Für ihre Tierliebe haben Artenschützer Mitarbeiter von Google heftig kritisiert. Seit einiger Zeit kümmern sich Angestellte des Suchmaschinenriesen um streunende Katzen rund um den Google-Campus, allerdings werden diese nun zu einer Gefahr für eine seltene Eulenart.

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Mitarbeiter von Google kümmern sich seit einiger Zeit um streunende Katzen rund um den Google-Campus im Norden von Mountain View, Kalifornien. Teile der Belegschaft gründeten auch eine Gruppe mit dem Namen "GCat Rescue", die die Tiere füttert, teilweise an neue Besitzer vermittelt oder sterilisieren lässt und wieder aussetzt.

Katzen weiten Jagdgebiete aus

Diese Tierliebe hat ihnen aber nun heftige Kritik von Artenschützern eingebracht, wie die "New York Times" berichtet. Die Katzen bedrohen nämlich eine seltene Eulenart im nahe gelegenen Shoreline Park. Insgesamt lebten laut dem Bericht nur noch rund 50 Kaninchenkäuze in Kalifornien, deshalb stehen sie auf der Liste der gefährdeten Arten. In den vergangenen 20 Jahren seien den Artenschützern zufolge immer wieder Rekorde bei den Nachwuchszahlen erreicht worden, im letzten Jahr überlebte jedoch kein einziges Jungtier.

Grund für die Bedrohung ist die Ausdehnung des Jagdreviers der Katzen, das zu Beginn nur rund um den Google-Campus lag, mittlerweile aber auch bis in den Shoreline Park reicht und für die am Boden brütenden Käuze gefährlich wird. Google selbst weise die Verantwortung dem Bericht zufolge von sich, da es sich um eine private Initiative der Mitarbeiter handle. (arg)