Eine Kuh ist in München an der Theresienwiese von der Polizei erschossen worden. Das Tier war zuvor aus einer Schlachterei entlaufen. Bei ihrer Flucht durch die bayerische Hauptstadt verletzte sie eine Joggerin. Das teilte die Münchner Polizei mit.

Eine Kuh ist am Dienstagmorgen aus dem Münchner Schlachthof entlaufen, nachdem ein Lkw-Fahrer vergessen hatte, ein Gatter ordentlich zu schließen. Die Mitarbeiter versuchten das Tier noch auf dem Gelände des Betriebs einzufangen - ohne Erfolg. Anschließend nahm die Polizei die Verfolgung auf.

Das Rind irrte durch die Straßen und lief auf die Theresienwiese zu. Dabei rammte es mit den Hörnern eine 28-jährige Frau, die mit einer Gruppe beim Joggen war. Die Frau kam laut Polizeibericht mit schweren Verletzungen am Rücken und Prellungen sowie Abschürfungen ins Krankenhaus.

Zudem wollte die aggressive Kuh einen Fußgänger angreifen, den die Beamten jedoch mit dem dazwischen fahrenden Streifenwagen schützen konnten. Das Auto wurde dabei beschädigt. Um keine weiteren Menschen zu gefährden, erschossen die Polizisten das Tier schließlich in der Nähe der Bavaria-Statue. Da die Tötung mit ihren Dienstwaffen nicht gelang, mussten sie auf ein Gewehr zurückgreifen. Auf der Theresienwiese beginnt in wenigen Wochen das Oktoberfest.

Kühe sind nicht ungefährlich: In den letzten Monaten gab es mehrere Berichte über Rinder, die Menschen verletzt oder sogar getötet haben. (com)