Oscar Pistorius muss auf Anordnung des Gerichts ab kommenden Montag für 30 Tage in die Psychiatrie. Dort soll eine Antwort auf die Frage seiner Schuldfähigkeit gefunden werden. Erst nach einer intensiven Untersuchung fällt im Prozess um die getötete Reeva Steenkamp das Urteil gegen den Sprintstar. Der Mordprozess wird in den kommenden sechs Wochen ausgesetzt.

Ist Oscar Pistorius schuldfähig? Diese Frage soll eine neue psychiatrische Untersuchung klären. Der Angeklagte wird allerdings nicht stationär aufgenommen, sondern darf als Tagespatient jeweils spätestens um 16:00 Uhr wieder nach Hause. Die Untersuchung beginnt am Montag, 26. Mai, in dem psychiatrischen Krankenhaus Weskoppies in Pretoria und soll 30 Tage dauern. Der Prozess wird erst am 30. Juni fortgesetzt.

Psychiatrisches Gutachten könnte Prozessverlauf stark verändern.

Die Psychiaterin Merryl Vorster hatte zuvor als Zeugin der Verteidigung Pistorius eine intensive Angststörung bescheinigt, die sein Verhalten in der Tatnacht beeinflusst haben könnte. Richterin Thokozile Masipa befand daraufhin, dass der Geisteszustand des 27-Jährigen erneut von Experten beurteilt werden müsste. Dies soll seine strafrechtliche Verantwortung für die Tat klären.

Oscar Pistorius drohen bei Verurteilung bis zu 25 Jahre Haft

Der Athlet wird beschuldigt, seine Freundin Reeva Steenkamp im Februar 2013 ermordet zu haben. Die Verteidigung stellt die tödlichen Schüsse auf das Model als Unfall dar und plädiert auf "nicht schuldig".

Wie das Urteil ausfallen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Sollte "Blade-Runner" Oscar Pistorius verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.