Das Coronavirus hat Deutschland, Europa und die Welt fest im Griff. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im News-Blog.

Die Meldungen vom Sonntag, 15. März: Britische Behörde rechnet mit Krise bis 2021

22:42 Uhr: Die britische Gesundheitsbehörde Public Health England rechnet einem Bericht der Zeitung "The Guardian" zufolge damit, dass die Corona-Krise bis zum Frühjahr 2021 anhalten könnte. Das geht angeblich aus einem geheimen Briefing-Dokument hervor, das dem Blatt zugespielt wurde. Bis zu 80 Prozent der Briten könnten sich demnach in den kommenden 12 Monaten mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizieren, heißt es demnach weiter. Für 15 Prozent der Bevölkerung wäre aufgrund der Erkrankung Covid-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Das wären in Großbritannien rund acht Millionen Menschen. Der ohnehin schon weitgehend ausgelastete Nationale Gesundheitsdienst NHS käme damit weiter unter Druck.

Einem Experten für Epidemiologie von der University of East Anglia zufolge wird die Ausbreitung des Virus in den Sommermonaten aber nachlassen und erst im November wieder an Fahrt aufnehmen. "Ich denke es wird immer da sein, aber weniger heftig werden, wenn die Immunität zunimmt", sagte Professor Paul Hunter dem "Guardian" zufolge.

Die britische Regierung gerät derzeit immer stärker unter Druck, drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie einzuführen. Bislang sind in dem Land die Schulen geöffnet und Großveranstaltungen weiterhin erlaubt. Nur wer Symptome wie Husten und Fieber entwickelt, soll sich für sieben Tage isolieren. Die Regierung will damit verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit unverminderter Stärke zurückkehrt.

US-Notenbank senkt Leitzins auf fast null Prozent

22:40 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus senkt die US-Notenbank den Leitzins auf fast null Prozent. Die Notenbank Federal Reserve (Fed) teilte am Sonntagabend (Ortszeit) mit, der Leitzins werde nun um einen Prozentpunkt auf einen Korridor von 0 bis 0,25 Prozent verringert. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt am Sonntag. Trump hatte erst am Samstag erneut gesagt, er sei nicht glücklich mit dem Zinssatz der US-Notenbank.

Trump sagte, die USA sollten keinen Leitzins haben, der höher als in anderen starken Wirtschaftsnationen sei. "Wenn man sich Deutschland anschaut, liegen sie im Prinzip unter Null, sie sind negativ. Es gibt viele Länder, die negativ sind. Japan ist negativ. Deutschland ist negativ. Andere sind negativ. Und wir zahlen höhere Zinssätze."

In den USA wächst wegen der Auswirkungen des Coronavirus die Sorge vor einer Rezession. Erst Anfang März hatte die US-Notenbank den Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf einen Korridor von 1 bis 1,25 Prozent gesenkt.

Die Fed teilte nun mit, die Ausbreitung des Coronavirus habe sich in vielen Ländern negativ auf die Wirtschaftsaktivitäten ausgewirkt, auch in den USA. Globale Finanzinstitutionen seien ebenfalls beeinträchtig worden. Die Auswirkungen des Virus stellten ein Risiko für die wirtschaftlichen Aussichten dar. Die USA seien aber auf einer starken wirtschaftlichen Basis in die Krise gegangen.

Österreich stellt Flugverkehr nahezu ein

22:26 Uhr: Österreich wird auch den Flugverkehr weitgehend einstellen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntagabend in der Sendung "ZiB2" des österreichischen Fernsehens an. Er appellierte an alle Österreicher im Ausland, sich auf den Weg nach Hause zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren, um heimgeholt zu werden. Sobald das abgeschossen sei, würden alle Flüge in Corona-gefährliche Gebiete gestoppt, sagte Kurz.

Österreich setze viel härtere Maßnahmen als andere europäische Länder um, meinte Kurz. Die Hoffnung sei, dass sich die Ansteckungskurve sich damit in der kommenden Woche abflache.

Nordseeinseln gesperrt für Touristen

22:00 Uhr: Alle norddeutschen Küstenländer sperren ab Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf hätten sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend mitteilte. In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen schrittweise eingeführt.

Bayern ruft Katastrophenfall aus

21:59 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

LVMH will Gratis-Desinfektionsgel produzieren

20:36 Uhr: Der Luxuskonzern LVMH will wegen der Coronavirus-Krise in seinen Parfum- und Kosmetikfabriken in Frankreich große Mengen Desinfektionsmittel produzieren. Ab Montag sollen Fabriken, die eigentlich Parfüm für Christian Dior oder Givenchy produzieren, entsprechendes Gel herstellen, um dem Mangel an Desinfektionsmittel entgegenzuwirken, wie der französische Konzern am Sonntag mitteilte. Die Handdesinfektionsmittel sollen dann kostenlos an Gesundheitseinrichtungen in Frankreich ausgeliefert werden.

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ist der weltweit führende Luxusgüterkonzern. Zu der Gruppe gehören unter anderem Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin und Krug sowie Modehäuser wie Kenzo und Fendi.

Vierter Corona-Todesfall in Bayern

18:52 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium des Landes am Sonntag in München unter Berufung auf das Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte.

Damit sind vier Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mindestens 886 Menschen wurden bislang positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

Bayern bremst öffentliches Leben ab

18:25 Uhr: Wegen des Coronavirus werden in Bayern ab Dienstag alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen, ab Mittwoch sollen dann auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen in München.

Demnach bleiben aber trotz der weiteren Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen weiter geöffnet. Die Grundversorgung werde dadurch aufrechterhalten, hieß es. Gleichwohl bedeuten die Schließungen eine weitere Beschränkung des öffentlichen Lebens in Bayern.

Auch Grenze nach Dänemark wird Montag geschlossen

17:20 Uhr: Deutschland will nun auch seine Grenze nach Dänemark am Montag um 6:00 Uhr schließen (siehe auch 15:20 Uhr).

Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur mit.

Schleswig-Holstein riegelt Inseln an Nord- und Ostsee für Touristen ab

17:18 Uhr: Als Reaktion auf die Corona-Pandemie riegelt Schleswig-Holstein die Inseln an Nord- und Ostsee für Touristen ab. Der Zugang zu den Inseln sei für Besucher ab Montagmorgen 6:00 Uhr beschränkt, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel mit. Günther forderte Urlauber auf, Reisen in den Norden zu unterlassen. Urlauber, die bereits auf einer der Insel Quartier bezogen haben, sollten den Heimweg antreten.

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen sind demnach Menschen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der Inseln haben oder zur Arbeit dorthin pendeln. Auch die Versorgung der Inseln mit Waren werde weiterhin sichergestellt.

Landesgesundheitsminister Heiner Garg (FDP) begründete die Entscheidung damit, dass die medizinische Versorgung für die Inselbewohner in der aktuell kritischen Lage gesichert werden müsse. Für eine große Zahl Touristen seien die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nicht ausgelegt. Die Polizei werde die Anordnungen umsetzen.

Lufthansa holt Tausende Urlauber zurück

16:19 Uhr: Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa 3.000 bis 4.000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können - Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere.

Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

Lebensmittelhandel gibt Entwarnung: Lieferketten sind intakt

15:45 Uhr: Die Nachfrage nach Lebensmitteln in Deutschland ist nach Auskunft des Handels in den vergangenen Tagen "sprunghaft angestiegen". Es gebe aber kein Nachschubproblem und die Supermärkte blieben auch wie bisher sechs Tage die Woche geöffnet, sagte der Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Andere Darstellungen etwa in sozialen Medien entsprächen "nicht der Wahrheit".

"Die Logistikketten arbeiten unter Volllast, aber sie funktionieren", sagte Böttcher. Der Nachschub sei da, aber teilweise könnten die Regale nicht so schnell aufgefüllt werden, wie die Ware verkauft werde. Der Sprecher empfahl den Verbrauchern, auch an einem Tag unter der Woche einzukaufen und nicht alle Einkäufe am Samstag zu erledigen.

Böttcher wies zudem darauf hin, dass am Sonntag erstmals das sonst gültige Fahrverbot für Lastwagen an diesem Wochentag aufgehoben war. So hätten die Supermärkte nach dem Haupteinkaufstag Samstag gleich wieder mit neuer Ware beliefert werden können.

Deutschland macht Grenzen dicht

15:20 Uhr: Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus schließt Deutschland von Montagmorgen 8:00 Uhr an seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Das sollen laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung und der Deutschen Presse-Agentur Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofers zusammen mit den Ministerpräsidenten von Bayern, Markus Söder, Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, und Saarland, Tobias Hans, beschlossen haben.

Die Runde einigte sich demnach darauf, dass es verschärfte Kontrollen und Zurückweisungen geben soll, um der Anweisung Nachdruck zu verleihen. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten solle aber weiter gesichert bleiben. Auch dürften Pendler weiterhin die Grenzen passieren, schrieb die "Bild".

Hintergrund sei nicht nur die Eindämmung der Corona-Pandemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt hätten, berichtete das Blatt.

Bayern plant Beschränkungen für Gastronomie und Läden

15:16 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Krise plant Bayern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Geplant sind eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars und Schwimmbädern sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr.

Zuvor hatte bereits Berlin alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen verboten. Das betraf unter anderem Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs.

