Das Coronavirus hat Deutschland, Europa und die Welt fest im Griff. Die Zahl der Toten in Deutschland steigt weiter. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Live-Blog.

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Alle Meldungen vom Donnerstag, 26. März

Merkel gegen Debatte über Lockerungen

23:02 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch keinen Grund, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. "Es kann noch nicht der Zeitpunkt sein", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Infektionen verdoppeln. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden. Deswegen müsse sie die Menschen in Deutschland um Geduld bitten.

Inzwischen sind in Deutschland mehr als 43.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 260 Infizierte sind bundesweit gestorben. Bund und Länder haben beispiellose Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, darunter einen Neun-Punkte-Plan, der zwischenmenschliche Kontakte minimieren soll. Dieser Beschluss war erst am vergangenen Sonntag vereinbart worden. Zuletzt hatte bereits die Debatte darüber begonnen, wann die Maßnahmen wieder gelockert werden können.

16-jährige Französin stirbt an Covid-19

20:50 Uhr: Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.

Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29.155 gestiegen.

Erstmals über 100 Tote an einem Tag in Großbritannien

20:10 Uhr: Großbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11.700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

Deutschland nimmt Patienten aus Italien auf

19:57 Uhr: Deutschland will weitere schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das Auswärtige Amt berichtete am Donnerstagabend auf Twitter von Zusagen aus verschiedenen Bundesländern zur Behandlung von 47 Intensivpatienten. Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb dazu unter italienischer Flagge: "Wir stehen an der Seite unserer Freundinnen & Freunde." Beteiligt sind unter anderem Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und Berlin.

In anderen Bundesländern werden Intensivpatienten aus Frankreich und Italien bereits behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen. Thüringen kündigte an, ein Team der Universitätsklinik Jena zur Versorgung von Covid-19-Patienten nach Italien zu schicken. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Solidarität ist das Gebot der Stunde."

Ärztepräsident rät zu einfachen Schutzmasken

19:07 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat in der Corona-Krise zum Tragen von Schutzmasken einfacher Art aufgerufen. "Mein Rat: besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum", sagte der 59-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Masken würden keinen Schutz vor einer Ansteckung garantieren. "Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden."

Einfache Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien zwar nur ein Hilfskonstrukt. "Aber sie sind besser als nichts, weil sie die Atemluft filtern", sagte der Allgemeinmediziner, der von dem Kauf professioneller Schutzmasken dringend abriet: "Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP2- oder FFP3-Masken." Diese würden von Erkrankten, vor allem aber von Ärzten und Pflegern dringender benötigt.

Keine Quarantäne für Einreisende

18:54 Uhr: Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hat sich nicht auf eine bundeseinheitliche Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Nicht-EU-Staat verständigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, stieß ein entsprechender Vorschlag aus dem Innenministerium auf wenig Resonanz und wurde deshalb am Donnerstag nicht auf die Tagesordnung gesetzt.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus war überlegt worden, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt und auch EU-Bürger nur weiterreisen dürfen in ihr Heimatland, hätte dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betroffen. Einzelne Kommunen haben zudem Verfügungen erlassen, die Rückkehrer aus Risikogebieten zur Quarantäne verpflichten.

Das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundeskanzleramt halten dies jedoch nach dpa-Informationen zum jetzigen Zeitpunkt für unverhältnismäßig. Es wurde dem Vernehmen nach außerdem auf die hohe Arbeitsbelastung für die Gesundheitsämter hingewiesen. Außerdem hieß es den Angaben zufolge, Deutschland sei ohnehin Covid-19-Risikogebiet.

Wieder Anstieg bei Infektionen in Italien

18:32 Uhr: Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8165 - das sind 662 mehr als am Vortag. Allerdings waren dabei etwa 50 Tote aus dem Piemont nicht mit eingerechnet. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.

Die Stadt Bergamo, die in Italien am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen ist, hat fast sieben Mal mehr Tote als normalerweise in einer Woche verzeichnet: Letzte Woche seien dort 313 Menschen gestorben, teilte die Kommune am Donnerstag mit. In den letzten zehn Jahren seien durchschnittlich 45 Tote pro Woche gezählt worden.

Corona-Pandemie in Italien: Über Hundertjähriger verlässt Krankenhaus

17:35 Uhr: In Italien ist ein 101-Jähriger nach Angaben der Stadt Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Herr P., wie die Vize-Bürgermeisterin den Mann nannte, sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen, schrieb Gloria Lisi. "Wir kennen ihn persönlich, aber wir wollen seinen Namen nicht öffentlich bekannt geben", bestätigte eine Sprecherin der Vize-Bürgermeisterin auf Anfrage der dpa am Donnerstag.

Der Mann sei am Mittwoch aus dem Hospital Infermi in der Adria-Stadt Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie gekommen, schrieb Lisi. Gerade weil es viele Berichte gebe, dass die Covid-19-Krankheit die älteren Menschen in großer Zahl töte, hätten die Ärzte mit dieser Heilung ein Zeichen der Hoffnung gesetzt: "Um uns zu lehren, dass es auch mit 101 Jahren noch eine Zukunft gibt."

Portugal verzeichnet starken Anstieg der Corona-Todesopfer

17:30 Uhr: Die Coronavirus-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das ist ein Anstieg von fast 40 Prozent in nur 24 Stunden. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg unterdessen um 18 Prozent auf mehr als 3.500.

Von den Infizierten lagen am Donnerstag den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern - davon 61 auf Intensivstationen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales macht sich Sorgen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. "Es ist immens wichtig, dass nicht alle Infizierten gleichzeitig krank werden", sagte er vor Journalisten in Lissabon. Die Behörden betonten aber, die Lage sei immer noch unter Kontrolle.

Zur Eindämmung der Krise hatte das Land am Mittwoch voriger Woche erstmals in Demokratie-Zeiten den Ausnahmezustand verhängt. Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa darf seitdem die Rechte etwa der Bürger, der Medien und der Unternehmen deutlich einschränken. Eine strikte, zweiwöchige Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist in Portugal noch bis zum 2. April in Kraft.

Astronauten geben Tipps für die Isolation

17:06 Uhr: Insgesamt 363 Tage verbrachte Astronaut Alexander Gerst im All. Seine Erfahrung an Board der Internationalen Raumstation ISS, wo er auf engstem Raum und weit entfernt von Freunden und Verwandten lebte, will er nun nutzen, um Menschen Ratschläge zu geben, wie sie gut durch die Corona-Isolation kommen.

Am Donnerstagnachmittag nimmt der auch als "Astro-Alex" bekannte Astronaut mit Kollegen aus der Raumfahrt an einer digitalen Talkshow der "European Space Agency" (ESA) teil. Moderiert wird die Sendung von dem Wissenschaftsjournalist Rangar Yogeshwar. Ziel der Sendung ist es, den Zuschauern praktische Tipps zu geben, wie sie Selbstisolation und Quarantäne durchstehen, ohne einen Lagerkoller zu bekommen. Dazu wollen Gerst und seine Kollegen beispielsweise darüber sprechen, wie man am besten mit Konflikten umgeht.
Die Talkshow ist Teil des Programms "#SpaceConnectsUS" der ESA. Unter dem Motto will die ESA, zusammen mit der Organisation "Asteroid Day", Menschen in Isolation dazu ermutigen "sich an der Wissenschaft und unserem Heimatplaneten zu erfreuen."

Hier geht es zum Livestream der ESA.

Bundesbildungsministerin dankt Lehrern in schwieriger Lage

16:41 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat sich bei Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland für den Einsatz in der Coronakrise bedankt. "Sowohl als Ministerin als auch als Mutter ist es für mich wichtig, dass wir alles dafür tun, dass die gewohnt hohe Unterrichtsqualität, die wir in ganz Deutschland haben, zu jeder Zeit für jeden Schüler und jede Schülerin angeboten werden kann - auch und gerade in einer kritischen Zeit, wie wir sie gerade durchleben", sagte Karliczek (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Sie danke den Lehrkräften dafür, dass sie sich unter erschwerten Umständen bemühten, alles so normal wie möglich zu halten, damit das Lernen in Deutschland weiter stattfinden könne. An vielen Schulen zeigten diese ein großes Engagement, die Ausfälle durch digitales Lehren und Lernen abzufedern.

G20-Staaten wollen Coronakrise gemeinsam bewältigen

16:26 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte haben sich bei einem G20-Videogipfel darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Coronakrise an einem Strang zu ziehen. "Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten", heißt es in der Abschlusserklärung, die am Donnerstag von der Bundesregierung in Berlin verbreitet wurde.

Man werde "weder einzeln noch gemeinsam Mühen scheuen", um Leben zu schützen und Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern. Zudem wolle man sich gemeinsam darum bemühen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und Störungen im Handel und in globalen Versorgungsketten so gering wie möglich zu halten, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die G20 will auch hilfebedürftigen Ländern Unterstützung zukommen lassen.

Zu dem Videogipfel hatte der saudische König Salman eingeladen, dessen Land dieses Jahr der G20 vorsitzt. Die Staatengruppe vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels. Ihr gehören unter anderen die USA, China und Russland an. Für Deutschland nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Videoschalte teil.

Pharmabranche fordert mehr Rückendeckung in Coronakrise

15:57 Uhr: Die deutsche Pharmaindustrie hat mehr Rückendeckung von der Politik gefordert, um in der Coronakrise die Produktion und den Standort zu sichern. Als Reaktion auf die Pandemie solle die Branche als systemrelevant eingestuft werden, erklärte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) am Donnerstag in Berlin. Das würde den Beschäftigten volle Bewegungsfreiheit geben.

Zudem müssten die Pharma-Unternehmen in die Beschaffung von Schutzkleidung einbezogen werden, hieß es in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Fehlten nötige Schutzkleidung und Desinfektionsmittel, drohten Produktionseinschränkungen. Ferner seien mehr Corona-Tests nötig, um wichtiges Personal in Produktion und Qualitätskontrolle nach Verdachtsfällen "freizuprüfen" oder bei milden Symptomen Infektionen auszuschließen. Mitarbeiter in versorgungskritischen Bereichen etwa in Praxen und Kliniken müssten vorrangig getestet werden.

Gerade in der Krise gelte es, die Pharma-Branche zu stärken. "Wir sind bei der Versorgung der Menschen in unserem Land zu stark von außereuropäischen Standorten abhängig", sagte der BPI-Vorstandsvorsitzende Martin Zentgraf mit Blick auf die Debatte um Arznei-Engpässe.

Da Wirkstoffe etwa für Antibiotika stark in Indien und China produziert werden, stockt es bei Produktionsunterbrechungen oder Arznei-Verunreinigungen schnell in der Lieferkette. Engpässe bei Arzneien gibt es schon länger. Im Zuge der Coronakrise mehrten sich zuletzt aber Rufe, die Pharmaproduktion in Europa auszubauen.

Coronakrise: König Felipe besucht riesiges Feldkrankenhaus in Madrid

15:34 Uhr: Der spanische König Felipe VI. hat am Donnerstag das in der Coronakrise zu einer riesigen Klinik umfunktionierte Messezentrum Ifema in Madrid besucht. Mit Schutzmaske und Handschuhen bekleidet wollte sich der Monarch selbst ein Bild von der Lage in dem am Wochenende in Rekordzeit eröffneten Feldkrankenhaus machen.

Zunächst waren in mehreren Hallen fast 1.400 Betten eingerichtet worden, insgesamt könnte die Ifema Platz für bis zu 5.000 Patienten bieten - mehr als jede andere Klinik in Spanien. Auch Intensivpatienten sollen dort betreut werden.

"Dies ist ein Ort der Hoffnung für die Moral ganz Spaniens und unseren gemeinsamen Willen, das Virus zu besiegen", sagte Felipe. Die Ifema-Klinik sei "ein wahres Symbol dafür, wozu wir in der Lage sind, wenn wir gemeinsam für ein gemeinsames Ziel arbeiten."

Felipe wurde von mehreren Ministern und dem Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, begleitet und ließ sich von Verantwortlichen und Mitarbeitern über Details der neuen Klinik und die weiteren Pläne informieren.

Covid-19-Patienten besuchte der 52-Jährige aus Sicherheitsgründen nicht. Der rund einstündige Besuch war streng geheimgehalten worden, selbst Medien wurden nicht über die königliche Visite unterrichtet.

Spanien ist eines der am heftigsten von der Krise betroffenen Länder. Bis Donnerstag stieg die Zahl der Fälle auf 56.000, rund 4.000 Menschen starben landesweit an Covid-19. Madrid ist der Hotspot, die Hälfte aller Todesfälle wurde bislang in der Hauptstadt verzeichnet. Viele Krankenhäuser sind völlig überfüllt.

Drogeriemarktkette: Mangel an Toilettenpapier bald beendet

15:14 Uhr: Der Chef der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, macht Hoffnung auf ein baldiges Ende des Toilettenpapiermangels in den Regalen. Er sei sicher, dass das Phänomen nur kurzzeitig auftrete, sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstag). In Gaststätten und Hotels werde derzeit nichts verbraucht. "Die Produktion muss also nur umgeleitet werden, der Nachschub ist gesichert."

Warten heißt es derzeit auch für dm-Online-Kunden. "Wegen der enormen Nachfrage ist die Lieferzeit kurzzeitig von zwei bis drei Werktagen auf neun bis zwölf Werktage hochgeschnellt", sagte Werner. "Das bekommen wir in den Griff, wir sind bald wieder bei zwei Tagen." Einen Testlauf zur Abholung bestellter Waren in der Filiale habe man ausgesetzt, "weil die Mengen in den Märkten explodierten". dm arbeite aber daran, diese Möglichkeit des Einkaufens bundesweit anzubieten.

Mit Blick auf Hamsterkäufe und leere Regale beklagte Werner zum Teil massive Anfeindungen gegen Mitarbeiter in den etwa 2.000 dm-Filialen. "Auch ich habe bitterböse Briefe erhalten: Zum Beispiel, wie sich unsere Mitarbeiter erdreisten könnten zu reglementieren, wie viel Toilettenpapier man kaufen dürfe."

Drosten: Grippemittel könnte auch gegen das Coronavirus helfen

14:53 Uhr: Bei der Forschung mit Blick auf die Behandlung von Covid-19-Erkrankten gehe es momentan um den Einsatz existierender Medikamente, sagte der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten. Seiner Einschätzung nach gibt es mindestens zwei Substanzen die "vielversprechender" seien.

Konkret nannte er das Grippe-Medikament Favipiravir, das in einigen asiatischen Ländern zugelassen sei. Man sehe bei dieser Substanz eine "Anfangsevidenz für eine Wirkung." Aaber diese sei klein. Man brauche mehr Studien, um dazu etwas zu sagen.

Drosten: Viele Tests bewahren uns vor vielen Toten in Deutschland

14:39 Uhr: In Deutschland werden nach Schätzung des Chefvirologen der Berliner Charité, Christian Drosten, inzwischen pro Woche rund 500.000 Tests auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt.

"Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben, gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik in Deutschland machen", sagte Drosten am Donnerstag in Berlin.

Letzte Schätzungen ließen vermuten, dass wöchentlich rund eine halbe Million sogenannter PCR-Tests durchgeführt würden. Dabei werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor auf Viren-Erbgut untersucht.

Wien spendiert seinen Senioren Taxi-Gutscheine

14:12 Uhr: Die Stadt Wien spendiert angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Senioren und Seniorinnen über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro. Die Mittel für die Aktion sind am Donnerstag vom Gemeinderat freigegeben worden.

Von der Maßnahme können rund 300.000 ältere Menschen profitieren. Mit den Taxi-Gutscheinen könne die ältere Generation zu den notwendigen Terminen mit dem Taxi fahren und so das Infektionsrisiko durch mögliche Kontakte in Bussen und Bahnen minimieren, sagte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Staubsauger-Hersteller spendet Beatmungsgeräte

14:04 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat die britische Regierung 10.000 Atemwegsgeräte bei dem Hausgeräte-Spezialisten Dyson bestellt. Premierminister Boris Johnson habe seine Firma entsprechend um Hilfe gebeten, schrieb Sir James Dyson in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.

Der Unternehmer versprach außerdem, weltweit 5.000 der neuen Geräte zusätzlich zur Rettung von Covid-19-Lungenkranken zu spenden. Die Firma ist vor allem für beutellose Staubsauger bekannt.

Spahn: Bei Coronakrise "noch Ruhe vor dem Sturm"

13:31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Krankenhäuser und Praxen in der Coronakrise. "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zusammen mit mehreren Experten. "Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt."

Spahn sprach davon, dass sich die Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern derzeit auf die größte Herausforderung der letzten Jahrzehnte vorbereiten würden.

Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen.

Wie Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, erklärte, gebe es derzeit auch noch keine "Schlüsselindikatoren", anhand derer man bestimmen könne, wann Ausgangsbeschränkungen und andere Corona-Maßnahmen gelockert werden können.

Auch Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten Bonuszahlung

11:45 Uhr: Auch die 140.000 Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten einen Bonus für ihren anstrengenden Einsatz in der Corona-Krise. Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhalte im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro, teilte am Donnerstag die Schwarz-Gruppe mit, zu der die beiden Ladenketten gehören.

Insgesamt lässt sich der Handelsriese die Prämien rund 35 Millionen Euro kosten. Zuvor hatte bereits Rewe eine Prämie für seine Mitarbeiter und die Beschäftigten der konzerneigenen Discountkette Penny angekündigt.

Die Mitarbeiter in Vertrieb, Logistik und Produktion hätten in den vergangenen Wochen Außergewöhnliches geleistet, damit die Menschen in Deutschland jeden Tag mit frischen Lebensmitteln versorgt werden, erklärten Lidl Deutschland-Chef Matthias Oppitz und sein Kaufland-Pendant, Ralf Imhof.

Der Bonus für die Lidl- und Kaufland-Beschäftigten werde als Warengutschein ausgezahlt, damit die Prämie möglichst als Netto-Zahlung bei den Beschäftigten ankomme.

Flughafen Paris-Orly schließt in kommender Woche wegen Coronavirus

11:19 Uhr: Der Flughafen Paris-Orly wird wegen des Coronavirus ab dem 1. April geschlossen. Ab dem 31. März 2020 um 23.30 Uhr und bis auf Weiteres würden alle Flüge, die in Paris-Orly durchgeführt werden, auf den Pariser Flughafen Charles de Gaulle verlegt, teilte der Flughafenbetreiber am Donnerstag auf seiner Webseite mit. Bis dahin werden alle Flüge am Terminal 3 abgewickelt, Terminal 1,2 und 4 sind bereits geschlossen. Reisende sind dazu aufgerufen, sich über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Medien: Geistlicher in päpstlichem Gästehaus positiv auf Coronavirus getestet

11:00 Uhr: Ein italienischer Geistlicher, der im selben Gebäude wie Papst Franziskus lebt, ist Medienberichten zufolge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann, der seit Jahren im Gästehaus Santa Marta wohne, sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichteten mehrere italienische Zeitungen am Donnerstag. In Italien sind laut der der Zeitung "Avvenire" bereits 67 Priester am Coronavirus gestorben.

Die Zeitungen "La Stampa" und "Il Messaggero" berichteten, das Gästehaus werde nun desinfiziert. Als Vorsichtsmaßnahme habe der Pontifex eine Zeit lang alleine in seinem Zimmer gegessen, schrieb "La Stampa".

US-Infektiologe: Coronavirus könnte saisonal wiederkehren

10:52 Uhr: Der renommierte US-Experte Anthony Fauci hat davor gewarnt, dass das neuartige Coronavirus in Zukunft immer wieder saisonal auftreten könnte.

Deshalb müssten dringend ein Impfstoff und wirksame Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) Fauci am Mittwoch in Washington.

Das Virus beginne sich nun auch in der südlichen Erdhalbkugel, wo der Winter anbricht, auszubreiten, sagte Fauci. Sollte es in den südlichen Ländern tatsächlich zu einem "erheblichen Ausbruch" kommen, müssten die Länder der Nordhalbkugel "darauf vorbereitet sein, dass wir einen zweiten Zyklus haben werden".

Derzeit werden bereits zwei Impfstoffe in den USA und China an Freiwilligen getestet. Bis sie auf den Markt kommen, könnten ein bis anderthalb Jahre vergehen.

Auch an Möglichkeiten zur Behandlung der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19 wird geforscht. Unter anderem ist dafür das Malariamittel Chloroquin im Gespräch.

Chinesische Wissenschaftler kommen in einem bislang noch nicht begutachteten Fachbeitrag zu dem Schluss, dass sich das Virus bei Kälte besser ausbreitet als in heißem und feuchtem Klima.

Es wird angenommen, dass Speicheltröpfchen, durch die das Virus weitergegeben wird, bei kaltem Wetter länger in der Luft bleiben und das immunsystem durch Kälte geschwächt wird.

Zudem kann das Virus möglicherweise auf heißen Oberflächen nicht so lange überleben, da die es umgebende Fettschicht schneller austrocknet. Allerdings ist ein warmes Klima kein Garant dafür, dass das Virus gar nicht mehr auftritt. So wurden etwa in Australien fast 2.500 Infektions- und acht Todesfälle registriert.

Mehr als 37.900 Corona-Nachweise in Deutschland - 215 Tote

10:40 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 37.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.400 Fällen sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 7.200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mindestens 215 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Katastrophenmediziner schildern dramatische Lage im Elsass

10:31 Uhr: Katastrophenmediziner haben sich im Auftrag des baden-württembergischen Innenministeriums ein Bild von der Lage in Straßburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. Demnach arbeiten infizierte Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg weiter mit Corona-Patienten, und über 80-Jährige werden nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln", schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung, wie sie im Elsass bestehe, bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von "allerhöchster Dringlichkeit". Mehrere Medien haben darüber berichtet.

Steinmeier stimmt Bürger auf weitere schwierige Wochen ein

10:00 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stimmt die Bürger wegen der Coronakrise auf weitere schwierige Wochen ein. Abstand halten sei "das Gebot der Stunde" - diese Stunde dauere allerdings keine 60 Minuten, sondern "womöglich Wochen", sagte Steinmeier in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft.

Nur durch Verzicht könne aktuell verhindert werden, "dass wir dauerhaft verlieren, was wir lieben", mahnte Steinmeier.

Solidarität sei derzeit "existenziell wichtig", betonte der Bundespräsident. Viele Menschen handelten danach und gingen etwa für ältere Nachbarn einkaufen oder hängten Lebensmitteltüten für Obdachlose an "Gabenzäune". "Sie alle, Sie sind die Heldinnen und Helden in der Coronakrise", lobte Steinmeier. Mit einigen habe er in den vergangenen Tagen telefoniert.

Nach Angaben des Bundespräsidialamts führt Steinmeier derzeit "zahlreiche" Telefonate mit Bürgern, "die in der Coronakrise besonders gefordert sind". Dazu zählten etwa Pfleger, Ärztinnen, Sozialarbeiter, Lehrerinnen und Supermarktmitarbeiterinnen. "In den Gesprächen informiert sich der Bundespräsident über die aktuellen Erfahrungen in ihrem Alltag, über ihre jeweiligen Herausforderungen und Probleme." Außerdem danke er den Menschen für ihr Engagement.

In seiner Videobotschaft betonte Steinmeier außerdem, wie wichtig internationale Solidarität und Zusammenarbeit seien. "Das Virus hat keine Staatsangehörigkeit, und das Leid macht nicht vor Grenzen halt. Aber ebenso wenig sollten wir es tun."

Steinmeier verwies unter anderem auf grenzüberschreitende Forschungskooperationen zur Suche nach Impfstoffen und Therapieansätzen gegen das Coronavirus. "Bündeln wir weltweit alles Wissen und alle Erfahrung, alle Kreativität und Energie! Das ist mein Appell", sagte er. "Darein setze ich meine Hoffnung."

Bereits vor zehn Tagen hatte sich das Staatsoberhaupt in dieser Form zur Coronakrise geäußert. Laut Bundespräsidialamt sind regelmäßige Stellungnahmen Steinmeiers per Videobotschaft geplant.

Apple spendet zehn Millionen Atemschutzmasken an US-Mediziner

09:40 Uhr: Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, wie Konzernchef Tim Cook in der Nacht zum Donnerstag über Twitter ankündigte. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er.

In Kalifornien niedergelassene Unternehmen sind außerdem seit den verheerenden Waldbränden von 2018 verpflichtet, Atemschutzmasken für ihre Mitarbeiter vorzuhalten. Facebook hatte jüngst 720.000 Masken aus dieser Reserve gespendet.

Notizblock

Saarland passt Verfügung zu Ausgangsbeschränkungen wegen Corona an

09:25 Uhr: Seit Mitternacht gelten im Saarland veränderte Regeln bei den Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Die Landesregierung habe die Allgemeinverfügung an die Beschlussempfehlung des Bundes angepasst, teilte ein Regierungssprecher in Saarbrücken mit.

Sport und Bewegung an der frischen Luft seien alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Personen, die im selben Haushalt leben, möglich. Zuvor waren Sport und Bewegung draußen mit bis zu fünf Personen erlaubt, mit denen man nicht in einem Haushalt lebt, wenn ein Mindestabstand eingehalten wurde. Es bleibe im Saarland bei der Ausgangsbeschränkung, nach der das Verlassen der eigenen Wohnräume nur noch bei triftigen Gründen erlaubt sei. Besuche bei Freunden oder Bekannten seien auch weiter nicht gestattet.

Darüber hinaus sei eine Regelung für Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe getroffen worden, erklärte der Regierungssprecher. Ab sofort seien nur noch Übernachtungen aus beruflichen oder wichtigen persönlichen Gründen gestattet. Das treffe etwa zu, wenn die eigene Wohnung unbewohnbar sei.

Russland setzt Flugverkehr ins Ausland aus

08:41 Uhr: Russland setzt von diesem Freitag an fast alle Flugverbindungen ins Ausland aus. Das wies die Regierung in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge am Donnerstag an. Davon ausgenommen seien Flüge, mit denen im Ausland festsitzende Russen in ihre Heimat zurückgeholt werden sollen.

Nicht betroffen von der Regelung sind Inlandsflüge. Der Flugverkehr etwa nach Deutschland war zuletzt bereits deutlich zusammengestrichen worden. So flog die Fluggesellschaft Aeroflot lediglich noch Berlin an.

In Russland haben sich nach offiziellen Angaben bislang (Stand von gestern) 658 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus war bislang bei drei gestorbenen Menschen nachgewiesen worden. Wladimir Putin hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit einzudämmen.

Zuckersüße Idee gegen Corona-Einsamkeit

08:27 Uhr: Quarantäne, Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen - Wie auch immer man es nennt oder wovon man betroffen ist, haben all diese Maßnahmen eines gemeinsam: Die Gefahr, dass Menschen sich einsam fühlen, steigt momentan von Tag zu Tag.

So geschehen ist das gestern auch bei einem Elfjährigen aus dem Raum Ansbach, der allein zu Hause war und unter Tränen den Notruf wählte. Doch die Beamten sorgten mit einer zuckersüßen Idee für ein Happy End. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Zwei Ortsteile in Sachsen-Anhalt unter Quarantäne

08:16 Uhr: Wegen der hohen Anzahl von Infizierten sind zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) in Sachsen-Anhalt von der Außenwelt abgeschirmt: Jessen und Schweinitz stehen unter Quarantäne.

Seit 7 Uhr kontrollieren Feuerwehrleute und Polizisten die Zufahrtsstraßen, wie der Sprecher des Landkreises Wittenberg bestätigte. Die Quarantäne ist bis zum 10. April angekündigt.

Dem Sprecher zufolge sind rund 8000 Einwohner betroffen. Anlass für die Maßnahmen ist ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Von 16 Infizierten mussten bereits drei ins Krankenhaus gebracht werden.

Privatinsolvenzen werden wegen Coronavirus steigen

07:54 Uhr: Das Informationsunternehmen Crifbürgel erwartet in diesem Jahr wegen des Coronavirus mehr private Insolvenzen. "Das Coronavirus wird die Wirtschaft schwer belasten, wobei die Auswirkungen heute noch gar nicht abschätzbar sind", sagte Geschäftsführer Christian Bock am Donnerstag in Hamburg.

"Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass es in der Folge auch wieder mehr Privatinsolvenzen in Deutschland geben wird." Gegenwärtig rechne er mit einem Anstieg um mindestens zehn Prozent.

Bereits jetzt gelten circa 6,8 Millionen Bürger als überschuldet und können ihre Verpflichtungen kaum mehr bedienen. Für viele dieser Personen sorge ein Schock auf der Einkommensseite für ein erhöhtes Risiko einer Privatinsolvenz. Am Arbeitsmarkt werde es durch die Krise zu massiven Einschnitten kommen.

"Arbeitslosigkeit - und die damit verbundene Einkommensverschlechterung - ist der Haupttreiber für eine Privatinsolvenz. Wenn die Arbeitslosigkeit ansteigt, verfügen die Personen bei weiterhin hohen Kosten über weniger Geld", sagte Bock.

700 Prozent mehr Klopapier verkauft

07:13 Uhr: Die Gewinner der Coronakrise sind die Hersteller von Toilettenpapier. Hamsterkäufe beim Hygieneartikel haben den Absatz massiv erhöht. Von Februar zum März 2020 sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), ohne genaue Zahlen zu nennen.

Das Toilettenpapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderstellung ein, so der Sprecher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es entstehe eine paradoxe Situation. Böttcher: "Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig."

Sieben Corona-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff

06:44 Uhr: An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit.

Allen an Bord von "MS Artania" gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1200 - meist deutschen - Passagieren Platz.

US-Senat verabschiedet Billionen-Konjunkturpaket

04:50 Uhr: Der US-Senat hat wegen der Coronavirus-Pandemie ein massives Konjunkturpaket beschlossen, mit dem rund 2 Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen. Das von Republikanern, Demokraten und der Regierung ausgehandelte Gesetzespaket wurde in der Nacht zum Donnerstag mit überwältigender Mehrheit angenommen.

Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, was im Lauf der Woche passieren sollte. Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Gesetzespaket dann umgehend mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen.

"Das ist ein stolzer Moment für den Senat", sagte der republikanische Mehrheitsführer in der Parlamentskammer, Mitch McConnell. Die Senatoren hatten seit Freitag praktisch rund um die Uhr um das Paket gerungen. Nach Angaben der Regierung handelte es sich um das umfangreichste Konjunkturpaket der US-Nachkriegsgeschichte.

Zahl der Toten steigt in den USA auf über 1000

03:58 Uhr: In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Demnach starben mittlerweile sogar mehr als 1.030 Menschen an COVID-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt.

Nur China und Italien haben bislang mehr Infizierte registriert. New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

Ausgangsverbot in Spanien bis 11. April verlängert

02:13 Uhr: In dem von der Coronavirus-Krise besonders schwer betroffenen Spanien müssen die knapp 47 Millionen Bürger nun sogar bis zum 11. April weitgehend zu Hause bleiben.

Das Parlament in Madrid billigte am frühen Donnerstagmorgen einen Antrag der linken Regierung auf Verlängerung des Alarmzustands um weitere zwei Wochen. Im Rahmen dieser dritthöchsten Notstandsstufe ist seit dem 15. März im ganzen Land unter anderem ein strenges Ausgangsverbot in Kraft.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach in seiner Rede von einem "Albtraum", der aber "bald vorbei sein" werde. Dafür tue seine Regierung alles. Die Verlängerung des Alarmzustands wurde nach einer elfstündigen Marathonsitzung gegen zwei Uhr morgens ohne Gegenstimmen angenommen.

Nur 43 der insgesamt 350 Abgeordneten nahmen an der Debatte und der anschließenden Abstimmung im "Congreso de los Diputados" persönlich teil. 307 zogen es wegen des Virus vor, aus sicherer Ferne die Stimme abzugeben.

Alle Meldungen vom Mittwoch, 25. März

New York baut provisorische Leichenhalle

23:00 Uhr: Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. Die Internetseite "Politico" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.

New York hat in der Corona-Pandemie mit etwa 200 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten US-Opfer.

Slowakei erlaubt Staatszugriff auf Handydaten

22:34 Uhr: Von einer notwendigen Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen spricht die Regierung, vor einer drohenden "Bespitzelung der Bürger" warnt die Opposition: In einem außerordentlichen Schnellverfahren hat das slowakische Parlament am Mittwoch mit 91 Ja- gegen 43 Nein-Stimmen einer Gesetzesnovelle zugestimmt, die dem Staat den Zugriff auf ansonsten geschützte Handydaten der Bürger erlaubt. Damit darf die staatliche Gesundheitsbehörde künftig anhand der Mobiltelefon-Lokalisierungsdaten verfolgen, wo sich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte bewegen und mit wem sie sich treffen.

Man will damit kontrollieren, ob Infizierte nicht gegen Quarantäne-Vorschriften verstoßen. Außerdem soll die Maßnahme ermöglichen, nach einem positiven Test auf Covid-19 alle jene Menschen zu warnen, mit denen die infizierte Person zuvor in Kontakt getreten war.

Finnland führt strenge Maßnahmen für Region um Helsinki ein

22:00 Uhr: Die finnische Regierung geht mit verschärften Maßnahmen vor allem für die Region rund um die Hauptstadt Helsinki gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor. Die Bewegungsfreiheit zwischen der südlichen Landschaft Uusimaa rund um Helsinki und dem Rest Finnlands werde von diesem Freitag bis zum 19. April eingeschränkt, gab Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz bekannt. In der Zeit sei es verboten, nach Uusimaa hinein- oder aus der Landschaft herauszufahren. Ausnahmen gebe es unter anderem für Fahrten zur Arbeit. In Uusimaa wohnen mehr als 30 Prozent aller Finnen.

Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit sei die einzige Möglichkeit zur Begrenzung der Corona-Ausbreitung, sagte Marin. Die geplante Schließung von Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden lasse sich dagegen bis zum Wochenende noch nicht umsetzen, sagte Marin.

Rumänien will alle Bewohner von Ballungsräumen auf Corona testen

21:30 Uhr: In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer größerer Ballungsräume auf eine Infektion getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache am Mittwochabend an. Mobile Teams sollten von Haus zu Haus gehen und den Bürgern Testmaterial abnehmen.

Vorbild sei dabei das Corona-Krisenmanagement in Südkorea, wo ebenfalls breit getestet worden sei, sagte der Minister weiter. Für die Aktion würden in Bukarest "mindestens zwei, maximal fünf Millionen" Test-Sets gebraucht. Nächste Woche erwarte man den Import von etwa 180.000 Tests. Der Sender "Digi24" rechnete vor, dass für eine Untersuchung all dieser Menschen 2660 Tage oder mehr als sieben Jahre benötigt würden.

Mehr als 37.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 200 Tote

21:01 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 37.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit fast 9.700 Fällen sowie Bayern mit fast 7.300 und Baden-Württemberg mit mehr als 7.200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mehr als 200 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Spanien: Krankenwagen mit Corona-Patienten mit Steinen beworfen

20:40 Uhr: Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei am Mittwoch. Dutzende Menschen hätten damit verhindern wollen, dass die infizierten und zum Teil an Covid-19 erkrankten Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Die Rentner waren zuvor aus ihrem Wohnheim in der rund hundert Kilometer nördlich von La Línea gelegenen Gemeinde Alcalá del Valle evakuiert worden, weil es dort eine große Ausbreitung des Coronavirus gegeben hatte. Drei Heimbewohner starben, mindestens die Hälfte der Mitarbeiter der Residenz wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. La-Línea-Bürgermeister Juan Franco kritisierte am Mittwoch die gewalttätigen Proteste, sagte aber auch, die Verlegung der Senioren sei "nicht gut geplant" gewesen.

Mehr als 25.000 bestätigte Infektionen in Frankreich

20:32 Uhr: In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle sei innerhalb eines Tages um 2.933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 1.331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2.800 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Patienten in den Kliniken sei jünger als 60 Jahre, sagte Salomon.

WHO-Chef warnt für zu früher Aufhebung von Corona-Restriktionen

19:53 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. "Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

US-Präsident Donald Trump will die Beschränkungen möglichst schon Ostern, also in zweieinhalb Wochen, wieder aufheben. Die Folgen der Schutzmaßnahmen für die Wirtschaft würden verheerender als die Auswirkungen der Pandemie, sagte er am Dienstag dem Sender Fox News.

Italien: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

19:15 Uhr: In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus über mehrere Tage leicht gesunken. Zugleich blieb die Zahl der Toten infolge der Pandemie mit 683 innerhalb eines Tages weiter hoch. Wie der Zivilschutz in Rom am Mittwoch mitteilte, verzeichneten die Behörden bei den aktuell Infizierten rund 3.500 Fälle mehr als am Dienstag. Auch an den drei vorausgegangenen Tagen war das Plus an registrierten Neuinfektionen jeweils leicht gefallen. Mehrere Experten mahnten, dass man erst nach einer Woche oder mehr von einer wirklichen Trendumkehr bei den Infektionen ausgehen könne.

Insgesamt registrierte Italien bisher 74.386 Corona-Fälle. Mehr als 7..500 Menschen starben seit Februar in Folge des Erregers Sars-CoV-2. Italien ist in Europa das am härtesten getroffene Land. Mehr als 9000 Menschen gelten inzwischen als geheilt. Am Dienstag hatten die Behörden 743 neue Corona-Tote beklagt.

Kanzleramtschef Braun: Junge dürfen später einmal als erste wieder raus

18:30 Uhr: Die Bundesregierung will die strengen Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Krise nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun später einmal zunächst für junge und gesunde Menschen wieder lockern. Der CDU-Politiker sagte am Mittwoch in der Social-Media-App Jodel: "Die nächste Phase lautet natürlich: Junge Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, dürfen wieder mehr auf die Straße."

Aktuell hänge viel davon ab, ob die Infektionskurve mit den beschlossenen Maßnahmen flach gehalten werden könne. "Das zeigt sich in den nächsten zwei Wochen", sagte Braun. Dann könne man hoffentlich auch die Frage nach einem Ende der Einschränkungen beantworten.

G7-Außenminister ohne gemeinsame Leitlinien für Corona-Krise

18:25 Uhr: Die Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten haben sich in einer Videokonferenz nicht auf gemeinsame Leitlinien für den Kampf gegen das Coronavirus einigen können. Hauptgrund: Die USA bestanden schon in den Vorgesprächen darauf, dass in einer möglichen Abschlusserklärung die chinesische Herkunft des Virus genannt wird.

Die Außenminister Deutschlands und Großbritanniens, Heiko Maas und Dominic Raab, legten in der Schalte am Mittwoch aber ein gemeinsames Papier vor, auf dessen Basis nun weiter über ein gemeinsames Vorgehen beraten werden soll. "Zum Vorgehen haben wir uns geeinigt, dass nunmehr auf Grundlage der deutsch-britischen Vorschläge zentrale Eckpunkte einer koordinierten Antwort der G7 auf die Krise abgestimmt werden sollen", sagte Maas nach den Beratungen. "In einer Zeit des globalen Ausnahmezustands kommt der "Gruppe der Sieben" eine entscheidende Bedeutung zu. Gerade die wirtschaftlich stärksten Nationen müssen in diesen Tagen solidarisch und verantwortungsvoll handeln und über eigene Interessen hinaus denken."

Die USA hatten vor dem Außenministertreffen einen Entwurf für eine gemeinsame Erklärung vorgelegt, in dem der Begriff "Wuhan-Virus" enthalten war, der von den anderen Mitgliedern nicht akzeptiert wurde. Schon in den Vorgesprächen einigte man sich deshalb, ganz auf eine gemeinsame Erklärung zu verzichten. Der G7 gehören neben den USA, Großbritannien und den USA auch Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada an.

Mehr als 400.000 Briten wollen Gesundheitsdienst helfen

18:20 Uhr: An einem einzigen Tag meldeten sich mehr als 400.000 Briten als freiwillige Helfer des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das sagte Premierminister Boris Johnson am Mittwoch vor Journalisten in London. Sie sollen Essen und Medikamente ausliefern, Patienten zu Terminen fahren und mit Menschen in Isolation telefonieren. Johnson bedankte sich bei den Freiwilligen und lobte deren Engagement.

Saudi-Arabien riegelt Riad sowie Mekka und Medina ab

17:59 Uhr: Saudi-Arabien riegelt wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Hauptstadt Riad sowie die muslimischen Wallfahrtsorte Mekka und Medina ab.

Das Königreich verschärft außerdem die Ausgangssperre in den drei Städten, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Mittwoch berichtete. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor den zweiten Corona-Todesfall in Saudi-Arabien gemeldet. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich demnach auf 900. Saudi-Arabien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land unter den Monarchien der Golfregion.

Deutsche Bahn: 75 bis 80 Prozent des üblichen Angebots

17:56 Uhr: Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot reduziert, um Beschäftigte und die Flotte zu schonen. Derzeit fahren noch 75 bis 80 Prozent der Züge, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch mitteilt.

Die Bahn reagiert damit auf Kritik der Lokführergewerkschaft GDL. Deren Vorsitzender Claus Weselsky hatte gefordert, die Kapazitäten angesichts der niedrigen Auslastung auf 50 Prozent runterzufahren. "Wir müssen nicht auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren", sagt er.

Roboter überwacht Ausgangsbeschränkungen in Tunis

17:50 Uhr: Die Szenen wirken wie aus einem Science Fiction-Film: Ein kleiner, gepanzerter Roboter fährt durch fast menschenleere Straßen und hält die wenigen Fußgänger an, die sich noch draußen aufhalten.

Um die wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren, setzt die tunesische Polizei einen Roboter in der Hauptstadt Tunis ein. Gesteuert wird das Fahrzeug von einer Einsatzzentrale aus, wie in einem am Mittwoch veröffentlichten Video des tunesischen Innenministeriums zu sehen ist.

Frauenfußball: Coronafall beim 1. FFC Frankfurt

17:42 Uhr: Auch die Frauenfußball-Bundesliga hat ihren ersten Coronafall. Eine Spielerin des 1. FFC Frankfurt wurde positiv getestet, das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Frankfurt teilte nicht mit, um welche Akteurin es sich handelt.

Die Betroffene hatte nach FFC-Angaben die typischen Krankheitssymptome, danach wurde der Test veranlasst. Da die Spielerin wie ihre Teamkolleginnen zuletzt individuell trainierte, ist kein Coronatest für die Mannschaft und das Trainer- sowie Betreuerteam vorgesehen. "Die Spielerin zeigt leichte Symptome, ihr geht es den Umständen aber entsprechend gut", sagt FFC-Manager Siegfried Dietrich.

Das Mannschaftstraining ist derzeit bis zum 6. April ausgesetzt, der Spielbetrieb in der Bundesliga ruht mindestens bis zum 19. April.

Jüdischer und muslimischer Sanitäter in Israel beten: Foto geht viral

17:21 Uhr: Ein Foto, das einen jüdischen und einen muslimischen Rettungssanitäter in Israel beim Gebet zeigt, geht in sozialen Medien viral. Das Bild wird als Symbol der Versöhnung zu Zeiten der Corona-Krise gewertet.

Es zeigt zwei Mitarbeiter des jüdischen Rettungsdienstes Magen David Adom neben ihrem Krankenwagen. Der muslimische Sanitäter kniet auf einem Gebetsteppich. Sein jüdischer Kollege trägt einen schwarz-weißen Gebetsschal. Die beiden Männer kehren sich den Rücken zu, jeder ist offenbar vertieft im eigenen Gebet, es entsteht aber der Eindruck einer Einheit.

"Ein schönes Bild, das zeigt, wie Israelis in Zeiten der Krise zusammenkommen", schrieb Magen David Adom. Ungeachtet ihrer Herkunft und Religion seien alle Mitarbeiter dem Kampf gegen das Coronavirus verpflichtet.

Zweiter Corona-Test von Bundeskanzlerin Merkel negativ

17:01 Uhr: Auch der zweite Coronavirus-Test von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ ausgefallen. Dies teilt ein Regierungssprecher am Mittwoch mit: "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen."

Merkel hatte am vergangenen Freitag Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt.

Bundestag beschließt Klinik-Hilfen und nationale Epidemie-Lage

16:53 Uhr: Die Kliniken in Deutschland bekommen Milliardenhilfen zum Schutz vor Finanznöten wegen der Corona-Krise. Der Bundestag beschließt am Mittwoch ein Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), das Mehrkosten und Einnahmeausfälle auffangen soll.

Für den Ausbau der Intensivbetten für schwer kranke Corona-Patienten soll es Bonuszahlungen geben. Das Parlament stellt zudem eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" fest. Es beschließt ein Gesetz, das dem dem Bund deswegen befristet zusätzliche Kompetenzen gibt, um im Krisenmanagement in ganz Deutschland schneller reagieren zu können.

Die Krankenhäuser sollen für jedes nun frei gehaltene Bett 560 Euro pro Tag bekommen. Für jede neue Intensiv-Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung soll es 50.000 Euro Bonus geben. Für Mehrkosten bei Schutzausrüstung soll es Zuschläge geben. Hintergrund ist, dass die Kliniken planbare Operationen und Neuaufnahmen vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für Corona-Patienten mit schwereren Verläufen vorbereitet zu sein.

Der Bund kalkuliert allein als Ausgleich dafür mit Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro. Zudem soll die Zahl von bisher 28.000 Intensivbetten verdoppelt werden.

Historisches Hilfspaket in Corona-Krise beschlossen

16:49 Uhr: Der Bundestag hat ein beispielloses, milliardenschweres Hilfspaket in der Corona-Krise beschlossen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen.

Bundestag setzt Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft

16:27 Uhr: Als Reaktion auf die Corona-Krise hat der Bundestag einen Nachtragshaushalt von historischer Größenordnung beschlossen. Das Parlament votierte am Mittwoch mit den Stimmen aller Fraktionen mit Ausnahme der AfD für die Vorlage aus dem Bundesfinanzministerium, die eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro vorsieht.

Um eine Schuldenaufnahme in dieser Höhe zu ermöglichen, setzt der Bundestag erstmals die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse aus.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechtfertigt den beispiellosen Schritt mit der Notlage, die durch die Corona-Krise entstanden sei. Die Krise sei "in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild" und zugleich eine "schicksalhafte Herausforderung für die ganze Menschheit". Deutschland könne sich die neuen Schulden leisten: "Deutschland genießt höchste Bonität an den Finanzmärkten."

UNO-Hochkommissarin: Von COVID-19 gefährdete Gefängnis-Insassen entlassen

16:20 Uhr: UNO-Hochkommissarin Michelle Bachelet wendet sich mit der Bitte an Regierungen, ältere Gefangene, Insassen mit leichten Delikten oder solche mit Vorerkrankungen aus den Gefängnissen zu entlassen um eine Ausbreitung von COVID-19 in den Gefängnissen weltweit einzudämmen.

"In vielen Ländern sind die Gefängnisse überfüllt, teils sogar in gefährlichem Maße. Menschen müssen oft unter unhygienischen Bedingungen leben [...]. Körperliche Distanz und Selbstisolation sind unter solchen Umständen schlicht nicht möglich", so Bachelet.

Lufthansa-Passagierjet bringt auf erstem Frachtflug Masken mit

16:03 Uhr: Mit Schutzmasken und anderer medizinischer Ausrüstung an Bord ist der erste Lufthansa-Passagierjet als reiner Frachtflieger in Frankfurt gelandet. Die Maschine vom Typ Airbus A330 war von Shanghai in China gut elf Stunden unterwegs gewesen, wie die Lufthansa Cargo am Mittwoch berichtet.

Neben den Frachträumen des Jets seien auch die Staufächer über den Sitzen und die Kabine genutzt worden für insgesamt 30 Tonnen Fracht. Die modernste Frachtmaschine der LH Cargo fasst zum Vergleich 103 Tonnen.

Warnungen vor antijüdischen Verschwörungstheorien in Corona-Krise

15:53 Uhr: Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnt vor massenhaft kursierenden antijüdischen Verschwörungstheorien in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Pandemie schaffe ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, was Beschuldigungen einzelner Personengruppen idealen Nährboden liefere, sagt Klein dem Berliner "Tagesspiegel". "Antisemitische Hassreden verbreiten sich schnell im Internet und dort insbesondere auf den gängigen Social-Media-Plattformen."

Verschwörungstheoretikern, rechten Hetzern und Antisemiten scheine offenbar nichts zu absurd, um es nicht zu verbreiten. "Die Rede ist da von einer jüdischen Übernahme der Weltwirtschaft, jüdischen Gewinnen aus einem möglichen Impfstoff, von Israel entwickelten Biowaffen oder einem jüdischen Versuch, die Weltbevölkerung zu reduzieren. Krudester Antisemitismus bricht sich Bahn", sagte Klein.

Guterres: Coronavirus ist eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit"

15:35 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit".

Guterres startete deshalb am Mittwoch einen weltweiten UN-Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers der Lungenkrankheit COVID-19 in den ärmsten Ländern der Welt. Bis zum Jahresende sollen zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) zusammenkommen.

RKI: Aufenthalt in Corona-Risikogebiet nicht mehr Test-Kriterium

15:10 Uhr: Für Coronavirus-Tests hat das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Pandemie seine Linie angepasst. Das bisherige Kriterium, dass ein Patient in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen gewesen sein muss, entfalle, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler.

Angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Erregers mache es "irgendwann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden". Das Institut prüfe auch, wie es in Zukunft mit der Frage der Einstufung anderer Länder oder Regionen als Risikogebiet umgehe.

Prinzipiell sollten nur Menschen mit Symptomen getestet werden, bekräftigte Wieler. Die Entscheidung anhand weiterer Kriterien, wie Kontakt zu einem bestätigten Sars-CoV-2-Fall, treffe der behandelnde Arzt. Ziel sei es, die Testressourcen gezielter einzusetzen, betonte Wieler. Wer mild erkrankt sei und mangels Testkapazitäten derzeit nicht getestet werden könne, solle zu Hause bleiben und Abstand zu anderen halten, appellierte der RKI-Chef.

Bundestag beschließt Nachtragshaushalt - 156 Milliarden neue Schulden

15:05 Uhr: Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

Bremer Bürgerschaft erhält Brief mit rechtsextremer Corona-Drohung

14:40 Uhr: Ein Unbekannter hat einen Brief mit rechtsextremen Drohungen unter Bezugnahme auf das Coronavirus an die Bremer Bürgerschaft geschickt.

Der von Spezialisten untersuchte Umschlag enthielt eine erdähnliche Substanz, die aber ungefährlich war, wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte. In einem beiliegenden Schreiben mit rechtsextremem Inhalt wurde demnach behauptet, dass es sich um mit dem Coronavirus verseuchte Erde handle.

Schleswig-Holstein zieht Absage von Abschlussprüfungen zurück

14:20 Uhr: Schleswig-Holstein will dem Vernehmen nach seine Abschlussprüfungen an den Schulen wegen der Coronakrise nun doch nicht absagen. Das wird am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen einer Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) berichtet. Es seien bei der Besprechung "sehr deutliche Worte" Richtung Schleswig-Holstein gefallen.

Die Kieler Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte am Dienstag angekündigt, wegen der Coronakrise alle Schulabschlussprüfungen ausfallen zu lassen. Fast alle Länder hätten das in dem Gespräch kritisiert. Es gebe die Tendenz, dass die Länder ihre Prüfungen abhalten wollten.

Thailand schließt wegen Corona-Pandemie die Grenzen

14:10 Uhr: Thailand wird zur Eindämmung der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an bis Ende April seine Grenzen schließen. Ältere und gesundheitlich schwache Menschen sollten zu Hause bleiben, sagt Regierungschef Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache am Mittwoch.

Zudem werde es Maßnahmen gegen Hamsterkäufe und die Verbreitung von Fake News geben. Thailand stünden schwere Zeiten bevor, sagt Prayut weiter.

Britische Gesundheitsbeauftragte: Paare sollten ihre Beziehung prüfen

14:05 Uhr: Die britische Regierung hat Paare mit getrennten Haushalten aufgefordert, ihre Beziehung wegen der Ausgangsbeschränkungen durch die Coronavirus-Epidemie auf Belastbarkeit zu testen.

Die Paare sollten sich entscheiden, ob sie gemeinsam einen Haushalt bilden, oder Abstand voneinander halten wollten, sagte Jenny Harries, die stellvertretende Gesundheitsbeauftragte der britischen Regierung am Mittwoch vor Journalisten.

Für Missachtung der Quarantäne in Italien bis zu fünf Jahre Haft

13:57 Uhr: Die Regierung in Italien hat die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht.

Außerdem gab sie bekannt, dass wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden könne. Das stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom.

Kurz zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte höhere Geldstrafen von 400 bis 3.000 Euro angekündigt für die Verletzung von Coronavirus-Regeln durch die Menschen.

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Zehn Tote in Würzburger Seniorenheim - Alle Bewohner werden getestet

13:45 Uhr: Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind inzwischen zehn Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Einrichtung ist ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern. Von 149 Heimbewohnern seien 29 positiv getestet worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Er ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates des Würzburger Bürgerspitals, zu dem die Einrichtung gehört. Von den 86 Mitarbeitern seien 33 positiv getestet.

RKI räumt unberechtigte Verwendung seines Twitter-Accounts ein

13:10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine unberechtigte Verwendung seines Twitter-Accounts eingeräumt. "Wir haben sehr schnell auf den Fake-Tweet reagiert, ihn gelöscht und das Passwort geändert", sagte Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch. Am Morgen hatten sich mehrere Twitter-Nutzer darüber empört, dass das RKI einen Tweet zum Streit um die politische Einordnung des AfD-Politikers Björn Höcke weiterverbreitet hatte. Kurze Zeit später twittert das RKI: "Leider hat sich heute morgen 25.3. jemand unberechtigt kurzfristig Zugang zum RKI-Twitter-Account verschafft. Der Retweet stammt nicht vom RKI und wurde umgehend gelöscht."

Papst ruft in Corona-Krise Gott um Hilfe - Gebet aller Christen

13:00 Uhr: Papst Franziskus hat bei einem Vaterunser-Gebet, das Christen aller Welt sprechen sollten, Gott um Hilfe in der Corona-Krise gerufen.

"In diesem Moment wollen wir um Gnade für die Menschheit bitten, die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen wurde", sagte der Pontifex am Mittwoch vor dem Vaterunser, das Christen aller Konfessionen zusammen beten sollten.

"Wir tun es gemeinsam, Christen jeder Kirche und Gemeinschaft, jeden Alters, jeder Sprache und jeder Nation." Er betete für die Kranken und ihre Familien sowie für die Mitarbeiter in Behörden und Krankenhäusern.

NRW entlässt Gefangene, um Corona-Ansteckungsgefahr zu verringern

12:40 Uhr: Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) greift im Zuge der Coronakrise zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Die 36 Justizvollzugsanstalten werden angewiesen, ihre Gefangenen, die noch eine kurze Haftstrafe von bis zu 18 Monaten verbüßen, freizulassen. Das berichtet "Focus online".

Geht es nach dem Politiker soll dieser Schritt helfen, die "Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Die Justiz erfüllt auch in Corona-Zeiten ihre Aufgaben und hält den Kernbereich des Rechtsstaates aufrecht".

Nach ersten Schätzungen betrifft die Maßnahme 1.000 der rund 16.000 Inhaftierten und Verwahrten in den Haftanstalten des Bundeslands. Sexualstraftäter seien von der Maßnahme nicht betroffen, heißt es.

Spanien verzeichnet mehr Corona-Todesopfer als China

12:23 Uhr: Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3.434 Menschen in Spanien an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19.

Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der nachweislich Infizierten auf 47.610 an.

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Ausgangsbeschränkung in Frankreich - neues Formular nach Verschärfung

12:18 Uhr: Nach der Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen in Frankreichs Kampf gegen das Coronavirus gibt es nun auch ein neues Formular zum Verlassen des Hauses. Wichtigste Änderung ist, dass die Französinnen und Franzosen nun auch die Uhrzeit angeben müssen, zu welcher sie vor die Tür gegangen sind.

Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hatte am Montagabend sportliche Aktivitäten an der frischen Luft oder Spaziergänge mit den Kindern oder dem Hund auf maximal eine Stunde begrenzt.

Weiterhin erlaubt ist etwa, Lebensmittel einzukaufen, Hilfsbedürftige zu unterstützen oder Fahrten zur Arbeit, wenn Homeoffice nicht möglich ist.

Bei Arztbesuchen gibt es nun eine Konkretisierung: Nur Beratungen, die nicht aus der Ferne durchgeführt werden können oder nicht aufschiebbar sind, sind zulässig. Außerdem dürfen Patientinnen und Patienten mit einer Langzeiterkrankung eine medizinische Fachkraft aufsuchen.

Hinzugekommen sind zwei neue Gründe: Gerichtliche oder administrative Vorladungen oder Aufgaben im allgemeinen Interesse nach behördlicher Anordnung.

Deutsches Kreuzfahrtschiff darf nicht in Australien andocken

12:00 Uhr: Laut Informationen des "Spiegel" darf das deutsche Kreuzfahrtschiff "MV Artania" nicht im australischen Perth anlegen. Nachdem 25 der 800 Passagiere an Bord über Atembeschwerden berichtet hatten, hatte die Besatzung um medizinische Hilfe gebeten.

Australische Behörden weigern sich jedoch, das Schiff andocken zu lassen. Stattdessen wurde medizinisches Personal auf den Kreuzer geschickt.

Auch die "Vasco da Gama", die überwiegend australische und neuseeländische Passagiere an Bord hat, darf nicht in Perth andocken. Die Fahrgäste müssen nun auf Rottnest Island für 14 Tage in Quarantäne gehen.

Dichtes Gedrängel in Londoner U-Bahnen trotz Pandemie

11:26 Uhr: Trotz der Corona-Gefahr sind auch am Mittwoch viele Londoner U-Bahnen sehr voll gewesen. Fahrgäste beschwerten sich in sozialen Medien über die Zustände. "Das ist unsicher und nicht fair", schrieb etwa eine Krankenschwester. Die U-Bahn sei überfüllt, twitterte Barry Trimble, der sich um Krebspatienten kümmert. Abstand zu halten, sei so unmöglich. "Wir brauchen mehr Leute, die zu Hause bleiben, und mehr Züge, die in den Stoßzeiten morgens und abends fahren."

Ex-Grünen-Chef Özdemir hat bei Corona-Erkrankung das Schlimmste überstanden

11:15 Uhr: Der mit dem Coronavirus infizierte Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir hat das Gröbste überstanden. "Die Symptome sind zum Glück relativ schnell verschwunden und ließen eine Ansteckung mit Covid-19 auf den ersten Blick auch nicht vermuten", sagte Özdemir der "Rhein-Neckar-Zeitung" von Mittwoch. Er bleibe aber weiter zuhause, hob Özdemir hervor.

Türkei holt Tausende Studenten aus dem Ausland heim

10:55 Uhr: Die Türkei hat wegen der Verbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 rund 2.700 Studenten aus europäischen Ländern wie Italien und Polen sowie aus Nord-Zypern und Ägypten heimgeholt. Das geht aus Tweets von Vizepräsident Fuat Oktay vom Mittwoch hervor. Die Betroffenen stünden zunächst für 14 Tage unter Quarantäne. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Vormittag im Fernsehen, die 2.721 Studenten seien mit elf Flügen aus acht Ländern zurückgebracht worden. Unter Quarantäne stehen unter anderem bereits Tausende Staatsbürger, die von Pilgerfahrten nach Saudi-Arabien zurückgekehrt waren.

Scholz: "Vor uns liegen harte Wochen"

10:52 Uhr: Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Pandemie haben im Bundestag alle Fraktion das Maßnahmenpaket der Bundesregierung für Gesundheitsschutz und finanzielle Hilfen unterstützt. Aus Sicht der Opposition fehlt bislang aber ein Plan für das, was in zwei oder drei Monaten notwendig sein wird.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Mittwoch in der Generaldebatte zur Lockerung der Schuldenbremse und zum historisch einmaligen Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise: "Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind."

Scholz dankte Ärzten, Verkäufern, Busfahrern und anderen, die trotz des Infektionsrisikos das öffentliche Leben am Laufen halten: "Sie leisten Großes in diesen Tagen."

Alle Bewohner und Mitarbeiter in Würzburger Altenheim werden getestet

10:50 Uhr: In der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus, wo inzwischen zehn Heimbewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, werden alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet.

Die Testkapazitäten seien am Dienstag eingetroffen, es sei sofort mit den Tests begonnen worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Schuchardt ist auch Stiftungsratsvorsitzender des Würzburger Bürgerspitals, zu dem das St.-Nikolaus-Heim gehört.

Irland verschärft Maßnahmen gegen Pandemie

10:48 Uhr: Irland hat seine Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft. Die Schließung der Schulen werde bis zum 19. April verlängert, teilte Premierminister Leo Varadkar in Dublin mit.

Auch Sportstudios, Cafés, Friseursalons und andere Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Dienste anbieten, dürfen nicht mehr betrieben werden. Sportveranstaltungen sind ebenfalls untersagt.

RKI kann Wirksamkeit der Maßnahmen gegen Corona noch nicht einschätzen

10:45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen.

Wieler bekräftigte vorherige Äußerungen, dass Deutschland noch immer am Anfang der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie stehe. "Es ist noch völlig offen, wie sich diese Epidemie weiter entwickelt", sagte er.

Missbrauchsbeauftragter warnt vor Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Kinder

10:39 Uhr: Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat vor einer Zunahme häuslicher Gewalt gegen Kinder in der Corona-Krise gewarnt.

Die aktuellen Einschränkungen könnten für Kinder und Jugendliche bedeuten, dass Täter "noch unbemerkter vom sozialen Umfeld sexuelle Gewalt ausüben können", erklärte Rörig am Mittwoch. Daher sei es "wichtiger denn je, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln", wenn es einen Verdacht oder ein "komisches Gefühl" gebe.

Spahn zu Schutzmasken: Es kommt jetzt wieder was rein

10:34 Uhr: In der Debatte um fehlende Schutzmasken für medizinisches Personal in Deutschland in der Coronakrise hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gegen Kritik verteidigt und zugesichert, dass jetzt dringend benötigte Masken nach Deutschland geliefert würden.

Es werde gerade ausgeliefert dieser Tage, "heute und morgen zwei Millionen Masken. Es kommt jetzt immer wieder was rein", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Medizinerverbände, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kritisieren, dass nicht genügend Schutzausrüstung für das Personal vorhanden sei.

Frankreich ruft Arbeitslose in Corona-Krise zur Feldarbeit

10:29 Uhr: Frankreich hat Arbeitslose in der Coronakris zur Feldarbeit aufgerufen. Nach Angaben des französischen Dachverbands der Landarbeiter (FNSEA) vom Dienstagabend fehlen bis Mai rund 200.000 Saisonkräfte.

Die Verbandspräsidentin Christiane Lambert rief Interessierte im Radiosender France Inter auf, sich auf einer Webseite zu melden, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eingerichtet wurde.

Fußballstar Lionel Messi spendet eine Million Euro an zwei Krankenhäuser

10:22 Uhr: Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Barça-Star Lionel Messi einem Medienbericht zufolge eine Million Euro an zwei Krankenhäuser gespendet - eines in der katalanischen Metropole und ein anderes in seiner argentinischen Heimat. Das Krankenhaus "Hospital Clínic" in Barcelona bestätigt die finanzielle Unterstützung des Weltfußballers, ohne aber eine genaue Summe zu nennen. "Diese Spende wird unter anderem für die Forschung und den Erwerb von Beatmungsgeräten zur Versorgung schwerkranker Patienten verwendet", heißt es.

Trump bittet Südkorea um Test-Kits für Coronavirus

10:07 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben Seouls um die Lieferung von Test-Kits für das Coronavirus gebeten. Trump habe ihn in einem Telefongespräch um "die dringende Bereitstellung von Quarantäne-Produkten wie Test-Kits gebeten", erklärt der südkoreanische Präsident Moon Jae In am Mittwoch. Moon sagte den USA größtmögliche Unterstützung zu, falls die Ausrüstung in Südkorea ausreiche. Ob das Material gespendet oder verkauft werden soll, war zunächst unklar.

Trump habe erklärt, für die eventuell nötige Zustimmung der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA werde er innerhalb eines Tages sorgen, fügte Moon hinzu.

Das Weiße Haus bestätigt, dass die beiden Präsidenten am Dienstag miteinander telefoniert hatten, äußert sich jedoch nicht zu der möglichen Bitte Trumps.

Israel verschärft wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkungen

10:00 Uhr: Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmaßnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause bewegen. Ausnahmen gelten unter anderem für essenziell wichtige Arbeitsplätze, Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln sowie ärztliche Behandlungen. Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draußen verboten werden. Die neuen Anweisungen sollten am Mittwochabend in Kraft treten.

Lesen Sie auch: Risiken und Wirkung von Kontaktbegrenzung und Ausgangssperre

Todesfall eines Teenagers durch Coronavirus sorgt in den USA für Alarm

09:48 Uhr: In den USA sorgt der erste bekannt gewordene Todesfall eines minderjährigen Menschen durch den neuartigen Coronavirus für Alarm. Der verstorbene Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles sei bei "guter Gesundheit" gewesen, bevor er sich mit dem Virus infiziert habe, sagte am Dienstag der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Zum Geschlecht und genauen Alter des oder der verstorbenen Minderjährigen machten die Behörden keine Angaben.

Garcetti und andere Behördenvertreter appellieren nun an die jungen Menschen in Kalifornien, die geltenden Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen. "Dies kann auch Euch treffen", sagt Garcetti über das Coronavirus. Der Erreger mache "bei Alter, Rasse oder Einkommensniveau keinen Unterschied", so die oberste Gesundheitsbeamte von Los Angeles, Barbara Ferrer.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

09:30 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 31.554 angegeben - ein Plus von 4.118 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldet 32.991 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 149 Todesfälle, die JHU 159 Tote.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

  • Baden-Württemberg: 6069 / +721 / 37
  • Bayern: 6558 / +804 / 37
  • Berlin: 1428 / +208 / 2
  • Brandenburg: 429 / +86 / 1
  • Bremen: 200 / +17 / 0
  • Hamburg: 1262 / +219 / 0
  • Hessen: 1754 / +134 / 4
  • Mecklenburg-Vorpommern: 218 / +19 / 0
  • Niedersachsen: 2140 / +376 / 7
  • Nordrhein-Westfalen: 7197 / +879 / 43
  • Rheinland-Pfalz: 1591 / +221 / 5
  • Saarland: 403 / +66 / 2
  • Sachsen: 959 / +148 / 6
  • Sachsen-Anhalt: 375 / +54 / 1
  • Schleswig-Holstein: 577 / +99 / 3
  • Thüringen: 394 / +67 / 1
  • Gesamt: 31.554 / +4118 / 149

DFL hofft auf Bundesliga-Neustart Mitte Mai

8:53 Uhr: Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fußball Liga nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai.

Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Weitere Infos zu den Plänen der DFL finden Sie hier.

Trump will Corona-Maßnahmen noch vor Ostern lockern

8:11 Uhr: Die USA könnten laut WHO-Experten nach Europa bald zum neuen Epizentrum der Corona-Pandemie werden - doch Präsident Donald Trump will die strikten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus möglichst noch vor Ostern lockern. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte Trump.

"Ich würde es lieben, das Land bis Ostern wieder geöffnet und in den Startlöchern zu haben", sagte Trump im konservativen Sender Fox News. Durch eine "massive Rezession oder Depression" drohten "mehr" Menschen zu sterben als durch die "Grippe" - mit diesem Wort meinte Trump offenbar die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19.

Die von US-Regionalbehörden verhängten Ausgangsbeschränkungen seien "schlimmer als das Problem." Sollten US-Unternehmen wie der Flugzeugbauer Boeing Pleite gehen, könnten "Millionen Jobs" verloren gehen. Es könnte dann allein durch Suizide "tausende" Tote geben, warnte der Präsident.

Später relativierte Trump seine Forderungen zur Rückkehr zur Normalität an Ostern - also in nur zweieinhalb Wochen - jedoch etwas. Die Lockerung der Beschränkungen solle nur in Landesteilen erfolgen, die wenig bevölkert seien wie etwa manche Regionen von Texas - oder in Gegenden, in denen die Pandemie als eingedämmt gelte, sagte er in einer Pressekonferenz.

Trump sieht "Licht am Ende des Tunnels" bei Kampf gegen Coronavirus

7:45 Uhr: Trotz dramatisch wachsender Fallzahlen in den USA hat sich US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus optimistisch gegeben. "Wir fangen an, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen", sagte Trump.

Unklar war, worauf der Präsident diese Aussage basierte. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen mehr als 52.000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - damit liegen die Vereinigten Staaten nur noch hinter China und Italien. Mehr als 670 Menschen starben.

Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

USA bitten Südkorea um medizinische Ausrüstung

7:37 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben des Präsidialamts in Seoul um die Lieferung medizinischer Ausrüstung für die Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs in den USA gebeten.

Die Bitte sei bei einem Telefongespräch mit Präsident Moon Jae In am Dienstagabend (Ortszeit Seoul) ausgesprochen worden. Moon habe seine größtmögliche Unterstützung zugesagt, falls genügend Ausrüstung vorhanden sei.

Aus dem Weißen Haus in Washington hieß es lediglich, beide Präsidenten hätten über die Maßnahmen beider Länder gegen die Corona-Pandemie gesprochen. Nach den Angaben von Moons Büro interessierte sich Trump dafür, wie sich die Infektionskurve in Südkorea entwickle. Das Land mache seine Sache "sehr gut", wurde Trump zitiert.

Maas warnt vor "Spirale nationaler Egoismen" in Corona-Krise

7:25 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas hat zu mehr internationaler Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen.

"Das Resultat der nationalen Kraftanstrengungen, die jetzt bei uns allen gefordert sind, darf nicht eine Spirale nationaler Egoismen sein", sagte der SPD-Politiker der dpa vor den für Mittwoch geplanten Beratungen der G7-Außenminister. "Im Vordergrund steht für die Bundesregierung, unser Handeln weltweit mit Partnern zu koordinieren und dort solidarisch zu sein, wo auch immer wir Spielräume dafür haben."

Die Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten schalten sich am Mittwochnachmittag zu einer vierstündigen Videokonferenz zusammen. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus wird zu den Hauptthemen zählen, doch auch die Krisen in Syrien, Libyen, Afghanistan und in der Sahelzone sollen besprochen werden

Maas mahnte, diese Krisen benötigten trotz Corona weiter die internationale Aufmerksamkeit. "In all unserem Handeln ist dabei eines ganz klar: Je vernetzter und koordinierter wir agieren, desto besser können wir die vielen Probleme angehen, wenn die aktuelle Krise einmal ausgestanden ist", sagte er.

Einigung in den USA auf Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

7:03 Uhr: In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2 Billionen Dollar umfassen.

Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in Washington am frühen Mittwochmorgen vor Journalisten mitteilten.

Nach dem Senat muss dann auch noch das Repräsentantenhaus dem Gesetzespaket formal zustimmen. Die Führung der von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt. Nach den Worten McConnells soll das Paket noch an diesem Mittwoch verabschiedet werden.

Lage auf deutschen Intensivstationen noch relativ entspannt

6:46 Uhr: Die Lage auf den deutschen Intensivstationen ist nach Angaben von Intensivmedizinern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) insgesamt noch entspannt, aber regional sehr unterschiedlich. Von konkreten Problemen auf den Intensivstationen infolge der Coronavirus-Pandemie sei der DKG bisher nichts bekannt.

Regionale Unterschiede sieht auch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Kleinere Krankenhäuser hätten weniger und oft einzelne Patienten, sagte Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der DGAI und Chefarzt der Klinik für Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Aachen.

"Die große Welle von Schwerkranken wird aber noch kommen, schätzungsweise in acht bis zehn Tagen." Es sei schwer zu sagen, wann der Höhepunkt zu erwarten sei.

Weißes Haus: 60 Prozent aller neuen Coronavirus-Fälle aus New York

6:23 Uhr: Die Metropole New York entwickelt sich immer mehr zum Brandherd in der Coronakrise in den USA.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte, inzwischen kämen 60 Prozent aller neuen Fälle in den USA aus dem Großraum New York. Die Infektionsrate in der Ostküstenmetropole liege bei eins zu eintausend - rund fünf bis zehn Mal höher als in dem ebenfalls schwer betroffenen Bundesstaat Washington an der Westküste der USA.

Pence rief New Yorker, die die Stadt verlassen haben, dazu auf, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben. "Wir müssen den Großraum New York City als Hochrisikogebiet betrachten."

Italien erhöht Strafen für Verstöße der Ausgangsbeschränkungen

6:15 Uhr: Die Regierung in Italien hat mit einem Dekret die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht.

Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden. Schon zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte auch höhere Geldstrafen von 400 bis 3.000 Euro angedroht. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100.000 Anzeigen wegen Verstößen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gelten bis 3. April. Gerüchte über eine Verlängerung bis Ende Juli seien komplett falsch, so Conte.

Heidi Klum nicht mit Coronavirus infiziert - "nur schwere Erkältung"

6:11 Uhr: Heidi Klum ist nicht mit dem Coronavirus infiziert. Dies sei ihr 14. Tag zu Hause, schrieb Klum am Dienstag auf Instagram zu dem Hashtag #covid_19negative. Dazu postete die vierfache Mutter ein Foto von sich unter blauem Himmel auf einer Wiese liegend.

Klum hatte Mitte März mitgeteilt, dass sie mit erkältungsähnlichen Symptomen im Bett liege und sich zu Hause isoliere. Sie habe sich auf Sars-CoV-2 testen lassen und warte auf das Ergebnis, gab sie später bekannt.

Auch Klums Mann, Musiker Tom Kaulitz, habe sich nicht gut gefühlt und ebenfalls einen Test gemacht. Der sei aber negativ ausgefallen, wie Klum und Toms Zwillingsbruder Bill Kaulitz später auf Instagram schrieben.

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Trump: Coronavirus-Konjunkturpaket umfasst 2 Billionen

6:04 Uhr: Das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar.

Mit diesem "größten und mutigsten" Paket der US-Geschichte könnten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abgefedert werden, sagte Trump. Sobald die Krise ausgestanden sei, werde die US-Wirtschaft rasch wieder wachsen, versprach er.

Das von beiden großen Parteien ausgehandelte Konjunkturpaket sollte noch am Dienstag vom Senat verabschiedet werden. Danach muss das Repräsentantenhaus zustimmen.

Das genaue Volumen des Konjunkturpakets war zunächst unklar geblieben. Manche Berichte hatten von 1,5 Billionen Dollar gesprochen, andere von 1,8 Billionen Dollar. Das jetzt von Trump genannte Volumen von 2 Billionen entspräche fast 10 Prozent der US-Wirtschaftsleistung.

Alle Meldungen vom Dienstag, 24. März:

Berlin will Corona-Patienten aus Italien aufnehmen

23:45 Uhr: Berlin will so wie andere Bundesländer schwer kranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstagabend an. "Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt", sagte Müller in der RBB-Sendung "Wir müssen reden!". "Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen."

New York lässt in Corona-Krise 300 Gefangene frei

23:00 Uhr: In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handele es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Dies sei eine Maßnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen. De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15.000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA.

US-Leitindex Dow Jones mit größtem Tagesgewinn seit 1933

21:50 Uhr: Der Dow Jones Industrial hat die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht und den kräftigsten Tagesgewinn seit 1933 gemacht. Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte am Dienstag mehr als 2.000 Punkte zurück und stieg um 11,37 Prozent auf 20.704,91 Punkte.

Auftrieb gaben zuversichtliche Aussagen von US-Senatoren, dass ein gewaltiges Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise kurz vor der Verabschiedung stehe. Medienberichten zufolge sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar (1,4 Bio Euro) in die Wirtschaft gepumpt werden. Am Montag hatte bereits die US-Notenbank (Fed) weitere Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt.

Spanien: Corona-Kranke fliehen aus Krankenhäusern

21:16 Uhr: Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst "ziemlich viele verantwortungslose" Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 "verantwortungslose und unsolidarische" Personen festnehmen müssen.

Am Mittwoch soll das Parlament auf Antrag der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez über eine Verlängerung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, um weitere zwei Wochen bis zum 11. April abstimmen.

Hamburg will Abiturprüfungen nach Ankündigung aus Kiel überdenken

20:50 Uhr: Angesichts der geplanten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie will Hamburg seine Haltung in dieser Frage neu überdenken. Durch die überraschende Ankündigung sei eine neue Lage entstanden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag. "Alleingänge sind in dieser wichtigen Frage nicht vernünftig. Deshalb werden wir jetzt zusammen mit den anderen Ländern prüfen, welche Auswirkungen die Entscheidung in Schleswig-Holstein auf das Abitur in allen anderen Ländern und in Hamburg haben wird." Dabei solle zügig für Klarheit gesorgt werden. Hamburg wollte bislang an den Abiturprüfungen festhalten.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte sich zuvor wegen der Corona-Pandemie für eine Absage der Abiturprüfungen und aller anderen Abschlussprüfungen ausgesprochen

Mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit, 18.000 Tote

20:05 Uhr: Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Dienstag.

Zwei Drittel der bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) gemeldeten 409.000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran. In den USA ist die Zahl bekannter Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt. Dort gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 50.000 Fälle. Am Samstag waren die Forscher noch von rund 24.000 bekannten Infektionen ausgegangen.

Trump will USA nicht lange stilllegen aus Angst vor Rezession

19:44 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der weitreichenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie könnten US-Präsident Donald Trump zufolge "ein Land zerstören". Die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens und die Schließung von Geschäften sei für die Wirtschaft verheerend, erklärte Trump am Dienstag in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Fox News. Das Land wegen des neuartigen Coronavirus in eine "massive Rezession" oder gar "Depression" zu stürzen, könnte letztlich mehr Menschenleben kosten als die Epidemie an sich, warnte Trump. Er hoffe, dass die USA bis Ostern - also Mitte April - wieder im Normalbetrieb laufen könnten.

Zehntausende Menschen würden jedes Jahr infolge der Grippe und durch Autounfälle sterben, aber niemand wolle deswegen das ganze Land stilllegen, sagte Trump. Der Präsident ließ erneut erkennen, dass er die weitgehende Stilllegung des Landes möglichst bald wieder aufheben will, zumindest in weniger von der Covid-19-Epidemie betroffenen Landesteilen. Die von der Regierung angeordneten zwei Wochen würden am kommenden Montag enden. Danach werde die Lage geprüft und es könne eventuell noch "ein bisschen mehr Zeit" geben, sagte Trump. Die gegenwärtig angeordnete Isolierung vieler Menschen zu Hause werde auch zu "Tausenden Selbstmorden" führen, warnte Trump.

Bereits am Montagabend (Ortszeit) hatte Trump bei einem Auftritt im Weißen Haus der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Corona-Krise in Aussicht gestellt. "Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden", sagte Trump dort. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte." Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen. "Wenn es nach den Ärzten ginge, würden sie vielleicht sagen: Lasst es abgeschottet, lasst uns die die ganze Welt abschotten." Für eine Wirtschaftsmacht wie die USA sei das aber langfristig keine Lösung.

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA ist in den vergangenen Tagen rasant gestiegen und erreichte am Dienstag die Grenze von 600. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in den USA lag diesen Angaben zufolge bei rund 50.000. Damit rangieren die USA bei der Zahl der bestätigten Fälle an dritter Stelle - hinter China und Italien. Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

Guterres fordert von G20-Staaten "Plan wie zu Kriegszeiten"

19:30 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat von den G20-Ländern in der Corona-Krise Zugeständnisse an die Entwicklungsländer und einen gewaltigen internationalen Konjunkturplan gefordert. Ein "Plan wie zu Kriegszeiten" müsse den Volkswirtschaften "massive Ressourcen zuführen und einen zweistelligen Prozentsatz des Bruttoweltprodukts erreichen", schrieb Guterres in einem Brief vom Montag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei dem vom UN-Chef angedachten Volumen würde es sich um mehrere Billionen Dollar handeln.

"Wir müssen die Voraussetzungen schaffen und die Ressourcen mobilisieren, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Entwicklungsländer die gleichen Chancen haben, auf diese Krise in ihren Gesellschaften und Volkswirtschaften zu reagieren. Alles andere als diese Verpflichtung würde zu einer Pandemie von apokalyptischen Ausmaßen führen, die uns alle betrifft", schrieb Guterres weiter. Wenn sich das Virus wie ein Lauffeuer auf der ganzen Welt ausbreite, würde seine Ausrottung immer schwerer.

London sucht 250.000 Freiwillige im Kampf gegen das Coronavirus

18:58 Uhr: Die britische Regierung will den Nationalen Gesundheitsdienst NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250.000 Freiwilligen verstärken. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag bei einer Pressekonferenz in London mit. Knapp 12.000 NHS-Mitarbeiter im Ruhestand seien bereits einem Aufruf der Regierung gefolgt, in den aktiven Dienst zurückzukehren. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Krankenhaus eröffnet werden, das in einem Konferenzzentrum eingerichtet werde, erklärte Hancock.

Die Zahl der Toten durch COVID-19 in Großbritannien stieg unterdessen um 87 auf 422. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 8.000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber erheblich höher sein. In Großbritannien wurden bislang nur rund 82.000 Menschen getestet, weit weniger als beispielsweise in Deutschland. Hancock beteuerte jedoch, die Regierung sei im Begriff, Millionen von Test-Sets zu kaufen.

Italien: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag

18:30 Uhr: In Italien sind innerhalb eines Tages 743 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor.

Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer. Am Samstag hatte der Zivilschutz die Rekordzahl von rund 790 Todesopfern für einen Tag verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69.000. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.

Polen verbietet wegen Corona-Krise Versammlungen von mehr als zwei Menschen

18:00 Uhr: Polen ist dem Beispiel Deutschlands gefolgt und hat wegen der Coronavirus-Pandemie Versammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit verboten. "Wir treffen diese Entscheidung, um Zeit zu gewinnen", sagt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag. Die Regierung schränkte außerdem die Bewegungsfreiheit erheblich ein.

Die Bürger sollten nur noch vor die Tür gehen, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Menschen dürfen sich nur noch zu zweit im Freien treffen. Familien sind von der Regelung ausgenommen.

Ausnahmen gelten auch für religiöse Veranstaltungen, wie Messen und Beerdigungen, an denen maximal fünf Menschen teilnehmen dürfen. Die Regeln würden bis zum 11. April gelten, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Beatmungsventile aus dem 3D-Drucker für Corona-Patienten in Italien

17:52 Uhr: Im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 geht Italien ungewöhnliche Wege: 3D-Drucker-Firmen, Strumpfwaren-Hersteller und der Fiat-Konzern helfen bei der Herstellung von dringend benötigtem medizinischem Material. "Wir wurden von einer Zeitung aus Brescia kontaktiert und gefragt, ob wir für ein Krankenhaus Ventile für Beatmungsgeräte drucken könnten", sagt Alessandro Romaioli, ein auf 3D-Druck spezialisierter Ingenieur der Firma Isinnova der Nachrichtenagentur AFP.

Daraufhin habe die Firma vier Prototypen produziert und ins Krankenhaus gebracht. "Dort sagten sie uns, dass sie funktionieren", sagte Romaioli weiter. Die Ventile seien an Patienten getestet worden - mit ausgezeichneten Ergebnissen. Das Krankenhaus habe daraufhin hundert weitere Ventile bestellt, so der junge Ingenieur.

Auch der Strumpfwarenhersteller Calzedonia gab bekannt, einige seiner Werkstätten zur Produktion von Atemschutzmasken zu nutzen. Seit Montag würden täglich 10.000 Masken produziert. Die Zahl soll nach Angaben des Unternehmens noch erhöht werden.

Frankreich rüstet Schnellzug für Verlegung von Kranken um

17:45 Uhr: Für den Abtransport von Corona-Infizierten aus dem Risikogebiet im Elsass setzt Frankreich erstmals einen Hochgeschwindigkeitszug ein. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran sagt am Dienstag in Paris, der medizinisch umgerüstete TGV der Staatsbahn werde am Mittwoch 30 Kranke aus überlasteten Kliniken in Straßburg und Mülhausen wegbringen. Dies sei eine "Premiere in Europa", sagt Véran. Wohin die Menschen verlegt werden ist nicht bekannt.

Greta Thunberg mit Corona-Botschaft auf Instagram

17:35 Uhr: Auf ihrem Instagramkanal meldet sich die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit einer Botschaft an ihre Follower zu Wort: "In den letzten beiden Wochen bin ich drinnen geblieben. Nach meiner Rückkehr aus Zentraleuropa habe ich mich von meiner Mutter und Schwester isoliert, denn die COVID-19-Fälle vor Ort waren zu jener Zeit etwa gleichauf mit jenen in Italien."

Vor etwa zehn Tagen habe sie dann erste Symptome verspürt. Auch der Vater der 17-Jährigen sei von Symptomen betroffen gewesen. Einen Test habe sie nicht gemacht, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie am Coronavirus erkrankt war, sei hoch.

Ihren Post beendet die Klimaaktivistin mit einem Appell an ihre Follower, den Vorgaben der Behören zu folgen und sich in der Krise gegenseitig beizustehen.

Von der Leyen warnt vor Internet-Betrug in der Corona-Krise

17:14 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt vor Internet-Betrügern und angeblichen Wundermitteln gegen das Coronavirus. Kriminelle nutzten die Sorge vor der Pandemie, erklärte von der Leyen am Dienstag. "Unsere Angst wird ihre Geschäftsidee."

Die Zahl von Internet-Delikten habe zugenommen, ebenso die Zahl von falschen Arzneien, Sprays und Ähnlichem. Von der Leyen unterstrich jedoch Fahndungserfolge, die die europäische Polizeibehörde Europol jüngst vermeldet hatte. Mehr als 4,4 Millionen Packungen nicht zugelassener Medikamente seien beschlagnahmt, 37 Verbrecherbanden zerschlagen und 121 Menschen festgenommen worden. 2.500 Links zu Webseiten oder Social-Media-Kanälen seien aus dem Netz entfernt worden.

Bürger sollten sich immer vergewissern, ob Betreiber einer Webseite wirklich seriös seien, riet von der Leyen. Und sollte einmal ein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein, dann würden dies Regierungen und öffentliche Institutionen offiziell mitteilen. "Dann werden Sie das aus einer vertrauenswürdigen Quelle erfahren", fügte die Kommissionschefin hinzu.

Ungarns Ministerpräsident Orban will mit Sondervollmachten gegen Pandemie vorgehen

17:07 Uhr: Vor dem Hintergrund der globalen Corona-Pandemie will sich Ungarns machtbewusster Ministerpräsident Viktor Orban durch ein beispielloses Gesetz umfassende Vollmachten geben lassen. Das ungarische Parlament debattierte am Dienstag einen Gesetzentwurf, der es Orban ermöglichen würde, für unbegrenzte Zeit und ohne parlamentarische Kontrolle auf dem Verordnungsweg zu regieren.

Das Gesetz soll dafür sorgen, "dass die Regierung alle zur Eindämmung beziehungsweise Abwehr der Folgen der Covid-19-Pandemie nötigen außerordentlichen Maßnahmen treffen kann", heißt es in der Einleitung des Entwurfs. Dabei, so die Vorlage, könne sie "die Anwendung einzelner Gesetze suspendieren, von gesetzlichen Bestimmungen abweichen und sonstige außerordentliche Maßnahmen treffen".

Die Dauer dieser Vollmachten ist nicht konkret begrenzt - sie bemisst sich daran, wie lange die Regierung den Pandemie-Notstand als gegeben ansieht. Die Regierung ist auch nicht auf das Parlament angewiesen, das aufgrund der Pandemie am Zusammentreten gehindert sein könnte. Kriterien dafür, wann das Parlament als verhindert anzusehen ist, enthält der Gesetzentwurf nicht.

