Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, setzt gegen erstarkenden Rechtsextremismus auf Dialog. "Wir müssen zum einen Gesicht zeigen und solche Gesprächsforen schaffen, in denen dann wirklich Austausch ist", sagte er.

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Rechtsextremistische Vorfälle sorgen in Brandenburg für Bestürzung. Zwei Lehrer einer Schule in Burg im Spreewald hatten im April in einem Brandbrief tägliche rechtsextremistische Vorfälle an ihrer Schule öffentlich gemacht, sie verlassen nun nach Anfeindungen die Schule.

Keine Abschottung und Menschenfeindlichkeit

Stäblein nannte als Beispiele für solche Gesprächsforen das Demokratiebündnis Rutenberg, das sich in der Uckermark gegen Reichsbürger wendet, und eine Initiative in Spremberg. Es gehe um Vielfalt, nicht um Abschottung und Menschenfeindlichkeit. "Es braucht Dialog", sagte Stäblein. "Aber zu dem Dialog gehört auch Profil. Wir müssen natürlich schon zeigen, wofür wir sind und wogegen wir auch stehen."

In Spremberg warfen unbekannte Täter im Juni einen Brandsatz auf eine Regenbogenfahne - ein Zeichen für Vielfalt -, die am Glockenstuhl einer Kirche hing. Das Bündnis #unteilbar Spremberg wirbt für Solidarität und Vielfalt.  © dpa

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