(cai/men) - Eine Geisterfahrerin hat auf der Autobahn 94 in Bayern einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Falschfahrt um einen Suizidversuch.

Die Frau war am Mittwochmorgen gegen 7.15 Uhr auf der Autobahn 94 offenbar in falscher Richtung auf die Autobahn gebogen. Zwischen den Anschlussstellen Hohenlinden und Pastetten prallte ihr Mercedes gegen einen LKW.

Laut der Online-Ausgabe der Münchner "tz" sowie dem Nachrichtensender "n-tv" habe die Fahrerin den Unfall absichtlich hervorgerufen. Das sollen Polizei und Feuerwehr an der Unfallstelle bestätigt haben. Nach dem Unfall, bei dem sich die Frau anscheinend nur leicht am Kopf verletzt hatte, soll sie versucht haben, sich in den fließenden Verkehr zu stürzen. Einsatzkräfte hielten sie aber zurück.

Ihr Wagen erlitt einen Totalschaden. Auch an dem Lastwagen soll ein erheblicher Schaden entstanden sein. Der Fahrer sei jedoch unverletzt geblieben.

Bundesweit gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Meldungen über Geisterfahrer, die schreckliche Unfälle verursacht haben. Am Sonntagmorgen riss ein Geisterfahrer bei einem Horror-Unfall auf der A5 bei Offenburg fünf Insassen eines Kleinbusses in den Tod.

Im Oktober starben fünf Menschen, als ein 24 Jahre alter Falschfahrer auf der A46 im Sauerland offensichtlich in Selbsttötungsabsicht in ein Auto mit vier Insassen fuhr. Zwei Kinder und ihr Vater starben wenige Tage zuvor beim Zusammenstoß mit einer Geisterfahrerin auf der A1 in Rheinland-Pfalz.

Bei einem Unfall in Bayern gab es ebenfalls im Oktober fünf Tote, als eine 31-jährige Mutter mit ihren beiden Töchtern an Bord auf der falschen Spur der A73 nahe Bamberg ein entgegenkommendes Auto mit zwei Insassen rammte.