(jfi/ae) - Sie löste einen handfesten Skandal im prüden Amerika aus: Die Edel-Hure "Dania" feierte in Kolumbien heftig mit Personenschützern von US-Präsident Obama und wurde von diesen um ihren Lohn betrogen. Jetzt packt sie aus und berichtet über schockierende Zustände beim Secret Service.

Erst nachdem die US-Botschaft intervenierte, wurde die Prostituierte damals bezahlt - daraufhin nahm ein Skandal seinen Lauf, der mehrere US-Beamte ihren Job kostete und für zahlreiche neue Verhaltensregeln für Personenschützer auf Auslandsreisen führte. "Dania" schilderte nun in einem Radio-Interview intime Details aus dem Alltag der Secret-Service-Agenten, wie das Schweizer Nachrichtenportal "20min.ch" berichtet.

Die Männer, die den US-Präsidenten notfalls mit ihrem Leben vor Anschlägen und anderem Ungemach schützen sollen, sind keine Kostverächter, wenn man der Prostituierten Glauben schenkt. Dem kolumbianischen Radiosender "WRadio" sagte sie, die Agenten hätten "Alkohol wie Wasser" getrunken. Auch seien sie sehr grob zu ihr gewesen und hätten sie am Morgen nach der Liebesnacht unsanft aus dem Zimmer befördert.

Die Secret-Service-Männer seien während der orgienartigen Feier so betrunken gewesen, dass sie zu einem echten Sicherheitsrisiko für Obama hätten werden können. "Außerdem war das eine Horde von Trotteln. Ich hätte tausend Dinge tun können. Wenn ich es gewollt hätte, dann hätte ich all ihre Dokumente, Brieftaschen und Koffer durchsuchen können", so die Liebesdienerin weiter. Kaum auszudenken, was passiert wäre, wenn etwa die kolumbianische Drogenmafia auf diesem Wege versucht hätte, an geheime Unterlagen über den Schutz des US-Präsidenten zu gelangen.

Weiterer Ärger droht den US-Beamten wohl auch deshalb, weil sie es trotz nahezu unbegrenzter Möglichkeiten nicht geschafft hatten, die Prostituierte ausfindig zu machen. Und das, obwohl US-Medien schon kurze Zeit nach dem Vorfall Bilder der jungen Frau veröffentlichten. Der Republikaner Peter King, Mitglied im Ausschuss des Repräsentantenhauses für Heimatschutz, ist empört. Wie der britische "Telegraph" berichtet, soll der "sichtlich wütende" Politiker gesagt haben: "Das muss mir der Secret Service erst einmal erklären. Wie ist es möglich, dass sie es nicht geschafft haben, diese Frau zu finden, wenn dies den Medien innerhalb kürzester Zeit gelang?"