Ägypten verhängt wegen Coronavirus nächtliche Ausgangssperre

16:58 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Ägypten eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Für die kommenden zwei Wochen dürften Bewohner zwischen 19.00 Uhr und 6.00 Uhr das Haus nicht mehr verlassen, kündigte Ministerpräsident Mustafa Madbuli am Dienstag an. Geschäfte müssen bereits um 17.00 Uhr schließen. Freitags und samstags - in Ägypten das Wochenende - bleiben sie komplett geschlossen. Ausgenommen sind Supermärkte, Lebensmittelläden, Bäckereien und Apotheken, die nicht in Einkaufszentren liegen.

DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

16:50 Uhr: Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Bundestag tagt wegen Corona-Pandemie unter besonderen Vorkehrungen

16:43 Uhr: Um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, tagt der Bundestag am Mittwoch mit ungewohnten Vorsichtsmaßnahmen. An den Eingängen werden Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt und die Türen zum Plenum bleiben offen, so dass sie nicht berührt werden müssen, wie Bundestagssprecherin Eva Haacke am Dienstag mitteilte.

Demnach werden die Türen außerdem mit "Eingang und "Ausgang" gekennzeichnet, so dass es weniger Begegnungen zwischen den Abgeordneten gibt. Im Sitzungssaal werden die Stühle so markiert, dass die Abgeordneten mit größerem Abstand zueinander Platz nehmen. Die Politiker sollen jeweils nur bei den Tagesordnungspunkten an der Sitzung teilnehmen, "die ihre jeweiligen Arbeitsbereiche betreffen".

Wer ans Rednerpult tritt, bekommt Haacke zufolge nicht das übliche Wasserglas hingestellt, sondern einen Pappbecher mit Wasser. Zwischen den Reden werde das Pult jeweils desinfiziert.

Indien verhängt "vollständige Ausgangssperre" für drei Wochen

16:30 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie greift Indien zu drastischen Maßnahmen und verhängt eine dreiwöchige "vollständige Ausgangssperre" für seine 1,3 Milliarden Bürger. "Ab heute um Mitternacht wird das ganze Land vollständig abgeriegelt sein", um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sagt Premierminister Narendra Modi am Dienstag in einer Fernsehansprache.

Die Maßnahme gelte für 21 Tage. Wenn dieser Zeitraum nicht respektiert werde, werde das Land um 21 Jahre zurückgeworfen, so Modi weiter. Er ruft die Inder auf, die soziale Distanz zu respektieren und zu Hause zu bleiben.

Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Corona-Krise später zahlen

16:20 Uhr: Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Coronakrise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen.

Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

Kreuzfahrtschiffe mit möglichen Corona-Fällen an Bord suchen Häfen zum Anlegen

16:12 Uhr: In der Coronavirus-Krise irren immer noch Kreuzfahrtfahrtschiffe auf den Weltmeeren herum, die wegen möglicher Infektionsfälle an Bord nicht anlegen können. Chile wies am Montag das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff "Zaandam" ab, weil mehrere Menschen an Bord unter grippeähnlichen Symptomen leiden. Die Reederei Holland America sucht nun einen Hafen, in dem die Kranken von Bord gehen können, bevor das Schiff seine Reise nach Fort Lauderdal in Florida fortsetzen kann.

Das Schiff war am 7. März in Buenos Aires in See gestochen. Nach Angaben der Reederei sind 13 der 1243 Passagiere und 29 der 586 Besatzungsmitglieder krank. Die Kranken und enge Kontaktpersonen wurden demnach isoliert. Sie an Bord auf das neuartige Coronavirus zu testen, ist nach Angaben der Reederei nicht möglich.

Sorge in Brüssel um möglichem Corona-Ausbruch in griechischen Flüchtlingslagern

16:00 Uhr: In Brüssel herrscht Sorge über einen möglichen Ausbruch des Coronavirus in überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln. Die EU-Kommission unterstütz die griechischen Behörden derzeit bei der Ausarbeitung eines Notfallplans, sollte die Krankheit Covid-19 in einem der Lager ausbrechen, sagt ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Dienstag. EU-Abgeordnete fordern, zu Risikogruppen gehörende Menschen präventiv aus den Lagern zu holen.

Die griechischen Behörden seien darum bemüht, gesonderte Bereiche in den Lagern einzurichten, um Verdachtsfälle zu untersuchen und Menschen unter Quarantäne zu stellen, sagt der Kommissionssprecher. "Wir unterstützen auch Maßnahmen zur Beschleunigung des Transports von den Inseln zum Festland", fügt er hinzu.

Abitur in Schleswig-Holstein soll abgesagt werden

15:40 Uhr: Bildungsministerin Karen Prien (CDU) fordert laut NDR die Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein. Seit 16. März sind die Schulen in dem Bundesland geschlossen.

Laut Prien müssten die Abiturprüfungen direkt nach den Osterferien stattfinden. Dies sei aufgrund der aktuellen Krisenlage jedoch nicht möglich.

Anstelle des Abiturs sollen die Schülerinnen und Schüler ein sogenanntes Anerkennungsabitur erhalten, das sich aus ihren bisherigen Zensuren zusammensetzt.

Singapur schließt Bars, Kinos und Theater wegen Corona-Pandemie

15:20 Uhr: Singapur hat seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Bars, Kinos, Theater und Nachtclubs werden bis zum 30. April geschlossen, wie das Gesundheitsministerium des Stadtstaates am Dienstag mitteilte. Bei 49 weiteren Menschen in dem flächenmäßig kleinsten Land Südostasiens sei die Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden, die durch das Coronavirus verursacht wird, hieß es zur Begründung. Zwei Menschen seien bereits an der Krankheit gestorben. Singapur hat knapp sechs Millionen Einwohner.

Auch Olympischer Fackellauf verschoben

15:10 Uhr: Nachdem die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben wurden, wird nun auch der Olympische Fackellauf verlegt. Dies teilt OK-Chef Yoshiro Mori mit. Die Flamme sollte am Donnerstag ihren langen Weg durch die 47 Präfekturen Japans antreten. Der symbolträchtige Start war in der Präfektur Fukushima geplant, die 2011 durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami zerstört worden war.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und sein Präsident Thomas Bach einigten sich bei der Verschiebung der Spiele darauf, dass die Olympische Flamme bis zur Austragung der Spiele in Japan bleiben wird. Sie soll in den aktuell schwierigen Zeiten als Licht am Ende des Tunnels dienen.

Sachsen will tschechische Pflegekräfte halten

15:05 Uhr: Angesichts der Restriktionen für tschechische Berufspendler wegen der Corona-Krise versucht Sachsen, vor allem Pflegekräfte zu halten. Allen Tschechen, die im Freistaat im Bereich Medizin und Pflege arbeiten und in Deutschland bleiben, werde ein täglicher Zuschuss von 40 Euro zum Lebensunterhalt gezahlt, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag in Dresden. Dies gelte für Berufspendler in Kliniken und Pflegeheimen, aber auch für Bereiche wie Krankenhausküchen oder -wäschereien.

Stromverbrauch in Deutschland sinkt

14:58 Uhr: Der Stromverbrauch in Deutschland ist durch die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise gesunken. Am Montag sei der Verbrauch 4,9 Prozent niedriger gewesen als im Mittel für den vergleichbaren Tag in den Jahren 2017 bis 2019, heißt es in einer Lageeinschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) vom Dienstag. Nachdem in der vergangenen Woche die Rückgänge noch in den üblichen Schwankungsbreiten gelegen hätten, zeigten sich jetzt erste deutlichere Abweichungen vor allem in den Tagstunden.

Bei den Großhandelspreisen für Strom habe es zum Wochenbeginn einen weiteren Preisrückgang gegeben. Stromlieferungen für das kommende Jahr seien an der Strombörse um 15 Prozent niedriger gehandelt worden als im Durchschnitt der vorletzten Woche. Bei zeitnahen Lieferungen im April betrage der Rückgang sogar fast 40 Prozent.

Rewe plant Bonuszahlungen für Mitarbeiter

14:40 Uhr: Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will seine Beschäftigten und die der konzerneigenen Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, sagte ein Rewe-Sprecher am Dienstag auf Nachfrage.

"Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmaßnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben: Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise", betonte der Sprecher. Der jeweilige Betrag ist etwa abhängig von der Funktion und davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird.

Die Bonuszahlung werde als Guthaben auf die Mitarbeiterkarten gebucht. Das habe den Vorteil, dass der Betrag den Beschäftigten praktisch als Netto-Zahlung zugutekomme.

Auch bei Aldi Süd können sich die Beschäftigten vielleicht schon bald über eine Prämie freuen. "Wir machen uns derzeit Gedanken, wie wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz erkenntlich zeigen können", sagte ein Unternehmenssprecher.

Ausgangsbeschränkungen für Thüringen angekündigt

14:21 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat ein Kontaktverbot für den Freistaat angekündigt. Damit werde umgesetzt, was Bund und Länder am Sonntag vereinbart hätten, sagte Ramelow am Dienstag nach einer Sitzung des Regierungskabinetts.

Die Pläne sehen vor, dass man sich im öffentlichen Raum nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise der Mitglieder des eigenen Haushalts aufhalten darf. Ramelow kündigte dazu eine Grundverordnung an, die landesweit gelten soll.

Zugleich betonte der Regierungschef, dass die Menschen weiterhin die Möglichkeit haben sollen, in ihre Gärten zu gehen. "Wir wollen, dass die Menschen raus gehen, dass sie Licht, Luft und die Natur genießen", sagte Ramelow. Auch in Kleingartenanlagen könnten sich die Thüringer weiter aufhalten, weil der Abstand zwischen den Gärten ausreichend sei.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Bundestag wird am Mittwoch Epidemiefall ausrufen

14:10 Uhr: Der Bundestag wird nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Mittwoch den Epidemiefall ausrufen.

Der "Gesetzentwurf zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" sieht vor, schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, um auf eine Epidemie effektiv reagieren zu können. Dazu soll der Bund in einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" für einen befristeten Zeitraum zusätzliche Kompetenzen erhalten.

Das Bundesgesundheitsministerium soll beispielsweise ermächtigt werden, Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen und die Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Dabei geht es etwa um Vorschriften für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr, Melde- und Untersuchungspflichten und Maßnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgung mit Arzneimitteln, Schutzausrüstung und Labordiagnostik.

Am Montagabend habe es die Einigung gegeben, dass eine epidemiologische Lage "nicht mehr wie ursprünglich geplant von der Bundesregierung ausgerufen werden kann", sagte Göring-Eckardt am Dienstag vor einer digitalen Sitzung ihrer Fraktion.

Es sei vereinbart worden, dass der Bundestag ihn ausrufe, "das wird er morgen sicher auch mit großer Mehrheit tun". Dann werde sich der Bundesrat dazu verhalten. Die Regelung werde auf ein Jahr begrenzt sein, sagte Göring-Eckardt weiter.

Olympischen Spiele werden verschoben

13:51 Uhr: Die Olympischen Spiele in Tokio sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gemeinsam am Dienstag beschlossen, wie das IOC mitteilte.

Söder in Pressekonferenz: "Machen uns riesige Sorgen"

13:24 Uhr: In der Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung in München betont Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass die Lage weiterhin Ernst bleibe. Gleichzeitig bedankt er sich bei der Bevölkerung für ihre Kooperation in der Krisenlage.

Auf vorangegangene Kritik reagiert Söder mit der Aussage, dass Bayern ein späteres Handeln in der Krise nicht hätte verantworten können.

"Wir machen uns riesige Sorgen um die wirtschaftlichen Herausforderungen. Viele sind sich nicht bewusst, welche Herausforderungen es geben wird", betont er. Deshalb stockt Bayern sein Hilfspaket für die Wirtschaft in dem Bundesland noch einmal massiv auf. Zur Bewältigung der Corona-Krise stehen nun 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem werde es weiter vergünstigte Bürgschaften und einen Bayern-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro geben, um die Wirtschaft zu schützen. Es handle sich dabei um das umfassendste Wirtschaftsprogramm jemals in Bayern.

Wegen Corona-Krise werden in Berlin vorerst keine Wohnungen geräumt

12:50 Uhr: In Berlin werden wegen der Corona-Krise nach Angaben von Justizsenator Dirk Behrendt derzeit keine Wohnungen geräumt. Auch Sperren wegen nicht gezahlter Rechnungen für Gas, Wasser oder Strom seien ausgesetzt, teilte der Grünen-Politiker am Dienstag mit.

Wenn Menschen in der jetzigen Krisensituation auf der Straße landen würden oder ohne Heizung leben müssten, wäre das eine unzumutbare Härte, so Behrendt. Zudem wären Räumungen oder Sperrungen für Gerichtsvollzieher aus gesundheitlichen Gründen schwierig. Sie müssten den persönlichen Kontakt zu Betroffenen herstellen.

Thailand verhängt Ausnahmezustand

12:38 Uhr: In Thailand gilt wegen der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an der Ausnahmezustand. Dies kündigte Premierminister General Prayut Chan-o-cha am Dienstag in einer Fernsehansprache an. Die Leute sollen zuhause bleiben, damit eine Ausbreitung des Virus verhindert wird. Am Donnerstag sollen weitere Einschränkungen bekanntgegeben werden. Nach Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums sind inzwischen mindestens 827 Menschen infiziert.

Gewerkschaft fordert zentrale Corona-Materialbeschaffung für Stravollzug

12:33 Uhr: Angesichts eines ersten Corona-Falls bei einem Häftling in einem Hamburger Gefängnis hat die Gewerkschaft der Beschäftigten im Strafvollzug eine zentrale Koordinierung der Gegenmaßnahmen gefordert. In allen Justizvollzugsanstalten seien zwar bereits Isolierstationen eingerichtet worden, aber nicht überall seien auch die notwendigen Schutzausrüstungen vorhanden, sagt der Bundesvorsitzende des Bunds der Strafvollzugsbediensteten (BSBD), René Müller, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Dienstag.

Die für Justizmitarbeiter erforderliche Ausrüstung gleiche generell der für medizinische Hilfskräfte im Umgang mit Corona-Patienten, betonte Müller. Es stelle sich daher "die Frage der zentralen Versorgung und Zuteilung". Jedes Bundesland handle allein und sei im Fall von Engpässen "vermutlich" überfordert, schnell Abhilfe zu organisieren. Hier sei das Bundesjustizministerium gefordert.

Kuba will alle Touristen unter Quarantäne stellen

12:24 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie will Kuba alle Touristen in Quarantäne nehmen, die sich nach der Grenzschließung am Dienstag noch auf der Insel aufhalten. "Alle Touristen, die sich noch in Hotels befinden, werden unter Quarantäne gestellt", kündigte Ministerpräsident Manuel Marrero in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede an. Nach Angaben der Regierung waren am Montag noch rund 32.500 ausländische Urlauber auf der Karibikinsel.

Die Ankündigung löste einen Sturm auf den Flughafen von Havanna aus. Viele Touristen, die überstürzt ihre Sachen gepackt hatten, befürchteten aber, gar keinen Flug mehr zu erwischen.

Hebammen helfen per Video

12:12 Uhr: Hebammen bieten Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe in der Corona-Krise mit Videoschalte an. Bis Mitte Juni könne verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgegriffen werden, teilen die maßgeblichen Hebammenverbände und dem Spitzenverband der Krankenkassen am Dienstag in Berlin mit. "So bleibt die Versorgung von Schwangeren und Müttern im Wochenbett in dieser außerordentlichen Situation aufrechterhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen können minimiert werden."

Nach Sachsen nimmt auch NRW Coronavirus-Patienten aus Italien zur Behandlung auf

11:50 Uhr: Nach Sachsen nimmt auch Nordrhein-Westfalen Coronavirus-Patienten aus Italien zur Behandlung auf. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagt am Dienstag vor dem Düsseldorfer Landtag, er habe am Montag angeboten, "dass wir zunächst zehn Patienten aufnehmen".

Regierungschef beantwortet Fragen von Radiohörern zu Coronakrise

11:42 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellt sich in der Coronakrise erneut den Fragen der Niedersachsen. Weil ist am Donnerstag von 7.00 bis 8.00 Uhr zu Gast beim Radiosender Antenne Niedersachsen, wie der Sender am Dienstag in Hannover mitteilte. Wer Fragen an den Regierungschef hat, kann sich schon jetzt per WhatsApp oder E-Mail an Antenne Niedersachsen wenden. Das ist auch während der "Moin Show" am Donnerstag möglich. Weil hatte sich am Samstag bereits den Fragen der Hörer von NDR 1 Niedersachsen gestellt.

Saar-Uniklinik nimmt fünf Corona-Patienten aus Grand Est auf

11:34 Uhr: Fünf Corona-Notfallpatienten aus der ostfranzösischen Region Grand Est werden nun im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg behandelt. Sie seien am Montag eingeliefert worden, nachdem das Saarland der benachbarten Region Unterstützung zugesagt hatte, teilt Regierungssprecher Alexander Zeyer am Dienstag mit. Weitere Covid-19-Patienten aus Grand Est würden nicht erwartet.

Irans Präsident: Hafturlaub von Gefangenen wird verlängert

11:24 Uhr: Im Iran wird wegen der Corona-Pandemie der Hafturlaub von Gefangenen um mindestens 16 weitere Tage verlängert. "Der Corona- Krisenstab der Regierung hat beschlossen, dass der Hafturlaub vom 3. bis zum 19. April verlängert wird", sagt Präsident Hassan Ruhani am Dienstag. Eine weitere Verlängerung sei nicht ausgeschlossen, falls die Coronakrise auch bis Ende April nicht bewältigt werde.

Insgesamt durften 85.000 Gefängnisinsassen wegen der Coronakrise und des persischen Neujahrs (20. März) für zwei Wochen nach Hause, darunter auch einige politische Häftlinge. 10.000 von ihnen wurden begnadigt. Die Regelung galt jedoch nicht für Schwerkriminelle.

Coronavirus: Auch Zypern verhängt Ausgangsbeschränkungen

11:00 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat auch Zypern am frühen Dienstagmorgen weitreichende Maßnahmen verhängt, die den Ausgang der Bürger beschränken.

Die Menschen dürfen nur noch das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zur Arbeit, zum Arzt, zur Apotheke oder zum Sport zu gehen sowie den Hund auszuführen.

"Der Feind ist unsichtbar, aber nicht unbesiegbar", hatte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades am Vorabend bei einer Ansprache gesagt. Wie er weiter sagte, müssten die Bürger in ihren Wohnungen bleiben, "die Schutzbunker dieses Krieges".

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Laschet erörtert Ziele der Pandemie-Bekämpfung im Landtag

10:55 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Kampf gegen das Coronavirus als die schwerste Bewährungsprobe in der Geschichte des Landes bezeichnet.

Der Blick nach Italien zeige "unermessliche Tragödien", so Laschet am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags in Düsseldorf. "Es geht um Leben und Tod."

Die drei wichtigsten Ziele seien, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, das Gesundheitssystem massiv auszubauen und die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern.

Im Einvernehmen mit den Landtagsfraktionen sollte bis zum Nachmittag im Schnellverfahren ein Nachtragshaushalt in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen beschlossen werden. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden.

Krankschreibung per Telefon jetzt für bis zu 14 Tage möglich

10:38 Uhr: Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert. Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen.

Millionen von Deutschland bestellte Atemmasken in Kenia verschwunden

10:31 Uhr: Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia "spurlos verschwunden", berichtet der Spiegel am Dienstag. Laut einer Sprecherin des Verteidigungsministeriums werde der Vorgang untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagt sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

Knapp 102.000 Menschen weltweit von COVID-19 geheilt

10:05 Uhr: Von den 382.108 Fällen an weltweit bestätigten Infektionen, meldet die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität bereits 101.857 als von COVID-19 geheilt.

453 davon sind demnach Patienten in Deutschland. In Europa hat Italien mit der höchsten Zahl von 63.927 Infizierten (Stand: heute um 08:15 Uhr) auch die höchste Zahl an Genesungen: 7.432 Menschen sind dort bereits von dem Virus geheilt.

Giffey: Corona-Krise könnte mehr häusliche Gewalt zur Folge haben

09:51 Uhr: Isolation und finanzielle Sorgen durch die Corona-Krise könnten zu mehr häuslicher Gewalt führen. Das sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Umso wichtiger sei es für Opfer zu wissen, dass sie das Haus verlassen dürfen, um sich Hilfe zu holen. Das sei ein triftiger Grund. Auch telefonische Hilfe-Hotlines seien erreichbar und würden angesichts der Corona-Pandemie ausgebaut, sagt die Ministerin.

Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

09:40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag mit 27.436 angegeben - ein Plus von 4062 seit dem Vortag. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 114 Todesfälle.

Mehr als 1.500 Coronavirus-Fälle in Türkei - 37 Todesopfer

09:05 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch COVID-19 ist in der Türkei auf 37 gestiegen. An einem Tag seien sieben Menschen verstorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Montagabend auf Twitter mit.

Zudem seien 293 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der erfassten Infizierten auf 1.529. In 24 Stunden seien rund 3.700 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca.

Die türkische Regierung teilt nicht mit, in welchen Städten oder Provinzen Menschen positiv getestet wurden. Koca hatte in einer Pressekonferenz am Montag lediglich gesagt, dass es im ganzen Land Fälle gebe. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) fordert von der Regierung in Ankara Transparenz, sie beklagt zudem, dass es in den Krankenhäusern an Schutzkleidung für medizinisches Personal mangele.

Das türkische Innenminister veröffentlichte am Dienstag unterdessen eine neue Regelung, womit unter anderem die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig einen Supermarkt besuchen dürfen, begrenzt wird.

Die Anzahl der erlaubten Besucher variiert je nach Größe des Marktes. In öffentlichen Verkehrsmitteln sind zudem nur noch 50 Prozent der zugelassenen Kapazität an Fahrgästen erlaubt.

Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen brechen weiter ein

08:47 Uhr: Der wegen der Corona-Krise weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr hinterlässt beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport weiterhin tiefe Spuren.

Die Passagierzahl brach in der zwölften Kalenderwoche des Jahres (16. bis 22. März) um 73,5 Prozent auf 331.353 ein, und das Frachtvolumen fiel um rund ein Fünftel auf 36.591 Tonnen, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Anzahl der Flugbewegungen sank um rund 58 Prozent auf 3.960.

Das Unternehmen hatte erst jüngst wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie für einen Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

NRW erlässt Bußgeld-Katalog für Verstöße gegen Corona-Regeln

08:25 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5.000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Der Erlass, der nach dpa-Informationen am Montagabend an die zuständigen Behörden geschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1.000 Euro.

Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro. Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen.

Kampf gegen Corona: Elon Musk bietet Beatmungsgeräte an

07:59 Uhr: Tech-Milliardär Elon Musk hat für den Kampf gegen das Coronavirus seine Hilfe angeboten. Er habe in China 1.255 Beatmungsgeräte gekauft und nach Los Angeles gebracht, schrieb der 48-jährige Tesla-Chef auf Twitter. "Wenn Sie ein kostenloses Beatmungsgerät installiert bekommen möchten, lassen Sie es mich wissen", sagte Musk.

Tesla hatte in der vergangenen Woche einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronakrise zugestimmt. "Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften", teilte der US-Elektroautobauer mit. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

Medien: 20 Prozent Gehaltsverzicht bei Bayern München

07:35 Uhr: In der Fußball-Bundesliga deutet sich bei Spielern und Funktionären große Bereitschaft zu einem partiellen Gehaltsverzicht an. Medienberichten zufolge haben sich alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat von Rekordmeister Bayern München bereit erklärt, wegen der Einschnitte aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Dies berichtet die Bild-Zeitung.

Die Personalkosten beim FC Bayern in der Saison 2018/19 beliefen sich bei allen Beschäftigten auf 336,2 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 750,2 Millionen Euro.

Unter anderem die Spieler von Schalke 04 und Werder Bremen haben einen Gehaltsverzicht bereits selbst angeboten, auch bei Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund laufen demnach Gespräche.

Weltärztepräsident: Coronakrise mindestens bis Ende des Jahres

07:11 Uhr: Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Coronakrise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden - wie bei einer Ausgangssperre - "oder ob sie es selber in der Hand haben". Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

Soziologe: Coronakrise für moderne Gesellschaft ohne Vergleich

06:49 Uhr: Der Shutdown weiter Teile des gesellschaftlichen Lebens durch die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa historisch ohne Vergleich. "So eine rasende Entschleunigung ist ganz und gar einzigartig", sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich zeige das Virus der modernen Gesellschaft Grenzen auf.

"Wir wollen die Kontrolle behalten. Und wir stellen gerade fest, dass wir dabei an Grenzen stoßen." Die Menschen könnten heute sehr schlecht mit Unwägbarkeiten des Lebens umgehen.

Die "Super-Verlangsamung des Lebens" biete aber auch Möglichkeiten "noch einmal anders mit sich, anderen und der Welt in Kontakt zu treten", betonte Rosa. Aktuelle Beispiele seien Hilfen unter Nachbarn oder das Musizieren auf Balkonen trotz Quarantäne und Isolation.

China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

06:22 Uhr: In China wird die nach Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Gesunden Bürgern ist es ab Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) erlaubt, die Provinz zu verlassen, wie die örtlichen Behörden ankündigten.

Hubei gilt als Ausgangspunkt der Pandemie, die Provinz war zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet.

Kubaner dürfen nicht mehr ausreisen

05:51 Uhr: Kuba hat in der Coronaviruskrise seinen Bürgern die Ausreise vorerst untersagt. Das teilte der Ministerpräsident des sozialistischen Karibikstaates, Manuel Marrero, am Montag (Ortszeit) im Staatsfernsehen mit.

Er begründete dies damit, dass zuletzt viele Kubaner in Länder gereist seien, die vom Coronavirus besonders betroffen seien, um dort Waren für den Verkauf in Kuba einzukaufen. Es gehe darum, die Gesundheit des Volkes zu schützen. Marrero gab auch eine einmonatige Schließung der Schulen bekannt.

Er verkündete zudem, dass die rund 32.000 in Kuba verbliebenen Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen dürften, während sie auf ihre Rückflüge warteten. Davon sind etwa 9.400 in Privatunterkünften untergebracht - sie sollen in Hotels umziehen. Ausländer können die Insel weiter verlassen, ab Dienstag aber nicht mehr einreisen.

Kuba hat bisher 40 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Ein italienischer Tourist kam ums Leben. Nach offiziellen Angaben gab es bislang keine lokale Übertragung des Virus. Der Tourismus ist eine äußerst wichtige Einnahmequelle für Kuba.

FDP will Rettungsfonds auch für Startup-Unternehmen

05:15 Uhr: Zum Schutz wichtiger zukunftsfähiger Geschäftsmodelle in der Coronakrise kommt aus der FDP-Bundestagsfraktion der Ruf nach einem speziellen Rettungsfonds für Startup-Unternehmen.

Dieser müsste einen Umfang im einstelligen Milliardenbereich haben, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Der Rettungsfonds würde unmittelbar Liquidität für Startups bereitstellen, indem er 75 Prozent der Investitionssumme übernimmt. Die restlichen 25 Prozent kommen von privaten Gesellschaftern, die sich entscheiden, weiter in das Startup-Unternehmen zu investieren."

Die dramatischen ökonomischen Auswirkungen der Coronakrise erforderten schnelle, maßgeschneiderte und unbürokratische Hilfen auch für Gründer. "Auch Startup-Unternehmen leiden unter akuten Liquiditätsengpässen", sagte die FDP-Finanzpolitikerin. "Umsatzeinbrüche, Finanzinvestoren, die abspringen, und nur eingeschränkte Möglichkeiten Kosten zu reduzieren, sind ein zerstörerisches Umfeld, das die wachsende, selbstbewusste Gründerszene in Deutschland ausbremst."

Die bisher geplanten Hilfen der Bundesregierung kämen für Startups nicht in Betracht, da sie sich nicht über Bankkredite finanzierten, sondern Investoren Eigenkapital bereitstellten. "Die Regierung vergisst, die Zukunft möglich zu machen. Dabei sind finanzielle Hilfen für Innovationen jetzt wichtiger denn je, um nach der Krise für Wachstum zu sorgen", sagte die FDP-Politikerin.

Erste Coronavirus-Fälle in Myanmar - Botschaft will Deutschen helfen

04:14 Uhr: Myanmar hat seine ersten beiden Fälle des Coronavirus bestätigt. Es ist eines der letzten Länder in Asien, das offiziell von der Pandemie erreicht wurde. Wie das Gesundheitsministerium am Montagabend erklärte, handelt es sich bei den 36 und 26 Jahre alten Patienten um Staatsbürger des Landes, die aus den USA und Großbritannien zurückgekehrt waren.

Die deutsche Botschaft hatte vergangene Woche Touristen geraten, das südostasiatische Land (früher Birma) zu verlassen. "Im Falle eines Ausbruchs der Pandemie ist damit zu rechnen, dass das myanmarische Gesundheitssystem nicht in der Lage sein wird, die medizinische Versorgung in ausreichendem Maße sicherzustellen", erklärte sie.

Am Dienstag rief die Botschaft die noch im Land festsitzenden Deutschen auf, sich zu melden - im Wissen, dass viele vergeblich versuchten, ein Ticket nach Europa zu buchen. Die Botschaft bemühe sich mit Hochdruck um Lösungen. Aber die Deutschen sollen auch weiterhin versuchen, die Rückreise selbst zu organisieren.

Strände in Kalifornien werden wegen Coronavirus geschlossen

03:16 Uhr: In Kalifornien werden erstmals Strände geschlossen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Der Bürgermeister von San Diego ordnete am Montag (Ortszeit) die Schließung städtischer Strände, Parks und Wanderwege an.

Zu viele Menschen hätten am Wochenende die zuvor verhängten Auflagen missachtet, voneinander Abstand zu halten, klagte Bürgermeister Kevin Faulconer auf Twitter. Auch in dem beliebten Küstenort Laguna Beach bleiben die Strände ab sofort zu.

Die Zahl der Infektionen in Kalifornien stieg am Montag auf über 2.100 Fälle an.

Corona-Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

02:37 Uhr: Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen.

"Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig. Bislang gab es im Freistaat drei Todesfälle durch das neuartige Virus.

Zahl "importierter Fälle" in China steigt deutlich

02:11 Uhr: In China ist die Zahl der so genannten importierten Erkrankungen mit dem Coronavirus deutlich gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurde das Virus bei 74 weiteren Menschen nachgewiesen, die kürzlich in die Volksrepublik eingereist sind.

Erstmals seit Tagen wurden auch wieder einige lokale Fälle gemeldet. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es demnach vier Fälle, die nicht bei Eingereisten festgestellt wurden.

Bei einem großen Teil der Rückkehrer handelt es sich um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 427 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission weiter mitteilte.

Erneut kam es zu neuen Todesfällen. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag kletterte die Zahl der Opfer um sieben auf nun 3.277. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.171 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 73.000 wieder erholt haben.

Alle Meldungen vom Montag, 23. März:

Altmaier: Hilfsgelder sollen schon kommende Woche bereitstehen

23:22 Uhr: Die geplanten Hilfen für die Unternehmen sollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sehr schnell fließen. Er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". Er verwies darauf, dass Anfang April für viele wieder Mietzahlungen fällig werden.

Nach dem Kabinettsbeschluss vom Montag soll der Bundestag schon am Mittwoch im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht.

Großbritannien erlässt Ausgangsbeschränkungen

21:55 Uhr: Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

Johnson wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. "Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben", sagte Johnson. Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Am Wochenende hatten unzählige Briten das schöne Wetter für Ausflüge in städtischen Parks und Erholungsgebiete genutzt - zu viele, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Das BBC-Fernsehen zeigte noch am Montag Bilder von überfüllten U-Bahnen in London.

Die Zahl der Toten durch die vom Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit COVID-19 in Großbritannien stieg am Montag unterdessen auf 335.

Frankreich verschärft Ausgangsbeschränkungen

21:30 Uhr: Frankreich verschärft seine strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. Künftig würden daher Spaziergänge mit Kindern und Sport vor der Tür auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt - und zwar einmal pro Tag, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Montagabend im französischen Fernsehen an. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein, den die Französinnen und Franzosen ausfüllen müssen, wenn sie das Haus verlassen, die entsprechende Uhrzeit zu vermerken. Die Ausgangsbeschränkungen könnten außerdem noch einige Wochen anhalten.

Seit knapp einer Woche dürfen die Franzosen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist - dazu zählt etwa Lebensmittel einkaufen, Arztbesuche oder alleine Sport machen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln streng und hatte in den vergangenen Tagen besonders Jogger ins Visier genommen.

Spanische Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

21:22 Uhr: Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung "El Mundo", der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME. Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte. Man habe noch wenige Informationen. Gegebenenfalls werde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen, so Ábalos.

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen,"die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten" lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen "unerbittlich vorgehen".

In der vergangenen Woche hatten mehrere Horrorberichte die Spanier erschüttert: Innerhalb weniger Tage starben etwa in der Residenz Monte Hermoso in Madrid 20 Insassen, in einem Heim in Ciudad Real gab es 15 Tote. Bei den meisten Verstorbenen wurden eine Corona-Infektion festgestellt.

Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in Kliniken aufnehmen

21:10 Uhr: Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Südafrika: Präsident beschließt Ausgangssperre

20:27 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa eine landesweite Ausgangssperre verkündet. Diese solle ab Mitternacht am Donnerstag für 21 Tage gelten, verkündete Ramaphosa am Montagabend. Alle Südafrikaner müssten Zuhause bleiben und dürften dies nur verlassen, um etwa Lebensmittel einzukaufen oder medizinische Hilfe aufzusuchen. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, der Sicherheitsdienste sowie diejenigen, die in wichtigen Produktionsketten arbeiteten, seien davon ausgenommen. Läden und Unternehmen - abgesehen unter anderem von Apotheken, Banken, Supermärkten und Tankstellen - werden demnach geschlossen.

In dem Land mit rund 58 Millionen Einwohnern ist die Zahl der COVID-19-Fälle in weniger als drei Wochen auf über 400 gestiegen. In Afrika haben mehr als 40 Länder insgesamt über 1000 Fälle bestätigt.

Erster Todesfall in Sachsen-Anhalt in Zusammenhang mit Corona

20:15 Uhr: In Sachsen-Anhalt gibt es einen ersten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. In Halle sei am Samstag eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, teilte die Stadt Halle am Montagabend mit. Es sei die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

Niederlande verbieten alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte bis 1. Juni

20:02 Uhr: Die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie erheblich verschärft. Alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte seien bis zum 1. Juni verboten, kündigte Justizminister Ferdinand Grapperhaus am Montag in Den Haag an. Bislang hatte ein Verbot von Veranstaltungen ab 100 Personen bis zum 6. April gegolten. Bei Zuwiderhandlungen könne die Polizei eingreifen und hohe Geldstrafen verhängen.

"Mir ist bewusst, dass das sehr hart ist", sagte der Minister. "Aber wir haben keine Wahl." Anlass für die Verschärfung ist nach den Worten des Ministers, dass zahlreiche Niederländer die bisherigen Regeln missachteten. Am Wochenende waren viele Strände und Parks überfüllt. Der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern müsse eingehalten werden, betonte auch Premierminister Mark Rutte. "Bleibt so viel wie möglich zu Hause."

Laut IOC-Mitglied Pound: Verschiebung von Olympia ist beschlossen

19:10 Uhr: Laut dem früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Krise bereits beschlossene Sache. "Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiß", sagte Pound der Zeitung "USA Today" am Montag. Der 77-jährige Kanadier glaubt, dass das Internationale Olympische Komitee bald die nächsten Schritte bekanntgeben wird.

UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

19:05 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Macron und Xi wollen G20-Sondergipfel

18:55 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Chinas Präsident Xi Jinping haben sich wegen der Corona-Krise für einen Sondergipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) ausgesprochen. Macron habe in einem Telefonat mit Xi am Montag die Notwendigkeit der internationalen Koordinierung zur Behandlung von COVID-19 auf G20-Ebene zum Ausdruck gebracht, teilte der Élyséepalast mit. Macron und Xi betonten demnach außerdem ihre gegenseitige Solidarität in der Krise.

Rund 600 neue Corona-Tote in Italien - Zweiter Tag mit Verlangsamung

18:34 Uhr: In Italien hat sich der Anstieg der Totenzahlen den zweiten Tag in Folge etwas verlangsamt. Die Behörden meldeten am Montag rund 600 neue Corona-Tote im Land und damit einen etwas geringeren Anstieg als am Sonntag. Insgesamt kletterte die Zahl der registrierten Todesopfer der Coronavirus-Pandemie auf knapp 6080, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Auch bei der Gesamtzahl der Infizierten sei das Plus nicht mehr ganz so hoch.

Trotzdem wurden mehrere Tausend Neuinfizierte gezählt. Die Zahl der Fälle lag am Montag bei fast 64.000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren.

EU-Parlament fordert Räumung griechischer Flüchtlingscamps

18:26 Uhr: Wegen der drohenden Gefahr durch das Coronavirus hat das Europaparlament die Räumung von Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln gefordert. In den überfüllten Camps gebe es weder die Chance, sozialen Abstand einzuhalten noch angemessene Hygiene-Bedingungen, schreibt der Vorsitzende des Innenausschusses, Juan Fernando López Aguilar, am Montag in einem Brief an den EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic. Um eine schnelle Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, müssten die Lager möglichst rasch vorsorglich geräumt werden.

Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.700 Migranten auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios - dabei liegt die Kapazität eigentlich bei rund 7000 Plätzen. Rund 1500 von ihnen sind laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige.

Zu den Forderungen gehören, dass vorsorglich alle Menschen, die älter als 60 Jahre alt sind, aus den Lagern geschafft werden sollten. Auch Menschen mit Atemproblemen, Diabetes und anderen Krankheiten, die zu schwerwiegenden Symptomen führen könnten, sollte davon betroffen sein. Außerdem solle insbesondere die geplante Umsiedlung der unbegleiteten Minderjährigen fortgesetzt werden.

WHO: Coronavirus breitet sich immer schneller aus

18:03 Uhr: Das Coronavirus breitet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer schneller aus. "Die Pandemie beschleunigt sich", warnt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Es sei jedoch immer noch möglich, den Verlauf der Pandemie zu beeinflussen.

Tedros warnt zudem vor der Einnahme nicht getester Medikamente bei der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

Die Zahl der Infektionsfälle steigt Tedros zufolge immer schneller. Von den ersten gemeldeten Fällen bis zu 100.000 Fällen seien 67 Tage vergangen, erklärte Tedros. Nach elf weiteren Tagen seien es bereits 200.000 Fälle gewesen, und nach nur vier weiteren Tagen seien weltweit 300.000 Fälle erreicht worden.

Er betonte jedoch, die Welt müsse der Pandemie nicht "hilflos" zusehen. "Wir können den Verlauf dieser Pandemie ändern." Er rief die Länder zum "Angriff" auf: Alle Verdachtsfälle sollten getestet und auch die Kontaktpersonen der Betroffenen unter Quarantäne gestellt werden.

Vorerst alle Demonstrationen von Berliner Polizei abgesagt

17:50 Uhr: In der Zeit der Corona-Krise gibt es wegen der Ansteckungsgefahr auch fast kein Recht mehr auf Demonstrationen. Das gilt auch für seit langem angemeldete Kundgebungen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Sie bat die Anmelder von Demonstrationen um Verständnis, "dass Ihre bis zum 20.4.2020 angemeldeten Versammlungen (...) grundsätzlich nicht stattfinden können".

Ausnahmen kann es nach den neuen Regelungen in besonderen Fällen für Demonstrationen mit bis zu 20 Teilnehmern geben.

EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

17:35 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag zu.

UN-Generalsekretär ruft zu Waffenstillstand weltweit auf

17:26 Uhr: Angesichts der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem "sofortigen weltweiten Waffenstillstand" aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte Guterres am Montag bei einer Rede im UNO-Hauptquartier in New York. "Die Heftigkeit des Virus" verdeutliche, wie "unsinnig" Kriege seien, sagte Guterres.

Erster Rückholflug mit Deutschen aus Argentinien gestartet

17:23 Uhr: In Argentinien ist der erste Rückholflug für Urlauber aus Deutschland gestartet, die wegen der Corona-Krise in dem Land gestrandet waren. Die Lufthansa-Maschine mit insgesamt 365 Passagieren aus Deutschland und anderen europäischen Ländern an Bord hob am Montagmittag (Ortszeit) vom Flughafen Ezeiza nahe Buenos Aires ab. Sie sollten am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main landen.

Mehr als 120.000 Deutsche kehren binnen einer Woche aus dem Ausland zurück

16:58 Uhr: Trotz massiver Behinderungen des weltweiten Reiseverkehrs wegen der Corona-Krise sind binnen einer Woche mehr als 120.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgekehrt. Diese Zahl gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin bekannt.

Die Rückholungen liefen weiter: Derzeit kehrten rund 10.000 Deutsche pro Tag nach Deutschland zurück, viele von ihnen mit Unterstützung der Bundesregierung.

Wie viele Betroffene noch zurückgebracht werden müssen, sei momentan nicht zu beziffern, sagte die Sprecherin.

Seit Dienstag vergangener Woche seien hunderte Flüge für die Rückholung eingesetzt worden - darunter auch 40 Sonderflüge, die von der Bundesregierung gechartert worden seien. Weitere 35 Sonderflüge seien aktuell in Vorbereitung. Darüber hinaus gebe es weiterhin eigene Rückholflüge der Reiseveranstalter.

"Wir gehen jetzt in Länder, wo es schwieriger wird, die Deutschen einzusammeln", sagte die Sprecherin. Sie bat die betroffenen Reisenden um Geduld: "Das wird uns noch etwas Zeit kosten."

Derzeit liefen Rückholaktionen aus Ägypten, Algerien, Argentinien, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Gambia, Indien, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Peru, Philippinen und Tunesien.

Aus Ägypten seien bislang 30.000 von 35.000 deutschen Reisenden zurückgekehrt, aus der Dominikanischen Republik 3.000 von 4.700, aus Marokko 6.000 von 6.600, aus Südafrika 7.000 von 15.000. Aus der Türkei seien 29.000 Deutsche zurückgekehrt, aus Spanien 30.000.

Kanzlerin Merkel negativ auf Coronavirus getestet

16:38 Uhr: Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

Es gebe sehr viele Wünsche an die Kanzlerin, gesund zu bleiben, sagte Seibert. "Darüber freut sie sich." Er wolle "in ihrem Namen hier herzlich allen danken, denn Einzelbeantwortung wird nicht möglich sein".

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

Deutsche Supermärkte rüsten um - teilweise Einlasskontrollen

15:52 Uhr: Nach den strengeren Vorschriften für den Einzelhandel haben Supermarktketten begonnen, den Einlass in Märkte stärker zu reglementieren. Unter anderem in Nordrhein-Westfalen schreibt ein Erlass der Landesregierung nun vor, lediglich einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu verringern.

"Wir sind derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, die darauf abzielen, den Zugang zu den Märkten zu beschränken, wo der Kundenzulauf dies notwendig macht", heißt es von der Rewe-Group, zu der auch die Penny-Märkte gehören, am Montag. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen.

Aldi weist auf Anfrage darauf hin, dass es "mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen" kommen könne.

Auch der Baumarkt Obi setzt mittlerweile auf Kontrollen, um nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Markt zu lassen.

Corona-Fall aus Ischgl beschäftigt Staatsanwaltschaft

14:55 Uhr: Tirol hat offenbar wegen eines Ischgler Corona-Falles die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Grund: Ein deutsches Medium, laut Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA das ZDF, informierte die Gemeinde Ischgl, dass in einem dortigen Betrieb schon Ende Februar ein positiver Fall bekannt gewesen sein soll. Der namentlich nicht genannte Betrieb soll den Fall jedoch nicht der Gesundheitsbehörde gemeldet haben.

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft bestätigte der APA indes den Erhalt der entsprechenden Sachverhaltsdarstellung, die derzeit allein auf den Informationen des Mediums basiert. Ein offizielles Ermittlungsverfahren sei noch nicht eingeleitet worden, erklärte Sprecher Hansjörg Mayr.

Der entsprechende Tatbestand, auf denen sich Ermittlungen gründen könnten, laute auf Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten.

Das Land Tirol war hinsichtlich des "Herdes" Ischgl in den vergangenen Tagen massiv unter Beschuss geraten. Den Behörden und politisch Verantwortlichen wie Landeshauptmann Günther Platter und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (beide ÖVP) wurde vorgeworfen, zu spät auf die Entwicklungen reagiert und auf die Seilbahn- und Tourismusindustrie Rücksicht genommen zu haben.

Spahn spricht in Bundeskabinett über weitere Corona-Maßnahmen

13:40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will im Kampf gegen das Coronavirus den Krankenhäusern mehr Unterstützung zukommen lassen, verzichtet aber vorerst auf die Ortung der Handydaten von Kontaktpersonen.

In seiner Rede betont der Gesundheitsminister ausdrücklich die derzeitige Leistung des medizinischen Personals: "Wir brauchen Sie. Wir sind dankbar für Ihren Einsatz."

Pflegekräfte, die derzeit Corona-Patienten behandeln, sollen 185 Euro pauschal pro Tag zusätzlich erhalten, auch Corona-Ambulanzen sollen besser unterstützt werden.

Die Reform des Krankenhausgesetzes sieht vor, rückwirkend zum 16. März den Kliniken für jedes im Verhältnis zum Vorjahr freie Bett eine Tagespauschale in Höhe von 560 Euro zu zahlen. Die Krankenhäuser erhalten für jede neu geschaffene intensivmedizinische Behandlungseinheit mit Beatmungsmöglichkeit einen Bonus in Höhe von 50.000 Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds.

Die Personaluntergrenzen in der Pflege werden rückwirkend zum 1. März 2020 für sechs Monate ausgesetzt. Dieses Vorhaben soll am Montag ins Kabinett.

Auch die Bafög-Regeln sollen laut Spahn angepasst werden: "Der Einsatz der Studentinnen und Studenten muss belohnt werden."

In Wuhan kehrt nach langer Isolation langsam wieder Normalität ein

13:28 Uhr: Nach zwei Monaten strikter Isolationsmaßnahmen wegen des Coronavirus kehrt in Zentralchina langsam wieder Normalität ein. In der Millionenmetropole Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals auf einem Wildtiermarkt aufgetreten war, durften die Menschen am Montag wieder zur Arbeit gehen. Auch der öffentliche Nahverkehr rollte langsam wieder an.

Das Verlassen von Wuhan und Reisen in anderen Teilen der umliegenden Provinz Hubei sind ebenfalls wieder erlaubt, wenn die Betroffenen auf das Virus getestet wurden und eine Gesundheitsbescheinigung vorlegen können.

Nach Angaben der chinesischen Behörden gab es am Montag den fünften Tag in Folge keine neuen Infektionen in China. Es seien allerdings 39 Neuinfektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen festgestellt worden, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Am Montag gab es zudem noch neun Todesfälle in Wuhan.

Corona-Zahlen in Spanien steigen weiter: 33.000 Fälle und 2.200 Tote

13:12 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Corona-Infizierten trotz aller bisherigen Maßnahmen weiter an. Bis Montagmittag wurden rund 33.000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf knapp 2.200, von 1.720 am Sonntag. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, liegt die Zahl der Todesopfer bei rund 1.200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas.

Gleichzeitig gab es aber auch positive Nachrichten: Mehr als 3.300 Patienten sind bereits wieder gesund. "Zudem nimmt die Anzahl der täglich gemeldeten Fälle ab, aber wir sind nicht sicher, ob wir den Höhepunkt schon erreicht haben", sagt der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. Er rechne damit, dass der Gipfel der Ausbreitung in dieser Woche erreicht werde. "Dies sind entscheidende Tage", so der Experte.

Coronavirus: Armeekrankenhaus im Elsass fast einsatzbereit

12:56 Uhr: Der Osten Frankreichs ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, nach zwei Tagen Montage steht der Aufbau eines Armeekrankenhauses kurz vor dem Abschluss, teilt die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Montag auf Twitter mit. In der mobilen Klinikeinheit werde es eine Intensivstation mit 30 Betten geben, schrieb Parly. Sie lobte den Einsatz der Soldaten.

Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket in Corona-Krise

12:23 Uhr: Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

Austrian Airlines verlängert Flugstopp bis 19. April

12:17 Uhr: Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat die Einstellung ihres Flugbetriebs um drei Wochen verlängert. Wie das Unternehmen am Montag in Wien mitteilte, gilt der Flugstopp nun bis 19. April.

Bis zu diesem Tag gehen zudem alle rund 7.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Lediglich Rückholflüge von im Ausland festsitzenden Österreichern werden weiter durchgeführt.

Die Fluglinie hatte die Einstellung des Flugbetriebs zunächst bis 28. März angekündigt. Die Verlängerung wurde mit den weiterhin geltenden, weltweiten Einreisestopps sowie der geringen Nachfrage nach Flugreisen begründet.

Wegen Corona-Krise: Papst verschiebt Reise nach Malta

12:12 Uhr: Papst Franziskus verschiebt wegen der Corona-Krise eine für Mai geplante Reise nach Malta. Das teilte der Sprecher des Vatikans, Matteo Bruni, am Montag in Rom mit.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wollte eigentlich am 31. Mai Malta und die Insel Gozo, die zu dem Mittelmeerland gehört, besuchen. Diese Reise werde nun auf unbestimmte Zeit verschoben, erläuterte Bruni. Der Großteil der Bevölkerung des kleinsten EU-Staates ist katholisch.

Auch Syrien meldet ersten Coronavirus-Fall

12:00 Uhr: Als eines der letzten Länder in der arabischen Welt hat auch Syrien seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Betroffen davon sind die Gebiete unter Kontrolle der Regierung.

Nachweislich infiziert sei eine etwa 20 Jahre alte Person, die aus dem Ausland eingereist sei, erklärte der syrische Gesundheitsminister Nisar Yasidschi nach Angaben der staatliche Agentur Sana. Aus welchem Land die Person nach Syrien eingereist ist, blieb zunächst unklar.

In dem wirtschaftlich geschwächten Bürgerkriegsland herrscht große Sorge, dass sich das Virus SARS-CoV-2 verbreiten könnte. Vor allem unter den Hunderttausenden Vertriebenen in den verbliebenen Gebieten unter Kontrolle von Regierungsgegnern könnte ein Ausbruch verheerende Folgen haben. Allein seit Anfang Dezember ist nach UN-Angaben fast eine Million Menschen im Nordwesten Syriens vor Kämpfen und Bombardierungen Richtung Grenze der Türkei geflohen.

Zugang zu Schwangerschaftsabbruch wegen Corona-Virus eingeschränkt

11:25 Uhr: Ärzte sorgen sich wegen der Corona-Krise um ungewollt schwangere Frauen, die einen Abbruch planen. Es könne sein, dass diese wieder zu unsicheren Abtreibungsmethoden griffen, "mit der Gefahr von gesundheitlichen Schäden wie Entzündungen, Sterilität, Blutungen, bis hin zum Tod", erklärt die Gießener Ärztin Kristina Hänel am Sonntagabend gemeinsam mit einem Netzwerk aus Ärzten, die die Eingriffe anbieten.

Derzeit gebe es große Einschränkungen in Beratungsstellen sowie Praxen und Kliniken. Zu befürchten sei zugleich, dass es wegen der Ausgangsbeschränkungen zu mehr unerwünschten Schwangerschaften infolge einer Zunahme häuslicher und sexueller Gewalt komme.

RKI-Chef: "Maßnahmen sichtbar - Wachstumskurve flacht ab"

11:05 Uhr: Vorsichtiger Optimismus vom Robert Koch-Institut (RKI): "Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht", so RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Damit beruft er sich auf tägliche Analysen. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich.

Derzeit gibt es in Deutschland 22.672 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (Stand: Heute um 09:00 Uhr).

"Aber ich bin optimistisch, dass diese Maßnahmen schon jetzt sichtbar sind - was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden", sagte Wieler. Außerdem schließt das RKI demnach aus Handydaten, dass sich die Mobilität in Deutschland zuletzt schon reduziert hat - aber es reiche noch nicht, sagt Wieler. Dieser Effekt werde sich nun aber durch die am Sonntag verkündeten Maßnahmen verstärken.

Japan rückt weiter von Olympischen Spielen ab

10:50 Uhr: Gastgeber Japan rückt immer stärker von Olympischen Spielen in diesem Sommer ab. "Wir sind nicht so blöd, die Olympischen Spiele wie geplant auszutragen", sagt Yoshiro Mori, der Präsident des Organisationskomitees von Tokio, am Montag auf einer Pressekonferenz. Trotz allem soll der Fackellauf in Fukushima am Donnerstag wie geplant beginnen. Japans Premierminister Shinzo Abe zögere jedoch, an der Zeremonie teilzunehmen, so Toshiro Muto, der Geschäftsführer des Olympia-Organisationskomitees.

Premierminister Abe hatte zuvor von einer möglichen Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land gesprochen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein.

Militär verteilt Schutzausrüstungen an britische Krankenhäuser

10:40 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus werden jetzt auch die britischen Streitkräfte bei der Verteilung von Hilfsgütern an das medizinische Personal der staatlichen Kliniken eingesetzt. Ärzte und Krankenpfleger sollen mehr Schutzausrüstungen wie Masken, Schürzen, Sicherheitsbrillen und Handschuhe bekommen. Gesundheitsminister Matt Hancock nimmt das Thema laut eigener Aussage gegenüber der BBC "sehr ernst". Viele Artikel seien schon geliefert worden.

Fast 4000 Angestellte des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) hatten zuvor in einem Brief in der "Sunday Times" Premierminister Boris Johnson aufgefordert, das "Leben der Lebensretter" zu schützen und den "inakzeptablen" Mangel zu beseitigen. So hatten sich Krankenschwestern in einer Londoner Klinik, in der viele Covid-19-Lungenkranke behandelt werden, in ihrer Not große Müllbeutel als Schutz über den Körper gezogen.
Es wird befürchtet, dass die Lage schlimmer als in Italien werden könnte.

Söder verteidigt Bayerns Alleingang im Kampf gegen Coronavirus

10:02 Uhr: Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt.

Das sei eine "sehr kleine Sache", sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei "eins zu eins mit Österreich umgesetzt" worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen.

Die Bundesländer seien unterschiedlich betroffen, betonte der CSU-Chef. Bayern müsse aufgrund höherer Zahlen von Infizierten und Toten "ein Stück weit schneller reagieren".

Bund und Länder hatten am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen. Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Bayern will aber bei seinen eigenen, strengeren Ausgangsbeschränkungen bleiben, die die Landesregierung bereits am Freitag beschlossen hatte.

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In Quarantäne: Angela Merkel nimmt per Telefonschalte an Kabinett teil

09:24 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aus der häuslichen Quarantäne heraus per Telefonschalte an der Sitzung des Bundeskabinetts an diesem Montag teilnehmen. Das sagte ein Regierungssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Wie zuletzt tagen die Ministerinnen und Minister demnach wegen der Corona-Krise nicht wie üblich im Kabinettssaal des Kanzleramts in Berlin, sondern im viel größeren Internationalen Konferenzsaal - so können sie den notwendigen Abstand voneinander einhalten, um Ansteckungen zu verhindern. Merkel hatte sich am Sonntagabend selbst in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der mittlerweile selbst infiziert ist.

Bei der Kabinettssitzung ab 11.00 Uhr sollten umfangreiche Notpakete für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken beschlossen werden, zudem ein Kündigungsschutz für Mieter, die wegen der Corona-Krise finanzielle Probleme bekommen.

Ifo-Berechnungen: Corona-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden

08:48 Uhr: Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. "Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro."

"Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen", betont Fuest. "Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten." Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein.

Die Krise werde zu Produktionsausfällen von Hunderten Milliarden Euro führen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit "in die Höhe schnellen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten", heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsforschungsinstituts. "Es lohnt sich daher, quasi jeden denkbaren Betrag für gesundheitspolitische Maßnahmen einzusetzen", betont Fuest. "Ziel muss es sein, die Teilschließung der Wirtschaft zu verkürzen, ohne die Bekämpfung der Epidemie zu beeinträchtigen." Man brauche Strategien, wie die Produktion wieder aufgenommen und die Epidemie gleichzeitig weiter eingedämmt werden könne.

Für einen zweimonatigen Teilstillstand der Wirtschaft errechnet das Ifo-Institut Kosten zwischen 255 und 495 Milliarden Euro. Bei drei Monaten sind es demnach 354 bis 729 Milliarden.

Angelique Kerber zur Pandemie: "Mache mir unzählige Gedanken"

08:25 Uhr: Auch Angelique Kerber beunruhigt die schwierige Zeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie. "Genau wie ihr bin ich momentan hier Zuhause und weiß nicht, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird. Natürlich mache auch ich mir unzählige Gedanken, was gerade los ist", sagte die beste deutsche Tennisspielerin an ihre Fans gerichtet in einem Video auf Instagram. "Auch ich habe Großeltern, um die ich mir super-große Sorgen mache, die zur Risikogruppe gehören."

Die 32-Jährige hofft im Kampf gegen die Ausweitung des Virus auf den Zusammenhalt der Menschen. "Wenn unser Beitrag nur ist, zu Hause zu bleiben oder im Ausnahmefall vor die Tür zu gehen, sich die Hände zu waschen, Abstand zueinander zu halten - dann sollte das zu schaffen sein", sagte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir als Gemeinschaft funktionieren und unsere eigenen Interessen jetzt zurückstellen", meinte die Kielerin: "Das sind wir auf jeden Fall den Menschen schuldig, die momentan Tag und Nacht für uns arbeiten, damit wir durch die schwere Zeit kommen."

Wirtschaft wartet auf Staatshilfen - "Situation dramatisch"

08:04 Uhr: Angesichts dramatischer Folgen der Coronavirus-Krise wartet die Wirtschaft dringend auf Staatshilfen. "Die aktuelle Situation ist dramatisch", sagte der Verbandspräsident der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlée, der Deutschen Presse-Agentur.

"Großen Teilen des Dienstleistungsbereichs wie Hotels, Restaurants, Reiseunternehmen, Eventagenturen steht das Wasser bereits an der Oberlippe, denn es kommen schon seit Anfang März keine Buchungen mehr rein, nur noch Stornierungen. Aber die Kosten laufen ja weiter." Eben-Worlée forderte mehr Hilfen für den Mittelstand.

"Soforthilfe ist das Gebot der Stunde - und absolut wörtlich zu nehmen", sagte Wolfgang Ewer, Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe, der dpa. "Die Freiberufler spüren bereits jetzt, dass sie nicht verschont bleiben. Die Lage ist ausgesprochen ernst, gerade für diejenigen Freiberufler, bei denen die Einnahmen von jetzt auf gleich durch die Krise unverschuldet weggebrochen sind und die keine üppigen Rücklagen haben."

Medizinhistoriker über Corona-Krise: "Eindeutig historisches Ereignis"

07:41 Uhr: Als "eindeutig historisches Ereignis" wertet Medizinhistoriker Philipp Osten die Corona-Krise. "Das, was wir erleben, ist historisch. Wir können unseren Kindern nicht sagen, dass wir so etwas schon einmal erlebt hätten", sagte der Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik in der Medizin beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Für viele Menschen sei die Corona-Krise einschneidend, sie würden sich künftig ein Leben lang daran erinnern. Am ehesten sei die Situation mit dem Reaktor-Unglück von Tschernobyl zu vergleichen.

Mit Blick auf die teils drastischen Schilderungen der Lage in überfüllten italienischen Krankenhäusern sagte Osten: "Die Situation, jemanden, der eigentlich rettbar ist, von der Maschine zu nehmen, weil jemand anderes da ist, der nach gewissen Kriterien bessere Überlebenschancen hat - auf so etwas können Sie keinen Mediziner vorbereiten."

Wichtig sei, bei den Beurteilungen eine Art von Gerechtigkeit herzustellen. "Der 80-jährige Bankdirektor darf nicht besser behandelt werden als der 30-jährige Bankräuber. Es darf nur um medizinische Kriterien gehen." Selbst dann seien solche Entscheidungen den Angehörigen aber "nicht vermittelbar". Osten sagte, "fast sicher" lösten solch belastende Situationen beim medizinischen Personal Traumata aus.

Kanada schickt keine Sportler zu Olympischen Spielen

07:22 Uhr: Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken. Dies gab das Nationale Olympische Komitee Kanadas (COC) am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt.

Die "schwierige Entscheidung" sei mit Zustimmung von Sportverbänden und der kanadischen Regierung getroffen worden, heißt es. Auch die Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2020 sei abgesagt worden.

Deutsche Schulen eine Woche geschlossen - weitgehend positive Zwischenbilanz

06:51 Uhr: Eine Woche nach dem Beginn flächendeckender Schulschließungen in Deutschland zieht der Grundschulverband (GSV) eine positive Zwischenbilanz. Die erste Woche sei überwiegend ruhig abgelaufen, Maßnahmen zum Abmildern der Folgen des Unterrichtsausfalls an den Grundschulen seien ohne größere Schwierigkeiten in die Wege geleitet worden, sagte die GSV-Vorsitzende Maresi Lassek der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Schulen haben offensichtlich dafür sorgen können, dass diese besondere Situation in ruhigen und geordneten Bahnen verläuft." Es gebe ein großes Engagement von Lehrkräften und Schulleitungen und Unterstützung von den Eltern.

Der Verband hatte in seinen Landesgruppen nach ersten Erfahrungen gefragt. Demnach schaffen es die Grundschulen, den Unterricht durch verschiedene Maßnahmen im Rahmen des Möglichen aufrechtzuerhalten. In vielen Fällen seien Kindern noch vor der Schließung der Schulen Materialien mitgegeben worden. Aufgaben würden zudem über Schulwebseiten oder auch per Email übermittelt.

Dort wo digitale Kontakte mit Eltern schwierig seien, würden Arbeitspläne und Aufgaben auch als "analoge Lernpakete" zum Abholen in der Schule bereitgestellt oder auch von Lehrkräften ausgefahren.

Drei Ärzte sterben wegen des Coronavirus auf den Philippinen

06:03 Uhr: Auf den Philippinen sind mindestens drei infizierte Ärzte ums Leben gekommen. Tausende Helfer behandelten COVID-19-Patienten, auch wenn es an Schutzausrüstung mangelte. Hunderte Klinikmitarbeiter mussten sich in Quarantäne begeben, berichteten die Krankenhäuser weiter.

"Alle sind müde, aber wir haben keine Wahl, wir haben uns diese Arbeit ausgesucht", sagte Antonio Ramos, Manager des philippinischen Lungenzentrums, am Montag. "Wir haben keine Zeit dafür, um unsere Freunde zu trauern." Ramos warb in einem Radiobericht um Spenden für Schutzausrüstung. Bei den meisten Stationen sei der Vorrat aufgebraucht.

In einer Klinik in der Provinz Laguna mussten sich die Ärzte und Schwestern mit Plastiktüten als Schutz behelfen. Die drei Ärzte unter den Opfern - ein Kardiologe, ein Anästhesist und ein Onkologe - hatten sich in drei unterschiedlichen Kliniken von Manila infiziert, wie der Medizinverband der Philippinen und die Krankenhäuser mitteilten.

Alfred Biolek verzichtet auf den täglichen Gang zum Bäcker

05:12 Uhr: Alfred Biolek (85), der Pionier der deutschen Fernsehkochshow, stellt sich auf ein Leben ohne Restaurant-Besuche ein. Er gehe wegen der Corona-Epidemie nicht mehr nach draußen, verzichte auch auf den täglichen Gang zum Bäcker, sagte der einstige TV-Star ("Bei Bio") der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Ich halte mich an das, was vom Staat empfohlen wird."

Etwas mit der Corona-Krise Vergleichbares habe auch er in seinem langen Leben noch nicht mitgemacht. "Im Krieg war ich noch ein Kind, das habe ich nicht wirklich bewusst wahrgenommen." Er verfolge intensiv die Nachrichten. Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm sehr gefallen: "Die war gut."

Corona-Krise verschärft sich in Neuseeland

03:45 Uhr: In Neuseeland spitzt sich die Corona-Krise zu. Dort hat es mutmaßlich die ersten beiden Virusübertragungen innerhalb des Landes gegeben. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte am Montag an, dass Bars, Cafés und Geschäfte für den nicht dringend notwendigen Bedarf schließen müssten.

Supermärkte bleiben geöffnet. Ab Dienstag sind auch die Schulen geschlossen. Die Zahl der bestätigten Virusfälle sprang um 33 auf 102.

In Australien gab es unterschiedliche Ansagen, ob die Schulen schließen sollten, was Kritik der Lehrergewerkschaft auslöste. Regierungschef Scott Morrison wollte die Schulen geöffnet lassen, aber einige Regionen entschieden anders.

In Australien gibt es um die 1.500 bestätigte Fälle des Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Obwohl die meisten Geschäfte im Land schließen sollten, sagte Morrison am Sonntag, Kinder sollten in die Schule gehen. Er werde seine zwei Töchter auch dorthin schicken.

China meldet erneut 39 aus dem Ausland eingeführte Virusfälle

02:29 Uhr: China kämpft weiterhin mit "importierten" Coronavirus-Fällen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit bislang 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe.

Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere neun Menschen.

Auf dem chinesischen Festland sind damit nach Angaben der Gesundheitskommission 3.270 Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. China als Ausgangspunkt ist mit mehr als 81.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land.

Shinzo Abe zieht Verschiebung von Olympischen Spielen in Betracht

01:53 Uhr: Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse.

Von einer Absage könne aber keine Rede sein. "Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat", sagte Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Das IOC will binnen von vier Wochen Klarheit über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio schaffen. Das Internationale Olympische Komitee setzte sich am Sonntag nach einer Telefonkonferenz der Exekutive diese Deadline, schloss aber gleichzeitig eine Komplett-Absage der Sommerspiele aus. Das teilte das IOC am Sonntagabend mit, nachdem der Druck bezüglich einer Entscheidung immer größer geworden war.

Weitere US-Bundesstaaten verkünden weitgehende Ausgangssperre

00:33 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben nun auch die US-Bundesstaaten Ohio, Delaware und Louisiana eine weitgehende Ausgangssperre angeordnet. Damit sind nun rund 100 Millionen Amerikaner von Ausgangsbeschränkungen verschiedener Bundesstaaten betroffen.

"Wir befinden uns im Krieg", erklärte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, am Sonntag über Twitter. "In Kriegszeiten müssen wir Opfer bringen", erklärte er.

Der "Bleib zu Hause"-Erlass werde am Montagabend in Kraft treten und zunächst bis 6. April gelten. Ausgenommen seien nur wichtige Dienstleistungen wie Supermärkte und der Gesundheitssektor, erklärte der Gouverneur.

Der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards, erklärte, die Verhängung der ab Montagabend geltenden Ausgangsbeschränkungen sei notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Im Staat Delaware sollen die Einschränkungen ab Dienstag gelten, erklärte Gouverneur John Carney.

Alle Meldungen vom Sonntag, 22. März:

Popmusiker geben Wohnzimmerkonzert

21:59 Uhr: Mit einem wegen der Coronavirus-Krise etwas anderen Musikfestival haben mehrere Popmusiker ihre Fans in der häuslichen Isolation begleitet. Sänger wie Johannes Oerding, Max Giesinger, Lotte oder Nico Santos spielten am Sonntagabend insgesamt vier Stunden lang zu Hause und streamten die Auftritte online. Beim "#Wirbleibenzuhause-Festival" schalteten zeitweise bis zu 70.000 Instagram-Nutzer auf dem jeweiligen Profil der Künstler ein.

Die Popstars spielten Gitarre oder Klavier und sangen dabei eigene Songs, aber auch Coverversionen. Santos grüßte mit dem Eagles-Klassiker "Hotel California" seine Eltern, die auf Mallorca leben. "Ich wäre jetzt super, super gerne bei euch".

Labor lässt 2.000 Corona-Proben liegen

21:53 Uhr: In einem Labor in Baden-Württemberg sind rund 2000 Proben auf eine Infektion mit dem Coronavirus liegengeblieben und müssen nun voraussichtlich zum Großteil wiederholt werden. Der privaten Einrichtung hätten für den Test notwendige Chemikalien gefehlt, daher seien die Proben nicht analysiert worden und seien nun zum Teil nicht mehr verwertbar, teilten das baden-württembergische Gesundheitsministerium und mehrere Landkreise am Sonntagabend mit. Sie waren zuvor selbst von dem Labor informiert worden waren. Etwa die Hälfte der Proben stamme allein aus dem Kreis Tübingen, der Rest aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis.

Wer zwischen dem 14. und dem 18. März in den genannten Landkreisen eine Probe abgegeben und noch kein Ergebnis bekommen hat und zudem jetzt noch grippeähnliche Symptome zeige und Fieber habe, soll sich nun bei seinem jeweiligen Gesundheitsamt melden, um einen weiteren Test zu veranlassen. Wer keine Symptome mehr habe, könne mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, nicht infiziert zu sein, hieß es weiter. Wer davon in den kommenden Tagen aber noch Symptome zeige, solle sich ebenfalls beim Gesundheitsamt melden. Parallel werde nun geprüft, ob zumindest ein Teil der liegengebliebenen Proben noch verwendet werden kann.

Virus mit Reliquie bekämpfen

20:38 Uhr: Im Kampf gegen Covid-19 hat die politisch einflussreiche katholische Kirche der Slowakei eine seit zweihundert Jahren nicht mehr angewandte Kulthandlung reaktiviert und mit modernen technischen Möglichkeiten kombiniert. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 am Sonntag berichtete, flog Peter Brodek, der Generalvikar (Vizebischof) der Diözese Nitra, mit einer spätmittelalterlichen Reliquie über die Slowakei und segnete das ganze Land von einem Flugzeug aus.

Bei der im Flugzeug zeremoniell über das Land geflogenen Reliquie handelt es sich um ein Tuch, das nach Überzeugung der Gläubigen mit Blut von Jesus Christus getränkt sein soll. Die in der Basilika des Wallfahrtsortes Hronsky Benadik verehrte Reliquie wurde jahrhundertelang in außerordentlichen Notzeiten wie Pestepidemien und Überschwemmungen aus ihrem Aufbewahrungsort herausgenommen. Dies sei zuletzt Anfang des 19. Jahrhunderts geschehen, erklärte ein Kirchensprecher dem TV-Sender.

Anstieg bei Covid-19-Opfern in Frankreich

19:57 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Kranken und -Toten weiter gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden 16.018 Ansteckungen registriert, 674 Menschen sind an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Erstmals starb auch ein Krankenhausarzt. Am Vortag lag die Zahl der Infizierten noch bei 14.459, die der Toten bei 562. Frankreich hatte am Dienstagnachmittag eine Ausgangssperre verhängt.

In vier Wochen Olympia-Entscheidung

19:25 Uhr: Das Internationale Olympische Komitee hat sich eine Frist von vier Wochen für eine Entscheidung über die Olympischen Spiele in Tokio gesetzt. In diesem Zeitraum sollen auch mögliche Optionen für eine Verschiebung wegen der Coronavirus-Pandemie überlegt werden, teilte das IOC am Sonntag mit.

Bundeskanzlerin Merkel in Quarantäne

18:42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Bayern trägt gemeinsame Ausgangs-Regelung nicht mit

18:09 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Krise werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten. "Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet", zitierte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Anschluss an eine Video-Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer aus dem vereinbarten Beschluss. Diese Maßnahmen sollen für mindestens zwei Wochen gelten.

Nachdem es schon während der Beratungen zu einem heftigen Wortwechsel zwischen Bayerns Regierungschef Markus Söder und dessen Amtskollegen Markus Laschet aus Nordrhein-Westfalen gekommen sein soll, erklärte Bayern, das gemeinsam vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht zu übernehmen. Es bleibt bei der bayerischen Regelung, wonach man nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes an die frische Luft gehen darf.

Möglicher Impfstoff tritt in China in klinische Erprobung ein

17:15 Uhr: Im internationalen Wettlauf um ein geeignetes Mittel gegen das Coronavirus hat China die erste Phase einer klinischen Studie für einen Impfstoff begonnen. Einer Reihe von Freiwilligen sei bereits eine erste Impfung verabreicht worden, sagte ein Mitarbeiter des von der chinesischen Regierung finanzierten Projekts am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

In Deutschland gilt das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac, als federführend in der Erforschung eines Impfstoffes gegen das Virus Sars-CoV-2. Dessen Chef Franz Werner Haas hält die Versorgung zehntausender Menschen mit einem Impfstoff bereits ab Herbst für möglich.

Derzeit gibt es keine zugelassenen Impfstoffe oder Medikamente gegen das neuartige Coronavirus, an dem weltweit bislang mehr als 13.000 Menschen gestorben sind.

Wo noch nicht geschehen: Restaurants, Gaststätten und Friseure müssen schließen

17:08 Uhr: Bund und Länder wollen Restaurants und Gaststätten unverzüglich schließen - wo dies noch nicht der Fall ist. Darauf einigten sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in ihrer Telefonkonferenz. "Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause", heißt in dem Beschluss.

Zudem seien unverzüglich Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege zu schließen. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

Mann mit Mundschutz und Handschuhen unterwegs - ICE gestoppt

16:53 Uhr: Ein ICE der Deutschen Bahn hat seine Fahrt in Hessen außerplanmäßig unterbrechen müssen, weil ein Reisender an Bord des Zuges möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert ist. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, am frühen Nachmittag sei gemeldet worden, dass ein französischer Staatsbürger in einem Sechser-Abteil zu verstehen gegeben habe, er sei mit dem Virus infiziert.

Der mit Handschuhen und Mundschutz ausgestattete Mann habe eine Bescheinigung aus Hamburg über einen Test auf das Coronavirus und die Empfehlung häuslicher Quarantäne bei sich. In dem Zugabteil befanden sich keine weiteren Reisenden. Sprachprobleme erschwerten die Verständigung.

Die örtlichen Gesundheitsbehörden seien nun zuständig für Entscheidungen über das weitere Vorgehen, sagte der Sprecher. Der Zug, der in Gelnhausen gestoppt wurde, sei ersten Informationen zufolge "mittelmäßig" voll und mit etwa 100 bis 150 Reisenden besetzt.

Heftiger Streit zwischen Laschet und Söder bei Beratungen über Corona-Maßnahmen

16:25 Uhr: Bei den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise hat es dem Vernehmen nach einen heftigen Streit zwischen CSU-Chef Markus Söder und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) gegeben. Laschet habe Söder demnach massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag "ohne Absprache" mit dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe daraufhin damit gedroht, die Schalte zu verlassen. Dies berichtete auch die "Bild"-Zeitung.

Bayern sei über den Verlauf "irritiert", erfuhr die dpa am Sonntag aus Regierungskreisen. Laschet habe sich bisher in der Debatte immer sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung von Schulen und Kindergärten gegangen sei. Man vermute daher ein anderes Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als um die Corona-Krise, hieß es.

Darüber hinaus soll Laschet, so berichten Teilnehmer, in der Telefonkonferenz gemeinsam mit weiteren Bundesländern ein Maßnahmenpapier vorgelegt haben. Dies wurde aber in den Beratungen dem Vernehmen nach nicht weiter verfolgt, da Merkel ihrerseits ein eigenes Papier zur Grundlage machte.

Bund und Länder für Kontaktverbot gegen Corona-Krise

15:50 Uhr: Ansammlungen von mehr als zwei Personen sollen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der dpa am Sonntag bei einer Telefonkonferenz. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus handeln. Neben Merkel hatten auch die für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wichtigsten Minister teilgenommen.

Gegen Quarantäne verstoßen: Corona-Infizierte in Unfall verwickelt

15:27 Uhr: Ein Verkehrsunfall einer mit dem Coronavirus infizierten Frau hat für die Polizei in Brandenburg zu einer kritischen Situation geführt. Die Frau erklärte den Beamten am Samstag nach einem nicht von ihr verursachten Zusammenstoß in Müllrose, dass sie positiv auf Covid-19 getestet worden sei, wie die Polizei mitteilte. Die anschließende Unfallaufnahme durch die Beamten sei daher in Vollschutzkleidung erfolgt.

Es habe sich herausgestellt, dass die infizierte Frau widerrechtlich die amtlich verordnete häusliche Quarantäne verlassen habe. Nach einer Information an das Gesundheitsamt sei deswegen Strafanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz gegen sie erstattet worden.

Zuvor war ein Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße 87 in den Gegenverkehr geraten und mit dem Auto der Frau kollidiert. Verletzt wurde niemand.

Italiens Präsident: "Hoffe, Deutschland bleibt Italiens schmerzhafter Weg erspart"

15:19 Uhr: Italiens Staatspräsident hat in einem Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Wunsch geäußert, dass andere Länder von Italiens Erfahrung in der Coronavirus-Krise lernen können.

"Ich hoffe, dass die Erfahrung, die Italien als erstes mit der Bekämpfung der Ansteckung gesammelt hat, für ganz Europa und weltweit nützlich sein wird. Ich hoffe sehr, dass Deutschland und anderen Ländern der schmerzhafte Weg Italiens erspart bleibt", schrieb Sergio Mattarella in einem am Sonntag veröffentlichten Brief.

In vielen Gegenden in Italien werde "die ältere Generation dezimiert", die ein Bezugspunkt für die jüngere Generation sei. Mattarella bedankte sich bei Steinmeier für die Solidarität und Hilfe aus Deutschland, zum Beispiel für die Lieferung von medizinischen Produkten.

Russland schickt Italien Hilfe im Kampf gegen Coronavirus

15:10 Uhr: Wegen der dramatischen Lage in Italien sendet Russland medizinische und personelle Hilfe in das Land. Auf dem Militärflughafen Tschkalowski in der Nähe von Moskau starteten am Sonntag die ersten von neun Flugzeugen des Typs Iljuschin Il-76 nach Italien, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte.

Insgesamt sollten acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausrüstung in das südeuropäische Land verlegt werden. Das Ministerium machte keine Angaben zur Zahl der Mitglieder je Brigade.

"Zusätzlich steht eine Gruppe mit rund 100 Menschen bereit, darunter führende Spezialisten des Verteidigungsministeriums auf dem Gebiet der Virologie und Epidemiologie", hieß es in der Mitteilung. Die Experten hätten internationale Erfahrung im Kampf gegen Epidemien.

Coronavirus: Erstmals Todesopfer in Rumänien

14:59 Uhr: In Rumänien sind erstmals Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Bei den zwei Patienten, deren Tod die Behörden am Sonntag bestätigten, handelt es sich um ältere Männer mit Vorerkrankungen. Der eine hatte ein Krebsleiden, der andere war Dialyse-Patient.

Von Samstag bis Sonntag stieg die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Rumänien um 66 auf 433 Fälle. Am Sonntagabend sollen nächtliche Ausgangssperren und weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Kraft treten.

Mehrere Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern und Thüringen

14:41 Uhr: Die Polizei in Bayern hat Dutzende Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung geahndet. Neben privaten Treffen wie "Corona-Partys" hielten sich auch Geschäftsleute nicht an die Vorgaben, die seit dem Wochenende im Freistaat gelten. Bei mehr als 5.300 Überprüfungen stellten allein die Beamten in München über 160 Verstöße fest.

Auch in Thüringen ist die Polizei zu mehreren Orten zu Einsätzen ausgerückt, um die Einschränkungen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus durchzusetzen. Unter anderem in Erfurt, Kahla, Hermsdorf, Leinefelde und Weimar musste sie Menschenansammlungen unterbinden, wie ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale sagte. So hatten sich in Erfurt am Samstagabend etwa 25 Menschen in einer Bar eingefunden, obwohl Bars wie auch Gaststätten in Thüringen landesweit nicht mehr öffnen dürfen.

Die Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein hingegen haben erlassenen Maßnahmen laut Polizeiangaben weitgehend befolgt. Polizeibeamten mussten nur wenige Personen ansprechen, die sich nicht an die Vorgaben hielten. Die meisten zeigten Verständnis.

Erster infizierter Arzt in Frankreich gestorben

13:53 Uhr: In Frankreich ist erstmals ein Arzt nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntag dem Radiosender "RTL" erklärte, handle es sich seines Wissens nach um den ersten Fall.

Nach Informationen des regionalen Fernsehsenders "France 3 Hauts-de-France" soll es sich bei dem Verstorbenen um einen rund 60-jährigen Notarzt in Compiègne handeln. Die Stadt liegt rund 80 Kilometer im Norden von Paris im Departement Oise, das zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Gebieten in Frankreich zählt.

Bis zum Samstag wurden in Frankreich 14.459 Menschen von dem Virus infiziert, 562 Infizierte sind gestorben.

Weißhelme desinfizieren Gebiete in Nordsyrien wegen Coronavirus

13:30 Uhr: Die Rettungsorganisation Weißhelme will mithelfen, im Norden Syriens eine drohende Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Rund 260 Schulen und andere wichtige Einrichtungen seien dort bereits desinfiziert worden, sagte ein Sprecher der Organisation. Die Helfer seien in Schutzanzügen im letzten großen Rebellengebiet Idlib sowie in den Provinzen Hama und Aleppo unterwegs. Die Kampagne läuft seit einigen Tagen.

Die für Idlib zuständige Gesundheitsbehörde hatte am Samstag erklärt, dass es in der Provinz bisher keine Infektionen mit Sars-CoV-2 gebe. Die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat ebenfalls erklärt, dass die Rebellengebiete vom Virus nicht betroffen seien. Auch nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Syrien bisher keine Infektionen bekannt.

Der DIHK warnt vor "unvorstellbarer Pleitewelle"

12:32 Uhr: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnt in der Coronavirus-Krise vor einer "Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes".

DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur: "Deshalb wäre es in dieser Situation nur konsequent, wenn die Bundesregierung alle Hilfen jetzt mit einer Staatsgarantie von 100 Prozent absichert." Dann könnten die Banken vor Ort das Geld sofort und zinsgünstig weiterreichen.

Der am Sonntag bekannt gewordene, geplante Schritt der Bundesregierung, bei Kredit-Sonderprogrammen das staatliche Kreditrisiko von 80 auf 90 Prozent zu erhöhen, reicht dem DIHK nicht aus. Gelten soll dies für kleine und mittlere Firmen.

Polizei in Thüringen löst Menschenansammlungen auf

12:14 Uhr: Die Polizei ist in Thüringen in mehreren Orten zu Einsätzen ausgerückt, um die Einschränkungen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus durchzusetzen.

Unter anderem in Erfurt, Kahla, Hermsdorf, Leinefelde und Weimar musste sie Menschenansammlungen unterbinden, wie ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale am Sonntag sagte.

So hatten sich in Erfurt am Samstagabend etwa 25 Menschen in einer Bar eingefunden, obwohl Bars wie auch Gaststätten in Thüringen landesweit nicht mehr öffnen dürfen.

Auch in Gartenanlagen oder Garagenkomplexen in Thüringen seien private Treffen mit jeweils mehreren Menschen beendet worden.

Premier League will am 1. Juni wieder spielen

12:08 Uhr: Die englische Premier League will die laufende Saison einem Medienbericht zufolge ab dem 1. Juni innerhalb von sechs Wochen zu Ende spielen. So bliebe bis zum geplanten Start der neuen Saison am 8. August genug Zeit für eine Pause und die Vorbereitung, berichtete der "Daily Telegraph" am Sonntag.

Den meisten Klubs fehlen noch neun Spiele, einigen Vereinen zehn. Tabellenführer FC Liverpool steht mit Trainer Jürgen Klopp dicht vor dem erstmaligen Gewinn des Titels seit 1990.

Zahl der Toten steigt: Spanien will Ausgangssperre verlängern

11:47 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung nach Medienberichten den Notstand und die Ausgangssperre im ganzen Land um zwei Wochen bis zum 12. April verlängern.

Das habe Ministerpräsident Pedro Sánchez den Regionalpräsidenten am Sonntag bei einer Videokonferenz mitgeteilt, berichteten der staatliche Fernsehsender RTVE und die Zeitungen "El País" und "El Mundo" unter Berufung auf Regierungskreise.

Im Land sind innerhalb von 24 Stunden fast 400 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Es seien 394 neue Todesfälle registriert worden, teilte am Sonntag die Regierung in Madrid mit. Dies sei ein Anstieg um rund 30 Prozent.

Eine Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, muss allerdings vom Parlament gebilligt werden.

Der derzeit geltende landesweite Notstand mit einer 15-tägigen Ausgangssperre war in Spanien am vorigen Sonntag in Kraft getreten. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen oder sogar Haftstrafen.

Virologe Drosten: Keine vollen Fußballstadien bis nächstes Jahr

11:31 Uhr: Renommierte Virologen rechnen angesichts der gegenwärtigen Pandemie nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr.

Er glaube "überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig", sagte der Berliner Virologe Christian Drosten von der Charité dem Nachrichtenmagazin "Stern". "Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten."

Zuvor äußerte sich schon der Virologe Alexander Kekulé ähnlich. "Großveranstaltungen, bei denen man 60.000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht." Auch für die Austragung der Olympischen Sommerspiele hat Kekulé wenig Hoffnung.

Regierung plant Nachbesserungen bei Kreditprogramm

11:24 Uhr: Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen.

Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die dpa am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

Scheuer: Neuen Regelungen soll Versorgungsengpässe verhindern

11:20 Uhr: Um Versorgungsengpässe in der Coronavirus-Krise zu verhindern, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Logistikzentren länger offen halten. Diese sollten 24 Stunden lang aufbleiben können, damit Engpässe in der Belieferung von Filialen etwa bei Supermarktketten ausgeglichen werden könnten, erfuhr die dpa aus Regierungskreisen.

Dazu solle es eine Flexibilisierung der Arbeitszeit geben. Scheuer sei dazu in Gesprächen. Außerdem rede er mit Kommunalverbänden darüber, die Nachtzulieferung von 22 Uhr bis 6 Uhr zu lockern.

Der Handel sieht die Versorgung generell als gesichert an, dennoch führen Hamsterkäufe angesichts der Coronavirus-Krise seit Tagen immer wieder zu leeren Regalen in vielen Supermärkten und bei den Discountern. Hinzu kamen Probleme im Lieferverkehr infolge der neuen Grenzkontrollen in Europa.

Hermes führt kontaktlose Paketannahme ein

11:01 Uhr: Der Versandlogistiker Hermes hat wegen der Gefahren durch das Coronavirus ein neues Verfahren bei der Annahme von Paketen entwickelt, das ohne direkten Kontakt mit Zusteller und Scanner auskommt. Das teilte Hermes am Samstag in Hamburg mit.

Der Empfänger muss nun das Paket nicht mehr auf einem Scanner quittieren, sondern auf dem Paket selbst. Der Zusteller fotografiert die Unterschrift mit dem Zustellcode auf dem Paket, so dass die Zustellung rechtssicher dokumentiert ist. Damit könnten Zusteller und Kunde auf Abstand bleiben und seien besser geschützt.

Zudem könnten die Kunden schon bisher die Zustellung an Ablageorten wie auf der Terrasse oder vor der Wohnungstür wählen.

Neun Tote in Pflegeheim: Uniklinik nimmt Einrichtung in Schutz

10:53 Uhr: Das Universitätsklinikum Würzburg hat ein Pflegeheim in Schutz genommen, in dem neun Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind.

"Die Infektionswelle hat die Altenpflegeeinrichtung getroffen, als Covid-19 in Deutschland noch eine Rarität war", heißt es in einer Mitteilung. Alle hygienisch notwendigen Maßnahmen würden ergriffen, "aber natürlich ist der Kampf der Ärzte und des Pflegepersonals gegen die Krankheit in einem Pflegeheim noch weitaus schwieriger als in den rund um die Uhr mit ärztlichem und pflegerischem Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten Kliniken".

