Nach rund drei Stunden hat die britische Polizei eine mutmaßliche Geiselnahme in einem Bürogebäude im Zentrum Londons beendet. Der Täter, der laut Medienberichten damit drohte, sich selbst in die Luft zu sprengen, sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er soll vier Menschen in seiner Gewalt gehabt haben, die aber zunächst nicht gefunden wurden.

Das betreffende Gebäude werde durchsucht, teilte die Polizei mit. Hinweise auf mögliche Geiseln gebe es jedoch vorerst nicht. Eine Polizeisprecherin hatte zuvor von einer Geiselnahme gesprochen. Beamte sperrten den Tatort daraufhin weiträumig ab. Zu Verhandlungen mit dem Täter befand sich ein Experte der Polizei vor Ort.

Die Polizei teilte weiter mit, dass es nach ersten Erkenntnissen "keinen Zusammenhang mit Terrorismus" gebe. Weitere Angaben zu den möglichen Motiven des Manns machte sie zunächst nicht. Laut Medienberichten brachte der Mann in einer Lkw-Fahrschule vier Menschen in seine Gewalt. Er hatte demnach Benzinkanister um seinen Körper gebunden und drohte damit, sich in die Luft zu sprengen.

Eine Angestellte der Fahrschule sagte in einem von der Zeitung "Huffington Post" im Internet verbreiteten Video, der Mann sei in die Büros gestürmt und habe mit einer Explosion gedroht. Er habe offenbar nach ihr gesucht, berichtete die 27-Jährige Abby Baafi. Als sie ihm jedoch gesagt habe, sie heiße nicht Abby, habe der Täter dies akzeptiert und sie gehen lassen.