Spanien meldet hundert neue Corona-Todesopfer binnen 24 Stunden

14:27 Uhr: Spanien hat binnen 24 Stunden hundert neue Corona-Todesopfer und 2000 neue Infektionsfälle registriert. Das teilten die spanischen Behörden am Sonntag mit. Damit verzeichnet das Land nunmehr 288 Todesopfer und mehr als 7750 Infektionsfälle.

Spanien ist das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene europäische Land nach Italien. Am Samstag hatte die Regierung in Madrid den Notstand ausgerufen und das Land fast vollständig unter Quarantäne gestellt.

Bundesregierung: Lebensmittelversorgung trotz großer Nachfrage gesichert

14:18 Uhr: Das sich ausbreitende Coronavirus und die zunehmenden Einschränkungen im Alltag schlagen auf das Konsumverhalten durch. Die Supermärkte machen deutlich mehr Umsatz, der zugleich Restaurants und Kantinen fehlt. In manchen Filialen waren Grundnahrungsmittel wie Mehl vorübergehend ausverkauft. Handelskonzerne und Bundesregierung versichern unisono, es gebe keine Versorgungsengpässe. Hamsterkäufe sollten deshalb vermieden werden.

Wenn es tatsächlich zu Engpässen kommen sollte, "kann die Bundeswehr die Versorgung auffangen", sagte Verkehrsminister Alexander Scheuer. Das sei aber ein Szenario für den schlimmsten Fall, "soweit sind wir noch nicht".

Bahn schränkt Regionalverkehr ein - und verzichtet auf Fahrkartenkontrollen

13:27 Uhr: Die Deutsche Bahn wird ab Dienstag ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte.

Die Bahn-Führung entschied zudem, dass es ab sofort keine Fahrkartenkontrollen in Regionalzügen mehr gibt. "Die Schaffnerin oder der Schaffner wird lediglich im Zug mitfahren", sagte ein DB-Sprecher dem "Spiegel". Das diene zum Schutz der Mitarbeiter, aber auch dem der Passagiere.

Das Angebot an Bahnen werde nach dem Vorbild des Sonntagsfahrplans deutlich reduziert werden. Zur Begründung hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise, man erwarte für den Wochenbeginn, dass viele Bahn-Mitarbeiter wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten können.

Die Planungen betreffen einem "Spiegel"-Bericht zufolge alle Angebote der DB-Regio, etwa in Stuttgart, Berlin oder München. Andere Regionalverkehrsanbieter etwa wie Metronom im Großraum Hamburg säßen an eigenen Planungen. Der Fernverkehr der Bahn werde weiter wie gewohnt rollen.

Österreich fährt öffentliches Leben auf Notbetrieb herunter

12:10 Uhr: In Österreich wird das öffentliche Leben weiter drastisch eingeschränkt. Das Land müsse wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 auf Notbetrieb heruntergefahren werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag.

Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Maßnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschließen wollte.

Sport- und Spielplätze müssen geschlossen werden, Restaurants, die schon eingeschränkte Öffnungszeiten hatten, ab Dienstag ebenfalls. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sagte, er habe gehört, dass Sportvereine weiter Training für Kinder und Jugendliche anböten. Das dürfe nicht sein. Er drohte mit der Streichung von Subventionen auf Jahre hinaus.

Ab Montag bleiben in Österreich Geschäfte in nicht alltagsnotwendigen Branchen geschlossen. Die Versorgung der Menschen über Supermärkte und Lieferdienste sei gesichert, sagte Kurz. Er kündigte weitere Reiseeinschränkungen oder Flugverbote an. Zudem gebe es bereits am Sonntag Polizeikontrollen, sagte Kurz der Nachrichtenagentur APA. Größere Gruppen, die sich etwa auf Spielplätzen ansammeln, würden aufgefordert, nach Hause zu gehen. Ab Montag drohen bei Zuwiderhandlung Geldstrafen von bis zu gut 2000 Euro, wie das Kanzleramt mitteilte.

Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Tirol, Günther Platter, formulierte seine Maßnahmen noch drastischer: "Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen", erklärte er. Es gebe nur wenige Ausnahmen. Tirol ist vom Coronavirus besonders betroffen.

Platter führte für das Bundesland ähnliche Ausnahmen wie in ganz Österreich auf: "beruflich notwendige Gründe, medizinische Versorgung, Versorgung der Grundbedürfnisse, Rückkehr zum eigenen Wohnort und wenn es berechtigte Gründe zum Verlassen des Landes gibt". Es sei aber erlaubt, Lebensmittel oder Medikamente einzukaufen, Geld vom Geldautomaten abzuheben, zum Arzt zu gehen oder den Hund auszuführen.

Bis Samstag waren in ganz Österreich 800 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslösen kann.

Zweiter Todesfall in Bayern

11:42 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erlegen. Es handele sich um eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim, die am Freitag mit Atemnot in das Kemptener Klinikum eingewiesen wurde, wie die AWO Schwaben am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde. Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich zwei Menschen an COVID-19 gestorben. Am Donnerstag war ein Über-80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

Heil bittet Firmen um großzügige Regeln für Eltern

11:32 Uhr: Angesichts wochenlanger Schul- und Kita-Schließungen in Deutschland appelliert Arbeitsminister Hubertus Heil an alle Firmenchefs und Behördenleiter, zusammen mit ihren Mitarbeitern großzügige Lösungen für die Kinderbetreuung zu finden.

"Ich bitte Sie angesichts der akuten Lage, gemeinsam mit Ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu pragmatischen, unbürokratischen und einvernehmlichen Lösungen zu kommen, die nicht zu Lohneinbußen führen", erklärte der SPD-Politiker am Sonntag in Berlin. "Ich bitte Sie, die Möglichkeiten der Lohnfortzahlung im Betreuungsfall großzügig auszugestalten."

Ab der neuen Woche sind in Deutschland die Schulen quasi flächendeckend zu, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Heil beschrieb die Rechtslage so: Arbeitnehmer können zur Betreuung ihrer Kinder für einen kurzen Zeitraum, zwei oder drei Tage, ohne Lohneinbußen ihrem Arbeitsplatz fernbleiben. Voraussetzung sei, dass sie ihre Kinder nicht anderweitig betreuen könnten, etwa durch Ehepartner oder Nachbarn.

Heil appellierte an die Arbeitgeber, zumindest in der ersten Woche auf Lohnminderungen zu verzichten. "Wo möglich, können auch Homeoffice-Lösungen oder flexible Arbeitszeitregelungen dazu beitragen, die aktuelle Situation zu bewältigen. In dieser Krise müssen alle zusammenstehen." Daher bitte er auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: "Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, über Zeitausgleiche, etwa Überstundenabbau, oder kurzfristige Inanspruchnahme von Urlaub, die Betreuung ihrer Kinder im Anschluss an die ersten Tage sicherzustellen!"

Trump will deutschen Corona-Impfstoff exklusiv für die USA

09:56 Uhr: Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeite.

US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin.

Der US-Präsident biete der Firma demnach angeblich einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. "Aber eben nur für die USA", heißt es laut Zeitung dazu in der Bundesregierung.

Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf Äußerungen, die ein Ministeriumssprecher bereits gegenüber der "Welt am Sonntag" gemacht habe. "Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden", zitierte die Zeitung den Sprecher. "Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac."

Deutschland, so die Zeitung, versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten. CureVac arbeitet dem Bericht zufolge gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Virus.

Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

09:29 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden "ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen" statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt.

Ostern fällt in diesem Jahr auf den 12. April. An dem wichtigsten christlichen Feiertag wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag gefeiert. In der Woche vor Ostern - der Karwoche - gibt es mehrere Zeremonien.

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs werden bis zum 12. April die Generalaudienzen von Papst Franziskus und die Angelusgebete am Sonntag weiterhin nur online übertragen.

Trotz Coronakrise Kommunalwahl in Bayern

09:06 Uhr: Trotz der Coronavirus-Krise hat in Bayern die Kommunalwahl begonnen. Etwa zehn Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die bayerische Landesregierung hielt trotz der Schließung von Schulen und Kindergärten an dem Wahltag fest und rief zur Teilnahme auf. Es werden Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte, Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreis- und Bezirkstage gewählt.

Trumps Test auf Coronavirus negativ ausgefallen

09:00 Uhr: Bei US-Präsident Donald Trump ist der Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen. "Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist", heißt es in einem Schreiben von Trumps Arzt, wie das Weiße Haus am Samstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Trump hatte sich unter wachsendem öffentlichen Druck auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Bundesliga-Profi Kilian geht es wieder besser

08:13 Uhr: Luca Kilian, der als erster Profi aus der Bundesliga positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Sonntag).

Australien: Einreisende müssen für 14 Tage in Quarantäne

05:22 Uhr: Australien verschärft seine Einreisebestimmungen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. Wer in das Land einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben, wie Premierminister Scott Morrison am Sonntag ankündigte. Die Maßnahme soll ab Mitternacht gelten. Allen Ankommenden werde eine umfassende Selbstisolierung auferlegt, sagte Scott.