Auf der Infektionsstation der Uniklinik werden demnach derzeit fünf Patienten aus dem Heim behandelt. Zehn weitere Bewohner des Heimes seien positiv getestet und bedürften umsichtiger Pflege. "Wir stehen bereit, wenn eine stationäre Behandlung notwendig wird, aber Hut ab vor dem Team des Pflegeheimes, das solche Leistungen erbringt, stets selbst auch bedroht von der Infektion, die aber bei Jüngeren meist nicht so schwer verläuft", sagte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, Georg Ertl, laut Mitteilung.

Das Coronavirus stirbt nicht bereits bei 27 Grad Celsius

10:27 Uhr: Seit Beginn der Corona-Krise werden immer wieder Kettenbriefe mit möglichen Hausmittelchen oder angeblichen Warnungen über soziale Netzwerke und Messengerdienste geteilt. In einem weit verbreiteten Text wird etwa behauptet, dass das Coronavirus bereits "bei einer Temperatur von 26 bis 27 Grad stirbt".

Die Behauptung ist falsch. Die Körperkerntemperatur liegt bei fast allen Menschen bei mehr als 35 Grad Celsius - würde Sars-CoV-2 tatsächlich bei weniger als 30 Grad Celsius sterben, wäre der Erreger im menschlichen Körper gar nicht lebensfähig und damit keine Gefahr.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellt zudem klar: Das Coronavirus kann sich auch in warmen Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit ausbreiten. Forscher untersuchen derzeit, wie sehr höhere Außentemperaturen die Verbreitung des Coronavirus zumindest eindämmen könnten. Selbst aus Ländern mit derzeit höheren Temperaturen als 27 Grad - etwa Malaysia - wurden allerdings viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Briten mit Vorerkrankungen sollen drei Monate zuhause bleiben

10:17 Uhr: Die britische Gesundheitsbehörde hat Menschen mit Vorerkrankungen dazu aufgefordert, drei Monate zu Hause zu bleiben um sich selbst "abzuschirmen". Sie gelten als besonders gefährdet durch das Coronavirus. Paul Johnstone, Direktor von Public Health England, erklärte, die Betroffenen sollten weder zum Einkaufen noch auf Reisen gehen und auch nicht in ihrer Freizeit rausgehen.

Menschen, die zu einer oder mehreren Risikogruppen gehörten, würden von ihren Hausärzten oder Spezialisten kontaktiert und dazu aufgefordert, für einen Zeitraum von "mindestens zwölf Wochen" zu Hause zu bleiben. Es werde eine spezielle Hotline geben sowie Lieferdienste für Lebensmittel und Medikamente.

In Großbritannien sind bereits 177 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Regierung war wegen ihres lange Zeit zögerlichen Umgangs mit der Corona-Krise heftig kritisiert worden. Erst deutlich nach den meisten EU-Ländern hatte sie dazu aufgerufen, auf nicht notwendige Reisen und soziale Kontakte zu verzichten.

Franzose läuft Marathon auf eigenem Balkon

9:56 Uhr: Trotz Ausgangssperre wollte Hobbyläufer Elisha Nochomovitz nicht von seiner Leidenschaft lassen und lief einen kompletten Marathon auf seinem Balkon. Fast sieben Stunden rannte der Franzose auf dem sieben Meter langen und gut ein Meter breiten Balkon seiner Wohnung umher, bis er laut seiner App die Distanz von 42,195 Kilometern in 6:48 Stunden geschafft hatte.

"Habe den Balkonien-Marathon geschafft", schrieb er auf Instagram: "Alles dreht sich in meinem Kopf, und ich möchte mich übergeben." Die Franzosen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Maas räumt Probleme bei Rückholaktionen ein

9:36 Uhr: Außenminister Heiko Maas sieht bei der Rückholung deutscher Urlauber aus dem Ausland große Herausforderungen und verspricht eine bessere europäische Abstimmung.

"Leider können wir nicht in allen Fällen innerhalb kürzester Zeit Abhilfe schaffen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Oft stehen wir dabei vor großen Herausforderungen, damit die Menschen überhaupt die Flughäfen erreichen können."

Seit Beginn der Woche seien über 100.000 Deutsche nach Hause zurückgekehrt. Viele weitere hätten sich registriert und warteten auf Flugmöglichkeiten.

Zunächst hätten alle EU-Länder versucht, ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. "Jetzt registrieren wir unsere Flüge zusätzlich in einem europäischen System, das steigert die Effizienz", sagte Maas. "Wenn wir Kapazitäten haben, nehmen wir auch Bürger anderer EU-Länder mit. Andersherum können natürlich auch Deutsche auf die Rückholflüge anderer Länder aufspringen. So koordiniert können wir alle Europäerinnen und Europäer viel schneller nach Hause holen."

Infektionsfälle in der Türkei steigen sprunghaft - 21 Todesopfer

9:12 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist erneut sprunghaft gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der positiv Getesteten um 277 auf 947, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca mitteilte. Zwölf Menschen starben demnach an einem Tag an Covid-19, damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 21. Es handele sich um alte Menschen, teilte Koca mit, ohne weitere Details zu nennen.

Die Türkei hat zahlreiche Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus erlassen. Unter anderem sind Cafés und Bars geschlossen und Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt. In der Nacht zu Sonntag trat eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und für chronisch Kranke in Kraft.

Sánchez stimmt Spanier auf "sehr harte Tage" in Corona-Krise ein

9:00 Uhr: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Bevölkerung auf "sehr harte Tage" eingestimmt. "Wir müssen uns psychologisch und emotional darauf vorbereiten", sagte der Regierungschef in einer Fernsehansprache. "Das Schlimmste kommt noch." Das Land stehe vor der größten Herausforderung seit dem Spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939).

"Wir müssen Zeit gewinnen, um unser Gesundheitssystem besser vorzubereiten", sagte der Ministerpräsident und sprach von einem "Rennen gegen die Zeit" bei der Beschaffung der erforderlichen Ausrüstung. "In den kommenden Stunden" würden 1,3 Millionen Atemschutzmasken verteilt. In den nächsten Tagen sollten 640.000 Schnelltest-Sets eintreffen. Verhandlungen für sechs Millionen weitere Sets mit dem Ausland liefen, fügte Sánchez hinzu.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hatte sich in Spanien innerhalb eines Tages drastisch erhöht. Sie lag am Samstag bei 1.326 und damit um 32 Prozent über der vom Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle stieg auf knapp 25.000. Das waren etwa 5.000 mehr als noch am Freitag.

Merkel berät mit Ministerpräsidenten über weitere Schritte in Corona-Krise

8:50 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Sonntagabend über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise.

In einer Schaltkonferenz soll nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert eine "sehr ernste, schonungslose Analyse der Lageentwicklung" der vergangenen Tage vorgenommen werden. Ob es weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben wird, soll vor allem vom Verhalten der Bürger an diesem Wochenende abhängig gemacht werden.

Merkel hatte am vergangenen Mittwoch in einer Fernsehansprache an die Bürger appelliert, sich an die Auflagen zu halten und soziale Kontakte zu vermeiden.

Erste Fälle von Coronavirus im Gazastreifen nachgewiesen

8:27 Uhr: Das Coronavirus ist auch im blockierten Gazastreifen angekommen: Bei zwei Palästinensern wurde das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Es handele sich um zwei Rückkehrer aus Pakistan, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Eine starke Ausbreitung in dem dicht besiedelten Küstenstreifen, in dem zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen leben, gilt als Horrorszenario.

Nach Angaben von Jussef Abu al-Risch, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums in Gaza, reisten die Infizierten über Ägypten in das Palästinensergebiet ein. Sie seien in einer Anlage am Rafah-Grenzübergang unter Quarantäne gestellt worden.

Kuba schickt Ärzteteam zu Corona-Hilfe nach Italien

7:57 Uhr: Kuba hat am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien geschickt, das die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit.

Den kubanischen Behörden zufolge werden die Mediziner auf Anfrage Italiens zunächst für bis zu drei Monate arbeiten. Sie haben bereits mit Krisen wie der Ebola-Epidemie zu tun gehabt und werden sich einer Gruppe chinesischer Ärzte anschließen, die bereits in einem Krankenhaus in Bergamo im Einsatz sind. In Kuba selbst sind nach offiziellen Angaben aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran.

Das medizinische Personal aus Kuba ist Teil des Internationalen Henry Reeve Kontingents, das der inzwischen verstorbene damalige Staats- und Regierungschef Fidel Castro 2005 gründete, um in Krisensituationen zu helfen. 2017 wurde es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgezeichnet.

Coronavirus lässt Stromverbrauch sinken

7:55 Uhr: Werksschließungen und Produktionseinschränkungen in der Industrie wegen der Coronavirus-Krise werden nach Einschätzung der Energiebranche auch zu einem spürbaren Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland führen.

Die Großhandelspreise für Strom seien bereits deutlich gefallen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) mit. An der Strombörse seien die Preise für Lieferungen im April innerhalb einer Woche um fast 30 Prozent gesunken.

Der meiste in Deutschland verbrauchte Strom wird allerdings über längerfristige Verträge und damit zu festgeschriebenen Preisen verkauft. "Der Preisverfall am Spotmarkt hat zunächst keinen großen Einfluss auf den Strompreis für den Endverbraucher", sagte ein Sprecher des Strompreis-Vergleichsportals Verivox. "Im Gegenteil: Die Strompreise haben in Deutschland im März mit 30,14 Cent pro Kilowattstunde ein neues Rekordhoch erreicht."

Offenlegung: Auch WEB.DE und GMX bieten Strom an.

Trump will Malaria-Medikament für Covid-19-Behandlung einsetzen

7:47 Uhr: US-Präsident Donald Trump wirbt mit Nachdruck für den Einsatz eines Malaria-Medikaments bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankten. Der Wirkstoff Chloroquin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin "einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein", warb Trump. Die Kombination solle "SOFORT" eingesetzt werden, forderte er am Samstag über Twitter. "Was haben wir zu verlieren?" fragte er im Anschluss bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Kritiker warnten jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, bemühte sich im Weißen Haus dann auch, Trumps Begeisterung etwas zu relativieren: Es gebe bislang nur vereinzelte Berichte über eine Wirksamkeit des Medikaments, aber keine ernsthaften klinischen Studien. Fauci zufolge gehe es nun darum, das Medikament kontrolliert und begrenzt einzusetzen, um Daten über die Wirksamkeit zu gewinnen.

Auch das Tübinger Institut für Tropenmedizin plant, das Medikament Chloroquin an Menschen zu testen.

Weitere Strände in Sydney gesperrt

7:37 Uhr: Nach dem berühmten Bondi Beach haben die Behörden der australischen Metropole Sydney am Sonntag weitere Strände gesperrt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Insgesamt waren elf Strände rund um Sydney von der Maßnahme betroffen. Der Bondi Beach war bereits am Vortag geschlossen worden, nachdem sich dort trotz der Corona-Krise Tausende von Strandgängern getummelt hatten.

Ungeachtet des Verbots waren am Sonntag rund 450 Menschen am Strand, die einfach unter den Absperrbändern durchgeklettert waren.

Der Polizeiminister des australischen Bundesstaats New South Wales, David Elliott, kündigte ein hartes Durchgreifen an. "Wir tun dies ja nicht, weil wir die Spaßpolizei sind", sagte er dem TV-Sender Channel 7 zu den Verboten. "Aber manche Menschen sind einfach dumm und nehmen das Risiko auf sich. Und manche Menschen glauben, dass sie über dem Gesetz stehen."

Italien schließt gesamte nicht lebensnotwendige Produktion

7:28 Uhr: Die italienische Regierung lässt im Zuge der Coronavirus- Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten schließen. Davon seien unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgeschlossen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend.

Er sprach von der "größten Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg". "Wir haben beschlossen, jede produktive Tätigkeit zu schließen, die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren."

Das Land hatte am Samstag an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie nie seit dem Ausbruch des Virus im Land. Bisher starben 4.825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag.

Alle Meldungen vom Samstag, 21. März:

Mehr als 300.000 Corona-Fälle weltweit

23:10 Uhr: Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 13.000 Menschen seien an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, betonten die Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins. Insgesamt gab es demnach bis Samstagabend (Ortszeit) mehr als 303.000 mit dem Coronavirus Infizierte. Zwei Drittel der gemeldeten Covid-19-Fälle entfielen demnach auf nur sechs Länder: China, Italien, Spanien, die USA, Deutschland und den Iran.

Die Webseite der Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese hatte am Samstag noch von 266.000 Erkrankungen und mehr als 11.000 Toten gesprochen.

In den USA ist die Zahl bekannter Erkrankungen innerhalb einer Woche um mehr als das Zehnfache in die Höhe geschnellt. Inzwischen gibt es dort Johns Hopkins zufolge mehr als 24.000 Fälle.

In Deutschland gab es bis Samstagnachmittag mehr als 21.600 bekannte Infektionen mit dem Coronavirus. Das ging aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigte.

Rumänien macht Grenzen dicht

21:50 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat Rumänien seine Grenzen für Ausländer weitgehend geschlossen. Zugleich wurde die Bewegungsfreiheit der Bürger beschränkt. Wie Innenminister Marcel Vela am Samstagabend mitteilte, dürfen Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen können, dass dafür eine berufliche Notwendigkeit besteht. Die Durchreise ist Ausländern auf kontrollierten Routen jedoch weiter gestattet. Die Maßnehmen sollten am Sonntagabend gelten.

Zudem wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt - ausgenommen sind Notfälle. Tagsüber dürfen die Menschen das Haus verlassen, aber dabei keine Gruppen von mehr als drei Personen bilden, die nicht im selben Haushalt wohnen. In den großen Einkaufszentren dürfen nur noch Geschäfte geöffnet haben, die Lebensmittel oder Hygieneartikel anbieten. Gottesdienste in Kirchen dürfen nur noch ohne Gläubige stattfinden. Bei Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern sind in den Kirchen maximal acht Gäste zugelassen.

Spanisches Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch

20:19 Uhr: In dem vom Coronavirus besonders schwer getroffenen Spanien haben Experten vor einem kurz bevorstehenden Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt. Eine "totale" Isolierung der Menschen sei deshalb nun "unerlässlich", fordern 69 renommierte Epidemiologen, Molekularbiologen und Wissenschaftler anderer Fachbereiche in einem am Samstag veröffentlichten offenen Brief.

Es müsse eine noch stärkere Einschränkung der Bewegungsfreiheit angeordnet werden, hieß es. Die Experten fordern konkret unter anderem, dass die Fahrt zur Arbeitsstelle nur noch bei Arbeitnehmern der Grundversorgungssektoren gestattet wird. Unter den gegebenen Bedingungen werde es sonst "um den 25. März herum" zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems kommen. Rund 18 Prozent der spanischen Bevölkerung seien älter als 65.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas. Bis Samstag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach etwa 1.000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9.000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden.

Anzahl der Todesopfer in Frankreich steigt

20:00 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Toten um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag sind 14.459 Menschen infiziert, 1847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

US-Vize Mike Pence lässt sich testen

18:52 Uhr: Nach der Erkrankung eines Mitarbeiters an der Lungenkrankheit Covid-19 wird sich US-Vizepräsident Mike Pence auf eine mögliche Infektion mit dem neuartigen Coronavirus testen lassen. Er habe keinerlei Symptome, der Test sei daher eine reine Vorsichtsmaßnahme angesichts seiner herausgehobenen Stellung, sagte Pence am Samstag vor Journalisten. Auch seine Frau Karen werde sich testen lassen, sagte Pence. Der erkrankte Mitarbeiter sei seit Montag nicht mehr im Weißen Haus gewesen und er habe keinen direkten Kontakt zu ihm gehabt, sagte er.

Pence wiederholte gleichzeitig seinen Appell an die US-Bürger, sich nicht um einen Test zu bemühen, falls sie keine ernsthaften Symptome hätten. Der Vizepräsident ist für die US-Regierung federführend für die Organisation des Kampfes gegen die Coronavirus-Pandemie zuständig.

"Beruhigt Euch!": Auch in Großbritannien kommt es zu Panikkäufen

17:50 Uhr: Die britische Regierung hat die Bevölkerung zu einem Ende der Panikkäufe in der Corona-Krise aufgefordert.

Umweltminister George Eustice rief die Menschen am Samstag auf, "beim Einkaufen verantwortungsbewusst zu sein und an andere zu denken". Es bestehe kein Risiko, dass "die Lebensmittel ausgehen", sagte Eustice vor Reportern in der Downing Street.

Besorgte Briten waren zuletzt in die Geschäfte geströmt und hatten die Regale mit Toilettenpapier, Taschentüchern und Konserven leer gekauft. Die Briten müssten sich "beruhigen" und "nur das kaufen, was sie brauchen", appellierte Eustice.

Astronauten sollen das Coronavirus nicht mit ins All nehmen

17:33 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie soll auf keinen Fall den nächsten Flug am 9. April von drei Raumfahrern zur Internationalen Raumstation ISS gefährden.

Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Nasa-Astronaut Christopher Cassidy seien deshalb in komplette Isolation gekommen. Das meldete die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf das Zentrum für die Vorbereitung der Kosmonauten in der Nähe von Moskau.

New York reagiert auf hohe Infektionszahlen

17:11 Uhr: In der Coronavirus-Krise hat der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag weitere Notmaßnahmen angekündigt.

Die Behörden würden die medizinische Versorgung in dem US-Bundesstaat stark aufstocken, sagte Cuomo bei einer Pressekonferenz. Sie sollten bis zu 75.000 zusätzliche Krankenhausbetten bereitgestellt sowie zwei Millionen Schutzmasken und 6.000 lebenswichtige Beatmungsgeräte besorgt werden.

Der Staat New York führe in den USA die meisten Coronavirustests durch, sagte Cuomo. Das erkläre auch die hohe Zahl der registrierten Infektionen in New York. Die Zahl der Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 ist dort auf über 10.350 Fälle angestiegen.

EU-Kommission drängt Mitgliedsländer zu drastischen Maßnahmen

17:05 Uhr: Die EU-Kommission drängt die Mitgliedsländer zu drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. "Es ist lebenswichtig, dass die Maßnahmen, um soziale Distanz durchzusetzen, früh, entschieden und schnell umgesetzt werden", sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der "Welt am Sonntag". Nur so lasse sich die Ausbreitung des Virus verlangsamen und der Druck auf die Gesundheitssysteme reduzieren.

Zugleich rief die EU-Kommissarin die Mitgliedstaaten zu einer besseren Zusammenarbeit in der Krise auf. Maßnahmen, die von einzelnen EU-Ländern ergriffen werden, könnten "einen negativen Effekt auf die Eindämmungsversuche anderer haben", warnte Kyriakides.

Die Kommissarin weiß nach eigenen Angaben, "wie schwierig es für Regierungen ist, so weitreichende Entscheidungen für Millionen Menschen zu treffen, deren tägliches Leben und deren Wirtschaft davon beeinflusst wird". Sie wisse auch, wie schwierig es für die Menschen sei, "in der neuen Wirklichkeit zu leben, die ihren Lebensalltag und ihre Routine derart ändert". Es handele sich aber im Moment um eine außerordentliche Krise für die öffentliche Gesundheit. "Darum sind diese Maßnahmen notwendig."

Infektionen in Österreich steigen auf 2.814 - acht Todesfälle bestätigt

16:48 Uhr: In Österreich belaufen sich die registrierten Coronavirus-Infektionen am Samstag (Stand 15:00 Uhr) auf 2.814. Nach Ansicht des Gesundheitsministeriums hält sich die Entwicklung damit stabil. "Sie muss sich jedoch in der kommenden Woche weiter deutlich absenken", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur apa.

Acht Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 sind laut Ministerium bislang bestätigt. Drei in Wien, drei in der Steiermark und je einer in Nieder- und in Oberösterreich.

Anschober verwies auch auf einen deutlichen Anstieg von Testungen. Bis Samstag wurden in Österreich demnach 18.545 Corona-Tests durchgeführt. In den vergangenen 24 Stunden wurde mit 2.932 Testungen die bisherige Höchstzahl erreicht. Die Zahl der Neuerkrankungen stieg dabei um 20 Prozent und damit ähnlich wie in den vergangenen Tagen.

Prüfungen bei Hartz IV sollen ausgesetzt werden

16:17 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will in der Coronavirus-Krise bei einem Hartz-IV-Antrag die Vermögensprüfung für ein halbes Jahr aussetzen. "Wir sorgen jetzt dafür, dass die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ab dem 1. April entfällt", sagte Heil der "Bild am Sonntag". "Außerdem kann jeder weiter in seiner Wohnung bleiben." Die Leistungen der Grundsicherung würden schnell und unbürokratisch gewährt. "Das hilft erst einmal, um nicht ins Bodenlose zu stürzen."

Das Bundesarbeitsministerium rechnet in der Krise mit bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Beziehern der Grundsicherung. In einem Gesetzentwurf, der gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Gesetze in der kommenden Woche beschlossen werden soll, heißt es nach Angaben der Zeitung, allein bis zu 700.000 Solo-Selbstständige und bis zu 300.000 Selbstständige mit Angestellten kämen für eine Antragstellung in Frage. Für den Bundeshaushalt und die Kommunen bedeute das knapp zehn Milliarden Euro Mehrkosten.

Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Tierwelt

16:06 Uhr: Die Ausgangssperren vielerorts haben auch einen Effekt auf Tiere. Während aus Mailand und Benidorm berichtet wird, wie sich Tauben auf leeren Plätzen auf der Suche nach Futter zusammenrotten oder Menschen nach dem Einkauf verfolgen, kommen andere Tiere mit der neuen Einsamkeit in den Städten besser klar.

In Venedig posteten Menschen Bilder und Videos von Kanälen, die sauberer als sonst erscheinen und in die Fische zurückkehrten. "Die Natur erobert ihren Raum zurück", schreiben Nutzer der Gruppe Venezia Pulita (Sauberes Venedig).

In Barcelona wurden zuletzt Wildschweine sogar im Zentrum gesichtet. Normalerweise leben diese in den Hügeln der Serra de Collserola außerhalb der Metropole.

Coronavirus zwingt zur Absage der Eishockey-WM

15:31 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie zwingt den Eishockey-Weltverband zu einer historischen Absage der Eishockey-Weltmeisterschaft im Mai. Das für die Zeit zwischen dem 8. und 24. Mai geplante WM-Turnier in Zürich und Lausanne kann in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden. Das teilte der Weltverband IIHF mit.

"Das ist die harte Realität, der sich die Eishockey-Familie stellen muss, aber eine, die wir akzeptieren müssen", sagte IIHF-Präsident René Fasel in der Mitteilung. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus' müsse der Sport zur Seite treten.

Unklar ist noch, ob die Schweiz das Turnier in einem anderen Jahr nachholen kann. Die WM 2021 soll in Weißrussland und Lettland stattfinden, die weiteren Gastgeber bis 2025 stünden ebenfalls fest, erklärte die IIHF. Eine Entscheidung müsse der IIHF-Kongress treffen.

Virologe Kekule hält Olympia-Austragung für "ausgeschlossen"

15:14 Uhr: Für Virologe Alexander Kekule ist eine Austragung der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) angesichts der fortschreitenden Coronavirus-Pandemie nahezu unmöglich. "Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können", sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale im Interview der ARD-Sportschau.

Kekule ist der Ansicht, dass die "ganz große Welle" an Infizierten im Olympia-Gastgeberland Japan noch bevorstehe, zudem sei ein Großereignis dieser Art ein möglicher Herd für eine weitere Verschlimmerung der Situation. "Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung", sagte der Biochemiker.

Auch der Hoffnung der Fußballfans, bald wieder zu einem Spiel ins Stadion gehen zu können, erteilte Kekule eine Absage. "Großveranstaltungen, bei denen man 60.000 Menschen in einem Stadion zusammenbringt, die sehe ich tatsächlich in diesem Jahr auch nicht", sagte er. Die Situation könnte sich seiner Meinung nach "im September irgendwann" bessern, "vorher höchstwahrscheinlich nicht".

Offiziell ist der Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Bundesliga zunächst bis 2. April ausgesetzt.

Umfrage: Union profitiert am meisten in Corona-Krise - AfD unter zehn Prozent

15:01 Uhr: Die Corona-Krise hat auch auf die politische Stimmung in Deutschland großen Einfluss. Laut einer aktuellen Erhebung des "RTL/ntv-Trendbarometers" verbessert sich die CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte auf 32 Prozent. Damit kam sie fast an ihr Bundestagswahlergebnis von 2017 von 32,9 Prozent heran. Die AfD verlor hingegen zwei Punkte und rutschte auf neun Prozent ab. Die Ergebnisse im Überblick:

  • CDU/CSU: 32 Prozent (plus 3)
  • Grüne: 20 Prozent (minus 2)
  • SPD: 15 Prozent (plus 1)
  • Linke: 9 Prozent (minus 1)
  • AfD: 9 Prozent (minus 2)
  • FDP: 7 Prozent (plus 1)

Im Kampf gegen das Coronavirus konnten vor allem drei Unionspolitiker Ansehen in der Bevölkerung gewinnen. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) wird insbesondere Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) als führungsstark empfunden.

Deshalb war der Sympathiezuwachs für die CSU stärker als für die Schwesterpartei. Während die CDU in ihrem Wahlgebiet auf 30 Prozent kommt (1,8 Prozentpunkte unter Ergebnis der Bundestagswahl 2017), liegt die CSU in Bayern mit 41 Prozent sogar 2,2 Prozentpunkte über ihrem Bundestagswahl-Ergebnis.

Das Forsa-Institut hatte für die Erhebung von Montag bis Freitag im Auftrag der Mediengruppe RTL 2.504 Bundesbürger befragt. Die statistische Fehlertoleranz betrug 2,5 Prozentpunkte.

Händler verlangt von Hamsterkäufern Aufschlag für Klopapier

14:38 Uhr: Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im rheinland-pfälzischen Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück der dpa. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. "Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen."

Mehr dazu lesen Sie hier.

Experten: Pandemie kann Großbritannien härter als Italien treffen

14:34 Uhr: Großbritannien ist höchst alarmiert: Das Coronavirus könnte im Vereinigten Königreich besonders viele Menschenleben fordern - vielleicht sogar mehr als in Italien, fürchten Experten.

Dass immer mehr Infizierte in die Kliniken geliefert werden, macht viele Experten nervös. Denn der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) ist seit vielen Jahren chronisch unterfinanziert, überlastet und marode. So stehen in Großbritannien gerade einmal 4.000 Beatmungsgeräte für Erwachsene und 900 für Kinder zur Verfügung - das Land belegt damit einen der letzten Plätze in den europäischen Statistiken auf 100.000 Einwohner berechnet. Das dürfte den Prognosen zufolge bei weitem nicht für alle Covid-19-Lungenkranken reichen.

Doch das ist nicht das einzige Problem mit Blick auf die Pandemie. Es mangelt auch an Pflegepersonal und Ärzten. Nicht zuletzt wegen des Brexits haben viele medizinische Fachkräfte das Land schon längst verlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Starker Anstieg von Corona-Zahlen in Spanien

13:02 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter drastisch an. Bis zum Samstagmittag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1.300 nach 1.000 am Freitag.

Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9.000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden. Das örtliche Verkehrsministerium kündigte an, ab sofort auch Linienbusse zum Transport der Kranken einzusetzen.

Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser seien bereits am Limit, zitierte das spanische Fernsehen die Behörden. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre.

Über 6.700 Corona-Infektionen in NRW - erneut deutlicher Anstieg

13:00 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand: 11:30 Uhr) gab es in NRW 6.740 nachgewiesene Fälle.

Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1.000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.

Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.

Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

Neun Bewohner eines Würzburger Seniorenheims an Coronavirus gestorben

12:37 Uhr: In einem Seniorenheim im fränkischen Würzburg sind insgesamt neun Bewohner an dem Coronavirus gestorben. Bei allen Verstorbenen handelte es sich um "ältere Senioren", wie das bayerische Landesgesundheitsamt mitteilte.

Wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf die Heimleitung berichtete, liegen derzeit fünf Bewohner in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv getestet worden und würden in der Einrichtung isoliert.

Dem BR-Bericht zufolge befinden sich außerdem mehr als 20 Pflegekräfte des Heimes in häuslicher Quarantäne. Seit dem ersten Corona-Fall in der Einrichtung seien besondere Schutzvorkehrungen getroffen worden, darunter ein striktes Besuchsverbot.

Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums wurden bis einschließlich Freitag insgesamt 20 Todesfälle durch das Coronavirus in dem Bundesland gezählt. Mehr als 3.000 Menschen haben sich infiziert.

Supermärkte setzen neue Corona-Schutzmaßnahmen um

12:21 Uhr: Mit Maßnahmen wie Abstandsmarkierungen am Boden und Scheiben an den Kassen als "Spuckschutz" wollen die Supermarkt- und Discounterketten eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und zugleich ihre Kassierer vor einer Ansteckung schützen.

Erweiterte Öffnungszeiten, wie sie beispielsweise die neuen Regelungen in Bayern zur Entzerrung des Besucherandrangs ermöglichen, sind dagegen kaum ein Thema, wie eine Umfrage der dpa ergab - auch das, um die Mitarbeiter zu schonen.

In Belgien steigt Zahl der Covid-19-Kranken und -Toten stark an - Litauen meldet ersten Todesfall

12:06 Uhr: Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus und der Covid-19-Todesfälle ist in Belgien stark gestiegen. Wie die Gesundheitsdienste am Samstag mitteilten, zählten die Ärzte am Vortag 559 neue Ansteckungen. Die Gesamtzahl stieg damit auf 2.815 seit dem Ausbruch des Virus. Allein am Freitag starben 30 infizierte Menschen, was die Gesamtzahl der Todesopfer im Land auf 67 erhöhte. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen stieg am dritten Tag der allgemeinen Ausgangssperre um 74 auf zuletzt 238, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Litauen meldet unterdessen seinen ersten Coronavirus-Todesfall. Im Krankenhaus der Stadt Ukmerge ist bei einer Patientin mit chronischen Erkrankungen nach deren Tod die Lungenkrankheit Covid-19 festgestellt worden. "Es handelt sich um eine ältere Frau", sagte Vizegesundheitsminister Algirdas Seselgis.

In Litauen mit knapp drei Millionen Einwohnern gibt es bislang 69 nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung in Vilnius hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen und das gesamte Land seit Montag für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt.

CureVac-Chef: Ab Herbst könnten Zehntausende Corona-Impfstoff erhalten

11:36 Uhr: Der amtierende Chef des Tübinger Biotechunternehmens CureVac, Franz Werner Haas, hält bereits ab Herbst die Versorgung zehntausender Menschen mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus für möglich.

Die entsprechenden Daten dafür sollten im dritten Quartal vorliegen, sagte Haas der neuen Ausgabe der "Wirtschaftswoche". "Wenn die Daten gut sind und die Behörden ihr Okay geben, können wir noch dieses Jahr eine größere Studie starten." Zehntausende Menschen könnten den Impfstoff dann bereits erhalten.

Wann der Impfstoff für die breite Masse verfügbar sein könne, hänge vom Ausgang der klinischen Studie und der Entscheidung der Zulassungsbehörden ab.

Intensivmediziner: Medikamentenknappheit treibt Preise hoch

11:13 Uhr: Intensivmediziner klagen über einen massiven Preisanstieg in der Corona-Krise bei wichtigen Medikamenten. Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erklärte, große Sorge bereiteten neben der Knappheit an Verbrauchsmaterialien vor allem Engpässe bei wichtigen Narkosemitteln. Die schon seit längerem bestehenden Engpässe führten jetzt in Zeiten der Corona-Epidemie wiederum zu massiven Preisanstiegen.

Das Narkosemittel Propofol, bei dem es schon vor dem Ausbruch des Coronavirus' immer wieder zu Lieferengpässen gekommen sei, stehe nicht mehr ausreichend zur Verfügung, kritisierte Marx. Innerhalb weniger Tage habe sich der Preis pro Ampulle von einem auf mehr als 20 Euro erhöht: "Das bedeutet: Narkosen von Notfallpatienten könnten gefährdet und die Möglichkeiten, Kranke auf der Intensivstation zur Beatmung in "künstlichen Schlaf" zu versetzen, bald stark eingeschränkt sein."

Mietern soll in Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen

12:02 Uhr: Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise die Wohnung nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtliche Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben.

Neue Infektionszahlen für Deutschland

10:46 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 16.662 angegeben - ein Anstieg von 2.705 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete für Deutschland 19.848 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 47 Todesfälle, die JHU 68 Tote.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

  • Baden-Württemberg: 3668 / +922 / 16
  • Bayern: 2960 / +559 / 19
  • Berlin: 866 / +135 / 1
  • Brandenburg: 254 / +62 / 0
  • Bremen: 142 / +21 / 0
  • Hamburg: 587 / +1 / 0
  • Hessen: 1080 / +267 / 2
  • Mecklenburg-Vorpommern: 165 / +34 / 0
  • Niedersachsen: 1023 / +220 / 0
  • Nordrhein-Westfalen: 3542 / +45 / 6
  • Rheinland-Pfalz: 938 / +137 / 1
  • Saarland: 187 / +41 / 0
  • Sachsen: 567 / +173 / 0
  • Sachsen-Anhalt: 188 / +8 / 1
  • Schleswig-Holstein: 308 / +42 / 1
  • Thüringen: 187 / +38 / 0
  • Gesamt: 16.662 / +2705 / 47

Federer zu Corona-Challenge herausgefordert

10:35 Uhr: Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset greift im Kampf gegen das Coronavirus auch zu sozialen Medien. Jetzt fordert er Promis wie Roger Federer zu einer Corona-Challenge heraus. In dieser schweren Zeit sei Solidarität gefragt, die Menschen müssten den Aufrufen folgen und Zuhause bleiben, erklärt Berset in seinem Post.

Dann fordert er Roger Federer und andere Promis heraus, zu posten, wie sie in Corona-Zeiten den Alltag meistern, unter dem Hashtag #soschützenwiruns oder auf Französisch #voicicommentnousprotéger.

Federer antwortete umgehend: Auch beim ihm sei es derzeit nicht einfach, er bleibe auch meist Zuhause und schüttele keine Hände mehr. Allerdings sind in dem Post hinter ihm strahlend blauer Himmel und Schnee zu sehen.

Der Tennisstar forderte seinerseits drei Promis heraus, darunter den Musiker DJ Bobo. Auch die anderen Herausgeforderten reagierten prompt. Inzwischen ist die Challenge so etwa auch bei Moderatorin Michelle Hunziker gelandet.

Bondi Beach in Sydney wegen Corona-Krise geschlossen

10:14 Uhr: In Sydney ist der berühmte Bondi Beach geschlossen worden, nachdem sich dort trotz eines Verbots wegen der Corona-Krise zahlreiche Menschen getummelt hatten.

"Wir machen das nicht, weil wir die 'Spaßpolizei' sind", sagte der Polizeiminister des australischen Bundesstaats New South Wales, David Elliott. "Was wir heute Morgen hier am Bondi Beach gesehen haben, war das verantwortungsloseste Verhalten von Personen, das wir bisher gesehen haben."

Sollten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden, könnten auch andere Strände geschlossen werden, warnte er. Die australischen Behörden haben Ansammlungen von mehr als 500 Menschen verboten.

Australien hat drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unternommen. Unter anderem wurden die Grenzen für Ausländer geschlossen. Eine Ausgangssperre wurde bisher aber nicht verhängt. Auf dem Kontinent wurden bislang fast 1.000 Infektionsfälle gemeldet.

Schausteller wollen mit Ausrüstung bei Coronavirus-Krise helfen

10:02 Uhr: Schausteller in Deutschland wollen während der Coronavirus-Pandemie mit ihrer ungenutzten Ausrüstung unter anderem Hilfsorganisationen unterstützen.

So sollen etwa ungenutzte Autokräne dem Technischen Hilfswerk kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wie der Vizepräsident des Deutschen Schausteller Bundes, Kevin Kratzsch, der dpa sagte. Weitere Ausrüstung, wie zum Beispiel Lieferwagen oder Drehorgeln, würden auch dem Roten Kreuz, Krankenhäusern und den Kommunen zur Verfügung gestellt. "Hier bitten wir, sich dann bei den regionalen Schaustellern zu melden und nach Hilfe zu fragen", sagte Kratzsch.

Die Schausteller leiden dem Verband zufolge sehr an den derzeitigen Einschränkungen. Die Winterpause sollte für sie nun vorbei sein, nachdem vor Weihnachten die Saison endete, jetzt würde es eigentlich mit den landesweiten Frühlingsfesten wieder richtig losgehen - die sind aber abgesagt, um eine Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu verhindern.

Kritik an Bayerns Vorpreschen bei Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise

9:29 Uhr: Für sein Vorpreschen in der Corona-Krise erntet der bayrische Ministerpräsident Markus Söder Kritik. "Wer jetzt so tut, als kenne sie oder er das Patentrezept im Umgang mit dieser Situation, streut den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen", sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es wäre besser, wenn die Länder, wie vereinbart, mit der Kanzlerin abgestimmt handeln würden."

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Sonntag in einer Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sprechen. Bayern kündigte wie auch das Saarland bereits am Freitag Ausgangsbeschränkungen ab Samstag an, die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

Auch Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisierte das bayerische Vorgehen. "Mir wäre lieber, wenn die Bundesländer sich miteinander absprechen", sagte Gabriel am Freitagabend im "Bild"-Talk "Klartext". Seine große Sorge sei, "dass das jetzt auseinanderläuft".

Die Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock bezeichnete es "kontraproduktiv", wenn der bayerische Ministerpräsident jetzt vorpresche. Söder habe den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz inne und solle eigentlich koordinieren, sagte sie der "Welt".

Ausgangsbeschränkung: Polizei stellt in Bayern kaum Verstöße fest

8:55 Uhr: Seit Mitternacht gelten in ganz Bayern weitreichende Ausgangsbeschränkungen. In der Nacht wurden zahlreiche Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen durchgeführt - dabei wurden nach Angaben der Polizeipräsidien nur wenige Verstöße festgestellt.

Im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz zum Beispiel registrierten Beamte drei Verstöße. In Unterfranken stellte die Polizei mehrere Verstöße fest: Fünf Jugendliche hätten in einem Bauwagen einen Geburtstag gefeiert; drei weitere Personen fielen auf, die um ein Lagerfeuer saßen und tranken. In allen Fällen erhalten die Beteiligten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung.

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern gelten zunächst bis zum 3. April.

Mediziner: Immer mehr jüngere Corona-Patienten auf Intensivstation

8:30 Uhr: Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing.

"Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation."

Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt. "Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben", warnte der Mediziner. "Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält." Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden - von der Politik wie auch von der Wissenschaft, räumte der Mediziner ein.

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Nachfrage nach Sextoys und Kondomen steigt

5:34 Uhr: Um die die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, halten sich die Menschen vor allem zu Hause auf - und decken sich mit Sextoys und Kondomen ein. Der Kondomhersteller Ritex etwa teilte mit, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat doppelt so viele Kondome gekauft wurden. "Besonders stark haben sich Großpackungen verkauft." Gleitgel werde ebenfalls mehr nachgefragt. Auch der Berliner Hersteller Einhorn teilte mit, dass deutlich mehr der fairen Kondome gekauft würden.

Auch Sexspielzeug wird seit dem Ausbruch der Pandemie beliebter. Die Bestellzahlen bei dem Online-Erotikshop "Eis.de" steigen eigenen Angaben zufolge parallel zum Auftauchen des Coronavirus. Besonders nachgefragt seien aktuell Druckwellen-Vibratoren. Auch im Onlineshop von Orion ist mehr los seit der Corona-Krise, sagte eine Sprecherin.

Weidmann: Rezession in Deutschland "unvermeidlich"

5:00 Uhr: Bundesbank-Präsident Jens Weidmann geht wegen der Coronavirus-Krise von einer Schrumpfung der Wirtschaftskraft aus. "Eine Rezession in Deutschland ist jetzt wohl unvermeidlich", sagte Weidmann der "Welt". Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien aber nötig, um die Ausbreitung zu stoppen.

Weidmann befürwortet die bisherigen Schritte der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Epidemie. "Die Bundesregierung hat schnell und richtig gehandelt. Zentral erscheint mir, das Vertrauen der Bürger in das staatliche Handeln zu bewahren." Dazu müsse der Staat auch die ökonomischen Folgen für die Menschen und die Unternehmen eindämmen und nach der Epidemie entschlossen bei der Wiederbelebung der Wirtschaft helfen. "Die Geldpolitik unterstützt, sie kann aber diesmal bei der Verteidigung nicht an vorderster Front stehen."

Insgesamt stehe Deutschland dank solider Staatsfinanzen gut da, um die Krise zu stemmen, sagte Weidmann. "Es war genau richtig, dass Deutschland den Staatshaushalt in Zeiten guter Konjunktur konsolidiert hat. Dadurch sind jetzt Spielräume da, um mit dieser schweren Krise umzugehen."

Coronavirus: Südkorea meldet steigende Fallzahlen

4:07 Uhr: Südkorea erlebt seit Tagen einen Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Samstag wieder mehr Fälle in den vergangenen 24 Stunden als im gleichen Zeitraum davor. Am Freitag seien 147 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, nach 87 zusätzlichen Fällen am Donnerstag. Die Gesamtzahl stieg auf knapp 8.800. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um acht auf 102.

Sorge bereitete den Behörden unter anderem eine Zunahme von kleineren Häufungen von Infektionen in Kirchengemeinden und Pflegeheimen sowie von infizierten Personen, die aus dem Ausland eintreffen. Die Zahl der Infektionen, die zuletzt bei ankommenden Personen erfasst wurden, stieg den Angaben zufolge um sechs auf 23.

Corona-Fall im Büro von US-Vizepräsident Pence

0:37 Uhr: Ein Mitarbeiter des Büros von US-Vizepräsident Mike Pence ist nach Angaben des Weißen Hauses mit dem Coronavirus infiziert. Weder Pence noch US-Präsident Donald Trump seien in engem Kontakt mit der Person gewesen, teilte die Sprecherin des Vizepräsidenten, Katie Miller in Washington mit.

Unter wachsendem Druck hatte sich Trump am Freitag vergangener Woche auf das Coronavirus testen lassen - der Test fiel negativ aus. Über einen Test von Pence ist bislang nichts bekannt.

Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Brandenburg

0:04 Uhr: In Brandenburg ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Ein 81 Jahre alter Mann sei am späten Freitagabend in einer Klinik in Hennigsdorf gestorben, teilte der Landkreis Oberhavel mit.

Der Mann sei zuvor mit schwersten Vorerkrankungen in das Krankenhaus eingeliefert und palliativmedizinisch versorgt worden. Ob er an Covid-19 oder einer anderen Krankheit starb, sei daher unklar - ebenso wie die Frage, wo er sich mit Sars-CoV-2 angesteckt hatte.

Auch Thüringen, Sachsen und Berlin meldeten am Freitag den jeweils ersten toten Menschen mit einer Coronavirus-Infektion in ihren Ländern.

Baden-Württemberg will Corona-Patienten aus Frankreich aufnehmen

0:01 Uhr: Baden-Württemberg will nach Informationen der "Schwäbischen Zeitung" schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich in Kliniken aufnehmen. Dafür habe das Gesundheitsministerium die Krankenhäuser im Südwesten gebeten, freie Beatmungsbetten zu melden.

"Herr Ministerpräsident Kretschmann hat die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt", heißt es demnach aus einem Schreiben an die Kliniken, dass der Zeitung vorliege. "Es geht um Menschen, die ohne Beatmung in den kommenden Tagen sterben", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Zeitung.

Der Südwesten habe derzeit genügend freie Beatmungsplätze, nämlich rund 2.300. Aktuell seien 80 Prozent davon belegt, allerdings mit weniger als 20 Corona-Patienten, berichtete die Zeitung.

Das südliche Elsass, das an Baden-Württemberg grenzt, ist von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen. Es fehle in den elsässischen Krankenhäusern an Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal, hieß es.

Alle Meldungen vom Freitag, 20. März:

Guatemala: Mann wegen angeblicher Corona-Impfung festgenommen

23:58 Uhr: In Guatemala soll ein Mann versucht haben, angebliche Impfungen gegen das neuartige Coronavirus zu verkaufen. Der angebliche "Arzt" wurde im Ort Chisec im Zentrum des mittelamerikanischen Landes festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Anwohner hatten ihn demnach angezeigt, weil er sie habe betrügen wollen. Örtliche Medien veröffentlichten ein Video aus den sozialen Medien, in dem der Mann eine Impfkampagne in Chisec ankündet. Die Preise seien sehr vernünftig, sagt er.

In Lateinamerika gibt es bisher mindestens 30 Todesfälle in zehn verschiedenen Ländern, davon einer in Guatemala.

Gouverneur von Illinois verkündet Ausgangssperre

22:45 Uhr: Nach Kalifornien hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch der US-Bundesstaat Illinois eine weitgehende Ausgangssperre angekündigt. Die Maßnahme gelte ab diesem Samstag um 17.00 Uhr (23.00 Uhr MEZ) zunächst bis zum Ablauf des 7. April, sagte Gouverneur J.B. Pritzker am Freitag in Chicago. Pritzker kündigte zugleich an, dass es zahlreiche Ausnahmen geben werde. "Für die allermeisten von Ihnen, die bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben, wird sich das Leben nicht sehr stark ändern."

Menschen dürften weiterhin Lebensmittel einkaufen, tanken, zur Apotheke gehen, einen Arzt aufsuchen, spazieren gehen oder den Hund ausführen, solange sie Vorsichtsmaßnahmen einhielten. Viele Menschen würden auch weiterhin zur Arbeit gehen. Nicht-essenzielle Geschäfte müssten aber schließen. Pritzker versicherte: "Es gibt absolut keinen Grund, in ein Lebensmittelgeschäft oder zu einer Tankstelle zu eilen." Diese Geschäfte würden nicht geschlossen.

Jena erlässt Betretungsverbot für öffentliche Orte

21:55 Uhr: Die Stadt Jena hat zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus ein Betretungsverbot für alle öffentlichen Orte ausgesprochen. Darunter fallen Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen, Parkanlagen, Parkplätze und der Stadtwald, wie die Stadt am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilte. "Ziel ist die strikte Vermeidung des Zusammentreffens von Menschen in Gruppen. Nur so kann die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt oder eingedämmt werden."

Ausnahmen soll es aber geben. So soll es weiterhin möglich sein, allein, zu zweit, in der Familie oder den Menschen, die in einem Haushalt leben sowie mit Haustieren an die frische Luft zu gehen. "Genauso darf die Wohnung natürlich zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verlassen werden. Wer Menschen pflegt oder ihnen beim Einkauf hilft, darf sich dafür ebenfalls im öffentlichen Raum bewegen", hieß es.

Polizei überwacht Ausgangssperre in Brüssel mit Drohnen, Polen ruft Epidemie-Zustand aus

21:18 Uhr: Mit Drohnen überwacht die Polizei in Brüssel die belgische Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Vor allem in Grünanlagen achte man darauf, dass Sportler und Spaziergänger die Vorschriften beachten und sich nicht zu nahe kommen, teilte die Polizei am Freitag via Twitter mit. Dreisprachige Durchsagen erinnern an die Regeln. Seit Beginn der fast dreiwöchigen Ausgangssperre am Mittwochmittag habe die Polizei im Zentrum der Hauptstadt schon mehr als 100 Geldbußen wegen Regelverstößen verhängt, berichtete die belgische Nachrichtagentur Belga. In bestimmten Fällen beliefen diese sich auf 350 Euro für Erwachsene und 175 Euro für Jugendliche.

Polen hat den Epidemie-Zustand ausgerufen. Dies bedeute, dass das Gesundheitsministerium und die Chefs der Regionalverwaltung medizinischem Personal und anderen Personen Aufgaben im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit zuweisen könnten, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Freitag in Warschau. Außerdem werde die Strafe für die Nichteinhaltung einer Quarantäne von bislang umgerechnet rund 1130 Euro auf nunmehr 6800 Euro erhöht. Die Schließung von Kindergärten, Schulen und Universitäten wurde bis Ostern verlängert.

Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

20:44 Uhr: In einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit (LGL) am Freitag auf Anfrage. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen. Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer COVID-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause.

Berlin plant härtere Einschränkungen für öffentliches Leben

20:26 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat angekündigt, dass es auch für die Hauptstadt härtere Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Krise geben wird. Der Senat solle vorbereiten, dass es zu Restaurantschließungen komme, sagte er in der rbb-"Abendschau" am Freitagabend. Bislang müssen diese Lokale ab 18.00 Uhr zumachen. Künftig solle es dann nur noch Abhol- und Lieferdienste geben. Auch Versammlungen unter 50 Menschen sollten untersagt werden, kündigte Müller an.

Einige Bürger hätten immer noch nicht verstanden, dass Deutschland in einer Krisensituation sei, kritisierte der Regierungschef. Auch Berlin werde deshalb zu härteren Maßnahmen kommen. Müller betonte zugleich, er hoffe, dass Ausgangssperren über Monate hinweg vermieden werden können.

Bundesregierung: Netze verkraften hohe Datenmengen problemlos

19:45 Uhr: Die deutschen Netze können den zunehmenden Datenverkehr in der Coronavirus-Krise nach Ansicht der Bundesregierung problemlos bewältigen. "Keiner muss sich Sorgen machen, dass wir nicht genug Netzkapazitäten haben", sagte die für die Digitalisierung zuständige Staatsministerin im Kanzleramt, Dorothee Bär, der "Stuttgarter Zeitung".

Die CSU-Politikerin sieht Deutschland wegen des weltweit größten Internetknotens "gut gerüstet": "Wenn eine Videokonferenz mal nicht funktioniert, liegt das nicht zwingend an den Netzen, sondern oft an den für so hohe Belastungen nicht ausgelegten IT-Systemen der Unternehmen wie etwa mangelnden Serverkapazitäten."

Mecklenburg-Vorpommern: Gaststätten schließen ab Samstagabend

19:16 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung Virus schränkt Mecklenburg-Vorpommern das öffentliche Leben weiter ein. Die Gastronomie im Land wird ab Samstagabend, 18.00 Uhr, geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag nach einer Beratung mit der Tourismuswirtschaft und dem Hotel- und Gaststättenverband in Schwerin mit.

Andere Bundesländer sind bereits noch weiter gegangen, am weitesten Bayern und das Saarland: Dort treten an diesem Samstag Ausgangsbeschränkungen in Kraft, die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

USA schließen wichtige Grenze zu Mexiko weitestgehend

19:08 Uhr: Die USA schließen ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr. Der Austausch von Waren sei davon nicht betroffen, erklärte Außenminister Mike Pompeo am Freitag. Die neue Regelung gelte ab Mitternacht (05.00 MEZ Samstag). Es werde nur wenige Ausnahmen geben, unter anderem für Angestellte im Gesundheitsbereich oder medizinisch begründete Grenzübertritte. Die Grenze zu Mexiko ist rund 3200 Kilometer lang. Täglich überqueren sie mehr als eine Million Menschen und Hunderttausende Fahrzeuge.

Die Regelung sei die gleiche wie für die nördliche Grenze mit Kanada und werde zunächst für 30 Tage gelten, sagte US-Präsident Donald Trump vor Journalisten.

Großbritannien schließt alle Pubs und Kultureinrichtungen

18:35 Uhr: In Großbritannien werden zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie alle Pubs, Bars, Restaurants und Cafés geschlossen. Das hat Premierminister Boris Johnson am Freitag in London mitgeteilt. Auch Nachtclubs, Theater, Kinos, Freizeitzentren und Sportstudios dürften nicht mehr betrieben werden. Das Verbot gelte bereits von diesem Freitagabend an. Bislang hatte Johnson nur empfohlen, diese Einrichtungen zu meiden.

Italien: Über 600 Tote an einem Tag

18:27 Uhr: In Italien haben die Behörden in nur einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4032. Das teilte der Zivilschutz in Rom am Freitag mit. In dem Land gibt es inzwischen 47.021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu. Außerdem dürfte die Dunkelziffer nicht erfasster Menschen, die den Sars-CoV-2-Erreger in sich tragen, Experten zufolge hoch sein.

Bundestagssitzung nächste Woche doch in großer Besetzung

18:02 Uhr: Der Bundestag soll in der kommenden Woche trotz Corona-Krise und Abstandsregeln doch noch einmal in größerer Besetzung zusammenkommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag nach einer Besprechung der Parlamentarischen Geschäftsführer der im Bundestag vertretenen Parteien mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Hintergrund ist die von der großen Koalition geplante Nutzung einer Notfallregelung zur Umgehung der grundgesetzlich vorgeschriebenen Schuldenbremse. Damit soll es dem Staat ermöglicht werden, sich im Zuge der Corona-Krise höher zu verschulden als erlaubt - etwa für Hilfsprogramme für Wirtschaft und Bevölkerung. Um das zu beschließen sei aber eine sogenannte Kanzlermehrheit notwendig, erfuhr die dpa aus Fraktionskreisen. Das heißt, mindestens 355 der 709 Abgeordneten müssen zustimmen.

EU-Kommission kündigt Aussetzung der Defizitregeln an

17:43 Uhr: Wegen der Corona-Krise will die EU-Kommission in einem nie dagewesenen Schritt die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten bis auf Weiteres aussetzen.

Erstmalig aktiviere die Behörde "die allgemeine Ausweichklausel" im EU-Stabilitätspakt, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag. "Der Schritt bedeutet, dass nationale Regierungen so viel Liquidität wie nötig in die Wirtschaft pumpen können"

Auch im Saarland gelten ab Samstag Ausgangsbeschränkungen

17:35 Uhr: Nach Bayern hat auch das Saarland Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verfügt. Ab Samstag 00.00 Uhr dürfe man die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn man dafür einen triftigen Grund habe, kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag in Saarbrücken an.

Dazu gehörten der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch "gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. Niemand wird eingesperrt", sagte er. Zudem würden die Restaurants im Saarland für Gäste geschlossen. Ein Abverkauf und die Lieferung von Speisen blieben aber weiter erlaubt.

"New York in Pause": Gouverneur weitet Maßnahmen in Corona-Krise aus

17:25 Uhr: In der Corona-Krise hat Gouverneur Andrew Cuomo die bislang weitgehendsten Maßnahmen für den Bundesstaat New York erlassen. Alle "nicht-überlebenswichtigen" Firmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen und die rund 19 Millionen Bewohner des Bundesstaates sollen soweit wie möglich zu Hause bleiben, sagte Cuomo am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Damit sei der Bundesstaat "in Pause". "Diese Vorgaben werden durchgesetzt. Das sind nicht nur hilfreiche Tipps." Nach deutlich mehr durchgeführten Tests waren zuvor die Fallzahlen im Bundesstaat New York auf rund 7.000 in die Höhe geschnellt.

Italien erwägt noch drastischere Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus-Pandemie

17:08 Uhr: Die italienische Regierung erwägt neue, noch drastischere Maßnahmen. In den kommenden 24 bis 48 Stunden seien neue Einschränkungen möglich, sagte der für die Regionen zuständige Minister Francesco Boccia am Freitag. Unter anderem nannte er die Möglichkeit, alle Aktivitäten im Freien zu verbieten.

"Leider gehen die Zahlen auch heute noch nicht in die richtige Richtung, weder bei den Neuinfektionen noch bei den Todesfällen", die "deutlich zunehmen", sagte der Gouverneur der am schlimmsten betroffenen Region Lombardei, Attilio Fontana.

Die Gouverneure der nördlichen Regionen Italiens fordern deshalb die Schließung weiterer Betriebe und einen Einsatz der Armee, um die Umsetzung der Maßnahmen zu kontrollieren.

USA wollen auch Grenze zu Mexiko weitgehend schließen

17:01 Uhr: Die USA wollen ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr schließen. Der Austausch von Waren und Grenzübertritte von Angestellten im Gesundheitsbereich sollten aber weiterhin möglich sein, erklärte der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf am Freitag. Die Gespräche mit Mexiko dazu, alle nicht-notwendigen Grenzübertritte zu begrenzen, liefen noch, sagte er.

Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard bestätigte in Mexiko-Stadt vor Journalisten eine grundsätzliche Einigung. Von der Maßnahme ausgenommen seien der Warenverkehr und die Grenzübertritte von Menschen, die jeden Tag im jeweils anderen Land arbeiten gehen. Ebrard hatte zuvor Gespräche mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo geführt.

Die USA hatten am Mittwoch bereits eine weitgehende Schließung der nördlichen Grenze mit Kanada für den Personenverkehr angekündigt. Dies sollte zunächst für 30 Tage gelten, erklärte Präsident Donald Trump.

Besitzer von Zweitwohnungen sollen Schleswig-Holstein verlassen

16:45 Uhr: Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat Besitzer von Zweitwohnungen in dem Land zur Abreise aufgefordert. Zudem verbiete sich angesichts der Corona-Pandemie eine Anreise zu einer Zweitwohnung, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitag.

Ziel aller Maßnahmen müsse es sein, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jede Nutzung einer Zweitwohnung in Schleswig-Holstein unterlaufe die derzeitigen Anstrengungen, das Reiseaufkommen drastisch zu verringern und die Gesundheitssysteme in den Tourismusregionen bestmöglich zu entlasten.

Köln: Öffentliche Treffen von mehr als zwei Menschen werden aufgelöst

16:33 Uhr: Köln hat im Kampf gegen das Coronavirus ein konsequentes Einschreiten bei öffentlichen Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen angekündigt. "Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller", erklärte Stadtdirektor Stephan Keller am Freitag. "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören."

Umsetzen soll dies das Ordnungsamt. Wer sich widersetze, könne mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft werden, so die Stadt. Aufgrund des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein.

Hamburg erlässt weitere Beschränkungen

16:28 Uhr: Hamburg erlässt zur Eindämmung des Coronavirus weiterreichende Beschränkungen. Alle Restaurants werden geschlossen und Ansammlungen von mehr als sechs Personen untersagt, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach einer Senatssitzung mitteilte.

Ausnahmen gelten demnach für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen.

USA stellen weltweit keine regulären Visa mehr aus

16:22 Uhr: Die USA stellen wegen der Corona-Pandemie weltweit praktisch keine Visa mehr aus. Botschaften und Konsulate würden bis auf Weiteres nur noch in dringenden und begründeten Einzelfällen Visa-Anträge bearbeiten, erklärte das US-Außenministerium am Freitag.

Bislang sei nicht absehbar, wann der normale Betrieb wieder aufgenommen werden könne, hieß es weiter. Auch die Ausstellung von Pässen für Amerikaner im Ausland werde weitgehend ausgesetzt. Ausnahmen gebe es nur für Dringlichkeitsfälle, in denen es nachweislich um "Leben oder Tod" gehe.

Bundesregierung plant Nachtragshaushalt von 150 Milliarden Euro

16:08 Uhr: Die Bundesregierung plant einen Nachtragshaushalt von 150 Milliarden Euro. Am Freitagnachmittag haben sich die Unterhändler auf die Summe geeinigt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Das Geld wird für die Hilfsprogramme der Bundesregierung vor allem für Unternehmen und Selbstständige benötigt.

Buckingham-Palast: "The Changing of the Guard" wird ausgesetzt

15:49 Uhr: Der berühmte Wachwechsel der königlichen Gardesoldaten an mehreren Residenzen von Königin Elizabeth II. wird bis auf weiteres ausgesetzt. Das teilte der Palast am Freitag mit.

Die von einer Militärkapelle begleitete Zeremonie "The Changing of the Guard", die etwa jeden zweiten Tag stattfindet, ist vor allem am Buckingham-Palast ein Touristenmagnet. Hunderte Schaulustige aus aller Welt versammeln sich dort oft vor dem Palasttor. Auch am St.-James's-Palast und bei Schloss Windsor werde die Zeremonie nun vorerst nicht mehr stattfinden, hieß es in der Mitteilung.

Die 93 Jahre alte Queen hatte sich am Donnerstag mit ihrem Mann Prinz Philip (98) nach Schloss Windsor zurückgezogen. Die beiden gelten wegen ihres hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit. Elizabeth II. rief die Briten zur Geschlossenheit im Kampf gegen den Erreger auf.

Schweiz verzichtet trotz Corona-Krise vorerst auf Ausgangssperre

15:31 Uhr: Die Schweiz verzichtet trotz Corona-Krise vorläufig auf rigorose Ausgangssperren. Die Regierung verschärfte am Freitag allerdings die Kontaktregeln: Gruppen mit mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit sind nun verboten. Die Polizei werde Bußen verhängen, kündigten mehrere Minister nach einer Krisensitzung an.

Die Regierung stellte nach einer Sofortmaßnahme in Höhe von 10 Milliarden Franken weitere 32 Milliarden Franken zur Stützung der Wirtschaft bereit. Bis Freitagmorgen gab es annähernd 5.000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen in der Schweiz. 43 Infizierte starben.

Weil sich zu viele Menschen nicht an die Vorgabe halten, mindestens zwei Meter Abstand voneinander zu halten, sperrte die Stadt Zürich das gesamte Seeufer ab. Die Behörden empfehlen Menschen über 65 und solchen mit Vorerkrankungen, möglichst im Haus zu bleiben. Außer Geschäften mit Artikeln für den täglichen Bedarf oder Apotheken sind praktisch alle Läden geschlossen. Spazierengehen ist erlaubt.

Sachsen will Menschenansammlungen bestrafen

15:24 Uhr: Sachsen will mit Strafen gegen Menschenansammlungen in Zeiten der Corona-Krise vorgehen. Verstöße gegen Vorgaben der Behörden sollen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden können, teilte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag in einem Videobriefing mit. Grundlage sei das Infektionsschutzgesetz.

Eine Größenordnung für Ansammlungen wurde dabei nicht genannt. Nicht alle dürften in Mithaftung genommen werden für eine kleine Gruppe, die sich nicht an die Regeln halte. Laut Kretschmer gehe es darum, immer wieder nachzusteuern.

In dem Land sind nach Angaben der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) bisher 562 Infektionen mit dem Sars-CoV-2 registriert worden, 173 mehr als am Vortag.

Niedersachsen schließt Restaurants und Cafés

15:18 Uhr: Niedersachsen schließt zur Bekämpfung der Corona-Epidemie ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Hannover an. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll allerdings weiter möglich bleiben.

Bundesregierung beginnt mit Verteilung von Schutzausrüstung

15:12 Uhr: Die Bundesregierung hat am Freitag damit begonnen, Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen mit medizinischer Schutzkleidung zu versorgen. Die ersten Lieferungen aus den Depots gingen an kassenärztliche Vereinigungen und die Länder, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte. Über das Wochenende seien weitere Lieferungen zu erwarten, die dann verteilt werden könnten.

"Wir sprechen von mehreren zehn Millionen Schutzmasken, die wir gerade erwerben und verteilen", betonte der Sprecher. Wegen des Engpasses bei Atemmasken und anderer Schutzausrüstung hatte der Krisenstab der Bundesregierung Anfang März die Beschaffung dieser Artikel an sich gezogen.

Damit sollte sichergestellt werden, dass für die Mitarbeiter des Gesundheitswesen genug Material zur Verfügung steht.

Hessen reduziert Obergrenze für Versammlungen auf höchstens fünf Personen

14:55 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat das Bundesland Hessen die bisherige Obergrenze für Versammlungen von 100 auf nunmehr fünf Personen reduziert.

Bei Verstößen könnten Bußgelder verhängt werden, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Er bezifferte die Größenordnung auf 100 bis 300 Euro. Er appelliere aber erstmal an die Vernunft der Menschen.

Hessen wolle vorerst auf Ausgangssperren verzichten. Diese seien "eine der letzten Maßnahmen", die man setzen könne, sagte Bouffier am Freitag in Wiesbaden.

Rheinland-Pfalz untersagt Versammlungen von mehr als fünf Menschen

14:52 Uhr: Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Sie ordnete am Freitag die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen.

Baden-Württemberg schränkt öffentliches Leben weiter ein

14:48 Uhr: Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

Bremen schränkt Gaststättenbetrieb ein - Keine Speisen im Lokal

14:38 Uhr: Bremen folgt dem Beispiel anderer Bundesländer und untersagt wegen der Corona-Krise von Samstag an die Einnahme von Speisen in Gaststätten. Das kündigte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Bremen an.

Dies bedeute nicht, dass die Betriebe schließen müssten. "Es gibt nur keine Möglichkeit mehr, in den Lokalen zu speisen." Bislang war dies noch bis 18.00 Uhr möglich. Die Restaurants könnten weiter Speisen verkaufen und ausgeben.

Zurückhaltend äußerte sich Mäurer zu einem Vorstoß Bayerns für weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Er halte es für notwendig, dass derartige Entscheidungen im Konzert aller Länder organisiert würden und nicht ein einzelnes Land vorangehe.

EU-Kommission lockert wegen Corona-Krise Haushaltsregeln

14:25 Uhr: Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. "Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir die allgemeine Ausweichklausel", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren.

Christian Lindner: Ausgangsbeschränkungen für Bayern "verhältnismäßig"

14:20 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die in Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen als "angesichts der Lage verhältnismäßig" bezeichnet. "Unvernünftige Menschen müssen davon abgehalten werden, sich zu versammeln", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Es ist derzeit aber nicht nötig und sinnvoll, den Menschen Sport und Spaziergang im Freien zu verbieten."

"Ich gehe davon aus, dass alle Bundesländer in Kürze ähnliche Maßnahmen beschließen", sagte Lindner weiter. Es müsse allerdings klar gestellt werden, unter welchen Bedingungen diese Einschränkungen der Freiheit aufgehoben werden. "Es darf nicht länger sein als nötig", betonte der Vorsitzende der Freien Demokraten.

Auch Rheinland-Pfalz berät über neue Einschränkungen

14:08 Uhr: Auch die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat am Freitag Beratungen über eine Verschärfung der Bestimmungen in der Corona-Krise aufgenommen. "Die Erfahrungen der vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Appelle allein nicht die notwendige Wirkung erzielt haben", teilte die Staatskanzlei in Mainz mit.

Daher seien weitergehende Maßnahmen geplant. "Das scharfe Schwert einer allgemeinen Ausgangssperre" werde zunächst aber noch nicht eingesetzt.

Die Staatskanzlei lud zunächst zu einer Pressekonferenz vor Ort ein, teilte später aber mit, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) die Öffentlichkeit nur über Internet und live im SWR über die zusätzlichen Maßnahmen unterrichten wollten (14.00 Uhr).

Dreyer habe "möglicherweise mittelbaren Kontakt mit einer infizierten Person" gehabt, erklärte die Staatskanzlei. Daher müssten ab sofort alle Menschen Mundschutz tragen, wenn sie in näheren Kontakt zu ihr träten.

Fast 20.000 Fälle in Spanien - Messegelände wird zur Klinik

13:55 Uhr: Im besonders heftig vom Coronavirus betroffenen Spanien ist die Zahl der Infizierten bis Freitagmittag auf knapp 20.000 gestiegen - 16 Prozent mehr als noch am Vortag. Mehr als 1.000 Menschen seien bereits an Covid-19 gestorben, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón.

Die Region Madrid kündigte an, das Messegelände Ifema am Stadtrand in ein provisorisches Krankenhaus mit 5.500 Betten umzufunktionieren. Dort könnten auch Intensivpatienten betreut werden.

Madrid hat weiter landesweit die meisten Infizierten (mehr als 7.000), gefolgt von Katalonien (mehr als 3.000). Seit dem Wochenende herrscht im ganzen Land eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

Saarland will Ausgangsbeschränkung erlassen

13:39 Uhr: Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Eine entsprechende Verfügung werde der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch am Freitag dem Ministerrat vorschlagen, teilte Regierungssprecher Alexander Zeyer in Saarbrücken mit.

Zudem sollten ab sofort die Restaurants im Saarland für Gäste geschlossen werden. Ein Abverkauf und die Lieferung von Speisen blieben aber weiter möglich.

Auch nach der Ausgangsbeschränkung seien gemeinsame Spaziergänge mit der Familie "mit Abstand zu anderen" möglich: "Niemand wird eingesperrt." Hans sagte, er hätte ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Bundesländern bevorzugt, doch stehe das Saarland als Nachbarland zum ostfranzösischen Corona-Risikogebiet Grand Est "vor einer besonders schwierigen Herausforderung".

Zudem gebe es "leider nach wie vor zu viele Menschen, die unsere Anordnungen nicht ernst nehmen". Daher habe sich das Saarland nun zum sofortigen Handeln entschlossen.

Thüringen und Bayern verschieben wegen Coronavirus Abschlussprüfungen

13:33 Uhr: Nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern verschiebt als drittes Bundesland nun auch Thüringen wegen der Corona-Krise die Prüfungen für das Abitur. Ein neuer Termin stehe aber noch nicht fest, teilte das Thüringer Bildungsministerium am Donnerstag mit.

Man wolle dies in Abhängigkeit der Lage entscheiden, hieß es. Der Start für die Abiturprüfungen war zuvor für den 30. April angesetzt.
Bayern hatte ebenfalls angekündigt, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai zu verschieben. Am Donnerstag gab der Freistaat zudem bekannt, auch Abschlussprüfungen von Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen neu anzusetzen. Der mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abgestimmte Plan sieht vor, den Start der Prüfungen um 14 Tage nach hinten zu verschieben.

Am Dienstag hatte bereits Mecklenburg-Vorpommern eine Verschiebung beschlossen und mitgeteilt, dass es im März und April keine Prüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur geben werde.

USA: Infektionszahlen in 24 Stunden um fast 50 Prozent gestiegen

13:25 Uhr: Die USA melden eine rasante Ausbreitung des Coronavirus: Die Gesamtzahl der erkannten Infektionen innerhalb eines Tages um knapp 50 Prozent von 8.317 auf aktuell 12.392 Fälle gestiegen. Als erster Bundesstaat hatte in der Nacht Kalifornien eine Ausgangssperre für knapp 40 Millionen Menschen verhängt. Unklar ist noch, ob die steigenden Zahlen mit zunehmenden Corona-Tests in den USA zusammenhängen.

Bundesregierung legt weitere Vorschläge gegen Corona-Rezession auf den Tisch

13:20 Uhr: Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Bundesregierung weitere Instrumente ins Spiel gebracht. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) schlug eine mögliche staatliche Beteiligung an großen Unternehmen vor.

Es gehe bei der Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie "auch um Großkonzerne, bei denen ja unglaublich viele beschäftigt sind", sagte Scholz. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellte Besitzern kleiner Läden, Freiberuflern und Selbstständigen ohne Beschäftigte "Expresshilfen" in Aussicht.

Bayern kündigt Ausgangsbeschränkungen an

12:40 Uhr: Bayern verhängt landesweite Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Ab Freitagnacht, 00:00 Uhr, gelten in ganz Bayern weitreichende Ausgangsbeschränkungen.

Das hat die Regierung des Bundeslandes beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Pressekonferenz in München mitteilte. "Wir fahren das öffentliche Leben nahezu vollständig herunter", sagte der bayerische Regierungschef.

Um das Coronavirus einzudämmen, ist das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

In Hessen müssen Restaurants schließen

12:21 Uhr: In Hessen sollen Restaurants und Gaststätten ab Samstagmittag geschlossen werden. Das teilte die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mit.

Drohnen über Prosecco-Hügeln: Italien kontrolliert Ausgangssperre

12:21 Uhr: Ein Spaziergang in den Prosecco-Hügeln von Venetien in der Corona-Krise? Zu viele Menschen missachten die Ausgangssperren in Italien - Bürgermeister Fabio Chies der Prosecco-Stadt Conegliano hat daher ein striktes Verbot für Aktivitäten draußen wie Spazierengehen, Fahrradfahren oder Joggen verhängt.

Dieses werde auch mit Drohnen kontrolliert, bestätigte eine Sprecherin der Kommune am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Um uns herum haben wir ein 25 Quadratkilometer großes hügeliges Gebiet, das wir nicht mit Polizeistreifen kontrollieren können", sagte Chies der Nachrichtenagentur Ansa.

Auch Restaurants in Bayern müssen schließen

12:13 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Bayern ab Samstag auch Restaurants und Biergärten schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen, auch die "Nürnberger Nachrichten" berichteten darüber.

Take-away-Angebote sollen demnach aber weiter möglich sein. Ob es weitere Ausgangsbeschränkungen für die Menschen geben würde, war demnach noch offen - darüber werde aktuell noch im Kabinett beraten, hieß es.

Apple rationiert iPhones in der Corona-Krise

12:11 Uhr: Apple lässt nach wochenlangen Produktionsengpässen in China nur noch zwei iPhones eines Modells pro Bestellung in seinem Online-Store kaufen. Das heißt, Kunden bekommen seit Freitag eine Warnmeldung, wenn sie zum Beispiel drei Geräte des iPhone 11 Pro zu ihrem Warenkorb hinzufügen - bei zwei iPhone 11 Pro und einem iPhone 11 gibt es dagegen keine Probleme.

Apple hatte bereits im Februar gewarnt, dass es wegen der Coronavirus-Krise zeitweise Engpässe bei den iPhone-Beständen geben könnte. Die Fabriken der Apple-Fertiger wie Foxconn wurden nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wegen Reisebeschränkungen deutlich langsamer hochgefahren als geplant.

Landessportbund Brandenburg stellt "punktuelle Hilfe" in Aussicht

12:07 Uhr: Wolfgang Neubert hat als Präsident des Landessportbundes Brandenburg Vereinen mit "existenzbedrohenden finanziellen Problemen" Unterstützung in Aussicht gestellt.

"Gemeinsam mit der Landesregierung werden wir wichtige punktuelle Hilfe organisieren. Über das genaue Prozedere werden wir die Mitglieder nach Abstimmung mit der Landesregierung informiere", sagte er in einer Mitteilung des LSB Brandenburg am Freitag. Eines sei jedoch auch sicher, sagte er: "Der Staat wird bei weitem nicht alle Einbußen ausgleichen können."

Regierung mahnt eindringlich: "Halten Sie sich an die Regeln"

12:02 Uhr: Die Bundesregierung hat Menschen in Deutschland abermals eindringlich gemahnt, sich wegen der Corona-Krise nicht in Gruppen zu treffen. Andernfalls will sie zu weiteren Mittel greifen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin mit Blick auf mögliche weitere Beschränkungen deutlich machte.

Seibert dankte im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den vielen Millionen Menschen in Deutschland, die sich an die geltenden Beschränkungen halten. Die Mehrzahl der Menschen schränke Kontakte ein und lasse Reisen sein.

"Jeder Einzelne zeigt damit Verantwortung." Wer sich daran halte, zeige auch Solidarität mit den Angehörigen des Gesundheitswesens. Der Minderheit, die sich noch nicht vernünftig und verantwortlich verhalte, müsse gesagt werden: "Halten Sie sich an die Regeln, die nun in der nächsten Zeit gelten." Man solle einfach nicht in einer Menschentraube im Park stehen oder eng gedrängt im Café sitzen.

SPD-Politiker Lauterbach hält Ausgangssperren für wahrscheinlich

11:57 Uhr: Längere Ausgangssperren gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind nach Ansicht des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach kaum noch abwendbar. "Ich befürchte, dass wir an Ausgangssperren nicht vorbeikommen, die wir auch länger durchhalten müssen", sagte Lauterbach der ""Augsburger Allgemeinen".

Vielen Menschen scheine der Ernst der Lage noch nicht klar zu sein. "Wer sich jetzt den Schutzmaßnahmen verweigert, unterliegt einer Fehleinschätzung", sagte er.

Berliner SPD sagt Landesparteitag ab

11:55 Uhr: Die Berliner SPD hat ihren Landesparteitag abgesagt. Das sagte Landesgeschäftsführerin Anett Seltz am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest.

"Gesundheit geht vor", sagte Seltz zur Begründung vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Infizierten mit dem Coronavirus. Die Landes-SPD hatte ihren Parteitag für den 16. Mai geplant.

Zehn Bürgermeisterwahlen in Rheinland-Pfalz verschoben

11:43 Uhr: Angesichts der Corona-Pandemie verschieben sich in Rheinland-Pfalz zehn vom 5. April bis 7. Juni geplante Bürgermeisterwahlen. Das Innenministerium habe die zuständigen Aufsichtsbehörden entsprechend angewiesen, teilte die Landeswahlleitung in Bad Ems am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Damit solle die Gesundheit von Bürgern, Wahlhelfern und kommunalen Mitarbeitern geschützt sowie ein landeseinheitliches Vorgehen gewährleistet werden.

Neue Wahltermine stünden noch nicht fest, da die Entwicklungen der Corona-Pandemie so unübersichtlich seien. Möglicherweise würden Termine nach den Sommerferien gewählt, womöglich sogar ein Einheitstermin für alle verschobenen Bürgermeisterwahlen.

Metall-Tarifpartner schließen Pilot-Vertrag für die Krise

11:32 Uhr: In der Metall- und Elektroindustrie haben die Tarifpartner einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen erzielt. Unter dem Eindruck der Coronakrise einigten sich IG Metall und Arbeitgeber am Freitag darauf, die Löhne in diesem Jahr nicht zu erhöhen.

Arbeitnehmer mit kleinen Kindern erhalten zusätzliche freie Tage und Kurzarbeiter können auf Zuzahlungen setzen.

Bundesregierung will Notfallregelung in Schuldenbremse ziehen

11:24 Uhr: Die Bundesregierung will die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen und so ermöglichen, dass sich der Bund deutlich höher verschulden kann.

Nach dpa-Informationen soll das Kabinett am Montag eine entsprechende Regelung beschließen, der Bundestag soll im Laufe der Woche zustimmen.

Ausgangsbeschränkungen in Österreich bis Ostermontag verlängert

11:15 Uhr: In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien.

"Ich bin mir vollkommen bewusst, dass das viele Entbehrungen mit sich bringt, dass das viel Verzicht bedeutet - und dass der Weg, den wir gerade gehen müssen, kein einfacher ist", sagte Kurz.

Die Gespräche mit Experten zeigten ihm aber, dass das Land im Kampf gegen Sars-CoV-2 auf dem richtigen Weg sei. "Halten Sie durch", appellierte Kurz an seine Landsleute.

SPD-Chefin Saskia Esken hält Ausgangssperren für "problematisch"

11:11 Uhr: Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sieht die Einführung von Ausgangssperren angesichts der Ausbreitung des Coronavirus skeptisch. "Ich finde die Idee problematisch, weil dann womöglich der Lagerkoller droht - vor allem, wenn Kinder mit im Spiel sind", sagte Esken dem "Handelsblatt".

Sie hoffe, dass Appelle, etwa wie der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch, Menschen zur Vernunft bringe. So lange das Virus grassiere, dürfe es keine größeren Menschenansammlungen mehr geben.

Marokko ruft Gesundheitsnotstand aus - Tunesien riegelt Luftraum ab

10:57 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus verschärfen die nordafrikanischen Länder Marokko und Tunesien ihre Maßnahmen. Am Freitagabend beginnt in Marokko eine landesweite Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, wie das Innenministerium mitteilte. Neben Deutschland haben auch die USA begonnen, Staatsbürger aus dem Königreich auszufliegen. Marokko hat bislang 63 Fälle von Infizierungen offiziell bekanntgegeben.

In Tunesien finden am Freitag die letzten Rückholflüge für deutsche Urlauber statt. Ab Mitternacht soll der Flugverkehr nach Angaben der tunesischen Behörden komplett eingestellt werden. Davon seien auch sogenannte Repatriierungsflüge für ausländische Staatsbürger betroffen. Die tunesischen Behörden sprechen von 39 bestätigten Infektionen und einem Todesfall.

Saudi-Arabien gab am Freitag bekannt, neben internationalen auch inländische Flüge für 14 Tage auszusetzen. Zudem werde der Transport mit Bussen und Taxen untersagt. Das Königreich hatte bereits den Zugang zu den heiligen Stätten in Mekka und Medina für Pilger beschränkt.

Auch YouTube drosselt Bildqualität in Europa

10:44 Uhr: Nach Netflix wird auch YouTube die Bildqualität in Europa etwas verschlechtern, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten.

Alle Videos sollen zunächst in den kommenden 30 Tagen nur noch in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Freitag ankündigte. EU-Kommissar Thierry Breton, der die Maßnahme angestoßen hatte, begrüßte den Schritt.

Reisewarnung gilt bis Ende April - auch für die Osterferien

10:27 Uhr: Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. "Das ist für viele schmerzlich aber absolut notwendig. Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und ihre Mitmenschen!", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag auf Twitter.

Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag die Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen ausgesprochen - ein bisher einmaliger Vorgang. Eine Frist hatte er zunächst aber nicht genannt. Reisewarnungen gibt es normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder den Jemen. Sie können kostenlose Stornierungen ermöglichen.

Bis Dienstag hatte die Regierung nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten, mit einer Ausnahme: Für Hubei, die chinesische Ursprungsregion des neuartigen Coronavirus, bestand bereits eine Reisewarnung.

Robert-Koch-Institut gibt aktuelle Zahlen zu Infektionen bekannt

10:22 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in einer Pressekonferenz am Freitag die aktuellen Zahlen zu den Coronavirus-Infektionen bekanntgegeben. Mit dem Coronavirus sind derzeit 13.957 Menschen infiziert - ein Plus von 2.958 seit dem Vortag.

Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 15.320 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 31 Todesfälle, die JHU 44 Tote.

Israel verhängt weitgehende Ausgangssperre

10:11 Uhr: Israel hat eine weitgehende Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus verhängt. Die Notstandsverordnungen sollen zunächst für eine Woche gelten. Die Regierung verabschiedete die Anordnungen einstimmig in der Nacht zum Freitag, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte. Damit sollen - wie in anderen Staaten, die von der Pandemie betroffen sind - die Menschen ihre Häuser nicht mehr verlassen.

Ausnahmen gelten für den Kauf von Lebensmitteln, den Gang zum Arzt sowie den Weg zur Arbeit und zurück. Die Teilnahme an Begräbnissen und Hochzeiten sowie Demonstrationen ist erlaubt.

Allerdings war zuvor bereits festgelegt worden, dass nicht mehr als zehn Personen in einem Raum sein dürfen. Außerdem darf man alten oder kranken Menschen helfen. Lebensmittel-Lieferungen sollen nicht mehr direkt überbracht, sondern vor der Haustür abgelegt werden.

Nach Angaben der Polizei können Menschen, die sich nicht an Quarantäne-Regeln halten, mit Strafen von umgerechnet knapp 1.300 Euro belangt werden.

Sri Lanka verhängt landesweite Ausgangssperre

9:59 Uhr: Sri Lanka hat für das ganze Wochenende eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wer nicht Zuhause bleibt und erwischt wird, wird vorläufig festgenommen, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte.

Es könne auch Haftstrafen geben. Polizei und Armee würden kontrollieren. Ausgenommen von der Sperre seien lediglich Menschen, die in unverzichtbaren Berufen arbeiteten - etwa Ärzte, Pflegepersonal und Feuerwehrleute. Auch Menschen, die einen unmittelbar bevorstehenden Flug hätten, dürften noch zum Flughafen.

Die Sperre gelte von Freitag 18 Uhr bis Montag 6 Uhr, schrieb Sri Lankas Präsident Gotabaya Rajapaksa auf Twitter. In Sri Lanka gibt es inzwischen 59 bestätigte Corona-Fälle.

Offizielle Statistiken: Nun mehr als 10.000 Coronavirus-Tote weltweit

9:47 Uhr: Das Coronavirus hat nach den Daten aus offiziellen Statistiken nun weltweit mehr als 10.000 Menschen den Tod gebracht. Die private Johns Hopkins University im US-Staat Maryland führte in ihrer Liste auf ihrer Homepage am Freitagmorgen 10.031 Tote.

Die tatsächliche Zahl abseits der offiziellen Statistiken dürfte deutlich höher liegen, schätzen Experten. Mehr als 244.000 Menschen infizierten sich den von der Universität berücksichtigten offiziellen Daten zufolge bisher mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Die tatsächliche Fallzahl dürfte auch hier weitaus höher liegen. Ein großer Teil der in den letzten Monaten erfassten Betroffenen ist längst wieder gesund oder hatte von vornherein kaum oder keine Symptome.

Die Zählung des auf Infektionskrankheiten spezialisierten Forschungszentrums der Johns Hopkins University wird in der Coronavirus-Krise weltweit als Datengrundlage genutzt.

Kleine Grenzübergänge zu Frankreich und Luxemburg werden geschlossen

9:34 Uhr: Der Grenzübertritt nach Frankreich und Luxemburg soll ab diesem Freitag nur noch an bestimmten Orten möglich sein. Vor allem die kleinen Übergänge sollten nach und nach mit physischen Barrieren geschlossen werden, teilten die Sprecher der Bundespolizei im saarländischen Bexbach und im rheinland-pfälzischen Trier mit. Das gehe aus einer Ankündigung des Bundesinnenministeriums vom Donnerstag in Berlin vor.

Konkret heißt die Neuerung für die deutsch-luxemburgische Grenze auf rheinland-pfälzischer Seite, dass ein Grenzübertritt weiter möglich ist an den Stellen: A64 Mesenich, B419 Wellen, B419 Wincheringen, B418 Wasserbilligerbrück und B257 Echternacherbrück. Weitere rund 20 kleine Übergänge vor allem entlang der Sauer und der Our müssten demnach nun gesperrt werden. Ein Zeitplan sei in Arbeit.

Auf saarländischer Seite ist die Grenzübergangsstelle zu Luxemburg an der A8 Perl-Schengen weiter offen, ebenso die an der B419 Perl-Schengen. An der Grenze zu Frankreich kann der Verkehr weiter an der Goldenen Bremm in Saarbrücken (A6 und Metzer Straße), der B423 Habkirchen-Frauenberg und Überherrn-Creutzwald einreisen.

Baden-Württemberg plant Niederlassungsverbot für Gruppen

9:16 Uhr: Auf öffentlichen Plätzen in Baden-Württemberg werden wegen des Coronavirus Menschenansammlungen verboten. Die Landesregierung bereitet ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr.

Bei der betroffenen Gruppengröße handle es sich um eine einstellige Zahl, das Justizministerium müsse das juristisch prüfen. Das diene dazu, die tatsächlichen Sozialkontakte unterhalb einer Ausgangssperre so weit wie möglich und geboten zu verringern, hieß es aus den Kreisen.

Zugleich aber lasse Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) Voraussetzungen und Regelungen einer Ausgangssperre schon vorgreifend prüfen, damit diese schnellstmöglich umgesetzt werden könnte - sollten die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin am Sonntag zum Schluss kommen, dass eine solche unabwendbar ist.

Man setze jedoch alles daran, eine Ausgangssperre zu vermeiden, hieß es den Informationen zufolge.

Kanzleramtschef zu Ausgangssperren: Samstag ist "entscheidender Tag"

8:51 Uhr: Das Verhalten der Bürger an diesem Wochenende wird nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) maßgeblich darüber entscheiden, ob auch in Deutschland wegen der Coronakrise Ausgangssperren verhängt werden. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte Braun dem "Spiegel". "Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick."

Braun bezog sich darauf, dass sich in der vergangenen Woche trotz mehrfacher Aufforderungen seitens der Politik, wegen der Ansteckungsgefahr soziale Kontakte möglichst zu vermeiden, zahlreiche Menschen weiterhin in Gruppen getroffen hatten, etwa in öffentlichen Parks. Zuletzt hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich an die Bürger appelliert, sich an die von der Regierung beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten.

"Am Samstag verabreden sich die Menschen ja traditionell miteinander, weil sie frei haben", sagte Braun. "Aber das geht abseits der Kernfamilie derzeit nun einmal leider nicht." Das müsse jetzt eingestellt werden. Geschehe das nicht, "kann es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen". Nach Angaben des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann (Grüne) werden die Ministerpräsidenten am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über Ausgangsverbote beraten.

Braun betonte, dass die Bundesregierung eine Ausgangssperre eigentlich nicht anstrebe. "Erst mal setzen wir darauf, dass die Bevölkerung die Maßnahmen versteht und bereit ist, ihr Sozialleben einzuschränken." Der Blick auf Nachbarländer, die schon Ausgangssperren verhängt haben, zeige: "Das wäre eine enorme zusätzliche Belastung", warnte der Kanzleramtschef. Denn vor allem in Städten hätten "nur die wenigsten einen Garten oder ein großes Grundstück".

