Mehrere Autos sind in der Silvesternacht auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg ineinander gekracht. Zunächst sieht es nach einem glimpflichen Ausgang aus. Doch dann rast eine 21-Jährige mit ihrem Wagen in die Unfallstelle. Eine Familie trifft es besonders schlimm.

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Bei einem schweren Autounfall im Nebel auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg sind ein 39 Jahre alter Mann und sein zehnjähriger Sohn ums Leben gekommen. 15 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zunächst war sogar von 19 Verletzten die Rede gewesen.

In den Unfall gegen 1.00 Uhr morgens auf der Bundesstraße 27 bei Aichtal waren sechs Fahrzeuge verwickelt. Der 39-Jährige war mit seinem Wagen bei starkem Nebel auf ein anderes Auto aufgefahren. Ein weiteres Auto krachte in die Unfallstelle, zwei Autofahrer hielten wegen des Unfalls auf der Fahrbahn an. Mehrere Menschen standen auf der Fahrbahn, darunter der 39-Jährige und sein Sohn.

21-Jährige verursachte weiteren Unfall

Doch eine 21 Jahre alte Autofahrerin erkannte laut Polizeiangaben das Geschehen zu spät. Demnach war sie trotz des Nebels mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs und fuhr nahezu ungebremst durch die gesamte Unfallstelle. Vater und Sohn starben.

Einem weiteren Mann, der sich ebenfalls auf der Fahrbahn aufhielt, wurde das Bein abgetrennt. Ob er noch in Lebensgefahr war, konnte die Polizei am Dienstag zunächst nicht sagen.

Eine 31-Jährige und zwei Kinder im Alter von sieben und zwölf Jahren, die mit dem Vater und seinem Sohn im Auto gesessen hatten, wurden zum Teil schwer verletzt.

Die Unfallverursacherin und ihre drei Mitfahrer wurden ebenfalls zum Teil schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Wegen eines Fahrzeugbrands ist der Gotthardtunnel in beide Richtungen gesperrt worden. Bereits nach kurzer Zeit bildeten sich kilometerlange Staus vor den Tunneleinfahrten.


  © dpa