Zudem dürfen Kreuzfahrtschiffe für 30 Tage australische Häfen nicht anlaufen. Den Menschen riet die Regierung, einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einzuhalten. Australien hat bislang 280 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2, drei Menschen starben infolge der Infektion. An diesem Sonntag sollte in Australien auch die Formel 1 in die neue Saison starten, der Saisonauftakt wurde aber wegen der Coronavirus-Krise abgesagt.

COVID-19: Ärztefunktionäre besorgt wegen Personallage in Kliniken

05:00 Uhr: Angesichts eines längerfristigen Kampfes gegen die Coronavirus-Epidemie weisen Ärztefunktionäre auf eine drohende Knappheit von Mitarbeitern in Krankenhäusern hin. "Was uns mehr Sorgen macht als die apparative Ausstattung, ist das Personal", sagte Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Die Ressource Mensch in den Intensivstationen sei knapp. Personal, das nicht intensivmedizinisch ausgebildet sei, müsse frühzeitig geschult werden, damit es in Krisensituationen zusätzlich eingesetzt werden könne.

Uwe Janssens, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, stellte in diesem Zusammenhang Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts in Frage. Demnach soll Personal, das engen ungeschützten Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte, in häusliche Quarantäne gehen.

Dies sei "schlichtweg nicht praktikabel", wenn man das Gesundheitssystem nicht zum Einsturz bringen wolle, sagte Janssens. Die Mitarbeiter in den betroffenen Krankenhäusern stünden zudem unter hohem psychologischen Druck. Zusätzlich zu einer großen Arbeitsbelastung hätten viele Angst, selbst zu erkranken oder andere unbewusst mit dem Virus zu infizieren.

Hälfte der Fußball-Fans für Verschiebung der EM um ein Jahr

04:30 Uhr: Gut die Hälfte aller Fußball-Fans in Deutschland wollen, dass die Europameisterschaft wegen der Ausbreitung des Coronavirus um ein Jahr verschoben wird. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage zum Thema "Corona und Fußball" durch das Meinungsinstituts Bundesliga-Barometer in Kooperation mit Sport1 hervor.

Demnach sind 49,1 Prozent der Fans für eine EM im Sommer 2021, eine Komplettabsage befürworten 26,2 Prozent. Weitere 21,3 Prozent sprechen sich dafür aus, das Turnier solange zu verschieben, bis die Ligen ihre Saison beendet haben. Nur 3,3 Prozent wollen, dass die EM wie geplant stattfindet.

Coronavirus: Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

04:13 Uhr: Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um 3 auf 75.

Die aktuellen Fallzahlen bestätigten den Abwärtstrend bei den Neuerkrankungen in den vergangenen Tagen. Südkorea hatte am Freitag zum ersten Mal seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen von dem Virus gemeldet als neue Infektionen.

Die Behörden warnten jedoch zuletzt mehrmals vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten. Sorgen bereiten ihnen auch weiter lokale Häufungen von Ansteckungen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Fälle konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

Laschet appelliert an Gemeinsinn - "Hamstern unsolidarisch"

04:00 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Menschen in Deutschland angesichts der Coronavirus-Krise zu Rücksichtnahme und Gemeinsinn aufgerufen. "Hamstern oder das Stehlen von Desinfektionsmitteln in
Krankenhäusern sind unsolidarisch", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Auch seinen eigenen Verwandten würde er von übertriebenen Vorratskäufen abraten, sagte Laschet. "Kauf was nötig ist, vielleicht auch etwas mehr, um Einkaufsgänge zu reduzieren. Aber keine panischen
Hamsterkäufe." Denn Deutschlands Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sei sicher. "Wir erwarten keine Lieferengpässe bei Nahrungsmitteln oder Toilettenpapier", und Supermärkte blieben offen. "Das würde ich einem Angehörigen nahebringen."

Eindringlich warnte der NRW-Ministerpräsident auch davor, die Apotheken zu stürmen. "Wenn jeder anfängt, Medikamente zu horten, die er nicht braucht, bricht auch das beste System zusammen. Das System beruht auf Vertrauen, und jeder trägt dazu bei, dass dieses Vertrauen erhalten bleibt." Gerade jetzt dürfe es keinen "Rückzug in den Egoismus" geben. "Alle sollten sich jetzt auf den Gemeinschaftssinn besinnen, der unser Land stark gemacht hat", betonte Laschet.

Dritter Coronavirus-Fall in NBA: Spieler von Detroit betroffen

03:48 Uhr: Die NBA hat ihren dritten Coronavirus-Fall. Es handelt sich dabei um einen Spieler der Detroit Pistons. Wie der Verein aus der stärksten Basketball-Liga der Welt mitteilte, befindet sich der namentlich nicht genannte Profi seit Mittwochnacht in Quarantäne. Medienberichten zufolge hat sich Flügelspieler Christian Wood (24) mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit COVID-19 verursachen kann. Die Pistons haben den positiven Test am Samstag (Ortszeit) erhalten.

Der Detroiter Spieler ist nach Center Rudy Gobert (27) und dessen Teamkollege Donovan Mitchell (23) von den Utah Jazz der dritte Coronavirus-Fall in der NBA. Die Liga hatte sich unmittelbar nach dem ersten positiven Test zu einer Pause von mindestens 30 Tagen entschieden.

Coronavirus: China bestätigt neue 20 Infektionen - 10 Tote

03:26 Uhr: In China ist die Zahl der Infektionen durch das neuartige Coronavirus laut offizieller Angaben erneut nur leicht gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, kamen landesweit 20 Erkrankungen mit der Lungenkrankheit COVID-19 hinzu. 16 der Fälle wurden demnach bei Menschen nachgewiesen, die aus dem Ausland nach China zurückkehrten. Die Kommission führt diese Patienten als importierte Fälle in der Statistik. Zehn weitere Menschen kamen durch das Coronavirus ums Leben, wie die Behörde ferner berichtete.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 844 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3199 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Die Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Nach Kalenderänderungen: Formel 1 plant Rennen in Sommerpause

03:12 Uhr: Nach den jüngsten Änderungen im Kalender könnte die Formel 1 durch die Streichung der Sommerpause im August Raum für Nachholrennen schaffen. "Wir verschaffen uns mehrere Wochenenden, an denen wir ein Rennen haben können", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn dem TV-Sender Sky in einem Interview. Dadurch könne man trotz der Coronavirus-Krise einen "anständigen Kalender" für den Rest des Jahres aufbauen. "Er wird anders aussehen, aber er wird eine ordentliche Anzahl an Rennen erhalten."

Brawn rechnet derzeit mit mindestens 17 Grand Prix. Ursprünglich waren für dieses Jahr 22 Rennen vorgesehen. "Ich glaube, wir können sie reinquetschen. Aber es hängt davon ab, wann die Saison beginnen wird", sagte der 65-Jährige. In diesem Zusammenhang überlegt die Formel 1 auch Grand-Prix-Events von drei auf zwei Tage zu verkürzen und sie an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden im August auszutragen. "Das könnte eine Option sein", meinte Brawn.

Nach den jüngsten Änderungen im Formel-1-Kalender soll die Saison Ende Mai beginnen. Der Grand Prix von Monaco ist für den 24. Mai angesetzt. Die Sommerpause war in dieser Saison eigentlich zwischen Ungarn am 2. August und Belgien am 30. August vorgesehen.

Forscher warnen: Britische Maßnahmen gegen COVID-19 unzureichend

03:01 Uhr: Fast 250 Wissenschaftler haben der britischen Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen die COVID-19-Pandemie zu tun und unnötig Leben zu gefährden. Mit einfachen Maßnahmen könnten Tausende Menschen gerettet werden, teilten die Wissenschaftler aus Großbritannien am späten Samstagabend in einem offenen Brief mit. Es sei möglich, die Geschwindigkeit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus "dramatisch" zu bremsen. Unkontrolliert könnten sich aber in den nächsten Wochen Millionen Briten mit dem Erreger anstecken.

In Großbritannien sind zum Beispiel Großveranstaltungen noch nicht generell verboten und bisher nur wenige Schulen geschlossen.

Regierungsberater Patrick Vallance hatte die bislang zurückhaltenden Maßnahmen in Großbritannien unter anderem damit begründet, dass eine "Herdenimmunität" gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Infizierten sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung, dann könnte Schutz für die ganze Gemeinschaft durch Immunität aufgebaut werden, sagte der Gesundheitsexperte kürzlich bei der Vorstellung eines Maßnahmenkatalogs der Regierung mit Premierminister Boris Johnson.

Diesen Ansatz stellte auch die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Harris, am Samstag infrage. Man wisse noch zu wenig über das Virus. "Es ist noch nicht lange genug in unserer Bevölkerung, um zu wissen, was es immunologisch macht", sagte sie dem Nachrichtensender BBC. "Wir können über Theorien reden, aber im Moment stehen wir wirklich vor einer Situation, in der wir uns mit Taten beschäftigen müssen."

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte in der Nacht zum Sonntag, dass der Regierungsberater Vallance falsch verstanden worden sei. "Herdenimmunität ist nicht Teil des Aktionsplans, sondern das natürliche Beiprodukt einer Epidemie". Ziel sei es, Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) zu entlasten. Der NHS ist chronisch überlastet und marode. Die Mängel im Gesundheitsdienst waren auch zentrales Thema im Wahlkampf.

