denn der Verdächtige ist offenbar bereits seit vier Jahren tot.

Der Zeitung zufolge hat die Polizei einen neuen Hauptverdächtigen im Fall Maddie ausgemacht. Dabei soll es sich um einen 40-jährigen Portugiesen handeln, der vor dem Verschwinden von Madeleine McCann im Ocean Club Holiday gearbeitet habe. Dort verschwand am 3. Mai 2007 das damals fast vier Jahre alte Mädchen spurlos.

Die "Daily Mail" berichtet aber, dass es kaum noch Hoffnung darauf gebe, Maddie lebend zu finden. Der Hauptverdächtige könne nicht mehr befragt werden, weil er im Jahr 2009 bei einem Traktor-Unfall ums Leben gekommen sei.

Motiv des neuen Verdächtigen unklar

Zunächst sei der Mann nicht verdächtigt worden, weil er zum Entführungszeitpunkt nicht mehr in der Ferienanlage in Praia da Luz gearbeitet habe. Dem Bericht zufolge hätte die Auswertung von Telefondaten nun aber ergeben, dass sich der Mann am 3. Juli 2007 bei der Ferienwohnung der McCanns aufgehalten habe.

Das mögliche Motiv des Mannes ist ebenfalls unklar. Laut "Correio da Manha" handelt es sich entweder um ein Sexualdelikt oder um einen Racheakt des ehemaligen Mitarbeiters der Ocean-Club-Holiday-Ferienanlage. Die Zeitung spekuliert, ob der Mann mit der Entführung auf dort bestehende Sicherheitsmängel aufmerksam machen wollte.

Die portugiesische Polizei hat die Medienberichte bislang nicht kommentiert. Erst in der vergangenen Woche haben die dortigen Behörden die Ermittlungen im Fall Maddie wieder aufgenommen. Zuvor hatte bereits die britische Polizei den Fall neu aufgerollt und unter anderem in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" die deutsche Bevölkerung um Hilfe gebeten. (cai)