Weil er gegen seine Corona-Zwangsquarantäne verstoßen hat und in einem Nachtclub von der Polizei erwischt wurde, muss ein Mann aus Taiwan nun mehr als 30.000 Euro Strafe zahlen.

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Party statt Quarantäne: Einem Mann in Taiwan kommt ein Verstoß gegen eine angeordnete Selbstisolation teuer zu stehen.

Wie die Behörden am Montag mitteilten, wurde der Mann am Sonntag von der Polizei in einem Nachtclub in Taipeh erwischt, obwohl er nach einer Auslandsreise unter 14-tägiger Zwangsquarantäne stand. Gegen ihn sei das höchstmögliche Bußgeld von einer Million Taiwan-Dollar (31.000 Euro) verhängt worden.

Keine Nachsicht bei Quarantäne-Verstößen

Der Mann habe sich "bösartig" verhalten, erklärten die Behörden. Der Bürgermeister von Neu-Taipeh, Hou Yu Ih, betonte, wer an Orten "mit großen Menschenmengen erwischt wird, die nicht gut belüftet sind", werde in eine zentrale Einrichtung zur Epidemie-Prävention geschickt und müsse eine Million Taiwan-Dollar zahlen.

Es werde keinerlei Nachsicht bei Verstößen gegen die Quarantäne-Vorschriften geben.

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Im Kampf gegen das Coronavirus hatte Taiwan bereits sein Seuchenkontrollzentrum aktiviert, bevor die chinesische Stadt Wuhan als Epizentrum der Krise unter Quarantäne gestellt worden war.

Ausländer dürfen inzwischen nicht mehr einreisen; aus dem Ausland zurückkehrende Bürger müssen für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Trotz der Nähe zu China hat Taiwan bislang lediglich 195 Infektionsfälle und zwei Todesfälle festgestellt.  © AFP

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