Coronavirus beeinträchtigt US-Wahlkampf - Vorwahlen verschoben

2:20 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigt zunehmend den Wahlkampf vor der US-Präsidentschaftswahl im kommenden November: Der Leiter der Wahlbehörde im wichtigen US-Bundesstaat Georgia, Brad Raffensperger, teilte am Samstagabend (Ortszeit) mit, die für den 24. März geplanten Vorwahlen der Demokraten und der Republikaner würden voraussichtlich auf den 19. Mai verschoben. Der Bundesstaat Louisiana hatte bereits am Freitag mitgeteilt, Vorwahlen beider Parteien würden nun erst am 20. Juni stattfinden - statt wie geplant am 4. April.

US-Präsident Donald Trump ist als Kandidat der Republikaner gesetzt, er hat keine ernstzunehmende innerparteiliche Konkurrenz. Spannend ist dagegen das Rennen bei den Demokraten: Dort kommt es zu einem Zweikampf zwischen Ex-Vizepräsident Joe Biden - dem Kandidaten des gemäßigten Flügels der Partei - und dem linken Senator Bernie Sanders. Biden liegt nach einer Siegesserie bei den Vorwahlen vor Sanders. Bei den Demokraten stehen am kommenden Dienstag Vorwahlen in den Bundesstaaten Florida, Arizona, Illinois und Ohio an. Diese Vorwahlen sind bislang nicht verschoben worden.

Louisiana war der erste Bundesstaat, der Vorwahlen wegen des Coronavirus verschoben hatte. Bevor bei Nominierungsparteitagen im Sommer die Präsidentschaftskandidaten der Parteien für die Wahl im November gekürt werden sollen, sind noch in zahlreichen Bundesstaaten Vorwahlen geplant. In 24 Staaten wurden sie bereits abgehalten.

Erster Coronavirus-Fall der NBA spendet halbe Million US-Dollar

00:24 Uhr: Nach seinem positiven COVID-19-Test will auch Center Rudy Gobert (27) von den Utah Jazz dem Hallen-Personal während der Unterbrechung der Saison helfen. Der erste offiziell bestätigte Fall der NBA möchte mehr als eine halbe Million US-Dollar spenden, das sind umgerechnet knapp 450 000 Euro. Dies teilte Goberts Basketball-Verein am Samstag (Ortszeit) mit.

Das Geld soll sowohl den Angestellten der Vivint Smart Home Arena in Utah zukommen als auch mit dem Virus befassten Sozialdiensten in Utah, Oklahoma City und dem französischen Gesundheitssystem. Mehr als 800 Angestellte arbeiten nach Jazz-Angaben in Teilzeit bei Veranstaltungen in der Vivint Smart Home Arena. Zuvor hatten schon mehrere andere Profis und Vereine - auch aus weiteren US-Sportarten - Spenden angekündigt.

Gobert und sein Teamkollege Donovan Mitchell (23) wurden beide positiv getestet. Daraufhin wurde die NBA-Saison für mindestens 30 Tage unterbrochen. "Mir geht es gut", sagte Mitchell, der in Quarantäne bleibt und sich die Zeit nach eigener Aussage unter anderem mit Videospielen vertreibt.

Kramp-Karrenbauer verspricht Hilfe der Bundeswehr in Corona-Krise

00:05 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr auch in der Corona-Krise gewährleistet. "Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten - auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt", sagte die CDU-Chefin der "Welt am Sonntag". "Wir haben gerade auch unsere Reservisten aufgerufen, sich zu melden, um in den Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität mit zu unterstützen. Was immer jetzt gebraucht wird." Kramp-Karrenbauer erklärte, dass es bis Freitagabend 120 begründete Verdachtsfälle und 18 bestätigte am Corona-Virus Erkrankte in den Reihen der Bundeswehr gab.

Ungeachtet der Corona-Krise mahnte Kramp-Karrenbauer, den deutschen Verteidigungsetat zu erhöhen. Das habe auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Bündnispartnern versprochen, sagte sie der Zeitung. Die außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen würden weiter wachsen. "Die Fähigkeiten unserer Bundeswehr müssen dazu passen."

Die Meldungen vom Samstag, 14. März:

Litauen stellt sich selbst unter Quarantäne

23:13 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung das Coronavirus wird Litauens Regierung das gesamte Land für zwei Wochen unter Quarantäne stellen. Dies beschloss das Kabinett in Vilnius am Samstagabend. Die Maßnahme gelte ab Montag und umfasst die Schließung der Grenzen für Ausländer. Auch sämtliche Geschäfte mit Ausnahmen von Apotheken und Lebensmittelmärkten müssen schließen, öffentliche Veranstaltungen sind untersagt. Zuvor hatte der Baltenstaat bereits wieder feste Grenzkontrollen an seinen EU-Binnengrenzen zu Polen und Lettland eingeführt.

Nach Regierungsangaben ist es Litauern mit Inkrafttreten der Quarantäne verboten, das Land zu verlassen. Umgekehrt ist Ausländern die Einreise verboten - es sei denn, sie arbeiten und leben dauerhaft in Litauen. Ausnahmen gelten auch für Diplomaten und Nato-Personal. Für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen. In Litauen gibt es bislang sieben nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen.

Auch Estland hat schärfere Maßnahmen beschlossen. Die Regierung in Tallinn verhängte am Samstag Beschränkungen für den Personenverkehr zwischen den estnischen Ostseeinseln und dem Festland - für zunächst zwei Wochen dürfen nur noch Bewohner zu den Inseln. Landesweit müssen zudem Sport- und Freizeiteinrichtungen schließen. In Estland war die Zahl an Coronavirus-Fälle zuletzt sprunghaft auf 115 angestiegen.

«Wir befinden uns derzeit in einer Situation, in der sich das Virus sehr schnell verbreitet. Alle Aktivitäten, die viel Kontakt zwischen Menschen und ein hohes Risiko für die Ausbreitung der Ansteckung beinhalten, müssen beschränkt werden, um die Gesundheit der Menschen zu schützen», erklärte Regierungschef Jüri Ratas.

Trump auf das Virus getestet

20:15 Uhr: Unter wachsendem öffentlichen Druck hat sich US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Ein Ergebnis werde erst ein oder zwei Tage nach der Untersuchung vorliegen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das auf das Coronavirus getestet wurden.

Wenn Trump sich am Freitagabend testen ließ, wirft eine Mail vom Weißen Haus Fragen auf: In ihr veröffentlichte das Büro von Pressesprecherin Stephanie Grisham am Freitag noch kurz vor Mitternacht ein Schreiben des Arztes des Weißen Hauses, in dem es hieß, ein Test sei nicht angezeigt, weil Trump keine Symptome von Covid-19 zeige. Trump sah sich in den vergangenen Tagen zunehmend Fragen danach ausgesetzt, warum er sich nicht testen lasse.

Die brasilianische Botschaft in Washington teilte am Freitagabend auf Twitter mit, der Geschäftsträger der Botschaft, Nestor Forster, sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag vergangener Woche mit Trump und Bolsonaro am Tisch gesessen. Trump war bei dem Besuch der Delegation zudem mit Bolsonaros Kommunikationsdirektor Fábio Wajngarten in Kontakt, bei dem später ebenfalls das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde. Wajngarten veröffentlichte am vergangenen Sonntag ein Foto auf Instagram, auf dem er neben Trump posiert.

Nach Trumps Angaben dauerte das Abendessen rund zwei Stunden. Mit Blick auf Wajngarten hatte Trump bei einer Pressekonferenz am Freitag gesagt: "Ich habe keine Ahnung, wer er ist, aber ich mache Bilder, und das dauert buchstäblich Sekunden." Auf dem Foto ist auch Vizepräsident Mike Pence zu sehen. Pence - der die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Coronavirus leitet - sagte bei der Pressekonferenz am Samstag, er werde anschließend mit dem Arzt des Weißen Hauses sprechen und sei ebenfalls dazu bereit, sich testen zu lassen.

Das Weiße Haus teilte am Samstag mit, als Vorsichtsmaßnahme werde ab sofort bei allen Personen, die in engem Kontakt mit Trump oder Pence seien, die Temperatur gemessen. Auch bei Reportern wurde vor der Pressekonferenz die Temperatur genommen. Ein Journalist wurde abgewiesen, weil er nach Angaben von Pences Sprecherin Katie Miller bei drei Messungen oberhalb der von der Gesundheitsbehörde CDC empfohlenen Grenze von 38 Grad Celsius lag.

Frankreich legt das öffentliche Leben lahm

20:05 Uhr: Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus alle Restaurants, Läden und Bars. Apotheken und Lebensmittelgeschäfte oder Banken sollen aber geöffnet bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Samstagabend an. Allerdings sollen ab Mitternacht alle nicht für das Leben notwendigen öffentlichen Orte schließen. Philippe begründete dies mit dem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle im Land. Die bisherigen Maßnahmen seien offensichtlich nicht ausreichend gewesen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden zählte Frankreich am Samstag 4500 Fälle, am Vortag waren es noch 3661. Es seien 91 Tote zu verzeichnen. Die erste Runde der Kommunalwahlen soll Philippe zufolge aber dennoch am Sonntag stattfinden - unter "strikter Einhaltung der Anweisungen". Frankreich hatte bereits zuvor zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen für die Wahl angekündigt. Dabei werden im ganzen Land neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gewählt.

