• Ein Landwirt aus Australien hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um sich von einer sterbenden Verwandten zu verabschieden.
  • Aufgrund der Corona-Maßnahmen kann der Bauer sie nicht mehr besuchen.
  • Darum hat er eine rührende Videobotschaft mit tausend Schafen kreiert.

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Wegen des Lockdowns konnte ein australischer Landwirt seine sterbende Verwandte im Nachbarstaat nicht mehr besuchen. Stattdessen schickte er eine rührende Videobotschaft. Hauptdarsteller: Tausende Schafe.

Australien hat nicht nur seine Außengrenzen wegen der Coronapandemie geschlossen – auch zwischen den einzelnen Bundesstaaten ist wegen des jüngsten Ausbruchs der Delta-Variante seit Wochen kein Durchkommen. Das ist in den meisten Fällen mindestens ärgerlich. Wenn es aber, wie im Fall von Ben Jackson, um den letzten Abschied von einem geliebten Menschen geht, bedarf es besonderer Maßnahmen.

Der Bauer aus Guyra im Nordosten des Bundesstaates New South Wales wusste, dass er keine Chance auf einen finalen Besuch bei seiner Tante Deb haben würde. Denn diese lag im mehr als 400 Kilometer entfernten Brisbane im Sterben – im benachbarten Staat Queensland und damit unerreichbar.

Also ließ sich Jackson etwas einfallen, wie unter anderem der britische "Guardian" berichtet: ein Herz aus Schafen. "In diesen Covid-Zeiten kann einen keiner auf den Schmerz vorbereiten, den die Grenzschließungen mit sich bringen. Nicht ›Lebewohl‹ sagen zu können. Nicht da zu sein, wenn sie geht. Es ist ziemlich hart", zitiert ihn die Zeitung.

Herz aus Schafen: Australischer Bauer benötigte mehrere Anläufe

Der Bauer hatte bereits in der Vergangenheit Drohnenaufnahmen seiner Schafherden gemacht und dabei Futter so ausgelegt, dass aus großer Höhe bestimmte Formen durch die fressenden Tiere entstanden. Derzeit sind viele seiner Schafe trächtig und benötigen ohnehin zusätzliche Nahrung – und so war die Idee für das Herz geboren.

Zusammen mit Helfern legte Jackson das Futter aus und ließ seine Herde dann darauf los. Die ersten Anläufe ließen laut dem Landwirt noch zu wünschen übrig. Dem "Guardian" sagte er: "Das erste Mal sah es aus wie das ›Shit‹-Emoji. Und auch wenn meine Tante Sinn für Humor hatte, war das doch nicht so ganz das Richtige."

Im vierten Anlauf gelang dann die gewünschte Drohnenaufnahme. Die beeindruckenden Bilder wurden bei der Beerdigung gezeigt – unterlegt mit Simon and Garfunkels "Bridge over Troubled Water".

"Als ich das Ergebnis gesehen hab, flossen schon einige Tränen", so Jackson. Er postete das Video zunächst auf seinem Instagram-Kanal. Nach Zehntausenden Zugriffen wurden auch australische Medien auf das Abschiedskunstwerk aufmerksam.

Jackson dazu: "Die Reaktion im Netz hat gezeigt: Es gibt da draußen eine Menge Leute, die derzeit eine kleine Aufmunterung gebrauchen können."  © DER SPIEGEL

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