Das Oktoberfest ist in München mehr als nur ein traditionelles Volksfest. Jedes Jahr kommen mehr als fünf Millionen Besucher aus aller Welt, um einmal über die Theresienwiese zu schlendern.

Zum ersten Mal seit 71 Jahren fand 2020 kein Oktoberfest statt. Wegen der Corona-Pandemie haben Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bereits im April das größte Volksfest der Welt abgesagt. Wie es 2021 aussieht, hängt vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab.

Keine Wiesn im Corona-Jahr: Oktoberfest fällt 2020 aus

Bier, Hendl, Ochsen und süße Leckereien sowie viele Fahrgeschäfte und Attraktionen erwarten die Besucher jedes Jahr Ende September und Anfang Oktober auf der Theresienwiese. Normalerweise. 2020 ist alles anders. Wegen der Coronakrise lassen sich Menschen nun dort auf das Virus testen, wo normalerweise Millionen Liter Bier in zwei Wochen fließen.

Geschichte des Oktoberfests

Am 12. Oktober 1810 haben Kronprinz Ludwig zu Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen geheiratet. Die Feierlichkeiten verteilten sich über mehrere Tage auf die ganze Stadt. Unter anderem fand ein Pferderennen am 17. Oktober auf einer Wiese außerhalb Münchens statt - die Geburt des Oktoberfestes. Der Ort des Pferderennens wurde später nach der Prinzessin benannt und ist heute als Theresienwiese bekannt.

Ein Jahr später fand das Fest erneut statt, diesmal organisiert vom "Landwirtschaftlichen Verein in Bayern". Anschließend feierten die Münchner einmal im Jahr das Oktoberfest, das als private Veranstaltung finanziert wurde. Ab 1819 übernahmen die Münchner Stadtväter die Organisation. 1850 wurde die Statue der Bavaria an der Theresienweise enthüllt sowie ein Teil der Ruhmeshalle eingeweiht.

Headerbild: imago images/Ralph Peters