Ein Erdbeben der Stärke 3,4 hat in der Nacht zum Freitag das sächsische Vogtland erschüttert.

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Das Epizentrum habe auf der tschechischen Seite des Vogtlands gelegen, teilte ein Sprecher der Bundesanstalt für Geowissenschaften mit.

Das Erdbeben sei in zehn Kilometern Tiefe gemessen worden. Mit Schäden sei nicht zu rechnen.

Erdbeben im Vogtland keine Seltenheit

Erst im Mai dieses Jahres hatte ein sogenanntes Schwarmbeben der Stärke 4,2 das Vogtland erschüttert. Damals hatten Augenzeugen berichtet, dass die Gläser im Schrank geklirrt hätten und Haustiere unruhig geworden seien.

In der Vogtland-Region kommt es häufig zu Erdbeben. Die stärksten wurden Mitte der 1980er Jahre gemessen. Damals erreichten sie eine Stärke von 4,6. Schornsteine fielen ein.

Erst vor einer Woche hatte es in Niedersachsen ein leichtes Erdbeben gegeben. Seismologen gaben die Stärke mit 3,0 an.

Im oberen Vogtland bebt die Erde. Erst im Mai verzeichneten die Seismographen über 1.000 Beben, die zum Teil auch für die Bevölkerung spürbar waren. Seit 30 Jahren beobachten Forscher in der Region eine wachsende Intensität und glauben: Hier erwacht ein Vulkan.


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