Zwölf Jahre nach dem Verschwinden der damals neunjährigen Peggy hat die Polizei einen neuen Tatverdächtigen im Visier. Ein 29-jähriger Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt steht unter dem Verdacht das Mädchen aus Lichtenberg im Landkreis Hof ermordet zu haben.

Im Fall der vor zwölf Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy haben die Ermittler einen neuen Tatverdächtigen. Der 29 Jahre alten Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt wird verdächtigt, das Mädchen aus Lichtenberg ermordet zu haben, wie Oberstaatsanwalt Herbert Potzel am Dienstag in Bayreuth sagte. Er bestätigte damit einen Bericht von "Antenne Bayern".

Der Verdächtige gehöre zum engsten Freundeskreis von Peggys Familie. Gegen den Mann wird schon seit einiger Zeit ermittelt. Der Verdacht gegen zwei andere Männer hatte sich in den vergangenen Wochen nicht erhärtet.

Bislang galt der geistig behinderte Ulvi Kulac als Mörder von Peggy. Er war im Jahr 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, allerdings hat sein Anwalt die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Kulac hatte den Mord an Peggy zwar in einem Polizeiverhör gestanden, im Anschluss dann aber widerrufen. Seitdem beteuert er seine Unschuld.

Das damals neun Jahre alte Mädchen war 2001 spurlos verschwunden. Etliche Suchaktionen liefen ins Leere, bis heute wurde weder eine Leiche noch sonstige Spuren von Peggy gefunden. (cai/dpa)