Ein mit einem Hammer und einer Machete bewaffneter Mann hat in Malaysia stundenlang 30 Kinder und vier Erzieher in seiner Gewalt gehalten. Das Geiseldrama in Muar im Süden des Landes sei durch einen gezielten Kopfschuss auf den Täter beendet worden, teilte die Polizei mit. "Die Kinder und die Erzieher sind in Sicherheit."

Die Geiselnahme im südlichen Bundesstaat Johor dauerte mehr als sieben Stunden, in denen die Kinder und Erzieher ohne Wasser und Nahrung waren. Dies war ihnen nach Angaben von Augenzeugen anzusehen, als sie schließlich aus dem Gebäude kamen. Angeführt von ihren Erziehern kamen sie heraus - und fielen sofort in die Arme ihrer sehnsüchtig wartenden Eltern.

Im Laufe des Dramas hatten sich etwa tausend Menschen vor dem Kindergarten versammelt. Sie mussten erleben, wie alle Vermittlungsversuche durch Polizisten und einen herbeigerufenen Psychologen sowie Bitten der verzweifelten Eltern den Täter nicht zum Aufgeben brachten. Schließlich stürmte ein Sonderkommando den Kindergarten, ein Scharfschütze schoss dem Täter in den Kopf. Der Geiselnehmer wurde nach Angaben der Polizei schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Erst im März vergangenen Jahres war ein Mann in Muar in einen anderen Kindergarten eingedrungen und hatte mit einem Hammer auf Kinder eingeschlagen. Drei Sechsjährige mussten mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Laut einem Bericht der Tageszeitung "New Straits Times" handelte es sich damals und jetzt um den gleichen Täter. Dies wurde von der Polizei nicht bestätigt.