"Der beste Weg, die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen, ist die räumliche Distanz", sagte Philippe. Nach der Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend seien in Frankreich immer noch zu viele Menschen in Restaurants oder Cafés gegangen, monierte er. Macron hatte sich mit einer Rede an die Französinnen und Franzosen gewandt und erklärt, dass ab Montag alle Bildungseinrichtungen schließen werden.

Nun gelte in Frankreich "Phase 3" erklärte Jérôme Salomon, der nationale Gesundheitsdirektor. Dies ist die höchste Stufe im Kampf gegen Epidemien. Zuvor hatte die zweite Stufe gegolten, Frankreich hatte unter anderem alle Veranstaltungen mit mehr als Menschen untersagt.

Philippe kündigte nun ein, dass auch der öffentliche Verkehr eingeschränkt werden soll. Er rief die Französinnen und Franzosen zu mehr Disziplin auf. "Unser Ziel ist es, Sie zu schützen. Ich bin mir der Anstrengungen und Opfer bewusst, die von Ihnen verlangt werden", sagte er.

G7-Chefs treffen sich - zur Videokonferenz

19:49 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Montag in einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten über die Corona-Pandemie und ihre Folgen beraten. Ein Regierungssprecher in Berlin bestätigte am Samstag auf Anfrage ihre Teilnahme. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Planung am Freitag bekanntgemacht. US-Präsident Donald Trump wird Gastgeber der Videokonferenz sein, wie das Weiße Haus bestätigt hatte.

Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beraten werden. Dazu zählten die Entwicklung eines Impfstoffes aber auch eine wirtschaftliche Antwort auf die Krise.

Berlin greift durch

18:51 Uhr: Berlin verbietet wegen der Coronakrise ab sofort alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Das teilte ein Sprecher der Senatskanzlei am Samstagabend mit. Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen. Auch der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist verboten. Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Darüber hinaus dürfen Patienten im Krankenhaus keinen Besuch mehr empfangen - Ausnahme seien solche unter 16 Jahren und Schwerstkranke.

Die gesetzliche Grundlage für die neuen Verordnungen sei das Infektionsschutzgesetz. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 19. April.

Ausnahmen gibt es für Restaurants: Gaststätten, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird, dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben.

Patienten unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürften einmal am Tag für eine Stunde eine Person empfangen, sofern diese keine Erkrankung an den Atemwegen habe, hieß es weiter. Auch in Pflegeheimen dürfen Bewohner nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings niemanden unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen.

Der Kölner Dom macht dicht

18:50 Uhr: Der Kölner Dom ist ab Sonntag nur noch für Menschen geöffnet, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. Das teilte Domsprecher Markus Frädrich am Samstagabend mit Verweis auf das von der Stadt Köln in der Coronakrise erlassene Veranstaltungsverbot mit. Deshalb würden ab Sonntag nur noch einzelne Gottesdienste unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert und von Domradio.de übertragen.

Den Dom besuchen normalerweise im Schnitt 16.000 bis 20.000 Menschen täglich. Er ist damit eines der meistbesuchten Gotteshäuser in Deutschland.

Corona stopp Koalitionsverhandlungen

18:16 Uhr: Der für Montag geplante Start der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen in Hamburg wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus um zwei Wochen verschoben. Das teilten beide Parteien am Samstag in Hamburg mit.

Trump weitet Einreisestopp aus

18:14 Uhr: US-Präsident Donald Trump weitet den 30-tägigen Einreisestopp für Reisende aus weiten Teilen Europas wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Großbritannien und Irland aus. Das kündigte Trump am Samstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus an. Vizepräsident Mike Pence ergänzte, die Maßnahme trete um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft. Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card), die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber Tests unterziehen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA eingeschränkt werden. Pence sagte, Gesundheitsexperten hätten einmütig dazu geraten, den Einreisestopp wegen zunehmender Infektionszahlen auf Großbritannien und Irland auszuweiten. Um Mitternacht in der Nacht zu Samstag war bereits ein 30-tägiger Einreisestopp für Menschen aus dem Schengen-Raum in Kraft getreten. Der Schengen-Raum umfasst 26 europäische Staaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Auch hier gilt, dass Amerikaner und Green-Card-Inhaber weiter einreisen dürfen. Rückkehrer aus den vom Einreisestopp betroffenen Ländern müssen auf einem von 13 Flughäfen in den USA einreisen, die das Heimatschutzministerium bestimmt hat. Nach Angaben des geschäftsführenden Heimatschutzministers Chad Wolf sind außerdem ausländische Diplomaten von den Reiseeinschränkungen ausgenommen.

Junge Union mobilisiert in Corona-Krise gut 1000 Einkaufshelfer

17:53 Uhr: Der CDU/CSU-Nachwuchs hat in der Corona-Krise nach eigenen Angaben mehr als 1000 Helfer mobilisiert, die älteren Menschen und anderen besonders Gefährdeten Einkäufe und Erledigungen abnehmen. So viele Freiwillige hätten sich bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Start der Aktion Einkaufshelden im Internet gemeldet, teilte die Junge Union mit. Ähnliche Aktionen haben auch andere gestartet, darunter die Jusos und viele Nachbarschaftsinitiativen.

JU-Chef Tilman Kuban sagte der Deutschen Presse-Agentur, man wolle dazu beitragen, die Ansteckungsgefahr für die Risikogruppe zu verringern und die Virusausbreitung zu verlangsamen. Die Junge Union bringt dabei im Internet Helfer und Hilfesuchende zusammen. Beide Seiten könnten sich seit Freitagnachmittag unter die-einkaufshelden.de registrieren. Neben der Online-Vermittlung bietet der Parteinachwuchs auch einen individuell vorausgefüllten Ausdruck an, den Helfer beispielsweise in den Flur ihres Wohnhauses oder im Supermarkt aushängen können.

Spanien plant landesweite Ausgangssperren

17:00 Uhr: Zur wirksameren Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie hat Spanien einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand verhängt, der auf die Einschränkung der Bewegungsfreiheit im ganzen Land hinausläuft. Der Ministerrat der Links-Regierung erließ dazu am Samstag in Madrid ein entsprechendes Dekret, wie Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Abend bekanntgab.

Das Dekret tritt am Montag um 8 Uhr morgens in Kraft. Sánchez sprach von "drastischen Maßnahmen". Der Alarmzustand sei für die längstmögliche Dauer von 15 Tagen ausgerufen worden, sagte der sozialistische Politiker. Eine Verlängerung müsste vom Parlament in Madrid genehmigt werden.

Die Spanier dürften während des "Alarmzustands" nur in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. Erlaubt bleiben nach dem Dekret Fahrten zur Arbeit, zum Arzt sowie zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten. Die Bürger dürfen das Haus auch verlassen, um Kinder, Ältere und Hilfsbedürftige zu betreuen. Urlauber und andere Menschen dürfen zudem zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren. Vom Verbot ausgenommen sind auch Situationen von "höherer Gewalt". Die Einhaltung der Anordnungen werden gemäß Dekret die Sicherheitskräfte überwachen.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am stärksten betroffene Land Europas. Die Zahl der Coronavirus-Fälle steigt seit Tagen sprunghaft an - Bilanz des Gesundheitsministeriums vom Samstagabend: mehr als 6000 Infektionen und über 190 Todesfälle.

Madrid darf nun neben den genannten Maßnahmen unter anderem zum Beispiel Lebensmittel und andere wichtige Güter rationieren und auch beschlagnahmen lassen, Interventionen in Fabriken und anderen Produktionsstätten anordnen und zur Umsetzung der Maßnahmen alle Sicherheitskräfte und auch die Armee mobilisieren.

Weitere Corona-Infektionen im Bundestag bei Grünen und FDP

16:07 Uhr: Auch in der Bundestagsfraktion der Grünen gibt es nun einen Corona-Fall. "Einer unserer Abgeordneten wurde positiv auf Corona getestet. Alle erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet", sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Den Namen des Abgeordneten nannte sie nicht. "Die anderen Fraktionen wurden informiert", sagte sie.

Zudem gibt es in der FDP-Fraktion inzwischen einen dritten Fall, wie ein Fraktionssprecher bestätigte, ohne den Namen zu nennen. Allerdings machte der Abgeordnete Thomas Sattelberger seine Infektion selbst bekannt. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: "Ich bin 70 geworden und weiß seit einer Stunde, dass ich Corona-positiv bin."

Zuvor hatte es in der FDP-Fraktion bereits zwei Infektionen gegeben. Als erstes war eine Ansteckung mit dem Coronavirus beim FDP-Abgeordneten Hagen Reinhold bestätigt worden. Außerdem hatte dann sein Fraktionskollege Alexander Graf Lambsdorff im "Spiegel" über seine eigene Infektion gesprochen.

Klöckner rät von Hamsterkäufen ab

15:12 Uhr: Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat von Hamsterkäufen abgeraten. Wegen der Coronakrise sei es vielerorts dazu gekommen, jedoch gebe es "keinen Anlass" für Hamsterkäufe, mahnte Klöckner am Samstag in Berlin. In Deutschland gebe es aktuell keine Versorgungsengpässe. Die Ministerin rief alle Bürger auf, ihre Vorräte "mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken". Dann sei auch genügend für alle da.

