Leckereien zu Ostern: So schlemmt die Welt an den Feiertagen

Ob Osterlamm oder Hefezopf: Wenn an Ostern die Familie zusammenkommt, dann wird geschlemmt. Das ist nicht nur hierzulande so, sondern in aller Welt. Wir verraten Ihnen, was in anderen Ländern an den Feiertagen auf den Tisch kommt.

Aus Russland stammt diese Spezialität: Das "Kulitsch" ist ein rundes Osterbrot, gebacken aus süßem Hefeteig. Gewürze wie Kardamom und Vanille verfeinern den Geschmack. Auch eine Verzierung mit Glasur oder bunten Streuseln darf nicht fehlen. Das Brot steht symbolisch für den Berg der Kreuzigung, Golgatha.
Diese Osterspezialität stammt aus England: Hot Cross Buns. Dabei handelt es sich um kleine süße Brötchen aus Hefeteig, der mit Gewürzen wie Zimt oder Nelken sowie Rosinen oder Korinthen angereichert wird. Dekoriert wird jedes einzelne Brötchen mit einem Kreuz ("cross") aus einer Glasur. Traditionell werden die Leckereien an Karfreitag verzehrt - und erinnern an die Kreuzigung Jesu.
Aus Polen stammt dieser ganz besondere Osterkuchen: "Mazurek" gibt es zwar das ganze Jahr über, zu Ostern, also zum Ende der Fastenzeit, wird das Gebäck aus Mürbeteig allerdings ganz besonders aufwendig gestaltet. Meist gibt es den Mazurek in rechteckiger Form, doch inzwischen auch immer häufiger rund. Den Ideen für die Verzierung sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Diese schöne Spezialität nennt sich "Simnel Cake" und stammt aus England und Irland. Der Fruchtkuchen wird mit einer Schicht aus Marzipan überzogen, elf Kugeln aus Marzipan sollen die Apostel Jesu symbolisieren - der zwölfte Apostel, der eigentlich fehlt, ist der Verräter Judas und wird bewusst ausgelassen.
Nicht nur Süßes, auch Herzhaftes kommt an den Osterfeiertagen auf den Tisch. So auch die "Torta Pasqualina". Dabei handelt es sich um eine Pastete aus Italien, die gefüllt ist mit Spinat und Eiern. Traditionell ist die Torta Pasqualina der perfekte Begleiter zum Osterpicknick im Freien.
Herzhaft wird es auch in Neapel: Die traditionelle Osterspezialität "Casatiello" aus Italien ist ein Hefegebäck, allerdings nicht süß, sondern salzig. Man füllt es mit gewürfelter Salami sowie geriebenem Käse und backt es in einer Ringform. Verziert ist das Ganze mit hartgekochten Eiern, die in den Teig gegeben und mitgebacken werden.
Das "Colomba Pasquale" stammt aus Italien und bedeutet übersetzt "Ostertaube". Hergestellt wird das Gebäck aus Weizen-Sauerteig mit etwas Hefe und in Form einer fliegenden Taube gebacken. Weitere Zutaten sind Mandeln, Orangeat und Zitronat oder kandierte Früchte. Die Colomba wird zum Osterfest nicht nur gegessen, sie wird auch häufig an Freunde und Verwandte verschenkt.
Das traditionelle Osterbrot in Tschechien nennt sich "Mazanec". Das süße Gebäck aus Hefe wird häufig mit Mandeln, Rosinen und Zitronenschale verfeinert und am Ostermontag verschenkt.
Eine Leckerei aus Neapel in Italien ist die "Pastiera", ein Osterkuchen, der aus Mürbeteig besteht und der Sage nach von Göttern zubereitet wurde. Die Füllung wird aus vorgekochtem Weizen, Orangenblütenwasser, kandierten Früchten, Ricotta, Milch, Zucker und Eiern hergestellt.
In Griechenland kommt zu Ostern ein Hefekranz mit dem Namen "Tsoureki" auf den Tisch - eine Mischung aus Brot und Kuchen. In seiner Mitte wird ein gekochtes, rot eingefärbtes Ei platziert. Die Farbe steht symbolisch für das Blut Christi.
"Fanesca" ist eine Osterspezialität aus Ecuador. Eigentlich wird die fleischlose Suppe hauptsächlich in der Karwoche, also noch zur Fastenzeit, gereicht. Viele Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, außerdem Kürbisfleisch, Lauch und Reis sowie Sahne, Käse und Ei sorgen dafür, dass die Fanesca sehr sättigend ist.
Aus Polen stammt diese Ostersuppe namens "Zurek". Traditionell wird die Mehlsuppe am Ostersonntag verzehrt. Benannt wurde die Suppe nach ihrer Hauptzutat: Zurek ist vergorenes Roggenschrot und gibt dem Gericht eine säuerliche Note.