Eine neue Studie der Bundesagentur für Arbeit belegt: Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland haben inzwischen einen Migrationshintergrund.

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Nach einer aktuellen Studie der Bundesagentur für Arbeit vom September 2017 haben 55,2 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten einen Migrationshintergrund. 2013 waren es noch 43 Prozent. Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger liegt bei rund 4,3 Millionen.

Über die Zahlen hatte zuerst die Zeitung "Die Welt" berichtet.

Entwicklung ist nicht überraschend

Hauptgrund für diese Zahlen ist der starke Flüchtlingszuzug der vergangenen Jahre, wie eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg erklärte.

Für die Bundesagentur ist die Entwicklung nicht überraschend: Da die meisten Flüchtlinge wegen fehlender Sprachkenntnisse oder Qualifikationen nach dem Abschluss ihres Asylverfahrens nicht sofort eine Arbeit finden, beziehen sie zunächst Grundsicherung von den Jobcentern.

Im Februar bekamen laut Bundesagentur für Arbeit 5,95 Millionen Menschen Hartz IV. Davon waren 4,26 Millionen erwerbsfähig.

Einen Migrationshintergrund hat man nach BA-Statistik, wenn man selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.

Die Angabe zur Herkunft im Jobcenter und den Arbeitsagenturen ist freiwillig. Knapp 79 Prozent aller Arbeitslosen äußerten sich dazu, ihre Angaben fließen also in die Statistik ein. (dpa/dar)  © dpa