Gleich drei Lawinen sind in den bayerischen Alpen abgegangen. Fünf Menschen wurden verletzt aus den Schneemassen gerettet. Ein 30-Jähriger verstarb jedoch inzwischen im Krankenhaus. Die Gefahr ist weiterhin hoch.

Bei drei Lawinenabgängen sind in Oberbayern am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Ein Teil von ihnen konnte sich selbst retten, den weiteren half die Bergwacht, wie die Polizei mitteilte. Im Krankenhaus verstarb einer der Geretteten: ein 30 Jahre alter Skifahrer aus Sachsen.

Alle Betroffenen kamen zunächst in medizinische Behandlung. Wie schwer die weiteren Verschütteten verletzt wurden, war zunächst unklar. Laut Polizei vermuteten die Retter am späten Nachmittag keine weiteren Personen mehr unter den Lawinen.

Die Bergwacht hatte am Sonntag umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Nach starkem Schneefall in der Nacht zuvor waren im Laufe des Tages sowohl am 1.808 Meter hohen Geigelstein in den Chiemgauer Alpen als auch am 1.619 Meter hohen Brünnstein im Mangfallgebirge und dem Zwiesel (1.782 Meter) nahe Bad Reichenhall Schneemassen in Richtung Tal gestürzt.

Lawinengefahr weiterhin hoch

Laut Warndienst herrscht in den gesamten bayerischen Alpen derzeit erhebliche Lawinengefahr. Durch den Neuschnee vom Wochenende seien störanfällige Ansammlungen von Triebschnee entstanden, hieß es am Sonntag. Durch starken Wind sei die Verbindung unterschiedlicher Schneeschichten sehr instabil.

Da es zudem in den kommenden Tagen wärmer und regnerischer werden solle, steige die Gefahr der Selbstauslösung von Lawinen, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit.

Auch in Österreich verschärfte sich die Lage: In Teilen von Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich hoben die Behörden die Warnstufe von 3 (erheblich) auf 4 (groß) an.  © dpa