Schockierender Vorfall in Ismaning bei München: Ein 30 Jahre alter Mann misshandelt seine Ehefrau vor laufender Kamera, die Eltern des Opfers müssen alles mit ansehen. Das Ziel des Täters: versprochenes Geld zu erpressen.

Mehr aktuelle News im Überblick

Während eines Videotelefonats hat ein Mann seine 28 Jahre alte Ehefrau misshandelt, um so Geld von deren Eltern in Indien zu erpressen.

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass der 30-Jährige die Schwiegereltern so dazu zwingen wollte, die versprochene Mitgift zu bezahlen. Es soll um mehr als 50.000 Euro gehen, die noch nicht bezahlt wurden.

Das Paar ist seit einem Jahr verheiratet, es ist eine arrangierte Ehe.

Die Polizei München teilte mit, dass der Inder in der Nacht zu Samstag gemeinsam mit seinem 21-jährigen Bruder während des Videoanrufs in der gemeinsamen Wohnung in Ismaning bei München auf die Frau eingeschlagen habe und drohte, sie zu töten.

Die Eltern des Opfers riefen daraufhin einen Bekannten in Köln an, der wiederum die Polizei alarmierte.

Mehrere Prellungen und blaue Flecken

Die Frau konnte unterdessen aus der Wohnung flüchten. Sie hatte sich unter dem Vorwand zur Arbeit zu gehen aus der Wohnung gestohlen, wie die Polizei bekannt gab. Ihr Handy und ihr Reisepass wurden ihr zuvor vom Ehemann und dem Schwager abgenommen.

Mit mehreren sichtbaren Prellungen und blauen Flecken bat sie einen Passanten um Hilfe, der ebenfalls die Beamten rief.

Die beiden Männer wurden am Samstag festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Sie müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung und möglicherweise auch wegen erpresserischen Menschenraubs und Bedrohung verantworten. (dpa/tfr)