Gerade mit Blick auf die derzeitige Situation sei nicht nur die Solidarität der Verbraucher untereinander gefragt, sondern auch "Maß und Mitte", fügte Klöckner hinzu. Wichtig sei, nur das zu lagern, "was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht wird, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden". Denn unnötige Hamsterkäufe führten leider häufig dazu, "dass Lebensmittel letztlich in der Tonne landen". Wer dennoch zu viel gekauft habe, könne einwandfreie Waren zur Weitergabe an die Tafeln spenden.

Zahl der bestätigten Corona-Fälle in NRW steigt auf 1636, in Bayern auf 681

13:28 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Am Samstag gab es (Stand 11.30 Uhr) 1.636 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger SARS-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf meldete. Am Freitagnachmittag (16:00 Uhr) waren es noch 1433 Fälle gewesen. Der Kreis Heinsberg bleibt mit 589 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 85 Infektionen mit den neuartigen Coronavirus. In der größten Stadt des Bundeslandes, in Köln, waren es 83 Fälle. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf 23, in Dortmund 14 und in Essen 34.

Auch in Bayern steigt die Zahl der bestätigten Infektionen. Bislang sind im Freistaat 681 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Samstag mitteilte (Stand 13:00 Uhr). Das sind 123 Fälle mehr als am Vortag. Mit 364 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 178 Fälle, in Freising 51 Fälle und in Starnberg 34 Fälle.

Bundesliga-Klubs drohen hohe finanzielle Einbußen

13:10 Uhr: Der 26. Spieltag der Bundesliga ist wegen der Corona-Krise verschoben worden. Am Montag will die DFL beraten, wie es weiter geht. Wird die Bundesliga-Saison abgesagt, drohen den Klubs hohe finanzielle Einbußen.

Gesundheitsministerium warnt vor Fake-News

12:36 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat auf Twitter vor kursierenden Falschnachrichten und Panikmache im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie in Deutschland gewarnt.

Demnach werde "behauptet und rasch verbreitet", das wahlweise das Gesundheitsministerium oder die Bundesregierung bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen würden. "Das stimmt NICHT!", betonte die Behörde.

Ein Sprecherin äußerte sich auch zur Aussage von Minister Jens Spahn, wonach sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz selbst für zwei Wochen in Quarantäne begeben sollten. Dabei handele es sich um eine Empfehlung, erklärte eine Sprecherin.

Schulschließung nun auch in Mecklenburg-Vorpommern

11:55 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin mit. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen anderer Bundesländer.

SC Paderborn stellt Teile des Bundesliga-Teams unter Quarantäne

11:49 Uhr: Nach dem positiven Coronavirus-Test bei Fußballprofi Luca Kilian hat der SC Paderborn am Samstag Teile seiner Mannschaft für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt. Zuvor hatte der Teamarzt insgesamt 45 Tests auf das Virus bei Spielern und Betreuern durchgeführt, wie der Fußball-Bundesligist am Samstag mitteilte. Die Ostwestfalen sind der erste Erstliga-Club, der zu dieser Maßnahme greifen muss. In der Zweiten Liga war dies bereits bei Hannover 96 und beim 1. FC Nürnberg geschehen.

"Für Spieler und Mitarbeiter, die seit dem 5. März keinen direkten Kontakt zu Kilian hatten, geht das Leben vorerst 'normal' weiter", hieß es in der Mitteilung. Der Trainingsbetrieb beim Aufsteiger wurde vorerst eingestellt. Kurz vor dem Ende der Quarantäne soll bei allen potenziell Corona-Infizierten ein zweiter Test durchgeführt werden.

Türkei stoppt Einreise aus Deutschland

11:32 Uhr: Die Türkei hat Reisenden aus neun europäischen Ländern die Einreise verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das erklärte das türkische Innenministerium am Samstag.

Die Grenze sei für Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Auch Menschen aus Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürften nicht mehr einreisen.

Türkische Staatsbürger dürften "vorübergehend" nicht in die genannten Länder reisen, hieß es weiter. Die Türkei hatte am Freitag angekündigt, von Samstagmorgen an Flüge in diese Länder bis zum 17. April auszusetzen. Bereits zuvor hatte Ankara Flüge nach China, Iran, Irak, Italien und Südkorea eingestellt. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in der Türkei war am Freitag auf fünf gestiegen.

Virologe warnt vor Notbetreuungs-Plänen für Kinder

10:30 Uhr: Angesichts der bevorstehenden Schul- und Kita-Schließungen wird der Ruf nach schnellen Lösungen für berufstätige Eltern laut.

Der Virologe Christian Drosten warnt jedoch davor, Kinder von kritischen Berufsgruppen, wie Beispielweise Krankenpfleger, Ärztinnen oder Polizisten, in sogenannten Notbetreuungen neu zu gruppieren. "Hierdurch entstehen neue primäre und sekundäre Kontaktnetzwerke (Eltern). Die Infektion wird dadurch befeuert", erklärte Drosten auf Twitter.

Ihm zufolge könnten junge Kinder neue Gruppen und Betreuer psychisch schwer verkraften, somit steige die Belastung der Eltern weiter an. "Notbetreuung ist deswegen kontraproduktiv", bemerkt Drosten.

Er schlägt stattdessen vor, bestehende Gruppen auszudünnen sowie Gruppen und Betreuer so zu lassen, wie sie sind - nur mit deutlich weniger Kindern pro Gruppe oder Schulklasse. Diese österreichische Lösung hält Drosten für "sehr sinnvoll".

Nachdem fast alle Bundesländer ab Montag Schulen und Kitas schließen, versuchen sie Notbetreuungen auf die Beine zu stellen. Es geht dabei vor allem darum, dass Eltern in sogenannten kritischen Berufen, wie Polizei, Feuerwehr, Krankenpflege oder Rettungsdienst weiterhin zur Arbeit gehen können.

RKI stuft Tirol und Madrid als Risikogebiete ein

10:01 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die internationalen Coronavirus-Risikogebiete ausgeweitet: Seit Freitagabend gelten auch das Bundesland Tirol in Österreich und die spanische Hauptstadt Madrid offiziell als Gebiete, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann.

Derzeit hat das RKI folgende Orte und Länder als Risikogebiete eingestuft:

  • Italien
  • Iran
  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • In Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • In Österreich: Bundesland Tirol
  • In Spanien: Madrid
  • In Deutschland: Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

Apple schließt alle Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen

09:30 Uhr: Apple schließt wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärte Firmenchef Tim Cook am Samstag.

Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte, in den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Stores in Italien dichtgemacht. In Deutschland betreibt der Konzern 15 eigene Geschäfte

Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.

Erster Corona-Toter in Luxemburg

08:14 Uhr: In Luxemburg gibt es einen ersten Corona-Todesfall. Eine 94-jährige Person sei an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilte die luxemburgische Regierung am Freitagabend mit. Der Fall zeige, dass vor allem ältere Menschen besonders geschützt werden müssten. Mit einem Paket an Maßnahmen versucht auch Luxemburg, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem sind Schulen und Kindertagesstätten ab Montag für zwei Wochen geschlossen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 38 (Stand Freitagabend) gestiegen.

Neuseeland verordnet Einreisenden zweiwöchige Quarantäne

5:51 Uhr: Wer in Neuseeland einreist, muss sich ab Sonntag 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Samstag an, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nur Reisende, die von den Pazifischen Inseln kommen, sind davon ausgenommen. Ardern rief zugleich ihre Landsleute auf, alle nicht notwendigen Reisen nach Übersee zu unterlassen. Kreuzfahrtschiffe dürften bis zum 30. Juni nicht in neuseeländischen Häfen anlegen. Neuseeland hat bisher sechs bestätigte Fälle der Covid-19-Erkrankung.

Zuvor hatte Ardern mitgeteilt, dass wegen der Gefahren durch das Coronavirus die für Sonntag geplante zentrale öffentliche Gedenkfeier zum Jahrestag der Terroranschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch abgesagt wurden. Am 15. März 2019 hatte ein australischer Rassist bei den Anschlägen 51 Menschen getötet.

Bundesagentur: Haben genügend Geld, um Kurzarbeitergeld zu bezahlen

5:45 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich auch für einen starken Anstieg von Kurzarbeit in Folge der Coronavirus-Krise gerüstet. Es seien keine besonderen Vorkehrungen im Haushalt erforderlich, um Kurzarbeitergeld zu zahlen, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage.

Derzeit seien dafür im Haushalt der BA 255 Millionen Euro eingeplant. "Kurzarbeitergeld ist eine gesetzliche Pflichtleistung und wird deshalb auf jeden Fall ausbezahlt - unabhängig von dem aktuellen Haushaltsansatz", erklärte die Sprecherin. Sollten mehr Mittel erforderlich werden, dann könnten diese aus der Rücklage der BA bestritten werden. Das Finanzpolster der Behörde sei seit dem Ende der Finanzkrise vor zehn Jahren stetig angewachsen auf aktuell rund 26 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen wirtschaftliche Flauten abgefedert werden.