China meldet erneut keine neuen inländischen Corona-Ansteckungen

8:42 Uhr: Am zweiten Tag in Folge ist in China nach offiziellen Angaben kein neuer Fall einer Ansteckung mit dem Coronavirus innerhalb des Landes registriert worden. Die Nationale Gesundheitskommission meldete am Freitag zudem nur drei neue Todesfälle - der geringste Anstieg innerhalb eines Tages seit Januar. Allerdings wurden 39 neue Corona-Patienten verzeichnet, die sich im Ausland angesteckt haben sollen.

Die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen gehen in China - dem Ausgangspunkt der Pandemie - schon seit Wochen deutlich zurück. In Festlandchina haben sich insgesamt fast 81.000 Menschen mit dem Virus infiziert, weniger als 7.000 Menschen sind nach Behördenangaben noch erkrankt. 3.248 Menschen starben an dem Virus.

China fürchtet jedoch eine zweite Welle von Infektionsfällen durch aus dem Ausland einreisende Chinesen. Die Gesundheitskommission meldete am Freitag 39 neue Patienten, die sich im Ausland angesteckt haben sollen. Die Gesamtzahl stieg damit auf 228.

Der rückläufigen Corona-Entwicklung in China steht die drastische Zunahme der Krankheitsfälle und Totenzahlen in Europa gegenüber. Italien, das in Europa am stärksten von der Pandemie betroffene Land, überholte China am Donnerstag bei der Zahl der Todesopfer. Mit 427 weiteren Todesfällen binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Corona-Toten dort auf 3.405.

Drei Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Sydney

07:48 Uhr: Zwei Passagiere und ein Besatzungsmitglied eines Kreuzfahrtschiffs in Sydney sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die "Ruby Princess", auf der 2.700 Passagiere und 1.100 Crewmitglieder waren, hatte nach einer Reise rund um Neuseeland am Donnerstag vor der australischen Metropole angelegt. Danach wurden 13 Menschen getestet, die sich unwohl gefühlt hatten. Der Rest wurde nach Hause geschickt, mit der Auflage, 14 Tage zuhause zu bleiben. Der Test dauerte 24 Stunden, am Freitag teilten die Gesundheitsbehörden das Ergebnis mit.

In Australien gibt es mehr als 700 bestätigte Fälle des Virus, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslösen kann. Premierminister Scott Morrison rief dazu auf, auf Distanz zu gehen und in geschlossenen Räumen um Menschen je vier Quadratmeter zu lassen.

Ab Freitagabend dürfen Ausländer nicht mehr einreisen. Ausgenommen sind lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz sowie deren enge Familienmitglieder. Auch Neuseeland hat ein solches Einreiseverbot verhängt.

Haiti meldet als letztes Land Lateinamerikas erste Corona-Fälle

6:05 Uhr: Alle Länder Lateinamerikas haben nun Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Haitis Präsident Jovenel Moïse verkündete am Donnerstag (Ortszeit) die ersten beiden Fälle des Karibikstaates - dem letzten Land der Region, das zuvor noch keine Ansteckungen gezählt hatte. Moïse erklärte zugleich einen Notstand, verhängte eine Ausgangssperre und verbot Versammlungen von mehr als zehn Menschen. Haiti, das als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre gilt, hatte bereits seine einzige Landgrenze - mit der Dominikanischen Republik - geschlossen.

Am Mittwoch hatten auch Nicaragua und El Salvador ihre ersten Fälle bestätigt. Das Virus hatte die Region später erreicht als Europa und die USA. Inzwischen gab es in Lateinamerika mindestens 14 bestätigte Todesfälle in neun Ländern. Mit drei Toten ist die Zahl in Brasilien am höchsten. Hinzu kommt in der Karibik jeweils ein Todesopfer in Jamaika, im englischen Überseegebiet Cayman Islands und auf der französischen Insel Martinique sowie im südamerikanischen Guyana, das wegen seiner Amtssprache Englisch nicht zu Lateinamerika gezählt wird.

Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

5:13 Uhr: Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet, dass wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in diesem Jahr Profifußball gespielt wird. "Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang", sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im "Sportclub" des NDR-Fernsehens.

Die Deutsche Fußball Liga hat die 1. und 2. Bundesliga vorerst bis zum 2. April ausgesetzt. Gerechnet wird aber damit, dass frühestens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. "Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagte Schmidt-Chanasit. "Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht."

Selbst wenn es Deutschland nicht so schlimm treffen sollte wie Italien, "wir es durch diese Maßnahmen schaffen, die Fallzahlen auf einem Niveau halten, das Deutschland verträgt, was wir behandeln können auf den Intensivstationen", hieße das längst noch nicht, dass der Fußball wieder anfangen dürfe. "Das hieße, das würde wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen." Der Fußball werde erst ganz zum Schluss kommen, "weil er einen starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung hat."

Ärztepräsident warnt vor monatelangem Lockdown

5:10 Uhr: Die beispiellosen Beschränkungen im Alltagsleben wegen des Coronavirus müssen nach Ansicht des Ärztepräsidenten Klaus Reinhardt schon jetzt klar befristet werden.

"Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können", sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Ängste und Sorgen würden die Menschen psychisch überfordern", warnte er.

Reinhardt forderte, schon jetzt an einem Ausstiegsszenario zu arbeiten. Menschen über 65 Jahren und andere Risikogruppen wie chronisch Kranke jedoch müssten sich darauf vorbereiten, dass die Einschränkungen danach für sie noch länger gelten.

"Wir brauchen umfassende Maßnahmen, um diese Bevölkerungsgruppe isolieren zu können, während sich das öffentliche Leben wieder schrittweise normalisiert."

Ausgangssperren lehnte Reinhardt klar ab. "Damit schaffen sie eine gespenstische Atmosphäre, die die Menschen extrem ängstigt. Das kann auch dazu führen, dass die Solidarität in der Gesellschaft, auf die wir jetzt dringend angewiesen sind, auseinanderbricht."

Kalifornischer Gouverneur verhängt Ausgangssperre

4:44 Uhr: Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat die gesamte Bevölkerung des Westküstenstaates aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die Ausgangssperre für knapp 40 Millionen Menschen sollte in der Nacht zum Freitag in Kraft treten, teilte Newsom am Donnerstagabend mit. Kalifornien ist damit der erste Staat in den USA, der eine derart weitreichende Auflage im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlässt. Zuvor galten diese Einschränkungen schon für mehrere Bezirke im Raum San Francisco.

Notwendige Regierungsstellen, Einrichtungen wie Banken und wesentliche Geschäfte, darunter Lebensmittelläden und Apotheken, sollen aber geöffnet bleiben, wie Newsom betonte. Kalifornier können aber noch Spazieren gehen, Joggen oder Radfahren, allerdings müssen sie dabei voneinander Abstand halten. Die Auflagen sind zunächst unbefristet.

Bis zum Donnerstag wurden in Kalifornien 958 Infektionsfälle bekannt, 19 Menschen sind an COVID-19 gestorben. Newsom appellierte an die Bürger, diese Auflagen zu befolgen. Mehr als die Hälfte der Einwohner könnten sich mit dem Coronavirus anstecken, wenn man keine drastischen Maßnahmen ergreifen würde, warnte der Gouverneur. Fast 20.000 Menschen müssten möglicherweise im Krankenhaus behandelt werden, das würde die Kapazitäten der medizinischen Versorgung weit überschreiten.

Von der Leyen besorgt über Grenzstaus: "Wichtige Fracht kommt zu spät"

4:00 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich besorgt über teils dramatische Folgen der neuen Grenzkontrollen innerhalb Europas geäußert.

"In den vergangenen Tagen sind Tausende, von Pendlern bis Lastwagenfahrern, an Grenzen gestrandet, die eigentlich keine mehr sein sollen", sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Insbesondere der Stau im Güterverkehr führt dazu, dass Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter viel zu spät ihr Ziel erreichen."

Gesundheitsschutz sei in der Corona-Krise zwar richtig. "Aber wir müssen gemeinsam Lösungen finden, die unseren Binnenmarkt in Gang halten", fügte sie hinzu. Die Situation habe sich seit Beginn der Woche etwas gebessert. Die Kommission arbeite daran, dass alle EU-Bürger sicher nach Hause zurückkehren könnten und die Volkswirtschaft keinen gravierenden Schaden nehme.

An diesem Freitag werde die zuständige EU-Kommissarin Ylva Johansson erneut mit den EU-Innenministern beraten.

Corona-Fälle bei NBA-Teams: Auch Theis' Celtics betroffen

2:16 Uhr: In der NBA nimmt die Zahl der Coronavirus-Fälle zu. Am Donnerstag wurden positive Tests bei den Boston Celtics von Nationalspieler Daniel Theis, den Los Angeles Lakers und den Philadelphia 76ers bekannt.

Bostons Marcus Smart machte seine Infektion selbst öffentlich, nachdem sein Club zuvor keinen Namen genannt hatte. Es gehe ihm gut und er habe keine Symptome. Wer bei den Lakers positiv getestet wurde teilte der Club aus Kalifornien nicht mit.

Bei den Lakers steht Superstar LeBron James unter Vertrag. Ob es sich bei den 76ers um Basketball-Profis aus der NBA, Trainer oder andere Mitarbeiter handelt, gab das Team nicht bekannt.

Bekannt sind damit mindestens zehn positiv auf das Coronavirus getestete Profis in der NBA, darunter auch Superstar Kevin Durant von den Brooklyn Nets. Der erste positiv getestete Spieler war der Franzose Rudy Gobert von Utah Jazz. Infolge dessen war die Saison in der vergangenen Woche auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden.

US-Regierung sagt G7-Gipfel ab

0:32 Uhr: Die US-Regierung hat das im Juni in den USA geplante Gipfeltreffen der sieben führender Wirtschaftsnationen (G7) wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Anstatt eines Treffens in Camp David bei Washington soll es eine Videokonferenz geben, wie das Weiße Haus am Donnerstagabend erklärte.

Präsident Donald Trump werde darüber hinaus auch im April und Mai mit seinen Kollegen der G7-Staaten per Videokonferenz das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie besprechen, hieß es weiter.

Zur Vorbereitung des Gipfeltreffens wäre in den Regierungszentralen viel Geld, Energie und Personal aufgewendet worden, das derzeit besser für die Bekämpfung der Covid-19-Epidemie eingesetzt sei, erklärte ein Beamter der US-Regierung. Die Staatenlenker der G7-Nationen würden sich weiterhin eng abstimmen, um die Gesundheit ihrer Bevölkerung und das Wohl der Weltwirtschaft zu sichern, erklärte der Beamte weiter.

Züge in die Schweiz fahren nur noch bis Basel

0:02 Uhr: Nach der Einführung von Grenzkontrollen im Kampf gegen das Coronavirus müssen Bahnreisende in die Schweiz mit größeren Einschränkungen rechnen.

Wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte, enden die Züge im Fernverkehr vorzeitig an der Station Basel Badischer Bahnhof. Dies betrifft die Verbindungen von Berlin nach Interlaken Ost, von Kiel/Hamburg nach Chur sowie von Dortmund nach Basel SBB. Auch der Regionalverkehr ist demnach betroffen.

Zuvor hatte die Bundesregierung Orte festgelegt, an denen ein Grenzübertritt aus der Schweiz sowie aus Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark noch möglich sein soll. Alle weiteren Grenzübergänge sollen von diesem Freitag an wegen der Corona-Krise geschlossen bleiben.

Auch in jene Länder sind die Verbindungen beeinträchtigt. So entfallen beispielsweise Züge von und nach Paris sowie Nachtzüge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nach Zürich, Budapest und Rijeka.

Alle Meldungen vom Donnerstag:



Alle Meldungen vom Mittwoch, 18. März: Stadion-Boss bietet Hertha geringere Miete an

23:12 Uhr: Zur Abminderung der finanziellen Folgen der Spielausfälle aufgrund der Corona-Krise hat Timo Rohwedder, der Chef des Berliner Olympiastadions, dem Fußball-Bundesligisten Hertha BSC eine Mietminderung angeboten. "Man kann davon ausgehen, dass wir mit Hertha eine partnerschaftliche Lösung anstreben. Wir können ja nichts in Rechnung stellen, was nicht erbracht wurde", sagte Rohwedder der "Bild"-Zeitung.

Hertha hat einen Mietvertrag für das Olympiastadion bis 2025 unterschrieben und zahlt etwas mehr als fünf Millionen Euro pro Jahr. Nun hat der Berliner Senat den Sportbetrieb in der Stadt bis 19. April gestoppt.

Tirol komplett unter Quarantäne gestellt

22:35 Uhr: Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wird ab Mitternacht wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

Tirol wird sich zudem als einzelnes Bundesland noch stärker von seinen Nachbarn isolieren. "Das heißt, dass nur jene nach Tirol einreisen können, die in Tirol zu Hause sind oder in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten", schrieb Platter bei Facebook.

US-Senat verabschiedet erstes Coronavirus-Hilfspaket in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar

22:00 Uhr: Der US-Senat hat mit deutlicher Mehrheit ein erstes milliardenschweres Hilfspaket gebilligt, mit dem die Folgen der Coronavirus-Epidemie abgefedert werden sollen. Mit dem am Mittwoch beschlossenen Gesetz wird unter anderem die in den USA nicht gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausgeweitet. Zudem werden die Kostenübernahme von Tests auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 garantiert und Zahlungen für Arbeitslose und Lebensmittelhilfen ausgeweitet. Die Maßnahmen sollen rund 100 Milliarden US-Dollar kosten.

Portugiesisches Parlament billigt Ausnahmezustand

21:47 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat das Parlament in Portugal die Ausrufung des Ausnahmezustandes gebilligt. Die Regierung in Lissabon wird die Rechte der Bürger, der Medien, der Unternehmen und der Organisationen deutlich einschränken können. Der sozialistische Ministerpräsident António Costa versicherte, die Demokratie werde "nicht außer Kraft gesetzt". Man werde nun aber die Krise viel leichter bekämpfen können. Konkrete Maßnahmen nannte die Regierung zunächst nicht.

Popmusiker kündigen Online-Festival an

21:07 Uhr: Wohnzimmerkonzert statt Livetour: Popmusiker wie Max Giesinger, Lea, Johannes Oerding und Michael Schulte wollen am Sonntagabend per Livestream für ihre Fans spielen. Das kündigten sie am Mittwoch an. Beim sogenannten "#Wirbleibenzuhause-Festival" wollen insgesamt sieben Künstler jeweils eine halbe Stunde von zuhause aus spielen. Die Gigs sollen auf den jeweiligen Instagram-Konten gestreamt werden. Auch Nico Santos, Álvaro Soler, Lotte und Mathea sind dabei.

Israel schließt seine Grenzen

21:01 Uhr: Israel hat mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde am Mittwochabend mit. Bereits seit zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen. Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen.

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

19:15 Uhr: Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist

Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

18:12 Uhr: Österreich kontrolliert ab Donnerstag, 00.00 Uhr, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium am Mittwoch in Wien.

Eine Sprecherin sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, dass kleinere Grenzübergänge geschlossen werden sollten. Ähnlich geht Österreich bereits an den Grenzen zu Italien, der Schweiz und Liechtenstein vor.

Deutschland hat an den Übergängen zu Österreich und anderen Ländern bereits am Montag mit Grenzkontrollen begonnen.

Grenzschließung zwischen USA und Kanada

18:10 Uhr: Die USA wollen für 30 Tage ihre gemeinsame Grenze mit Kanada für "nicht unbedingt notwendigen" Verkehr schließen. US-Präsident Donald Trump gab am Mittwoch auf Twitter bekannt, auf diesen Schritt hätten sich beide Länder einvernehmlich geeinigt. "Handel wird nicht davon betroffen sein", erklärte er weiter.

Saarland bittet Bundeswehr wegen Coronavirus um Hilfe

17:42 Uhr: Das Saarland hat in der Coronakrise die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, wie eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte.

Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material, sagte die Sprecherin weiter. Der Andrang an den Testzentren im Land sei groß. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen.

Schweiz dehnt Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen aus und stellt Visavergaben ein

16:58 Uhr: Wegen des Coronavirus weitet die Schweiz ihre Einreisebeschränkungen auf Menschen Spanien aus. Entsprechende Maßnahmen galten bislang für Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich.

Einreisebeschränkungen gelten ab sofort auch für den Luftverkehr aus Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich sowie für alle Nicht-Schengen-Staaten. Das teilt das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement mit.

Die Einreise aus diesen fünf Schengen-Staaten ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen erlaubt, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen oder sich in einer Situation absoluter Notwendigkeit befinden. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiterhin zugelassen.

Zudem stellt das Land für zunächst 90 Tage die Vergabe von Schengenvisa vollständig ein. Auch nationale Visa sollen nur noch in Ausnahmefällen erteilt werden.

Mit den Maßnahmen solle die Schweizer Bevölkerung geschützt werden "sowie die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen" aufrechterhalten werden, wie der Bundesrat mitteilte.

Erste Ausgangssperre in Bayern verhängt

16:41 Uhr: Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, wie die Behörde mitteilte.

Lohnlücken bei Kurzarbeitergeld sollen abgefedert werden

16:02 Uhr: In der Corona-Krise wollen Politik und Sozialpartner Lohnlücken beim Kurzarbeitergeld gemeinsam abfedern. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch nach einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Mittwoch in Berlin. Außerdem sollten "unverhältnismäßige Lohneinbrüche" bei einem Arbeitsausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung vermieden werden.

Corona könnte schweren ökonomischen Schock auslösen

15:53 Uhr: Die Konjunktur in Deutschland wird nach Einschätzung von Volkswirten infolge der Coronavirus-Krise in diesem Jahr massiv einbrechen. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 2,5 Prozent.

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) erwartet für das Gesamtjahr sogar ein Minus um 4 bis 5 Prozent. Zuletzt war die deutsche Wirtschaft 2009 in der Folge der globalen Finanzkrise geschrumpft, damals um mehr als 5 Prozent.

Ab dem dritten Quartal 2020 könnte sich die Konjunktur nach heutiger Einschätzung allmählich wieder erholen, sagte Stefan Schneider, Deutschland-Chefökonom der Deutschen Bank am Mittwoch.

"Das sind dramatische Zahlen, aber das ist sicherlich nicht der Weltuntergang", sagte Schneider. Insgesamt funktioniere die deutsche Wirtschaft recht gut. Im Jahr 2021 halten die Ökonomen bereits wieder ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um gut 2 Prozent für möglich.

Die Virusepidemie belastet die gesamte Weltkonjunktur schwer. Die deutsche Wirtschaft sei über Liefer- und Produktionsketten wie auch über Absatzmärkte betroffen, erklärte das HWWI. Mit der schrumpfenden Wirtschaftsleistung werde auch eine steigende Arbeitslosigkeit einhergehen. Die Prognose steht allerdings unter Vorbehalt: "Die ökonomischen Auswirkungen sind schon wegen des nicht absehbaren Ausmaßes der Epidemie schwer abschätzbar", heißt es in der Mitteilung der Hamburger Forscher. "Die Gefahr einer längeren und noch ausgeprägteren Rezession, was Tiefe wie Dauer betrifft, ist bei Ausweitung der Pandemie hoch."

EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis erwartet einen Wirtschaftseinbruch in vielen EU-Ländern. "Es ist klar, dass es Probleme geben wird. Sie werden ziemlich ernst sein. Wir sehen, dass es in vielen EU-Mitgliedstaaten sehr wahrscheinlich eine Rezession geben wird", sagte Dombrovskis im lettischen Fernsehen. Die EU-Kommission rechnete zuletzt damit, dass die Wirtschaft in der EU insgesamt um etwa ein Prozent schrumpft.

Stau-Chaos an Grenze zu Polen: Bundeswehr will Autofahrer versorgen

15:28 Uhr: Wegen der chaotischen Zustände auf der Autobahn 4 (Dresden-Görlitz) soll die Bundeswehr zum Einsatz kommen. Wie von Sachsens Regierung zu erfahren war, wollen Soldaten schon am Mittwochnachmittag Menschen mit Lebensmitteln, Getränken und Decken versorgen. Tausende müssen seit gestern in einem auf rund 60 Kilometer Länge angewachsenen Stau vor der Grenze ausharren. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mussten die Betroffenen bis zu 20 Stunden auf die Einreise warten, darunter viele Familien.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte deshalb mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) telefoniert und um Unterstützung gebeten. Daraufhin setzte sich das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr in Bewegung, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Kretschmer hatte am Mittwochvormittag in einer Regierungserklärung auf die Situation auf der A4 aufmerksam gemacht. Die Entscheidung Polens für Grenzkontrollen ohne ausreichende Vorplanung und Organisation habe zu einer "ganz schwierigen Situation" geführt. "15 Minuten für die Abfertigung eines einzelnen Lkw sind nicht geeignet, diese Situation zu lösen. Hier muss die polnische Seite schneller reagieren."

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte Polen am Wochenende an Grenzübergängen zu Deutschland Kontrollen eingeführt.

Ryanair streicht wegen Corona-Krise fast alle Flüge ab 24. März

15:10 Uhr: Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Pandemie ab dem 24. März fast alle Flüge. Ab kommendem Dienstag werde es nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland geben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ryanair begründete den Schritt mit den massiven Einschränkungen für Reisen in Europa im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

Weitgehende Grenzschließung zwischen USA und Kanada wegen Coronavirus

14:54 Uhr: Die USA wollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ihre gemeinsame Grenze mit Kanada für "nicht unbedingt notwendigen" Verkehr schließen. US-Präsident Donald Trump gab am Mittwoch auf Twitter bekannt, auf diesen Schritt hätten sich beide Länder einvernehmlich geeinigt. "Handel wird nicht davon betroffen sein", erklärte er weiter. Weitere Details würden folgen.

Eurovision Song Contest fällt wegen Coronavirus aus

14:38 Uhr: Der Eurovision Song Contest (ESC) ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das ESC-Finale, das am 16. Mai in Rotterdam stattfinden sollte, werde nicht stattfinden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Niederlande sind Gastgeber, weil im vergangenen Jahr der niederländische Sänger Duncan Laurence gewonnen hatte. Ein neues Datum wurde zunächst nicht genannt.

Kanzler Kurz stimmt Bürger auf "sehr, sehr lange" Corona-Krise ein

14:15 Uhr: Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Bevölkerung auf eine lange Dauer der Corona-Krise eingestimmt. Es werde "sehr, sehr lange dauern", bis das Land zur Normalität zurückkehren könne, sagte er dem Sender "Krone.tv" am Mittwoch. Das Virus habe "unglaubliche wirtschaftliche Auswirkungen".

Die Auswirkungen der Pandemie würden "uns noch Monate beschäftigen", sagte Kurz. "Danach wird die Welt ganz anders aussehen." Das Virus werde langfristige Auswirkungen darauf haben, "wie wir miteinander umgehen und wie wir leben, wie vorsichtig wir sind". Auch die Globalisierung werde hinterfragt werden.

Mit Blick auf uneinheitliche Maßnahmen der EU-Staaten im Umgang mit der Corona-Krise kritisierte Kurz einen mangelnden Zusammenhalt. "In Europa sieht man, dass die Solidarität, wenn es ernst wird, nicht funktioniert." Nach dem Ende der Krise müsse es daher "viele Diskussionen" geben.

Kurz kündigte ein Hilfspaket mit einem Umfang von 38 Milliarden Euro wegen des Coronavirus an. Die Regierung wolle "alles tun, um massenhafte Arbeitslosigkeit zu verhindern". Die Liquidität von Unternehmen müsse gewährleistet sein.

Coronavirus-Pandemie: Stadt Halle bittet Bundeswehr um Hilfe

13:59 Uhr: Die Stadt Halle will wegen der Corona-Pandemie die Bundeswehr zur Hilfe rufen. Zudem werde eine Hundertschaft der Polizei angefordert, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Mittwoch mit.

Am Dienstagabend hatte die Stadt Halle bereits den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung getroffen werden, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) mit.

Am Mittwochmorgen seien Meldungen zudem zu elf weiteren bestätigten Coronavirus-Fällen eingegangen. Damit sind in Halle nunmehr 38 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Schon am Dienstag hatte es einen sprunghaften Anstieg der Fälle von 8 auf 27 gegeben. Mittlerweile musste ein Coronavirus-Patient stationär eingewiesen werden. Er müsse intensivmedizinisch versorgt werden, sagte Amtsärztin Christine Gröger.

Einer der neu bestätigten Fälle betreffe das Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Eine Mitarbeiterin der Klinik habe sich mit dem Virus infiziert. Eine Station des Krankenhauses sei deswegen unter Quarantäne gestellt worden.

Mehr als 10.000 Coronavirus-Infizierte in Deutschland

13:52 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland ist auf über 10.000 gestiegen. Nach Angaben der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität erhöhte sich die Zahl der registrierten Infizierten in Deutschland bis Mittwochmittag auf 10.069 Fälle. Insgesamt 26 Menschen starben demnach in der Bundesrepublik bisher am Coronavirus.

Die jüngsten offiziellen Zahlen des deutschen Robert-Koch-Instituts lagen mit 8198 Infizierten noch deutlich darunter, sie stammten aber von Mittwoch um 00.00 Uhr. Die Johns-Hopkins-Universität aktualisiert ihre Zahlen regelmäßiger, dem Robert-Koch-Institut zufolge sind die Zahlen der US-Universität plausibel. Bei der weltweiten Zahl der bestätigten Infizierten lag Deutschland demnach an fünfter Stelle - nach China, Italien, dem Iran und Spanien.

Tui holt deutsche Urlauber zurück - Schwerpunkte Ägypten und Spanien

13:14 Uhr: Beim Reisekonzern Tui ist die Rückholaktion für Urlauber angelaufen, die wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen. Täglich werden - einschließlich angebotener Sonderkontingente und zusätzlicher Maschinen - etwa 10.000 Passagiere zurück nach Deutschland gebracht, wie ein Firmensprecher am Mittwoch in Hannover mitteilte. Dazu gehören auch Rückflüge, die die konzerneigene Linie Tuifly bereits im Plan hatte.

Flüge ins Ausland hatte Tui schon in der Nacht zum Montag eingestellt - ebenso wie den Großteil des gesamten Programms aus Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb. Die Rückholaktion habe "klare Priorität", erklärte das Unternehmen. Es gehe vor allem um Deutsche in Ägypten und Spanien. Zu Beginn am Dienstag habe Tui zehn Zusatzflüge aus beiden Ländern angeboten. Am Mittwoch und Donnerstag seien ebenfalls zehn Sonderflüge geplant.

Aus dem ägyptischen Badeort Hurghada gebe es im Tagesverlauf fünf Sondermaschinen nach Berlin-Tegel, Frankfurt, Stuttgart, Hannover und Köln. Aus Spanien kämen vier Extra-Verbindungen aus Palma de Mallorca sowie eine von der Kanaren-Insel Fuerteventura hinzu. Reguläre Rückflüge von anderen Kanaren-Inseln würden weiter bedient.

Tuifly beteiligt sich ebenso wie Lufthansa oder Condor an vom Bund gecharterten Zusatzflügen. "Wir stellen dem Auswärtigen Amt Kontingente zur Verfügung", hieß es. Krisenstäbe, Auslandsvertretungen und Mitarbeiter vor Ort seien in Kontakt. In vielen Reiseländern ist wegen der Corona-Pandemie der normale Flugverkehr eingestellt.

Burkina Faso meldet erste Coronavirus-Tote in Subsahara-Afrika

12:59 Uhr: Burkina Faso hat am Mittwoch den ersten Todesfall durch das Coronaviurs in Subsahara-Afrika gemeldet. Auf einer Intensivstation sei eine 62-jährige Frau gestorben. Sie habe auch an Diabetes gelitten , sagte der Professor Martial Ouedraogo, der in dem westafrikanischen Land den Kampf gegen die Ausbreitung des Virus koordiniert.

Der erste Todesfall in Burkina Faso ist zugleich der erste bekannte Todesfall in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

In ganz Afrika wurden mittlerweile 567 bestätigte Infektionsfälle und 15 Todesfälle gemeldet. Bislang gab es sechs Tote in Ägypten, fünf Tote in Algerien, zwei Tote in Marokko und einen Toten im Sudan.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte schon im Februar gewarnt, dass die afrikanischen Gesundheitssysteme nicht ausreichend für die Bekämpfung des Erregers gewappnet seien.

Vor allem in Südafrika stieg die Zahl der bestätigten Infektionen zuletzt stark an. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden innerhalb eines Tages 85 neue Fälle registriert, womit die Gesamtzahl der Infizierten nun bei 116 liegt.

Die meisten Infizierten steckten sich demnach im Ausland, inzwischen nimmt aber auch die Zahl der Ansteckungen in Südafrika zu.

Merz: Symptome des Coronavirus etwas stärker geworden

12:52 Uhr: Die Grippesymptome beim mit dem Coronavirus infizierten Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz sind nach dessen Angaben "etwas stärker geworden". Merz bedankte sich am Mittwoch via Twitter "für die überwältigende Zahl von Genesungswünschen, die ich seit gestern bekommen habe". Er fügte hinzu: "Am Tag 4 sind die Grippesymptome etwas stärker geworden. Ich bleibe zuversichtlich und danke allen, die unser Gesundheitssystem so engagiert am Laufen halten."

Der 64-jährige Merz hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz. Am Dienstag erklärte er noch: "Zum Glück habe ich nur leichte bis mittlere Symptome. Alle Termine sind abgesagt. Ich folge strikt den Anweisungen des Gesundheitsamtes."

Söder: Alle sollen sich an Auflagen halten - Polizei kontrolliert

12:28 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Krise hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Menschen in Bayern dringend aufgerufen, sich an die neuen Auflagen und Beschränkungen zu halten. Bei all diesen Maßnahmen setze man nun erst einmal auf die Einsicht der Bevölkerung, sagte Söder am Mittwoch in Eitting bei München.

Man werden nun beobachten, wie sich das öffentliche Leben weiter entwickle, und ob die Auflagen eingehalten würden: ob also Geschäfte, für die es keine Ausnahmen gibt, tatsächlich geschlossen haben und ob sich Gaststätten an die Beschränkungen und Regeln halten. Dies werde kontrolliert, auch von der Polizei. "Da sind alle staatlichen Stellen angewiesen, das auch zu kontrollieren", betonte der Regierungschef.

Und Söder betonte mit Blick auf volle Parks, das gelte auch für das öffentliche Leben. "Ich verstehe, dass die Leute es rausdrängt bei so einem Wetter", sagte er, mahnte aber: "Bitte verantwortlich damit umgehen."

Neue Todesfälle in Österreich, Gemeinde Flachau wohl bald unter Quarantäne

12:02 Uhr: In der Steiermark gibt es zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die KAGes bestätigte einen Fall im Bezirk Murtal und einen in Graz-Umgebung. Auch in Oberösterreich gibt es ein weiteres Opfer. Die Frau sei erst 27 Jahre alt gewesen, habe aber unter schweren Vorerkrankungen gelitten, meldet die "Kronen-Zeitung".

Unterdessen könnte die Salzburger Gemeinde Flachau unter Quarantäne gestellt werden. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, habe Bürgermeister Thomas Oberreiter die Abriegelung von Flachau auf der Gemeindehomepage angekündigt.

Vonseiten des Landes hieß es, dass man den Schritt derzeit prüfe. Entschieden sei eine Quarantäne in Flachau aber noch nicht. Wie ein Sprecher der APA erklärte, sei die Ankündigung Oberreiters nicht mit der Gesundheitsbehörde abgesprochen gewesen.

Amazon: Vorrang für Medizin- und Haushaltsartikel

11:35 Uhr: Amazon wird in den kommenden Wochen in seinen Logistikzentren vorrangig die Bestände von Medizin-Artikeln und unerlässlichen Haushaltsgütern aufstocken. Andere Waren werden vor den Amazon-Toren entsprechend länger warten müssen. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 5. April und soll die Verfügbarkeit der in der Coronavirus-Krise aktuell stark nachgefragten Artikel sicherstellen.

Unklar blieb zunächst, wie schnell angesichts dieser Priorisierung die Bestände der anderen Artikel in den Amazon-Regalen nachgefüllt werden. Eine Amazon-Mitteilung am Dienstag enthielt auch den Hinweis, dass noch Waren angenommen werden sollen, die bereits auf dem Weg in die Logistikzentren sind. Dem Unternehmen zufolge ist damit allerdings nur gemeint, dass diese Lieferungen noch mit den priorisierten Artikeln gleich behandelt werden sollen - und nicht, dass sie später gar nicht mehr reinkommen.

Händler, die ihre Waren auf der Amazon-Plattform über die Logistik-Infrastruktur des Konzerns verkaufen, wurden unterdessen darüber informiert, dass ihre Anlieferungen mindestens bis zum 5. April nicht mehr angenommen werden, wie der Finanzdienst Bloomberg berichtete.

Der weltgrößte Online-Händler hatte vor wenigen Tagen angekündigt, angesichts des erhöhten Bestellaufkommens 100.000 Mitarbeiter in den USA einzustellen. Für Deutschland wurde bislang kein solcher Schritt bekannt.

Kabinett berät über Maßnahmen gegen Coronakrise

11:09 Uhr: Das Kabinett hat am Mittwoch auch über die Umsetzung wesentlicher Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beraten. In der Runde sei unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch über die anstehenden Fragen des grenzüberschreitenden Verkehrs im Zusammenhang mit dem Warenfluss sowie um die Aktion zur Rückholung von deutschen Staatsangehörigen aus dem Ausland gesprochen worden, hieß es in Regierungskreisen. Zudem sei es um die Reisewarnung im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegangen.

Der gesonderte Kabinettsausschuss Corona sollte im Anschluss an die reguläre Regierungsrunde nicht zusammenkommen. Der Ausschuss unter Leitung von Merkel soll immer am Montag und Donnerstag tagen.

Das Kabinett tagte wegen der Coronagefahr nicht wie üblich im Kabinettssaal des Kanzleramts. Aufgrund des erforderlichen Sicherheitsabstands fand die Sitzung erstmals im Internationalen Konferenzsaal (IKS) statt. Alle Kabinettsmitglieder hielten so gut wie möglich Abstand voneinander.

RKI: Zehn Millionen Infizierte bei Nicht-Einhalten der Maßnahmen

10:49 Uhr: Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in Deutschland gewarnt. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. "Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie." Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen. Inzwischen habe das RKI knapp 8.200 bestätigte Fälle bundesweit gemeldet bekommen, gut 1.000 mehr als am Vortag.

BMW stoppt Betrieb in europäischen Werken

10:05 Uhr: BMW stoppt wegen wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Mittwoch in München: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant."

Die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Nachfrage nach Autos in allen wesentlichen Märkten erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen mit.

Auch VW, Audi und Daimler hatten bereits eine Unterbrechung der Produktion wegen der Coronavirus-Krise angekündigt. Audi und der Lastwagenbauer MAN beantragten bereits Kurzarbeit.

BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch sagte, die Gesundheit der Mitarbeiter müsse geschützt und ihre Arbeitsplätze und Einkommen müssten abgesichert werden. Ein BMW-Tarifmitarbeiter bekomme auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent seines Nettolohns. Mit Kurzarbeit, flexiblen Arbeitszeitkonten und Homeoffice werde BMW die Belegschaft sicher durch die Coronavirus-Krise steuern.

NFL-Superstar Wilson zahlt mit Ehefrau eine Million Mahlzeiten

9:56 Uhr: Footballstar Russell Wilson und seine Frau Ciara bezahlen eine Million Mahlzeiten für Menschen, die an der US-Westküste wegen der Coronakrise in Schwierigkeiten geraten sind. Das gaben der Quarterback der Seattle Seahawks aus der Profiliga NFL und die Popsängerin am Dienstagabend (Ortszeit) in einem Videobeitrag bekannt.

Das Ehepaar unterstützt das Unternehmen "Food Lifeline", das sich für Bedürftige im US-Bundesstaat Washington einsetzt. Dort gab es bis Dienstag über 1.000 Corona- und 52 Todesfälle - 43 davon im King County, wo Seattle liegt.

Quarterback Patrick Mahomes von Super-Bowl-Champion Kansas City Chiefs hatte zuvor 15.000 Mahlzeiten bezahlt. Mit seiner Foundation ("15 and the Mahomies") wird der Spielmacher außerdem 100.000 Dollar an Hilfsorganisatoren spenden.

Infektionen mit dem Coronavirus in allen US-Bundesstaaten

9:44 Uhr: In den USA sind nun in allen 50 Bundesstaaten Menschen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert. Als letzter Staat meldete West Virginia im Osten der Vereinigten Staaten am Dienstag (Ortszeit), dass erstmals ein Patient positiv auf das Virus getestet worden sei. "Wir wussten, dass es passieren würde, und wir waren darauf vorbereitet", schrieb Gouverneur Jim Justice am Abend auf Twitter. In einer Ansprache an die Bürger hatte er zuvor auch die Schließung aller Restaurants, Bars und Casinos in dem Staat bis Mitternacht angekündigt. Restaurants und Bars dürfen aber demnach weiter Gerichte zum Mitnehmen verkaufen.

Die Gesamtzahl der in den USA gemeldeten Infektionsfälle mit dem Coronavirus lag nach Angaben der Johns Hopkins Universität zuletzt bei rund 6500. Die Zahl der Todesfälle infolge der Krankheit Covid-19 überstieg dort am Dienstag erstmals die Hundertermarke.

Bayern verschiebt Start der Abitur-Prüfungen wegen Coronavirus

9:27 Uhr: Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch in München mit.

"Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit.

Zudem werde auf diese Weise ausreichend Zeit für ausstehende Leistungsnachweise im Vorfeld der Abiturprüfungen gewonnen. Auch die Nachholtermine für die schriftlichen Prüfungen würden so angesetzt, dass eine termingerechte Bewerbung für bundesweit oder örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge möglich sei.

Wegen der unklaren Entwicklungen bei der Virusausbreitung könnten jedoch weitere Veränderungen im Ablauf der Abiturprüfung 2020 in Bayern nicht ausgeschlossen werden.

Erstmals Corona-Infizierte in Montenegro - Kolumbien ruft Notstand aus

9:17 Uhr: In Montenegro sind erstmals Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Während viele europäische Länder bereits mit drastischen Mitteln gegen das Virus SARS-CoV-2 ankämpfen, hatte das kleine Balkanland an der Adria bislang keinen gemeldeten Infizierten. Bei den positiv getesteten Personen handelte es sich um zwei Frauen, gab Ministerpräsident Dusko Markovic am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Podgorica bekannt. Beide hätten sich zuvor im Ausland in Gebieten mit hohem Ansteckungsrisiko aufgehalten, fügte er hinzu. Wo die beiden Frauen gewesen waren, führte er nicht weiter aus. Ihren Gesundheitszustand beschrieb er als stabil.

In Kolumbien hat Präsident Iván Duque den Notstand erklärt. Bürger über 70 Jahre müssen zu Hause bleiben. Aus dem Haus dürften sie nur, um einkaufen, in die Apotheke oder zum Arzt zu gehen. "Unsere Großeltern haben das größte Risiko, daher gilt die erste Notstandsmaßnahme ihrer Sicherheit", sagte Duque in einer Ansprache in der Hauptstadt Bogotá. Die Anweisung gilt vom 20. März bis zum 31. Mai.

Nur bei wenigen Kurzarbeitern wird aufgestockt

9:01 Uhr: Im Fall von Kurzarbeit können bislang nur wenige Arbeitnehmer darauf vertrauen, dass ihre Verdienstausfälle ausgeglichen werden. Nur eine Minderheit der Tarifbeschäftigten würde eine bereits vertraglich vereinbarte Aufstockung zusätzlich zum Kurzarbeitergeld erhalten, erklärte der Leiter des gewerkschaftlichen WSI-Tarifarchivs, Thorsten Schulten, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Sozialleistung Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des Netto-Entgelts beziehungsweise 67 Prozent für Beschäftigte mit Kindern.

UEFA-Chef zweifelt am Saisonabschluss

8:50 Uhr: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Zweifel daran, dass die Saison 2019/20 im europäischen Fußball abgeschlossen werden kann. "Für die Wettbewerbe ist es sicherlich das Beste", sagte der 52-Jährige der Nachrichtenagentur AP. "Aber ist es möglich, wenn man auf den Kalender schaut, der extrem eng ist? Es ist schwer zu sagen."

Bordelle müssen wegen Corona schließen

8:43 Uhr: Viele Arbeitnehmer sind derzeit im Homeoffice, sofern möglich, um Kontakt zu Kollegen und anderen Menschen zu vermeiden. Die Ansage, soziale Kontakte zu meiden, schadet vor allem den Prostituierten. "Die Frauen verdienen kein Geld mehr", sagte Hedwig Christ von der Nürnberger Beratungsstelle Kassandra der Deutschen Presse-Agentur. Seit Anfang der Woche riefen dort ständig verunsicherte Frauen an, die nicht mehr wüssten, wie es weiter gehen soll. Viele der Prostituierten wohnen auch in den Bordellen und können jetzt keine Miete mehr bezahlen.

Boateng jongliert mit Klopapier

8:25 Uhr: Toilettenpapier ist durch die Hamsterkäufe ein teures Gut geworden. Fußball-Profi Jerome Boateng scheint auch ausreichend zu besitzen, denn bei Instagram postete er ein Video, indem er statt mit einem Ball mit einer Klopapierrolle jongliert, das Video sehen Sie hier.

Wirte machten vor der Coronakrise noch gute Geschäfte

8:14 Uhr: Wirte und Hoteliers haben vor der Coronavirus-Krise in Deutschland noch gute Geschäfte gemacht. Im Januar stieg der Gastgewerbeumsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Bereinigt um die Preissteigerung blieb ein reales Wachstum von 1,5 Prozent. Die zusätzlichen Erlöse fielen vor allem in der Gastronomie an, die einen realen Zuwachs von 3,0 Prozent verzeichnete. In den Hotels und anderen Behebergungsbetrieben ging es hingegen preisbereinigt 1,2 Prozent runter.

München bleibt Spielort der Fußball-EM - Turnier wird übe

7:31 Uhr: Die ins nächste Jahr verschobene Fußball-EM soll unter den gleichen Voraussetzungen starten wie das ursprünglich für diesen Sommer geplante paneuropäische Turnier mit zwölf Gastgebern, darunter München. "Der Plan ist, die gleichen Veranstaltungsorte, die gleichen Städte, die gleichen Stadien zu haben", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (52) der Nachrichtenagentur AP. "Wenn etwas kompliziert wird, dann können wir es auch mit elf, neun oder weniger Stadien machen. Aber der Plan ist, dass alles gleich bleibt."

Das heißt, dass auch Deutschland mit der Allianz Arena von Rekordmeister FC Bayern Ausrichter von einem Viertelfinale und drei Gruppenspielen bleiben wird. Der EM-Modus mit über den gesamten Kontinent verteilten Gastgeberorten war zur Feier des 60-jährigen EM-Jubiläums in diesem Jahr gewählt worden. Neben München wurden Rom, Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Die britische Hauptstadt bekam unter anderem beide Halbfinals und das Endspiel zugesprochen. Teilnehmen werden 24 Mannschaften.

Erster NHL-Spieler mit Coronavirus infiziert

6:43 Uhr: In der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein namentlich nicht genannter Spieler der Ottawa Senators sei positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden, teilte der Club aus der Hauptstadt Kanadas am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Er habe leichte Symptome und sei in Quarantäne. Seine Mitspieler sollen deswegen ebenfalls in der Selbstisolation bleiben. Die Senators haben vor der Unterbrechung in der NHL wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie zuletzt in Los Angeles gegen die Kings gespielt. Der ehemalige Bundestrainer Marco Sturm arbeitet dort als Assistenztrainer.

Corona: Agnelli-Familie spendet zehn Millionen Euro

6:28 Uhr: Die Unternehmerfamilie Agnelli, deren Mitglieder unter anderem dem italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin vorstehen sowie die Mehrheit am Fiat-Chrysler-Konzern halten, beteiligt sich mit einer Spende in Höhe von zehn Millionen Euro am Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das Geld kommt der italienischen Katastrophenschutzbehörde und einer Sozialhilfeorganisation zugute, die in der norditalienischen Region Piemont rund um Turin tätig ist.

Airbus-Werk in Hamburg hält Produktion aufrecht

6:00 Uhr: Die Airbus-Produktion in den deutschen Werken bleibt weitgehend aufrecht erhalten, und die Werkstore stehen Leiharbeitern, Kunden und Partnern weiter offen. Doch auch die deutschen Airbus-Standorte würden in dieser Woche an neue und veränderte Arbeitsabläufe im Kampf gegen das Coronavirus angepasst, sagte ein Airbus-Sprecher in Hamburg. Dabei halte Airbus strenge Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle ein. Bei den Vorgaben richtet sich das Unternehmen nach eigenen Standards ebenso wie nach den Regeln auf nationaler oder regionaler Ebene.

Kassen sichern komplette Finanzierung von Corona-Kosten zu

5:18 Uhr: Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben versichert, unbegrenzt alle Ausgaben zu finanzieren, die im medizinischen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie entstehen. Die Kassen achteten darauf, dass Kliniken und Ärzte mit der erforderlichen Liquidität versorgt würden, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auf diese Weise wollten die Kassen "den Menschen, die sich jetzt in vorderster Reihe um die Patienten kümmern, den Rücken freihalten".

Die Kassen übernähmen auch die zusätzlichen Kosten, wenn etwa Ärzte oder Pfleger aus dem Ruhestand zurückkehrten, um das medizinische Personal zu unterstützen. "Dass diese notwendigen zusätzlichen medizinischen und pflegerischen Leistungen finanziert werden, steht für uns außer Frage", sagte Pfeiffer. Ziel müsse die Verhinderung von Situationen sein, in denen die Ärzte zur Rettung des Lebens eines Patienten den Tod eines anderen in Kauf nehmen müssten.

Casinos schließen - Coronavirus legt US-Staat Nevada lahm

4:34 Uhr: Der US-Staat Nevada mit dem Glücksspielparadies Las Vegas greift zur Eindämmung des Coronavirus zu drastischen Maßnahmen. Alle Casinos und andere Einrichtungen, die nicht lebensnotwendige Dinge anbieten, werden für 30 Tage geschlossen. Dies gab der Gouverneur von Nevada, Steve Sisolak, am Dienstagabend (Ortszeit) bekannt. Ab Mittwoch sollen neben den Spielhallen unter anderem auch Restaurants, Bars, Kinos, Fitnesscenter, Kosmetikstudios und Einkaufszentren schließen.

Um Leben zu retten, müsse man aggressive Schritte unternehmen, sagte Sisolak. Der Gouverneur wies die Bewohner von Nevada an, zu Hause zu bleiben. Von der Schließung ausgenommen sind wichtige Läden wie Supermärkte, Apotheken, Tankstellen und Banken.

Bolsonaro: Auch zweiter Coronavirus-Test negativ

4:13 Uhr: Auch der zweite Test auf das Coronavirus bei Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro ist nach dessen eigenen Angaben negativ ausgefallen. Das verkündete Bolsonaro am Dienstagabend (Ortszeit) in den sozialen Medien. Bolsonaro hatte den zweiten Test im Präsidentenpalast in Brasília am Dienstag gemacht, wie der Minister für Institutionelle Sicherheit, Augusto Heleno, bekanntgab. Dem ersten Test hatte sich der brasilianische Staatschef vergangene Woche unterzogen, nachdem sein Kommunikationssekretär Fábio Wajngarten positiv getestet worden war.

Hopp macht Hoffnung auf Corona-Impfstoff im Herbst

3:58 Uhr: Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern. "Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen", sagte der SAP-Gründer und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Weil der Druck enorm hoch sei, sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. "Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern", sagte Hopp. Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach die USA exklusiv die Rechte an einem Impfstoff gegen das Coronavirus von CureVac erwerben wollten. Hopp fügte in dem Interview hinzu, ein Impfstoff könne vorbeugend die Gesunden schützen. "Wenn zum Beispiel die Corona-Pandemie im nächsten Winter wieder verstärkt auftreten sollte, was einige Experten befürchten." Kranke könnten damit natürlich nicht geheilt werden.

Von der Leyen: "Haben das Virus unterschätzt"

2:17 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. "Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt", sagte sie in der Sendung "Bild live", die in der Nacht zu Mittwoch veröffentlicht wurde. Aber inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. "All diese Maßnahmen, die sich für unsere Ohren noch vor vierzehn Tagen oder drei Wochen drastisch, drakonisch angehört haben - wir haben verstanden, dass das jetzt sein muss." Das sei sehr schwer. "Aber ich glaube, die Bevölkerung macht da gut mit."

Von der Leyen sagte über die Vorgehensweise des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der den Kampf gegen das Virus als Krieg bezeichnet hatte: "Ich persönlich würde das Wort Krieg nicht nutzen, aber ich verstehe die Motivation des französischen Präsidenten." Denn das Coronavirus sei ein unheimlicher Gegner. "Wir sehen es nicht, es hat keine Farbe, es schmeckt nicht. Wir merken aber, dass es sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet. Wir wissen auch nicht, wie hart es den einzelnen Menschen betrifft." Es gebe Menschen, die überhaupt keine Symptome hätten, andere milde, dann schwere. Und es gebe Menschen, die innerhalb kurzer Zeit stürben.

Traditionelle Passionsspiele in Mexiko-Stadt fallen wegen Virus aus

2:00 Uhr: Zum ersten Mal nach 177 Jahren finden wegen des Coronavirus in der kommenden Karwoche die Passionsspiele in Mexiko-Stadt ohne Besucher statt. Jährlich besuchen rund zwei Millionen Menschen zwischen Palmsonntag und Ostern den armen Stadtteil Iztapalapa, wo die Kreuzigung Jesu nachgespielt wird.

In diesem Jahr finde wegen der globalen Pandemie nur eine reduzierte, symbolische Version des Schauspiels in einem geschlossenen Raum statt, teilte die Bürgermeisterin des Ortsteils der mexikanischen Hauptstadt, Clara Brugada, am Dienstag mit. Dies werde im Fernsehen und im Internet übertragen.

Die Passionsspiele finden seit 1843 statt. Zehn Jahre zuvor waren wegen einer Cholera-Epidemie zahlreiche Bewohner von Iztapalapa ums Leben gekommen. Mit der Darstellung des Leidenswegs Jesu wollten die Überlebenden Gott dafür danken, dass er sie verschont hatte.

NBA-Superstar Durant und drei weitere Nets-Profis mit Coronavirus infiziert

1:23 Uhr: Vier Profis der Brooklyn Nets aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Klub am Dienstagabend mit. Die Namen der betroffenen Spieler wurden nicht genannt, einer von ihnen weist laut der Angaben Symptome auf.

Alle Spieler und Mitarbeiter der Nets befinden sich nun in Isolation und stehen in engem Austausch mit der medizinischen Abteilung. Zuvor hatten sich drei bisher bekannte NBA-Spieler mit dem Virus infiziert. Neben Rudy Gobert und Donovan Mitchell (beide Utah Jazz) ist auch Christian Wood (Detroit Pistons) betroffen.

Alle Meldungen vom Dienstag, 17. März: Türkei meldet ersten Toten

23:07 Uhr: Die Türkei hat den ersten Toten durch COVID-19 gemeldet. Zugleich habe sich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf 98 mehr als verdoppelt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstag mit. Bei dem Toten handele es sich um einen 89-Jährigen, der sich bei jemandem angesteckt habe, der mit China in Kontakt gestanden habe. In der Türkei ist ebenso wie in vielen anderen Ländern das öffentliche Leben wegen der Coronaviruskrise bereits stark eingeschränkt worden.

Abiturprüfungen in Österreich verschoben

21:36 Uhr: In Österreich werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Abiturprüfungen verschoben. Das teilte Bildungsminister Heinz Faßmann am Dienstag mehreren Medien mit. Die schriftlichen Prüfungen sollten eigentlich zwischen dem 5. und dem 13. Mai stattfinden. Nun werden sie laut Faßmann frühestens am 18. Mai abgehalten. Die mündlichen Prüfungen folgen danach.

Von der Leyen hofft auf Covid-19-Impfstoff vor Herbst

21:32 Uhr: Zur Eindämmung der Pandemie hofft EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch vor Herbst auf einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19. Die EU werde die Tübinger Firma CureVac bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, bestätigte die CDU-Politikerin in einem am Dienstag auf Twitter verbreiteten Video. "Und ich hoffe sehr, dass wir so vor Herbst Impfstoffe auf dem Markt haben."

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und weitere Experten rechnen mit einem marktfähigen Impfstoff frühestens nächsten Frühling.

Erster Todesfall in Schleswig-Holstein

21:19 Uhr: Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen 78-Jährigen, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb. Dies teilte das Klinikum am Dienstag mit.

Belgien beschließt fast dreiwöchige Ausgangssperre

20:53 Uhr: In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel.

Sechster Todesfall in Baden-Württemberg

20:33 Uhr: In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes vom Dienstagabend um eine über 80-jährige stationär behandelte Patientin aus dem Ortenaukreis, die bereits am Montag starb.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Dienstagabend außerdem 536 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 1641 an.

EU-Gipfel verspricht jede verfügbare Hilfe für die Wirtschaft

20:20 Uhr: In der Corona-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. "Was immer nötig" sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend.

Schon jetzt haben die Staaten der Eurozone Schätzungen zufolge mehr als eine Billion Euro an Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt. Nach einer Erklärung der Eurogruppe wurden etwa 10 Prozent der gemeinsamen Wirtschaftskraft in Form von Kreditgarantien oder gestundeten Steuerschulden an Liquiditätshilfen zugesagt, zudem 1 Prozent für direkte Finanzspritzen.

Die EU-Kommission hatte zudem ein Maßnahmenbündel auf europäischer Ebene vorgeschlagen, darunter eine Investitionsinitiative im Wert von 37 Milliarden Euro, die Aktivierung von 28 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds und die Absicherung von Krediten der Europäischen Investitionsbank für bis zu 100.000 europäische Firmen.

Teil des Pakets ist die vorübergehende Lockerung von EU-Beihilferegeln. Damit sollen die EU-Staaten freie Hand bekommen, je Firma bis zu 500.000 Euro direkte Finanzhilfe oder Steuerstundung zu geben. Die Staaten dürften demnach auch Garantien für Kredite abgeben und Zinsen subventionieren.

EU beschließt sofortigen Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger

19:40 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der EU haben einen Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger beschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine umgehende Umsetzung der Einreisebeschränkungen zugesagt. "Deutschland wird das sofort umsetzen", sagte Merkel am Dienstag in Berlin auf einer Pressekonferenz nach dem Videogipfel mit ihren EU-Kollegen.

Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage. Wie das Innenministerium am Dienstagabend mitteilte, betrifft das Verbot alle Flüge und Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben.

Ausnahmen gibt es laut Bundesinnenministerium für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat. Wer einen dringenden Einreisegrund hat - beispielsweise eine Beerdigung oder einen Gerichtstermin - muss dafür die entsprechenden Nachweise mitführen.

Staatsangehörigen von EU-Staaten und ihren Angehörigen wird die Durchreise durch Deutschland gestattet. Das gilt auch für Bürger aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.

Bund und Länder beschließen Krankenhaus-Notfallplan und wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln

18:15 Uhr: Bund und Länder wollen die stationäre Krankenhausversorgung ausweiten. Um Kliniken zu entlasten, die sich auf den Aufbau von Intensivkapazitäten konzentrieren, müssten an anderen Kliniken und gegebenenfalls provisorischen weiteren Standorten wie Hotels oder umgerüsteten Hallen zusätzliche Betten- und Behandlungskapazitäten - bis hin zur Verdoppelung - aufgebaut werden. Das geht aus einem "Grobkonzept Infrastruktur Krankenhaus" hervor, auf das sich Bund und Länder am Dienstag verständigt haben.

Danach sollen unter anderem Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größere Hallen umgerüstet werden, um dort die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zu versorgen. Notfalls sollen dazu Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk oder auch andere Dienste herangezogen werden. "Dies entlastet dann die Krankenhäuser für schwerere Verläufe", heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Jede Klinik sollte auch vorausschauende Personalplanung betreiben: vorhandenes Personal zusätzlich für einen etwaigen Einsatz im Intensivbereich schulen. Auch sollten Konzepte entwickelt werden für den Einsatz von Medizinstudenten höherer Semester, sowie für den Einsatz von Ärzten und Pflegekräften, die sich aus dem Ruhestand oder anderen Bereichen zur Unterstützung zur Verfügung stellen.

Amazon räumt Medikamenten und Haushaltsgütern Vorrang ein

17:47 Uhr: Der weltgrößte Online-Händler Amazon priorisiert vorübergehend Lieferungen von Medikamenten und unerlässlichen Haushaltsgütern. Um die Verfügbarkeit dieser wichtigen Produkte sicherzustellen, würden sie anderen Artikeln gegenüber bis zum 5. April mit Vorrang in der Liefer- und Lagerlogistik behandelt, teilte der Konzern am Dienstag mit. Durch die erhöhte Nachfrage seien derzeit einige Produkte zur Grundversorgung nicht erhältlich, begründete Amazon den Schritt. Auch Deutschland ist laut einem Sprecher von der Entscheidung betroffen, so dass es hier vorübergehend zu längeren Lieferzeiten kommen könnte.

Berliner Clubs wollen nach Schließung DJ-Sets online streamen

17:42 Uhr: Mit Livestreams will die Berliner Clubszene um ihr Überleben in Zeiten des Coronavirus kämpfen. Von diesem Mittwoch an sollen täglich von 19.00 Uhr an DJ-Sets live über das Internet gestreamt werden. "Wir wollen Clubkultur zugänglich machen auch in Zeiten der Quarantäne", sagte Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission am Dienstag in Berlin. Dies sei kein Aufruf zu einer Privatparty, dazu fehle auch das Club-Erlebnis.

Unterstützt wird die Aktion von mehreren Medien, darunter Arte Concert, RBB, radioeins, FluxFm oder Alex TV. Geplant sind neben Live-Musik und Performances zudem Übertragungen von Gesprächsrunden, Vorträgen und Filmen rund um clubkulturelle Themen.

Die Aktion #UnitedWeStream dient auch der Sammlung von Spenden für die in ihrer Existenz bedrohten Clubs, die zunächst für fünf Wochen schließen müssen. Es sei zwar vom Senat bereits ein Rettungspaket in Höhe von zehn Millionen Euro gefordert worden, "aber wir wollen nicht warten, sondern aktiv werden mit der Kampagne", sagte Leichsenring.

Die Clubs müssten jetzt "einen kühlen Kopf bewahren, um ihre Liquidität zu sichern". Leichsenring verwies auf laufende Kosten eines Clubs wie dem "Watergate" mit allein 70 bis 80 festen Mitarbeitern in Höhe von monatlich etwa 120.000 Euro. Das "Berghain", Magnet für Partygänger aus der ganzen Welt, habe etwa 350 Mitarbeiter.

Touristen dürfen ab Mittwoch nicht mehr nach Schleswig-Holstein

17:24 Uhr: Touristen dürfen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das habe die Landesregierung beschlossen, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag.

Zugleich schließt das Küstenland, das traditionell von vielen Touristen besucht wird, auch alle Restaurants. Diese dürfen nur noch außer Haus verkaufen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Sondersitzung seines Kabinetts mitteilte.

Niedrige Coronavirus-Todesrate in Deutschland: Gründe unklar

17:10 Uhr: Warum ist die Todesrate unter Corona-Infizierten in Deutschland deutlich tiefer als in den meisten anderen Ländern? Die Experten wissen es nicht, ist die Antwort der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der in der WHO-Region Europa für das Management ansteckender Krankheiten zuständige Arzt Richard Pebody sagte am Dienstag, es könne etwa darin liegen, dass die einzelnen Staaten der Erde die Fälle mehr oder weniger genau zählen oder tatsächlich an der Qualität der Behandlung.

Die europäischen Länder sollten stärker zusammenarbeiten, vor allem etwa bei der Beschaffung von Schutzmaterial für medizinisches Personal im Gesundheitsdienst, forderte der WHO-Regionaldirektor Europa, Hans Kluge. "Wir sehen aber eine positive Dynamik", meinte er. Es sei normal, dazu zunächst jedes Land allein vorpresche, im Laufe der Zeit wachse aber die Einigkeit über den richtigen Weg vorwärts.

Das in Großbritannien und den Niederlanden diskutierte Konzept das Virus mehr durch die Herdenimmunität und weniger durch strikte Isolation zu bekämpfen, sehen die WHO-Experten skeptisch. Gemeint ist damit, dass sich eine gewisse Immunität in der Gesellschaft aufgebaut hat, wenn grob 60 Prozent der Bevölkerung infiziert sind. Man wisse noch zu wenig über das Virus, sagte Dorit Nitzan, WHO-Koordinatorin für Notlagen. Sich auf das Konzept der Herdenimmunität zu verlassen, sei nicht ratsam.

French Open in den September verlegt

17:00 Uhr: Die Veranstalter der French Open haben auf die Corona-Krise reagiert und das berühmteste Sandplatzturnier im Tennis in den Herbst verlegt. Dies wurde am Dienstag bekannt.

Demnach soll das Grand-Slam-Event vom 20. September bis 4. Oktober stattfinden. Ursprünglich waren die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni geplant. Frankreich ist stark von der Corona-Pandemie betroffen, mit Stand Dienstagnachmittag waren dort bereits 148 Menschen der Erkrankung COVID-19 erlegen.

Luxemburgs Regierungschef ruft Notstand aus

16:40 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel am Dienstag den nationalen Notstand ausgerufen. "Das ist ein außergewöhnliches Instrument, aber es ist nötig, um die Krise schnellstmöglich in den Griff zu bekommen", sagte er vor dem Abgeordnetenhaus in Luxemburg.

Er berief sich auf einen bisher noch nie angewendeten Artikel der luxemburgischen Verfassung, wonach der Großherzog im Fall einer "internationalen Krise" für maximal drei Monate auch Maßnahmen anordnen kann, die bestehendem Recht widersprechen.

"Bleibt so viel es geht und so lang es geht daheim", sagte Bettel an die gut 600.000 Bewohner des Großherzogtums gerichtet. "Habt keinen Kontakt mit anderen Leuten."

Ausnahmen von der Aufforderung, daheim zu bleiben, gelten für den Weg zur Arbeit, dringende medizinische Termine, den Einkauf von Lebensmitteln oder andere wichtige Angelegenheiten. Bettel versicherte: "Der Staat und die Institutionen funktionieren weiterhin."

Derzeit gibt es nach Angaben von Gesundheitsministerin Paulette Lenert 140 Corona-Infizierte im Land, von denen sechs in Krankenhäusern behandelt werden. Am Montag waren es noch 81 Infizierte. Die Ministerin sagte, Gesundheitsmaterial sei in großem Umfang gestohlen worden: "So schnell kann man gar nicht gucken." Deshalb sei jetzt die Armee eingesetzt worden, um Lager mit wichtigem Material "bis zu dem Zeitpunkt, an dem es gebraucht wird, zu sichern". Nähere Angaben machte sie nicht.

Deutscher Einzelhandel schließt die meisten Geschäfte und warnt vor Insolvenzwelle

16:21 Uhr: Die deutschen Einzelhändler schließen wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Türen und fürchten angesichts von Milliardenverlusten um ihre Existenz.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) forderte von der Politik "sofort Direktzahlungen", um eine Insolvenzwelle abzuwehren. Der Online-Handel dagegen boomt.

Die Bundesregierung und die Länder hatten am Montag die Schließung der meisten Geschäfte wegen der Coronavirus-Pandemie angeordnet.

Von den Ladenschließungen besonders betroffen ist laut HDE der Textilhandel. In den Lagern der Bekleidungsketten liege bereits die Frühjahrsware, die nun nicht weiterverkauft werden könne. Das Geschäft "lässt sich auch nicht nachholen", sagte ein Verbandssprecher.

HDE-Geschäftsführer Stefan Genth erklärte: "Alle Kosten laufen ja weitestgehend weiter, die Löhne, die teuren Mieten, Rechnungen müssen bezahlt werden", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Zahlungen müssten einerseits an große Kaufhausketten fließen. "Wir brauchen aber auch eine breite Unterstützung des Mittelstands." Konkret forderte Genth rasche und praktikable Bürgschaften der staatlichen Förderbank KfW ohne Eigenbeteiligungen der Händler.

Sollte der Shutdown sich über zwei Monate hinziehen, werde der Einzelhandel in Deutschland dies nicht überstehen, warnte Genth. Mit jedem Tag Schließung verliere der Handel im No-Food-Bereich, zu dem etwa Textilien, Möbel, Unterhaltungselektronik und Parfümerien zählen, 1,15 Milliarden Euro. In der Woche summiere sich der Verlust auf sieben Milliarden Euro.

Copa America: Auch Messi und Co. spielen erst 2021

16:10 Uhr: Wie die Fußball-Europameisterschaft ist auch die für diesen Sommer geplante Copa America wegen der Coronavirus-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben worden.

Argentiniens Superstar Lionel Messi, Brasiliens Neymar und Co. spielen den Südamerika-Meister nun vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2021 in Argentinien und Kolumbien aus, wie der Kontinentalverband CONMEBOL am Dienstag bekannt gab.

Das Turnier findet erstmals in zwei Ländern statt, zwölf Teams nehmen teil - darunter auch die eingeladenen Mannschaften aus Australien und Katar.

Bundesbank: Versorgung mit Bargeld ist sichergestellt

16:00 Uhr: Die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld ist nach Angaben der Deutschen Bundesbank auch in der Coronavirus-Krise gesichert. "Das Bargeld wird in Deutschland nicht ausgehen, unsere Tresore sind prall gefüllt, die Logistik stimmt", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann am Dienstag in Frankfurt. Das gelte auch für den Fall, dass sich das Virus weiter ausbreite und zusätzliche Maßnahmen deswegen getroffen würden. Beermann betonte zugleich, von Scheinen und Münzen gehe kein besonderes Ansteckungsrisiko aus.

Hauptübertragungsweg des Corona-Virus seien Tröpfcheninfektionen durch Husten, Niesen, aber auch Sprechen, ergänzte der Infektiologe und Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk. Wenn das Virus über Geldscheine oder Lappen übertragen würde, wären die Fallzahlen höher, sagte Gottschalk.

Champions League und Europa League "bis auf Weiteres" ausgesetzt

15:41 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat im Zuge der Coronavirus-Krise alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften "bis auf Weiteres" ausgesetzt.

Entscheidungen zu neuen Terminen beispielsweise für Partien der Champions League und Europa League sollen "zu gegebener Zeit" getroffen und mitgeteilt werden, wie die UEFA nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag mitteilte.

Eine Arbeitsgruppe solle unter Beteiligung der Ligen und Clubs nach Lösungen im Kalender suchen, die es ermöglichen, die Saison zu Ende zu spielen. Die für Ende März geplanten Playoff-Spiele zur Europameisterschaft, die in den Sommer 2021 verschoben wurde, sollen nach Möglichkeit Anfang Juni stattfinden.

Damit blieb zunächst unklar, wie die Sieger in den beiden europäischen Vereinswettbewerben ermittelt werden sollen. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, dass es in Champions League und Europa League jeweils Final-Four-Turniere mit Halbfinals und Endspielen am selben Ort geben solle.

Das Finale der Champions League sollte bislang am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel der Europa League war drei Tage zuvor in Danzig geplant.

In Berlin schließen viele Geschäfte - Krankenhaus für Corona-Patienten geplant

15:17 Uhr: Auch in Berlin sollen Geschäfte wegen der Corona-Krise in großem Umfang schließen. Das hat der Berliner Senat bei seiner Sitzung am Dienstag entschieden. Supermärkte und andere Läden, die der Versorgung der Menschen dienen, Banken, Drogerien und Apotheken sollen allerdings offen bleiben.

Wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci mitteilte, soll Berlin ein eigenes Krankenhaus für COVID-19-Patienten bekommen. Es soll auf dem Gelände der Messe Berlin Platz für bis zu 1.000 Patienten bieten und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entstehen.

Bayerische Polizei beendet "Corona-Partys" - Söder mahnt und droht

14:55 Uhr: Weil sich Menschen trotz strenger Regeln und zahlreicher Warnungen zu "Corona-Partys" treffen, soll die Polizei in Bayern härter durchgreifen. "Sorry, aber das geht gar nicht", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Wer in diesen Tagen die Vorgaben bewusst ignoriere, soziale Kontakte einzudämmen, gefährde sich selbst und alle anderen. Söder betonte, die Polizei sei angewiesen, darauf umgehend zu reagieren und dagegen vorzugehen.

In Nürnberg und Schwabach beispielsweise hatte die Polizei solche Partys beendet. Rund 100 junge Menschen hatten sich am Montagabend in einem Nürnberger Stadtpark zum Feiern getroffen und dazu eine mit Generatoren betriebene Musik- und Lichtanlage laufen lassen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In Schwabach trafen sich den Angaben nach 50 Jugendliche in einem Skater-Park und feierten ebenfalls lautstark mit einer Musikanlage. Sie hatten sich offenbar über soziale Medien zu der Feier verabredet. Hier wie dort stellten Beamte die Anlage sicher und erteilten Platzverweise.

Bei der Münchner Polizei war am Dienstag noch keine "Corona-Party" bekannt, wie ein Sprecher sagte. Man werde das aber genau im Blick haben. Wegen des Coronavirus sind in Bayern bis einschließlich 19. April öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt.

Iran meldet 135 neue Todesfälle durch Coronavirus

14:29 Uhr: Im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Iran sind binnen 24 Stunden weitere 135 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 988, wie die Behörden in Teheran am Dienstag mitteilten. Mehr als 1.170 Neuinfektionen wurden demnach registriert, insgesamt haben sich damit 16.169 Menschen im Iran mit dem Virus infiziert.

Nach Angaben des Sprechers des Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, ist rund ein Drittel der Betroffenen inzwischen wieder gesund. Die meisten Neuinfektionen wurden in der Provinz Teheran registriert. Um die Epidemie einzudämmen, wurden staatlichen Medienberichten zufolge mancherorts Feierlichkeiten zum traditionellen Feuerfest untersagt.

Friedrich Merz ist mit Coronavirus infiziert

14:05 Uhr: Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Lettland schließt wegen Corona-Krise die Grenzen für Personenverkehr

14:00 Uhr: In Lettland sind seit Dienstag wegen der Coronakrise die Grenzen für den internationalen Personenverkehr geschlossen. Betroffen von der Maßnahme sind der Luft-, Schienen-, See- und Busverkehr. Ausgenommen sind lediglich heimkehrende lettische Staatsbürger und Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in dem baltischen EU-Land. Umgekehrt können auch Ausländer, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, die Grenze weiterhin passieren.

In Lettland gab es bislang 49 nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus bis Ostern den landesweiten Notstand ausgerufen. Öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, Schulen und Kindergärten geschlossen.

UEFA verschiebt die Fußball-EM auf 2021

13:46 Uhr: Die Verlegung der Fußball-Europameisterschaft 2020 soll nach Angaben des norwegischen Verbands NFF bereits fix sein. Die Europäische Fußball-Union UEFA habe entschieden, das Turnier in den Sommer des kommenden Jahres zu verschieben, twitterte der NFF am Dienstag. Die EM werde nun vom 11. Juni bis 11. Juli stattfinden.

Dem UEFA-Vorschlag, die EM für dieses Jahr abzusagen, hatten am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA übereinstimmenden Medienberichten zufolge zugestimmt. In einer weiteren Videokonferenz mussten 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie absegnen, ehe das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen konnte.

Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden.

Deutschland wäre mit München einer von zwölf Gastgebern für die 51 Spiele der 24 Teilnehmer gewesen. Inwieweit die UEFA die historische Endrunde im Sommer 2021 unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will und kann, blieb zunächst offen.

Flixbus setzt Betrieb aus

13:34 Uhr: Der Fernbusanbieter Flixbus wird den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht einstellen. Das Unternehmen werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab Dienstag, 17. März 2020 um 24:00 Uhr aussetzen, teilte die Firma mit.

WHO: Bei Coronavirusverdacht ohne ärztlichen Rat kein Ibuprofen

13:29 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen.

Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Aber die Experten prüften die Lage zur Zeit. "Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen", sagte Lindmeier. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

Der französische Gesundheitsminister hatte am Wochenende mit einem Tweet, in dem er vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte, Aufsehen erregt. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich ähnlich geäußert und von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) abgeraten.

Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin) und Diclofenac. Es gibt einen Beitrag im Fachjournal "Lancet", in dem eine mögliche unerwünschte Wirkung von Ibuprofen erwähnt wird. Die Fallzahl der Studie ist aber äußerst gering.

In Frankreich steht Ibuprofen seit 15. Januar nicht mehr frei vorne in der Apotheke, sondern nur noch hinter dem Schalter. Die Apotheker verkaufen es weitgehend ohne Rezept. Damit soll jedoch eine entsprechende Beratung sichergestellt sein.

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) schloss am Wochenende nicht aus, dass insbesondere ASS, aber auch Ibuprofen, bei der Lungenerkrankung Covid-19 nicht hilfreich sein könnten. "Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis", erläutert der Virologe. Damit steige das Risiko für innere Blutungen. "Bei Paracetamol ist das nicht der Fall."

In Frankreich beginnt 15-tägige Ausgangssperre

13:02 Uhr: In Frankreich hat im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre begonnen. Seit Dienstag um 12 Uhr dürfen die Menschen für zunächst 15 Tage nur noch das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Das hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache angekündigt. Wer vor die Tür will, muss nun ein entsprechendes Formular bei sich tragen.

Erlaubt ist nun nur noch: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbededürftigen helfen oder allein Sport machen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss eine Geldstrafe von bis zu 135 Euro zahlen. Die Einhaltung der Ausgangssperre wird von mehr als 100.000 Sicherheitskräften im Land überwacht.

Um Punkt 12 Uhr waren in Paris immer noch Menschen auf der Straße unterwegs, vor einer Bäckerei im 12. Arrondissement standen zahlreiche Menschen an. Auch Busse, Rollerfahrer und Autos waren noch auf der Straße. Allerdings war es deutlich leerer als normal. Am Vormittag hatten noch zahlreiche Französinnen und Franzosen eingekauft, vor den Supermärkten bildeten sich lange Schlangen.

Seit Sonntag sind in Frankreich bereits alle Restaurants und Bars geschlossen. Auch Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen, Museen und Bibliotheken bleiben derzeit zu. Der Präsident monierte allerdings, dass sich dennoch viele Menschen im Freien trafen. Die Covid-19-Pandemie trifft Frankreich hart, bis Montagabend wurden mehr als 6.600 Menschen im Land positiv auf das Virus getestet.

Zuvor hatten bereits Italien und Spanien eine Ausgangssperre verhängt, auch in Österreich ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt worden.

Österreich: Gesamte Vorarlberger Arlbergregion steht unter Quarantäne

12:42 Uhr: In Österreich ist die gesamte Vorarlberger Arlbergregion unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen sind die Gemeinden Lech, Klösterle, Warth und Schröcken. Die Region wurde am Dienstag um 12:00 Uhr abgeriegelt, wie der Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) erklärte. Bis zum 3. April dürfe niemand das Gebiet betreten oder verlassen. Die Versorgung der Menschen unter Quarantäne sei aber sichergestellt.

Als Grund für die Abriegelung nannte Wallner, dass am Montag fünf Corona-Fälle in Lech bekannt geworden seien. Auch alle Menschen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in der Arlbergregion aufgehalten haben müssten sich nun in Quarantäne begeben. Wallner betonte, dass diese Maßnahme nicht freiwillig sei.

Corona-Patientin in Wien gestorben - Zwei Ärzte am AKH positiv

12:37 Uhr: Eine erst 48 Jahre alte Frau ist in Wien während einer Covid-19-Heimquarantäne verstorben. Angehörige hatten die Frau am Sonntag tot aufgefunden.

Zudem wurden zwei Anästhesisten am allgemeinen Krankenhaus von Wien positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Betroffen haben sich vermutlich während eines Kongresses in Zürs am Arlberg infiziert.

Oswald Wagner, Vizerektor für Klinische Angelegenheiten der Med Uni Wien, betonte, dass der Betrieb des Krankenhauses intakt sei.

Regierung in Polen wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne

12:25 Uhr: In Polen ist die gesamte Regierung wegen einer Coronavirus-Infektion bei einem Minister unter Quarantäne gestellt worden. Alle Regierungsmitglieder, die an der letzten Kabinettssitzung teilnahmen, hätten am Montagabend einen Coronavirus-Test vornehmen lassen, teilte Michal Dworczyk, der Bürochef von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, am Dienstag im staatlichen Radio weiter mit. Die Ergebnisse würden noch im Laufe des Tages erwartet.

Grund für die Maßnahme ist ein positiver Coronavirus-Test beim Umweltminister des Landes. Polen hat bisher 205 Infektionsfälle und fünf Corona-Tote gemeldet. Das Land hat seine Grenzen für Ausländer sowie unter anderem Schulen und Universitäten geschlossen.

Italien rechnet bald mit Höhepunkt der Corona-Welle

12:05 Uhr: In Italien rechnen viele Experten bei der Lungenkrankheit COVID-19 bald mit einem Höhepunkt der Ansteckungswelle. Auch nach einem sogenannten "Peak" wird die Gesamtzahl der Infizierten zwar weiter steigen, aber nicht mehr so schnell.

"Wir erwarten, dass es sich in den kommenden Tagen, bis Sonntag, zeigt, ob sich die Entwicklung verlangsamt", sagte der für die Lombardei zuständige Koordinator Giulio Gallera am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa für seine Region.

In der norditalienischen Region war die Corona-Welle im Februar landesweit zuerst entdeckt worden. Sie ist mit über 15.000 Infizierten (Montag) weiterhin am heftigsten betroffen und wurde am 8. März zum Sperrgebiet mit Ausgehverboten. Forscher in Italien sprechen von Ansteckungszeiten von rund zwei bis elf Tagen.

Der Virologe Roberto Burioni rechnete laut der Zeitung "Corriere della Sera" vor, dass ein Verlangsamungseffekt wegen diverser Aspekte - wie der verzögerten Wirkung von Kontaktsperren - in der Statistik noch etwas länger auf sich warten lassen werde. Ähnlich äußerten sich Experten der Universität von Genua in der "Repubblica".

Ihre Fachleute hätten den 25. März als möglichen Höhepunkt der Fallkurve ermittelt. Das alles gelte aber nur, wenn die Italiener sich strikt an die Vorgaben der Regierung zur sozialen Distanz halten würden. Das ganze Land war zwischen dem 9./10. und 11./12. März zum Sperrgebiet mit - im zweiten Schritt - fast ganz geschlossenen Geschäften erklärt worden. Insgesamt sind rund 28.000 Fälle bisher registriert.

Audi stoppt Produktion ab Montag

11:40 Uhr: Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung der Werke "wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen", teilte Audi am Dienstag mit.

Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler sagte: "Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen." Ab kommendem Montag solle die Produktion in diesen Werken stehen, denn das Coronavirus breite sich in Europa und vielen Ländern der Welt aus. Der Schritt sei mit dem Betriebsrat und dem Volkswagen-Konzern abgestimmt. In den deutschen Audi-Fabriken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte.

Zweiter Corona-Fall in der Bundesliga: Hertha-Profi positiv getestet

11:14 Uhr: Ein Profi von Hertha BSC ist an COVID-19 erkrankt. Das teilten die Berliner am Dienstag mit, ohne den Namen des Spielers zu nennen. Trainer, Mannschaft und Funktionsteam begeben sich laut Vereinsauskunft in eine 14-tägige Quarantäne.

Zuvor war Luca Kilian vom SC Paderborn positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Peter Altmaier: Coronakrise dürfte bis Ende Mai andauern

11:05 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht davon aus, dass die Coronakrise bis Ende Mai andauert. Er erwarte, "dass wir sicherlich den ganzen Monat April und den ganzen Monat Mai mit den Folgen zu tun haben", sagte Altmaier am Dienstag in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". Es werde in dieser Zeit noch eine "erhebliche Zahl von Neuinfektionen" geben. "Deshalb würde ich niemandem raten, darauf zu setzen, dass das in acht Tagen wieder vorbei ist."

Gelder, Kredite und Bürgschaften müssten jetzt schnell und praxisorientiert bereitgestellt werden, sagte Altmaier weiter. "Wir haben nicht Wochen, wir haben Tage, damit das alles steht." Er hoffe und erwarte auch, "dass alle ihren Beitrag leisten, dass wir so schnell wie möglich Geld auch überweisen können".

Zu der Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass die Bundesregierung an einem Härtefallfonds arbeite, sagte Altmaier: "Das heißt, dass man in bestimmten Fällen denjenigen, die von den genannten Regelungen nicht erfasst sind, helfen kann." Dass der Staat bei strauchelnden großen Unternehmen durch Teilbeteiligungen einsteigt, will der Bundeswirtschaftsminister jedoch weiterhin vermeiden. "Wir hoffen und setzen darauf, dass wir als Marktwirtschaft durch diesen Prozess durchkommen, denn das war ja das Erfolgsrezept der letzten 70 Jahre."

EU-Kommission warnt vor falschen Informationen zu Coronavirus

10:40 Uhr: Vor falschen Informationen über das Coronavirus hat die Europäische Kommission am Dienstag gewarnt. Es sei wichtig, über die neuesten Entwicklungen in der Viruskrise auf dem Laufenden zu bleiben. Allgemeine Ratschläge gebe die Generaldirektion Gesundheit der Kommission, teilte die Brüsseler Behörde via Twitter mit.

Über Einzelheiten informierten die lokalen Gesundheitsbehörden. "Nehmen Sie sich vor arglistigen und irreführenden Fake News und Desinformationen in Acht - überprüfen Sie es anhand verlässlicher Quellen", riet die Kommission.

Robert-Koch-Institut setzt Corona-Risikoeinschätzung auf "hoch"

10:20 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft das Risiko für die Bevölkerung durch das neuartige Coronavirus nun als "hoch" ein. RKI-Präsident Lothar Wieler begründete die Änderung der Risikoeinschätzung am Dienstag in Berlin mit der großen Dynamik der Pandemie und dem starken Anstieg der Fallzahlen. Die Zahl der bestätigten Coronafälle in Deutschland lag bis Montagabend laut RKI bei 6.012 Infizierten - das waren mehr als 1.100 Fälle mehr als am Vortag.

Das Risiko für die Bevölkerung variiere laut RKI von Region zu Region und könne regional auch "sehr hoch" sein wie im Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Bislang war die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch Corona als insgesamt "mäßig" eingestuft worden. Wieler sagte zugleich, es müsse davon ausgegangen werden, dass die Erkrankungszahlen wesentlich höher seien, als sie dem RKI übermittelt würden. Der RKI-Präsident bekräftigte zugleich, es müsse weiterhin alles getan werden, um die Ausbreitung einzudämmen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Ungarn schließt die Grenzen für Ausländer

10:00 Uhr: In Ungarn sind seit Dienstag wegen der Coronavirus-Pandemie die Grenzen für den Personenverkehr geschlossen. Ausgenommen sind lediglich Tagespendler in den grenznahen Regionen und heimkehrende ungarische Staatsbürger. Auch Lastwagen sollen die Grenzen weiterhin ungehindert passieren können. Veranstaltungen sind grundsätzlich verboten. Gaststätten, Caféhäuser und Geschäfte - ausgenommen Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerieläden und Tankstellen - müssen um 15.00 Uhr schließen. Schon seit Montag sind in Ungarn die Schulen und Kindergärten geschlossen.

In Ungarn wurde bis Dienstag morgen bei 50 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Am Tag zuvor waren es 39 gewesen. Bisher starb ein Mann an Covid-19. Experten kritisieren, dass zu wenige Coronavirus-Tests durchgeführt würden. Auch gibt es in Ungarn keine öffentlich zugängliche Daten darüber, wie sich die nachweislich Angesteckten über das Land verteilen.

Städte- und Gemeindebund: Auch Kommunen helfen Menschen in Quarantäne

9:40 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat Menschen in Quarantäne zugesichert, dass sich auch die Kommunen um ihre Versorgung kümmern werden. "Die Kommunen werden vor Ort ihren Teil dazu beitragen, dass gerade diejenigen, die in häuslicher Quarantäne sind, auch versorgt werden, wenn dies anders nicht möglich ist", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Dienstag.

"Jetzt ist die Gesellschaft gefordert zusammenzuhalten, nicht nur Bund, Länder und Kommunen, sondern auch die Menschen vor Ort." Die Krise sei auch eine Chance für mehr Sachlichkeit und Solidarität.

Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

9:20 Uhr: Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten. Außerdem startete der Bundesaußenminister eine Rückholaktion für tausende Deutsche, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Er kündigte am Dienstag in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen.

In den kommenden Tagen sollen zunächst Reisende aus besonders betroffenen Gebieten nach Hause geholt werden. Dazu zählen Marokko, Ägypten, die Dominikanische Republik, die Philippinen und die Malediven.

IKEA schließt alle Märkte in Deutschland

9:12 Uhr: Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt. Man komme der Verantwortung als großer Einzelhändler nach, erklärte Deutschland-Geschäftsführer Dennis Balslev laut einer Mitteilung. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weiter geführt werden. Ikea ist Deutschlands größter Möbelhändler.

Volkswagen will Produktion wegen Coronavirus aussetzen

8:58 Uhr: Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg.

COVID-19-Krise: Paris kündigt Milliardenpaket für die Wirtschaft an

8:53 Uhr: Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie wird Frankreich Unternehmen und Beschäftigte mit zusammen 45 Milliarden Euro unterstützen. "Es gibt einen Krieg gegen das Coronavirus und auch einen Wirtschafts- und Finanzkrieg", erklärte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire via Twitter.

Staatschef Emmanuel Macron hatte am Montagabend für Frankreich eine Ausgangssperre ankündigt, die am Dienstagmittag beginnen soll. Macron hatte ebenfalls von einem "Krieg" gesprochen und versprochen, dass sich kein Unternehmen Sorgen mache solle, aufgrund der neuen Sperr-Maßnahmen in Bankrott zu gehen. Miete oder Gas- und Stromkosten sollen für mittelständische Unternehmen ausgesetzt werden, falls sie finanziell straucheln.

Monaco plant weiter mit Formel-1-Rennen Ende Mai

8:36 Uhr: Monaco hält trotz der Coronavirus-Pandemie an seinen Plänen für das Formel-1-Rennen Ende Mai fest. Es werde erwartet, dass der Grand Prix in Monte Carlo "wie ursprünglich geplant stattfindet", teilte der Automobilclub des Fürstentums als Veranstalter mit. Im ursprünglichen Formel-1-Kalender war das Rennen als siebter WM-Lauf für den 24. Mai vorgesehen. Nach der kurzfristigen Absage des Auftakts in Australien und der Verschiebung der Rennen in Bahrain, Vietnam und China muss die Rennserie ihre Terminpläne aber völlig neu organisieren.

Die Formel-1-Spitze hatte zuletzt einen Saisonbeginn für Ende Mai angekündigt. Damit könnte Monaco zum Ort des Neustarts werden. Offen ist, was mit den Rennen im niederländischen Zandvoort und in Barcelona passiert, die für den 3. und 10. Mai angesetzt waren.

Indien schließt Taj Mahal wegen Coronavirus

8:25 Uhr: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließt Indien das berühmte Mausoleum Taj Mahal sowie andere Denkmäler und alle Museen im Land. Die Orte, darunter mehrere Unesco-Weltkulturerbe, sollten zunächst bis Ende März geschlossen bleiben, hieß es aus dem Tourismusministerium. Es ginge um die Sicherheit der Menschen, sagte der indische Tourismusminister Prahlad Singh Patel.

