Ein Baggerfahrer hat im Hein-Klink-Stadion in Hamburg-Billstedt bei Aushub-Arbeiten ein riesiges Hakenkreuz aus Stahlbeton freigelegt. Was hat es mit diesem seltsamen Fund auf sich?

Dass Baggerfahrer bei Erdarbeiten auf Widerstand stoßen, ist keine Seltenheit. Oftmals trifft die Schaufel auf Gestein, das sich dann aber recht leicht ausheben lässt.

In Einzelfällen erfordern größere Brocken auch umfangreichere Maßnahmen, um das Gestein von der Baustellen zu schaffen. Das gilt auch im aktuellen Fall in Hamburg.

Bagger legt massives Hakenkreuz frei

Allerdings macht im Hein-Klink-Stadion kein naturgeschaffener Fremdkörper Probleme, sondern ein vier auf vier Meter großes, massives Stahlbeton-Ungetüm in der Form eines Hakenkreuzes.

Ein Baggerfahrer hatte das Nazi-Symbol genau an jener Stelle des Sportgeländes freigelegt, an der bei den Umbaumaßnahmen das Fundament für die neuen Spielerkabinen gegossen werden soll, berichtet die "Bild".

Demnach wurde das Denkmalschutzamt bereits eingeschaltet. Das Hakenkreuz soll schnellstmöglich entfernt werden. David Erkalp, CDU-Abgeordneter in der Hamburger Bürgerschaft, zeigt sich entsetzt über die "fürchterliche Nazi-Hinterlassenschaft".

Fundament eines Nazi-Denkmals

Nach Angaben des Vereins sei das Hakenkreuz einmal ein Fundament für ein Nazi-Denkmal gewesen, welches in den Siebzigerjahren entfernt worden sei.

Rund 40 Jahre später soll nun auch der schändliche Rest entfernt werden, so Erkalp in der "Bild": "So ein Hitler-Zeichen hat hier bei uns nichts verloren!"

Allerdings bereitet das bizarre Fundstück nicht nur dem Lokalpolitiker Kopfzerbrechen. Auch der fündige Baggerfahrer kommt erheblich ins Grübeln: "Mit meinem Bagger schaffe ich das nicht. Das geht noch 40 Zentimeter in die Erde. Da würde die Schaufel verbiegen. Da müssen zwei Mann mit Presslufthämmern ran." (mwo)

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