Um Deutschlands Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit zu schützen, hatte der Bundestag am Freitag einen Gesetzentwurf für ein erleichtertes Kurzarbeitergeld beschlossen. Demnach sollen ab April Unternehmen leichter als bisher Leistungen der Bundesagentur beantragen können. Betriebe können so Kurzarbeitergeld schon nutzen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Dritte

Pflege-TÜV wird wegen Corona-Krise ausgesetzt

5:04 Uhr: Die regelmäßigen Qualitätsprüfungen in den Pflegeheimen für den sogenannten Pflege-TÜV werden angesichts der Corona-Epidemie ausgesetzt, um das Personal in den Heimen zu entlasten. "Pflegebedürftige Menschen bedürfen in ganz besonderer Weise der umfassenden Betreuung und Versorgung, da müssen wir auch ungewöhnliche Wege gehen", sagte der für Pflege zuständige Vize-Chef des Kassen-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). Die Aussetzung gelte zunächst bis Ende Mai.

Normalerweise überprüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) regelmäßig vor Ort, wie die Heimbewohner versorgt werden. Aus diesen Informationen und Daten, die die Pflegeheime selbst liefern, werden umfassende Prüfberichte erstellt. Die Kontrollen binden jedoch Pflegekräfte, was nun durch die Aussetzung verhindert wird.

"Alle schauen zu Recht auf die Akutversorgung im Krankenhaus und bei den Ärzten, aber wir müssen auch die ambulante und stationäre Altenpflege stabilisieren", sagte Kiefer.

Kambodscha untersagt Einreise aus Deutschland und weiteren Staaten

5:01 Uhr: Kambodscha untersagt Bürgern aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und den USA ab Dienstag für 30 Tage die Einreise, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Das südostasiatische Land hat bisher sieben bestätigte Covid-19-Erkrankungen. Darunter sind nach Medienberichten ein Kanadier und ein Belgier, die am Freitag in der in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh unter Quarantäne gestellt wurden. Laut Ministerium wurden drei britische Touristen zu Wochenbeginn positiv getestet und befinden sich ebenfalls in Isolation, so wie auch ein Einheimischer. Ein Mann aus China, dessen Infektion in Kambodscha zuerst bekannt wurde, hat sich mittlerweile erholt und ist vergangenen Monat ausgereist.

In Kambodscha befindet sich mit der Tempelanlage von Angkor Wat eine der größten Sehenswürdigkeiten Asiens. Hier ist die Besucherzahl zuletzt wegen des Coronavirus bereits stark gesunken. Im Februar kamen 119 000 Besucher - das waren 56 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Angkor Wat gehört zum Unesco-Welterbe.

US-Einreisestopp für Reisende aus Europa wegen Coronavirus in Kraft

5:00 Uhr: Der von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisestopp für Menschen aus weiten Teilen Kontinentaleuropas ist in Kraft getreten. Die Maßnahme gilt seit 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag) für Menschen aus dem Schengen-Raum, der 26 europäische Staaten umfasst, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA eingeschränkt werden. Trump hatte am Mittwochabend in einer Ansprache an die Nation angekündigt, die Regelung solle 30 Tage gelten. Amerikaner, die sich im Schengen-Raum aufhalten, dürfen in die USA zurückkehren, müssen sich aber Tests unterziehen.

Trump sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, angesichts steigender Infektionszahlen in Großbritannien - das dem Schengen-Raum nicht angehört - müsse die Maßnahme vielleicht auf dieses Land ausgeweitet werden. "Wir müssen sie möglicherweise in die Liste aufnehmen." Womöglich würden die Reiseeinschränkungen auch noch auf "ein paar andere" Länder ausgeweitet. Trump verteidigte die Reiseeinschränkungen für Europa am Freitag erneut. "Diese Maßnahme wird zahllose Menschenleben retten", sagte er.

Die einseitige Maßnahme hatte für Kritik in Europa gesorgt. Bundesaußenminister Heiko Mass (SPD) warf Trump vor, im Alleingang gehandelt zu haben, und betonte, dass es sich bei der Bekämpfung des Coronavirus um eine globale Herausforderung handele. Die EU-Spitzen, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel, kritisierten, die US-Entscheidung sei ohne Rücksprache getroffen worden. Trump hatte zu seiner Rechtfertigung gesagt, er habe keine Zeit verlieren wollen. Die EU habe es außerdem versäumt, Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken, was zu einer Ausbreitung des Virus auch in den USA geführt habe.

Veranstaltungswirtschaft fürchtet verheerende Folgen durch Corona

5:00 Uhr: Der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, hat vor schwerwiegenden Folgen für seine Branche durch die Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. "Wenn derartige Veranstaltungsabsagen nur über zwei, drei Wochen erfolgen müssen, werden sich zahlreiche Firmen davon nicht wieder erholen können", sagte Michow der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Vielzahl der abgesagten Veranstaltungen wegen des Virus Sars-CoV-2.

In der Veranstaltungsbranche herrsche laut Michow zurzeit Ratlosigkeit angesichts der Situation. Die Bundesländer entschieden jeweils unterschiedlich, ob sie Großveranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbieten oder nicht. "Wir erleben derzeit nicht nur in unserer Branche, sondern in der Wirtschaft allgemein das Problem, dass auf der ganzen Ebene klare Ansagen fehlen", kritisierte er. Bisher gebe es nur Empfehlungen zu Absagen, die den Unternehmen aber keine Planungssicherheit böten.

Praxisärzte fordern rasche Hilfe für weitere Kinderbetreuung

4:30 Uhr: Angesichts von Schulschließungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie dringen die Praxisärzte auf rasche Klarheit über weitere Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Fachangestellte in der Praxis seien wie Feuerwehrleute, Polizisten, Krankenschwestern und viele andere auch Eltern, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie bräuchten nun schnelle Unterstützung von Kommunen und Landesregierungen beim Organisieren einer Betreuung, um den Praxisbetrieb nicht herunterfahren zu müssen.

"Bleibt diese Unterstützung aus, sehe ich mit großer Sorge, wie wir die Versorgung der Patienten in diesen schwierigen Zeiten auf Dauer aufrecht erhalten sollen", warnte Gassen. Er verwies darauf, dass Schulschließungen mehr oder minder bereits ab Beginn der nächsten Woche gelten sollen. Die meisten Länder haben dies angekündigt.

Der stellvertretende KBV-Chef Stephan Hofmeister sagte: "In den Praxen findet nicht nur die Regelversorgung statt, sondern derzeit auch ein wesentlicher Anteil der Versorgung von Corona-Patienten." Die Ärzte und ihr Praxispersonal würden dringend gebraucht - auch vor dem Hintergrund, dass je nach Entwicklung auch Praxisschließungen durch Quarantäne drohen könnten. Daher sei jede Unterstützung nötig. In Praxen kommen laut KBV täglich mehr als drei Millionen Patienten.

Zahl neuer Coronavirus-Fälle in China bleibt niedrig

4:08 Uhr: Mit nur elf neu nachgewiesenen Fällen bleibt die Zahl der neuen Coronavirus-Erkrankungen in China weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Wie aus am Samstag von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Daten hervorging, wurden damit landesweit drei Fälle mehr als am Vortag registriert. Schon seit Tagen liegt die Zahl der Neuinfektionen jedoch im unteren zweistelligen Bereich. 13 weitere Menschen kamen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben, wie die Kommission ferner mitteilte.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 824 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3189 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Die Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Coronavirus: Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

3:45 Uhr: Die Zahl der erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist bei zuletzt rückläufiger Tendenz bei den neuen Fällen auf mehr als 8000 gestiegen. Am Freitag seien 107 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8086. Es wurden bisher 72 Todesfälle mit dem Erreger in Verbindung gebracht.

Südkorea hatte am Freitag zum ersten Mal seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen von dem Virus gemeldet als neue Infektionen. Trotz der langsameren Zunahme der Infektionsfälle warnten die Behörden zuletzt vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten.

Sorgen bereiten den Behörden auch weiter lokale Häufungen von Ansteckungen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Fälle konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

Verband fordert wegen Corona weniger Bürokratie für Seniorenheime

3:00 Uhr: Der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen hat gefordert, während der Corona-Krise Seniorenheime von Bürokratie und Kontrollen zu verschonen. "In dieser drastischen Situation müssen wir die Rahmenbedingungen lockern", sagte der Chef des Verbandes, Dieter Bien, der Deutschen Presse-Agentur. So solle von Prüfungen der Heimaufsicht zunächst bis Ende Mai abgesehen werden. Die regelmäßigen Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung für den sogenannten Pflege-TÜV werden bereits vorläufig bis Ende Mai ausgesetzt.

Handwerk verlangt wegen Coronavirus zinslose Steuerstundungen

2:00 Uhr: In der Coronavirus-Krise fordert das Handwerk vom Fiskus großzügige zinslose Steuerstundungen. Diese müssten alle Steuerarten umfassen, neben Ertragsteuern auch Lohn- und Umsatzsteuer, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Erleichterungen bei Kurzarbeit, Liquiditätshilfen, Bürgschaften und Steuerstundungen sind die in dieser Lage angemessenen Maßnahmen. In die richtige Richtung gehen auch andere Vorhaben", sagte er zu den bisherigen Beschlüssen der Bundesregierung. In dieser Situation dürfe für die Betriebe "wirklich nichts mehr oben drauf kommen - sei es bei den Sozialabgaben, Steuern oder administrativ etwa durch Regulierungen", fügte Wollseifer hinzu.

