Einfach gedankenlos oder kaltschnäuzig? Fußballspieler Rodrigo Zalazar von der Eintracht Frankfurt hat auf Instagram eine Story anlässlich seines 20. Geburtstags geteilt. Als Ort des Fotos hat er ausgerechnet die Pforte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz gewählt.

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In T-Shirt, Shorts und weißen Sneakern steht Rodrigo Zalazar auf den Bahngleisen des Geländes, unten hat er den Text "+1" und diverse feierliche Emojis eingefügt. Hier wurden Millionen Menschen zwischen 1940 und 1945 von den Nazis systematisch gefoltert und getötet. Heute dient das ehemalige KZ als Gedenkstätte und Mahnmal an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs.

Rodrigo Zalazar meldet sich nach Foto zu Wort

Der 20-Jährige aus Uruguay steht zwar frisch bis 2023 bei der Eintracht Frankfurt unter Vertrag, wurde aber direkt für ein Jahr an Korona Kielce ausgeliehen, einen Verein der ersten Liga in Polen. Deshalb war Rodrigo Zalazar wahrscheinlich auch auf die Idee gekommen, die Gedenkstätte in Polen zu besuchen.

Das Echo auf die Instagram-Story war wie zu erwarten groß und negativ. Viele Frankfurt-Fans machten Screenshots der Story und teilten sie in sozialen Medien. Die Reaktionen reichten von Entrüstung über Verärgerung bis hin zum Ruf nach Konsequenzen. Der Verein Eintracht Frankfurt hat sich aber noch nicht dazu geäußert.

Dafür hat sich Rodrigo Zalazar selbst einige Stunden nach dem Shitstorm zu Wort gemeldet. Auf dem Instagram-Kanal seines polnischen Vereins nimmt er Stellung zu dem Foto und entschuldigt sich: "Ich wusste nicht genau, wo ich stand, als ich das Foto machte. Ich schäme mich dafür, denn jetzt weiß ich, was hinter diesem Tor passierte. Ich habe das Foto gelöscht und werde an die Auschwitz-Gedenkstätte spenden. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich durch das Foto beleidigt fühlten."  © 1&1 Mail & Media / CF

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