Das Wetter in den Alpen führen weiter zu chaotischen Verhältnissen. Besonders stark betroffen ist die Gotthard-Autobahn. Eine Schlammlawine hat dort eine Totalsperre ausgelöst.

Seit der Nacht herrscht Ausnahmezustand auf der Schweizer A2: Eine Schlammlawine hat die Autobahn verschüttet, der Gotthard-Tunnel musste gesperrt werden.

Inzwischen laufen die Aufräumarbeiten. Wie "20min.ch" meldet, sollen sich 400 Kubikmeter Geröll gelöst haben.

Die Lawine hatte die Autobahn auf einer Länge von 50 Metern verschüttet. Ein Lieferwagen mit deutschem Kennzeichen wurde erfasst, aber niemand kam zu Schaden, wie die Kantonspolizei in der Nacht mitteilte.

Große Schäden

Am Morgen wurden weitere Details bekannt gegeben. Insgesamt elf Lastwagen und sechs Autos seien auf der A2 noch blockiert. Man habe 22 Personen in Sicherheit bringen müssen.

Aufgrund der großen Schäden an der Infrastruktur - etwa an Sicherheitsnetzen und Leitplanken - müsse die Autobahn noch länger gesperrt bleiben. Wie lange, ist noch unklar. Erst am Nachmittag soll es eine neue Lagebeurteilung geben.

Immer noch große Lawinengefahr

Die Lawinengefahr in den Schweizer Alpen ist etwas gesunken. Das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos stufte die Gefahr am Dienstag zwar noch als groß ein. Aber auf der Gefahrenskala war das nur noch Stufe vier.

Wegen der starken Niederschläge, die die Schneedecken instabil machten, galt seit dem Wochenende die Stufe fünf.

Am Dienstag war das Wetter deutlich besser. Die Meteorologen sagten örtlich Sonnenschein voraus.

Täler unzugänglich

Viele Täler im Oberwallis an der Grenze zu Italien waren wegen der Lawinengefahr weiterhin unzugänglich. Darunter sind das Mattertal mit dem Wintersportort Zermatt und das Saas-Tal mit Saas-Fe.

Auch in Österreich war die Lawinengefahr weiter groß. Tausende Wintersportler saßen auch dort in unzugänglichen Skisportorten fest. (dpa/fte/af)