(sal) - Wäre die Sache nicht so ernst, könnte man den Vorfall fast für einen schlechten Scherz halten: Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko Außenminister Guido Westerwelle bei einem Treffen wegen seiner Homosexualität angegriffen.

Wie "Welt Online" berichtet, sprachen Westerwelle und sein polnischer Kollege Sikorski bei dem Besuch am 2. November 2010 die schwierige Lage von Minderheiten in Weißrussland an. Lukaschenko habe dies auch auf sexuelle Minderheiten bezogen und entgegnet, wenn zwei Frauen Sex hätten, sei dies in Ordnung, wenn es aber zwei Männer täten, würde er sie in ein Camp schicken.

Die Aussage löste bei Westerwelle und Sikorski nur ungläubiges Kopfschütteln aus, die beiden Außenminister verwiesen anschließend deutlich auf die Menschen- und Grundrechte. Kein Grund für Lukaschenko, seinen Fauxpas zu entschuldigen. Im Gegenteil: In einem TV-Interview setzte er jetzt noch einen drauf. Er möge keine Schwuchteln, so der Präsident. Er habe Westerwelle dazu geraten, ein "normales Leben" zu führen.