Reisenden aus der EU und anderen Teilen Europas ist ab Mittwoch die Einreise nach Indien verboten worden. Touristen dürfen schon jetzt generell nicht mehr ins Land.

Brasilianische Häftlinge fliehen wegen härterer Corona-Auflagen

08:17 Uhr: Härtere Auflagen für Häftlinge wegen der Coronavirus-Pandemie haben in Brasilien zu einem Gefangenen-Aufstand geführt: Im Bundesstaat Sao Paulo sind laut brasilianischen Medienberichten am Montagabend hunderte Gefangene aus verschiedenen Gefängnissen geflohen, nachdem die Behörden das Recht auf Freigang für Häftlinge im halboffenen Vollzug ausgesetzt hatten.

Die Regierung des Bundesstaats Sao Paulo hatte den für Dienstag geplanten Freigang mit dem Argument verschoben, dass die "mehr als 34.000" betroffenen Gefangenen bei ihrer Rückkehr in die Gefängnisse das Coronavirus einschleppen und andere Insassen anstecken könnten. Gefangene im halboffenen Vollzug dürfen normalerweise tagsüber das Gefängnis verlassen, etwa um zur Arbeit oder zur Schule zu gehen.

Brasilien hat bisher mehr als 230 Coronavirus-Infektionen gemeldet, davon 152 im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Sao Paulo.

Qantas reduziert internationale Flüge um 90 Prozent

6:45 Uhr: Die australische Fluggesellschaft Qantas und ihr Billigflieger Jetstar werden wegen der Coronavirus-Pandemie ihre internationalen Flüge um 90 Prozent reduzieren. Das gilt bis mindestens Ende Mai. Damit reagiert das Unternehmen auf die sinkende Nachfrage. Wie Qantas am Dienstag erklärte, spiegelt der Schritt hauptsächlich, welche Folgen die drastischen Quarantäne-Anforderungen für die Möglichkeit haben, in die Ferne zu reisen. Auch Inlandsflüge werden reduziert - um etwa 60 Prozent. 150 Flugzeuge blieben am Boden.

Pistorius: Verbreitung von "Fake News" zum Coronavirus bestrafen

6:18 Uhr: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Falschnachrichten und Halbwahrheiten in der Coronakrise. "Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Coronakrise sind brandgefährlich", sagte der SPD-Politiker dem "Spiegel". "Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen. Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken", verlangte Pistorius.

Er rief die Bundesregierung auf, dafür entweder Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstmöglich das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise das Strafgesetzbuch anzupassen. Es müsse verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen die Versorgungslage der Bevölkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie der Erkrankung COVID-19 zu verbreiten, sagte Pistorius.

US-Einreisestopp für Großbritannien und Irland

5:34 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dürfen nun auch Ausländer aus Großbritannien und Irland zunächst nicht mehr in die USA einreisen. Die von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisesperre trat am Montag um 23.59 Uhr (04.59 Uhr MEZ am Dienstag) in Kraft. Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card) sowie deren Angehörige dürfen aus den beiden Ländern in die USA zurückkehren, müssen sich aber einer Gesundheitskontrolle unterziehen. Sie sind außerdem aufgerufen, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben.

Bereits in der Nacht zu Samstag war ein 30-tägiger US-Einreisestopp für Ausländer aus dem Schengen-Raum in Kraft getreten.

Coronavirus: Linksfraktion fordert Sofortprogramm für Mieter

5:00 Uhr: Zur Abfederung der Coronakrise fordert die Linksfraktion im Bundestag ein Soforthilfeprogramm für Mieter, Wohnungslose und Kleineigentümer. Die Virus-Pandemie werde vor allem jene treffen, die schon jetzt unter der Mietenexplosion litten, schreiben die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Caren Lay, und der Referent Armin Kuhn in einem gemeinsamen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Denn sie seien es häufig, die nicht nur geringe Einkommen hätten, "sondern auch ohne feste Arbeitsverträge dastehen, zusätzlich zur Armutsrente jobben gehen müssen oder sich als Solo-Selbstständige oder Ladenbesitzerin gerade so über Wasser halten."

Die Linksfraktion fordert unter anderem ein bundesweites Einfrieren der Mieten sowie einen Stopp von Zwangsräumungen, Strom- und Wassersperren. Kündigungen betroffener Mieterinnen und Mieter sowie Gewerbetreibender sollen vorübergehend verboten werden. Sammelunterkünfte will die Linksfraktion nach Möglichkeit auflösen; Wohnungslose und Geflüchtete sollen stattdessen "in angemessenem Wohnraum" untergebracht werden. Dafür sollen Kommunen leerstehende Wohnungen beschlagnahmen dürfen. Für Kleingewerbetreibende, Kultur- und soziale Einrichtungen sowie gemeinwohlorientierte Wohnungsanbieter müsse ein Solidarfonds eingerichtet werden.

Tom Hanks und Ehefrau aus Klinik entlassen

4:58 Uhr: Tom Hanks (63) und Ehefrau Rita Wilson (63) befinden sich nach einer Behandlung wegen COVID-19 nun zu Hause in Selbstisolierung. Sie seien in ihrem Haus in Australien in Quarantäne, teilte eine Sprecherin des Schauspielers am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass das Paar aus einem Krankenhaus im australischen Bundesstaat Queensland entlassen worden sei.

Toni Kroos meldet sich aus Quarantäne

4:53 Uhr: Nationalspieler Toni Kroos (30), der derzeit unter Quarantäne steht, hat keine Anzeichen für eine Erkrankung am Coronavirus. "Mir und meiner Familie geht es gut, keine Symptome. Wir sind fit", sagte Kroos in der am späten Montagabend ausgestrahlten ProSieben-Show "Late Night Berlin". Kroos steht, wie die gesamte Mannschaft von Real Madrid, seit mehreren Tagen unter Quarantäne, weil zuvor ein Profi des Basketballteams positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden war.

"Langweilig ist mir nicht, das kannst du dir vorstellen mit drei Kindern. Den ganzen Tag zuhause wird es nicht langweilig. Aber wenn man mal nach rechts und links schaut, ist die Hauptsache, dass es uns allen gut geht", sagte der Fußball-Profi im Videotelefonat mit Moderator Klaas Heufer-Umlauf. Er esse viel Nudeln und habe noch reichlich Klopapier im Haus, scherzte Kroos.

Große Mehrheit für Verschiebung der Fußball-EM

4:45 Uhr: Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft wegen der Coronavirus-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 58 Prozent dafür aus, das Großereignis statt in diesem Sommer erst im nächsten Jahr auszutragen. Nur 19 Prozent wollen, dass es bei der bisherigen Planung bleibt. Der Rest machte keine Angaben.

Die Europäische Fußball-Union berät am Dienstag in einer Videokonferenz über die Folgen der Corona-Krise.

Vorwahlen im US-Bundesstaat Ohio wegen Coronavirus verschoben

4:39 Uhr: Die für diesen Dienstag geplanten US-Präsidentschaftsvorwahlen im Bundesstaat Ohio sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus kurzfristig abgesagt worden. Das teilte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, am Montagabend (Ortszeit) mit. Einen neuen Termin nannte er noch nicht. Die ebenfalls für Dienstag angesetzten Vorwahlen in den Staaten Arizona, Florida und Illinois wurden hingegen nicht gestrichen.

Wahlen inmitten der Corona-Krise abzuhalten, würde die Mitarbeiter in den Wahllokalen sowie die Wähler einem "inakzeptablen Gesundheitsrisko aussetzen", schrieb DeWine im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Dienstag gilt als wichtiger Wahltag bei den oppositionellen Demokraten - seine Bedeutung wird nun durch die Streichung der Abstimmung im Mittelweststaat Ohio allerdings ein Stück weit gemindert.

Coronavirus: 13 Tote und 21 neue Infektionen in China

3:15 Uhr: In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um "importierte Fälle", die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Aus Angst davor, dass Reisende das Virus zurück in die Volksrepublik bringen, hat die Regierung die Kontrollen zuletzt weiter verschärft.

Schauspieler Idris Elba mit Coronavirus infiziert

3:00 Uhr: Der britische Schauspieler Idris Elba (47, "Fast & Furious: Hobbs & Shaw", "Thor: Tag der Entscheidung") ist mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Hollywoodstar am Montag in einer Videobotschaft auf Twitter bekannt. Heute früh habe er das Testergebnis erhalten, sagte Elba. Er sei okay und habe zuvor auch keine Krankheitssymptome gehabt, erklärte der Schauspieler. Er ließ sich testen, nachdem er Kontakt mit einer Person hatte, die an COVID-19 erkrankt ist. Er befinde sich nun in Selbst-Quarantäne. Seine Frau, Model Sabrina Elba, habe sich nicht testen lassen, es gehe ihr gut.

Söder: Brauchen im Kampf gegen Corona mehr Tempo in Deutschland

2:07 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert im Kampf gegen das Coronavirus ein noch schnelleres und entschlosseneres Handeln von Bund und Ländern. "Ich glaube, wir brauchen auch ein Stück mehr Tempo in der deutschen Politik", sagte Söder am Montagabend im "ZDF". "Die Herausforderung ist größer als gedacht. Wir können nicht endlos darüber debattieren, wir müssen entscheiden." Es gebe in den Ländern "den einen oder anderen, den muss man noch überzeugen". Er sei aber froh, dass am Ende doch alles klappe "und dass wir jetzt im Gleichklang sind", sagte der CSU-Chef. Am Montag hatte Bayern zum Schutz der Wirtschaft vor den Folgen der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket in Höhe von zehn Milliarden Euro bereitgestellt.

Ausgangssperren wie in einigen anderen europäischen Ländern schloss Söder erneut nicht aus. "Ich kann Ihnen keine Garantie abgeben, was in einer Woche ist", sagte er, betonte aber: "Wir handeln immer angemessen, wir handeln immer nach Empfehlung der Virologen." Grundsätzlich sagte Söder: "Ich möchte, dass wir keinen Tag zögern, wenn wir die Empfehlung bekommen, jetzt zu handeln."

Deutsche Kliniken erwarten drastische Zunahme der Zahl von Corona-Patienten

1:30 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken in den nächsten Tagen drastisch steigen wird. Sollte es bis Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland geben, sei damit zu rechnen, dass davon bis zu 1.500 Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Dies wäre nach seinen Angaben eine Verdreifachung der Zahl der derzeit in den Klinken behandelten Corona-Patienten. Die Krankenhäuser seien aber auf einen solchen Anstieg der Corona-Krankenzahlen vorbereitet, betonte Gaß. "Das würde sie nicht überfordern."

Die Krankenhäuser müssten bis zu 50 Prozent ihrer sonst üblichen Leistungen zurückstellen, erläuterte der DKG-Präsident. Sie hätten bereits begonnen, Patienten mit planbaren Eingriffen abzubestellen. Im Moment hätten die davon betroffenen Patienten zwar "viel Verständnis". Doch viele sähen sich selbst als dringend behandlungsbedürftig, sagte Gaß und fügte hinzu: "In einzelnen Fällen wird es Klagen geben."

US-Rennserie Nascar und NFL passen Zeitplan an Coronavirus-Pandemie an

0:58 Uhr: Die US-Rennsportserie Nascar unterbricht ihre Saison wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 9. Mai. "Wir wollen alle 36 Rennen in dieser Saison fahren", hieß es in der Mitteilung vom Montag (Ortszeit). Genaue Angaben zu weiteren und neuen Terminen mache man, nachdem man die Lage weiter beobachtet und sich mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt habe. Am Freitag hatte die Serie, in der bislang sieben Rennen gefahren worden sind, zunächst nur die kommenden zwei Wettkämpfe auf Eis gelegt.

Auch die NFL passt ihren Zeitplan an die Coronavirus-Pandemie an und hat den Trainingsauftakt für die Teams auf unbestimmte Zeit verschoben. Mannschaften mit einem neuen Cheftrainer hätten nach der ursprünglichen Planung am 6. April angefangen, alle anderen Teams wären am 20. April in die Saisonvorbereitung gestartet. Man werde sich in regelmäßigen Abständen austauschen und die Situation rund um die Ausbreitung des Virus neu beurteilen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der NFL und der Spielergewerkschaft NFLPA vom Montag (Ortszeit).

In der derzeit laufenden Wechselperiode dürfen sich Teams und Spieler zudem nicht persönlich treffen. Interessierte Mannschaften dürfen Spieler nicht zu ihren Geschäftsstellen oder anderen Orten bringen und selbst keine Angestellten zu den Profis schicken. Ärztliche Untersuchungen müssen in der Nähe der bisherigen Städte vorgenommen werden. Clubs und Spieler auf dem freien Markt dürfen seit Montag miteinander verhandeln. Verträge unterschrieben werden dürfen frühestens ab Mittwoch.

Alle Meldungen vom Montag, 16. März - Söder: Brauchen im Kampf gegen Corona mehr Tempo in Deutschland

22:35 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert im Kampf gegen das Coronavirus ein noch schnelleres und entschlosseneres Handeln von Bund und Ländern. "Ich glaube, wir brauchen auch ein Stück mehr Tempo in der deutsche Politik", sagte Söder am Montagabend im ZDF. "Die Herausforderung ist größer als gedacht. Wir können nicht endlos darüber debattieren, wir müssen entscheiden." Ausgangssperren wie in einigen anderen europäischen Ländern schloss Söder erneut nicht aus.

San Francisco verhängt Ausgangssperre

21:54 Uhr: Die US-Westküstenmetropole verhängt wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Ausgangssperre. Die Bürgermeisterin der Stadt, London Breed, kündigte am Montag auf Twitter an, ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag 08.00 Uhr MEZ) seien die Bewohner San Franciscos aufgefordert, zu Hause zu bleiben, "außer für grundlegende Bedürfnisse". Notwendige Regierungsstellen und wesentliche Geschäfte blieben geöffnet, betonte sie. Es sei nicht nötig, umherzueilen, um Lebensmittel zu besorgen. Diese Läden blieben geöffnet.

Trump stellt verschärfte Richtlinien vor

21:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump ruft alle Amerikaner dazu auf, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Ansammlungen von mehr als zehn Menschen zu vermeiden. Trump stellte am Montag im Weißen Haus verschärfte Richtlinien vor. Darin wird empfohlen, nicht notwendige Reisen zu vermeiden und auf Besuche von Bars und Restaurants zu verzichten. Wo immer es möglich sei, sollten Menschen von zu Hause aus arbeiten und Kinder zu Hause unterrichtet werden. Trump sagte, eine nationale Ausgangssperre sei derzeit nicht geplant.

Frankreich verhängt Ausgangssperre

20:23 Uhr: Frankreich schränkt die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. "Wir sind im Krieg", sagte er. Die Einschränkungen sollen von Dienstagmittag an gelten und für mindestens 15 Tage aufrechterhalten werden.

Zudem sollen die EU-Außengrenzen ab Dienstagmittag geschlossen werden. Konkret würden alle Reisen zwischen außereuropäischen Ländern und EU-Ländern für 30 Tage ausgesetzt. Die Franzosen, die sich derzeit im Ausland befinden und zurückkehren wollen, könnten natürlich in ihr Land zurückkehren.

Klinischer Test für Coronavirus-Impfstoff in den USA gestartet

20:00 Uhr: In den USA hat erstmals ein Freiwilliger testweise einen möglichen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus injiziert bekommen. Das sei Teil der ersten Phase des klinischen Tests des Impfstoffs an einem Forschungsinstitut in der nordwestlichen Metropole Seattle, teilten die zum US-Gesundheitsministerium gehörenden National Institutes of Health (NIH) am Montag mit. 45 gesunde freiwillige Teilnehmer zwischen 18 und 55 sollen in den kommenden Wochen an dem Test in dem Forschungsinstitut teilnehmen.

Der Impfstoff namens "mRNA-1273" wird gemeinsam mit der privaten Biotechnologie-Firma Moderna entwickelt. Die erste Testphase habe in "Rekordzeit" gestartet werden können, sagte Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. Der gesamte Prozess der Entwicklung eines Impfstoffes wird Fauci zufolge trotzdem voraussichtlich mindestens ein bis anderthalb Jahre dauern. Etliche Labors weltweit forschen derzeit an Impfstoffen gegen COVID-19.

Chile, Kanada und Russland erlassen Einreiseverbot für Ausländer

19:55 Uhr: Russland schließt wegen der Coronaviruskrise seine Grenzen für Ausländer. Dies gelte von diesem Mittwoch an bis zum 1. Mai, teilte Regierungschef Michail Mischustin am Montagabend in Moskau mit.

Auch Kanada erlässt ein Einreiseverbot für Ausländer. Dies gelte aber zunächst nicht für US-Amerikaner, sagte Ministerpräsident Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz am Montag in Ottawa. Er rief alle Kanadier im Ausland zur sofortigen Heimreise auf: "Wenn Sie im Ausland sind, ist es Zeit, dass sie nach Hause kommen". Gerade Heimkehrer müssten sich in freiwillige Isolation begeben.

Wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie schließt auch Chile seine Grenzen. Ab kommenden Mittwoch werden für 15 Tage keine Ausländer mehr in das südamerikanische Land gelassen, wie Präsident Sebastián Piñera am Montag ankündigte. Chilenische Staatsbürger müssen nach der Einreise für zwei Wochen in Quarantäne. Zuvor hatten in der Region bereits Argentinien, Peru, Panama, Honduras und El Salvador ihre Grenzen geschlossen. Am Montag verkündete auch Guatemala diese Maßnahme. Haiti schloss seine Grenze zur Dominikanischen Republik, Kolumbien die Übergänge nach Venezuela.

Fünfter Corona-Todesfall in Bayern

19:02 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten.

EU verspricht Tübinger Impfstoff-Forschern bis zu 80 Millionen Euro

18:37 Uhr: Die Europäische Kommission will die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac mit bis zu 80 Millionen Euro bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen. "Die EU hat deren Forschung früh unterstützt und wird nun wieder finanziell helfen", twitterte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag, nachdem sie und Forschungskommissarin Mariya Gabriel mit CureVac telefoniert hatten. Es gehe darum, so schnell wie möglich einen Impfstoff zu finden, "der der ganzen Welt hilft".

Merkel: Deutsche sollen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland unternehmen

18:20 Uhr: Um das Coronavirus einzudämmen, sollen die Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Kanzlerin Angela Merkel kündigte am Montagabend in Berlin an, es solle keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr für Touristen geben. "Das beinhaltet und bringt mit sich auch, dass es keine Urlaubsreisen ins In- und auch keine ins Ausland geben soll."

18:09 Uhr: Angela Merkel äußert sich in einer Pressekonferenz zu den drastischen Maßnahmen der Regierung. So richtig überraschend ist kaum eine der Äußerungen der Bundeskanzlerin. Die meisten Details waren ja schon im Laufe des Tages an die Öffentlichkeit gekommen.

Nun ist es aber endgültig Gewissheit: Das Leben in Deutschland beschränkt sich wegen der Coronakrise von nun an fast völlig auf die eigenen vier Wände.

Bund und Länder schränken mit drastischen Maßnahmen das öffentliche Leben weiter ein, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Viele Geschäfte bleiben geschlossen und Gottesdienste sowie Freizeitaktivitäten werden verboten. "Natürlich wird es Kontrollen geben", betonte die Kanzlerin. Sie hoffe, "dass es ein gewisses Einsehen der Menschen gibt." Es sei beispielsweise sinnlos, eine Schule zu schließen, wenn sich die gleichen Schüler dann woanders träfen.

Das wirtschaftliche Leben, die Energieversorgung und die medizinische Versorgung sollten aufrecht erhalten werden. Es gehe aber darum, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.

Apotheken verzeichnen Ansturm auf Arzneien

17:32 Uhr: Apotheken in Deutschland erleben angesichts der Angst vor dem Coronavirus einen Ansturm. "Die Nachfrage nach Arzneien und die Unsicherheit der Menschen ist hoch", sagte eine Sprecherin der Apothekervereinigung ABDA. Der Beratungsbedarf, etwa bei Desinfektionsmitteln, sei groß und zeitaufwendig.

Gekauft würden vor allem Erkältungsmedikamente wie Fieber-, Schmerz- und Schnupfenmittel. Bei solchen rezeptfreien Arzneien gebe es viele Präparate verschiedener Hersteller und daher keinen Mangel. "Die Apotheken haben sich vorbereitet und die Lagerbestände erhöht." Es gebe keinen Grund, Arzneimittel zu hamstern.

Schweiz ruft den Notstand aus

17:14 Uhr: Auch in der Schweiz wird das öffentliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie wie in Italien, Spanien und anderen Ländern auf Sparflamme zurückgefahren.

Ab Mitternacht bleiben fast alle Geschäfte und alle Lokale geschlossen, wie Präsidentin Simonetta Sommaruga am Montag in Bern mitteilte. Nur Geschäfte mit Angeboten für den täglichen Gebrauch sollen offen bleiben, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe und Banken.

"Jetzt muss ein Ruck durch unser Land gehen", sagte Sommaruga. Vorher hatten bereits mehrere Kantone diesen Schritt vorweggenommen. Von einer Ausgehsperre sprach die Präsidentin nicht. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 19. April.

Mehr als 6600 Infizierte in Deutschland

16:54 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 6600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit mehr als 2400, Bayern mit mehr als 1000 und Baden-Württemberg mit mehr als 900 Fällen. 16 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, ein weiterer Deutscher während einer Reise in Ägypten.

Ursula von der Leyen schlägt Einreiseverbot vor

16:38 Uhr: Ein 30-tägiges Einreiseverbot für die EU hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen.

Damit könne die Verbreitung des Coronavirus am besten begrenzt werden, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel.

Jetzt machen Bund und Länder so richtig ernst

16:09 Uhr: Bund und Länder wollen mit drastischen Einschränkungen in diversen Lebensbereichen die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland bremsen.

Der Deutschen Presse-Agentur liegt ein entsprechender Beschluss der Bundesregierung sowie der Regierungschefs der Länder vor.

Unter anderem sollen Restaurants in Deutschland demnächst spätestens um 18:00 Uhr schließen und frühestens um 06:00 Uhr öffnen.

Zudem seien Regelungen zu erlassen, "dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können".

Auch Gottesdienste aller Religionen, Treffen in Vereinen und Busreisen sollen bis auf weiteres untersagt werden.

Darüber hinaus sollen neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios auch Spielplätze für den Publikumsverkehr gesperrt werden.

Drastische Worte von DFL-Chef Christian Seifert

15:44 Uhr: Unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Bundesligen sind Spiele mit Fans in dieser Saison höchst unwahrscheinlich. "Geisterspiele werden die einzige Überlebenschance sein", sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, am Montag nach der DFL-Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main. "Es steht mehr auf dem Spiel als nur ein paar Fußballspiele."

"Alle Klubs haben den Anspruch, in irgendeiner Art und Weise - solange rechtlich möglich und gesundheitlich vertretbar - die Saison regulär zu Ende kommen zu lassen", sagte Seifert. Geisterspiele seien dafür ein Mittel zum Zweck: "Wenn jemand sagt, Geisterspiele kommen nicht infrage, der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir mit 18 oder 20 Profi-Clubs spielen", sagte der 50 Jahre alte DFL-Geschäftsführer. "Denn dann wird es keine 20 Profi-Klubs mehr geben."

Regierung schlägt Schließung von Läden vor

15:31 Uhr: Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor.

Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen erfuhr. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Aus den Regierungskreisen hieß es, natürlich würden auch Supermärkte geöffnet bleiben. Es handele sich gerade nicht um einen sogenannten "Shutdown", bei dem alle Läden geschlossen würden.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat der Kabinettsausschuss den Bundesländern eine neue Liste mit Empfehlungen zukommen lassen, die die sozialen Kontakte im öffentlichen Bereich auf ein Minimum reduzieren sollen.

Demnach sollen weiterhin Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen und Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel geöffnet bleiben.

Bundesligen pausieren bis mindestens 2. April

15:18 Uhr: Die Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 in der Deutschen Fußball Liga organisierten Profi-Klubs in Frankfurt/Main beschlossen.

"Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen.

Geisterspiele seien "in naher Zukunft die einzige Chance", äußerte Seifert zudem. "Deshalb bitte ich um Verständnis und Unterstützung, dass wir darüber nachdenken müssen." Es gebe "keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat".

Italienische Forscher warnen Deutschland

14:59 Uhr: Italienische Wissenschaftler haben angesichts der heftigen Coronakrise in ihrem Land Deutschland aufgefordert, schneller und strikter als bisher zu reagieren. "Unterschätzen Sie nicht die Gefahr. Italien hat das eine Woche lang getan", sagte Roberto Burioni, einer der bekanntesten Virologen Italiens der Deutschen Presse-Agentur.

Einige hätten COVID-19 zu lange mit der normalen Grippe auf eine Stufe gestellt. Andere Länder in Europa sollten es unbedingt vermeiden, ähnliche Fehler wie Italien nach Bekanntwerden des Ausbruchs zu machen. Der Forscher ist Professor an der Universität Vita-Salute San Raffaele in Mailand.

"Deutschland braucht eine Vollbremsung, einen Lockdown, mindestens so, wie ihn Italien jetzt hat", forderte Stephan Ortner, Direktor des Forschungsinstituts Eurac Research in Bozen in Südtirol. "Wenn Deutschland das nicht sofort macht, bekommt man auch dort die Zahlen nicht mehr in den Griff", sagte er.

In Italien dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur noch verlassen, um das Allernotwendigste zu erledigen. Fast alle Läden mit Ausnahme jene zur Versorgung sind zu, Bars und Restaurants ebenfalls. Italien hatte die Maßnahmen allerdings in mehreren Schritten über längere Zeit gestreckt eingeführt.

"Halbherzige Maßnahmen schaden jetzt mehr, als sie nützen. Je länger man mit der Ausgangssperre wartet, je mehr Leute werden dann, wenn sie kommt, schon infiziert sein und in Wohnungen weitere anstecken."

Niederländer hamstern Cannabis

14:28 Uhr: In der Coronakrise nicht ohne mein Gras: Nach diesem Motto haben in den Niederlanden viele Konsumenten angesichts der von der Regierung angekündigten Schließung der Coffeeshops Cannabis gehamstert. Zu Dutzenden standen sie am Sonntag vor den Marihuana-Cafés an, um noch in letzter Minute Gras und Zubehör für die nächsten Wochen ergattern zu können.

Die Schlangen bildeten sich schon wenige Minuten, nachdem die niederländischen Gesundheits- und Bildungsminister am Sonntag in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die Schließung von Schulen, Bars und anderen Geschäften angekündigt hatten.

Über 6200 Infizierte in Deutschland

14:07 Uhr: Stand jetzt sind in Deutschland mittlerweile 6236 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden oder aktuell noch infiziert.

Diese Zahl beruht auf Daten der Landesämter sowie Berechnungen von "ntv.de". Demnach gelten inzwischen 46 Personen als geheilt, 14 kamen im Zuge der Infektion ums Leben.

Erstes Corona-Todesopfer in Hamburg registriert

13:51 Uhr: Erstmals ist in Hamburg ein Todesfall infolge einer Infektion mit dem Coronavirus registriert worden. Es handele sich um einen Bewohner einer Seniorenresidenz, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Montag.

Der Mann sei bereits am Freitag gestorben, man habe nun bei Untersuchungen posthum das Virus festgestellt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Zahl der Coronavirus-Todesfälle in NRW auf acht gestiegen

13:27 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Coronavirus-Todesfälle auf acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen sind in der Nacht auf Montag im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorben. Eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen sei an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg gestorben, berichtete der Kreis am Montag.

Im Krankenhaus Erkelenz verstarb eine 81-jährige Patientin aus Heinsberg, ebenfalls an einer Lungenentzündung durch eine Coronavirusinfektion. "Sie war ebenfalls durch Vorerkrankungen bereits gesundheitlich belastet", hieß es. Damit sind allein im Kreis Heinsberg insgesamt bereits sechs Coronatote zu beklagen. Außerdem starb in Essen und in Düsseldorf jeweils eine infizierte Person.

Edeka Nord: Versorgung in Märkten weiterhin sichergestellt

13:05 Uhr: Die Belieferung der Supermärkte von Edeka Nord ist angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus weiterhin sichergestellt. Die Belieferung über die Logistikzentren könne weiterhin gewährleistet werden, sagte ein Sprecher am Montag auf Anfrage. Es gebe keine Veränderungen bei den Öffnungszeiten.

In einzelnen Märkten gebe es eine Begrenzung beim Kauf einzelner Produkte, damit die Ware möglichst vielen Kunden angeboten werden könne. 670 Supermärkte gehören nach eigenen Angaben zu Edeka Nord.

Opel-Mutter PSA schließt alle Werke in Frankreich

12:55 Uhr: Der Mutterkonzern des Autobauers Opel, die französische PSA-Gruppe, schließt wegen der Coronavirus-Pandemie in den kommenden Tagen alle Werke in Frankreich. Begonnen werde am Montagnachmittag mit dem Werk in Mülhausen im Elsass, sagte der Vertreter der Gewerkschaft CFTC, Franck Don, der Nachrichtenagentur AFP. Die anderen Fabriken würden folgen.

Die Gewerkschaft CFDT erklärte, sie habe die Geschäftsführung von PSA zu der Entscheidung gedrängt. Grund sei die "Panik" unter den Beschäftigten.

Auch der französische Autobauer Renault macht wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vier Fabriken in Spanien vorerst dicht. Die Schließung sei zunächst für Montag und Dienstag angeordnet, die weitere Entwicklung sei ungewiss. Grund für die Schließung der Fabriken sei der fehlende Nachschub und der Schutz der Beschäftigten, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Spanien.

Zuvor hatten auch der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler und der französische Reifenhersteller Michelin Werksschließungen wegen der Corona-Krise angekündigt.

Spanien: Anstieg der Infektionszahlen verlangsamt sich

12:53 Uhr: Spanien hat innerhalb von 24 Stunden fast 1.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit verzeichnet das Land nun insgesamt 8.744 Infektionsfälle, wie die spanischen Behörden am Montag mitteilten. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach von 288 auf 297.

Allerdings hat sich der Anstieg der Infektionszahlen verlangsamt. Von Samstag bis Sonntag waren binnen 24 Stunden noch 2.000 neue Infektionsfälle und rund hundert weitere Todesfälle gemeldet worden. Am stärksten betroffen ist mit mehr als 4.600 Infizierten die Region rund um die Hauptstadt Madrid.

Spanien ist das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien. Am Samstag hatte die Regierung in Madrid einen 14-tägigen Notstand ausgerufen und das Land fast vollständig unter Quarantäne gestellt. Die 46 Millionen Spanier dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen.

Medizinerverbände fordern noch tiefergehende Einschnitte im öffentlichen Leben

12:43 Uhr: Angesichts der Coronakrise haben medizinische Fachverbände noch tiefgreifendere Einschränkungen im öffentlichen Leben gefordert. Die Absage von Veranstaltungen und die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten seien wichtige Schritte, reichten aber nicht aus, erklärten die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie und die Deutsche Gesellschaft für innere Medizin am Montag in Stuttgart. Nur eine rasche "Notbremsung" könne jetzt helfen, Leben zu retten.

"Den Anstieg der Fälle für die nächsten zwei Wochen lässt sich aktuell kaum mehr beeinflussen, aber rasche effektive Maßnahmen können immer noch die Höhe der anrollenden Welle von Infektionen deutlich verringern", schrieben die Fachverbände. Sie forderten deshalb weitere Maßnahmen wie die komplette Schließung von gastronomischen Betrieben und nicht systemrelevanten Arbeitsstätten. Wie in anderen Ländern sollten zudem Zusammenkünfte von mehr als fünf Menschen unterbleiben.

Die Verbände verwiesen auf die rapide steigenden Infektions- und Erkrankungszahlen. In Deutschland wurden bis Sonntag laut Robert-Koch-Institut (RKI) 4.838 Infektionen und zwölf Todesfälle bestätigt. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität geht von mehr als 5.400 Coronainfektionen aus.

Bei ungebremster Fortsetzung des Trends und der aktuell verzeichneten Verdopplung der Fallzahlen etwa alle drei Tage werde es in Deutschland bis Ende dieser Woche etwa 20.000 Fälle geben, warnten die Fachverbände. Der Anteil der Todesfälle werde im weiteren Verlauf der Ausbreitung ansteigen.

Tausende Deutsche sitzen im Ausland fest

12:26 Uhr: Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, "um möglichst pragmatische und möglichst schnelle Lösungen" für eine Ausreise zu finden, sagte Sprecherin Maria Adebahr am Montag in Berlin.

In den vergangenen Tagen hatten immer mehr Länder Flugverbindungen gekappt und Grenzen weitgehend geschlossen. Deswegen rät das Auswärtige Amt seit Sonntag grundsätzlich von Reisen ins Ausland ab - ein beispielloser Vorgang. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD) dazu auf Twitter.

Appell des RKI: Bitte keine "Corona-Partys"!

12:19 Uhr: Der Club hat dicht, also steigt die Party zu Hause? Von solchen Überlegungen hat das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Coronavirus-Ausbreitung vehement abgeraten. Nach Hause einzuladen oder zu anderen Festen zu gehen, sei im Sinne der Eindämmungsbestrebungen nicht sinnvoll, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Montag in Berlin.

"Ich sage das deshalb, weil es inzwischen offenbar bereits sogenannte Corona-Partys gibt, wenn die Klubs geschlossen wurden." Er appellierte: "Bitte tun Sie das nicht. Bleiben Sie möglichst zu Hause, und schränken Sie ihr Gesellschaftsleben so weit wie möglich ein."

Dem Institut wurden inzwischen mehr als 4.800 bestätigte Fälle von SARS-CoV-2 gemeldet. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern seien die Fallzahlen besonders hoch, sagte Schaade. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl seien aber auch andere Bundesländer stark betroffen: etwa die Stadtstaaten Hamburg und Berlin.

Über die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden, habe man keinen systematischen Überblick, so Schaade. Da die Zahlen weiter relativ stark anstiegen, sei es wichtig, die nun eingeleiteten Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Extrem gute Einschaltquoten für "Tagesschau" und Co.

12:04 Uhr: Das große Informationsbedürfnis der Bürger in der Corona-Krise schlägt sich in den Einschaltquoten für die Nachrichtensendungen nieder. 9,89 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 26,7 Prozent) schalteten am Sonntagabend um 20 Uhr die "Tagesschau" in der ARD ein.

Die "heute"-Sendung um 19 Uhr im ZDF erreichte 5,88 Millionen Menschen (19,8 Prozent), das "heute-journal" später 5,59 Millionen (17,9 Prozent). Bei "RTL aktuell" um 18.45 Uhr informierten sich 4,54 Millionen (16,2 Prozent). Die ARD-"Tagesthemen" kamen am späten Abend noch auf 4,92 Millionen Zuschauer (24,9 Prozent).

Rewe und Penny suchen dringend Mitarbeiter

11:49 Uhr: Wegen der hohen Nachfrage infolge der Coronavirus-Krise sucht die Handelskette Rewe mit Hochdruck neue Mitarbeiter. "Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben", sagte Rewe-Chef Lionel Souque am Montag. Der Konzern hofft nicht zuletzt auf Studenten, die wegen der Schließung der Universitäten aktuell nichts zu tun haben.

Die Warenversorgung bei Rewe und der konzerneigenen Discount-Kette Penny sei trotz der hohen Nachfrage gesichert, betonte Souque. Der Konzern habe bereits in den vergangenen Tagen die Frequenz der Warenbelieferung erhöht. Die Menschen könnten sich darauf verlassen, ausreichend mit Lebensmitteln versorgt zu werden, versprach er. Falschmeldungen über Marktschließungen bezeichnete der Rewe-Chef als "zynisch und widerwärtig".

Baden-Württemberg will den Flugverkehr einstellen

11:21 Uhr: Die Landesregierung von Baden-Württemberg will den Betrieb an allen Flughäfen in dem Bundesland wegen des Coronavirus einstellen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen in Stuttgart. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Der Beschluss soll demnach im Lauf der Woche in Kraft treten.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland. Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg bei den Behörden 977 Infektionen bestätigt. Drei nachweislich infizierte Menschen sind bisher gestorben.

An den baden-württembergischen Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz haben am Montagmorgen verschärfte Kontrollen begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Berufspendler und Fahrzeuge des Warenverkehrs dürfen weiter die Grenzen überqueren. Die Kontrolleure führen Befragungen durch und könnten bei Hinweisen auf eine Infektion oder auf Kontakt zu Infizierten - in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsämtern - Reisende zurückweisen.

730 Freiwillige melden sich bei Sanitätsdienst

11:08 Uhr: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten wegen der Corona-Krise seit Freitag 730 Anfragen erhalten. "Davon können recht zeitnah 380 Reservistinnen und Reservisten beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt werden", sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Es habe sich auch Fachpersonal gemeldet, das vorher nicht in der Bundeswehr gearbeitet habe. Diese Interessenten seien an zivile Hilfsorganisationen, wie das DRK, die Johanniter oder die Malteser verwiesen worden.

Um Reservisten kurzfristig für den Dienst in sogenannten stationären Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr zu gewinnen, hat der Sanitätsdienst eine Hotline unter der Nummer 0261 896 32444 eingerichtet. Gesucht werden militärisch ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laborassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten.

Schwarzenegger: "Werden das gemeinsam durchstehen"

10:57 Uhr: Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger (72) hat seine Fans dazu ermuntert, während der Corona-Pandemie die eigenen vier Wände nicht zu verlassen. "Bleibt so viel wie möglich zu Hause. Hört auf die Experten, ignoriert die Idioten", schrieb der Schauspieler am Montag auf Twitter und sendete eine optimistische Botschaft: "Wir werden das gemeinsam durchstehen."

Unter dem Tweet verlinkte Schwarzenegger ein Video von sich, einem Zwergpony und einem Esel, um zu zeigen, dass er mit gutem Beispiel vorangeht.

"Wir gehen nicht raus, wir gehen nicht in Restaurants, wir tun hier nichts mehr dergleichen. Wir essen bloß und haben eine gute Zeit", sagt der 72-Jährige, während er die Tiere füttert.

10:47 Uhr: Noch ein Nachtrag zur Pressekonferenz von CSU-Chef Söder: Zusätzlich zum bereits erwähnten Ausrufen des Katastrophenfalls in Bayern und der Bereitstellung von zehn Milliarden Euro Sondervermögen (siehe 10:15 Uhr) wird auch die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zeitlich begrenzt für zunächst ein Jahr außer Kraft gesetzt.

Alle wichtigen Infos zu den aktuellen Maßnahmen rund um den Katastrophenfall in Bayern haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Tschechien riegelt 21 Städte und Dörfer ab

10:35 Uhr: Die tschechische Polizei hat 21 Städte und Dörfer im Osten des Landes abgeriegelt. Betroffen sind unter anderem Litovel (Littau) mit knapp 10.000 und Unicov (Mährisch Neustadt) mit rund 11.400 Einwohnern. Die Einwohner dürfen die Orte nicht mehr verlassen, von außen darf niemand hinein.

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten werde aber sichergestellt, teilten Gemeindevertreter mit. In der Gegend, die rund 200 Kilometer östlich von Prag liegt, gibt es 25 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.

Bayern stellt für Coronakrise zehn Milliarden Euro bereit

10:15 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Montagmorgen wie erwartet ab sofort und für 14 Tage den Katastrophenfall für den Freistaat ausgerufen.

Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise stellt Bayern zudem bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. "Wir lassen niemanden allein", sagte Söder am Montag in München.

Gastro-Beschäftigte in die Landwirtschaft?

9:38 Uhr: Beschäftigte der Gastronomie könnten nach Ansicht von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft aushelfen.

Denn einerseits kämen wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Europa viele Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland nicht mehr nach Deutschland, wie Klöckner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag) sagte. Andererseits blieben den Restaurants und Kneipen in Deutschland die Gäste aus.

"Ob diejenigen Mitarbeiter, die in der Gastronomie leider immer weniger zu tun haben, in der Landwirtschaft einspringen können und möchten - auch so etwas müssen wir überlegen", so Klöckner.

Deutscher Aktienindex weiter im freien Fall

9:21 Uhr: Als Folge der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise ist der deutsche Aktienindex Dax am Montag unter die Marke von 9.000 Punkten gefallen. Kurz nach Handelsbeginn fiel das Börsenbarometer auf 8.715 Punkte. Das war ein Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag und zugleich der tiefste Stand seit Februar 2016.

Erst am Donnerstag hatte der Dax mit dem zweitgrößten prozentualen Tagesverlust in seiner gut dreißigjährigen Geschichte unter der Marke von 10.000 Zählern geschlossen. Auf Wochensicht ergab sich ein Minus von rund 20 Prozent.

Am Montagmorgen waren bereits die Kurse in Asien weiter abgerutscht. Der japanische Leitindex Nikkei-225 verlor gut 2,5 Prozent auf 17.002 Punkte. In China ging es für den CSI mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen um 4,3 Prozent auf 3.727,84 Zähler nach unten.

Fälle in der Türkei verdreifachen sich

9:09 Uhr: In der Türkei haben sich die bestätigten Coronavirus-Fälle verdreifacht. Man habe 18 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, teilte der Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zu Montag mit. Bislang hatte die Türkei sechs Erkrankungen gemeldet.

Zwei der neuen Fälle stünden in Verbindung mit dem ersten gemeldeten Patienten von vergangenem Mittwoch. Sieben seien von Europareisen zurückgekehrt, drei aus den USA.

Die Türkei verschärfte ihre Maßnahmen aus Sorge wegen der Ausbreitung des Virus. Auch Flüge aus Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern werden nun gestoppt, nachdem die Flüge in die betreffenden Länder zuvor bis zum 17. April ausgesetzt worden waren.

Zudem schließen auf Anordnung des Innenministeriums alle Bars und Clubs in der Türkei. Auch Schulen und Universitäten sind dicht.

Institut forscht mit Tieren am Coronavirus

8:24 Uhr: Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bei Greifswald hat mit Tierversuchen zur Erforschung des Coronavirus Sars-CoV-2 begonnen. Ausgewählt wurden dafür Schweine, Hühner, Frettchen und Nilflughunde, eine Fledermausart, wie FLI-Präsident Thomas Mettenleiter der Deutschen Presse-Agentur sagte. Diese Versuche seien derzeit das dringlichste Forschungsvorhaben auf der Insel Riems. "Es ist wichtig zu wissen, ob wir durch das Virus auch Schwierigkeiten in der Nutztierhaltung bekommen könnten", erklärte der Wissenschaftler. Mit Ergebnissen wird frühestens Ende April gerechnet. "Wasserstandsmeldungen" gebe er nicht, sagte er.

New York und Los Angeles schließen Bars und Restaurants

7:41 Uhr: Nach zahlreichen Städten in Europa schränken auch US-Städte das Sozialleben ihrer Bürger weiter ein. In New York sollen Bars, Restaurants und Cafés vorerst weitgehend geschlossen bleiben, kündigten die Behörden am Sonntag an. Ähnliche Maßnahme verkündete auch der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti.

Nur Lieferdienste sowie Speisen und Getränke zum Mitnehmen seien weiter verfügbar. Ab 9:00 Uhr am Dienstagmorgen (14.00 Uhr MEZ) müssten zudem Nachtclubs, Kinos und andere Veranstaltungsorte schließen, hieß es.

Diese Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, schrieb Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter. "Aber unsere Stadt ist bedroht wie nie zuvor, und wir müssen mit einer Kriegsmentalität darauf reagieren", so de Blasio weiter.

Schleswig-Holstein riegelt Inseln für Touristen ab

7:02 Uhr: Schleswig-Holstein hat seit 6:00 Uhr am Montag alle schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee für Touristen gesperrt. Das bestätigten die zuständigen Polizeileitstellen.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte bei der Bekanntgabe der Entscheidung nach einer Kabinettssitzung am Sonntag Urlauber aufgefordert, den Heimweg anzutreten. Mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber sollten Reisen in den Norden vorläufig unterlassen.

Zu den vom Touristenstopp betroffenen Nordseeinseln gehören Sylt, Amrum und Föhr, die Halbinsel Nordstrand sowie die Halligen Hooge und Langeneß. In der Ostsee ist die beliebte Ferieninsel Fehmarn für Touristen bis auf weiteres gesperrt.

Steinmeier: "Werden das Virus besiegen"

5:10 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Besonnenheit und Rücksichtnahme im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Wir werden das Virus besiegen", sagte das Staatsoberhaupt dem Nachrichtenportal "t-online". "Aber in was für einer Gesellschaft wir danach leben werden, und in was für einer Welt, das hängt davon ab, wie wir heute handeln."

Es sei nun vor allem wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Drastische und sofortige Einschnitte in unser tägliches Leben, unseren Berufsalltag sind dafür notwendig, auf alte Gewohnheiten wie Umarmungen, den Begrüßungskuss, das Händeschütteln, müssen wir eine Zeitlang verzichten", so Steinmeier. "Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten." Er forderte, alle zielführenden Optionen "ohne Denkverbote" zu prüfen und gegebenfalls umzusetzen.

Ärzte fordern Zeltstationen vor Kliniken für Tests

5:00 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich angesichts der Coronavirus-Krise für die Einrichtung von Zeltstationen vor den Kliniken ausgesprochen. "Wir sollten Zeltstationen vor den Kliniken einrichten, in denen getestet wird, ob es sich um Corona-Patienten handelt oder nicht. So lässt sich die Übertragung auf anders Erkrankte besser verhindern", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Das müsse jetzt geschehen, bevor uns die große Welle erreiche, sagte Reinhardt. Darüber sei man mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Austausch. In Kürze solle darüber bei einem Krisentreffen beraten werden.

Reinhardt sprach sich auch dafür aus, Ärzte im Ruhestand zu aktivieren und Medizinstudenten als Helfer einzusetzen. "Wenn Kollegen helfen wollen, die sich fit fühlen und rüstig sind, ist das eine gute Sache", sagte er. Auch Studenten könnten mit eingesetzt werden. "Jede unterstützende Kraft ist jetzt hilfreich. Das ist eine Ausnahmesituation, die auch für uns neu ist", erklärte Reinhardt.

Coronavirus lässt Chinas Wirtschaft einbrechen

4:51 Uhr: Der Kampf gegen das Coronavirus hat der chinesischen Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Das Pekinger Statistikamt veröffentlichte am Montag eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten, die teilweise einen nie dagewesenen Einbruch verzeichneten.

So ging die Industrieproduktion im Januar und Februar im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Vorjahres um 13,5 Prozent zurück - der stärkste bislang gemessene Einbruch. Mit einem Minus von 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sackte auch der Umsatz im Einzelhandel deutlich ab. Die Anlageinvestitionen brachen um 24,5 Prozent ein, wie das Statistikamt weiter berichtete.

Weiter rückläufige Zahlen in Südkorea

4:08 Uhr: Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist weiter zurückgegangen. Doch äußerten die Gesundheitsbehörden am Montag angesichts der raschen Ausbreitung des Coronavirus weltweit ihre zunehmende Sorge, dass infizierte Menschen aus dem Ausland einreisen könnten. Auch lokale Häufungen von Infektionen im Land selbst stellen demnach weiter ein erhöhtes Risiko dar.

Am Sonntag wurden den offiziellen Angaben zufolge 74 Neuinfektionen festgestellt. Schon am Samstag war die Zahl zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle stieg auf 8236. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus lag weiterhin bei 75.

Coronavirus: 16 neue Fälle in China - Angst vor "Importen"

2:51 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen bleibt in China laut offizieller Zahlen auf niedrigem Niveau. Jedoch steigt die Sorge vor Erkrankten, die aus dem Ausland einreisen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, gab es landesweit 14 weitere Todesfälle und 16 neue Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19. Dabei handelte es sich in zwölf Fällen um Menschen, die nach ihrer Einreise nach China diagnostiziert und somit in der offiziellen Statistik als "importierte Fälle" geführt werden.

Die Hauptstadt Peking verschärfte ihre Quarantänemaßnahmen für Reisende aus anderen Staaten. Seit Montag müssen alle Passagiere, die aus dem Ausland am internationalen Flughafen ankommen, für zwei Wochen zur Beobachtung in Quarantänezentren. Zuvor war auch eine Quarantäne in Hotels oder Zuhause möglich.

Biden bei TV-Debatte: Coronavirus-Krise ist wie Krieg

2:31 Uhr: Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden sieht die Vereinigten Staaten angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in einer schweren Krise. "Wir sind im Krieg mit dem Virus", sagte der Ex-US-Vizepräsident bei einer TV-Debatte mit seinem parteiinternen Konkurrenten, dem linken Senator Bernie Sanders. "Dies ist wie ein Krieg. Das ist, als würden wir aus dem Ausland angegriffen." Die Krise müsse jetzt und hier gelöst werden. Revolutionäre Ideen hälfen nicht weiter, sagte Biden mit Blick auf Sanders' Agenda. Die Menschen wollten sofort Resultate, nicht erst in mehreren Jahren.

Auch Sanders mahnte mit Blick auf das Coronavirus: "Dies ist eindeutig ein nationaler Notstand." Das Land als Ganzes müsse kraftvoll auf diese Krise reagieren. Man müsse aber auch die Umstände verstehen, die diese Krise verschärften, und darüber reden, wo das Land hinsteuere. Die aktuelle Pandemie offenbare die "unglaubliche Schwäche und Dysfunktionalität" des US-Gesundheitssystems. Das Land gebe deutlich mehr für die Gesundheitsversorgung aus als andere Staaten, und dennoch gebe es nicht genug Ärzte, überhöhte Medikamentenpreise und viele Menschen ohne Krankenversicherung. "Wir sind ganz eindeutig nicht vorbereitet", beklagte Sanders. "Diese Krise macht eine ohnehin schlechte Situation noch schlimmer."

Tui setzt Reiseaktivitäten weitgehend aus

0:33 Uhr: Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. Eine Prognose der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr traut sich das Management angesichts der Belastungen nicht mehr zu, weshalb der Ausblick von Mitte Februar laut einer Mitteilung aus der Nacht zum Montag zurückgezogen wurde. "In dem sich gegenwärtig schnell verändernden Umfeld bleiben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt von höchster Wichtigkeit. Deshalb hat der TUI Konzern (...) beschlossen, den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen", hieß es.

Um die Folgen der Krise auf das Jahresergebnis zu mildern, sollen die Kosten nun deutlich gesenkt werden. Zudem will der Konzern Staatsgarantien zur Unterstützung beantragen, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Trump ruft Amerikaner zum Stopp von Panikkäufen auf

0:25 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner dazu aufgerufen, Panikkäufe wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Trump sagte am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus nach einer Telefonschalte mit Chefs großer Handelsketten an die Adresse der US-Bürger: "Sie müssen nicht so viel kaufen. Nur keine Hektik, entspannen Sie sich einfach." Seine Gesprächspartner hätten ihm zugesagt, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Sie würden ihre Läden während der Krise offenhalten.

Trump sagte, die Menschen kauften derzeit "drei bis fünf Mal so viel, wie sie normalerweise einkaufen würden". Als Reaktion darauf würden Supermärkte ihre Lager deswegen in einem Ausmaß auffüllen, das jenes für das Weihnachtsgeschäft übersteigen werde. Trump betonte: "Es gibt für niemandem im Land die Notwendigkeit, Grundnahrungsmittel zu horten." Seine Gesprächspartner hätten ihn gebeten, den Amerikanern auszurichten, dass sie "bitte ein bisschen weniger kaufen" sollten.

In den USA gibt es - wie auch in anderen von dem Virus betroffenen Ländern - einen Run auf Klopapier, Desinfektionsmittel, haltbare Lebensmittel wie Nudeln sowie Wasser. Vor manchen Supermärkten bildeten sich in den vergangenen Tagen lange Schlangen. Einige Läden begrenzen den Verkauf von Waren, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus besonders gefragt sind, auf eine bestimmte Stückzahl.

Die Meldungen vom Sonntag, 15. März: Britische Behörde rechnet mit Krise bis 2021

22:42 Uhr: Die britische Gesundheitsbehörde Public Health England rechnet einem Bericht der Zeitung "The Guardian" zufolge damit, dass die Corona-Krise bis zum Frühjahr 2021 anhalten könnte. Das geht angeblich aus einem geheimen Briefing-Dokument hervor, das dem Blatt zugespielt wurde. Bis zu 80 Prozent der Briten könnten sich demnach in den kommenden 12 Monaten mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizieren, heißt es demnach weiter. Für 15 Prozent der Bevölkerung wäre aufgrund der Erkrankung Covid-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Das wären in Großbritannien rund acht Millionen Menschen. Der ohnehin schon weitgehend ausgelastete Nationale Gesundheitsdienst NHS käme damit weiter unter Druck.

Einem Experten für Epidemiologie von der University of East Anglia zufolge wird die Ausbreitung des Virus in den Sommermonaten aber nachlassen und erst im November wieder an Fahrt aufnehmen. "Ich denke es wird immer da sein, aber weniger heftig werden, wenn die Immunität zunimmt", sagte Professor Paul Hunter dem "Guardian" zufolge.

Die britische Regierung gerät derzeit immer stärker unter Druck, drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie einzuführen. Bislang sind in dem Land die Schulen geöffnet und Großveranstaltungen weiterhin erlaubt. Nur wer Symptome wie Husten und Fieber entwickelt, soll sich für sieben Tage isolieren. Die Regierung will damit verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit unverminderter Stärke zurückkehrt.

US-Notenbank senkt Leitzins auf fast null Prozent

22:40 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus senkt die US-Notenbank den Leitzins auf fast null Prozent. Die Notenbank Federal Reserve (Fed) teilte am Sonntagabend (Ortszeit) mit, der Leitzins werde nun um einen Prozentpunkt auf einen Korridor von 0 bis 0,25 Prozent verringert. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt am Sonntag. Trump hatte erst am Samstag erneut gesagt, er sei nicht glücklich mit dem Zinssatz der US-Notenbank.

Trump sagte, die USA sollten keinen Leitzins haben, der höher als in anderen starken Wirtschaftsnationen sei. "Wenn man sich Deutschland anschaut, liegen sie im Prinzip unter Null, sie sind negativ. Es gibt viele Länder, die negativ sind. Japan ist negativ. Deutschland ist negativ. Andere sind negativ. Und wir zahlen höhere Zinssätze."

In den USA wächst wegen der Auswirkungen des Coronavirus die Sorge vor einer Rezession. Erst Anfang März hatte die US-Notenbank den Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf einen Korridor von 1 bis 1,25 Prozent gesenkt.

Die Fed teilte nun mit, die Ausbreitung des Coronavirus habe sich in vielen Ländern negativ auf die Wirtschaftsaktivitäten ausgewirkt, auch in den USA. Globale Finanzinstitutionen seien ebenfalls beeinträchtig worden. Die Auswirkungen des Virus stellten ein Risiko für die wirtschaftlichen Aussichten dar. Die USA seien aber auf einer starken wirtschaftlichen Basis in die Krise gegangen.

Österreich stellt Flugverkehr nahezu ein

22:26 Uhr: Österreich wird auch den Flugverkehr weitgehend einstellen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntagabend in der Sendung "ZiB2" des österreichischen Fernsehens an. Er appellierte an alle Österreicher im Ausland, sich auf den Weg nach Hause zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren, um heimgeholt zu werden. Sobald das abgeschossen sei, würden alle Flüge in Corona-gefährliche Gebiete gestoppt, sagte Kurz.

Österreich setze viel härtere Maßnahmen als andere europäische Länder um, meinte Kurz. Die Hoffnung sei, dass sich die Ansteckungskurve sich damit in der kommenden Woche abflache.

Nordseeinseln gesperrt für Touristen

22:00 Uhr: Alle norddeutschen Küstenländer sperren ab Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf hätten sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend mitteilte. In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen schrittweise eingeführt.

Bayern ruft Katastrophenfall aus

21:59 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

LVMH will Gratis-Desinfektionsgel produzieren

20:36 Uhr: Der Luxuskonzern LVMH will wegen der Coronavirus-Krise in seinen Parfum- und Kosmetikfabriken in Frankreich große Mengen Desinfektionsmittel produzieren. Ab Montag sollen Fabriken, die eigentlich Parfüm für Christian Dior oder Givenchy produzieren, entsprechendes Gel herstellen, um dem Mangel an Desinfektionsmittel entgegenzuwirken, wie der französische Konzern am Sonntag mitteilte. Die Handdesinfektionsmittel sollen dann kostenlos an Gesundheitseinrichtungen in Frankreich ausgeliefert werden.

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ist der weltweit führende Luxusgüterkonzern. Zu der Gruppe gehören unter anderem Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin und Krug sowie Modehäuser wie Kenzo und Fendi.

Vierter Corona-Todesfall in Bayern

18:52 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium des Landes am Sonntag in München unter Berufung auf das Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte.

Damit sind vier Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mindestens 886 Menschen wurden bislang positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

Bayern bremst öffentliches Leben ab

18:25 Uhr: Wegen des Coronavirus werden in Bayern ab Dienstag alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen, ab Mittwoch sollen dann auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen in München.

Demnach bleiben aber trotz der weiteren Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen weiter geöffnet. Die Grundversorgung werde dadurch aufrechterhalten, hieß es. Gleichwohl bedeuten die Schließungen eine weitere Beschränkung des öffentlichen Lebens in Bayern.

Auch Grenze nach Dänemark wird Montag geschlossen

17:20 Uhr: Deutschland will nun auch seine Grenze nach Dänemark am Montag um 6:00 Uhr schließen (siehe auch 15:20 Uhr).

Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur mit.

Schleswig-Holstein riegelt Inseln an Nord- und Ostsee für Touristen ab

17:18 Uhr: Als Reaktion auf die Corona-Pandemie riegelt Schleswig-Holstein die Inseln an Nord- und Ostsee für Touristen ab. Der Zugang zu den Inseln sei für Besucher ab Montagmorgen 6:00 Uhr beschränkt, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel mit. Günther forderte Urlauber auf, Reisen in den Norden zu unterlassen. Urlauber, die bereits auf einer der Insel Quartier bezogen haben, sollten den Heimweg antreten.

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen sind demnach Menschen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der Inseln haben oder zur Arbeit dorthin pendeln. Auch die Versorgung der Inseln mit Waren werde weiterhin sichergestellt.

Landesgesundheitsminister Heiner Garg (FDP) begründete die Entscheidung damit, dass die medizinische Versorgung für die Inselbewohner in der aktuell kritischen Lage gesichert werden müsse. Für eine große Zahl Touristen seien die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nicht ausgelegt. Die Polizei werde die Anordnungen umsetzen.

Lufthansa holt Tausende Urlauber zurück

16:19 Uhr: Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa 3.000 bis 4.000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können - Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere.

Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

Lebensmittelhandel gibt Entwarnung: Lieferketten sind intakt

15:45 Uhr: Die Nachfrage nach Lebensmitteln in Deutschland ist nach Auskunft des Handels in den vergangenen Tagen "sprunghaft angestiegen". Es gebe aber kein Nachschubproblem und die Supermärkte blieben auch wie bisher sechs Tage die Woche geöffnet, sagte der Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Andere Darstellungen etwa in sozialen Medien entsprächen "nicht der Wahrheit".

"Die Logistikketten arbeiten unter Volllast, aber sie funktionieren", sagte Böttcher. Der Nachschub sei da, aber teilweise könnten die Regale nicht so schnell aufgefüllt werden, wie die Ware verkauft werde. Der Sprecher empfahl den Verbrauchern, auch an einem Tag unter der Woche einzukaufen und nicht alle Einkäufe am Samstag zu erledigen.

Böttcher wies zudem darauf hin, dass am Sonntag erstmals das sonst gültige Fahrverbot für Lastwagen an diesem Wochentag aufgehoben war. So hätten die Supermärkte nach dem Haupteinkaufstag Samstag gleich wieder mit neuer Ware beliefert werden können.

Deutschland macht Grenzen dicht

15:20 Uhr: Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus schließt Deutschland von Montagmorgen 8:00 Uhr an seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Das sollen laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung und der Deutschen Presse-Agentur Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofers zusammen mit den Ministerpräsidenten von Bayern, Markus Söder, Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, und Saarland, Tobias Hans, beschlossen haben.

Die Runde einigte sich demnach darauf, dass es verschärfte Kontrollen und Zurückweisungen geben soll, um der Anweisung Nachdruck zu verleihen. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten solle aber weiter gesichert bleiben. Auch dürften Pendler weiterhin die Grenzen passieren, schrieb die "Bild".

Hintergrund sei nicht nur die Eindämmung der Corona-Pandemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt hätten, berichtete das Blatt.

Bayern plant Beschränkungen für Gastronomie und Läden

15:16 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Krise plant Bayern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Geplant sind eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars und Schwimmbädern sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr.

Zuvor hatte bereits Berlin alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen verboten. Das betraf unter anderem Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs.

Spanien meldet hundert neue Corona-Todesopfer binnen 24 Stunden

14:27 Uhr: Spanien hat binnen 24 Stunden hundert neue Corona-Todesopfer und 2000 neue Infektionsfälle registriert. Das teilten die spanischen Behörden am Sonntag mit. Damit verzeichnet das Land nunmehr 288 Todesopfer und mehr als 7750 Infektionsfälle.

Spanien ist das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene europäische Land nach Italien. Am Samstag hatte die Regierung in Madrid den Notstand ausgerufen und das Land fast vollständig unter Quarantäne gestellt.

Bundesregierung: Lebensmittelversorgung trotz großer Nachfrage gesichert

14:18 Uhr: Das sich ausbreitende Coronavirus und die zunehmenden Einschränkungen im Alltag schlagen auf das Konsumverhalten durch. Die Supermärkte machen deutlich mehr Umsatz, der zugleich Restaurants und Kantinen fehlt. In manchen Filialen waren Grundnahrungsmittel wie Mehl vorübergehend ausverkauft. Handelskonzerne und Bundesregierung versichern unisono, es gebe keine Versorgungsengpässe. Hamsterkäufe sollten deshalb vermieden werden.

Wenn es tatsächlich zu Engpässen kommen sollte, "kann die Bundeswehr die Versorgung auffangen", sagte Verkehrsminister Alexander Scheuer. Das sei aber ein Szenario für den schlimmsten Fall, "soweit sind wir noch nicht".

Bahn schränkt Regionalverkehr ein - und verzichtet auf Fahrkartenkontrollen

13:27 Uhr: Die Deutsche Bahn wird ab Dienstag ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte.

Die Bahn-Führung entschied zudem, dass es ab sofort keine Fahrkartenkontrollen in Regionalzügen mehr gibt. "Die Schaffnerin oder der Schaffner wird lediglich im Zug mitfahren", sagte ein DB-Sprecher dem "Spiegel". Das diene zum Schutz der Mitarbeiter, aber auch dem der Passagiere.

Das Angebot an Bahnen werde nach dem Vorbild des Sonntagsfahrplans deutlich reduziert werden. Zur Begründung hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise, man erwarte für den Wochenbeginn, dass viele Bahn-Mitarbeiter wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten können.

Die Planungen betreffen einem "Spiegel"-Bericht zufolge alle Angebote der DB-Regio, etwa in Stuttgart, Berlin oder München. Andere Regionalverkehrsanbieter etwa wie Metronom im Großraum Hamburg säßen an eigenen Planungen. Der Fernverkehr der Bahn werde weiter wie gewohnt rollen.

Österreich fährt öffentliches Leben auf Notbetrieb herunter

12:10 Uhr: In Österreich wird das öffentliche Leben weiter drastisch eingeschränkt. Das Land müsse wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 auf Notbetrieb heruntergefahren werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag.

Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Maßnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschließen wollte.

Sport- und Spielplätze müssen geschlossen werden, Restaurants, die schon eingeschränkte Öffnungszeiten hatten, ab Dienstag ebenfalls. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sagte, er habe gehört, dass Sportvereine weiter Training für Kinder und Jugendliche anböten. Das dürfe nicht sein. Er drohte mit der Streichung von Subventionen auf Jahre hinaus.

Ab Montag bleiben in Österreich Geschäfte in nicht alltagsnotwendigen Branchen geschlossen. Die Versorgung der Menschen über Supermärkte und Lieferdienste sei gesichert, sagte Kurz. Er kündigte weitere Reiseeinschränkungen oder Flugverbote an. Zudem gebe es bereits am Sonntag Polizeikontrollen, sagte Kurz der Nachrichtenagentur APA. Größere Gruppen, die sich etwa auf Spielplätzen ansammeln, würden aufgefordert, nach Hause zu gehen. Ab Montag drohen bei Zuwiderhandlung Geldstrafen von bis zu gut 2000 Euro, wie das Kanzleramt mitteilte.

Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Tirol, Günther Platter, formulierte seine Maßnahmen noch drastischer: "Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen", erklärte er. Es gebe nur wenige Ausnahmen. Tirol ist vom Coronavirus besonders betroffen.

Platter führte für das Bundesland ähnliche Ausnahmen wie in ganz Österreich auf: "beruflich notwendige Gründe, medizinische Versorgung, Versorgung der Grundbedürfnisse, Rückkehr zum eigenen Wohnort und wenn es berechtigte Gründe zum Verlassen des Landes gibt". Es sei aber erlaubt, Lebensmittel oder Medikamente einzukaufen, Geld vom Geldautomaten abzuheben, zum Arzt zu gehen oder den Hund auszuführen.

Bis Samstag waren in ganz Österreich 800 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslösen kann.

Zweiter Todesfall in Bayern

11:42 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erlegen. Es handele sich um eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim, die am Freitag mit Atemnot in das Kemptener Klinikum eingewiesen wurde, wie die AWO Schwaben am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde. Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich zwei Menschen an COVID-19 gestorben. Am Donnerstag war ein Über-80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

Heil bittet Firmen um großzügige Regeln für Eltern

11:32 Uhr: Angesichts wochenlanger Schul- und Kita-Schließungen in Deutschland appelliert Arbeitsminister Hubertus Heil an alle Firmenchefs und Behördenleiter, zusammen mit ihren Mitarbeitern großzügige Lösungen für die Kinderbetreuung zu finden.

"Ich bitte Sie angesichts der akuten Lage, gemeinsam mit Ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu pragmatischen, unbürokratischen und einvernehmlichen Lösungen zu kommen, die nicht zu Lohneinbußen führen", erklärte der SPD-Politiker am Sonntag in Berlin. "Ich bitte Sie, die Möglichkeiten der Lohnfortzahlung im Betreuungsfall großzügig auszugestalten."

Ab der neuen Woche sind in Deutschland die Schulen quasi flächendeckend zu, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Heil beschrieb die Rechtslage so: Arbeitnehmer können zur Betreuung ihrer Kinder für einen kurzen Zeitraum, zwei oder drei Tage, ohne Lohneinbußen ihrem Arbeitsplatz fernbleiben. Voraussetzung sei, dass sie ihre Kinder nicht anderweitig betreuen könnten, etwa durch Ehepartner oder Nachbarn.

Heil appellierte an die Arbeitgeber, zumindest in der ersten Woche auf Lohnminderungen zu verzichten. "Wo möglich, können auch Homeoffice-Lösungen oder flexible Arbeitszeitregelungen dazu beitragen, die aktuelle Situation zu bewältigen. In dieser Krise müssen alle zusammenstehen." Daher bitte er auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: "Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, über Zeitausgleiche, etwa Überstundenabbau, oder kurzfristige Inanspruchnahme von Urlaub, die Betreuung ihrer Kinder im Anschluss an die ersten Tage sicherzustellen!"

Trump will deutschen Corona-Impfstoff exklusiv für die USA

09:56 Uhr: Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeite.

US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin.

Der US-Präsident biete der Firma demnach angeblich einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. "Aber eben nur für die USA", heißt es laut Zeitung dazu in der Bundesregierung.

Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf Äußerungen, die ein Ministeriumssprecher bereits gegenüber der "Welt am Sonntag" gemacht habe. "Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden", zitierte die Zeitung den Sprecher. "Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac."

Deutschland, so die Zeitung, versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten. CureVac arbeitet dem Bericht zufolge gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Virus.

Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

09:29 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden "ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen" statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt.

Ostern fällt in diesem Jahr auf den 12. April. An dem wichtigsten christlichen Feiertag wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag gefeiert. In der Woche vor Ostern - der Karwoche - gibt es mehrere Zeremonien.

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs werden bis zum 12. April die Generalaudienzen von Papst Franziskus und die Angelusgebete am Sonntag weiterhin nur online übertragen.

Trotz Coronakrise Kommunalwahl in Bayern

09:06 Uhr: Trotz der Coronavirus-Krise hat in Bayern die Kommunalwahl begonnen. Etwa zehn Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die bayerische Landesregierung hielt trotz der Schließung von Schulen und Kindergärten an dem Wahltag fest und rief zur Teilnahme auf. Es werden Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte, Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreis- und Bezirkstage gewählt.

Trumps Test auf Coronavirus negativ ausgefallen

09:00 Uhr: Bei US-Präsident Donald Trump ist der Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen. "Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist", heißt es in einem Schreiben von Trumps Arzt, wie das Weiße Haus am Samstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Trump hatte sich unter wachsendem öffentlichen Druck auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Bundesliga-Profi Kilian geht es wieder besser

08:13 Uhr: Luca Kilian, der als erster Profi aus der Bundesliga positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Sonntag).

Australien: Einreisende müssen für 14 Tage in Quarantäne

05:22 Uhr: Australien verschärft seine Einreisebestimmungen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. Wer in das Land einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben, wie Premierminister Scott Morrison am Sonntag ankündigte. Die Maßnahme soll ab Mitternacht gelten. Allen Ankommenden werde eine umfassende Selbstisolierung auferlegt, sagte Scott.

Zudem dürfen Kreuzfahrtschiffe für 30 Tage australische Häfen nicht anlaufen. Den Menschen riet die Regierung, einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einzuhalten. Australien hat bislang 280 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2, drei Menschen starben infolge der Infektion. An diesem Sonntag sollte in Australien auch die Formel 1 in die neue Saison starten, der Saisonauftakt wurde aber wegen der Coronavirus-Krise abgesagt.

COVID-19: Ärztefunktionäre besorgt wegen Personallage in Kliniken

05:00 Uhr: Angesichts eines längerfristigen Kampfes gegen die Coronavirus-Epidemie weisen Ärztefunktionäre auf eine drohende Knappheit von Mitarbeitern in Krankenhäusern hin. "Was uns mehr Sorgen macht als die apparative Ausstattung, ist das Personal", sagte Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Die Ressource Mensch in den Intensivstationen sei knapp. Personal, das nicht intensivmedizinisch ausgebildet sei, müsse frühzeitig geschult werden, damit es in Krisensituationen zusätzlich eingesetzt werden könne.

Uwe Janssens, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, stellte in diesem Zusammenhang Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts in Frage. Demnach soll Personal, das engen ungeschützten Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte, in häusliche Quarantäne gehen.

Dies sei "schlichtweg nicht praktikabel", wenn man das Gesundheitssystem nicht zum Einsturz bringen wolle, sagte Janssens. Die Mitarbeiter in den betroffenen Krankenhäusern stünden zudem unter hohem psychologischen Druck. Zusätzlich zu einer großen Arbeitsbelastung hätten viele Angst, selbst zu erkranken oder andere unbewusst mit dem Virus zu infizieren.

Hälfte der Fußball-Fans für Verschiebung der EM um ein Jahr

04:30 Uhr: Gut die Hälfte aller Fußball-Fans in Deutschland wollen, dass die Europameisterschaft wegen der Ausbreitung des Coronavirus um ein Jahr verschoben wird. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage zum Thema "Corona und Fußball" durch das Meinungsinstituts Bundesliga-Barometer in Kooperation mit Sport1 hervor.

Demnach sind 49,1 Prozent der Fans für eine EM im Sommer 2021, eine Komplettabsage befürworten 26,2 Prozent. Weitere 21,3 Prozent sprechen sich dafür aus, das Turnier solange zu verschieben, bis die Ligen ihre Saison beendet haben. Nur 3,3 Prozent wollen, dass die EM wie geplant stattfindet.

Coronavirus: Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

04:13 Uhr: Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um 3 auf 75.

Die aktuellen Fallzahlen bestätigten den Abwärtstrend bei den Neuerkrankungen in den vergangenen Tagen. Südkorea hatte am Freitag zum ersten Mal seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen von dem Virus gemeldet als neue Infektionen.

Die Behörden warnten jedoch zuletzt mehrmals vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten. Sorgen bereiten ihnen auch weiter lokale Häufungen von Ansteckungen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Fälle konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

Laschet appelliert an Gemeinsinn - "Hamstern unsolidarisch"

04:00 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Menschen in Deutschland angesichts der Coronavirus-Krise zu Rücksichtnahme und Gemeinsinn aufgerufen. "Hamstern oder das Stehlen von Desinfektionsmitteln in
Krankenhäusern sind unsolidarisch", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Auch seinen eigenen Verwandten würde er von übertriebenen Vorratskäufen abraten, sagte Laschet. "Kauf was nötig ist, vielleicht auch etwas mehr, um Einkaufsgänge zu reduzieren. Aber keine panischen
Hamsterkäufe." Denn Deutschlands Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sei sicher. "Wir erwarten keine Lieferengpässe bei Nahrungsmitteln oder Toilettenpapier", und Supermärkte blieben offen. "Das würde ich einem Angehörigen nahebringen."

Eindringlich warnte der NRW-Ministerpräsident auch davor, die Apotheken zu stürmen. "Wenn jeder anfängt, Medikamente zu horten, die er nicht braucht, bricht auch das beste System zusammen. Das System beruht auf Vertrauen, und jeder trägt dazu bei, dass dieses Vertrauen erhalten bleibt." Gerade jetzt dürfe es keinen "Rückzug in den Egoismus" geben. "Alle sollten sich jetzt auf den Gemeinschaftssinn besinnen, der unser Land stark gemacht hat", betonte Laschet.

Dritter Coronavirus-Fall in NBA: Spieler von Detroit betroffen

03:48 Uhr: Die NBA hat ihren dritten Coronavirus-Fall. Es handelt sich dabei um einen Spieler der Detroit Pistons. Wie der Verein aus der stärksten Basketball-Liga der Welt mitteilte, befindet sich der namentlich nicht genannte Profi seit Mittwochnacht in Quarantäne. Medienberichten zufolge hat sich Flügelspieler Christian Wood (24) mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit COVID-19 verursachen kann. Die Pistons haben den positiven Test am Samstag (Ortszeit) erhalten.

Der Detroiter Spieler ist nach Center Rudy Gobert (27) und dessen Teamkollege Donovan Mitchell (23) von den Utah Jazz der dritte Coronavirus-Fall in der NBA. Die Liga hatte sich unmittelbar nach dem ersten positiven Test zu einer Pause von mindestens 30 Tagen entschieden.

Coronavirus: China bestätigt neue 20 Infektionen - 10 Tote

03:26 Uhr: In China ist die Zahl der Infektionen durch das neuartige Coronavirus laut offizieller Angaben erneut nur leicht gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, kamen landesweit 20 Erkrankungen mit der Lungenkrankheit COVID-19 hinzu. 16 der Fälle wurden demnach bei Menschen nachgewiesen, die aus dem Ausland nach China zurückkehrten. Die Kommission führt diese Patienten als importierte Fälle in der Statistik. Zehn weitere Menschen kamen durch das Coronavirus ums Leben, wie die Behörde ferner berichtete.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 844 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3199 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Die Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Nach Kalenderänderungen: Formel 1 plant Rennen in Sommerpause

03:12 Uhr: Nach den jüngsten Änderungen im Kalender könnte die Formel 1 durch die Streichung der Sommerpause im August Raum für Nachholrennen schaffen. "Wir verschaffen uns mehrere Wochenenden, an denen wir ein Rennen haben können", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn dem TV-Sender Sky in einem Interview. Dadurch könne man trotz der Coronavirus-Krise einen "anständigen Kalender" für den Rest des Jahres aufbauen. "Er wird anders aussehen, aber er wird eine ordentliche Anzahl an Rennen erhalten."

Brawn rechnet derzeit mit mindestens 17 Grand Prix. Ursprünglich waren für dieses Jahr 22 Rennen vorgesehen. "Ich glaube, wir können sie reinquetschen. Aber es hängt davon ab, wann die Saison beginnen wird", sagte der 65-Jährige. In diesem Zusammenhang überlegt die Formel 1 auch Grand-Prix-Events von drei auf zwei Tage zu verkürzen und sie an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden im August auszutragen. "Das könnte eine Option sein", meinte Brawn.

Nach den jüngsten Änderungen im Formel-1-Kalender soll die Saison Ende Mai beginnen. Der Grand Prix von Monaco ist für den 24. Mai angesetzt. Die Sommerpause war in dieser Saison eigentlich zwischen Ungarn am 2. August und Belgien am 30. August vorgesehen.

Forscher warnen: Britische Maßnahmen gegen COVID-19 unzureichend

03:01 Uhr: Fast 250 Wissenschaftler haben der britischen Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen die COVID-19-Pandemie zu tun und unnötig Leben zu gefährden. Mit einfachen Maßnahmen könnten Tausende Menschen gerettet werden, teilten die Wissenschaftler aus Großbritannien am späten Samstagabend in einem offenen Brief mit. Es sei möglich, die Geschwindigkeit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus "dramatisch" zu bremsen. Unkontrolliert könnten sich aber in den nächsten Wochen Millionen Briten mit dem Erreger anstecken.

In Großbritannien sind zum Beispiel Großveranstaltungen noch nicht generell verboten und bisher nur wenige Schulen geschlossen.

Regierungsberater Patrick Vallance hatte die bislang zurückhaltenden Maßnahmen in Großbritannien unter anderem damit begründet, dass eine "Herdenimmunität" gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Infizierten sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung, dann könnte Schutz für die ganze Gemeinschaft durch Immunität aufgebaut werden, sagte der Gesundheitsexperte kürzlich bei der Vorstellung eines Maßnahmenkatalogs der Regierung mit Premierminister Boris Johnson.

Diesen Ansatz stellte auch die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Harris, am Samstag infrage. Man wisse noch zu wenig über das Virus. "Es ist noch nicht lange genug in unserer Bevölkerung, um zu wissen, was es immunologisch macht", sagte sie dem Nachrichtensender BBC. "Wir können über Theorien reden, aber im Moment stehen wir wirklich vor einer Situation, in der wir uns mit Taten beschäftigen müssen."

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte in der Nacht zum Sonntag, dass der Regierungsberater Vallance falsch verstanden worden sei. "Herdenimmunität ist nicht Teil des Aktionsplans, sondern das natürliche Beiprodukt einer Epidemie". Ziel sei es, Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) zu entlasten. Der NHS ist chronisch überlastet und marode. Die Mängel im Gesundheitsdienst waren auch zentrales Thema im Wahlkampf.

Coronavirus beeinträchtigt US-Wahlkampf - Vorwahlen verschoben

2:20 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigt zunehmend den Wahlkampf vor der US-Präsidentschaftswahl im kommenden November: Der Leiter der Wahlbehörde im wichtigen US-Bundesstaat Georgia, Brad Raffensperger, teilte am Samstagabend (Ortszeit) mit, die für den 24. März geplanten Vorwahlen der Demokraten und der Republikaner würden voraussichtlich auf den 19. Mai verschoben. Der Bundesstaat Louisiana hatte bereits am Freitag mitgeteilt, Vorwahlen beider Parteien würden nun erst am 20. Juni stattfinden - statt wie geplant am 4. April.

US-Präsident Donald Trump ist als Kandidat der Republikaner gesetzt, er hat keine ernstzunehmende innerparteiliche Konkurrenz. Spannend ist dagegen das Rennen bei den Demokraten: Dort kommt es zu einem Zweikampf zwischen Ex-Vizepräsident Joe Biden - dem Kandidaten des gemäßigten Flügels der Partei - und dem linken Senator Bernie Sanders. Biden liegt nach einer Siegesserie bei den Vorwahlen vor Sanders. Bei den Demokraten stehen am kommenden Dienstag Vorwahlen in den Bundesstaaten Florida, Arizona, Illinois und Ohio an. Diese Vorwahlen sind bislang nicht verschoben worden.

Louisiana war der erste Bundesstaat, der Vorwahlen wegen des Coronavirus verschoben hatte. Bevor bei Nominierungsparteitagen im Sommer die Präsidentschaftskandidaten der Parteien für die Wahl im November gekürt werden sollen, sind noch in zahlreichen Bundesstaaten Vorwahlen geplant. In 24 Staaten wurden sie bereits abgehalten.

Erster Coronavirus-Fall der NBA spendet halbe Million US-Dollar

00:24 Uhr: Nach seinem positiven COVID-19-Test will auch Center Rudy Gobert (27) von den Utah Jazz dem Hallen-Personal während der Unterbrechung der Saison helfen. Der erste offiziell bestätigte Fall der NBA möchte mehr als eine halbe Million US-Dollar spenden, das sind umgerechnet knapp 450 000 Euro. Dies teilte Goberts Basketball-Verein am Samstag (Ortszeit) mit.

Das Geld soll sowohl den Angestellten der Vivint Smart Home Arena in Utah zukommen als auch mit dem Virus befassten Sozialdiensten in Utah, Oklahoma City und dem französischen Gesundheitssystem. Mehr als 800 Angestellte arbeiten nach Jazz-Angaben in Teilzeit bei Veranstaltungen in der Vivint Smart Home Arena. Zuvor hatten schon mehrere andere Profis und Vereine - auch aus weiteren US-Sportarten - Spenden angekündigt.

Gobert und sein Teamkollege Donovan Mitchell (23) wurden beide positiv getestet. Daraufhin wurde die NBA-Saison für mindestens 30 Tage unterbrochen. "Mir geht es gut", sagte Mitchell, der in Quarantäne bleibt und sich die Zeit nach eigener Aussage unter anderem mit Videospielen vertreibt.

Kramp-Karrenbauer verspricht Hilfe der Bundeswehr in Corona-Krise

00:05 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr auch in der Corona-Krise gewährleistet. "Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten - auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt", sagte die CDU-Chefin der "Welt am Sonntag". "Wir haben gerade auch unsere Reservisten aufgerufen, sich zu melden, um in den Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität mit zu unterstützen. Was immer jetzt gebraucht wird." Kramp-Karrenbauer erklärte, dass es bis Freitagabend 120 begründete Verdachtsfälle und 18 bestätigte am Corona-Virus Erkrankte in den Reihen der Bundeswehr gab.

Ungeachtet der Corona-Krise mahnte Kramp-Karrenbauer, den deutschen Verteidigungsetat zu erhöhen. Das habe auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Bündnispartnern versprochen, sagte sie der Zeitung. Die außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen würden weiter wachsen. "Die Fähigkeiten unserer Bundeswehr müssen dazu passen."

Die Meldungen vom Samstag, 14. März:

Litauen stellt sich selbst unter Quarantäne

23:13 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung das Coronavirus wird Litauens Regierung das gesamte Land für zwei Wochen unter Quarantäne stellen. Dies beschloss das Kabinett in Vilnius am Samstagabend. Die Maßnahme gelte ab Montag und umfasst die Schließung der Grenzen für Ausländer. Auch sämtliche Geschäfte mit Ausnahmen von Apotheken und Lebensmittelmärkten müssen schließen, öffentliche Veranstaltungen sind untersagt. Zuvor hatte der Baltenstaat bereits wieder feste Grenzkontrollen an seinen EU-Binnengrenzen zu Polen und Lettland eingeführt.

Nach Regierungsangaben ist es Litauern mit Inkrafttreten der Quarantäne verboten, das Land zu verlassen. Umgekehrt ist Ausländern die Einreise verboten - es sei denn, sie arbeiten und leben dauerhaft in Litauen. Ausnahmen gelten auch für Diplomaten und Nato-Personal. Für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen. In Litauen gibt es bislang sieben nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen.

Auch Estland hat schärfere Maßnahmen beschlossen. Die Regierung in Tallinn verhängte am Samstag Beschränkungen für den Personenverkehr zwischen den estnischen Ostseeinseln und dem Festland - für zunächst zwei Wochen dürfen nur noch Bewohner zu den Inseln. Landesweit müssen zudem Sport- und Freizeiteinrichtungen schließen. In Estland war die Zahl an Coronavirus-Fälle zuletzt sprunghaft auf 115 angestiegen.

«Wir befinden uns derzeit in einer Situation, in der sich das Virus sehr schnell verbreitet. Alle Aktivitäten, die viel Kontakt zwischen Menschen und ein hohes Risiko für die Ausbreitung der Ansteckung beinhalten, müssen beschränkt werden, um die Gesundheit der Menschen zu schützen», erklärte Regierungschef Jüri Ratas.

Trump auf das Virus getestet

20:15 Uhr: Unter wachsendem öffentlichen Druck hat sich US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Ein Ergebnis werde erst ein oder zwei Tage nach der Untersuchung vorliegen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das auf das Coronavirus getestet wurden.

Wenn Trump sich am Freitagabend testen ließ, wirft eine Mail vom Weißen Haus Fragen auf: In ihr veröffentlichte das Büro von Pressesprecherin Stephanie Grisham am Freitag noch kurz vor Mitternacht ein Schreiben des Arztes des Weißen Hauses, in dem es hieß, ein Test sei nicht angezeigt, weil Trump keine Symptome von Covid-19 zeige. Trump sah sich in den vergangenen Tagen zunehmend Fragen danach ausgesetzt, warum er sich nicht testen lasse.

Die brasilianische Botschaft in Washington teilte am Freitagabend auf Twitter mit, der Geschäftsträger der Botschaft, Nestor Forster, sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag vergangener Woche mit Trump und Bolsonaro am Tisch gesessen. Trump war bei dem Besuch der Delegation zudem mit Bolsonaros Kommunikationsdirektor Fábio Wajngarten in Kontakt, bei dem später ebenfalls das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde. Wajngarten veröffentlichte am vergangenen Sonntag ein Foto auf Instagram, auf dem er neben Trump posiert.

Nach Trumps Angaben dauerte das Abendessen rund zwei Stunden. Mit Blick auf Wajngarten hatte Trump bei einer Pressekonferenz am Freitag gesagt: "Ich habe keine Ahnung, wer er ist, aber ich mache Bilder, und das dauert buchstäblich Sekunden." Auf dem Foto ist auch Vizepräsident Mike Pence zu sehen. Pence - der die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Coronavirus leitet - sagte bei der Pressekonferenz am Samstag, er werde anschließend mit dem Arzt des Weißen Hauses sprechen und sei ebenfalls dazu bereit, sich testen zu lassen.

Das Weiße Haus teilte am Samstag mit, als Vorsichtsmaßnahme werde ab sofort bei allen Personen, die in engem Kontakt mit Trump oder Pence seien, die Temperatur gemessen. Auch bei Reportern wurde vor der Pressekonferenz die Temperatur genommen. Ein Journalist wurde abgewiesen, weil er nach Angaben von Pences Sprecherin Katie Miller bei drei Messungen oberhalb der von der Gesundheitsbehörde CDC empfohlenen Grenze von 38 Grad Celsius lag.

Frankreich legt das öffentliche Leben lahm

20:05 Uhr: Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus alle Restaurants, Läden und Bars. Apotheken und Lebensmittelgeschäfte oder Banken sollen aber geöffnet bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Samstagabend an. Allerdings sollen ab Mitternacht alle nicht für das Leben notwendigen öffentlichen Orte schließen. Philippe begründete dies mit dem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle im Land. Die bisherigen Maßnahmen seien offensichtlich nicht ausreichend gewesen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden zählte Frankreich am Samstag 4500 Fälle, am Vortag waren es noch 3661. Es seien 91 Tote zu verzeichnen. Die erste Runde der Kommunalwahlen soll Philippe zufolge aber dennoch am Sonntag stattfinden - unter "strikter Einhaltung der Anweisungen". Frankreich hatte bereits zuvor zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen für die Wahl angekündigt. Dabei werden im ganzen Land neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gewählt.

"Der beste Weg, die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen, ist die räumliche Distanz", sagte Philippe. Nach der Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend seien in Frankreich immer noch zu viele Menschen in Restaurants oder Cafés gegangen, monierte er. Macron hatte sich mit einer Rede an die Französinnen und Franzosen gewandt und erklärt, dass ab Montag alle Bildungseinrichtungen schließen werden.

Nun gelte in Frankreich "Phase 3" erklärte Jérôme Salomon, der nationale Gesundheitsdirektor. Dies ist die höchste Stufe im Kampf gegen Epidemien. Zuvor hatte die zweite Stufe gegolten, Frankreich hatte unter anderem alle Veranstaltungen mit mehr als Menschen untersagt.

Philippe kündigte nun ein, dass auch der öffentliche Verkehr eingeschränkt werden soll. Er rief die Französinnen und Franzosen zu mehr Disziplin auf. "Unser Ziel ist es, Sie zu schützen. Ich bin mir der Anstrengungen und Opfer bewusst, die von Ihnen verlangt werden", sagte er.

G7-Chefs treffen sich - zur Videokonferenz

19:49 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Montag in einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten über die Corona-Pandemie und ihre Folgen beraten. Ein Regierungssprecher in Berlin bestätigte am Samstag auf Anfrage ihre Teilnahme. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Planung am Freitag bekanntgemacht. US-Präsident Donald Trump wird Gastgeber der Videokonferenz sein, wie das Weiße Haus bestätigt hatte.

Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beraten werden. Dazu zählten die Entwicklung eines Impfstoffes aber auch eine wirtschaftliche Antwort auf die Krise.

Berlin greift durch

18:51 Uhr: Berlin verbietet wegen der Coronakrise ab sofort alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Das teilte ein Sprecher der Senatskanzlei am Samstagabend mit. Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen. Auch der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist verboten. Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Darüber hinaus dürfen Patienten im Krankenhaus keinen Besuch mehr empfangen - Ausnahme seien solche unter 16 Jahren und Schwerstkranke.

Die gesetzliche Grundlage für die neuen Verordnungen sei das Infektionsschutzgesetz. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 19. April.

Ausnahmen gibt es für Restaurants: Gaststätten, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird, dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben.

Patienten unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürften einmal am Tag für eine Stunde eine Person empfangen, sofern diese keine Erkrankung an den Atemwegen habe, hieß es weiter. Auch in Pflegeheimen dürfen Bewohner nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings niemanden unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen.

Der Kölner Dom macht dicht

18:50 Uhr: Der Kölner Dom ist ab Sonntag nur noch für Menschen geöffnet, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. Das teilte Domsprecher Markus Frädrich am Samstagabend mit Verweis auf das von der Stadt Köln in der Coronakrise erlassene Veranstaltungsverbot mit. Deshalb würden ab Sonntag nur noch einzelne Gottesdienste unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert und von Domradio.de übertragen.

Den Dom besuchen normalerweise im Schnitt 16.000 bis 20.000 Menschen täglich. Er ist damit eines der meistbesuchten Gotteshäuser in Deutschland.

Corona stopp Koalitionsverhandlungen

18:16 Uhr: Der für Montag geplante Start der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen in Hamburg wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus um zwei Wochen verschoben. Das teilten beide Parteien am Samstag in Hamburg mit.

Trump weitet Einreisestopp aus

18:14 Uhr: US-Präsident Donald Trump weitet den 30-tägigen Einreisestopp für Reisende aus weiten Teilen Europas wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Großbritannien und Irland aus. Das kündigte Trump am Samstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus an. Vizepräsident Mike Pence ergänzte, die Maßnahme trete um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft. Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card), die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber Tests unterziehen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA eingeschränkt werden. Pence sagte, Gesundheitsexperten hätten einmütig dazu geraten, den Einreisestopp wegen zunehmender Infektionszahlen auf Großbritannien und Irland auszuweiten. Um Mitternacht in der Nacht zu Samstag war bereits ein 30-tägiger Einreisestopp für Menschen aus dem Schengen-Raum in Kraft getreten. Der Schengen-Raum umfasst 26 europäische Staaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Auch hier gilt, dass Amerikaner und Green-Card-Inhaber weiter einreisen dürfen. Rückkehrer aus den vom Einreisestopp betroffenen Ländern müssen auf einem von 13 Flughäfen in den USA einreisen, die das Heimatschutzministerium bestimmt hat. Nach Angaben des geschäftsführenden Heimatschutzministers Chad Wolf sind außerdem ausländische Diplomaten von den Reiseeinschränkungen ausgenommen.

Junge Union mobilisiert in Corona-Krise gut 1000 Einkaufshelfer

17:53 Uhr: Der CDU/CSU-Nachwuchs hat in der Corona-Krise nach eigenen Angaben mehr als 1000 Helfer mobilisiert, die älteren Menschen und anderen besonders Gefährdeten Einkäufe und Erledigungen abnehmen. So viele Freiwillige hätten sich bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Start der Aktion Einkaufshelden im Internet gemeldet, teilte die Junge Union mit. Ähnliche Aktionen haben auch andere gestartet, darunter die Jusos und viele Nachbarschaftsinitiativen.

JU-Chef Tilman Kuban sagte der Deutschen Presse-Agentur, man wolle dazu beitragen, die Ansteckungsgefahr für die Risikogruppe zu verringern und die Virusausbreitung zu verlangsamen. Die Junge Union bringt dabei im Internet Helfer und Hilfesuchende zusammen. Beide Seiten könnten sich seit Freitagnachmittag unter die-einkaufshelden.de registrieren. Neben der Online-Vermittlung bietet der Parteinachwuchs auch einen individuell vorausgefüllten Ausdruck an, den Helfer beispielsweise in den Flur ihres Wohnhauses oder im Supermarkt aushängen können.

Spanien plant landesweite Ausgangssperren

17:00 Uhr: Zur wirksameren Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie hat Spanien einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand verhängt, der auf die Einschränkung der Bewegungsfreiheit im ganzen Land hinausläuft. Der Ministerrat der Links-Regierung erließ dazu am Samstag in Madrid ein entsprechendes Dekret, wie Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Abend bekanntgab.

Das Dekret tritt am Montag um 8 Uhr morgens in Kraft. Sánchez sprach von "drastischen Maßnahmen". Der Alarmzustand sei für die längstmögliche Dauer von 15 Tagen ausgerufen worden, sagte der sozialistische Politiker. Eine Verlängerung müsste vom Parlament in Madrid genehmigt werden.

Die Spanier dürften während des "Alarmzustands" nur in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. Erlaubt bleiben nach dem Dekret Fahrten zur Arbeit, zum Arzt sowie zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten. Die Bürger dürfen das Haus auch verlassen, um Kinder, Ältere und Hilfsbedürftige zu betreuen. Urlauber und andere Menschen dürfen zudem zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren. Vom Verbot ausgenommen sind auch Situationen von "höherer Gewalt". Die Einhaltung der Anordnungen werden gemäß Dekret die Sicherheitskräfte überwachen.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am stärksten betroffene Land Europas. Die Zahl der Coronavirus-Fälle steigt seit Tagen sprunghaft an - Bilanz des Gesundheitsministeriums vom Samstagabend: mehr als 6000 Infektionen und über 190 Todesfälle.

Madrid darf nun neben den genannten Maßnahmen unter anderem zum Beispiel Lebensmittel und andere wichtige Güter rationieren und auch beschlagnahmen lassen, Interventionen in Fabriken und anderen Produktionsstätten anordnen und zur Umsetzung der Maßnahmen alle Sicherheitskräfte und auch die Armee mobilisieren.

Weitere Corona-Infektionen im Bundestag bei Grünen und FDP

16:07 Uhr: Auch in der Bundestagsfraktion der Grünen gibt es nun einen Corona-Fall. "Einer unserer Abgeordneten wurde positiv auf Corona getestet. Alle erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet", sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Den Namen des Abgeordneten nannte sie nicht. "Die anderen Fraktionen wurden informiert", sagte sie.

Zudem gibt es in der FDP-Fraktion inzwischen einen dritten Fall, wie ein Fraktionssprecher bestätigte, ohne den Namen zu nennen. Allerdings machte der Abgeordnete Thomas Sattelberger seine Infektion selbst bekannt. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: "Ich bin 70 geworden und weiß seit einer Stunde, dass ich Corona-positiv bin."

Zuvor hatte es in der FDP-Fraktion bereits zwei Infektionen gegeben. Als erstes war eine Ansteckung mit dem Coronavirus beim FDP-Abgeordneten Hagen Reinhold bestätigt worden. Außerdem hatte dann sein Fraktionskollege Alexander Graf Lambsdorff im "Spiegel" über seine eigene Infektion gesprochen.

Klöckner rät von Hamsterkäufen ab

15:12 Uhr: Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat von Hamsterkäufen abgeraten. Wegen der Coronakrise sei es vielerorts dazu gekommen, jedoch gebe es "keinen Anlass" für Hamsterkäufe, mahnte Klöckner am Samstag in Berlin. In Deutschland gebe es aktuell keine Versorgungsengpässe. Die Ministerin rief alle Bürger auf, ihre Vorräte "mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken". Dann sei auch genügend für alle da.

Gerade mit Blick auf die derzeitige Situation sei nicht nur die Solidarität der Verbraucher untereinander gefragt, sondern auch "Maß und Mitte", fügte Klöckner hinzu. Wichtig sei, nur das zu lagern, "was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht wird, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden". Denn unnötige Hamsterkäufe führten leider häufig dazu, "dass Lebensmittel letztlich in der Tonne landen". Wer dennoch zu viel gekauft habe, könne einwandfreie Waren zur Weitergabe an die Tafeln spenden.

Zahl der bestätigten Corona-Fälle in NRW steigt auf 1636, in Bayern auf 681

13:28 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Am Samstag gab es (Stand 11.30 Uhr) 1.636 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger SARS-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf meldete. Am Freitagnachmittag (16:00 Uhr) waren es noch 1433 Fälle gewesen. Der Kreis Heinsberg bleibt mit 589 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 85 Infektionen mit den neuartigen Coronavirus. In der größten Stadt des Bundeslandes, in Köln, waren es 83 Fälle. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf 23, in Dortmund 14 und in Essen 34.

Auch in Bayern steigt die Zahl der bestätigten Infektionen. Bislang sind im Freistaat 681 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Samstag mitteilte (Stand 13:00 Uhr). Das sind 123 Fälle mehr als am Vortag. Mit 364 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 178 Fälle, in Freising 51 Fälle und in Starnberg 34 Fälle.

Bundesliga-Klubs drohen hohe finanzielle Einbußen

13:10 Uhr: Der 26. Spieltag der Bundesliga ist wegen der Corona-Krise verschoben worden. Am Montag will die DFL beraten, wie es weiter geht. Wird die Bundesliga-Saison abgesagt, drohen den Klubs hohe finanzielle Einbußen.

Gesundheitsministerium warnt vor Fake-News

12:36 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat auf Twitter vor kursierenden Falschnachrichten und Panikmache im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie in Deutschland gewarnt.

Demnach werde "behauptet und rasch verbreitet", das wahlweise das Gesundheitsministerium oder die Bundesregierung bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen würden. "Das stimmt NICHT!", betonte die Behörde.

Ein Sprecherin äußerte sich auch zur Aussage von Minister Jens Spahn, wonach sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz selbst für zwei Wochen in Quarantäne begeben sollten. Dabei handele es sich um eine Empfehlung, erklärte eine Sprecherin.

Schulschließung nun auch in Mecklenburg-Vorpommern

11:55 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin mit. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen anderer Bundesländer.

SC Paderborn stellt Teile des Bundesliga-Teams unter Quarantäne

11:49 Uhr: Nach dem positiven Coronavirus-Test bei Fußballprofi Luca Kilian hat der SC Paderborn am Samstag Teile seiner Mannschaft für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt. Zuvor hatte der Teamarzt insgesamt 45 Tests auf das Virus bei Spielern und Betreuern durchgeführt, wie der Fußball-Bundesligist am Samstag mitteilte. Die Ostwestfalen sind der erste Erstliga-Club, der zu dieser Maßnahme greifen muss. In der Zweiten Liga war dies bereits bei Hannover 96 und beim 1. FC Nürnberg geschehen.

"Für Spieler und Mitarbeiter, die seit dem 5. März keinen direkten Kontakt zu Kilian hatten, geht das Leben vorerst 'normal' weiter", hieß es in der Mitteilung. Der Trainingsbetrieb beim Aufsteiger wurde vorerst eingestellt. Kurz vor dem Ende der Quarantäne soll bei allen potenziell Corona-Infizierten ein zweiter Test durchgeführt werden.

Türkei stoppt Einreise aus Deutschland

11:32 Uhr: Die Türkei hat Reisenden aus neun europäischen Ländern die Einreise verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das erklärte das türkische Innenministerium am Samstag.

Die Grenze sei für Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Auch Menschen aus Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürften nicht mehr einreisen.

Türkische Staatsbürger dürften "vorübergehend" nicht in die genannten Länder reisen, hieß es weiter. Die Türkei hatte am Freitag angekündigt, von Samstagmorgen an Flüge in diese Länder bis zum 17. April auszusetzen. Bereits zuvor hatte Ankara Flüge nach China, Iran, Irak, Italien und Südkorea eingestellt. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in der Türkei war am Freitag auf fünf gestiegen.

Virologe warnt vor Notbetreuungs-Plänen für Kinder

10:30 Uhr: Angesichts der bevorstehenden Schul- und Kita-Schließungen wird der Ruf nach schnellen Lösungen für berufstätige Eltern laut.

Der Virologe Christian Drosten warnt jedoch davor, Kinder von kritischen Berufsgruppen, wie Beispielweise Krankenpfleger, Ärztinnen oder Polizisten, in sogenannten Notbetreuungen neu zu gruppieren. "Hierdurch entstehen neue primäre und sekundäre Kontaktnetzwerke (Eltern). Die Infektion wird dadurch befeuert", erklärte Drosten auf Twitter.

Ihm zufolge könnten junge Kinder neue Gruppen und Betreuer psychisch schwer verkraften, somit steige die Belastung der Eltern weiter an. "Notbetreuung ist deswegen kontraproduktiv", bemerkt Drosten.

Er schlägt stattdessen vor, bestehende Gruppen auszudünnen sowie Gruppen und Betreuer so zu lassen, wie sie sind - nur mit deutlich weniger Kindern pro Gruppe oder Schulklasse. Diese österreichische Lösung hält Drosten für "sehr sinnvoll".

Nachdem fast alle Bundesländer ab Montag Schulen und Kitas schließen, versuchen sie Notbetreuungen auf die Beine zu stellen. Es geht dabei vor allem darum, dass Eltern in sogenannten kritischen Berufen, wie Polizei, Feuerwehr, Krankenpflege oder Rettungsdienst weiterhin zur Arbeit gehen können.

RKI stuft Tirol und Madrid als Risikogebiete ein

10:01 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die internationalen Coronavirus-Risikogebiete ausgeweitet: Seit Freitagabend gelten auch das Bundesland Tirol in Österreich und die spanische Hauptstadt Madrid offiziell als Gebiete, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann.

Derzeit hat das RKI folgende Orte und Länder als Risikogebiete eingestuft:

  • Italien
  • Iran
  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • In Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • In Österreich: Bundesland Tirol
  • In Spanien: Madrid
  • In Deutschland: Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

Apple schließt alle Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen

09:30 Uhr: Apple schließt wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärte Firmenchef Tim Cook am Samstag.

Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte, in den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Stores in Italien dichtgemacht. In Deutschland betreibt der Konzern 15 eigene Geschäfte

Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.

Erster Corona-Toter in Luxemburg

08:14 Uhr: In Luxemburg gibt es einen ersten Corona-Todesfall. Eine 94-jährige Person sei an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilte die luxemburgische Regierung am Freitagabend mit. Der Fall zeige, dass vor allem ältere Menschen besonders geschützt werden müssten. Mit einem Paket an Maßnahmen versucht auch Luxemburg, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem sind Schulen und Kindertagesstätten ab Montag für zwei Wochen geschlossen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 38 (Stand Freitagabend) gestiegen.

Neuseeland verordnet Einreisenden zweiwöchige Quarantäne

5:51 Uhr: Wer in Neuseeland einreist, muss sich ab Sonntag 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Samstag an, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nur Reisende, die von den Pazifischen Inseln kommen, sind davon ausgenommen. Ardern rief zugleich ihre Landsleute auf, alle nicht notwendigen Reisen nach Übersee zu unterlassen. Kreuzfahrtschiffe dürften bis zum 30. Juni nicht in neuseeländischen Häfen anlegen. Neuseeland hat bisher sechs bestätigte Fälle der Covid-19-Erkrankung.

Zuvor hatte Ardern mitgeteilt, dass wegen der Gefahren durch das Coronavirus die für Sonntag geplante zentrale öffentliche Gedenkfeier zum Jahrestag der Terroranschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch abgesagt wurden. Am 15. März 2019 hatte ein australischer Rassist bei den Anschlägen 51 Menschen getötet.

Bundesagentur: Haben genügend Geld, um Kurzarbeitergeld zu bezahlen

5:45 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich auch für einen starken Anstieg von Kurzarbeit in Folge der Coronavirus-Krise gerüstet. Es seien keine besonderen Vorkehrungen im Haushalt erforderlich, um Kurzarbeitergeld zu zahlen, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage.

Derzeit seien dafür im Haushalt der BA 255 Millionen Euro eingeplant. "Kurzarbeitergeld ist eine gesetzliche Pflichtleistung und wird deshalb auf jeden Fall ausbezahlt - unabhängig von dem aktuellen Haushaltsansatz", erklärte die Sprecherin. Sollten mehr Mittel erforderlich werden, dann könnten diese aus der Rücklage der BA bestritten werden. Das Finanzpolster der Behörde sei seit dem Ende der Finanzkrise vor zehn Jahren stetig angewachsen auf aktuell rund 26 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen wirtschaftliche Flauten abgefedert werden.

Um Deutschlands Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit zu schützen, hatte der Bundestag am Freitag einen Gesetzentwurf für ein erleichtertes Kurzarbeitergeld beschlossen. Demnach sollen ab April Unternehmen leichter als bisher Leistungen der Bundesagentur beantragen können. Betriebe können so Kurzarbeitergeld schon nutzen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Dritte

Pflege-TÜV wird wegen Corona-Krise ausgesetzt

5:04 Uhr: Die regelmäßigen Qualitätsprüfungen in den Pflegeheimen für den sogenannten Pflege-TÜV werden angesichts der Corona-Epidemie ausgesetzt, um das Personal in den Heimen zu entlasten. "Pflegebedürftige Menschen bedürfen in ganz besonderer Weise der umfassenden Betreuung und Versorgung, da müssen wir auch ungewöhnliche Wege gehen", sagte der für Pflege zuständige Vize-Chef des Kassen-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). Die Aussetzung gelte zunächst bis Ende Mai.

Normalerweise überprüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) regelmäßig vor Ort, wie die Heimbewohner versorgt werden. Aus diesen Informationen und Daten, die die Pflegeheime selbst liefern, werden umfassende Prüfberichte erstellt. Die Kontrollen binden jedoch Pflegekräfte, was nun durch die Aussetzung verhindert wird.

"Alle schauen zu Recht auf die Akutversorgung im Krankenhaus und bei den Ärzten, aber wir müssen auch die ambulante und stationäre Altenpflege stabilisieren", sagte Kiefer.

Kambodscha untersagt Einreise aus Deutschland und weiteren Staaten

5:01 Uhr: Kambodscha untersagt Bürgern aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und den USA ab Dienstag für 30 Tage die Einreise, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Das südostasiatische Land hat bisher sieben bestätigte Covid-19-Erkrankungen. Darunter sind nach Medienberichten ein Kanadier und ein Belgier, die am Freitag in der in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh unter Quarantäne gestellt wurden. Laut Ministerium wurden drei britische Touristen zu Wochenbeginn positiv getestet und befinden sich ebenfalls in Isolation, so wie auch ein Einheimischer. Ein Mann aus China, dessen Infektion in Kambodscha zuerst bekannt wurde, hat sich mittlerweile erholt und ist vergangenen Monat ausgereist.

In Kambodscha befindet sich mit der Tempelanlage von Angkor Wat eine der größten Sehenswürdigkeiten Asiens. Hier ist die Besucherzahl zuletzt wegen des Coronavirus bereits stark gesunken. Im Februar kamen 119 000 Besucher - das waren 56 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Angkor Wat gehört zum Unesco-Welterbe.

US-Einreisestopp für Reisende aus Europa wegen Coronavirus in Kraft

5:00 Uhr: Der von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisestopp für Menschen aus weiten Teilen Kontinentaleuropas ist in Kraft getreten. Die Maßnahme gilt seit 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag) für Menschen aus dem Schengen-Raum, der 26 europäische Staaten umfasst, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA eingeschränkt werden. Trump hatte am Mittwochabend in einer Ansprache an die Nation angekündigt, die Regelung solle 30 Tage gelten. Amerikaner, die sich im Schengen-Raum aufhalten, dürfen in die USA zurückkehren, müssen sich aber Tests unterziehen.

Trump sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, angesichts steigender Infektionszahlen in Großbritannien - das dem Schengen-Raum nicht angehört - müsse die Maßnahme vielleicht auf dieses Land ausgeweitet werden. "Wir müssen sie möglicherweise in die Liste aufnehmen." Womöglich würden die Reiseeinschränkungen auch noch auf "ein paar andere" Länder ausgeweitet. Trump verteidigte die Reiseeinschränkungen für Europa am Freitag erneut. "Diese Maßnahme wird zahllose Menschenleben retten", sagte er.

Die einseitige Maßnahme hatte für Kritik in Europa gesorgt. Bundesaußenminister Heiko Mass (SPD) warf Trump vor, im Alleingang gehandelt zu haben, und betonte, dass es sich bei der Bekämpfung des Coronavirus um eine globale Herausforderung handele. Die EU-Spitzen, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel, kritisierten, die US-Entscheidung sei ohne Rücksprache getroffen worden. Trump hatte zu seiner Rechtfertigung gesagt, er habe keine Zeit verlieren wollen. Die EU habe es außerdem versäumt, Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken, was zu einer Ausbreitung des Virus auch in den USA geführt habe.

Veranstaltungswirtschaft fürchtet verheerende Folgen durch Corona

5:00 Uhr: Der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, hat vor schwerwiegenden Folgen für seine Branche durch die Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. "Wenn derartige Veranstaltungsabsagen nur über zwei, drei Wochen erfolgen müssen, werden sich zahlreiche Firmen davon nicht wieder erholen können", sagte Michow der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Vielzahl der abgesagten Veranstaltungen wegen des Virus Sars-CoV-2.

In der Veranstaltungsbranche herrsche laut Michow zurzeit Ratlosigkeit angesichts der Situation. Die Bundesländer entschieden jeweils unterschiedlich, ob sie Großveranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbieten oder nicht. "Wir erleben derzeit nicht nur in unserer Branche, sondern in der Wirtschaft allgemein das Problem, dass auf der ganzen Ebene klare Ansagen fehlen", kritisierte er. Bisher gebe es nur Empfehlungen zu Absagen, die den Unternehmen aber keine Planungssicherheit böten.

Praxisärzte fordern rasche Hilfe für weitere Kinderbetreuung

4:30 Uhr: Angesichts von Schulschließungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie dringen die Praxisärzte auf rasche Klarheit über weitere Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Fachangestellte in der Praxis seien wie Feuerwehrleute, Polizisten, Krankenschwestern und viele andere auch Eltern, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie bräuchten nun schnelle Unterstützung von Kommunen und Landesregierungen beim Organisieren einer Betreuung, um den Praxisbetrieb nicht herunterfahren zu müssen.

"Bleibt diese Unterstützung aus, sehe ich mit großer Sorge, wie wir die Versorgung der Patienten in diesen schwierigen Zeiten auf Dauer aufrecht erhalten sollen", warnte Gassen. Er verwies darauf, dass Schulschließungen mehr oder minder bereits ab Beginn der nächsten Woche gelten sollen. Die meisten Länder haben dies angekündigt.

Der stellvertretende KBV-Chef Stephan Hofmeister sagte: "In den Praxen findet nicht nur die Regelversorgung statt, sondern derzeit auch ein wesentlicher Anteil der Versorgung von Corona-Patienten." Die Ärzte und ihr Praxispersonal würden dringend gebraucht - auch vor dem Hintergrund, dass je nach Entwicklung auch Praxisschließungen durch Quarantäne drohen könnten. Daher sei jede Unterstützung nötig. In Praxen kommen laut KBV täglich mehr als drei Millionen Patienten.

Zahl neuer Coronavirus-Fälle in China bleibt niedrig

4:08 Uhr: Mit nur elf neu nachgewiesenen Fällen bleibt die Zahl der neuen Coronavirus-Erkrankungen in China weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Wie aus am Samstag von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Daten hervorging, wurden damit landesweit drei Fälle mehr als am Vortag registriert. Schon seit Tagen liegt die Zahl der Neuinfektionen jedoch im unteren zweistelligen Bereich. 13 weitere Menschen kamen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben, wie die Kommission ferner mitteilte.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 824 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3189 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Die Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Coronavirus: Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

3:45 Uhr: Die Zahl der erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist bei zuletzt rückläufiger Tendenz bei den neuen Fällen auf mehr als 8000 gestiegen. Am Freitag seien 107 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8086. Es wurden bisher 72 Todesfälle mit dem Erreger in Verbindung gebracht.

Südkorea hatte am Freitag zum ersten Mal seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen von dem Virus gemeldet als neue Infektionen. Trotz der langsameren Zunahme der Infektionsfälle warnten die Behörden zuletzt vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten.

Sorgen bereiten den Behörden auch weiter lokale Häufungen von Ansteckungen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Fälle konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

Verband fordert wegen Corona weniger Bürokratie für Seniorenheime

3:00 Uhr: Der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen hat gefordert, während der Corona-Krise Seniorenheime von Bürokratie und Kontrollen zu verschonen. "In dieser drastischen Situation müssen wir die Rahmenbedingungen lockern", sagte der Chef des Verbandes, Dieter Bien, der Deutschen Presse-Agentur. So solle von Prüfungen der Heimaufsicht zunächst bis Ende Mai abgesehen werden. Die regelmäßigen Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung für den sogenannten Pflege-TÜV werden bereits vorläufig bis Ende Mai ausgesetzt.

Handwerk verlangt wegen Coronavirus zinslose Steuerstundungen

2:00 Uhr: In der Coronavirus-Krise fordert das Handwerk vom Fiskus großzügige zinslose Steuerstundungen. Diese müssten alle Steuerarten umfassen, neben Ertragsteuern auch Lohn- und Umsatzsteuer, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Erleichterungen bei Kurzarbeit, Liquiditätshilfen, Bürgschaften und Steuerstundungen sind die in dieser Lage angemessenen Maßnahmen. In die richtige Richtung gehen auch andere Vorhaben", sagte er zu den bisherigen Beschlüssen der Bundesregierung. In dieser Situation dürfe für die Betriebe "wirklich nichts mehr oben drauf kommen - sei es bei den Sozialabgaben, Steuern oder administrativ etwa durch Regulierungen", fügte Wollseifer hinzu.

Walter-Borjans fordert Konsequenzen aus Coronakrise

1:45 Uhr: SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat längerfristig weniger Abhängigkeit von internationalen Lieferketten als Konsequenz aus der Coronakrise gefordert. Es zeige sich, "wie viele Unternehmen und ihre Beschäftigten direkt oder indirekt unter den Folgen einer Lieferkettenstrategie leiden, die jede Form von Nachhaltigkeitsdenken hat vermissen lassen", sagte Walter-Borjans der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Das aufzuarbeiten ist eine Aufgabe für die Zeit nach der Pandemie, um zu gewährleisten, dass die Steuerzahler nicht für kurzsichtige Renditeplanungen einiger weniger herhalten müssen." Die deutsche Wirtschaft gilt wegen ihrer Abhängigkeit etwa von Produkten aus China als sehr anfällig für die Coronakrise.

Die Zusage der Bundesregierung, Unternehmen umfassende Kredite in der Krise zu gewähren, zeige, dass sie zu umfassenden und zielgenauen Schritten in der Lage sei. "Dabei hilft, dass Deutschland über ein bewährtes System von Förderbanken mit bewährten Instrumenten verfügt", sagte Walter-Borjans. "Zusammen mit hoher Kulanz der Steuerbehörden durch Steuerstundung und der Herabsetzung von Vorauszahlungen werden unnötige Liquiditätsengpässe vermieden."

Der Schutzschirm der Regierung helfe auch den Dienstleistern aus Logistik, Handel, Gastgewerbe, Kultur und Tourismus. "Liquiditätshilfen und Steuerstundungen helfen kleinen Unternehmen und Selbstständigen aus einer Finanzklemme."

Angst vor Insolvenzen in der Schaustellerbranche

1:18 Uhr: In der Schaustellerbranche greift angesichts zahlreicher Absagen von Veranstaltungen wegen der Coronavirus-Epidemie die Furcht vor Pleiten um sich. "Es sind in höchstem Maße Existenzen bedroht. Es wird zu Insolvenzen kommen", sagte der Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, Werner Hammerschmidt, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Nach der Winterpause hätten jetzt die ersten Jahrmärkte und anderes angestanden, die nun fast flächendeckend abgesagt würden. Schausteller hätten keine alternativen Einnahmequellen. "Die Angst geht um in der Branche", sagte Hammerschmidt.

Söder: Bundeswehr in Corona-Bekämpfung stärker einbinden

1:06 Uhr: Der CSU-Vorsitzende Markus Söder fordert, die Bundeswehr mehr für den Kampf gegen die Corona-Epidemie einzusetzen. "Wir sollten überlegen, die Bundeswehr stärker einzubinden. Sie muss mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen", sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das ist angesichts dieser Krise unabdingbar."

Die Bundeswehr hilft bereits Kreisen und Kommunen. "Die Bundeswehr unterstützt aktuell die zivilen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Coronavirus im Rahmen von Amtshilfe", sagte ein Sprecher der Bundeswehr der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). "Im Wesentlichen geht es zur Zeit um Bereitstellung von Laborkapazitäten, medizinischer Schutzausrüstung wie Masken und Kitteln sowie Unterstützung mit medizinischem Fachpersonal." Jedes Amtshilfeersuchen der zivilen Behörden werde über die jeweiligen Landeskommandos an das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin weitergeleitet und dort entschieden.

Söder sprach sich außerdem dafür aus, schnell die Steuern zu senken. "Steuersenkungen haben den Vorteil, dass sie sofort wirken", erklärte er. "Eine Halbierung der Stromsteuer wäre ein richtiger Schritt."

Mit Blick auf die Kapazitäten im Gesundheitssektor verlangte er einen baldigen Pharmagipfel mit der Industrie. "Wir müssen sicherstellen, dass bestimmte Medikamente auch in Deutschland produziert werden." Außerdem brauche es eine "Notfallapotheke für Deutschland", also die Einlagerung wichtiger Medikamente für einen bestimmten Zeitraum sowie eine kurzfristige Bereitstellung von Produktionskapazitäten.

Nötig seien auch bessere Durchgriffsrechte für die Gesundheitsminister von Bund und Ländern im Krisenfall. Im Moment könnten sie einzelnen Ärzten keine Anweisungen geben, erklärte Söder.

Trump: Große Kreuzfahrtgesellschaften setzen Fahrten aus USA aus

01:05 Uhr: Die großen Kreuzfahrtgesellschaften Carnival, Royal Caribbean, Norwegian und MSC setzen ihre Fahrten aus den USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für 30 Tage aus. Das geschehe auf seine Bitte und gelte ab Mitternacht in der Nacht zu Samstag (Ortszeit/5.00 Uhr MEZ), schrieb Trump am Freitagabend auf Twitter. In mehreren Fällen waren in den vergangenen Wochen Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 auf Kreuzfahrtschiffen festgestellt worden, die zur Quarantäne von Passagieren führten.

Das US-Außenministerium hatte bereits am vergangenen Sonntag amerikanische Staatsbürger dazu aufgerufen, Reisen auf Kreuzfahrtschiffen zu vermeiden. Besonders gelte das für Reisende mit Gesundheitsproblemen. Trump deutete am Freitag an, dass die Gesellschaften womöglich auf Unterstützung hoffen könnten. "Es ist eine große und wichtige Industrie - das wird auch so bleiben!" Er wisse, wie wichtig Kreuzfahrtgesellschaften für die USA seien.

Trump will sich "wahrscheinlich" doch auf Coronavirus testen lassen

00:04 Uhr: US-Präsident Donald Trump will sich unter wachsendem Druck wahrscheinlich doch auf das Coronavirus testen lassen. "Sehr wahrscheinlich ja", sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage. "Wir arbeiten einen Zeitplan aus." Trump war am vergangenen Wochenende mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation in Kontakt, das US-Medienberichten zufolge mit Trump für ein Foto posierte und das später positiv auf das Virus getestet wurde.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, hatte am Donnerstag mitgeteilt, Trump habe fast keinen Umgang mit der Person gehabt. Es gebe daher keine Notwendigkeit für einen Test. Trump sagte am Freitag: "Wir haben keinerlei Symptome."

Animations- und Trickfilmfestivals in Stuttgart abgesagt

0 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind das Internationale Trickfilmfestival, die Animation Production Days und die FMX in diesem Jahr abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter der Stuttgarter Events am Freitag mit. Damit stütze man sich auf den Erlass des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abgesagt werden müssen, teilte die Film- und Medienfestival gGmbH mit.

Das Trickfilm-Festival sollte ursprünglich vom 5. bis zum 10. Mai stattfinden. Nun soll es eine "digitale Version" der Veranstaltung im selben Zeitraum geben. Wettbewerbsbeiträge sollen unter anderem als Stream abrufbar sein.

Für die Animation Production Days - ursprünglich zwischen dem 6. und 8. Mai angedacht - ist von einer solchen digitalen Lösung bisher nichts bekannt. Gleiches gilt für die FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media. Sie war vom 5. bis zum 8. Mai geplant.

Die Meldungen vom Freitag, 13. März:

EM-Test gegen Italien abgesagt

22:00 Uhr: Der EM-Test der Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März ist abgesagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, untersagte die Stadt Nürnberg wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels für den Deutschen Fußball-Bund unumgänglich wurde.

"Da durch die beiden Mannschaften, die Betreuer und die Medienvertreter mit mehr als 100 Menschen gerechnet werden müsse, sei eine Absage des Spiels unumgänglich", hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das für den 26. März in Madrid geplante erste Testländerspiel in diesem Jahr der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gegen Spanien ist weiterhin sehr fraglich.

Erster Coronafall in der Bundesliga

21:40 Uhr: In der Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass der deutsche U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. Die Tests an ersten Paderborner Spielern waren zuvor deshalb durchgeführt worden, weil SCP-Trainer Steffen Baumgart im Verlauf des Tages einige Symptome einer Ansteckung durch das Virus gezeigt hatte und deshalb als Verdachtsfall geführt wurde. Die Testergebnisse bei dem 48-Jährigen waren jedoch anders als bei Kilian negativ.

Trump ruft nationalen Notstand auf

20:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

Polen schließt in Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer

20:05 Uhr: Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit.

Dänemark schließt in Corona-Krise seine Grenzen

19:30 Uhr: Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit. In Dänemark sind bislang 801 Infektionen mit dem Erreger nachgewiesen worden.

Es werde weiter möglich sein, Lebensmittel, Medikamente und andere notwendige Waren nach Dänemark zu bringen, versicherte Frederiksen. Dänen könnten jederzeit in ihr Heimatland zurückkehren. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Grund für eine Einreise kämen dann nicht ins Land. Die Grenzkontrollen sollen bis einschließlich Ostern, also bis zum 13. April, gelten.

Tschechien riegelt ab: Ein- und Ausreiseverbote beschlossen

19:00 Uhr: Tschechien riegelt wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig seine Grenzen ab. Das Kabinett in Prag beschloss am Freitag, dass allen Ausländern die Einreise untersagt wird, nicht mehr nur denjenigen aus Risikogebieten. Zugleich werden allen tschechischen Staatsbürgern und Ausländern mit Daueraufenthalt in dem EU-Mitgliedstaat ab Montag Reisen ins Ausland verboten. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Freitag bekannt. Die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch die Krankheit soll zur Straftat erklärt werden.

In Hessen ab Montag keine Schulpflicht mehr

18:30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab Montag in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden.

Sanitätsdienst der Bundeswehr sucht Reservisten als Verstärkung

17:44 Uhr: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat Reservisten aufgerufen, sich wegen der Corona-Krise zur Verstärkung der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede zum Dienst zu melden.

Gesucht würden ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laboratoriumsassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten, die kurzfristig verfügbar seien, teilte das Sanitätswesen am Freitag mit.

"Melden Sie sich bei uns im Kommando!", hieß es in einem Tweet. "Unsere Hotline für die Reserve im Sanitätsdienst: 0261 896 32444."

Kulturhauptstadt Rijeka sagt alle Programme bis 14. April ab

17:24 Uhr: Die Europäische Kulturhauptstadt Rijeka (Kroatien) hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle bis zum 14. April geplanten Veranstaltungen abgesagt.

Über das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt werde zum passenden Zeitpunkt entschieden, hieß es in einer Mitteilung, die das Organisationsbüro des Kulturhauptstadtjahrs am Freitag veröffentlichte. Auch die Entscheidung, ob Programme ab Mitte April wieder stattfinden können, werde man später treffen.

Acht gemeldete Coronavirus-Tote in Deutschland

17:16 Uhr: Mit einem weiteren gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang acht Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handelt sich laut Landkreis Göppingen um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war.

Neben den drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

Merkel: Staat will alles Nötige zur Bewältigung der Corona-Krise tun

17:09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat umfassende staatliche Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zugesichert. "Wir sind gewillt, (...) alles zu tun, was notwendig ist, alles zu tun, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen", sagte Merkel am Freitag in Berlin.

TV-Moderator Johannes B. Kerner mit Coronavirus infiziert

17:00 Uhr: Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der 55-Jährige am Freitag auf Instagram mit.

Das Positiv-Testergebnis sei für ihn überraschend gekommen, aber: "Mir geht es sehr gut, ich habe praktisch keine Symptome." Er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Macron: G7-Videokonferenz wegen Coronavirus am Montag

16:52 Uhr: Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am kommenden Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte.

Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden.

EU-Kommission billigt Entschädigung für ausfallende Events

16:36 Uhr: Wenn Großevents mit mehr als 1.000 Teilnehmern wegen des COVID-19-Ausbruchs abgesagt werden, sollen die Veranstalter in Dänemark dafür entschädigt werden. Die EU-Kommission in Brüssel genehmigte am eine dänische Beihilferegelung, die mit 91 Millionen Kronen (etwa 12 Millionen Euro) ausgestattet ist.

Es sei die erste und bisher einzige Beihilfemaßnahme, die ein Mitgliedstaat im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Genehmigung angemeldet habe, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Die Kommission hat versprochen, die Beihilferegeln in solche Fällen flexibel auszulegen und Anfragen rasch zu bearbeiten.

Staatliche Beihilfen müssen in Brüssel geprüft und genehmigt werden, damit sie nicht den Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union verzerren.

Brandenburg setzt regulären Unterricht aus

16:33 Uhr: In Brandenburg soll der reguläre Schulunterricht aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch vorerst ausgesetzt werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend.

DFL: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

16:16 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL am Freitag mit.

"Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen", teilte die DFL am Freitag mit,

Düsseldorf und Paderborn beantragen Absage von Bundesliga-Spiel

16:00 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf fordert wegen der Sorgen um mögliche Coronavirus-Infektionen eine Absage des Freitagspiels gegen den SC Paderborn. Ein Clubsprecher bestätigte einen "RP Online"-Bericht, wonach auch die Paderborner diesen Antrag bei der Deutschen Fußball Liga unterstützen.

Zuvor war ein Coronavirus-Test bei Paderborn-Trainer Steffen Baumgart negativ ausgefallen. Allerdings stehen noch weitere Tests bei Profis des Clubs aus. Die Partie soll um 20:30 Uhr angepfiffen werden.

Grenzkontrollen in der Schweiz

15:54 Uhr: Die Schweiz führt an ihren Grenzen - auch zu Deutschland - wieder Kontrollen ein. Dies gehört zu einem Paket drastischer neuer Maßnahmen, die die Regierung am Freitag wegen der Coronavirus-Pandemie verkündete.

Aus Italien können nur noch Schweizer und Personen mit Aufenthaltserlaubnis oder solche, die in der Schweiz arbeiten, einreisen.

Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Mrd Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Auch Sachsen-Anhalt schließt Schulen und Kitas

15:50 Uhr: Auch Sachsen-Anhalt schließt von Montag an die Schulen Kitas im Land. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung am Freitag in Magdeburg mit.

Zuvor hatten viele andere Bundesländer ähnliche Maßnahmen angekündigt.

Kreis Heinsberg bittet Bundeswehr um Nothilfe wegen Coronavirus

15:35 Uhr: Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin am Freitag.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Ob die Bundeswehr auf die Bitte schon reagiert hat, konnte die Sprecherin nicht sagen. Nach Informationen des "Spiegel" wird die Anfrage dort noch bearbeitet. Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben vom Freitag inzwischen 553 Menschen mit dem Virus infiziert.

Schweizer Regierung ordnet Schließung aller Schulen an

15:30 Uhr: In der Schweiz schließen wegen der Pandemie alle Schulen bis mindestens 4. April. Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten.

Das ordnete die Regierung am Freitag an. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Milliarden Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Rauferei wegen Hamsterkauf von 50 Kilogramm Mehl

15:20 Uhr: Ein Hamsterkauf von 50 Packungen Mehl hat in einem Supermarkt bei Osnabrück eine Rauferei verursacht. Ein Mann hatte in Hilter das Mehl in seinen Einkaufswagen gepackt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

An der Kasse wurde ihm der Kauf einer so großen Menge am Donnerstagabend verweigert: Er könne 20 Packungen erwerben, die restliche Menge solle aber für andere Kunden im Geschäft bleiben. Der 41-Jährige stritt sich mit zwei Supermarkt-Mitarbeitern, bis es zu der körperlichen Auseinandersetzung kam. Am Ende blieben die 50 Kilogramm Mehl im Laden.

Auch Thüringens, Hessens und Hamburgs Schulen bleiben geschlossen

15:00 Uhr: In Thüringen bleiben zum Schutz gegen das Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit.

Wegen der Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete.

Hessen will ebenfalls landesweit die Schulen zumachen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen.

Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

Zahlreiche Geschäfte in Österreich werden geschlossen

14:11 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus müssen in Österreich ab kommender Woche viele Geschäfte vorübergehend schließen. Lebensmittelmärkte und Apotheken gehörten zu den Geschäften, die offen bleiben dürfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.

Zudem stellte Österreich das Paznauntal sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne.

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen

14:10 Uhr: Wegen der Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

Siebter Corona-Toter in Deutschland

13:45 Uhr: Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt.

Es handele sich um einen 80 Jahre alten Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen), der in einer Klinik behandelt wurde und positiv auf das Virus getestet worden war, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart mit.

Neben den beiden Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:28 Uhr: Scholz: "Wir werden mit einer Maßnahme in Deutschland nicht die ganze Weltwirtschaft bewegen. Wir können aber einen stabilen Pfad gehen und damit als Beispiel für die Weltwirtschaft dienen. Alle, die uns irgendetwas von 'ihr Land first' erzählt haben, scheitern derzeit krachend. Diese Wirtschaftsmodelle können nicht gut gehen." In wirtschaftlicher Hinsicht nationalistisch agierende Staaten hätten nicht begriffen, wie die Weltwirtschaft funktioniert und die Staaten darin miteinander verwoben seien. "Der amerikanische Präsident Donald Trump hat einen grotesken Auftritt hingelegt", betonte Scholz "in aller Höflichkeit. Er denkt, er könne das Virus so bekämpfen wie er Menschen einer anderen Staatsbürgerschaft bekämpft."

Sechs US-Staaten schließen ihre Schulen

13:26 Uhr: Wegen des um sich greifenden Coronavirus schließen mindestens sechs US-Bundesstaaten die Schulen. Die Schulen in Ohio, Michigan, Oregon, Maryland, Kentucky und New Mexico wurden angewiesen, ab Montag für mindestens zwei Wochen zu schließen.

Dies betrifft Millionen von Schülern und stellt ärmere Familien vor Probleme - viele setzen bei der Versorgung ihrer Kinder auf das kostenlose oder subventionierte Schulessen.

Es handele sich um einen notwendigen Schritt, "um unsere Kinder, unsere Familien und die allgemeine Gesundheit zu schützen", erklärte Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer am Donnerstagabend (Ortszeit).

NRW schließt als siebtes Bundesland seine Schulen

13:22 Uhr: Mit Nordrhein-Westfalen schließt das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland und jenes, das derzeit am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffen ist, in der kommenden Woche alle Schulen. Die Schließung gilt bis zu den Osterferien. Diese beginnen am 6. April.

Die Schulschließung hat das Kabinett am Freitag beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die "Rheinische Post" berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. Damit ist Nordrhein-Westfalen das siebte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:14 Uhr: Altmaier reagiert auf die Frage nach einer möglichen Teil-Verstaatlichung großer deutscher Unternehmen wie der Deutschen Telekom und Siemens: "Solche Reaktionen sind nur in sehr wenigen Ausnahmesituationen denkbar." Und diese wolle Altmaier auch erst gar nicht durch zu arges Nachdenken darüber erst recht herbeiführen.

13:11 Uhr: "Der Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wuchs in der Finanzkrise zwischen Ende 2008 und Spätsommer 2009 um 20 Milliarden Euro, um den Menschen in Deutschland direkt zu helfen", erinnert Scholz, als es um den derzeitigen Aufwand von Kurzarbeitergeld seitens der Regierung geht.

13:06 Uhr: Auch nicht so finanzstarke Staaten wie Deutschland müssten in die Lage versetzt werden, gegen die Ausbreitung des Virus zu handeln: "Daran sind wir als wirtschaftlich weltweit verflochtene Kraft sehr interessiert", betont Scholz eine Lösung auf europäischer und globaler Ebene. Ein Treffen der europäischen Finanzminister stünde in der kommenden Woche an. "Unsere Stabilitätsphilosophie müssen wir nicht aufgeben", spricht Altmaier von großzügigen Handlungsspielräumen im nationalen und europäischen Wirtschaftsrecht. "Wir haben zusätzlichen Geldbedarf", schließt Scholz jedoch auf Nachfrage eine Neuaufnahme von Schulden nicht aus.

13:01 Uhr: Ausgerichtet an der Entwicklung der Pandemie in der globalen Wertschöpfungskette würde gehandelt, unterstreicht Altmaier. "Wir sind auch diesmal entschlossen, dass Spekulanten, die glauben, dass der Staat schwach ist, widerlegt werden. Wenn es nötig ist, werden wir unsere Waffen nachschärfen."

12:59 Uhr: Scholz: "Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass wir uns im Notfall staatlicherseits an Unternehmen beteiligen." Altmaier: "Es mag in diesen Ausnahmesituationen Fälle geben, in denen der Staat so handeln muss, wenngleich er nicht der beste Unternehmer ist. Wir führen keine ideologischen Debatten. Es geht nicht um links oder rechts sondern um richtig oder falsch."

12:56 Uhr: Scholz: "Wir haben solide Finanzen. Das gibt uns in einer Krise die Chance, ohne mit der Wimper zu zucken das Notwendige zu tun."

12:54 Uhr: "Das, was wir hier machen, ist die Bazooka", findet Scholz einen bildhaften Vergleich zu einer US-Panzerbüchse. Anschließend werde geschaut, was noch an Waffen benötigt werde. "Wir haben noch etwas in der Hinterhand. Jetzt machen wir Liquiditätssicherung über unseren erstklassigen deutschen Sozialstaat. Ich habe das in der letzten Krise genau beobachtet, als ich Arbeits- und Sozialminister war."

12:51 Uhr: Altmaier: "Es kam uns nicht darauf an, mit der Gießkanne übers Land zu ziehen und Wohltaten zu verteilen, sondern Unternehmen zu helfen, die wegen Corona in Schwierigkeiten geraten und in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. Wir können dafür sorgen, dass diesen Unternehmen zwischendrin die Luft nicht ausgeht." Bis zum 31. Dezember 2020 werde seitens der Finanzbehörden zum Beispiel auch auf Kontopfändungen verzichtet.

12:47 Uhr: Scholz: "Bei der Kreditzuweisung der KfW gibt es keine Grenze nach oben." Hinter der Abkürzung KfW verbirgt sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Förderbank der Bundesregierung. Scholz: "Wir legen alle Waffen auf den Tisch und zeigen, dass wir stärker sind als das ökonomische Problem, dem wir begegnen."

12:44 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Wir stellen der KfW 20 Milliarden Euro für Soforthilfe zur Verfügung." Es gehe um die umfassendste und wirksamste Garantie für Unternehmen in der Geschichte des Standorts Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehörten auch Express-Bürgschaften, damit Unternehmen bei Banken schnell an Geld kämen. "Es ist die größte Hilfe der Nachkriegszeit." Altmaier verspricht "unbegrenzte Zusagen. Uns steht dafür rund eine halbe Billion Euro zur Verfügung."

12:35 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz: "Wir werden alles Mögliche tun, um diese Krise zu meistern. Wir werden jedes uns zur Verfügung stehende Mittel nutzen. Der Satz 'Wir stehen das gemeinsam durch' ist ein Hinweis auf Solidarität." Die Bundesregierung habe aus der Lehman-Brothers-Krise 2008/09 viel gerlent, was jetzt angewendet werden könne. Diese Krise aber betreffe "alle" und werde "spürbar" werden. "Es wird nicht gekleckert, es wird geklotzt." Weil die Haushalte so "solide" seien, stünden viele Milliarden zur Verfügung, um die benötigten Hilfen "auf den Weg zu bringen. Wir werden den Unternehmen mit Steuererleichterungen helfen." Unternehmen sollten nicht "in die Knie gehen", obwohl die Steuer-Milliarden in der Staatskasse zunächst fehlten, so Scholz.

Lieferando-Lieferanten dürfen keinen Kontakt mehr zum Besteller haben

12:24 Uhr: Die Kuriere des Essens-Lieferdienstes Lieferando.de sollen den Kunden die Bestellung künftig nur noch vor die Tür stellen und klingeln - warten bis geöffnet wird, müssen sie aber weiterhin.

"Aufgrund der jüngsten globalen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus führt Lieferando.de die kontaktlose Lieferung für alle Restaurants auf der Plattform ein", teilte die Lieferando-Mutter Takeaway mit Sitz in den Niederlanden am Freitag mit. "Diese Maßnahme tritt in ganz Europa in Kraft."

Das Essen sei dabei zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet, betonte eine Sprecherin. Die Kuriere seien angewiesen, die Lieferung abzustellen, zu klingeln und von der Tür wegzutreten.

"Er oder sie wird so lange warten, bis die Bestellung sicher beim Kunden angekommen ist", hieß es mit Blick auf die Lieferanten. Die Kunden wiederum seien angehalten, ausschließlich online zu bezahlen.

Damit will das Unternehmen vermeiden, dass es zum physischen Austausch zwischen Kunden und Lieferanten kommt.

Corona-Fall bei Opel: Hunderte im Home-Office

12:13 Uhr: Opel hat nach einer Coronavirus-Infektion in der Belegschaft Hunderte Mitarbeiter vorübergehend ins Homeoffice geschickt. Am Standort Rüsselsheim sei ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag.

"Gemäß unserer existierenden Gesundheitsbestimmungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in engerem Kontakt waren, nun ebenfalls untersucht und betreut. Sie befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne."

Vorsichtshalber arbeite der weit überwiegende Teil der Beschäftigten im Adam-Opel-Haus derzeit von zu Hause, die Kantine sei geschlossen. Es gehe um Hunderte Mitarbeiter in der Verwaltung, hieß es.

Deutsche Bahn fährt nicht mehr nach Italien

12:08 Uhr: Das Coronavirus sorgt im deutschen Südwesten für Zugausfälle. Betroffen ist der internationale Bahnverkehr nach Italien, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Die regelmäßig fahrenden EuroCity-Express-Züge (ECE) von Frankfurt am Main durch Baden-Württemberg über Offenburg und Freiburg nach Basel und Mailand fallen von sofort an aus. Direktverbindungen nach Italien seien nun nicht mehr möglich. Die Bahn reagiere damit auf entsprechende Anordnungen der Behörden. Diese gelten voraussichtlich bis zum 3. April. Italien ist Coronavirus-Risikogebiet.

Betroffen von den Regelungen sind den Angaben der Deutschen Bahn zufolge auch Fernverkehrsverbindungen nach Italien von Bayern aus, diese enden nun in Österreich.

Bezüglich des Diensts am Kunden weitet die Bahn zudem in der Corona-Krise ihre Kulanzregeln für Fahrgäste erneut aus. Ab kommender Woche soll es für Fahrgäste unabhängig von Krisengebieten oder der Absage von Großveranstaltungen in Deutschland die Möglichkeit geben, Flexpreistickets kostenlos zu stornieren und Sparpreis- sowie Supersparpreistickets in Gutscheine umzutauschen, wie Bahnchef Richard Lutz am Freitag in Berlin sagte. Damit wolle die Bahn auch ein wichtiges "Signal zur Beruhigung" aussenden. Gelten soll dies nach Angaben von Lutz bis Ende April.

Schleswig-Holsteins Schulen und Kitas schließen

11:55 Uhr: Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium am Freitag in Kiel mit. Schleswig-Holstein ist damit nach dem Saarland, Bayern, Berlin, Niedersachsen und Bremen das sechste Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entschließt.

1. FC Nürnberg meldet Corona-Erkrankung

11:55 Uhr: Auch Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat nun seinen ersten positiven Corona-Fall. Das gab der fränkische Traditionsklub am Freitag bekannt. Ob es sich bei der infizierten Person um einen Spieler oder jemanden aus dem Betreuerstab handelt, teilte der Klub nicht mit.

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben sich Spieler, Trainer und Staff des 1. FC Nürnberg am Mittwochabend vorsorglich einem Corona-Test unterzogen. Die Untersuchungen haben nun ergeben, dass bei mindestens einer Testperson ein positiver Befund vorliegt. Einige wenige Testergebnisse stehen noch aus", hieß es in einer Erklärung.

Kein Corona-Befund bei Hubertus Heil

11:37 Uhr: Ein Corona-Test bei Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hat ein negatives Ergebnis erbracht. "Es liegt kein Infektionsbefund vor", erklärte eine Sprecherin Heils am Freitag in Berlin. Heil unterzog sich dem Test, nachdem er Kontakt mit einem infizierten Menschen gehabt hatte.

Der Minister hätte eigentlich am Freitag im Bundestag zur Ausweitung des Kurzarbeitergeldes sprechen sollen, wurde dabei aber von Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD vertreten.

Deutschlands Handballer ohne Zuschauer in der Olympia-Quali

11:33 Uhr: Der Deutsche Handballbund (DHB) hat sämtliche Lehrgänge und Länderspiele seiner Nationalmannschaften vorerst abgesagt. Dies teilte der Verband nach einer Präsidiumssitzung am Freitag mit. Darüber hinaus soll der gesamte Spielbetrieb des deutschen Handballs bis zum 19. April ausgesetzt werden.

Die Qualifikationsspiele der Frauen-Nationalmannschaft zur EHF EURO 2020 gegen Slowenien (25. und 29. März) werden vom europäischen Verband EHF voraussichtlich in Kürze verlegt.

Das Olympia-Qualifikationsturnier der Männer in der Berliner Max-Schmeling-Halle (17. bis zum 19. April) soll nach aktuellen Informationen des Weltverbandes IHF ohne Zuschauer stattfinden.

UEFA stoppt vorerst die Champions League und die Europa League

11:13 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

Auch Bremens Schulen schließen

11:06 Uhr: Auch das Bundesland Bremen schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Montag alle Schulen und Kitas. Das teilte der Senat am Freitag in der Hansestadt nach einer Sondersitzung mit.

"Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es.

Wie lange Unterricht und Betreuung ausfallen sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Bremen vollzog den Schritt gemeinsam mit weiteren Bundesländern: dem Saarland, Bayern, Berlin und Niedersachsen.

Bulgarien verhängt Ausnahmezustand

11:03 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das EU-Land Bulgarien einen einmonatigen Ausnahmezustand mit sofortiger Wirkung erklärt. Diese drastische Maßnahme wurde am Freitag einstimmig vom Parlament in Sofia auf Vorschlag der bürgerlich-nationalistischen Regierung gebilligt. Damit können nun alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden.

China unterstellt US-Militär Schuld an der Corona-Pandemie

10:59 Uhr: Zwischen den USA und China ist ein heftiger Streit über die Herkunft des Coronavirus entbrannt - und damit über die Verantwortung für die Pandemie.

Washingtons Bezeichnung des neuartigen Erregers als "Wuhan-Virus" sorgte für empörte Reaktionen aus Peking. Gleichzeitig verbreiten chinesische Regierungsvertreter Zweifel daran, dass das Virus in der Millionenstadt Wuhan seinen Ausgang nahm.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, ging am Donnerstag noch einen Schritt weiter: Ohne Angabe von Belegen erklärte er auf Twitter, das Virus könnte vom "US-Militär nach Wuhan gebracht" worden sein.

Am Freitag veröffentlichte Zhao dann einen Link zu einer Website, die mit Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bekannt geworden war.

Sie zeigt ein Video, in dem ein Vertreter der US-Gesundheitsbehörden berichtet, bei einigen Grippe-Toten in den USA sei postum die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:51 Uhr: Wieler beschreibt, was ein so genanntes Risikogebiet kennzeichne. "Zahlen sind nur ein Teil der Wahrheit, wenn es um Risikogebiete geht. Es geht um Erkrankungshäufigkeit, die Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen. Zudem sind die Eindämmungsmaßnahmen ein Indikator. Und noch wichtiger: Wieviele Fälle aus dem Risikogebiet werden exportiert?" Zuletzt wurden Südtirol und an Deutschland angrenzende Gebiete in Frankreich zu Risikogebieten erklärt.

10:41 Uhr: Wieler antwortet auf einen provokanten Frager aus der Medienrunde, der eine allgemeine Empfehlung des RKI an alle Bundesbürger vermisst, einen Mundschutz zu tragen: "Ein Mundschutz wirkt nur, wenn sie mit einer infizierten Person, die hustet und niest, in engem Kontakt sind."

10:36 Uhr: Wieler setzt auf der Suche nach einem wirksamen Impfstoff seine Hoffnung unter anderem auf das antivirale Medikament Remdesivir, das ursprünglich gegen Ebola eingesetzt wird. Damit könne ein Protein des Coronavirus blockiert werden. Klinische Tests dazu begännen am 1. April.

Bundesliga soll nach dem 26. Spieltag unterbrochen werden

10:30 Uhr: Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Profiklubs unterbreiten.

"Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch, weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Klubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte", hieß es von der DFL dazu. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.

Bundesregierung wird der Wirtschaft mit Milliarden-Paket helfen

10:27 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier planen in der Coronavirus-Krise nach dpa-Informationen millliardenschwere Liquiditätshilfen für Firmen. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Außerdem soll es Stundungen von Steuern geben.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:24 Uhr: "Wir haben noch keinen Impfstoff. Er wird irgendwann im nächsten Jahr verfügbar sein. Deshalb müssen wir gegen das Virus mit klassischen Mitteln vorgehen." Es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis die prognostizierte Infektionsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung erreicht sei, schätzt Wieler. Etwa 50 Millionen Deutsche würden sich demnach anstecken.

10:19 Uhr: Wieler informiert über ein extra eingerichtetes Notfallsystem, das anzeige, welche Krankenhäuser noch welche Kapazitäten zur Verfügung hätten, um Infektionspatienten aufzunehmen und zu betreuen: "Diese Epidemie ist ein Stresstest für unser Land und unsere Krankenhäuser. Wir haben diese Epidemie glücklicherweise schnell erkannt. Die Werkzeuge, die wir in den letzten Jahren zu Atemwegserkrankungen installiert haben, sind sehr robust."

10:13 Uhr: Vier von fünf Infizierten in Deutschland wiesen laut Wieler eine leichte Symptomatik auf. Diese Patienten seien anschließend gegen das Coronavirus immun. In einem Fall verlaufe die Erkrankung statistisch schwer und könnte tödlich enden. "Etwa fünf Prozent der registrierten Erkrankten müssen beatmet werden."

10:06 Uhr: In Deutschland gebe es derzeit 2.369 laborbestätigte Fälle, das sind zehn Prozent mehr, "also eine starke Zunahme", so RKI-Präsident Lothar Heinz Wieler. Die meisten Fälle, 688, gebe es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Die Erkrankungs-Quote liege bei in NRW bei 3,8 pro 100.000 Einwohner.

Auch Niedersachsen schließt ab Montag alle Schulen

9:54 Uhr: Niedersachsen hat sich als nächstes Bundesland nach dem Saarland, Bayern und Berlin dazu entschlossen, ab Montag seine Schulen zu schließen. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung beginnen in Niedersachsen am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien.

Bayern garantiert Betreuung für Eltern in "systemkritischen Berufen"

9:46 Uhr: Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo erklärte im Zusammenhang mit den Schulschließungen in Bayern zwischen dem 16. März und dem 20. April, es handele sich - zumindest bis zum Beginn der Osterferien am 6. April - nicht um Ferien.

Eine Not-Betreuung für Eltern von Kindern sei von der ersten bis zur sechsten Klasse dann garantiert, wenn Eltern dieser Schüler in so genannten "systemkritischen Berufen" tätig seien. Die sei bei Ärzten, beim Pflegepersonal und Polizisten der Fall.

Niemand darf mehr auf den Mount Everest

9:38 Uhr: Die Bergsteigersaison am Mount Everest droht wegen des Coronavirus in diesem Jahr komplett auszufallen: Nepal untersagte am Freitag Aufstiege auf all seine Gipfel.

Die Erteilung von Genehmigungen zum Gipfelsturm ist bis auf Weiteres ausgesetzt, zudem werden bei der Einreise keine Touristenvisa mehr erteilt, wie Tourismusminister Yogesh Bhattarai der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Singapur verbietet Einreisen aus Deutschland

9:33 Uhr: Singapur verbietet von Sonntag an allen Ausländern die Einreise, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien waren. Das gilt auch für Transit-Aufenthalte in dem südostasiatischen Stadtstaat, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Das Ganze gilt nicht für Menschen, die dauerhaft dort leben oder lange einen Pass des Staates haben. Sie sollen sich nach der Einreise in heimische Quarantäne begeben. Der Flughafen von Singapur ist ein wichtiges Drehkreuz in Asien.

Zuvor gab es bereits Einreisestopps für die vom Coronavirus besonders betroffenen Länder Iran, Südkorea und China. Seit Freitag dürfen auch keine Kreuzfahrtschiffe in Singapur mehr anlegen.

Berliner Schulen werden geschlossen

9:25 Uhr: Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten in Berlin stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an auch hier stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit.

Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen. Zuvor hatten Bayern und das Saarland angekündigt, von Montag an die Schulen zu schließen.

Bayern erlässt Besuchsverbot für Pflege- und Altenheime: Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder

9:22 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen zudem weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen.

9:15 Uhr: Berichten über Schließungen im Bereich der Gastronomie erteilte Söder eine Absage. Wohl aber seien Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abzusagen. Und: "Die Kommunalwahl in Bayern findet statt."

9:13 Uhr: Söder: "Wir schränken deutlichst das Besuchsrecht ein." Dies gelte für Risikogruppen, also für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen für Behinderte. Zudem bittet Söder die Eltern von Schulkinder eindrücklich, die Enkel nicht zu den Großeltern zu geben.

9:12 Uhr: Söder: "Ich habe gestern nochmal Rücksprache gehalten mit dem Bund. Andere Bundesländer werden es ähnlich tun. Ab kommenden Montag werden Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten in Bayern geschlossen." Diese Maßnahme gelte bis zum 20. April. Dann stünde eine "neue Bestandsaufnahme" an. "Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil haben."

9:10 Uhr: Söder: "Die Herausforderung ist immens: für das Gesundheitssystem, für die Wirtschaft und gesamtgesellschaftlich. Wir müssen die Ausbreitung der Krankheit verlangsamen und somit verhindern, dass sie uns alle immens unter Druck setzt. Wir müssen die Zeit nutzen und dürfen sie nicht verspielen. Wir dürfen nicht debattieren, wir müssen handeln."

DFL entscheidet über Abbruch der Bundesligasaison

8:49 Uhr: Nach Exklusiv-Information der "Rheinischen Post" "aus Vereinskreisen" kommt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu einer Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Sie entscheide noch am Nachmittag darüber, ob die laufende Saison 2019/20 noch vor Anpfiff des 26. Bundesliga-Spieltags abgebrochen wird. Für den Abend (Anstoß um 20:30 Uhr) ist die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn angesetzt.

Luxemburg schließt sich den Schulschließungen an

8:43 Uhr: Auch Luxemburg macht wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen seine Schulen dicht. Von Montag (16. März) bis 29. März werde es in Klassenräumen keinen Unterricht geben, teilte die luxemburgische Regierung am Donnerstagabend mit.

Auch Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen sollten geschlossen werden. Mit diesem Schritt wolle man eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.

Auch die Universität Luxemburg stellt auf E-Learning um. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 26 (Stand Donnerstagabend) gestiegen.

Präsidentin des Roten Kreuzes mahnt bessere Vorsorge für Krisen an

8:37 Uhr: Angesichts der Coronakrise hat die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, eine bessere Vorsorge für den Krisen- und Katastrophenfall angemahnt.

"Ich kämpfe seit zwei Jahren bei Bundespolitikern dafür, dass wir wieder mehr Medikamente, Zelte, Feldbetten, Hygieneartikel und andere Ausrüstung für die Versorgung der Bevölkerung in Krisenfällen vorhalten", sagte die frühere Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag dem "Handelsblatt" vom Freitag.

Nach dem Kalten Krieg hätten viele gedacht, darauf verzichten zu können. "Heute wissen wir, dass wir angesichts unerwarteter Krisen wie Pandemien, Cyberattacken oder Naturkatastrophen wieder mehr Vorsorge treffen müssen", sagte Hasselfeldt.

Bayern schließt alle Schulen

7:45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Danach öffnen zumindest die Kindergärten und Kitas wieder.

Zuvor hatte das Saarland als erstes Bundesland angekündigt, landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien zu schließen.

Bayerns Kultusminsterium informierte in einem Tweet die Eltern über die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien im gebebenen Fall des längerfristigen Unterrichtsausfalls.

Ausnahmezustand in Estland

7:43 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Estland nun auch den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit.

An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben.

"Die absolute Priorität der Regierung besteht darin, die Gesundheit der Menschen in Estland in der sich entwickelnden Situation zu schützen", erklärte Regierungschef Jüri Ratas. "Die Notsituation ist notwendig, um der Ausbreitung des Coronavirus in Estland möglichst effizient entgegenzuwirken".

In dem baltischen Staat waren zuvor am Donnerstagabend 10 neue Corona-Infektionsfälle festgestellt worden. Damit stieg die Zahl an bestätigten Fällen auf 27.

Japan verteidigt Olympia gegen Donald Trumps Vorschlag der Verlegung

7:36 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einer Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio abgelehnt. Trotz der Coronavirus-Pandemie seien die Vorbereitungen für die Sommerspiele in Japans Hauptstadt weiter im Plan, sagte Abe einem Sprecher zufolge Trump in einem Telefonat am Freitag.

Trump hatte zuvor in einer Medienrunde im Weißen Haus zu den Olympischen Spielen gesagt: "Vielleicht, aber das ist nur meine Meinung, verschieben sie sie um ein Jahr. Vielleicht ist das auch nicht möglich." Die Sommerspiele sollen vom 24. Juli bis zum 9. August stattfinden.

In einem Tweet zu dem Telefonat sprach Trump Abe großes Lob für dessen Olympia-Vorbereitungen aus und erwähnte eine mögliche Verschiebung der Spiele nicht mehr.

Erste Corona-Infektion im Hauptquartier der UN in New York

7:29 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch das UN-Hauptquartier in New York erreicht. Eine philippinische Diplomatin wurde nach Diplomatenangaben vom Donnerstag (Ortszeit) positiv auf das Virus getestet.

Die Frau sei zuletzt am Montag am Sitz der Vereinten Nationen gewesen. Einen Tag später habe sie sich krank gefühlt und testen lassen, das Ergebnis sei dann am Donnerstag übermittelt worden.

Die philippinische Vertretung bei den Vereinten Nationen erklärte ihre vorläufige Schließung. Alle Mitarbeiter seien aufgerufen, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Im UN-Hauptquartier in New York arbeiten rund 3.000 Menschen.

Erster Corona-Todesfall in Indien

6:14 Uhr: In Indien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte.

Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht. Bei seiner Rückkehr nach Indien hat er nach Behördenangaben zunächst aber keine Symptome gezeigt. Im Krankenhaus sei dann ein Verdacht auf Covid-19 festgestellt worden, der Patient sei aber am Dienstag verstoben, bevor die endgültige Bestätigung vorlag.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Indien diese Woche alle Touristenvisa für einen Monat für ungültig erklärt. Bleiben darf nur, wer bereits im Land ist. Stand Freitagmorgen waren in Indien 73 Menschen am Coronavirus erkrankt.

Krankenhaus in der Steiermark geschlossen

6:06 Uhr: Am Landeskrankenhaus im österreichischen Hartberg ist der zweite Fall einer Corona-Infektion aufgetreten. Vier Tage, nachdem die Erkrankung bei einer Mitarbeiterin diagnostiziert worden war, ist nun ein Arzt betroffen.

Das Krankenhaus wurde deshalb bis mindestens Freitag um 15:00 Uhr geschlossen. Neuaufnahmen seien nicht mehr möglich, berichtete die "Kleine Zeitung" online.

Bereits am Montag hatten sich 34 Kollegen und 23 Patienten, zu denen die infizierte Mitarbeiterin Kontakt hatte, in Quarantäne begeben müssen.

Ehefrau von Kanadas Premier Justin Trudeau positiv getestet

3:36 Uhr: Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Gregoire Trudeau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Premiers am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Sophie Gregoire Trudeau sei am Donnerstag getestet worden, der Test sei positiv ausgefallen, hieß es. Sie werde vorerst in Isolation bleiben. Die Frau des Premierministers fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome der neuen Lungenkrankheit Covid-19.

Trudeau und seine Ehefrau hatten sich in häusliche Isolation begeben, nachdem bei Sophie Gregoire Trudeau nach einer Reise nach London "milde grippe-artige" Symptome aufgetreten waren.

Premierminister Trudeau sei bei guter Gesundheit und habe bislang keine Symptome, heiß es weiter. Der 48-Jährige will aber für 14 Tage in Isolation verbleiben, getestet werden soll er aber auf Anraten der Ärzte nicht.

Bayern-Gegner Callum Hudson-Odoi wurde positiv getestet

3:30 Uhr: Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der mehrfach von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht.

Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, zu dem auch der deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger zählt, zudem die Trainer und einige Betreuer. Dies teilte der englische Erstligist am Freitag mit.

Alle, die keinen engen Kontakt zum Teenager hatten, sollen in den nächsten Tagen ins Training zurückkehren. Hudson-Odoi gehe es gut, wie der FC Chelsea weiter schrieb.

Der Team-Manager von Arsenal London hat sich angesteckt

2:52 Uhr: Arsenal Londons Teammanager Mikel Arteta ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Arsenal werde nun der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht.

"Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird", wird Arteta zitiert.

Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

Schulen und Kitas im Saarland schließen

1:01 Uhr: Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus werden im Saarland ab kommendem Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit.

Die Einrichtungen werden demnach bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Formel-1-Rennen in Melbourne abgesagt

0:13 Uhr: Wegen des Coronavirus ist der bislang für Sonntag geplante Saisonstart der Formel-1-Weltmeisterschaft in Melbourne abgesagt worden. Dies teilten der Automobil-Weltverband FIA, die Rennteams und die Sponsoren des Großen Preises von Australien am Freitag mit. Der Beschluss wurde nur wenige Stunden vor dem ersten geplanten Training für das Rennen bekanntgegeben.

Die Absage wurde beschlossen, weil ein Mechaniker des McLaren-Teams positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden war. McLaren hatte deshalb seine Teilnahme an dem Rennen bereits abgesagt.

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EM-Test gegen Italien abgesagt

22:00 Uhr: Der EM-Test der Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März ist abgesagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, untersagte die Stadt Nürnberg wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels für den Deutschen Fußball-Bund unumgänglich wurde.

"Da durch die beiden Mannschaften, die Betreuer und die Medienvertreter mit mehr als 100 Menschen gerechnet werden müsse, sei eine Absage des Spiels unumgänglich", hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das für den 26. März in Madrid geplante erste Testländerspiel in diesem Jahr der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gegen Spanien ist weiterhin sehr fraglich.

Erster Coronafall in der Bundesliga

21:40 Uhr: In der Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass der deutsche U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. Die Tests an ersten Paderborner Spielern waren zuvor deshalb durchgeführt worden, weil SCP-Trainer Steffen Baumgart im Verlauf des Tages einige Symptome einer Ansteckung durch das Virus gezeigt hatte und deshalb als Verdachtsfall geführt wurde. Die Testergebnisse bei dem 48-Jährigen waren jedoch anders als bei Kilian negativ.

Trump ruft nationalen Notstand auf

20:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

Polen schließt in Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer

20:05 Uhr: Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit.

Dänemark schließt in Corona-Krise seine Grenzen

19:30 Uhr: Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit. In Dänemark sind bislang 801 Infektionen mit dem Erreger nachgewiesen worden.

Es werde weiter möglich sein, Lebensmittel, Medikamente und andere notwendige Waren nach Dänemark zu bringen, versicherte Frederiksen. Dänen könnten jederzeit in ihr Heimatland zurückkehren. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Grund für eine Einreise kämen dann nicht ins Land. Die Grenzkontrollen sollen bis einschließlich Ostern, also bis zum 13. April, gelten.

Tschechien riegelt ab: Ein- und Ausreiseverbote beschlossen

19:00 Uhr: Tschechien riegelt wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig seine Grenzen ab. Das Kabinett in Prag beschloss am Freitag, dass allen Ausländern die Einreise untersagt wird, nicht mehr nur denjenigen aus Risikogebieten. Zugleich werden allen tschechischen Staatsbürgern und Ausländern mit Daueraufenthalt in dem EU-Mitgliedstaat ab Montag Reisen ins Ausland verboten. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Freitag bekannt. Die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch die Krankheit soll zur Straftat erklärt werden.

In Hessen ab Montag keine Schulpflicht mehr

18:30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab Montag in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden.

Sanitätsdienst der Bundeswehr sucht Reservisten als Verstärkung

17:44 Uhr: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat Reservisten aufgerufen, sich wegen der Corona-Krise zur Verstärkung der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede zum Dienst zu melden.

Gesucht würden ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laboratoriumsassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten, die kurzfristig verfügbar seien, teilte das Sanitätswesen am Freitag mit.

"Melden Sie sich bei uns im Kommando!", hieß es in einem Tweet. "Unsere Hotline für die Reserve im Sanitätsdienst: 0261 896 32444."

Kulturhauptstadt Rijeka sagt alle Programme bis 14. April ab

17:24 Uhr: Die Europäische Kulturhauptstadt Rijeka (Kroatien) hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle bis zum 14. April geplanten Veranstaltungen abgesagt.

Über das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt werde zum passenden Zeitpunkt entschieden, hieß es in einer Mitteilung, die das Organisationsbüro des Kulturhauptstadtjahrs am Freitag veröffentlichte. Auch die Entscheidung, ob Programme ab Mitte April wieder stattfinden können, werde man später treffen.

Acht gemeldete Coronavirus-Tote in Deutschland

17:16 Uhr: Mit einem weiteren gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang acht Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handelt sich laut Landkreis Göppingen um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war.

Neben den drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

Merkel: Staat will alles Nötige zur Bewältigung der Corona-Krise tun

17:09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat umfassende staatliche Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zugesichert. "Wir sind gewillt, (...) alles zu tun, was notwendig ist, alles zu tun, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen", sagte Merkel am Freitag in Berlin.

TV-Moderator Johannes B. Kerner mit Coronavirus infiziert

17:00 Uhr: Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der 55-Jährige am Freitag auf Instagram mit.

Das Positiv-Testergebnis sei für ihn überraschend gekommen, aber: "Mir geht es sehr gut, ich habe praktisch keine Symptome." Er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Macron: G7-Videokonferenz wegen Coronavirus am Montag

16:52 Uhr: Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am kommenden Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte.

Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden.

EU-Kommission billigt Entschädigung für ausfallende Events

16:36 Uhr: Wenn Großevents mit mehr als 1.000 Teilnehmern wegen des COVID-19-Ausbruchs abgesagt werden, sollen die Veranstalter in Dänemark dafür entschädigt werden. Die EU-Kommission in Brüssel genehmigte am eine dänische Beihilferegelung, die mit 91 Millionen Kronen (etwa 12 Millionen Euro) ausgestattet ist.

Es sei die erste und bisher einzige Beihilfemaßnahme, die ein Mitgliedstaat im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Genehmigung angemeldet habe, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Die Kommission hat versprochen, die Beihilferegeln in solche Fällen flexibel auszulegen und Anfragen rasch zu bearbeiten.

Staatliche Beihilfen müssen in Brüssel geprüft und genehmigt werden, damit sie nicht den Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union verzerren.

Brandenburg setzt regulären Unterricht aus

16:33 Uhr: In Brandenburg soll der reguläre Schulunterricht aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch vorerst ausgesetzt werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend.

DFL: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

16:16 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL am Freitag mit.

"Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen", teilte die DFL am Freitag mit,

Düsseldorf und Paderborn beantragen Absage von Bundesliga-Spiel

16:00 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf fordert wegen der Sorgen um mögliche Coronavirus-Infektionen eine Absage des Freitagspiels gegen den SC Paderborn. Ein Clubsprecher bestätigte einen "RP Online"-Bericht, wonach auch die Paderborner diesen Antrag bei der Deutschen Fußball Liga unterstützen.

Zuvor war ein Coronavirus-Test bei Paderborn-Trainer Steffen Baumgart negativ ausgefallen. Allerdings stehen noch weitere Tests bei Profis des Clubs aus. Die Partie soll um 20:30 Uhr angepfiffen werden.

Grenzkontrollen in der Schweiz

15:54 Uhr: Die Schweiz führt an ihren Grenzen - auch zu Deutschland - wieder Kontrollen ein. Dies gehört zu einem Paket drastischer neuer Maßnahmen, die die Regierung am Freitag wegen der Coronavirus-Pandemie verkündete.

Aus Italien können nur noch Schweizer und Personen mit Aufenthaltserlaubnis oder solche, die in der Schweiz arbeiten, einreisen.

Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Mrd Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Auch Sachsen-Anhalt schließt Schulen und Kitas

15:50 Uhr: Auch Sachsen-Anhalt schließt von Montag an die Schulen Kitas im Land. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung am Freitag in Magdeburg mit.

Zuvor hatten viele andere Bundesländer ähnliche Maßnahmen angekündigt.

Kreis Heinsberg bittet Bundeswehr um Nothilfe wegen Coronavirus

15:35 Uhr: Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin am Freitag.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Ob die Bundeswehr auf die Bitte schon reagiert hat, konnte die Sprecherin nicht sagen. Nach Informationen des "Spiegel" wird die Anfrage dort noch bearbeitet. Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben vom Freitag inzwischen 553 Menschen mit dem Virus infiziert.

Schweizer Regierung ordnet Schließung aller Schulen an

15:30 Uhr: In der Schweiz schließen wegen der Pandemie alle Schulen bis mindestens 4. April. Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten.

Das ordnete die Regierung am Freitag an. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Milliarden Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Rauferei wegen Hamsterkauf von 50 Kilogramm Mehl

15:20 Uhr: Ein Hamsterkauf von 50 Packungen Mehl hat in einem Supermarkt bei Osnabrück eine Rauferei verursacht. Ein Mann hatte in Hilter das Mehl in seinen Einkaufswagen gepackt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

An der Kasse wurde ihm der Kauf einer so großen Menge am Donnerstagabend verweigert: Er könne 20 Packungen erwerben, die restliche Menge solle aber für andere Kunden im Geschäft bleiben. Der 41-Jährige stritt sich mit zwei Supermarkt-Mitarbeitern, bis es zu der körperlichen Auseinandersetzung kam. Am Ende blieben die 50 Kilogramm Mehl im Laden.

Auch Thüringens, Hessens und Hamburgs Schulen bleiben geschlossen

15:00 Uhr: In Thüringen bleiben zum Schutz gegen das Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit.

Wegen der Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete.

Hessen will ebenfalls landesweit die Schulen zumachen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen.

Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

Zahlreiche Geschäfte in Österreich werden geschlossen

14:11 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus müssen in Österreich ab kommender Woche viele Geschäfte vorübergehend schließen. Lebensmittelmärkte und Apotheken gehörten zu den Geschäften, die offen bleiben dürfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.

Zudem stellte Österreich das Paznauntal sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne.

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen

14:10 Uhr: Wegen der Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

Siebter Corona-Toter in Deutschland

13:45 Uhr: Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt.

Es handele sich um einen 80 Jahre alten Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen), der in einer Klinik behandelt wurde und positiv auf das Virus getestet worden war, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart mit.

Neben den beiden Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:28 Uhr: Scholz: "Wir werden mit einer Maßnahme in Deutschland nicht die ganze Weltwirtschaft bewegen. Wir können aber einen stabilen Pfad gehen und damit als Beispiel für die Weltwirtschaft dienen. Alle, die uns irgendetwas von 'ihr Land first' erzählt haben, scheitern derzeit krachend. Diese Wirtschaftsmodelle können nicht gut gehen." In wirtschaftlicher Hinsicht nationalistisch agierende Staaten hätten nicht begriffen, wie die Weltwirtschaft funktioniert und die Staaten darin miteinander verwoben seien. "Der amerikanische Präsident Donald Trump hat einen grotesken Auftritt hingelegt", betonte Scholz "in aller Höflichkeit. Er denkt, er könne das Virus so bekämpfen wie er Menschen einer anderen Staatsbürgerschaft bekämpft."

Sechs US-Staaten schließen ihre Schulen

13:26 Uhr: Wegen des um sich greifenden Coronavirus schließen mindestens sechs US-Bundesstaaten die Schulen. Die Schulen in Ohio, Michigan, Oregon, Maryland, Kentucky und New Mexico wurden angewiesen, ab Montag für mindestens zwei Wochen zu schließen.

Dies betrifft Millionen von Schülern und stellt ärmere Familien vor Probleme - viele setzen bei der Versorgung ihrer Kinder auf das kostenlose oder subventionierte Schulessen.

Es handele sich um einen notwendigen Schritt, "um unsere Kinder, unsere Familien und die allgemeine Gesundheit zu schützen", erklärte Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer am Donnerstagabend (Ortszeit).

NRW schließt als siebtes Bundesland seine Schulen

13:22 Uhr: Mit Nordrhein-Westfalen schließt das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland und jenes, das derzeit am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffen ist, in der kommenden Woche alle Schulen. Die Schließung gilt bis zu den Osterferien. Diese beginnen am 6. April.

Die Schulschließung hat das Kabinett am Freitag beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die "Rheinische Post" berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. Damit ist Nordrhein-Westfalen das siebte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:14 Uhr: Altmaier reagiert auf die Frage nach einer möglichen Teil-Verstaatlichung großer deutscher Unternehmen wie der Deutschen Telekom und Siemens: "Solche Reaktionen sind nur in sehr wenigen Ausnahmesituationen denkbar." Und diese wolle Altmaier auch erst gar nicht durch zu arges Nachdenken darüber erst recht herbeiführen.

13:11 Uhr: "Der Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wuchs in der Finanzkrise zwischen Ende 2008 und Spätsommer 2009 um 20 Milliarden Euro, um den Menschen in Deutschland direkt zu helfen", erinnert Scholz, als es um den derzeitigen Aufwand von Kurzarbeitergeld seitens der Regierung geht.

13:06 Uhr: Auch nicht so finanzstarke Staaten wie Deutschland müssten in die Lage versetzt werden, gegen die Ausbreitung des Virus zu handeln: "Daran sind wir als wirtschaftlich weltweit verflochtene Kraft sehr interessiert", betont Scholz eine Lösung auf europäischer und globaler Ebene. Ein Treffen der europäischen Finanzminister stünde in der kommenden Woche an. "Unsere Stabilitätsphilosophie müssen wir nicht aufgeben", spricht Altmaier von großzügigen Handlungsspielräumen im nationalen und europäischen Wirtschaftsrecht. "Wir haben zusätzlichen Geldbedarf", schließt Scholz jedoch auf Nachfrage eine Neuaufnahme von Schulden nicht aus.

13:01 Uhr: Ausgerichtet an der Entwicklung der Pandemie in der globalen Wertschöpfungskette würde gehandelt, unterstreicht Altmaier. "Wir sind auch diesmal entschlossen, dass Spekulanten, die glauben, dass der Staat schwach ist, widerlegt werden. Wenn es nötig ist, werden wir unsere Waffen nachschärfen."

12:59 Uhr: Scholz: "Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass wir uns im Notfall staatlicherseits an Unternehmen beteiligen." Altmaier: "Es mag in diesen Ausnahmesituationen Fälle geben, in denen der Staat so handeln muss, wenngleich er nicht der beste Unternehmer ist. Wir führen keine ideologischen Debatten. Es geht nicht um links oder rechts sondern um richtig oder falsch."

12:56 Uhr: Scholz: "Wir haben solide Finanzen. Das gibt uns in einer Krise die Chance, ohne mit der Wimper zu zucken das Notwendige zu tun."

12:54 Uhr: "Das, was wir hier machen, ist die Bazooka", findet Scholz einen bildhaften Vergleich zu einer US-Panzerbüchse. Anschließend werde geschaut, was noch an Waffen benötigt werde. "Wir haben noch etwas in der Hinterhand. Jetzt machen wir Liquiditätssicherung über unseren erstklassigen deutschen Sozialstaat. Ich habe das in der letzten Krise genau beobachtet, als ich Arbeits- und Sozialminister war."

12:51 Uhr: Altmaier: "Es kam uns nicht darauf an, mit der Gießkanne übers Land zu ziehen und Wohltaten zu verteilen, sondern Unternehmen zu helfen, die wegen Corona in Schwierigkeiten geraten und in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. Wir können dafür sorgen, dass diesen Unternehmen zwischendrin die Luft nicht ausgeht." Bis zum 31. Dezember 2020 werde seitens der Finanzbehörden zum Beispiel auch auf Kontopfändungen verzichtet.

12:47 Uhr: Scholz: "Bei der Kreditzuweisung der KfW gibt es keine Grenze nach oben." Hinter der Abkürzung KfW verbirgt sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Förderbank der Bundesregierung. Scholz: "Wir legen alle Waffen auf den Tisch und zeigen, dass wir stärker sind als das ökonomische Problem, dem wir begegnen."

12:44 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Wir stellen der KfW 20 Milliarden Euro für Soforthilfe zur Verfügung." Es gehe um die umfassendste und wirksamste Garantie für Unternehmen in der Geschichte des Standorts Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehörten auch Express-Bürgschaften, damit Unternehmen bei Banken schnell an Geld kämen. "Es ist die größte Hilfe der Nachkriegszeit." Altmaier verspricht "unbegrenzte Zusagen. Uns steht dafür rund eine halbe Billion Euro zur Verfügung."

12:35 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz: "Wir werden alles Mögliche tun, um diese Krise zu meistern. Wir werden jedes uns zur Verfügung stehende Mittel nutzen. Der Satz 'Wir stehen das gemeinsam durch' ist ein Hinweis auf Solidarität." Die Bundesregierung habe aus der Lehman-Brothers-Krise 2008/09 viel gerlent, was jetzt angewendet werden könne. Diese Krise aber betreffe "alle" und werde "spürbar" werden. "Es wird nicht gekleckert, es wird geklotzt." Weil die Haushalte so "solide" seien, stünden viele Milliarden zur Verfügung, um die benötigten Hilfen "auf den Weg zu bringen. Wir werden den Unternehmen mit Steuererleichterungen helfen." Unternehmen sollten nicht "in die Knie gehen", obwohl die Steuer-Milliarden in der Staatskasse zunächst fehlten, so Scholz.

Lieferando-Lieferanten dürfen keinen Kontakt mehr zum Besteller haben

12:24 Uhr: Die Kuriere des Essens-Lieferdienstes Lieferando.de sollen den Kunden die Bestellung künftig nur noch vor die Tür stellen und klingeln - warten bis geöffnet wird, müssen sie aber weiterhin.

"Aufgrund der jüngsten globalen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus führt Lieferando.de die kontaktlose Lieferung für alle Restaurants auf der Plattform ein", teilte die Lieferando-Mutter Takeaway mit Sitz in den Niederlanden am Freitag mit. "Diese Maßnahme tritt in ganz Europa in Kraft."

Das Essen sei dabei zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet, betonte eine Sprecherin. Die Kuriere seien angewiesen, die Lieferung abzustellen, zu klingeln und von der Tür wegzutreten.

"Er oder sie wird so lange warten, bis die Bestellung sicher beim Kunden angekommen ist", hieß es mit Blick auf die Lieferanten. Die Kunden wiederum seien angehalten, ausschließlich online zu bezahlen.

Damit will das Unternehmen vermeiden, dass es zum physischen Austausch zwischen Kunden und Lieferanten kommt.

Corona-Fall bei Opel: Hunderte im Home-Office

12:13 Uhr: Opel hat nach einer Coronavirus-Infektion in der Belegschaft Hunderte Mitarbeiter vorübergehend ins Homeoffice geschickt. Am Standort Rüsselsheim sei ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag.

"Gemäß unserer existierenden Gesundheitsbestimmungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in engerem Kontakt waren, nun ebenfalls untersucht und betreut. Sie befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne."

Vorsichtshalber arbeite der weit überwiegende Teil der Beschäftigten im Adam-Opel-Haus derzeit von zu Hause, die Kantine sei geschlossen. Es gehe um Hunderte Mitarbeiter in der Verwaltung, hieß es.

Deutsche Bahn fährt nicht mehr nach Italien

12:08 Uhr: Das Coronavirus sorgt im deutschen Südwesten für Zugausfälle. Betroffen ist der internationale Bahnverkehr nach Italien, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Die regelmäßig fahrenden EuroCity-Express-Züge (ECE) von Frankfurt am Main durch Baden-Württemberg über Offenburg und Freiburg nach Basel und Mailand fallen von sofort an aus. Direktverbindungen nach Italien seien nun nicht mehr möglich. Die Bahn reagiere damit auf entsprechende Anordnungen der Behörden. Diese gelten voraussichtlich bis zum 3. April. Italien ist Coronavirus-Risikogebiet.

Betroffen von den Regelungen sind den Angaben der Deutschen Bahn zufolge auch Fernverkehrsverbindungen nach Italien von Bayern aus, diese enden nun in Österreich.

Bezüglich des Diensts am Kunden weitet die Bahn zudem in der Corona-Krise ihre Kulanzregeln für Fahrgäste erneut aus. Ab kommender Woche soll es für Fahrgäste unabhängig von Krisengebieten oder der Absage von Großveranstaltungen in Deutschland die Möglichkeit geben, Flexpreistickets kostenlos zu stornieren und Sparpreis- sowie Supersparpreistickets in Gutscheine umzutauschen, wie Bahnchef Richard Lutz am Freitag in Berlin sagte. Damit wolle die Bahn auch ein wichtiges "Signal zur Beruhigung" aussenden. Gelten soll dies nach Angaben von Lutz bis Ende April.

Schleswig-Holsteins Schulen und Kitas schließen

11:55 Uhr: Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium am Freitag in Kiel mit. Schleswig-Holstein ist damit nach dem Saarland, Bayern, Berlin, Niedersachsen und Bremen das sechste Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entschließt.

1. FC Nürnberg meldet Corona-Erkrankung

11:55 Uhr: Auch Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat nun seinen ersten positiven Corona-Fall. Das gab der fränkische Traditionsklub am Freitag bekannt. Ob es sich bei der infizierten Person um einen Spieler oder jemanden aus dem Betreuerstab handelt, teilte der Klub nicht mit.

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben sich Spieler, Trainer und Staff des 1. FC Nürnberg am Mittwochabend vorsorglich einem Corona-Test unterzogen. Die Untersuchungen haben nun ergeben, dass bei mindestens einer Testperson ein positiver Befund vorliegt. Einige wenige Testergebnisse stehen noch aus", hieß es in einer Erklärung.

Kein Corona-Befund bei Hubertus Heil

11:37 Uhr: Ein Corona-Test bei Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hat ein negatives Ergebnis erbracht. "Es liegt kein Infektionsbefund vor", erklärte eine Sprecherin Heils am Freitag in Berlin. Heil unterzog sich dem Test, nachdem er Kontakt mit einem infizierten Menschen gehabt hatte.

Der Minister hätte eigentlich am Freitag im Bundestag zur Ausweitung des Kurzarbeitergeldes sprechen sollen, wurde dabei aber von Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD vertreten.

Deutschlands Handballer ohne Zuschauer in der Olympia-Quali

11:33 Uhr: Der Deutsche Handballbund (DHB) hat sämtliche Lehrgänge und Länderspiele seiner Nationalmannschaften vorerst abgesagt. Dies teilte der Verband nach einer Präsidiumssitzung am Freitag mit. Darüber hinaus soll der gesamte Spielbetrieb des deutschen Handballs bis zum 19. April ausgesetzt werden.

Die Qualifikationsspiele der Frauen-Nationalmannschaft zur EHF EURO 2020 gegen Slowenien (25. und 29. März) werden vom europäischen Verband EHF voraussichtlich in Kürze verlegt.

Das Olympia-Qualifikationsturnier der Männer in der Berliner Max-Schmeling-Halle (17. bis zum 19. April) soll nach aktuellen Informationen des Weltverbandes IHF ohne Zuschauer stattfinden.

UEFA stoppt vorerst die Champions League und die Europa League

11:13 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

Auch Bremens Schulen schließen

11:06 Uhr: Auch das Bundesland Bremen schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Montag alle Schulen und Kitas. Das teilte der Senat am Freitag in der Hansestadt nach einer Sondersitzung mit.

"Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es.

Wie lange Unterricht und Betreuung ausfallen sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Bremen vollzog den Schritt gemeinsam mit weiteren Bundesländern: dem Saarland, Bayern, Berlin und Niedersachsen.

Bulgarien verhängt Ausnahmezustand

11:03 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das EU-Land Bulgarien einen einmonatigen Ausnahmezustand mit sofortiger Wirkung erklärt. Diese drastische Maßnahme wurde am Freitag einstimmig vom Parlament in Sofia auf Vorschlag der bürgerlich-nationalistischen Regierung gebilligt. Damit können nun alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden.

China unterstellt US-Militär Schuld an der Corona-Pandemie

10:59 Uhr: Zwischen den USA und China ist ein heftiger Streit über die Herkunft des Coronavirus entbrannt - und damit über die Verantwortung für die Pandemie.

Washingtons Bezeichnung des neuartigen Erregers als "Wuhan-Virus" sorgte für empörte Reaktionen aus Peking. Gleichzeitig verbreiten chinesische Regierungsvertreter Zweifel daran, dass das Virus in der Millionenstadt Wuhan seinen Ausgang nahm.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, ging am Donnerstag noch einen Schritt weiter: Ohne Angabe von Belegen erklärte er auf Twitter, das Virus könnte vom "US-Militär nach Wuhan gebracht" worden sein.

Am Freitag veröffentlichte Zhao dann einen Link zu einer Website, die mit Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bekannt geworden war.

Sie zeigt ein Video, in dem ein Vertreter der US-Gesundheitsbehörden berichtet, bei einigen Grippe-Toten in den USA sei postum die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:51 Uhr: Wieler beschreibt, was ein so genanntes Risikogebiet kennzeichne. "Zahlen sind nur ein Teil der Wahrheit, wenn es um Risikogebiete geht. Es geht um Erkrankungshäufigkeit, die Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen. Zudem sind die Eindämmungsmaßnahmen ein Indikator. Und noch wichtiger: Wieviele Fälle aus dem Risikogebiet werden exportiert?" Zuletzt wurden Südtirol und an Deutschland angrenzende Gebiete in Frankreich zu Risikogebieten erklärt.

10:41 Uhr: Wieler antwortet auf einen provokanten Frager aus der Medienrunde, der eine allgemeine Empfehlung des RKI an alle Bundesbürger vermisst, einen Mundschutz zu tragen: "Ein Mundschutz wirkt nur, wenn sie mit einer infizierten Person, die hustet und niest, in engem Kontakt sind."

10:36 Uhr: Wieler setzt auf der Suche nach einem wirksamen Impfstoff seine Hoffnung unter anderem auf das antivirale Medikament Remdesivir, das ursprünglich gegen Ebola eingesetzt wird. Damit könne ein Protein des Coronavirus blockiert werden. Klinische Tests dazu begännen am 1. April.

Bundesliga soll nach dem 26. Spieltag unterbrochen werden

10:30 Uhr: Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Profiklubs unterbreiten.

"Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch, weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Klubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte", hieß es von der DFL dazu. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.

Bundesregierung wird der Wirtschaft mit Milliarden-Paket helfen

10:27 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier planen in der Coronavirus-Krise nach dpa-Informationen millliardenschwere Liquiditätshilfen für Firmen. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Außerdem soll es Stundungen von Steuern geben.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:24 Uhr: "Wir haben noch keinen Impfstoff. Er wird irgendwann im nächsten Jahr verfügbar sein. Deshalb müssen wir gegen das Virus mit klassischen Mitteln vorgehen." Es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis die prognostizierte Infektionsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung erreicht sei, schätzt Wieler. Etwa 50 Millionen Deutsche würden sich demnach anstecken.

10:19 Uhr: Wieler informiert über ein extra eingerichtetes Notfallsystem, das anzeige, welche Krankenhäuser noch welche Kapazitäten zur Verfügung hätten, um Infektionspatienten aufzunehmen und zu betreuen: "Diese Epidemie ist ein Stresstest für unser Land und unsere Krankenhäuser. Wir haben diese Epidemie glücklicherweise schnell erkannt. Die Werkzeuge, die wir in den letzten Jahren zu Atemwegserkrankungen installiert haben, sind sehr robust."

10:13 Uhr: Vier von fünf Infizierten in Deutschland wiesen laut Wieler eine leichte Symptomatik auf. Diese Patienten seien anschließend gegen das Coronavirus immun. In einem Fall verlaufe die Erkrankung statistisch schwer und könnte tödlich enden. "Etwa fünf Prozent der registrierten Erkrankten müssen beatmet werden."

10:06 Uhr: In Deutschland gebe es derzeit 2.369 laborbestätigte Fälle, das sind zehn Prozent mehr, "also eine starke Zunahme", so RKI-Präsident Lothar Heinz Wieler. Die meisten Fälle, 688, gebe es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Die Erkrankungs-Quote liege bei in NRW bei 3,8 pro 100.000 Einwohner.

Auch Niedersachsen schließt ab Montag alle Schulen

9:54 Uhr: Niedersachsen hat sich als nächstes Bundesland nach dem Saarland, Bayern und Berlin dazu entschlossen, ab Montag seine Schulen zu schließen. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung beginnen in Niedersachsen am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien.

Bayern garantiert Betreuung für Eltern in "systemkritischen Berufen"

9:46 Uhr: Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo erklärte im Zusammenhang mit den Schulschließungen in Bayern zwischen dem 16. März und dem 20. April, es handele sich - zumindest bis zum Beginn der Osterferien am 6. April - nicht um Ferien.

Eine Not-Betreuung für Eltern von Kindern sei von der ersten bis zur sechsten Klasse dann garantiert, wenn Eltern dieser Schüler in so genannten "systemkritischen Berufen" tätig seien. Die sei bei Ärzten, beim Pflegepersonal und Polizisten der Fall.

Niemand darf mehr auf den Mount Everest

9:38 Uhr: Die Bergsteigersaison am Mount Everest droht wegen des Coronavirus in diesem Jahr komplett auszufallen: Nepal untersagte am Freitag Aufstiege auf all seine Gipfel.

Die Erteilung von Genehmigungen zum Gipfelsturm ist bis auf Weiteres ausgesetzt, zudem werden bei der Einreise keine Touristenvisa mehr erteilt, wie Tourismusminister Yogesh Bhattarai der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Singapur verbietet Einreisen aus Deutschland

9:33 Uhr: Singapur verbietet von Sonntag an allen Ausländern die Einreise, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien waren. Das gilt auch für Transit-Aufenthalte in dem südostasiatischen Stadtstaat, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Das Ganze gilt nicht für Menschen, die dauerhaft dort leben oder lange einen Pass des Staates haben. Sie sollen sich nach der Einreise in heimische Quarantäne begeben. Der Flughafen von Singapur ist ein wichtiges Drehkreuz in Asien.

Zuvor gab es bereits Einreisestopps für die vom Coronavirus besonders betroffenen Länder Iran, Südkorea und China. Seit Freitag dürfen auch keine Kreuzfahrtschiffe in Singapur mehr anlegen.

Berliner Schulen werden geschlossen

9:25 Uhr: Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten in Berlin stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an auch hier stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit.

Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen. Zuvor hatten Bayern und das Saarland angekündigt, von Montag an die Schulen zu schließen.

Bayern erlässt Besuchsverbot für Pflege- und Altenheime: Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder

9:22 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen zudem weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen.

9:15 Uhr: Berichten über Schließungen im Bereich der Gastronomie erteilte Söder eine Absage. Wohl aber seien Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abzusagen. Und: "Die Kommunalwahl in Bayern findet statt."

9:13 Uhr: Söder: "Wir schränken deutlichst das Besuchsrecht ein." Dies gelte für Risikogruppen, also für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen für Behinderte. Zudem bittet Söder die Eltern von Schulkinder eindrücklich, die Enkel nicht zu den Großeltern zu geben.

9:12 Uhr: Söder: "Ich habe gestern nochmal Rücksprache gehalten mit dem Bund. Andere Bundesländer werden es ähnlich tun. Ab kommenden Montag werden Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten in Bayern geschlossen." Diese Maßnahme gelte bis zum 20. April. Dann stünde eine "neue Bestandsaufnahme" an. "Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil haben."

9:10 Uhr: Söder: "Die Herausforderung ist immens: für das Gesundheitssystem, für die Wirtschaft und gesamtgesellschaftlich. Wir müssen die Ausbreitung der Krankheit verlangsamen und somit verhindern, dass sie uns alle immens unter Druck setzt. Wir müssen die Zeit nutzen und dürfen sie nicht verspielen. Wir dürfen nicht debattieren, wir müssen handeln."

DFL entscheidet über Abbruch der Bundesligasaison

8:49 Uhr: Nach Exklusiv-Information der "Rheinischen Post" "aus Vereinskreisen" kommt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu einer Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Sie entscheide noch am Nachmittag darüber, ob die laufende Saison 2019/20 noch vor Anpfiff des 26. Bundesliga-Spieltags abgebrochen wird. Für den Abend (Anstoß um 20:30 Uhr) ist die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn angesetzt.

Luxemburg schließt sich den Schulschließungen an

8:43 Uhr: Auch Luxemburg macht wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen seine Schulen dicht. Von Montag (16. März) bis 29. März werde es in Klassenräumen keinen Unterricht geben, teilte die luxemburgische Regierung am Donnerstagabend mit.

Auch Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen sollten geschlossen werden. Mit diesem Schritt wolle man eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.

Auch die Universität Luxemburg stellt auf E-Learning um. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 26 (Stand Donnerstagabend) gestiegen.

Präsidentin des Roten Kreuzes mahnt bessere Vorsorge für Krisen an

8:37 Uhr: Angesichts der Coronakrise hat die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, eine bessere Vorsorge für den Krisen- und Katastrophenfall angemahnt.

"Ich kämpfe seit zwei Jahren bei Bundespolitikern dafür, dass wir wieder mehr Medikamente, Zelte, Feldbetten, Hygieneartikel und andere Ausrüstung für die Versorgung der Bevölkerung in Krisenfällen vorhalten", sagte die frühere Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag dem "Handelsblatt" vom Freitag.

Nach dem Kalten Krieg hätten viele gedacht, darauf verzichten zu können. "Heute wissen wir, dass wir angesichts unerwarteter Krisen wie Pandemien, Cyberattacken oder Naturkatastrophen wieder mehr Vorsorge treffen müssen", sagte Hasselfeldt.

Bayern schließt alle Schulen

7:45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Danach öffnen zumindest die Kindergärten und Kitas wieder.

Zuvor hatte das Saarland als erstes Bundesland angekündigt, landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien zu schließen.

Bayerns Kultusminsterium informierte in einem Tweet die Eltern über die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien im gebebenen Fall des längerfristigen Unterrichtsausfalls.

Ausnahmezustand in Estland

7:43 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Estland nun auch den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit.

An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben.

"Die absolute Priorität der Regierung besteht darin, die Gesundheit der Menschen in Estland in der sich entwickelnden Situation zu schützen", erklärte Regierungschef Jüri Ratas. "Die Notsituation ist notwendig, um der Ausbreitung des Coronavirus in Estland möglichst effizient entgegenzuwirken".

In dem baltischen Staat waren zuvor am Donnerstagabend 10 neue Corona-Infektionsfälle festgestellt worden. Damit stieg die Zahl an bestätigten Fällen auf 27.

Japan verteidigt Olympia gegen Donald Trumps Vorschlag der Verlegung

7:36 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einer Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio abgelehnt. Trotz der Coronavirus-Pandemie seien die Vorbereitungen für die Sommerspiele in Japans Hauptstadt weiter im Plan, sagte Abe einem Sprecher zufolge Trump in einem Telefonat am Freitag.

Trump hatte zuvor in einer Medienrunde im Weißen Haus zu den Olympischen Spielen gesagt: "Vielleicht, aber das ist nur meine Meinung, verschieben sie sie um ein Jahr. Vielleicht ist das auch nicht möglich." Die Sommerspiele sollen vom 24. Juli bis zum 9. August stattfinden.

In einem Tweet zu dem Telefonat sprach Trump Abe großes Lob für dessen Olympia-Vorbereitungen aus und erwähnte eine mögliche Verschiebung der Spiele nicht mehr.

Erste Corona-Infektion im Hauptquartier der UN in New York

7:29 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch das UN-Hauptquartier in New York erreicht. Eine philippinische Diplomatin wurde nach Diplomatenangaben vom Donnerstag (Ortszeit) positiv auf das Virus getestet.

Die Frau sei zuletzt am Montag am Sitz der Vereinten Nationen gewesen. Einen Tag später habe sie sich krank gefühlt und testen lassen, das Ergebnis sei dann am Donnerstag übermittelt worden.

Die philippinische Vertretung bei den Vereinten Nationen erklärte ihre vorläufige Schließung. Alle Mitarbeiter seien aufgerufen, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Im UN-Hauptquartier in New York arbeiten rund 3.000 Menschen.

Erster Corona-Todesfall in Indien

6:14 Uhr: In Indien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte.

Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht. Bei seiner Rückkehr nach Indien hat er nach Behördenangaben zunächst aber keine Symptome gezeigt. Im Krankenhaus sei dann ein Verdacht auf Covid-19 festgestellt worden, der Patient sei aber am Dienstag verstoben, bevor die endgültige Bestätigung vorlag.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Indien diese Woche alle Touristenvisa für einen Monat für ungültig erklärt. Bleiben darf nur, wer bereits im Land ist. Stand Freitagmorgen waren in Indien 73 Menschen am Coronavirus erkrankt.

Krankenhaus in der Steiermark geschlossen

6:06 Uhr: Am Landeskrankenhaus im österreichischen Hartberg ist der zweite Fall einer Corona-Infektion aufgetreten. Vier Tage, nachdem die Erkrankung bei einer Mitarbeiterin diagnostiziert worden war, ist nun ein Arzt betroffen.

Das Krankenhaus wurde deshalb bis mindestens Freitag um 15:00 Uhr geschlossen. Neuaufnahmen seien nicht mehr möglich, berichtete die "Kleine Zeitung" online.

Bereits am Montag hatten sich 34 Kollegen und 23 Patienten, zu denen die infizierte Mitarbeiterin Kontakt hatte, in Quarantäne begeben müssen.

Ehefrau von Kanadas Premier Justin Trudeau positiv getestet

3:36 Uhr: Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Gregoire Trudeau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Premiers am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Sophie Gregoire Trudeau sei am Donnerstag getestet worden, der Test sei positiv ausgefallen, hieß es. Sie werde vorerst in Isolation bleiben. Die Frau des Premierministers fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome der neuen Lungenkrankheit Covid-19.

Trudeau und seine Ehefrau hatten sich in häusliche Isolation begeben, nachdem bei Sophie Gregoire Trudeau nach einer Reise nach London "milde grippe-artige" Symptome aufgetreten waren.

Premierminister Trudeau sei bei guter Gesundheit und habe bislang keine Symptome, heiß es weiter. Der 48-Jährige will aber für 14 Tage in Isolation verbleiben, getestet werden soll er aber auf Anraten der Ärzte nicht.

Bayern-Gegner Callum Hudson-Odoi wurde positiv getestet

3:30 Uhr: Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der mehrfach von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht.

Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, zu dem auch der deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger zählt, zudem die Trainer und einige Betreuer. Dies teilte der englische Erstligist am Freitag mit.

Alle, die keinen engen Kontakt zum Teenager hatten, sollen in den nächsten Tagen ins Training zurückkehren. Hudson-Odoi gehe es gut, wie der FC Chelsea weiter schrieb.

Der Team-Manager von Arsenal London hat sich angesteckt

2:52 Uhr: Arsenal Londons Teammanager Mikel Arteta ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Arsenal werde nun der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht.

"Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird", wird Arteta zitiert.

Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

Schulen und Kitas im Saarland schließen

1:01 Uhr: Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus werden im Saarland ab kommendem Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit.

Die Einrichtungen werden demnach bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Formel-1-Rennen in Melbourne abgesagt

0:13 Uhr: Wegen des Coronavirus ist der bislang für Sonntag geplante Saisonstart der Formel-1-Weltmeisterschaft in Melbourne abgesagt worden. Dies teilten der Automobil-Weltverband FIA, die Rennteams und die Sponsoren des Großen Preises von Australien am Freitag mit. Der Beschluss wurde nur wenige Stunden vor dem ersten geplanten Training für das Rennen bekanntgegeben.

Die Absage wurde beschlossen, weil ein Mechaniker des McLaren-Teams positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden war. McLaren hatte deshalb seine Teilnahme an dem Rennen bereits abgesagt.

Die Meldungen vom Donnerstag, 12. März: Belgien schließt Cafés, Restaurants - Unterricht eingestellt

23:05 Uhr: Belgien schließt wegen des Coronavirus alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Die Schulen stellen den Unterricht ein, alle Sport- und Kulturveranstaltungen werden abgesagt, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am späten Donnerstagabend in Brüssel sagte. Eltern, die arbeiten müssen, könnten ihre Kinder jedoch weiterhin zur Betreuung in die Schulen schicken. Großeltern sollten die Enkelkinder nicht hüten, weil sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören.

Die Maßnahmen sollten die Ausbreitung von Covid-19 bremsen und träten am Freitag um Mitternacht in Kraft, sagte Wilmès. Apotheken, Lebensmittel- und Tierfutterläden bleiben normal geöffnet. Alle anderen Geschäfte müssten am Wochenende geschlossen bleiben. Die Regierungschefin rief die Bevölkerung auf, von Hamsterkäufen abzusehen: Diese seien weder notwendig noch solidarisch gegenüber den Mitbürgern. Ein kompletter Lockdown wie in Italien sei nicht nötig, sagte Wilmès weiter.

US-Bundesstaaten Maryland, Ohio und Washington schließen Schulen

22:50 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA schließen die Bundesstaaten Maryland und Ohio Schulen. Die Leiterin der Schulbehörde Marylands, Karen Salmon, sagte am Donnerstag, von Montag an würden alle öffentlichen Schulen zwei Wochen lang geschlossen. Sie empfahl den Schulen, die ausgefallenen Tage in den Frühlingsferien nachzuholen, die im kommenden Monat anstehen. Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, kündigte an, alle öffentlichen und privaten Schulen in dem Bundesstaat blieben von Montag an drei Wochen lang geschlossen. Schulen sollten sich darum bemühen, Bildung in dieser Zeit über alternative Wege zu vermitteln.

Auch im besonders schwer von dem Coronavirus betroffenen Bundesstaat Washington kommt es zur Schließung von Schulen, allerdings nur in bestimmten Gebieten. Gouverneur Jay Inslee verfügte am Donnerstag, dass die Schulen in den drei Bezirken King, Pierce und Snohomish von kommendem Dienstag bis zum 24. April geschlossen bleiben. In Washingtons größter Stadt Seattle schlossen am Donnerstag alle öffentlichen Schulen für mindestens 14 Tage.

Tirol und Salzburg schließen alle Skigebiete

22:18 Uhr: Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag.

Bund und Länder: Ab Montag alle planbaren Operationen verschieben

21:35 Uhr: Um die Krankenhäuser für Coronapatienten freizuhalten, sollen nach dem Willen von Bund und Ländern alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden. Dies solle soweit medizinisch vertretbar ab Montag für unbestimmte Zeit gelten, heißt es in einem Beschluss von Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vom Donnerstagabend.

Merkel: Wegen Coronavirus auf Sozialkontakte weitgehend verzichten

21:09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus aufgefordert, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das sagte Merkel am Donnerstag nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin.

Auch "alle nicht notwendigen" Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden. "Das ist ein Aufruf an alle", sagte Merkel. Bereits bisher gilt die Aufforderung der Bundesregierung, Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern abzusagen.

Auch die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine weitere Option, sagte Merkel. Die Ausbreitung des Virus werde voraussichtlich vor keiner Region haltmachen.

Sechster Coronavirus-Todesfall in Deutschland

20:51 Uhr: In Deutschland ist der sechste Coronavirus-Todesfall gemeldet worden. Eine 78-Jährige starb am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus, wie der von der Epidemie besonders betroffene Kreis in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es.

Frankreich schließt alle Schulen im Land

20:26 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. "Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen" sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend in einer TV-Ansprache. Er rief außerdem alle Menschen über 70 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen dazu auf, so weit wie möglich in ihren Häusern zu bleiben.

Nach offiziellen Angaben sind mehr als 2876 Fälle erfasst. 61 Menschen starben bisher.

Israel: Netanjahu ruft zu Notstandsregierung auf

19:52 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag zur Bildung einer Notstandsregierung aufgerufen. Eine solche Regierung solle "noch heute Abend" für eine begrenzte Zeit eingerichtet werden, "um das Leben Zehntausender zu retten", sagte der 70-Jährige.

Auch nach drei Wahlen binnen eines Jahres herrscht in Israel weiter eine politische Pattsituation. Weder Netanjahus rechts-religiöser Block noch das Mitte-Links-Lager um Ex-Militärchef Benny Gantz vom Bündnis Blau-Weiß verfügt über eine Mehrheit im Parlament.

Mehr als 30.000 Bürger befinden sich derzeit in Israel in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei mehr als 100 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

New York untersagt Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen

19:41 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus hat Gouverneur Andrew Cuomo Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen im Bundesstaat New York ab Freitag vorübergehend untersagt. Für die Theaterveranstaltungen am Broadway in der Millionenmetropole New York gelte das bereits ab Donnerstagabend, sagte Cuomo bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Veranstaltungsorte mit weniger als 500 Sitzplätzen dürften nur noch die Hälfte davon vergeben. Schulen und der öffentliche Nahverkehr blieben allerdings zunächst weiter geöffnet.

Insgesamt gebe es in New York bislang 328 bekannte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus und noch keinen Todesfall, sagte Cuomo. Die Zahl der Ansteckungen liege aber wahrscheinlich deutlich höher, da es nicht genug Test-Kapazitäten gebe.

Tschechien lässt Bürger mehrerer EU-Länder nicht mehr rein, Bahn stellt Verkehr von und nach Deutschland ein

19:30 Uhr: Tschechien schließt seine Grenzen weitgehend für Ausländer aus mehreren europäischen Ländern. Betroffen sind unter anderem Bürger aus Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Das erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Der internationale Bahn- und Fernbusverkehr in die genannten Länder wird eingestellt

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy (CD) stellt ab der Nacht zu Samstag den Verkehr von und nach Deutschland ein. "Die Züge werden bis zur Staatsgrenze fahren und dann umkehren", teilte der Konzern am Donnerstag bei Twitter mit. Man reagiere damit auf die Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Prag.

Betroffen sind unter anderem die Eurocity-Verbindungen Hamburg-Berlin-Prag sowie die IC-Busse zwischen Leipzig und Prag sowie zwischen Nürnberg und Prag. Auch das tschechische Privatunternehmen RegioJet stellt seine Zug- und Fernbusverbindungen ab Samstag ein; unter anderem nach Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Österreich und in die Schweiz.

Beamter aus Frank-Walter Steinmeiers Umfeld positiv getestet - zuvor keinen direkten Kontakt

18:52 Uhr: Ein Beamter aus der Einheit des Bundeskriminalamts, die für die Sicherheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zuständig ist, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte das Bundespräsidialamt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf Anfrage. Der Beamte habe aber keinen direkten Kontakt zum Bundespräsidenten gehabt, hieß es. Die Mitarbeiter des Bundespräsidialamts, die mit dem Mann in direktem Kontakt standen, arbeiteten sicherheitshalber von zu Hause aus.

Mitarbeiter von Bolsonaro nach Treffen mit Trump positiv auf Coronavirus getestet

17:55 Uhr: Der Kommunikationschef von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden - nachdem er von einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in dessen Anwesen in Florida zurückgekehrt ist.

Fabio Wajngarten sei an Covid-19 erkrankt, teilte die brasilianische Regierung am Donnerstag mit. Es würden "alle notwendigen Präventionsmaßnahmen ergriffen, um die Gesundheit des Präsidenten und aller Mitarbeiter, die mit ihm in die USA gereist sind, zu schützen", hieß es weiter.

Wajngartens Frau Sophie bestätigte am Donnerstag in einer an die Eltern der Schule ihrer Kinder gerichteten Whatsapp-Nachricht den positiven Coronavirus-Fall in ihrer Familie. "Mein Mann ist gestern von einer Reise in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt und hat einen Covid-Test gemacht, der positiv ausgefallen ist", schrieb sie.

Brasilien hat bislang 60 Coronavirus-Infektionen gemeldet. Offiziell gibt es bislang keinen Todesfall durch den neuartigen Erreger. Während seines US-Aufenthalts hatte der ultrarechte Bolsonaro das Virus als "überschätzt" bezeichnet. Das Risiko durch das Coronavirus werde "möglicherweise sogar aus politischen Gründen übertrieben", sagte er vor Brasilianern in Miami.

Bolsonaro ließ sich auf das Virus testen, das Ergebnis wird für Freitag erwartet, wie die brasilianische Zeitung "O Estado de S. Paulo" am Donnerstag berichtete.

Kanadas Premierminister und Frau isolieren sich

17:45 Uhr: Kanadas Premierminister Justin Trudeau und seine Ehefrau haben sich in häusliche Isolation begeben, nachdem bei Sophie Gregoire Trudeau Symptome der neuen Lungenkrankheit Covid-19 aufgetreten waren. Sie wollen damit verhindern, möglicherweise das Coronavirus weiterzugeben.

Gregoire Trudeau habe nach einer Reise nach London "milde grippe-artige" Symptome bekommen, hieß es am Donnerstag aus dem Büro des Premierministers in Kanada. Sie habe sich medizinisch beraten lassen und werde derzeit auf das Coronavirus hin getestet. Die Test-Ergebnisse lagen zunächst noch nicht vor, Gregoire Trudeau gehe es besser, hieß es.

Bei Premierminister Trudeau seien bislang keine Symptome aufgetreten. Als Vorsichtsmaßnahme wolle er sich aber zunächst ebenfalls in häusliche Isolation begeben, bis die Testergebnisse seiner Frau vorlägen, und von zu Hause arbeiten.

RTL verzichtet auf Zuschauer bei "DSDS" und "Let's Dance"

17:21 Uhr: RTL verzichtet ab Freitag bis auf Weiteres bei seinen Shows auf Publikum. Ausgenommen davon seien lediglich Freunde und Familie der Protagonisten. Das teilte der Sender am Donnerstag mit. Aktuell betroffen sind damit die beiden RTL-Shows "Let’s Dance" am 13. März und "Deutschland sucht den Superstar" 14. März jeweils um 20:15 Uhr.

Am Nachmittag (Eintrag von 14:46 Uhr) war noch davon die Rede gewesen, die Zahl der Zuschauer im Studio auf 800 zu reduzieren.

Bericht: Formel-1-Auftakt in Melbourne wird verschoben

17:06 Uhr: Der Formel-1-Auftakt in Melbourne wird der BBC zufolge wegen des Coronavirus verschoben. Das berichtete der britische Fernsehsender am Donnerstag unter Berufung auf zwei hochrangige Funktionäre aus der Rennserie.

Demnach findet der erste Grand Prix des Jahres in Australien am Sonntag nun doch nicht wie geplant statt und soll kurzfristig verlegt werden. Kurz zuvor hatte es den ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 gegeben und das betroffene McLaren-Team seinen Rückzug für das Rennen bekanntgegeben.

Die Formel 1 musste wegen der Epidemie bereits das für den 19. April in China geplante Rennen verschieben. Der Grand Prix von Bahrain am 22. März wird im besten Fall und aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen ausgetragen. Die anschließend angesetzte Vietnam-Premiere in Hanoi am 5. April steht außerdem auf der Kippe. Es wäre also nicht ausgeschlossen, dass die Formel 1 in diesem Jahr frühestens am 3. Mai in Zandvoort in den Niederlanden in die Saison startet.

Handball-Bundesliga pausiert bis Ende April

16:42 Uhr: Auch die Handball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus nach dpa-Informationen bis zum 22. April aus.

Das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Final-Four-Turnier um den Pokal des Deutschen Handball Bundes (DHB) wird ebenfalls verlegt und soll am Saisonende nachgeholt werden.

"Auch eine Verschiebung ist ein Risiko, denn wir wissen nicht, wie es in drei, vier Monaten aussieht. Aber wir müssen uns jetzt von vielen Regeln verabschieden", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann den Kieler Nachrichten.

Geplant ist nach derzeitigem Stand, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab dem 23. April wieder aufnimmt. Ob und in welcher Form die Bundesliga-Saison fortgesetzt werden kann, soll am Montag bei einer außerordentlichen HBL-Mitgliederversammlung erörtert werden. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass dieses Treffen stattfindet. Zuvor hatte die "Bild" über eine bevorstehende Pause des Bundesliga-Spielbetriebs berichtet.

Erster Todesfall durch Coronavirus auch in Bayern bestätigt

16:11 Uhr: Nach vier Todesfällen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist erstmals auch in Bayern ein Mensch am Coronavirus gestorben. Der 80 Jahre alte Mann sei in Würzburg gestorben, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag in München mit.

Er ist damit der fünfte nachgewiesene Todesfall in Deutschland. Laut Ministerium handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit.

Die Zahl der Infizierten steigt derweil weiter an. Nach einer Auflistung der Johns-Hopkins-Universität in den USA gab es in Deutschland bis Donnerstagnachmittag 2078 bestätigte Krankheitsfälle. Dies waren 500 Fälle mehr als Mittwochnachmittag.

Herren-Tennisturniere für sechs Wochen abgesagt

16:03 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind für die kommenden sechs Wochen alle Tennisturniere auf der Herren-Tour abgesagt worden. Das teilte die Spielerorganisation ATP am Donnerstag mit. Zuvor waren bereits die Top-Events in Indian Wells und Miami abgesetzt worden.

Von der Damen-Organisation WTA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die Maßnahme betrifft auch den Start der europäischen Sandplatz-Saison und die Events in Monte Carlo und Barcelona. Die BMW Open in München sind in der ersten Woche nach dieser Phase geplant. Ob das Sandplatzevent stattfinden kann, war zunächst aber offen.

Basketball-Bundesliga unterbricht Spielbetrieb bis auf Weiteres

15:50 Uhr: Die Basketball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bis auf Weiteres aus. Auf einer außerordentlichen Versammlung der Klubs am Donnerstag in Stuttgart stimmten die Verantwortlichen der Vereine einstimmig für eine Unterbrechung der Saison.

Dies betrifft bereits den für das kommende Wochenende geplanten 23. Spieltag. Es bleibe das Ziel, "die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen." Innerhalb der kommenden 14 Tage wollen sich die Klubvertreter wieder treffen, "um die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien und Handlungsoptionen erneut zu besprechen", heißt es in einer Mitteilung der Liga.

Anders als im Eishockey wird die Spielzeit damit noch nicht komplett abgesagt. Die Deutsche Eishockey Liga hatte ihre Saison am Dienstag für beendet erklärt und die Playoffs abgesagt.

Zweiter Corona-Fall bei Hannover 96 - Klub beantragt Spielabsetzungen

15:37 Uhr: Beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 gibt es einen zweiten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Spielers. Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, wurde nach Timo Hübers auch Jannes Horn positiv getestet. Als Reaktion darauf stehen alle Spieler der Profimannschaft von Hannover 96 "ab dem heutigen Donnerstag für die nächsten 14 Tage aus Vorsichtsgründen unter häuslicher Quarantäne", hieß es in einer Erklärung der Niedersachsen.

Bei Hübers und Horn handelt es sich nach Klub-Angaben "sehr wahrscheinlich um zwei voneinander unabhängige Einzelfälle. Beide Spieler sind bislang ohne jegliche Symptome", teilte 96 mit. Die Quarantäne für die gesamte Profimannschaft und die Physiotherapeuten habe das Gesundheitsamt der Region Hannover "aus Vorsichtsgründen" beschlossen. Das Trainerteam um Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber würde hingegen nicht als "sogenannte Kontaktpersonen ersten Grades" eingestuft.

Als Reaktion auf die Situation beantragt der Klub bei der Deutschen Fußball Liga zudem die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und eine Woche später beim VfL Osnabrück.

Skisprung-Saison abgebrochen - Stefan Kraft Gesamtsieger

15:18 Uhr: Die Weltcup-Saison der Skispringer ist vorzeitig abgebrochen worden. "Wir müssen Sie darüber informieren, dass die Saison beendet ist", sagte Renndirektor Walter Hofer vom Internationalen Ski-Verband (FIS) am Donnerstag nach einer Krisensitzung in Trondheim. Die norwegische Regierung hatte zuvor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet.

In Trondheim war für den Abend im Rahmen der Raw-Air-Tour der vorletzte Einzelwettkampf der Saison vorgesehen, die Athleten treten nun die Heimreise an. Auch die Austragung der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist mehr als fraglich, eine Entscheidung ist aber offiziell noch nicht gefallen.

Den Gesamtweltcup hat somit zum zweiten Mal in seiner Karriere Stefan Kraft gewonnen. Der Österreicher verwies mit 1659 Punkten den viermaligen Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf/1519) auf Rang zwei.

Der Willinger Stephan Leyhe war am Mittwoch in der letztlich bedeutungslosen Qualifikation schwer gestürzt, bei dem 28-Jährigen besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss im linken Knie.

Tschechien und Slowakei schließen Grenzen für Deutsche und andere Europäer

15:12 Uhr: Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag.

Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ein. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.

Seit Anfang der Woche finden bereits stichprobenartige Kontrollen an zehn Grenzübergängen zu Deutschland und Österreich statt, bei denen unter anderem die Körpertemperatur gemessen wird. Bei einer erhöhten Temperatur werden ausländische Fahrer und Insassen zur Umkehr angewiesen oder in Einzelfällen zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Zehntausende Fahrzeuge wurden bisher angehalten. An dem Einsatz sind Armee, Polizei, Zoll und Feuerwehr beteiligt.

Auch die Slowakei verhängt wegen der Coronavirus-Pandemie ein Einreiseverbot für fast alle Ausländer. Ausgenommen seien lediglich Polen, sagte der Sprecher des slowakischen Innenministeriums, Peter Lazarov, am Donnerstag in Bratislava der Nachrichtenagentur AFP. Zudem kündigte er die Schließung aller internationaler Flughäfen, Schulen, kulturellen Einrichtungen und Vergnügungsstätten an.

Auch Norwegen schließt alle Schulen und Unis

14:49 Uhr: Als zweites skandinavisches Land nach Dänemark schließt Norwegen wegen der Corona-Krise seine Bildungseinrichtungen.

Alle Schulen, Universitäten und Kindergärten im Land blieben ab Donnerstagabend geschlossen, sagte die norwegische Regierungschefin Erna Solberg bei einer Pressekonferenz in Oslo.

Mit dieser und weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 werde zwar der Alltag der Bevölkerung auf den Kopf gestellt, doch seien diese Schritte nötig, um Leben und Gesundheit zu schützen.

Es handele sich um eine schwierige Zeit für Norwegen und die Welt. Die Maßnahmen seien die umfassendsten, die das Land in Friedenszeiten erlebt habe.

DSDS reduziert Zuschauerzahl deutlich

14:46 Uhr: Die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) reduziert wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Zuschauer im Studio. Statt wie normalerweise vor 1.700 Leuten sollen die kommenden vier Live-Shows vor 800 Zuschauern stattfinden, wie eine RTL-Sprecherin am Donnerstag sagte.

Man beobachte die Lage auch weiterhin. Sollte sie sich nochmals verändern, seien "zur Not" auch Shows ohne Publikum denkbar. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die Live-Shows von DSDS werden in Köln produziert. Die erste ist am Samstag (14. März) geplant. Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen Erlass beschlossen, wonach Veranstaltungen mit mehr 1.000 Teilnehmern grundsätzlich abgesagt werden sollen.

Princess Cruises setzt Kreuzfahrtbetrieb aus

14:40 Uhr: Der Kreuzfahrtanbieter Princess Cruises zieht seine 18 Schiffe zählende Flotte wegen der Ausbreitung des Coronavirus für 60 Tage aus dem Verkehr.

Es handele sich um eine freiwillige Vorsichtsmaßnahme, teilte Unternehmenschefin Jan Swartz am Donnerstag in einer Videobotschaft mit. Der zum Tourismus-Riesen Carnival gehörende Anbieter war zuvor durch Coronavirus-Ausbrüche auf zwei seiner Kreuzfahrtschiffe in die Schlagzeilen geraten.

Anleger reagierten am Donnerstag schockiert auf die Ankündigung von Princess Cruises und ließen die Aktien von Carnival im vorbörslichen US-Handel um mehr als 22 Prozent abstürzen.

Carnival ist auch die Konzernmutter des in Rostock ansässigen deutschen Anbieters Aida Cruises. Aida hatte Mitte Februar ihre Asienfahrten der Schiffe "Aidavita" und "Aidabella" wegen der COVID-19-Ausbreitung und zunehmender Reiseeinschränkungen für diese Saison eingestellt.

82 Fälle in Slowenien - Schulen schließen

14:28 Uhr: In Slowenien bleiben als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Montag an alle Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen. Dies teilte die Regierung in Ljubljana mit.

"Es ist eine Maßnahme mit weitreichenden Folgen, aber sie musste getroffen werden", erklärte Ministerpräsident Marjan Sarec über Twitter. Bis zum Donnerstag gab es 82 Nachweise des Virus SARS-CoV-2 in Slowenien. Das kleine EU-Land hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner.

Bericht: UEFA stoppt Spielbetrieb in Champions- und Europa League

13:55 Uhr: Die Europäische Fußball-Union wird nach Informationen der spanischen Tageszeitung "Marca" den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Ausbreitung des Coronavirus aussetzen. Der spanische Verbandsboss Luis Rubiales bestätigte am Donnerstag, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Eine offizielle Bestätigung der UEFA gab es zunächst nicht.

Die Entscheidung wäre quasi ein Novum in der europäischen Königsklasse. In der Vergangenheit waren einmal acht Gruppenspiele nach den Terroranschlägen in New York am 11. September 2001 um eine Woche verschoben worden. Ansonsten hatte es meist nur Verschiebungen aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen gegeben.

Update 15:01 Uhr: Mittlerweile hat die UEFA bekannt gegeben, dass wegen des Coronavirus eine Krisensitzung einberufen werde, in der es neben der Fußball-EM auch um auch alle "nationalen und europäischen Wettbewerbe" gehen soll. Am 17. März sollen Vertreter von allen 55 Mitgliedsverbänden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Ausbruch der Pandemie beraten.

EZB beschließt umfassendes Maßnahmenpaket

13:50 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit einem umfassenden Maßnahmenpaket gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Krise. Unter anderem soll es neue Notkredite für Banken und höhere Anleihenkäufe geben, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Darüber hinaus bleibe der Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent.

Keine Gottesdienste mehr in Österreich, Urlaubssperre für Polizei

13:42 Uhr: Ab Montag sollen in Österreich keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Auch Versammlungen werden ausgesetzt, kirchliche Familienfeiern wie Taufen und Hochzeiten werden verschoben.

Vertreter der anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften trafen sich am Vormittag mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, der für Kultusangelegenheiten zuständigen Kanzleramtsministerin Susanne Raab (beide ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) im Bundeskanzleramt zu einem Gespräch.

Für alle 25.000 Polizistinnen und Polizisten in Österreich ist unterdessen eine Urlaubssperre verhängt worden. Das Innenministerium bestätigte entsprechende Berichte. Die Sperre gilt zunächst bis Ende April.

Immer mehr Infizierte auch in der Schweiz

13:23 Uhr: Auch in der Schweiz steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Das Bundesamt für Gesundheit hat am Donnerstagmittag die neusten Zahlen veröffentlicht. Demnach gebe es derzeit 858 positiv getestete Personen in der Schweiz. Davon seien 815 Fälle bestätigt. Am Mittwoch waren es noch 645 positive Tests, wovon 613 bestätigt waren. Das berichtete "20min.ch".

Erster Todesfall in Polen

13:03 Uhr: In Polen ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich um eine 57 Jahre alte Frau, die im Krankenhaus in Poznan behandelt wurde und am Donnerstag starb, wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Jedrzej Solarski, laut Nachrichtenagentur PAP mitteilte. Sie habe schon bei ihrer Einlieferung in die Klinik eine schwere Lungenentzündung gehabt und sei künstlich beatmet worden.

Positiver Corona-Test bei McLaren - Formel 1-Auftakt in Gefahr

12:46 Uhr: Der Saisonauftakt in der Formel 1 steht wohl unmittelbar vor der Absage. Am Donnerstag meldete der Rennstall McLaren, dass ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das Team aus dem britischen Woking gab daraufhin in Melbourne bekannt, nicht beim Großen Preis von Australien an den Start zu gehen. Das Rennen ist für Sonntag im Albert Park geplant.

Geschäftsführer Zac Brown und der deutsche Teamchef Andreas Seidl informierten den Automobil-Weltverband am Abend (Ortszeit) in Australien über den positiven Test. Insgesamt gab es mindestens fünf Verdachtsfälle im Fahrerlager, vier allein beim amerikanischen Team Haas.

Formel-1-Direktor Ross Brawn hatte unlängst im Zusammenhang mit Ferrari und Reisebeschränkungen betont, dass nicht gefahren werde, wenn ein Rennstall nicht dabei sein könne. Eine Stellungnahme der Motorsport-Königsklasse stand nach Bekanntwerden des positiven Tests noch aus. Um wen es sich bei dem infizierten Mitarbeiter handelt, teilte McLaren nicht mit.

Real Madrid setzt Fußballspieler um Toni Kroos und Basketballer in Quarantäne

12:20 Uhr: Der spanische Klub Real Madrid setzt die Spieler seiner Fußball- und Basketball-Profiteams mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Toni Kroos in Quarantäne. Der Notfallplan werde aktiviert, weil ein namentlich nicht genannter Basketballer positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, teilte der Verein am Mittwoch mit.

Auch die gesamte spanische Liga reagiert: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird in Spanien der Spielbetrieb der 1. und 2. Liga eingestellt. Die Entscheidung sei am Donnerstag bei einem Dringlichkeitstreffen mit Vertretern des Nationalverbandes RFEF und der spanischen Gesundheitsbehörden in Madrid getroffen worden, teilte die Profiliga mit. Sie gelte zunächst für die nächsten zwei Runden.

Update 17:23 Uhr: Am Donnerstagnachmittag erfolgte zudem die Absage des Champions-League-Spiels der Madrilenen bei Manchester City durch die UEFA. Das Spiel hätte am 17. März hätte stattfinden sollen.

CDU verschiebt Parteitag wegen Corona-Krise

12:12 Uhr: Der für den 25. April geplante CDU-Bundesparteitag wird wegen der Corona-Pandemie auf unbekannte Zeit verschoben. CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer teilte am Donnerstag mit, sie werde dem Bundesvorstand die Verschiebung empfehlen. Der Parteitag solle erst abgehalten werden, "sobald die epidemische Lage dies gestattet". Bei dem Treffen soll der neue CDU-Vorsitzende gewählt werden. Für die CDU sei klar, "die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität", erklärte die scheidende Parteichefin.

Erster Todesfall auf Mallorca

12:04 Uhr: Auf Mallorca ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Die 59 Jahre alte Frau sei in der Nacht zum Donnerstag im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma ums Leben gekommen, teilten die zuständigen Behörden der spanischen Urlaubsinsel mit. Die Patientin hatte den Angaben zufolge Vorerkrankungen.

Mallorca und die anderen Balearen-Inseln sind von der Epidemie im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens bisher relativ wenig betroffen. Nach amtlichen Angaben gab es bis Donnerstag insgesamt 17 Fälle. In ganz Spanien zählten die Behörden bisher rund 2.200 Infektionen. Die Frau auf Mallorca war das 56. Todesopfer in Spanien.

Vierter Corona-Todesfall in Deutschland

11:49 Uhr: In Baden-Württemberg ist erstmals ein positiv auf das Coronavirus getesteter Mensch gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67 Jahre alten Mann. Es ist der bislang vierte Todesfall in Deutschland.

Woidke sieht generelle Schulschließungen skeptisch

11:42 Uhr: Trotz der Ausbreitung des Coronavirus hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Vorbehalte gegen flächendeckende Schulschließungen.

Am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin sagte der Potsdamer Regierungschef, es sei selbstverständlich, einzelne Schulen zu schließen, wenn dort ein SARS-CoV-2-Fall nachgewiesen werde - er sei aber skeptisch, allgemeine Maßnahmen auszusprechen.

"Da muss man das Gesamtgeschehen in Deutschland im Blick behalten." Generelle Schulschließungen sind ab Donnerstag auch ein Thema beim zweitägigen Treffen der Kultusministerkonferenz.

Großstadt Halle schließt alle Schulen und Kitas

11:21 Uhr: Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen.

Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag in Halle.

Erster Todesfall in Österreich gemeldet

11:13 Uhr: In Österreich ist zum ersten Mal ein Infizierter am Coronavirus gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war.

Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus.

Robert Koch-Institut appelliert an junge Menschen

10:59 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie auch jüngere Menschen zu Selbstschutz und Solidarität aufgerufen. Im Moment sei von einigen aus dieser Gruppe zu hören, dass sie sich von COVID-19 nicht betroffen sähen und die Erkrankung für sich als harmlos einstuften, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Donnerstag.

Zwar seien tatsächlich Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen besonders gefährdet. "Aber auch wenn es selten vorkommt: Auch bei jüngeren und gesunden Menschen kann es schwere Verläufe geben, darunter sogar Todesfälle", betonte Schaade.

Alle müssten deshalb die Situation ernst nehmen und sich selbst und andere schützen. "Die Jüngeren sollten sich natürlich bitte auch solidarisch mit den Älteren zeigen, die ein höheres Risiko haben", so Schaade.

Den Anstieg der Meldezahlen hierzulande bezeichnete er als "recht schnell", wie auch in anderen Ländern. Ziel der Maßnahmen sei, die Zahlen zu drücken. Man werde anhand der Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen sehen, ob die lokalen Behörden dabei nachsteuern müssten.

Frühlingsdom fällt Coronavirus zum Opfer

10:51 Uhr: Der Hamburger Frühlingsdom wird abgesagt. Das sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Donnerstag in Hamburg. Eine entsprechende Allgemeinverfügung stand zunächst noch aus.

Der Hamburger Dom gilt als das größte Volksfest in Norddeutschland. Im vergangenen Jahr hatten rund zweieinhalb Millionen Menschen den Frühlingsdom besucht. Er sollte vom 27. März bis zum 26. April stattfinden.

Früherer Regierungschef Berlusconi ist aus Italien geflohen

10:24 Uhr: In der Coronavirus-Krise hat der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi seinem Land den Rücken zugekehrt und ist nach Südfrankreich ausgereist: Der 83-jährige Milliardär halte sich bereits seit rund zwei Wochen "privat" auf seinem Landsitz in Châteauneuf-Grasse in der Provence auf, teilte die Gemeinde am Mittwochabend mit.

Berlusconi komme "mehrmals im Jahr zum Urlaub auf das Landgut, wo er seinen Wein und sein Öl macht", sagte Bürgermeister Emmanuel Delmotte.

Die italienische Zeitung "La Stampa" hatte zuvor berichtet, Berlusconi habe Mailand gen Südfrankreich verlassen, um dort "mit größerer Ruhe" die "sehr schwierige" Lage in seiner inzwischen weitgehend abgeschotteten Heimat zu beobachten. Berlusconi ist Chef der rechtsgerichteten Oppositionspartei Forza Italia.

Zwei Ärzte am Klinikum in Rostock haben sich infiziert

10:07 Uhr: In der Universitätsmedizin Rostock sind zwei Ärzte positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag entsprechende Informationen.

Weitere Details zu den Arbeitsplätzen oder dem Umfeld der Ärzte wollte Reisinger zunächst nicht nennen. Kontaktpersonen werden jetzt auf das Virus getestet. Die Arbeit an der Klinik sei nicht beeinträchtigt, hieß es.

Roncalli-Chef schreibt an Laschet: "Schande, wenn wir vor die Hunde gehen"

9:51 Uhr: Der Direktor des Zirkus Roncalli, Bernhard Paul, hat nach der Absage der Vorstellungen in Recklinghausen wegen des Coronavirus die Politik um Hilfe gebeten. "Momentan wird nur über Hilfen für die Wirtschaft gesprochen, die Kultur ist einmal mehr das Stiefkind", schrieb Paul in einem offenen Brief an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Das neue Programm "All for art for all" sei zwei Jahre lang vorbereitet worden, der Zirkus beschäftige 150 Menschen, es seien bereits 500.000 Euro investiert worden.

Die staatliche Kulturszene sei subventioniert, "aber es gibt eine enorme private nicht-subventionierte Kulturszene, die sich von diesem 'Kulturschock' jahrelang nicht erholen wird", schrieb Paul. Das werde von der Politik nicht bedacht. Er erwarte, dass man ihn in dieser kritischen Situation nicht alleine lasse. "Es wäre eine Schande, wenn wir jetzt unverschuldet vor die Hunde gehen."

Sky zeigt Bundesliga-Konferenz im Free-TV

9:24 Uhr: Fußball-Fans dürfen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus am kommenden Spieltag der Bundesliga zwar nicht in die Stadien, die Konferenz der Bundesliga und 2. Bundesliga wird Sky aber im Free-TV übertragen.

Das gab der Sender am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung bekannt.

US-Rennen im Langlauf-Weltcup fallen aus

9:08 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus und der Einreisestopp für Europäer in die Vereinigten Staaten sorgen nun auch für erste Veränderungen im Kalender des Langlauf-Weltcups.

Die für den kommenden Dienstag geplanten Sprintrennen im US-amerikanischen Minneapolis fallen aus, wie der Weltverband FIS am Donnerstagmorgen mitteilte.

Die Langlauf-Teams sind derzeit bereits in Quebec in Kanada, wo die nächsten Weltcup-Rennen an diesem Wochenende stattfinden sollen. Was mit dem Weltcup-Finale im kanadischen Canmore am folgenden Wochenende passiert, ließ die FIS zunächst offen.

Greta Thunberg muss wegen der Corona-Krise ihre Strategie ändern

7:39 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung zu Klimaschutzaktionen im Internet aufgerufen.

Die 17-Jährige forderte am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter, den Empfehlungen von Gesundheitsexperten zu folgen und große Menschenansammlungen zu meiden. "Wir jungen Leute sind am wenigsten betroffen von diesem Virus, aber es ist wichtig, dass wir uns solidarisch mit den gefährdetsten Menschen verhalten und im besten Interesse für unsere Gesellschaft handeln."

Die Klimakrise sei die "größte Krise" für die Menschheit, betonte die Initiatorin der weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Angesichts der Coronavirus-Pandemie sei es aber nun an der Zeit, "neue Wege" zu finden, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Aktivistin rief ihre Anhänger deshalb auf, in sozialen Netzwerken den Hashtag #DigitalStrike zu nutzen und Streikfotos hochzuladen.

"Big Brother"-Kandidaten haben vom Coronavirus keine Ahnung

7:35 Uhr: Ganz Deutschland spricht über die Ausbreitung des Coronavirus - aber in Köln gibt es ein kleines Areal von Ahnungslosen. Am 6. Februar wurden dort rund ein Dutzend Menschen von der Außenwelt abgeschottet, um in das Camp der Sat.1-Show "Big Brother" einzuziehen. Damals gab es erste Fälle in Bayern, aber noch keine weitere Ausbreitung oder "Geisterspiele" in der Bundesliga. Der Wissensstand der Kandidaten hat sich seitdem nicht weiterentwickelt.

"Je nachdem, wie sie sich im Vorfeld informiert haben, wissen sie theoretisch von dem Ausbruch des Virus in Wuhan und ersten Ansteckungen außerhalb Chinas", sagte ein Sat.1-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Ab 6. Februar haben sie jedoch keinerlei Nachrichten empfangen können."

An der Wissenslücke ändern auch die später neu eingezogenen Kandidaten - darunter Sänger Menowin Fröhlich - nichts. Sie durften der Stammbesetzung nichts über die Entwicklungen verraten. Die Regeln bei "Big Brother" verbieten es. "Ob Fußballergebnisse, Vorwahlen in den USA, die TV-Quoten oder auch das Coronavirusdie neuen Bewohner dürfen über diese Themen nicht sprechen", erklärte der Sprecher.

Die NHL berät über Fortsetzung der Saison

7:32 Uhr: Nach der Aussetzung aller Spiele in der Basketball-Profiliga NBA berät die NHL über das weitere Vorgehen aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Das gab die Eishockey-Liga in der Nacht bekannt. "Die NHL setzt ihre Beratungen mit Experten fort und prüft alle Optionen", heißt es in der Mitteilung: "Wir erwarten, am Donnerstag weitere Informationen bekannt geben zu können".

Zuvor hatten sowohl die San Jose Sharks als auch die Columbus Blue Jackets angekündigt, ihre Heimspiele vor leeren Rängen auszutragen.

Indien lässt keine Deutschen mehr ins Land

7:28 Uhr: Indien hat alle Touristenvisa wegen des Coronavirus für einen Monat lang für ungültig erklärt. Nur Reisende, die bereits im Land sind, dürften weiter bleiben, hieß es am späten Mittwochabend aus dem indischen Gesundheitsministerium. Die Einreisesperre solle ab Freitag vorerst bis zum 15. April dauern.

Neben Touristenvisa betreffe die Sperre auch alle weiteren Visumskategorien mit Ausnahme von Visa für Diplomaten, Beamte und Mitarbeiter von internationalen Organisationen sowie Arbeits- und Projektvisa.

Für Menschen, die noch ins Land dürfen und aus bestimmten, vom Coronavirus stark betroffenen Staaten einreisen, gelten besondere Regeln: Sie müssen mindestens 14 Tage in Quarantäne.

Bereits am Tag davor hatte Indien für deutsche Staatsbürger eine noch strengere Einreisesperre verhängt und sämtliche Visa für ungültig erklärt.

Auch in der Premier League droht ein "Geister-Spieltag"

7:10 Uhr: Die Spiele der englischen Premier League sollen einem Bericht der Zeitung "The Times" zufolge an diesem Wochenende ebenfalls komplett hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das berichtete das Blatt am Donnerstag.

Demnach sollen auch Fußball-Ligen unterhalb der höchsten Spielklasse von der Maßnahme im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus betroffen sein.

In Deutschland steht seit Mittwoch fest, dass der 26. Spieltag in der Bundesliga zum "Geister-Spieltag" wird. Auch in Frankreich wird vorerst ohne Zuschauer gespielt, ebenso in Spanien. In Italien ist der Ligabetrieb vorerst sogar eingestellt.

Lewis Hamilton: "Bin schockiert, dass wir hier sind"

7:06 Uhr: Weltmeister Lewis Hamilton hat angesichts der Coronavirus-Krise Kritik an der Austragung des Formel-1-Auftakts in Australien geäußert. "Ich bin sehr sehr überrascht, dass wir hier sind", sagte der Mercedes-Star am Donnerstag. "Ich denke, es ist großartig, dass wir Rennen haben können, aber für mich ist es schockierend, dass wir alle in diesem Raum sitzen."

Hamilton verwies unter anderem darauf, dass zum Beispiel andere Sportarten wie die NBA der Coronavirus-Krise mit einer Unterbrechung ihres Betriebs begegnen. "Es scheint, als ob der Rest der Welt reagiert", sagte Hamilton, für den die Lage "bestimmt beunruhigend" ist.

Dänemark verzeichnet schnellsten Anstieg an Infektionen in Europa

6:52 Uhr: Angesichts einer rasanten Ausbreitung des Coronavirus schließt Dänemark für zwei Wochen Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen. "Wir müssen verhindern, dass sich die Krankheit weiter verbreitet", begründete Regierungschefin Mette Frederiksen am Mittwochabend die strengen Schutzmaßnahmen.

Der neuartige Erreger breite sich in Dänemark derzeit "viel zu schnell" aus. Das Land verzeichne den dramatischsten Anstieg der Infektionszahlen in Europa, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke.

Quarantäne-Hotel eingestürzt: 29 Tote geborgen

5:26 Uhr: Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der ostchinesischen Stadt Quanzhou ist die Zahl der Todesopfer auf 29 gestiegen. 42 Menschen konnten lebend gerettet werden, wie chinesische Staatsmedien am Donnerstag nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsarbeiten berichteten.

Das Xinjia Hotel in der Metropole der südostchinesischen Provinz Fujian war am Samstag eingestürzt. Nach ersten Ermittlungen könnten Renovierungsarbeiten der Auslöser gewesen sein.

Das siebengeschossige Hotel mit rund 80 Zimmern war genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen kommen, wegen des Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen Corona sagt Termine ab

4:20 Uhr: Als Vorsichtsmaßnahme wegen der sich ausbreitenden Corona-Epidemie sagt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplante Termine ab. So verschob er am Mittwoch einen Besuch in einem Wohn- und Pflegeheim in Bremen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. Nach ihren Angaben wird auch ein Treffen mit den Staatsoberhäuptern Estlands, Finnlands und Sloweniens an diesem Freitag und Samstag in Berlin nicht stattfinden.

Armin Laschet: "Bundesländer müssen Verantwortung übernehmen"

4:00 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor Alleingängen von Ländern in der Corona-Krise gewarnt. "Die Ausbreitung des Virus können wir nur durch gemeinsames, abgestimmtes Handeln im Länderkreis und kluges, konsequentes Vorgehen verlangsamen", sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur vor Beratungen der Ministerpräsidenten am Donnerstag in Berlin.

Zur Lösung der Corona-Krise brauche es starke Länder, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. "Wir setzen auf eine enge Abstimmung. Alleingänge helfen nicht, sondern verunsichern nur", sagte Laschet. "Gerade in einer solchen Krisensituation zeigt sich: Der Föderalismus ist eine Chance, und er fordert uns zugleich. Länder und Kommunen können vor Ort am besten beurteilen und entscheiden, was notwendig ist für das öffentliche Leben in Abwägung mit dem Schutz der Gesundheit."

Coronavirus: Tom Hanks hat sich infiziert

2:58 Uhr: Der 63-jährige Oscar-Preisträger Tom Hanks und seine gleichaltrige Ehefrau, die Produzentin und Schauspielerin Rita Wilson, sind mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Star aus Filmen wie "Philadelphia" und "Forrest Gump" am Mittwoch auf Instagram und Twitter bekannt. Seine Sprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage die Diagnose.

Sie seien in Australien und hätten sich müde und fiebrig gefühlt, wie bei einer Erkältung, postete Hanks. Dazu stellte er ein Foto von einem Gummihandschuh in einem Mülleimer. Sie hätten sich testen lassen, und das Ergebnis sei positiv gewesen.

Zahl der Verdachtsfälle in der Formel 1 steigt

2:50 Uhr: Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne ist die Zahl der Coronavirus-Verdachtsfälle auf mindestens fünf gestiegen. Beim US-Rennstall Haas kamen am Donnerstag zwei weitere Mitarbeiter hinzu. Dies berichtete Teamchef Günther Steiner. Bei Haas sind damit insgesamt vier Angestellte betroffen.

Steiner zufolge handelt es sich um einen Ingenieur und drei Mechaniker. "Wir sollten die Ergebnisse am Nachmittag bekommen", sagte Steiner. Bei McLaren gibt es einen Verdachtsfall. Auch dort wartet man auf Neuigkeiten.

Es handle sich in allen Fällen um Vorsichtsmaßnahmen. Bei den Tests soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die Formel 1 plant, am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.

Die NBA unterbricht wegen Corona-Falls ihre Saison

2:40 Uhr: Die nordamerikanische Basketball-Liga NBA unterbricht ihre Saison wegen der Covid-19-Pandemie auf unbestimmte Zeit. Diese Entscheidung gab die Liga am Mittwochabend (Ortszeit) bekannt und bestätigte in der Mitteilung zugleich einen positiven Test eines Spielers des NBA-Klubs Utah Jazz.

Dabei soll es sich um den Franzosen Rudy Gobert handeln. Der erlaubte sich im Rahmen einer Pressekonferenz einen Scherz und berührte nach seinem Statement absichtlich alle Mikrofone, die vor ihm auf dem Tisch standen.

Infektionen in China gehen weiterhin zurück

2:25 Uhr: China hat am Donnerstag erneut nur wenige neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, kamen 15 Infektionen hinzu - der niedrigste Wert seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen. Der zuvor niedrigste Wert neuer Erkrankungen war am Dienstag mit 19 gemeldet worden.

Auch die Zahl der neuen Todesopfer stieg mit elf Fällen am Donnerstag so langsam wie seit Wochen nicht mehr. Insgesamt sind in der Volksrepublik seit Ausbruch des Coronavirus damit 3.169 Tote zu beklagen. 80.793 Infektionen wurden auf dem chinesischen Festland gemeldet.

USA erlassen Einreisestopp nach Europa

2:09 Uhr: US-Präsident Donald Trump weitet die Reiseeinschränkung wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Europa aus. Aus dem Weißen Haus hieß es am Mittwochabend (Ortszeit) auf dpa-Anfrage, die Maßnahme gelte ab 23:59 Uhr am Freitag (4:59 Uhr MEZ am Samstag).

Trump hatte kurz zuvor angekündigt, wegen der Ausbreitung des Coronavirus Reiseeinschränkungen auf Europa auszudehnen. "Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen", sagte Trump in einer Ansprache an die Nation.

US-Amerikaner, die sich entsprechenden Tests unterzögen, seien ausgenommen. Die Maßnahme gelte zudem nicht für Reisende aus Großbritannien.

Juventus-Profi infiziert - Inter Mailand stellt Spielbetrieb ein

0:54 Uhr: Der italienische Fußballklub Inter Mailand stellt als Reaktion auf einen Covid-19-Fall bei Konkurrent Juventus Turin seinen Spielbetrieb bis auf Weiteres ein. Das gab der Traditionsverein in der Nacht zum Donnerstag auf seiner Homepage bekannt. Man unternehme derzeit alle notwendigen Schritte für diese Maßnahme, hieß es in der kurzen Stellungnahme.

Inter begründete die Reaktion mit dem ersten COVID-19-Fall in der Serie A. Der Italiener Daniele Rugani von Juventus Turin war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden, die Teams hatten am Sonntag gegeneinander gespielt. Rugani saß bei Juves 2:0-Sieg auf der Bank.

Der 25-Jährige zeigt nach Juve-Angaben vom Mittwochabend demnach momentan keine Symptome der Lungenkrankheit. Juventus "setzt derzeit alle gesetzlich vorgeschriebenen" Vorgaben zur Quarantäne um, teilte der Rekordmeister mit. Das betreffe auch die Personen, die mit Rugani Kontakt hatten.

Die Meldungen vom Mittwoch, 11. März: Italien schließt alle Geschäfte und Restaurants

22:05 Uhr: Italien ordnet weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an und schließt Bars und Restaurants sowie fast alle Geschäfte. Nur Supermärkte und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Giuseppe Conte am Mittwochabend. Alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten müssten eingestellt werden.

Italien kämpft mit drastischen Mitteln gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das ganze Land gilt als Sperrzone, frei bewegen dürfen sich die 60 Millionen Menschen nicht mehr. Insgesamt haben sich in Italien mehr als 12.400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 820 sind gestorben. Am meisten betroffen ist die Region Lombardei.

Erster Bundestagsabgeordneter positiv getestet

18:50 Uhr: Trotz aller ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen hat die Corona-Epidemie jetzt auch den Bundestag erreicht. Das Virus wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einem FDP-Abgeordneten festgestellt. Dieser habe sich bei der Bundestagsärztin gemeldet und gebeten, ihn zu testen. Der Test sei positiv ausgefallen, hieß es aus Fraktionskreisen. Nun würden die zuständigen Behörden informiert. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber.

Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

Österreich schließt Schulen bis zu den Osterferien

18:25 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus werden in Österreich die Schulen eine Zeit lang geschlossen. Betroffen seien zunächst ab kommendem Montag alle Oberstufenschüler, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch mit. Ab nächstem Mittwoch werde auch der Unterricht für alle anderen Schüler eingestellt. Es werde aber für diese die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. Die Schulschließungen dauern laut Kanzler zunächst bis zum 3. April, dem Beginn der Osterferien.

WHO bezeichnet Verbreitung des Coronavirus als Pandemie

17:36 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf

Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Skandinavien

17:00 Uhr: Erstmals ist in Skandinavien eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person gestorben. Ein älterer Patient sei am Mittwoch auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Gemeinde Huddinge südlich von Stockholm verstorben, teilte die Hauptstadtregion mit.

Die Person habe neben der Covid-19-Erkrankung weitere gesundheitliche Probleme gehabt. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte, war zunächst unklar. In Schweden ist SARS-CoV-2 bislang bei mehr als 480 Menschen nachgewiesen worden, in Dänemark 340, in Norwegen 277, in Finnland 59 und auf Island 90.

Mehr als 1.800 Coronavirus-Nachweise in Deutschland

16:54 Uhr: In Deutschland sind bislang mindestens 1.850 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils weit mehr als hundert Fällen. Bislang sind bundesweit drei mit SARS-CoV-2-Infizierte gestorben, alle in Nordrhein-Westfalen.

Beethovenfest in Bonn wegen Corona abgesagt

16:40 Uhr: Die Stadt Bonn hat ihr für nächste Woche geplantes Beethovenfest wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Es handele sich um zehn Veranstaltungen zwischen dem 13. und 22. März, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Die Konzerte müssten ersatzlos ausfallen, bereits erworbene Tickets würden erstattet. Bonn feiert in diesem Jahr den 250. Geburtstag des Komponisten, der dort 1770 geboren wurde.

3. Liga: DFB verschiebt kommende zwei Spieltage

16:35 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund hat die kommenden beiden Spieltage der 3. Liga komplett verlegt. Die Spiele, die ursprünglich für dieses Wochenende sowie kommenden Dienstag und Mittwoch terminiert waren, werden demnach frühestens Anfang Mai nachgeholt.

Die genauen Zeitpunkte sollen noch festgelegt werden. Hintergrund für die Entscheidung gegen Geisterspiele sei die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der Liga. Die Erträge aus dem Spielbetrieb seien existenziell für die Clubs und machten mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen aus.

Niedersachsens Grüne sagen Landesparteitag ab

16:18 Uhr: Die Grünen in Niedersachsen haben ihren anstehenden Landesparteitag wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Es gehe darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gefährdete Personengruppen zu schützen, sagte die Landesvorsitzende Anne Kura am Mittwoch.

Bei dem Parteitag am 21. und 22. März in Wolfenbüttel wären rund 350 Delegierte und Gäste zusammengekommen.

BKA-Mitarbeiter am Standort Berlin mit Coronavirus infiziert

16:16 Uhr: Bei einem Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) am Standort Berlin ist eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Der Beamte sei zu diesem Zeitpunkt bereits seit einer Woche nicht mehr im Dienst gewesen, teilte das BKA am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Die Kontaktpersonen seien identifiziert worden. Sie verrichten derzeit vorsorglich ihren Dienst vom Heimarbeitsplatz. Weitere Infektionen seien durch unverzüglich veranlasste Tests mittlerweile ausgeschlossen worden.

Gespenstische Bilder aus Italien

15:59 Uhr: Seit dem 10. März ist ganz Italien eine Sperrzone. Durch die rapide steigende Anzahl an COVID-19-Patienten sah sich die italienische Regierung zu diesem drastischen Schritt gezwungen.

Wir haben Impressionen aus dem Land gesammelt, das aktuell laut Premierminister Giuseppe Conte seine "dunkelste Stunde" durchlebt.

Belgien meldet erste COVID-19-Todesfälle

15:53 Uhr: Belgien hat seine ersten Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. Ein 90 Jahre alter Patient starb in einem Brüsseler Krankenhaus, wie Gesundheitsministerin Maggie De Block am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Später bestätigte die Gesundheitsverwaltung den Tod eines 73 Jahre alten Patienten, der am 4. März in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Zudem sei ein 86-Jähriger gestorben, der in einem Altenheim lebte und nach einem positiven Test dort in Quarantäne war.

Polen schließt wegen Coronavirus Schulen und Universitäten

15:36 Uhr: Als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus schließt Polen für zwei Wochen alle Kindergärten, Schulen und Universitäten.

Polens Gesundheitsminister Lukasz Szumowski appellierte an alle Eltern, die Kinder während der schulfreien Zeit in Quarantäne zu halten. "Das ist keine Ferienzeit. Diesen Fehler haben sie in Italien gemacht." Dort seien junge Leute in der schulfreien Zeit viel ausgegangen und hätten das Virus weiterverbreitet.

Spahn: Corona-Krise "möglicherweise bis zum Jahreswechsel"

15:01 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für denkbar, dass die Corona-Krise das Leben in Deutschland bis zum Ende des Jahres beeinträchtigt. "Wir reden hier über Monate, möglicherweise bis zum Jahreswechsel", sagte Spahn am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag.

Dort war der Minister nach weiteren Finanzhilfen gefragt worden, um wirtschaftliche Einbußen im Bereich Tourismus und Gastronomie abzufedern. Spahn räumte ein, dass zusätzliche Unterstützung notwendig werde, "wenn das länger als ein paar Wochen geht - und davon ist auszugehen".

Sachsen untersagt wegen Coronavirus Großveranstaltungen

14:50 Uhr: Auch in Sachsen sollen wegen des Coronavirus vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen mehr stattfinden.

Ein entsprechender Erlass der Regierung trete am Donnerstagmorgen in Kraft, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch in Dresden mit. Der Erlass gilt auf unbestimmte Zeit.

Aktuell gibt es in Sachsen 27 Infizierte.

Geisterspiele und Spielabsagen in Tschechien wegen Coronavirus

14:42 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch gravierende Auswirkungen auf den Profisport in Tschechien. Die Spiele der ersten und zweiten Fußball-Liga der Männer müssen ohne Zuschauer stattfinden, werden aber vorerst nicht verschoben oder abgesagt.

Das sei "die beste aller schlechten Lösungen"teilte der Liga-Vorsitzende Dusan Svoboda nach einer Krisensitzung am Mittwoch mit. Nach zwei Runden soll diese Entscheidung überprüft werden.

Die tschechische Regierung hat offiziell alle Sportveranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern untersagt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Lufthansa streicht 23.000 Flüge bis zum 24. April

14:17 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat seine Ankündigungen wahr gemacht und wegen des Coronavirus 23.000 Flüge in der Zeit bis zum 24. April gestrichen.

Weitere Annullierungen seien sowohl für diese Wochen als auch für einen späteren Zeitraum zu erwarten, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt. Die Kapazitätsanpassungen betreffen hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten.

Bei den Streichungen werde darauf geachtet, sämtliche Ziele mit mindestens einer Gruppen-Airline erreichbar zu halten.

SPD-Abgeordnete in häuslicher Quarantäne

14.15 Uhr: Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Dazu zählen der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, die SPD-Fraktionsvizechefin Eva Högl und der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner, wie ein Fraktionssprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Der Grund sei eine Sitzung der Fraktionsarbeitsgruppe Recht am 2. März, an der eine inzwischen auf das Coronavirus positiv getestete Person aus dem Bundesjustizministerium teilgenommen habe. Betroffen seien rund 15 Menschen.

Norwegisches Militär beendet NATO-Manöver mit Tausenden Soldaten

14:00 Uhr: Norwegen hat den zentralen Teil der großen internationalen Militärübung "Cold Response" mit Tausenden beteiligten Soldaten wegen des Coronavirus abgesagt.

Das teilte das norwegische Militär am Mittwoch mit. Die Vorbereitungen des NATO-Manövers im Norden des skandinavischen Landes liefen bereits seit längerem, der Kern der Übung sollte aber vom Donnerstag bis kommenden Mittwoch stattfinden.

Ursprünglich hatte Norwegen versucht, die Übung trotz der Sorgen wegen des Virus mit Anpassungen doch noch abzuhalten. Daraus wird jetzt aber nichts, wie der Leiter des norwegischen Militärhauptquartiers, Rune Jakobsen, mitteilte: "Das Virus ist jetzt in der Gesellschaft außer Kontrolle, und das ist eine neue Situation", erklärte er.

Erste Infektion mit dem Coronavirus im deutschen Profifußball

13:23 Uhr: Innenverteidiger Timo Hübers vom Zweitligisten Hannover 96 ist als erster Fußball-Profi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 23-Jährige befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne, wie die Niedersachsen mitteilten.

Der komplette Profikader sowie das Trainerteam um Kenan Kocak werden vorsorglich auf das Virus getestet. Hübers stand beim 3:0-Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Freitag 90 Minuten auf dem Platz und traf zur 1:0-Führung der Gäste.

Erster "Geister"-Spieltag der Bundesliga ist perfekt

12:59 Uhr: Der erste "Geister"-Spieltag der Fußball-Bundesliga ist beschlossen. Am Mittwoch entschied sich RB Leipzig, das Spiel am Samstag (15:30 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg aufgrund des sich ausbreitenden Coronavirus ohne Zuschauer auszutragen. Zuvor war bereits die Begegnung zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München zum Geisterspiel erklärt worden.

"Wir haben heute Vormittag intensiv zusammengesessen und unter Berücksichtigung der täglich neuen Entwicklung um das Corona-Virus nun entschieden, am Samstag leider ohne Zuschauer zu spielen. Trotz weiterhin sehr wenig Infizierter im Leipziger Raum wollen wir zum einen das gesundheitliche Risiko minimieren", sagte Klub-Boss Oliver Mintzlaff.

Leipzig hatte am Dienstag in der Champions League durch ein 3:0 über Tottenham Hotspur erstmals den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse gefeiert.

Pressekonferenz mit Angela Merkel, Jens Spahn und Prof. Lothar Wieler

12:47 Uhr: Wieler: "Vor 2021 an einen Impfstoff zu glauben, ist unrealistisch." Die abnehmenden Infektionszahlen in China sollten zudem niemanden glauben lassen, das Coronavirus sei verschwunden. Ein solcher Gedanke sei naiv. "Das Virus wird auch nach China zurückkehren. Das ist sicher."

12:46 Uhr: Merkel: "Jens Spahn macht in einer schwierigen Situation einen super Job und genießt mein volles Vertrauen." Die Bundeskanzlerin bezeichnete es als "kühn", an ihrem guten Verhältnis zum Bundesgesundheitsminister zu zweifeln.

Dritter Todesfall in Deutschland

12:44 Uhr: Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben - es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.

Am Montag waren erstmals in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen, das zweite ein 78-jähriger Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg.

Berlin untersagt Großveranstaltungen

12:38 Uhr: Die Berliner Gesundheitsverwaltung hat Veranstaltungen ab 1.000 Personen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Grund sei die Ausbreitung des Coronavirus, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Mittwoch mit.

HSV und St. Pauli dürfen vorerst nicht mehr vor Fans spielen

12:35 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Hamburger Gesundheitsbehörde Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen untersagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch.

Damit werden die nächsten Heimspiele der Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli ohne Zuschauer ausgetragen. Zuvor hatte "bild.de" darüber berichtet.

"Krieg" in Italiens Kliniken

12:31 Uhr: Wegen des rasanten Anstiegs der Zahl der Covid-19-Kranken häufen sich in Italien die Alarmrufe zu überforderten Kliniken. Politiker, Fachleute und Ärzte äußern sich mit ernsten Warnungen.

"Wir bewirken gerade Wunder, aber wir können nicht mehr lange so weitermachen", zitierte die Zeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch Antonio Pesenti, Koordinator für Intensivstationen im Krisenstab der Lombardei.

Man habe die Zahl der Betten in den Intensivstationen in der besonders betroffenen Lombardei schon erhöht. Aber es bestehe die Gefahr, dass die Zahl der Patienten in Kürze die Kapazitäten der Krankenhäuser übersteige.

Im Internet und anderen Medien sorgt ein Brandbrief eines aufgebrachten Arztes aus Bergamo ebenfalls in der Lombardei seit Tagen für Aufmerksamkeit. Er warnt, dass der Notstand in den Hospitälern weiter unterschätzt werde. Er sprach von "Krieg" und "Schlachten", die die Helfer in seinem Haus erlebten.

Pressekonferenz mit Angela Merkel, Jens Spahn und Prof. Lothar H. Wieler

12:30 Uhr: Merkel findet "Hamsterkäufe" bedenklich, doch eine bestimmte "Bevorratung" sei ja sogar von staatlicher Seite empfohlen. "Man muss nicht alle Bereiche des öffentlichen Lebens einem Stresstest aussetzen. Maß und Mitte sind die richtige Antwort."

Spahn zum Thema medizinischer Ausrüstung, die knapp geworden sei: "Für den Privatbereich reicht das richtige Händewaschen." Masken oder OP-Mundschütze seien "nicht notwendig." Desinfektionsmittel und Masken gehörten in Krankenhäuser. "Sie sollen für diejenigen das sein, die sie für ihre tägliche Arbeit zu unserem Schutz brauchen."

12:22 Uhr: Spahn: "Wir sollten uns gegenüber unseren Mitmenschen so verhalten, als hätte derjenige Grippe. Diese einfachen und jedem von uns bekannten Verhaltensweisen helfen auch jetzt, wenn wir sie so konsequent durchhalten. Der Handschlag ist eine kulturelle und schöne Geste. Aber wir müssen sie für eine gewisse Zeit einschränken." Merkel streute ein: "Dafür eine Sekunde länger in die Augen gucken und lächeln und nicht schon mit der Hand beim nächsten sein."

12:18 Uhr: Merkel: "Die Maßnahme des Kurzarbeitergeldes ist sehr wirksam und sehr beruhigend, auch wenn es nicht alle Mitgliedsländer der EU haben."

12:17 Uhr: Ein zentrales System wie in China könne zwar Maßnahmen eher und besser durchsetzen. Doch in einer pluralistischen Gesellschaft wie der deutschen sei das Verantwortungsbewusstsein der Bürger, das Mitmachen, eher zu mobilisieren, führte Spahn aus.

12:15 Uhr: Auf die Frage, warum sie sich erst jetzt zum Coronavirus äußere, entgegnete Merkel: "Ich entscheide nach den Umständen und nach den Sachverhalten, wann und wozu ich etwas sage." Gesundheitsminister Spahn betonte, dass seine Gespräche mit der Bundeskanzlerin über die Epidemie sich bereits seit Januar hinzögen.

12:13 Uhr: Merkel: "Wir wissen auch noch nicht, wie temperaturabhängig das Coronavirus ist. Besonnenheit und Entschlossenheit, das Notwendige zu tun, sind wichtig." Merkel merkte weiter an: "Wir dürfen keine zusätzliche Verunsicherung in die Wirtschaft hineintragen. Wir müssen kleinen und mittleren Unternehmen helfen und deren Liquidität sichern. Unser ganzes globales Wirtschaftsleben ist ein fragiles Konstrukt, dass auf Erschütterungen von außen nicht gerne und in einer unüberschaubaren Weise reagiert."

12:10 Uhr: Die Exportbeschränkung für medizinische Ausrüstung wie Atemschutzmasken aus Deutschland solle verhindern, dass "der Bargeldkoffer darüber entscheidet, wo die Masken hingehen." Sie seien zuvor, so Spahn, "nicht mehr dorthin gegangen, wo der größte Bedarf bestand."

12:08 Uhr: Spahn erinnert daran, dass alle Bundesbürger, die aus Italien zurückkämen, ihre Kontakte zu anderen in den folgenden zwei Wochen auf das Nötigste zu reduzieren. Die Grenze zu schließen, beseitige das Problem nicht, denn das Coronavirus sei bereits im Land.

12:06 Uhr: Merkel: "Wir haben ja die Eigenschaft, dass oft über negative Vorfälle eher berichtet wird als über positive. Die Akteure des Staates können das Notwendige tun." Es sei wichtig, "dass wir es schnell tun, dass wir besonnen sind, dass wir uns an den Rat der Experten halten." Dann, so glaubt Merkel, seien auch alle Bürger aufgefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

12:00 Uhr: Merkel: "Wir arbeiten mit der Rechtslage, die wir haben. Auch in der Banken- und Finanzkrise oder in der Flüchtlingskrise sind wir immer miteinander klar gekommen. Wenn ein Fußballspiel ohne Zuschauer stattfinden soll, so kann das polizeirechtlich angeordnet werden. Ich sehe keine Anzeichen, dass sich die Bundesliga dem widersetzen würde." Merkel nahm Stellung zu der Frage des Verantwortungsbewusstseins auf Zuständigkeitsebenen unterhalb des Bundes.

11:58 Uhr: Wieler: "Wir stehen am Anfang einer Epidemie. Darauf müssen sich Ärzte und Krankenhäuser einstellen." Es gehe um die Kapazitäten zur Betreuung der Patienten.

11:56 Uhr: Wieler: "Diese Epidemie wird uns Monate beschäftigen, möglicherweise Jahre. Wir erarbeiten gerade mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland bestimmte Empfehlungen, wie wir besonders gefährdete Gruppen, wie die älteren Menschen, schützen können."

11:55 Uhr: Wieler geht auf einen entscheidenden Unterschied zum Verlauf der Ansteckung mit dem Coronavirus in Italien ein: "Wir haben unsere Ärzte von vornherein sehr systematisch zu Testungen aufgerufen. Wir sind in der glücklichen Lage, in Deutschland viele Tests zur Verfügung stellen zu können. Trotzdem werden auch bei uns noch viele Menschen sterben. Und es wird schwere Krankheitsverläufe geben."

11:46 Uhr: Spahn: "Je langsamer sich das Virus in Deutschland ausbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen."

11:45 Uhr: Merkel: "Das, was wir wissen, müssen wir sehr ernst nehmen. Es geht um den Schutz vor allem älterer Menschen. Ich hoffe, dass wir diese Probe unserer Vernunft und unseres Herzens bestehen."

11:44 Uhr: Der deutsche Föderalismus sei ein Vorteil in der Krise, sei aber nicht dazu da, Verantwortung wegzuschieben. Dezentral reagieren zu können, sieht Merkel als deutsche Stärke an.

11:43 Uhr: Merkel: "Alles, was jetzt passiert, geht an der Wirtschaft nicht spurlos vorüber. Die Bundesregierung hat sehr schnell reagiert und das Kurzarbeitergeld eingeführt." Zudem sei das Instrument der Lohnfortzahlung wichtig. Merkel stellte außerdem Liquiditätszahlungen für die Unternehmen in Aussicht.

11:41 Uhr: Merkel: "Die Berichte aus Italien bedrücken uns sehr." Das medizinische Personal arbeite dort am Rande der Überlastung. "Es geht darum, sich in Europa nicht voneinander abzuschotten." Merkel betonte den Austausch medizinischen Geräts und medizinischer Ausstattung.

11:39 Uhr: Es gelte laut Merkel, Zeit zu gewinnen: "Wir müssen Prioritäten setzen." Auch das wirtschaftliche Leben sei aufrecht zu erhalten.

11:38 Uhr: Merkel: "Unser Wissensstand verändert sich. Wenn das Virus da ist und noch keine Immunität der Bevölkerung vorliegt und es keinen Impfstoff gibt, ist mit einem Infektionsrisiko für 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung zu rechnen. Wir dürfen unser Gesundheitssystem nicht überlasten. Es nicht egal, was wir tun, es ist nicht vergeblich, es ist nicht umsonst."

11:34 Uhr: Angela Merkel informiert über die gestrige Video-Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EU. "Es war unsere erste Video-Konferenz." Erstes Thema sei die Eindämmung des Virus. "Wir müssen verstehen, dass das Virus in Europa angelangt ist. Die Maßstäbe für unser politisches Handeln ergeben sich aus dem, was uns Wissenschaftler und Mediziner raten."

Polen schließt Kindergärten, Schulen und Universitäten

11:30 Uhr: Als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus schließt Polen für zwei Wochen alle Kindergärten, Schulen und Universitäten. Auch Museen, Kinos und Theater bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. "Für unserer Kinder ist es am besten, nicht aus dem Haus zu gehen, denn Kinder können die Krankheit leicht auf ältere Familienmitglieder übertragen."

In Grundschulen und Kindergärten sollen die Kinder am Donnerstag und Freitag bei Bedarf noch betreut werden, damit die Eltern Zeit bekommen, das Familienleben entsprechend zu organisieren.

Gesundheitsminister Lukasz Szumowski appellierte an die Eltern, die Kinder während der schulfreien Zeit in Quarantäne zu halten. "Das ist keine Ferienzeit. Diesen Fehler haben sie in Italien gemacht."

Dort seien junge Leute in der schulfreien Zeit viel ausgegangen und hätten das Virus weiterverbreitet. Nach Angaben der Regierung gibt es in Polen derzeit 25 bestätigte Coronavirus-Fälle.

Robert-Koch-Institut: 1.296 Infektionsfälle in Deutschland

11:04 Uhr: Nach den jüngsten vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen vom Dienstagnachmittag gibt es in Deutschland 1.296 bestätigte Coronavirusfälle. Bei etwa 420 Betroffenen liegen dem RKI detailliertere Angaben zum Verlauf der Erkrankung vor. Die häufigsten Symptome waren demnach Husten und Fieber.

Laut RKI-Vizepräsident Lars Schaade ist mit weiteren Infektionen und "hohen Fallzahlen" zu rechnen. Zum Schutz älterer Menschen und von Menschen mit Vorerkrankungen gehe es weiter darum, die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen.

Dazu beitragen solle, Abstand voneinander zu halten. "Soziale Distanzierung" sei derzeit das wichtigste Anliegen, empfahl Schaade am Mittwoch in Berlin vor Journalisten. "Es geht also darum, Abstand zwischen die Menschen zu bringen."

Keine Züge mehr von Österreich nach Italien

10:37 Uhr: Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen. (ÖBB) am Mittwoch. Nicht betroffen sei der Güterverkehr.

Fortuna-Boss: "Die DFL stellt keine Wettbewerbsgleichheit her"

10:35 Uhr: Fortuna Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann hat die Deutsche Fußball-Liga für ihre uneinheitliche Regelung für die Spiele der Fußball-Bundesliga kritisiert.

"Wenn die Anweisung, unser Heimspiel ohne Zuschauer auszutragen, die Verbreitung des Coronavirus eindämmt, akzeptieren wir selbstverständlich diese Entscheidung. Wir akzeptieren allerdings nicht, dass bei einem bundesweiten Wettbewerb wie der Bundesliga keine bindenden Regeln für alle Klubs gelten", erklärte der Vorstandsvorsitzende. "Hier ist die Liga gefordert, Wettbewerbsgleichheit herzustellen", sagte Röttgermann.

Die Düsseldorfer müssen ihr Heimspiel gegen den SC Paderborn am Freitag (20:30 Uhr/DAZN) ebenfalls ohne Zuschauer austragen. "Wir müssen bei einem wichtigen Heimspiel auf die Unterstützung unserer Fans verzichten, haben zusätzlich einen wirtschaftlichen Schaden, und direkte Konkurrenten haben diese Wettbewerbsnachteile nicht. Das ist für uns nicht hinnehmbar", sagte der Vereinschef.

Bayern-Spiel in Berlin findet nun doch ohne Zuschauer statt

10:31 Uhr: Das Bundesligaspiel des 26. Spieltags zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Bezirksamt gab am Mittwoch eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.

Zudem hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Kritik an dem Vorhaben geübt, Zuschauer zuzulassen. Er hatte die Empfehlung abgegeben, Veranstaltungen ab einer erwarteten Besucherzahl von 1.000 Personen abzusagen.

Keine Fans bei der Partie Bochum gegen Heidenheim

10:30 Uhr: Die Partie des Zweitligisten VfL Bochum gegen den 1. FC Heidenheim wird am Samstag (13:00 Uhr/Sky) ohne Zuschauer ausgetragen. Die Bochumer teilten mit, dass er damit eine behördliche Anordnung des Gesundheitsamtes Bochum umgesetzt werde.

Zuvor hatte es am Dienstag einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums gegeben, wonach Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern nur ohne Publikum stattfinden sollen.

Schon am Montag hatten die Bochumer den Ticketverkauf für die nächsten Heimspiele im Ruhrstadion ausgesetzt.

Vier Ansteckungsfälle mit dem Coronavirus in der EU-Kommission

10:25 Uhr: Die EU-Kommission hat die ersten vier Fälle von Coronavirus-Infektionen unter ihren rund 32.000 Beschäftigten registriert. Drei weitere Mitarbeiter warteten noch auf Testergebnisse, hieß es in einer internen E-Mail, die der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag.

Die Brüsseler Behörde beschrieb darin ihre Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Virus. Rückkehrer von Dienstreisen aus Italien sollen zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Interne Fortbildungen und Kurse werden bis 3. April ausgesetzt. Mitarbeiter mit Dienstlaptop sollen diesen jeden Abend mit nach Hause nehmen, um notfalls von dort aus arbeiten zu können.

Dieter Nuhr sorgt mit Corona-Tweet für Empörung

10:16 Uhr: Kabarettist Dieter Nuhr möchte trotz Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen auftreten - ein Tweet dazu hat bei Twitter überwiegend wütende Reaktionen ausgelöst. "Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende...", schrieb der 59-Jährige am Dienstag.

Er reagierte damit auf die Ankündigung mehrerer deutscher Bundesländer, Großveranstaltungen abzusagen.

Bei Twitter bekam Nuhr überwiegend negative Reaktionen. "Das ist richtig dumm so etwas zu schreiben. Man darf 1x im Leben auch an Andere denken", lautet ein Kommentar. "Schlag nach, was eine Exponentialkurve ist", schrieb ein anderer Twitter-Nutzer.

Nuhr absolviert derzeit eine Tour in Deutschland und Österreich. Für Donnerstag ist im ausverkauften Säälchen in Berlin eine TV-Aufzeichnung vor Publikum geplant. Am Tag darauf sollte eigentlich eine Nuhr-Show in Hagen stattfinden. Wegen des Coronavirus wurde diese jedoch abgesagt - genauso wie seine Auftritte in Wien am 15. und 16. März.

Erster Corona-Toter in Belgien

10:06 Uhr: Belgien hat seinen ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit COVID-19 gemeldet. Ein 90 Jahre alter Patient starb in einem Brüsseler Krankenhaus, wie Gesundheitsministerin Maggie De Block am Mittwoch mitteilte. Nach Angaben der Zeitungsgruppe Sud-Presse handelt es sich um einen männlichen Patienten.

Japanische Regierung will Olympia auf jeden Fall durchziehen

10:04 Uhr: Die japanische Regierung lehnt eine Verschiebung oder Absage der Olympischen Sommerspiele in Tokio wegen der Coronavirus-Epidemie ab.

Aus Sicht der Athleten, die sich als Hauptakteure auf dieses einmal alle vier Jahre stattfindende Ereignis vorbereiteten, sei dies "unvorstellbar", sagte Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss.

Die endgültige Entscheidung liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). "Wir denken, es ist wichtig, dass die Regierung korrekte Informationen weitergibt, so dass das IOC eine angemessene Entscheidung fällen kann", sagte sie.

Hashimoto reagierte damit auf Äußerungen eines Mitglieds des japanischen Organisationskomitees. Haruyuki Takahashi hatte dem "Wall Street Journal" gesagt, dass eine Verschiebung der Sommerspiele um zwei Jahre die realistischste Option sei, wenn die Wettkämpfe nicht in diesem Sommer ausgetragen werden könnten.

Wien verschiebt Eröffnung eines 57 Millionen Euro teuren Museums

9:36 Uhr: Aufgrund der drastischen Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus bleiben zahlreiche Museen in Wien zumindest bis Ende März geschlossen.

Zudem musste die für Freitag geplante Neueröffnung eines Museums für moderne Kunst abgesagt werden, wie die Albertina am Mittwochmorgen mitteilte. Unter anderem bleiben die bekannten Häuser Belvedere, Albertina, das Kunsthistorische Museum und auch das Museumsquartier geschlossen.

Das neue Museum ist mit Hilfe von 57 Millionen Euro des Milliardärs Hans Peter Haselsteiner entstanden und sollte als "Albertina modern" eröffnet werden.

Jens Spahn attackiert Berlin für Union-Spiel gegen die Bayern

8:49 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hat kein Verständnis dafür, dass das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstag vor Publikum ausgetragen werden soll.

"Ich bin etwas verwundert, das will ich sagen, über das, was hier in Berlin mit diesem Fußballspiel passiert", sagte er am Mittwoch im Deutschlandfunk. Die Verantwortlichen hätten mit ihren Kommentaren dazu gezeigt, dass sie noch nicht abschließend verstanden hätten, worum es hier geht.

Mehrere Bundesligaspiele werden am Wochenende ohne Zuschauer stattfinden, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Darunter ist auch das mit Spannung erwartete Revier-Derby Borussia Dortmunds gegen den FC Schalke 04. Spahn hatte zuvor empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen.

Erste Verdachtsfälle auf Coronavirus-Infektion in der Formel 1

8:19 Uhr: Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um mindestens vier Mitarbeiter von Rennställen. Einer ist bei McLaren angestellt, einer bei Williams und zwei bei Haas. Sie befinden sich derzeit isoliert in ihren Hotelzimmern. Dies bestätigten die beiden Rennställe der Deutschen Presse-Agentur.

Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen, man warte nun auf die Ergebnisse der Tests. Dabei soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen.

Um deren Ausbreitung entgegenzuwirken, würden auch die obligatorischen Autogrammstunden durch Interviews mit den Piloten ersetzt. Zudem sollen die Fahrer auf dem sogenannten Melbourne Walk auf Selfies und Autogramme verzichten. Die Formel 1 plant, am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.

Norwegens Langlauf-Team beendet die Saison vorzeitig

7:43 Uhr: Die Coronakrise beeinflusst auch das Weltcup-Finale der Skilangläufer. Die führende Loipen-Nation Norwegen teilte mit, keine Mannschaft zu den abschließenden Rennen in Kanada und den USA an den kommenden beiden Wochenenden zu schicken.

"Wir sind in der Verantwortung, Gesundheit den Vorzug vor Leistung einzuräumen", sagte Torbjörn Skogstad, Vorsitzender des Langlauf-Komitees in Norwegens Verband.

Doppel-Olympiasieger Ragnhild Haga und die viermalige Weltmeister Heidi Weng sind zwar bereits nach Amerika gereist, werden aber dennoch nicht starten.

Norwegens Topläuferin Therese Johaug steht bereits als Gewinnerin des Gesamtweltcups fest. Nach dem Verzicht der Skandinavier geht die große Kristallkugel bei den Männern an den Russen Alexander Bolschunow.

Einzelne Unternehmen in Wuhan dürfen wieder produzieren

7:21 Uhr: In der schwer von der Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan dürfen einige Unternehmen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dies gelte unter anderem für Unternehmen, die wichtig seien für "globale Industrieketten", teilte die Regierung der Provinz Hubei am Mittwoch mit, in der Wuhan liegt.

Ihnen müsse aber eine behördliche Genehmigung vorliegen. Auch Betriebe, die Güter des täglichen Bedarfs herstellen, dürfen demnach ihre Produktion wiederaufnehmen.

Fernseh-Konsum nimmt in der Corona-Krise in Deutschland zu

6:58 Uhr: Seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ist die TV-Nutzung in Deutschland messbar gewachsen - das zeigen Daten von Fernsehforschern.

"Insbesondere die Sehdauern in der Primetime entwickeln sich im Februar und März im Vergleich zu den Vorjahresmonaten leicht überdurchschnittlich", sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung, Kerstin Niederauer-Kopf, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anstieg ist umso auffälliger, weil der Konsum klassischen Fernsehens seit Jahren sinkt.

"Dies kann darauf hindeuten, dass sich die Menschen abends aufgrund der aktuellen Situation derzeit mehr Zuhause aufhalten." Dies könne in der Tat eine Auswirkung der Maßnahmen gegen das neue Virus sein, erläuterte Niederauer-Kopf. "Davon profitieren derzeit insbesondere die privaten Sender mit starken Unterhaltungssendungen."

Es sei allerdings nicht nur Ablenkung gefragt, schilderte die Expertin. Die Fernsehforscher beobachteten auch steigendes Interesse an Informations-, Nachrichtensendungen und Talkshows.

NHL: Die San Jose Sharks sagen drei Heimspiele ab

5:52 Uhr: Die höchste deutsche Eishockey-Liga, die DEL, hat sich dafür entschieden, ihre Saison nach der Hauptrunde zu beenden und auf die Playoff-Runde zu verzichten.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind nun auch in der besten Eishockey-Liga der Welt, in der NHL, zu spüren. Die San Jose Sharks kündigten an, sich bis Ende März an das Verbot von Massenveranstaltungen zu halten und drei Heimspiele abzusagen.

Das Verbot hatte der Bezirk Santa Clara in Kalifornien als Reaktion auf die Auswirkungen des Sars-CoV-2 erlassen. "Wir arbeiten zusammen, um bis Ende des Monats eine angemessene Vorgehensweise für Heimspiele festzulegen", teilte die Liga am Dienstag (Ortszeit) mit.

Zum vorzeitigen Ende der DEL-Saison äußerte sich auch der Sohn des Sport-Mäzens Dietmar Hopp: "Das ist ein schwarzer Tag für das deutsche Eishockey. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, sagte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp dem "Mannheimer Morgen" (Mittwoch).

Die 14 DEL-Klubs seien sich "einig" gewesen, "dass wir eine große Verantwortung für den Sport und auch für unsere Spieler übernehmen müssen", sagte Hopp.

Dritte Renn-Absage in Folge in der Formel E

5:31 Uhr: Die Formel E hat ein weiteres Rennen wegen des Coronavirus abgesagt. Wie die erste vollelektrische Motorsport-Rennserie am Mittwochmorgen bekanntgab, findet der für den 6. Juni geplante ePrix im indonesischen Jakarta nicht statt.

Darüber habe der Gouverneur von Jakarta nach Rücksprache mit der Formel E, dem Automobil-Weltverband, dem indonesischen Verband und dem Organisationskomitee informiert. In Indonesien sind bislang knapp 30 Fälle bestätigt.

Es ist bereits das dritte Rennen, das die Serie nicht wie geplant durchführt. Der für den 21. März vorgesehene ePrix im chinesischen Sanya wurde verschoben. Das Rennen in Rom, das am 4. April hätte stattfinden sollen, wurde aufgrund der Infektionswelle durch den Erreger Sars-CoV-2 abgesagt.

Angela Merkel lädt zum Corona-Krisengipfel ins Kanzleramt ein

5:14 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Spitzenvertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften laut einem Zeitungsbericht zu einem Krisentreffen ins Kanzleramt. Das Gespräch solle am Freitagabend im Kanzleramt stattfinden, meldete das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Bei dem Treffen soll demnach über "die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft und mögliche wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen" beraten werden.

Corona in iranischen Gefängnissen: USA fordern Freilassung ihrer Häftlinge

5:10 Uhr: Die USA haben angesichts der Ausbreitung des Coronavirus im Iran die dortige Regierung zur "unverzüglichen" Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert.

Die US-Regierung werde die Führung in Teheran für alle möglicherweise an dem Virus sterbenden US-Häftlinge "direkt verantwortlich machen", erklärte Außenminister Mike Pompeo am Dienstag. In einem solchen Fall würden die USA "entschlossen" reagieren, warnte er.

Pompeo verwies auf "tief beunruhigende" Berichte, wonach sich der Erreger in iranische Haftanstalten ausgebreitet haben soll. Dass dennoch weiterhin US-Bürger in Haft seien, verstoße gegen den "grundlegenden menschlichen Anstand".

EU will Wirtschaft wegen der Corona-Krise mit 25 Milliarden Euro helfen

5:08 Uhr: Die EU-Kommission will mit einem 25 Milliarden Euro schweren Fonds die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise abfedern. Der Fonds solle unter anderem kleinere Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die Gesundheitssysteme unterstützen, kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagabend an.

Spitzenspiel in der englischen Premier League fällt aus

4:43 Uhr: Das für diesen Mittwochabend (20:30 Uhr) angesetzte Spiel in der englischen Premier League zwischen Manchester City und dem FC Arsenal ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen.

Die Partie wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, weil einige Arsenal-Mitarbeiter Kontakt mit Evangelos Marinakis, dem Klubbesitzer von Olympiakos Piräus und Nottingham Forest, hatten. Marinakis hatte über soziale Netzwerkseiten bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Vor zwei Wochen hatte der griechische Spitzenklub Olympiakos in der Europa League bei Arsenal gespielt, auch Marinakis war mitgereist. Auf ärztlichen Rat entschieden sich der FC Arsenal und Manchester City, ihr Duell am Mittwochabend zu verschieben.

Sonderparteitag der CDU muss wohl verschoben werden

4:04 Uhr: Der CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen geht davon aus, dass der bislang für den 25. April geplante Sonderparteitag zur Neuwahl des Parteichefs wegen des Coronavirus verschoben werden muss. Der Verlauf der Ansteckung in anderen Staaten spreche dafür, dass "wir in einigen Wochen eine ganz ähnliche Situation auch in Deutschland haben werden", sagte der Ex-Bundesumweltminister der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe). Größere Veranstaltungen würden dann nicht mehr stattfinden, "Ausnahmen wird es nicht geben".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits vor einigen Tagen für die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als tausend Menschen plädiert, was auch den CDU-Parteitag betreffen würde.

Das Abitur ist in Gefahr - ein Notfallplan muss her

3:33 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen sich die Kultusminister der Bundesländer auf eine bundesweite Notfallstrategie für die Abiturprüfungen verständigen. Bei ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag in Berlin werde die Kultusministerkonferenz (KMK) darüber beraten, wie das Abitur "unter diesen Bedingungen stattfinden kann", sagte KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Von den Notfallplanungen betroffen seien sowohl die schriftlichen Prüfungen als auch das mündliche Abitur.

In den meisten Bundesländern beginnen in den nächsten Wochen die schriftlichen Prüfungen. Am 30. April steht der bundesweit zentrale Termin für die Deutschklausuren an, am 5. Mai folgen die Klausuren in Mathematik.

Ex-Geschäftsführer der DFL fordert Ausgleichszahlungen für "Geisterspiele"

3:30 Uhr: Vor dem Hintergrund von so genannten Geisterspielen im deutschen Fußball wegen der Coronavirus-Krise hat der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (56) Ausgleichszahlungen durch den Ligaverband angeregt.

"Die DFL/DFB könnten die errechneten Zuschauerausfälle (hier liegen alle Zahlen vor) im Mai ausgleichen, wenn der neue Medienvertrag verabschiedet wird", schrieb Rettig in einem Gastbeitrag für Sport1.

"Im Vorgriff auf die zukünftigen Erlöse hier den Mitgliedern, im Prinzip eigenen Gesellschaftern des Ligaverbandes unter die Arme zu greifen, wäre eine pragmatische und faire Lösung, stärkt sie auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit in der im Sommer anstehenden Transferperiode durch Planungssicherheit." Manche Amateurklubs fürchten angesichts drohender Geisterspiele sogar um ihre Existenz.

Infektionen in Südkorea steigen stark an

3:23 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist nach der rückläufigen Entwicklung in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Am Dienstag seien 242 weitere Fälle diagnostiziert worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 7.755. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 60.

Zwar konzentriert sich die Mehrheit der neuen Infektionsfälle wieder in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Doch wurden allein in Seoul 52 zusätzliche Ansteckungen festgestellt.

Es war der bisher größte Tagesanstieg in der Hauptstadt, wo es eine Häufung von Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers im Südwesten gibt. Das löste die Befürchtung einer weiteren Ausbreitung in der Stadt mit einer Bevölkerung von etwa 9,8 Millionen aus. Bisher wurden in Seoul mehr als 190 Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet.

Britische Staatssekretärin erkrankt - sie hatte Kontakt zu Boris Johnson

3:16 Uhr: Eine Staatssekretärin im britischen Gesundheitsministerium hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv auf den Erreger getestet worden und befinde sich in Quarantäne zuhause, teilte die parlamentarische Staatssekretärin Nadine Dorries am Dienstagabend mit. Gesundheitsbeamte verfolgen nach ihren Angaben derzeit nach, wo sie sich ansteckte und mit wem sie seither in Kontakt stand.

Die Zeitung "Times" berichtete, Dorries habe zuletzt direkten Kontakt zu hunderten Menschen gehabt, darunter auch zu Premierminister Boris Johnson.

Die Staatssekretärin ist das erste Mitglied des britischen Regierungsteams, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Da sie auch Abgeordnete ist, könnte ihre Infektion die Rufe nach einer Schließung des britischen Parlaments lauter werden lassen.

Corona-Fall im Terrorabwehrzentrum des BKA

1:13 Uhr: Wegen eines Coronavirus-Falls beim Bundeskriminalamt (BKA) in Berlin sind einem Zeitungsbericht zufolge einzelne Sitzungen des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) abgesagt worden. Dies betreffe Beratungen, "die lagebedingt nicht dringend" seien, berichtete der "Tagesspiegel" am Dienstag unter Berufung auf eine BKA-Sprecherin. Allerdings würden "erforderliche Sitzungen der Arbeitsgruppen des GTAZ" weiterhin "ohne Einschränkung durchgeführt".

Wegen der Ausbreitung des Virus wolle das GTAZ "Reisebewegungen und persönliche Zusammenkünfte auf ein Mindestmaß" reduzieren. Der Austausch von Informationen "auf schriftlichem Wege" sei aber durchgehend sichergestellt. Der mit dem Coronavirus infizierte BKA-Beamte befinde sich in ärztlicher Betreuung, sagte die Sprecherin dem "Tagesspiegel".

Erster Ansteckungsfall mit dem Coronavirus in der Türkei

0:55 Uhr: Die Türkei hat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Der positiv auf den Erreger getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, bei der er sich mutmaßlich angesteckt habe, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zum Mittwoch in einer Fernsehansprache nicht. Dem Patienten gehe es gut. Angaben dazu, wohin in Europa der Mann gereist war und wo in der Türkei er behandelt wird, machte der Minister nicht. Koca rief die türkischen Bürger auf, Reisen ins Ausland derzeit möglichst zu meiden.

Grenzen sind dicht: Italiener sollen unnötige Reisen vermeiden

0:47 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie sorgt in weiten Teilen Europas für massive Einschränkungen des Reiseverkehrs und des öffentlichen Lebens. Während Italien sich am Dienstag als erstes Land der Welt in eine Art Sperrgebiet verwandelte, untersagte Österreich jegliche Einreisen aus Italien ohne Gesundheitsattest.

Auch Slowenien schloss seine 232 Kilometer lange Grenze zum Nachbarland. Weitere Länder wie Tschechien und Spanien schränkten den Reiseverkehr ein und untersagten Großveranstaltungen.

Die italienische Regierung weitete die zunächst für große Teile Norditaliens verhängten Reisebeschränkungen auf das ganze Land mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern aus. In ganz Italien müssen nun alle Reisen vermieden werden, die nicht aus beruflichen, gesundheitlichen oder sonstigen wichtigen Gründen gerechtfertigt seien. Auch das Auswärtige Amt weitete seine Reisewarnung nun offiziell auf ganz Italien aus.

Die Meldungen vom Dienstag, 10. März: Corona-Ausbruch bei der WTO

20:52 Uhr: Die Welthandelsorganisation WTO hat für die kommenden Tage sämtliche Treffen abgesagt, weil sich ein Mitarbeiter mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Generaldirektor Roberto Azevedo habe daher die WTO-Mitglieder informiert, dass vom 11. bis 20. März sämtliche Meetings ausgesetzt werden. "Wir nehmen die Gesundheit unserer Mitarbeiter und unserer Mitglieder sehr ernst. Daher setzen wir nun diesen beispiellosen Schritt", sagte Azevedo der Mitteilung zufolge.

Seehofer nicht infiziert

19:59 Uhr: Innenminister Horst Seehofer kehrt an seinen Arbeitsplatz in Berlin zurück, nachdem der Coronavirus-Verdacht bei einem Teilnehmer des zurückliegenden EU-Innenministertreffens ausgeräumt wurde. Seehofer und alle Mitglieder seiner Delegation waren nach der Rückkehr von dem Treffen in Brüssel negativ auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Zuvor war bekanntgeworden, dass ein kroatischer Teilnehmer des EU-Innenministertreffens Kontakt zu einem Sars-CoV-2-Infizierten gehabt haben soll.

Merkel: 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren

18:45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet laut eigener Aussage damit, dass sich eine Mehrheit der Bundesbürger mit dem Coronavirus anstecken könnte. "60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren", sagte Merkel bei einer Fraktionssitzung, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Eishockey-Saison vorzeitig beendet - kein Meister

18:24 Uhr: Das Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt. Die Deutsche Eishockey Liga entschied am Dienstag nach Beratungen, die Spielzeit nicht fortzusetzen. Sie endet damit ohne einen deutschen Meister. "Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke.

FC Bayern gegen Chelsea in der Champions League ohne Publikum

17:57 Uhr: Das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München in der UEFA Champions League gegen den FC Chelsea am 18. März findet als Geisterspiel statt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, wird diese Partie wegen der Folgen des neuartigen Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.

Auch die Partie der TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC wird zum Geisterspiel

17:37 Uhr: Auch das Heimspiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC am Samstag wird wegen der Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit.

"Die Gesundheit der Zuschauer ist das höchste Gut, daran haben sich alle Gespräche und Entscheidungen der vergangenen Stunden bemessen", sagte TSG-Geschäftsführer Frank Briel. Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch mit den zuständigen Bundes-, Landes- und Regional-Behörden gefallen.

Spahn: Bei Intensiv-Medizin besser aufgestellt als andere EU-Länder

17:30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht nach eigener Einschätzung Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus medizinisch besser aufgestellt als andere europäische Länder.

In den deutschen Krankenhäusern gebe es 28.000 Intensivplätze, davon seien 25.000 mit Beatmungsmöglichkeiten ausgerüstet, sagte Spahn am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Dies sei mehr als in anderen EU-Ländern.

Spahn sagte nach diesen Angaben, ein Anteil von ein bis drei Prozent der Infizierten müsse auf einer Intensivstation behandelt werden - und davon wiederum müsse ein Teil beatmet werden. Er unterstrich in diesem Zusammenhang, irgendwann werde der Punkt erreicht, an dem das Gesundheitssystem seine Ressourcen konzentrieren müsse.

Coronavirus: EU-Parlament setzt Arbeit aus und verlegt Sitzung

17:22 Uhr: Das Europaparlament stellt ab Mittwoch wegen des Coronavirus für eineinhalb Wochen seine parlamentarischen Aktivitäten ein. Zudem wird auch die nächste Plenarsitzung verkürzt und von Straßburg nach Brüssel verlegt, wie eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel sagte. Die Plenarsitzung dieser Woche war bereits nach Brüssel verlegt und auf einen Tag, diesen Dienstag, verkürzt worden.

Von der Entscheidung, die parlamentarische Arbeit auszusetzen, dürften vor allem die Ausschusssitzungen in der kommenden Woche betroffen sein. Die Zeit solle dazu genutzt werden, die Räumlichkeiten an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, so dass künftig etwa ausreichend Platz zwischen den Teilnehmern in Ausschüssen sein wird.

Merkel: Alle nicht notwendigen Veranstaltungen wegen Corona absagen

16:39 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat sich für ein striktes Vorgehen der Behörden im Kampf gegen das neue Coronavirus ausgesprochen. Alle nicht notwendigen Veranstaltungen sollten abgesagt werden, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr.

Mit Blick auf Bundesliga-Fußballspiele ohne Zuschauer sagte Merkel demnach: "Spiele vor leeren Rängen sind nicht das Schlimmste, das diesem Land passieren kann."

Zur Lage der Wirtschaft, die teilweise unter zusammengebrochenen Lieferketten aus Asien leidet, sagte Merkel, man brauche hier "keine klassischen Konjunkturprogramme, sondern Liquiditätszufuhr". Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte in diesem Zusammenhang zuvor etwa von Steuererleicherungen für Firmen gesprochen.

Fridays for Future sagt größere Demos ab

16:25 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sagt die Klimaschutzbewegung Fridays for Future für Freitag geplante große Demonstrationen vor den bayerischen Kommunalwahlen ab. "Schweren Herzens sagen wir die für Freitag geplanten großen Klimastreiks ab", schrieben die Aktivisten am Dienstag auf Twitter.

Statt auf den Straßen wolle man online "umso lauter" protestieren. Eine Sprecherin sagte in einer live im Netz übertragenen Pressekonferenz in München, Proteste in den großen Städten fänden nicht statt, kleinere Proteste dagegen schon. Außerdem werde es am Freitag "verschiedene kreative Aktionen" geben.

Brinkhaus: Bundestag gibt bis zu einer Milliarde für Corona-Abwehr

16:02 Uhr: Im Kampf gegen den Coronavirus wird der Bundestag massive Finanzmittel zur Verfügung stellen.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) kündigt vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an: "Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro."

Damit solle unter anderem mehr Forschung gefördert werden. Das Parlament wolle das klare Signal setzen: "Der Bundesgesundheitsminister, die Gesundheitsbehörden werden alle Mittel kriegen, die sie brauchen, um gegen die Coronakrise vorzugehen."

Brinkhaus ergänzte, neben dem Forschungsbereich würden die zusätzlichen Haushaltsmittel auch in Ausrüstungsgegenstände gehen. Dort müsse entsprechend nachgelegt werden. Unions-Haushaltsexperte Eckhardt Rehberg (CDU) präzisiert, es würden rund 275 Millionen Euro für Schutzausrüstung und Atemmasken zur Verfügung gestellt. Hinzu kämen für diesen Bereich weitere 500 Millionen Euro und 145 Millionen Euro als Anteil Deutschlands am Forschungsverbund CEPI, der sich unter anderem um Impfstoffforschung kümmert.

UEFA weist Spekulationen um EM zurück

15:42 Uhr: Die UEFA hat Spekulationen um eine Verschiebung der Fußball-EM ins Jahr 2021 wegen der Coronavirus-Krise zurückgewiesen. "Die EURO 2020 startet am 12. Juni 2020 in Rom. Die UEFA steht bezüglich des Coronavirus und seiner Entwicklung mit den zuständigen internationalen und lokalen Behörden in Kontakt. Der geplante Zeitplan muss nicht geändert werden. Das Thema wird ständig überprüft", hieß es am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von Seiten des Fußball-Kontinentalverbandes.

Die 51 EM-Spiele sind für den 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern geplant. Je vier davon in Gruppenphase und Viertelfinale in Rom und München. Weitere Spielorte sind Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London, wo unter anderem auch beide Halbfinals und das Endspiel angesetzt sind.

Zahlreiche Leerflüge wegen EU-Regelung

15:38 Uhr: Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic sieht sich wegen einer EU-Regelung nach eigenen Angaben zu Flügen beinahe ohne Passagiere gezwungen. Das teilte die Airline am Dienstag mit. Die Nachfrage im Luftverkehr ist mit dem sich verschlimmernden Ausbruch des Coronavirus stark zurückgegangen. Fluggesellschaften strichen daher viele Flüge. Trotzdem müssen die Maschinen aber oft abheben, klagte Virgin. Ansonsten drohe ein teilweiser Verlust der Start- und Landerechte.

Fluggesellschaften müssen ihre Start- und Landerechte an großen Verkehrsflughäfen während eines Flugplans zu 80 Prozent tatsächlich nutzen, um die gleichen Slots in der folgenden Saison zu behalten. Virgin-Atlantic-Geschäftsführer Shai Weiss rief die EU-Kommission auf, "die Regelungen für den ganzen Sommer dringend zu lockern". Die EU-Behörde wolle mit Blick auf die Flughafen-Slots schnell ein neues Gesetz vorschlagen, über das Europaparlament und EU-Staaten dann noch verhandeln müssten, kündigte Ursula von der Leyen an.

35.000 Coronavirus-Tests in der vergangenen Woche in Artzpraxen

15:30 Uhr: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) teilte mit, dass in der vergangenen Woche 35.000 Tests auf den Coronavirus in Arztpraxen durchgeführt wurden. Nicht in diesen Zahlen enthalten sind Tests in Kliniken. Die KBV hatte die Bürger bereits dazu aufgerufen, nicht unnötig aus Sorge vor dem Virus in Praxen zu gehen.

Sinnvoll seien Tests nur, wenn jemand Symptome einer Erkrankung der oberen Atemwege und Kontakt zu Infizierten gehabt hat. In den Laboren in Deutschland gibt es den Angaben zufolge Kapazitäten für rund 12.000 Tests pro Tag.

Union Berlin spielt gegen Bayern München mit Publikum

15:16 Uhr: Während zahlreiche Fußballspiele ohne Zuschauer stattfinden werden, gab der Berliner Fußball-Club nun bekannt, dass das Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstagabend wie geplant mit Publikum stattfinden wird. Das wurde in Absprache mit den örtlichen Behörden entschieden.

RKI-Experte: Sperrung der Grenzen ist "unverhältnismäßig"

15:13 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts internationale Solidarität und Zusammenarbeit gefordert. Dies sei nie wichtiger gewesen als heute. "Ein Virus, das sich so ausbreitet wie dieses, kann man nicht an Ländergrenzen aufhalten", sagte Lothar Wieler am Dienstag in Berlin vor Journalisten. Die Sperrung von Grenzen sei "unverhältnismäßig". Wichtig sei vielmehr, dass alle Länder ihre Gesundheitssysteme stärkten und man sich gegenseitig unterstütze.

Großveranstaltungen in NRW abgesagt

15:05 Uhr: Nordrhein-Westfalen sagt alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern ab. Das gibt Armin Laschet in einer Pressekonferenz bekannt: "Dinge die nicht dringend erforderlich sind, müssen wir für eine gewisse Zeit zurückstellen." Die Absagen seien für "Veranstalter schmerzhaft", aber man müsse eigene Interessen zurückstellen, erklärt der Ministerpräsident. Sportliche Veranstaltungen könnten natürlich ohne Besucher stattfinden.

Auch für die Wirtschaft stelle Corona eine Gefahr dar. Damit man nicht massenhaft Insolvenzen erlebe, brauche man jetzt schnelle Entscheidungen, meint Laschet.

Europa-League-Spiel Donezk gegen Wolfsburg ohne Zuschauer

14:34 Uhr: Das Europa-League-Spiel des VfL Wolfsburg gegen Schachtjor Donezk findet am Donnerstagabend wegen den Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Das bestätigte der Fußball-Bundesligist der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Zuvor hatten die "Wolfsburger Nachrichten" darüber berichtet. Das Achtelfinalhinspiel wird um 21.00 Uhr angepfiffen.

Zuvor wurde bereits entschieden, dass unter anderem das Liga-Heimspiel von Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen am Montag nur vor leeren Rängen stattfinden darf.

Vatikan sperrt den Petersplatz

14:32 Uhr: Der Vatikan hat zum Schutz vor der Coronavirus-Welle am Dienstag den Petersplatz in Rom für die Öffentlichkeit gesperrt. Das teilte das Pressebüro des Kirchenstaates am Dienstag mit. Die Schließung gelte zunächst bis zum 3. April. Das ist auch das Datum, bis zu dem die italienische Regierung die Bewegungsfreiheit im ganzen Land eingeschränkt hat, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Bereits vorher hatte der Vatikan seine Museen und damit die vielbesuchte Sixtinische Kapelle geschlossen, wie der Kirchenstaat am Sonntag mitteilte. Das traditionelle Angelus-Gebet von Papst Franziskus wurde nur per Video auf den Petersplatz übertragen - normalerweise steht der Papst dabei am Fenster des Apostolischen Palastes und spricht es direkt zu der Menschenmenge.

Erster COVID-19-Todesfall in Marokko

14:31 Uhr: In Marokko haben sich laut der Behörden bisher drei Menschen am Coronavirus infiziert. Nun ist eine 89 Jahre alte Frau aus Casablanca, die Vorerkrankungen hatte, am Virus verstorben.

Weitere Airlines streichen Flüge

13:59 Uhr: Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian will aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs Tausende Flüge streichen. Wegen der anhaltenden Situation um das Virus und der damit verbundenen gesunkenen Nachfrage werde der Konzern zwischen Mitte März und Mitte Juni schätzungsweise 3.000 Flüge absagen, teilte die Airline am Dienstag mit. Das entspreche knapp 15 Prozent der Gesamtkapazität in der Zeit.

British Airways hat am Dienstag alle Flüge von und nach Italien gestrichen. Die Maßnahme gelte vorerst nur für einen Tag, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft mitteilte. Ob auch in den kommenden Tagen und Wochen Verbindungen gestrichen werden, konnte sie zunächst nicht sagen.

Die irische Billig-Airline Ryanair kürzt wegen des Corona-Erregers ebenfalls die Flugpläne von und nach Italien. Das stark reduzierte Angebot gelte vom späten Donnerstagabend an (Mitternacht) bis zum 8. April, teilte die Airline am Montag in Dublin mit. Betroffen seien internationale Flüge von und nach Bergamo, Malpensa, Venedig, Parma, Rimini und Treviso. Vom späten Dienstagabend an bis 8. April werden zudem alle Inlandsflüge von und nach Bergamo, Malpensa, Parma und Treviso eingestellt.

Schweiz: Zahl der SARS-CoV-2-Nachweise um gut 50 Prozent gestiegen

13:26 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der bestätigten Coronafälle in der Schweiz um mehr als 50 Prozent gestiegen. Am Dienstag waren es 476 bestätigte Fälle, 164 mehr als am Tag davor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.
Mit Abstand am stärksten betroffen ist der südliche Kanton Tessin, der von der italienischen COVID-19-Krisenregion Lombardei teils umschlossen ist. Dort gab es bis Dienstag mehr als 90 bestätigte Fälle, zudem den dritten Schweizer Todesfall. Eine 80-jährige Frau starb, die an COVID-19 erkrankt war und schon Vorerkrankungen hatte.
Im Tessin verboten die Behörden Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen, um besonders gefährdete Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören dazu Menschen über 65 Jahre sowie solche mit Herzproblemen, Diabetes oder anderen Vorerkrankungen.
In der Schweiz sind 53 Prozent der Infizierten Männer, 47 Prozent Frauen, teilte das Bundesamt mit. Die Hälfte der Betroffenen war älter als 48 Jahre, die andere Hälfte jünger.

Absage von großen Veranstaltungen in Bayern

13:21 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bestätigt in einer Pressekonferenz, dass in Bayern alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bis Mitte April abgesagt werden. Das betreffe auch die Sportveranstaltungen, erklärt Söder. Er weist darauf hin, dass auch Tricksereien von Veranstaltern nicht akzeptiert werden.
Zudem gibt Söder bekannt, dass der Semesterstart der Kunsthochschulen und der Hochschulen angewandter Wissenschaft nach hinten verschoben wird. Bei den Schulen bleibt die bisherige Regelung bestehen, eine komplette Schließung sei bisher nicht vorgesehen. Es sei wichtig, die "kritische Infrastruktur komplett handlungsfähig zu halten". Die Kommunalwahlen in Bayern werden wie geplant stattfinden.
Hamsterkäufe seien nicht nötig. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber doch zu sehr ernsthafter Sorge", betonte Söder: "Für uns steht Sicherheit an oberster Stelle."

Revierderby Dortmund gegen Schalke ohne Fans

12:30 Uhr: Auch das Revierderby in der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an diesem Samstag soll ohne Zuschauer stattfinden. Das entschied die Stadt Dortmund wegen der Auswirkungen durch das Coronavirus am Dienstag.

Aktuell mehr Gesundete als Erkrankte

12:29 Uhr: Die Zahl derer, die aktuell an COVID-19 erkrankt sind, ist seit Mitte Februar zurückgegangen. Zwar steigt die Zahl seit vergangener Woche wieder etwas an, trotzdem überwiegt die Gesamtzahl der wieder gesund gewordenen Menschen.

EU-Parlament diskutiert Maßnahmen gegen Coronavirus

12:16 Uhr: Ohne seinen Präsidenten hat das Europäische Parlament am Dienstag über Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus diskutiert. Der Parlamentsvorsitzende David Sassoli hatte sich nach einer Italienreise als Vorsichtsmaßnahme in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

In der Debatte wurde Kritik an Deutschlands Vorgehen laut. Mehrere Abgeordnete kritisierten, dass Deutschland und Frankreich die Ausfuhr von Schutzmasken unterbunden haben. Dieser Schritt sei "egoistisch" und habe einen Dominoeffekt ausgelöst, sagte auch der deutsche Abgeordnete Manfred Weber.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides forderte die EU-Staaten auf, ihre Ausrüstung zu teilen. Silvia Sardone von Italiens rechtsgerichteter Lega sagte, sie schäme sich für die Exportverbote: "Ich schäme mich für ein Europa, das ganze Länder wie zum Beispiel Italien ihrem Schicksal überlässt."

Die Französin Manon Aubry von der Europäischen Linken kritisierte, dass manche Arzneimittel nur noch außerhalb Europas hergestellt werden. Europa sei bei Arzneien und Desinfektionsmitteln abhängig von Drittländern, sagte auch der konservative Belgier Geert Bourgeois. Der Christdemokrat Weber meinte, Europa werde wegen der Abhängigkeit von chinesischen Medikamentenproduzenten im Zuge der COVID-19-Krise auch über das Wettbewerbsrecht reden müssen.

Österreich stoppt Einreisen aus Italien weitgehend

11:49 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus will Österreich die Grenzen zu Italien weitgehend dicht machen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien an.

"Österreicher, die in Italien sind, werden zurückgeholt, sie müssen aber zwei Wochen in häusliche Isolation", sagte Kurz. Die Maßnahme sei mit Italien abgesprochen.

Die österreichische Regierung untersagt zudem bis Anfang April Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern. Outdoor-Veranstaltungen würden ab einer Teilnehmerzahl von mehr als 500 untersagt, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Außerdem finden ab Montag keine Lehrveranstaltungen an Unis und Fachhochschulen mehr statt, sondern nur noch online. Kurz appellierte an die Unternehmen, Home Office zu ermöglichen. Der Bevölkerung riet er, soziale Kontakte zu reduzieren. Das sei aber ein Appell an die Eigenverantwortung.

Touristen müssen Israel verlassen

11:23 Uhr: Nach Verschärfungen der Einreisebestimmungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Touristen Israel nun binnen weniger Tage verlassen. "Touristen, die sich in Israel aufhalten, wird Zeit gegeben, in den nächsten Tagen auf geordnete Weise auszureisen", hieß es in einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Sollten Touristen vorher Krankheitssymptome aufweisen, müssten sie sich sofort beim Rettungsdienst melden, hieß es weiter. Ansonsten sollten sie Hygieneregeln befolgen, Menschenansammlungen meiden und ihre Reiseroute in Israel dokumentieren. Eine Rückkehr nach Ausreise in Nachbarländer sei nicht möglich.

EL-Spiel in Österreich und Rheinderby ohne Zuschauer

11:17 Uhr: Das Europa-League-Spiel Lask gegen Manchester United wird laut "Kronen Zeitung" vor leeren Rängen im Linzer Stadion stattfinden. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz wird sich dem Bericht zufolge in seiner Pressekonferenz genauer zu der Spielabsage äußern.

Das Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem spanischen Meister FC Barcelona und dem SSC Neapel werde am Mittwoch nächster Woche im Camp Nou ohne Publikum ausgetragen werden, berichteten spanische Medien.

Auch der italienische Fußballverband (FIGC) will heute darüber beraten, wie es angesichts der Einschränkungen wegen des Coronavirus mit der laufenden Fußballsaison weitergehen soll.

Das Rheinderby Gladbach gegen Köln wird ohne Zuschauer stattfinden, wie die Stadt Mönchengladbach am Dienstag mitteilte.

Präsident des Europaparlaments bleibt 14 Tage in Quarantäne

10:57 Uhr: Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, bleibt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang in Quarantäne. Die Entscheidung der italienischen Regierung, Sperrmaßnahmen über das ganze Land zu verhängen, hätten auch Auswirkungen auf das Verhalten der italienischen Abgeordneten: "Aus diesem Grund habe ich mich, nachdem ich vergangenes Wochenende in Italien war, rein vorsorglich entschlossen, die angegebenen Maßnahmen zu befolgen und entsprechend der im Gesundheitsprotokoll angegebenen Empfehlung von 14 Tagen meine Funktion als Präsident von meinem Wohnort in Brüssel aus auszuüben", erklärte Sassoli. Der Vorsitzende war noch am Montag im Parlament aufgetreten, um über die Verkürzung der aktuellen Sitzungswoche auf einen Tag zu entscheiden.

Flugzeug wegen Corona-Panik an Bord umgeleitet

10:40 Uhr: Ein Flugzeug von United Airlines musste am Sonntag umgeleitet werden, weil sich Passagiere über einen niesenden und hustenden Mann an Bord aufgeregt hatten. Das teilte die Airline Montag mit. Die Maschine befand sich demnach auf dem Weg von Eagle im US-Bundesstaat Colorado nach Newark in New Jersey und landete wegen des Vorfalls außerplanmäßig am Flughafen Denver.

Einige Passagiere wurden aus Angst, der Mann könnte sich mit dem Virus angesteckt haben, derart rabiat, dass sie das Flugzeug bei der Zwischenlandung verlassen mussten. Anschließend setzte die Maschine ihren Flug nach Newark fort.

United Airlines erklärte gegenüber Lokalmedien, die Gesundheit der Passagiere sei keineswegs gefährdet gewesen: Der Mann habe lediglich unter Allergien gelitten und nach einer Untersuchung an Bord bleiben dürfen.

China lockert Restriktionen für Provinz Hubei

10:32 Uhr: Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die chinesische Provinz Hubei haben die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Epidemie gelockert.

Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung mit. Das Coronavirus war im Dezember in Hubei erstmals bei Menschen aufgetreten.

Um sicherzustellen, dass nur gesunde Menschen in Hubei reisen, will die Provinzregierung nach eigenen Angaben eine App nutzen. Die Menschen bekommen dabei je nach ihrem Coronavirus-Risiko unterschiedliche Farbcodes. Menschen mit einem grünen Farbcode in Gebieten mit niedrigem Coronavirus-Risiko sollen innerhalb der Provinz reisen dürfen.

Sachsen-Anhalt bestätigt ersten Corona-Fall

9:52 Uhr: Lange war Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland, das scheinbar vom Coronavirus verschont blieb. Nun wurde der erste Fall bestätigt.

Bei einem Mann aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Laut eines Sprechers des Diakoniewerks Halle handelt es sich um einen jungen Mann, der zuvor in einem Risikogebiet gewesen sei. Der Mann sei am Montag im neu eingerichteten Fieberzentrum der Diakonie getestet worden. Das Laborergebnis vom Dienstagmorgen war demnach positiv.

SPD-Gesundheitsexperte: Können Corona-Ausbreitung wie in Italien noch verhindern

9:46 Uhr: Nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach kann eine Ausbreitung des Coronavirus wie in Italien hierzulande noch verhindert werden.

In Deutschland gebe es einen guten Überblick über die Zahl der infizierten Menschen. Das sei ein Vorteil, der in den kommenden Wochen zur Verlangsamung der Epidemie genutzt werden sollte, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir müssen verhindern, dass so etwas vorkommt wie in Italien. Das können wir derzeit noch."

Die Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen, hält Lauterbach für "sehr, sehr sinnvoll". Er habe allerdings kein Verständnis dafür, dass das auf lokaler Ebene oft nicht umgesetzt werde.

Neuseeland verzichtet auf Hockey-Spiele in Deutschland

8:47 Uhr: Nach Australien hat auch Neuseeland seine Reisen zu den Hockey-Spielen der Pro League in Europa wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Davon betroffen sind auch die Spiele, die die deutsche Männer-Nationalmannschaft am 28. und 29. März in Hamburg gegen die Neuseeländer hätte austragen sollen. Das teilte der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am späten Montagabend mit.

Die Spiele in der Hansestadt sollen, ebenso wie die für den 21. und 22. in Mönchengladbach abgesagten Partien der Männer und Frauen gegen Australien, zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der DHB bemüht sich unterdessen, für die Olympia-Vorbereitungen der beiden Nationalteams adäquate Länderspiele mit europäischen Nachbarn zu vereinbaren.

Coronavirus-Fall im Norden Zyperns - Deutsche Touristen betroffen

8:20 Uhr: Eine 65 Jahre alte Urlauberin aus Deutschland ist auf Zypern mit einer Coronavirus-Infektion diagnostiziert worden. Die Gruppe von 30 Touristen sei in einem Hotel in der Hafenstadt Famagusta unter Quarantäne gestellt worden. Dies teilten die Behörden im türkisch-besetzten Teil der Insel am Dienstag mit, berichtete der zyprische Staatsrundfunk (RIK).

Ganz Italien soll wegen Coronavirus-Krise zu Hause bleiben

8:12 Uhr: In Italien sollen wegen der Coronavirus-Ausbreitung die rund 60 Millionen Einwohner seit Dienstag möglichst zu Hause bleiben. Die Regierung in Rom hatte am Montagabend die zuvor im Norden des Landes verhängten Sperrungen auf das ganze Land ausgedehnt. Die Menschen dürfen nach den neuen Regeln nur aus wenigen Gründen ihr Haus verlassen. Als Ausnahmen gelten Einkaufen, wenn man zur Arbeit muss, Arztbesuche oder die Hilfe alter oder kranker Verwandter. Das Besuchen von Freunden oder Spaziergänge in anderen Orten sind untersagt. Kinos und Theater sind landesweit geschlossen. Läden, Bars und Restaurants haben nur eingeschränkt geöffnet.

Es gebe keine Zeit zu verlieren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montagabend. Internationale Zug- und Flugverbindungen sowie der öffentliche Nahverkehr sollen aber nicht gestoppt werden. Die Schließung aller Schulen, Universitäten und Kindergärten im ganzen Land wurde von Mitte März auf mindestens Anfang April verlängert.

Coronavirus treibt Nahrungsmittelpreise in China in die Höhe

7:15 Uhr: Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus hat die Nahrungsmittelpreise in China im Februar um 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen lassen. Damit kletterte der Index für die Verbraucherpreise (CPI) im Februar um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem er im Januar schon um 5,4 Prozent zugelegt hatte, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete.

Beschränkungen im Transportsystem sowie die Schließung von Geschäften hätten die Versorgung unterbrochen, während die Nachfrage durch Hamsterkäufe gestiegen sei, erklärte das Statistikamt nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua den starken Anstieg des Nahrungsmittelpreise.

Südkorea und China berichten positive Entwicklungen zu Coronavirus

6:38 Uhr: Mit nur noch 19 neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden den niedrigsten Anstieg der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet. Auch in Südkorea ist die Zahl der täglich neu erfassten Infektionen gesunken. Am Montag habe es 131 weitere Fälle gegeben, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Das war die niedrigste Zunahme an einem Tag seit zwei Wochen.

Chinas Präsident besucht schwer vom Virus betroffene Metropole Wuhan

5:50 Uhr: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat am Dienstag überraschend die schwer von dem Coronavirus heimgesuchte Metropole Wuhan in Zentralchina besucht. Der Besuch diene der "Inspektion der Arbeit zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In der Elf-Millionen-Stadt war das Sars-CoV-2 genannte Virus Anfang Dezember erstmals aufgetaucht und hat sich von dort in ganz China und schließlich weltweit ausgebreitet. In Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei, wo mehr als 40 Millionen Menschen seit Ende Januar weitgehend von der Außenwelt abgeschottet sind, wurden allein 67.000 Infektionen und rund 3.000 Todesfälle gezählt.

Miley Cyrus sagt Konzert in Australien ab

5:33 Uhr: Die US-Sängerin Miley Cyrus (27) hat wegen des weltweit grassierenden Coronavirus ein Buschfeuer-Benefizkonzert in Australien abgesagt. Sie folge damit einer Empfehlung der Behörden, wie sie am Dienstag bei Twitter erklärte. "Ich bin so enttäuscht, nicht dort zu sein, aber ich muss das Richtige tun, um die Gesundheit und die Sicherheit meiner Band und meiner Crew zu schützen." Sie werde aber immer noch für die Opfer der Buschbrände spenden. "Es tut mir leid, dass ich in Australien alle verpasse, aber ich komme bald zurück." Das Konzert in Melbourne war an diesem Freitag geplant.

Viele Arbeitnehmer hätten wegen Coronavirus gern Homeoffice

3:50 Uhr: Viele Arbeitnehmer in Deutschland möchten einer Umfrage zufolge angesichts der Coronavirus-Epidemie lieber im Homeoffice arbeiten. 38 Prozent der von der Unternehmensberatung PwC Strategy& befragten Arbeitnehmer sagten, sie wünschten sich von ihrem Betrieb bessere Möglichkeiten, vorsichtshalber zu Hause zu arbeiten. Aktuell hatten demnach nur 14 Prozent der Befragten eine erweiterte Homeoffice-Möglichkeit.

Gut ein Drittel der Befragten verzichtet in den nächsten Wochen grundsätzlich auf die Teilnahme an externen Meetings, Kongressen und Veranstaltungen. Weitere 19 Prozent sagen, sie würden gern verzichten, wenn ihr Arbeitgeber dies zulasse. Auf der anderen Seite sagte jeder Vierte, er habe keine Angst vor einer Ansteckung. FDP-Vorsitzender Christian Lindner will Homeoffice ebenfalls unbürokratisch ermöglichen: "Viele Menschen möchten aus Sorge vor einer Ansteckung zurzeit lieber von Zuhause aus arbeiten", sagte der der dpa in Berlin. Sie wollten zum Beispiel nicht lange Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Dies sei auch aus Gründen des Infektionsschutzes sinnvoll.

Trump hat noch keinen Coronavirus-Test gemacht

3:48 Uhr: Zwar breitet sich die Lungenkrankheit Covid-19 auch in den USA aus - US-Präsident Donald Trump hat sich aber noch nicht auf das Coronavirus testen lassen. Das teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit, nachdem zuvor entsprechende Fragen auf einer Pressekonferenz unbeantwortet geblieben war. Trump habe weder einen längeren engen Kontakt mit bestätigten Covid-19-Patienten gehabt noch irgendwelche Symptome, hieß es weiter, um den Test-Verzicht zu begründen. "Präsident Trump befindet sich weiter in hervorragender Gesundheit und sein Arzt wird ihn weiterhin genau überwachen."

Trump hatte zuvor bei seinem Auftritt in Washington Nachfragen ignoriert, ob er sich bereits auf das Virus habe testen lassen, und die Pressekonferenz vorzeitig verlassen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte daraufhin, das Weiße Haus werde die Antwort nachreichen.

Zuletzt hatten mehrere hochrangige republikanische Politiker angekündigt, sich als Vorsichtsmaßnahme freiwillig in Quarantäne zu begeben, nachdem sie vor einigen Tagen bei einer Konferenz in Washington mit einem späteren Covid-19-Patienten in Kontakt gekommen waren. Zwei dieser Republikaner wiederum waren in den vergangenen Tagen auch mit Trump selbst in Kontakt. Der Präsident hatte die Konferenz in Washington auch selbst besucht.

Düsseldorfs OB Geisel kritisiert Spahns Absagen-Forderung

1:19 Uhr: In der Debatte über mögliche Absagen von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen wegen des Coronavirus hat Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) die Zahl als "ziemlich willkürlich bezeichnet". Das sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag). Geisel reagierte damit auf die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Veranstaltungen in dieser Größenordnung nicht stattfinden zu lassen. "Dann müsste man auch den Betrieb von Großmärkten schließen, in denen sich über 1.000 Kunden aufhalten", folgerte er.

Spahn hatte am Montag in Berlin die Absage von Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern für sinnvoll erachtet. "Die Zahl 1.000 heißt ja nicht: Alles da drunter ist per se ok und alles da drüber ist per se nur problematisch", sagte der CDU-Politiker. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen sollten aus Sicht seines Ministeriums in den kommenden Wochen und Monaten grundsätzlich nicht stattfinden.

US-Ligen reagieren auf Coronavirus-Ausbreitung

0:35 Uhr: Die vier der fünf großen Sportligen in den USA haben auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert und den Zugang zu den Umkleidekabinen massiv eingeschränkt. Das teilten NBA, NHL, MLB und MLS am Montag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die NFL-Saison ist seit Anfang Februar beendet.

Nur noch Spieler und elementar wichtige Betreuer haben von Dienstag an bis auf Weiteres Zugang zu den Räumlichkeiten der Profiligen im Basketball, Eishockey, Baseball und Fußball - Journalisten beispielsweise dürfen nicht mehr rein. In den USA ist es üblich, dass die Medien nach Spielen, teilweise sogar davor, für Interviews mit Spielern in die Umkleidekabinen können. Die Regel gilt auch für die Clubhäuser der Teams.

Die Meldungen vom Montag, 9. März:

Frankreichs Kulturminister mit Coronavirus infiziert

23:56 Uhr: Frankreichs Kulturminister Franck Riester hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause und habe kaum Symptome, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend im Fernsehen. Wie bei jedem anderen, der an Covid-19 erkrankt sei, untersuche man nun, mit wem der 46-jährige Riester engen Kontakt hatte.

Véran betonte, dass sich seit zwei Wochen während der Regierungssitzung niemand mehr die Hand gegeben habe. Dazu, wann Riester zuletzt mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Kontakt hatte, gab es zunächst keine Informationen. In der Nationalversammlung waren bereits fünf weitere Abgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch in anderen Ländern haben sich bereits Politiker mit dem neuartigen Virus infiziert.

Italien weitet Sperr-Maßnahmen auf ganzes Land aus

21:56 Uhr: Die italienische Regierung weitet Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montag. Es gebe keine Zeit zu verlieren.

Am Wochenende hatte die Regierung die Lombardei und andere Gegenden in Norditalien zu Sperrzonen erklärt. Aus ihnen hinaus und in sie hinein darf man nur mit triftigen Gründen - zum Beispiel aus Arbeitsgründen.

Das Land kämpft gegen eine rapide steigende Zahl von Infizierten und Toten durch die Covid-19-Lungenkrankheit. Mittlerweile haben sich fast 10.000 Menschen angesteckt, mehr als 460 sind gestorben. Die neue Regelung soll ab Dienstag gelten.

Coronavirus-Verdacht: Bis zu 2.250 Menschen in Brandenburg isoliert

21:06 Uhr: Nach dem Coronavirus-Verdacht in Neustadt/Dosse befinden sich nach aktuellen Schätzungen bis zu 2.250 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Abend mit. Die isolierten Menschen sind demnach über mehrere Landkreise Brandenburgs und weitere Bundesländer verteilt. Der Landkreis distanzierte sich damit zugleich von zuvor genannten deutlich höheren Zahlen. Der Amtsdirektor der Kleinstadt hatte von 4.000 bis 5.000 Menschen in häuslicher Quarantäne gesprochen.

Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse), der Hort sowie Reitinternate bleiben vorsorglich bis einschließlich 17. März geschlossen. Dann endet die mögliche Inkubationszeit.
Betroffen von der Quarantäne sind Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Angehörige.

An der Schule lernen Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region. Sie kooperiert mit dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt und ist besonders beliebt, weil Reitsport im Unterricht angeboten wird.

Insgesamt 19 Personen, darunter Lehrer der Schule und Mitarbeiter des Gestüts, hatten am 2. März bei einer Beratung Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Berlinerin. Daraufhin ordnete das Gesundheitsamt zunächst die häusliche Isolation für unmittelbare Kontaktpersonen an. Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus lagen bislang noch nicht vor. Auch hätte keiner der Beratungsteilnehmer bisher Symptome einer Covid-19-Erkrankung, wie der Landkreis weiter mitteilte.

Italien schließt alle Ski-Gebiete

20:21 Uhr: Italien schließt wegen der Coronavirus-Krise alle Skianlagen im ganzen Land. Dies sei in Absprache mit dem Zivilschutz beschlossen worden und gelte ab Dienstag, teilte Regionenminister Francesco Boccia am Montag mit.

Schon zuvor hatte Südtirol die Wintersaison für beendet erklärt. Die Gastbetriebe und Seilbahnbetreiber verpflichteten sich zu einem vorzeitigen Ende der Saison, teilte der Hoteliers- und Gastwirteverband mit. Die Unternehmen würden bis mindestens 3. April schließen. "Unseren Betrieben empfehlen wir, sich zu bemühen, den Gästen im Rahmen der Möglichkeiten Ausweichtermine anzubieten und bei Stornierungen möglichst kulant entgegen zu kommen", hieß es in der Mitteilung.

Essenerin war erstes Coronavirus-Todesopfer in Deutschland

20:00 Uhr: Die am Montagmittag in der Essener Universitätsklinik gestorbene 89-jährige Frau war das erste Coronavirus-Todesopfer in Deutschland. Sie sei um 12.44 Uhr an einer Lungenentzündung in Folge der Infektion gestorben, wie eine Sprecherin der Stadt Essen mitteilte. Das zweite Opfer, ein 78-jähriger Mann aus Gangelt, war gut eine Stunde später am Montag gegen 14 Uhr an Herzversagen gestorben.

Bayern will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen untersagen

19:26 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus will die bayerische Staatsregierung Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen bis zunächst Karfreitag untersagen. Darauf habe sich der schwarz-orange Koalitionsausschuss am Montag in München geeinigt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Die Details sollen am Dienstag in einer Kabinettssitzung beraten und beschlossen werden.

Dem FC Bayern drohen deswegen mindestens zwei Geisterspiele. In diesen Zeitraum fallen das Champions-League-Heimspiel der Bayern gegen den FC Chelsea am 18. März und die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt vier Tage später. Sollten die Münchner in einem möglichen Königsklassen-Viertelfinale am 7./8. April Heimrecht haben, wäre auch dieses Spiel betroffen. Erst einen Tag nach Karfreitag könnte der Rekordmeister wieder mit den Fans im Rücken gegen Fortuna Düsseldorf (11. April) spielen.

Kreis Heinsberg: 78-Jähriger starb an Corona

19:02 Uhr: Bei dem Coronavirus-Todesopfer aus dem Kreis Heinsberg handelt es sich nach Angaben von Landrat Stephan Pusch um einen 78-jährigen Mann aus Gangelt. Er habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet und sei am Montag um 14 Uhr an Herzversagen gestorben. Der Mann habe bei der Ankunft im Krankenhaus gesagt, dass es ihm seit mehreren Tagen schlecht gehe. Der Mann habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten. Er habe vorher eine Karnevalssitzung besucht - wobei noch unklar sei, um welche es sich gehandelt habe, so Pusch.

Seehofer bleibt zu Hause

18:33 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist zu Beginn der Woche nicht nach Berlin gekommen, weil ein Teilnehmer des EU-Innenministertreffens vergangene Woche in Brüssel Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gehabt haben soll. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, sagte am Montag, Seehofer und alle Mitglieder der deutschen Delegation seien nach der Reise negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Man wolle jedoch auch das Testergebnis der Kontaktperson noch abwarten. Der Bundesinnenminister bleibe deshalb vorerst an seinem Wohnort in Ingolstadt.

USA: Mit Coronavirus infizierter Priester schüttelt rund 500 Kirchgängern die Hand

17:49 Uhr: Ein Priester in Washington D.C. hat das Coronavirus. Wie der Reporter des amerikanischen TV-Senders ABC7, Sam Sweeney, via Twitter bekannt gab, habe der infizierte Geistliche in den letzten Wochen über 500 Kirchgängern die Hand geschüttelt und die Kommunion vollzogen. Alle Betroffenen müssten nun in Selbst-Quarantäne. Der Gottesdienst sei zum ersten Mal seit dem 19. Jahrhundert abgesagt worden. Zuvor hatte "washingtonpost.com" davon berichtet.

Coronavirus: Zwei Todesfälle in NRW

16:32 Uhr: In Deutschland sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei Menschen gestorben. Das haben der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen am Montag mitgeteilt. In Essen starb eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei.

Europa-League-Spiel Basel gegen Frankfurt nicht in Basel

16:11 Uhr: Das ursprünglich für den 19. März angesetzte Europa-League-Spiel zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt kann wegen des neuartigen Coronavirus nicht wie geplant in Basel stattfinden. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat am Montag mit dem Krisenstab entschieden, diese Partie nicht zu bewilligen. Dies teilte der Schweizer Topverein mit.

Selbst ein Geisterspiel ohne Zuschauer erschien den Verantwortlichen als zu gefährlich, weil davon auszugehen sei, "dass mehrere hundert Fans des Gastclubs nach Basel reisen und sich während des Spiels vor dem Stadion versammeln würden", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Ob und wo das Spiel stattdessen stattfindet, war zunächst offen.

Experte: Frühjahr dürfte Coronavirus kaum verlangsamen

15:49 Uhr: Das Frühjahr und der Sommer mit wärmeren Temperaturen dürften die Ausbreitung des Coronavirus aus Expertensicht nicht sehr stark verlangsamen. Es sei wohl damit zu rechnen, "dass wir direkt in eine Epedemiewelle hineinlaufen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, Christian Drosten, am Montag in Berlin. Der saisonale Effekt auf diese Viren dürfte voraussichtlich nicht so groß sein wie auf einige andere Erkältungsviren. Drosten verwies auf entsprechende verfeinerte Modellrechnungen einer Studie aus den USA.

Deutschland habe das Virusgeschehen sehr früh erkannt und sich damit einen extremen Vorsprung in der Erkennung der Epidemie gesichert, erläuterte der Virologe. "Das hat dazu geführt, dass wir jetzt sehr hohe Fallzahlen in den Statistiken haben, ohne relevant große Zahlen von Todesfällen berichten zu müssen." Hintergrund sei, dass viele Labore in der Fläche hierzulande sehr früh aktiv geworden seien und dass kein nationales Institut Tests allein für sich reklamiere. Damit hätten andere Länder einen Monat oder mehr an Zeit verloren. Drosten machte mit Blick auf zu erwartende Todesfälle zugleich deutlich: "Auch bei uns wird sich das ändern, wir sind da keine Ausnahme."

Mehrere Tote bei Aufständen in italienischen Gefängnissen

15:17 Uhr: Aus der anfänglichen Vermutung ist Gewissheit geworden: In zahlreichen Gefängnissen in Italien ist es inmitten der Coronavirus-Krise zu Protesten mit mehreren Toten gekommen. In Modena seien sechs Häftlinge gestorben, mehrere wurden schwer verletzt, wie Medien am Montag unter Berufung auf die Gefängnisverwaltung berichteten. Mehr als 50 hätten dort versucht, zu fliehen. Die Gewerkschaft der Gefängnispolizei sprach von Aufständen in 27 Haftanstalten im ganzen Land.

Grund für die Proteste seien Maßnahmen gegen das Coronavirus, sagte Susanna Marietti von der Organisation Antigone, die sich für die Rechte von Gefangenen einsetzt. Dabei seien Besuche in Gefängnissen ausgesetzt worden. Sportliche und kulturelle Aktivitäten seien ausgesetzt worden. "Die Häftlinge waren dann nur in ihren Zellen und es gab keine Kommunikation über die gesamte Lage." Von einer Haftanstalt im Land hätten sich die Proteste dann fortgesetzt. Unklar sei, ob die Häftlinge in Modena an einer Überdosis von Medikamenten gestorben seien.

Handel an der Wall Street ausgesetzt

14:52 Uhr: An der Wall Street in New York ist der Aktienhandel am Montag für 15 Minuten ausgesetzt worden. Grund sind die stark fallenden Aktienkurse aufgrund der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Dazu kommt ein starker Sturz des Ölpreises. Der Index S&P 500 der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen war zuvor um sieben Prozent abgestürzt.

Robert Koch-Institut fordert schnelle Krisenvorbereitung

14:33 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt auf schnelle Vorkehrungen gegen eine starke Zunahme von Infizierten mit dem Coronavirus. "Das ist eine ernste Lage, und diese Lage könnte sich weiter zuspitzen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Es sei sicher, dass die Fallzahlen zunehmen werden. "Auch in Deutschland selbst wird es Todesfälle durch Covid-19 geben." Um eine schnelle Ausbreitung zu verhindern, müssten die zuständigen Behörden vor Ort auch über den Umgang mit Großveranstaltungen und mögliche zeitweise Schließungen öffentlicher Einrichtungen entscheiden - "und zwar schon, bevor es massenhaft Fälle in einer Gegend gibt."

Wieler betonte, Arztpraxen, Kliniken oder Altenheime müssten jetzt mit Covid-19-Patienten umgehen können. "Die Vorbereitungen müssen jetzt abgeschlossen sein." Alle müssten sich auf eine große Zahl an Patienten einstellen, und auch auf Patienten, die intensivmedizinisch betreut und beatmet werden müssten.

DFL-Chef: Bundesliga-Spieltag mit Zuschauern "nicht realistisch"

13:58 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga stellt sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Geisterspiele am nächsten Bundesliga-Wochenende ein.

"Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei "Bild live", schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus.

Italiens Premier in Viruskrise: Unsere "dunkelste Stunde"

13:10 Uhr: Italien durchlebt nach den Worten von Regierungschef Giuseppe Conte mit der Coronavirus-Epidemie seine "dunkelste Stunde". "In den letzten Tagen dachte ich an das, was ich über (Winston) Churchill gelesen habe: Es ist unsere dunkelste Stunde, aber wir schaffen es", sagte Conte der Zeitung "La Repubblica" (Montag) mit Blick auf den britischen Weltkriegspremier.

Italien hat die höchste Zahl an nachgewiesenen Covid-19-Toten nach China. Große Teile des Nordens, darunter Städte wie Mailand oder Venedig, wurden zu Sperrzonen erklärt. Viele Menschen nutzten allerdings ein Kontroll-Vakuum, um Züge in Richtung Süditalien zu nehmen.

In 27 Gefängnissen in Italien soll es darüber hinaus zu Aufständen gekommen sein, wie mehrere italienische Medien berichten. Demzufolge hieß es, Grund für die Proteste seien Maßnahmen gegen das Coronavirus. Dabei seien Besuche in Gefängnissen ausgesetzt worden. Womöglich starben die Häftlinge an einer Überdosis von Medikamenten.

Bundesregierung wirbt um Vertrauen in Corona-Krisenmanagement

12:55 Uhr: Die Bundesregierung hat um Vertrauen in ihr Krisenmanagement beim Kampf gegen das Coronavirus geworben. "Die Bürger können darauf vertrauen, dass die gesamte Bundesregierung mit der Bundeskanzlerin an der Spitze alles tut, um die Ausbreitung dieses Virus einzudämmen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Regierung sei mit aller Kraft und allem Einsatz dabei, "unser Land durch diese extrem schwierige Situation zu steuern". Es gehe darum, das Land in die Lage zu versetzen, mit dieser Herausforderung zurechtzukommen.

Seibert verwies auch auf die Beschlüsse des Koalitionsausschusses. Es solle wegen der Corona-Krise möglichst kein Unternehmen in die Insolvenz gehen und kein Arbeitsplatz verloren gehen. Die Regierung werde "schnell und passgenau reagieren".

BVB auch gegen Schalke ohne Fans?

12:42 Uhr: Die Entscheidung über einen möglichen Ausschluss von Zuschauern beim Revier-Derby der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Samstag wegen des Coronavirus soll zeitnah fallen. "Wir rechnen spätestens am morgigen Dienstag mit einer verbindlichen Entscheidung der zuständigen Behörden", teilte der BVB am Montag mit: "Diesen können und wollen wir aktuell nicht vorgreifen."

Zahl der Infizierten im Iran steigt weiter

12:06 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen im Iran von 194 auf 237 erhöht, wie Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur sagt.

Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land kletterte auf 7161 – 595 mehr als am Vortag. Am schlimmsten ist die Krise weiterhin in der Hauptstadt Teheran, wo sich nachweislich über 1.900 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig sind dem Ministerium zufolge 2.394 Patienten als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden.

Corona-Gefahr: BVB-Partie in Paris ohne Zuschauer

11:52 Uhr: Borussia Dortmunds Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (21.00 Uhr) bei Paris Saint-Germain findet aufgrund des Coronavirus vor leeren Rängen statt. Das teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Montagmittag mit. Zuerst berichtete die Sportzeitung "L'Équipe", dass der Anpfiff unter normalen Bedingungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus "immer hypothetischer" werde. Eine Verschiebung der Partie scheint wegen des engen Spielplans jedoch ausgeschlossen.

Die UEFA bestätigte außerdem, dass es nach dem Spiel in Paris definitiv keine Mixed Zone mit Gelegenheit für Gespräche von Journalisten mit Spielern geben wird. Interviews wird es nur durch die am Spielfeldrand zugelassenen TV-Sender geben

Erster deutscher Coronavirus-Toter ist Hamburger Feuerwehrmann

11:40 Uhr: Der in Ägypten am Coronavirus gestorbene Deutsche ist ein in Hamburg arbeitender Feuerwehrmann mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Das sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag. Der 60-Jährige ist der erste Deutsche, der nachgewiesenermaßen an der neuartigen Lungenerkrankung Covid-19 gestorben ist. Covid-19 wird vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" hatte der Mann eine Nilkreuzfahrt mit seiner Frau gemacht. Seine Frau sei bereits nach Hamburg zurückgekehrt.

Nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums starb der Mann am Sonntag in einem Krankenhaus.

London bekämpft Fake News über das Coronavirus

10:55 Uhr: Großbritannien hat Fake News in sozialen Netzwerken über das Coronavirus den Kampf angesagt. Hierfür wird nach Regierungsangaben vom Montag ein Expertenteam eingesetzt, das mit Unternehmen in dem Bereich zusammenarbeiten soll. In sozialen Medien zirkulieren demnach Berichte, in denen beispielsweise behauptet wird, dass eine Impfung gegen den Erreger schon existiere. Auch angebliche Schutzmaßnahmen wie bestimmte Kochsalzlösungen zum Ausspülen des Mundes würden in betrügerischer Absicht angepriesen.

Kölner Lüttich-Kaserne wegen Coronafall geschlossen

10:50 Uhr: Wegen eines mit dem Coronavirus infizierten Soldaten ist die Kölner Lüttich-Kaserne am Montag geschlossen worden. Vorsorglich wurden zudem etwa 100 Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt, wie ein Sprecher am Montag sagte. In der Kaserne ist das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr untergebracht. Für zunächst zwei Tage soll der Dienstbetrieb in der Kaserne eingestellt werden. Nach letzten Zahlen sind bundesweit bisher vier Soldaten mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Ein Mann wurde nach einer Behandlung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz wieder entlassen.

Testen für den Ernstfall: EZB schickt Mitarbeiter ins Homeoffice

10:36 Uhr: Die Europäische Zentralbank schickt ihre Belegschaft wegen des Coronavirus testweise ins Homeoffice. Die meisten Beschäftigten arbeiteten am Montag von zu Hause aus, sagte ein EZB-Sprecher. Die Zentralbank habe dafür umfangreiche IT-Kapazitäten. Die Vorsichtsmaßnahme diene als Test für die Infrastruktur, aber auch für die Belegschaft. Der Zutritt zu den EZB-Gebäuden sei aber nicht verboten.

Die Zentralbank bereitet sich damit für den Fall vor, dass ihre rund 3.700 Beschäftigten wegen des Coronavirus zu großen Teilen oder gar nicht in ihren Büros arbeiten können. In diesem Fall muss die IT trotz massenhafter Zugriffe von außen reibungslos funktionieren. Zuvor hatte die "Börsen-Zeitung" über den Test berichtet.

Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt auf über 1.000

10:10 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland auf 1.112 gestiegen. Das geht aus der Auflistung des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor. Am stärksten betroffen ist demnach weiterhin Nordrhein-Westfalen, dort vor allem der Landkreis Heinsberg.

Weltweit haben sich inzwischen weit mehr als 100.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert, die Dunkelziffer liegt Experten zufolge noch wesentlich höher. Etwa 15 von 100 Infizierten erkranken schwer, betroffen sind vor allem ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen.

Dax bricht ein: Ölpreis-Crash und Coronavirus belasten Börse

9:51 Uhr: Der dramatische Ausverkauf an den Börsen geht weiter. Zu den Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie kommt die Furcht vor einem Ölpreiskrieg. Händler sprachen angesichts des Börsencrashs von einem "schwarzen Montag".

Der Dax sackte gleich zum Handelsstart deutlich unter die Marke von 11.000 Punkten. Im frühen Handel sackte der deutsche Leitindex mit über 900 Punkten oder 8,04 Prozent ab. Bei 10.614,07 Punkten erreichte er den tiefsten Stand seit Anfang 2019. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, fiel um 5,66 Prozent auf 3.049,06 Zähler. Zuvor waren die Börsen in Asien eingebrochen. Der japanische Leitindex Nikkei verlor gut 5 Prozent.

Am Ölmarkt brach nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Drosselung der Fördermenge der Ölpreis um 30 Prozent ein und damit so stark ein wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "regelrechten Blutbad. Zum Kampf gegen Corona kommt jetzt noch der Ölkrieg dazu", sagte er. "Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat." Die Kurse von Bundesanleihen stiegen dagegen deutlich, und auch der Euro legte zu, denn auch er gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten.

"Marsch der Lebenden" verschoben

9:39 Uhr: Der internationale "Marsch der Lebenden" in Auschwitz ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Rund 10.000 junge Juden aus aller Welt nehmen alljährlich an dem rund drei Kilometer langen Gedenkmarsch von Auschwitz nach Birkenau teil, dem größten der deutschen Vernichtungslager in der Nazi-Zeit. Die Veranstaltung in Polen war für den 21. April geplant. Für den eigentlichen Termin sei der Marsch abgesagt, es gebe aber Pläne, ihn später im Jahr nachzuholen, teilten die Veranstalter mit.

Shmuel Rosenman, Vorsitzender der Organisation Marsch der Lebenden, sagte, man habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen. Weil es sich um eine internationale Veranstaltung mit 110 Delegationen aus aller Welt handele, "tragen wir eine Verantwortung, Vorsichtsmaßnahmen in Übereinstimmung mit den Regeln der Behörden in verschiedenen Ländern zu treffen".

Chef von Weltärztebund bei Coronavirus optimistisch

9:25 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus sieht der Chef des Weltärztebundes Deutschland gut aufgestellt. "Unser Gesundheitswesen, unsere Prävention, unsere Erkennung dieser Maßnahmen funktioniert. Das deutsche Gesundheitswesen ist hervorragend ausgerichtet", sagte Frank Ulrich Montgomery am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir kriegen das hin!"

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Diese konkrete Zahl sieht der Verbandschef allerdings eher kritisch: "Ich bin auch persönlich eher bei 100 oder 200." Besorgt zeigte er sich bei den Todeszahlen in Italien. Zwar würden dort ebenfalls mehr ältere Menschen leben, dennoch reiche ihm das nicht als Erklärung für die hohe Anzahl an Corona-Toten.

Dämpfer für Deutschlands Exporteure zum Jahresauftakt

9:04 Uhr: Das Jahr 2020 hat für Deutschlands Exporteure mit einem Dämpfer begonnen. Im Januar lieferten die Unternehmen Waren "Made in Germany" im Gesamtwert von 106,5 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2,1 Prozent weniger als im Januar 2019. Die Einfuhren nach Deutschland verringerten sich nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag im Jahresvergleich um 1,8 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro. Von Dezember auf Januar stagnierten die Exporte, die Importe legten um 0,5 Prozent zu.

Der Handel mit China ging zum Jahresauftakt zwar zurück, noch lässt sich nach Einschätzung der Statistiker aber noch nicht eindeutig ableiten, welche Auswirkungen die Ausbreitung des Coronavirus auf die Exportwirtschaft hat. Das Jahr 2019 hatte die deutsche Exportwirtschaft trotz der Abkühlung der Weltwirtschaft und globalen Handelskonflikten mit einem Rekord abgeschlossen: Die Warenausfuhr war auf 1327,6 Milliarden Euro gestiegen.

AKK "froh" über Coronavirus-Hilfen für Unternehmen

8:26 Uhr: Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die beschlossenen Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Corona-Krise gelobt. "Ich bin froh, dass wir gestern die Beschlüsse so gefasst haben", sagte sie am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das ist etwas, was die Arbeitgeber aber auch die Gewerkschaften so von uns erbeten haben." Den ihrer Meinung nach besonders betroffenen Branchen Kongress und Tourismus werde damit besonders geholfen.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sprach bei "Welt TV" mit Blick auf den Beschluss zum Kurzarbeitergeld von einer "ganz wichtigen Maßnahme". "Wir haben gezeigt, dass wir schnelle Entscheidungen treffen können."

Der Koalition fielen die Beschlüsse zu den wirtschaftlichen Maßnahmen der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken zufolge leicht. Man habe sehr schnell vereinbaren können, in der brenzligen Situation mit dem neuartigen Corona-Virus Liquiditätshilfen bereitstellen zu wollen, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin".

Coronavirus: Zahl neuer Infektionen in Südkorea weiter rückläufig

7:44 Uhr: Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea mehren sich die Anzeichen für einen langsameren Anstieg bei den Infizierungsfällen. Am Sonntag seien 248 neue Infektionsfälle mit dem Virus Sars-CoV-19 erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg auf 7382. Die Zahl der bisherigen Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, wurde mit 51 angegeben.

Premierminister Chung Sye Kyun äußerte sich laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap vorsichtig optimistisch, die Verbreitung des Virus weiter eingrenzen zu können. Es gebe Hoffnung, "dass wir uns in naher Zukunft dem Wendepunkt nähern", wurde Chung zitiert.

US-Senator Ted Cruz isoliert sich nach Kontakt mit Corona-Patient

7:03 Uhr: Der republikanische US-Senator Ted Cruz hat sich nach einem kurzen Kontakt mit einem Covid-19-Patienten in freiwillige Quarantäne begeben. Er habe der Person vor zehn Tagen bei einer Veranstaltung mit konservativen Aktivisten nahe Washington die Hand geschüttelt und sich kurz mit ihr unterhalten, teilte der Senator für Texas in der Nacht zu Montag bei Twitter mit. Die betroffene Person sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden und zeige Symptome der Lungenerkrankung.

Dennoch sei die Chance, dass auch er infiziert worden sei "extrem niedrig", schrieb Cruz weiter. Die Begegnung sei kurz gewesen, und er fühle sich "gut und gesund". Seine vorübergehende Isolierung sei nur eine Vorsichtsmaßnahme. Er werde zu Hause in Texas bleiben, bis 14 Tage seit der Begegnung vergangen seien.

Debatte um Schulschließungen wegen Coronavirus

5:50 Uhr: Experten bewerten Schulschließungen als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 unterschiedlich. Aus Sicht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) können geschlossene Schulen durchaus zur Eindämmung der Epidemie beitragen. Kinder erkrankten zwar deutlich seltener mit auffälligen Symptomen, sie steckten sich aber nach aktuellem Kenntnisstand wohl genauso leicht mit dem Virus an wie Erwachsene, teilte das LGL auf Anfrage mit. "Offen ist derzeit die Frage, ob Kinder das Virus genauso effektiv an andere Personen übertragen können wie Erwachsene."

Der Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, sieht Schulschließungen hingegen nicht als sinnvoll an. Allein die Probleme, die sich aus der damit nötigen Kinderbetreuung ergäben, stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen, sagte der auf Infektiologie spezialisierte Facharzt. Eltern müssten dann eventuell ebenfalls zu Hause bleiben - mit Folgen für deren Arbeitsstellen und das öffentliche Leben. "Es lohnt nicht, Schulen zu schließen."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Freitag mitgeteilt, dass erste Auswertungen für den Covid-19-Erreger zeigten, dass Kinder weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten deutliche Symptome entwickeln. Vorläufige Daten lassen demnach zudem annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken - Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.

WTA- und ATP-Tennisturnier in Indian Wells wegen Coronavirus abgesagt

3:20 Uhr: Wegen eines bestätigten Coronavirusfalls in der Region findet das für kommende Woche geplante Tennisturnier im amerikanischen Indian Wells nicht statt. Das gaben die Veranstalter um Turnierdirektor Tommy Haas am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt. "Wir sind sehr enttäuscht, dass das Turnier nicht stattfinden wird, aber die Gesundheit und Sicherheit der Leute vor Ort, Fans, Spielern, Helfern, Angestellten, Verkäufern und allen, die an dieser Veranstaltung beteiligt sind, ist von größter Bedeutung", sagte Haas laut Mitteilung. "Wir sind darauf vorbereitet, das Turnier zu einem anderen Zeitpunkt zu veranstalten und prüfen Optionen."

Das kombinierte Damen- und Herren-Turnier östlich von Los Angeles hätte am Donnerstag beginnen sollen. Betroffen von der Absage ist auch der deutsche Top-Spieler Alexander Zverev. Deutschlands beste Spielerin Angelique Kerber hatte ihre Teilnahme wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel bereits am Freitag abgesagt.

Koalition will Bezug von Kurzarbeitergeld erleichtern

2:41 Uhr: Die große Koalition will wegen der Coronavirus-Krise die Hürden für den Bezug von Kurzarbeitergeld deutlich senken. A