Walter-Borjans fordert Konsequenzen aus Coronakrise

1:45 Uhr: SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat längerfristig weniger Abhängigkeit von internationalen Lieferketten als Konsequenz aus der Coronakrise gefordert. Es zeige sich, "wie viele Unternehmen und ihre Beschäftigten direkt oder indirekt unter den Folgen einer Lieferkettenstrategie leiden, die jede Form von Nachhaltigkeitsdenken hat vermissen lassen", sagte Walter-Borjans der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Das aufzuarbeiten ist eine Aufgabe für die Zeit nach der Pandemie, um zu gewährleisten, dass die Steuerzahler nicht für kurzsichtige Renditeplanungen einiger weniger herhalten müssen." Die deutsche Wirtschaft gilt wegen ihrer Abhängigkeit etwa von Produkten aus China als sehr anfällig für die Coronakrise.

Die Zusage der Bundesregierung, Unternehmen umfassende Kredite in der Krise zu gewähren, zeige, dass sie zu umfassenden und zielgenauen Schritten in der Lage sei. "Dabei hilft, dass Deutschland über ein bewährtes System von Förderbanken mit bewährten Instrumenten verfügt", sagte Walter-Borjans. "Zusammen mit hoher Kulanz der Steuerbehörden durch Steuerstundung und der Herabsetzung von Vorauszahlungen werden unnötige Liquiditätsengpässe vermieden."

Der Schutzschirm der Regierung helfe auch den Dienstleistern aus Logistik, Handel, Gastgewerbe, Kultur und Tourismus. "Liquiditätshilfen und Steuerstundungen helfen kleinen Unternehmen und Selbstständigen aus einer Finanzklemme."

Angst vor Insolvenzen in der Schaustellerbranche

1:18 Uhr: In der Schaustellerbranche greift angesichts zahlreicher Absagen von Veranstaltungen wegen der Coronavirus-Epidemie die Furcht vor Pleiten um sich. "Es sind in höchstem Maße Existenzen bedroht. Es wird zu Insolvenzen kommen", sagte der Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, Werner Hammerschmidt, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Nach der Winterpause hätten jetzt die ersten Jahrmärkte und anderes angestanden, die nun fast flächendeckend abgesagt würden. Schausteller hätten keine alternativen Einnahmequellen. "Die Angst geht um in der Branche", sagte Hammerschmidt.

Söder: Bundeswehr in Corona-Bekämpfung stärker einbinden

1:06 Uhr: Der CSU-Vorsitzende Markus Söder fordert, die Bundeswehr mehr für den Kampf gegen die Corona-Epidemie einzusetzen. "Wir sollten überlegen, die Bundeswehr stärker einzubinden. Sie muss mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen", sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das ist angesichts dieser Krise unabdingbar."

Die Bundeswehr hilft bereits Kreisen und Kommunen. "Die Bundeswehr unterstützt aktuell die zivilen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Coronavirus im Rahmen von Amtshilfe", sagte ein Sprecher der Bundeswehr der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). "Im Wesentlichen geht es zur Zeit um Bereitstellung von Laborkapazitäten, medizinischer Schutzausrüstung wie Masken und Kitteln sowie Unterstützung mit medizinischem Fachpersonal." Jedes Amtshilfeersuchen der zivilen Behörden werde über die jeweiligen Landeskommandos an das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin weitergeleitet und dort entschieden.

Söder sprach sich außerdem dafür aus, schnell die Steuern zu senken. "Steuersenkungen haben den Vorteil, dass sie sofort wirken", erklärte er. "Eine Halbierung der Stromsteuer wäre ein richtiger Schritt."

Mit Blick auf die Kapazitäten im Gesundheitssektor verlangte er einen baldigen Pharmagipfel mit der Industrie. "Wir müssen sicherstellen, dass bestimmte Medikamente auch in Deutschland produziert werden." Außerdem brauche es eine "Notfallapotheke für Deutschland", also die Einlagerung wichtiger Medikamente für einen bestimmten Zeitraum sowie eine kurzfristige Bereitstellung von Produktionskapazitäten.

Nötig seien auch bessere Durchgriffsrechte für die Gesundheitsminister von Bund und Ländern im Krisenfall. Im Moment könnten sie einzelnen Ärzten keine Anweisungen geben, erklärte Söder.

Trump: Große Kreuzfahrtgesellschaften setzen Fahrten aus USA aus

01:05 Uhr: Die großen Kreuzfahrtgesellschaften Carnival, Royal Caribbean, Norwegian und MSC setzen ihre Fahrten aus den USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für 30 Tage aus. Das geschehe auf seine Bitte und gelte ab Mitternacht in der Nacht zu Samstag (Ortszeit/5.00 Uhr MEZ), schrieb Trump am Freitagabend auf Twitter. In mehreren Fällen waren in den vergangenen Wochen Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 auf Kreuzfahrtschiffen festgestellt worden, die zur Quarantäne von Passagieren führten.

Das US-Außenministerium hatte bereits am vergangenen Sonntag amerikanische Staatsbürger dazu aufgerufen, Reisen auf Kreuzfahrtschiffen zu vermeiden. Besonders gelte das für Reisende mit Gesundheitsproblemen. Trump deutete am Freitag an, dass die Gesellschaften womöglich auf Unterstützung hoffen könnten. "Es ist eine große und wichtige Industrie - das wird auch so bleiben!" Er wisse, wie wichtig Kreuzfahrtgesellschaften für die USA seien.

Trump will sich "wahrscheinlich" doch auf Coronavirus testen lassen

00:04 Uhr: US-Präsident Donald Trump will sich unter wachsendem Druck wahrscheinlich doch auf das Coronavirus testen lassen. "Sehr wahrscheinlich ja", sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage. "Wir arbeiten einen Zeitplan aus." Trump war am vergangenen Wochenende mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation in Kontakt, das US-Medienberichten zufolge mit Trump für ein Foto posierte und das später positiv auf das Virus getestet wurde.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, hatte am Donnerstag mitgeteilt, Trump habe fast keinen Umgang mit der Person gehabt. Es gebe daher keine Notwendigkeit für einen Test. Trump sagte am Freitag: "Wir haben keinerlei Symptome."

Animations- und Trickfilmfestivals in Stuttgart abgesagt

0 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind das Internationale Trickfilmfestival, die Animation Production Days und die FMX in diesem Jahr abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter der Stuttgarter Events am Freitag mit. Damit stütze man sich auf den Erlass des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abgesagt werden müssen, teilte die Film- und Medienfestival gGmbH mit.

Das Trickfilm-Festival sollte ursprünglich vom 5. bis zum 10. Mai stattfinden. Nun soll es eine "digitale Version" der Veranstaltung im selben Zeitraum geben. Wettbewerbsbeiträge sollen unter anderem als Stream abrufbar sein.

Für die Animation Production Days - ursprünglich zwischen dem 6. und 8. Mai angedacht - ist von einer solchen digitalen Lösung bisher nichts bekannt. Gleiches gilt für die FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media. Sie war vom 5. bis zum 8. Mai geplant.

Die Meldungen vom Freitag, 13. März:

EM-Test gegen Italien abgesagt

22:00 Uhr: Der EM-Test der Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März ist abgesagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, untersagte die Stadt Nürnberg wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels für den Deutschen Fußball-Bund unumgänglich wurde.

"Da durch die beiden Mannschaften, die Betreuer und die Medienvertreter mit mehr als 100 Menschen gerechnet werden müsse, sei eine Absage des Spiels unumgänglich", hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das für den 26. März in Madrid geplante erste Testländerspiel in diesem Jahr der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gegen Spanien ist weiterhin sehr fraglich.

Erster Coronafall in der Bundesliga

21:40 Uhr: In der Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass der deutsche U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. Die Tests an ersten Paderborner Spielern waren zuvor deshalb durchgeführt worden, weil SCP-Trainer Steffen Baumgart im Verlauf des Tages einige Symptome einer Ansteckung durch das Virus gezeigt hatte und deshalb als Verdachtsfall geführt wurde. Die Testergebnisse bei dem 48-Jährigen waren jedoch anders als bei Kilian negativ.

Trump ruft nationalen Notstand auf

20:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

Polen schließt in Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer

20:05 Uhr: Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit.

Dänemark schließt in Corona-Krise seine Grenzen

19:30 Uhr: Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit. In Dänemark sind bislang 801 Infektionen mit dem Erreger nachgewiesen worden.

Es werde weiter möglich sein, Lebensmittel, Medikamente und andere notwendige Waren nach Dänemark zu bringen, versicherte Frederiksen. Dänen könnten jederzeit in ihr Heimatland zurückkehren. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Grund für eine Einreise kämen dann nicht ins Land. Die Grenzkontrollen sollen bis einschließlich Ostern, also bis zum 13. April, gelten.

Tschechien riegelt ab: Ein- und Ausreiseverbote beschlossen

19:00 Uhr: Tschechien riegelt wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig seine Grenzen ab. Das Kabinett in Prag beschloss am Freitag, dass allen Ausländern die Einreise untersagt wird, nicht mehr nur denjenigen aus Risikogebieten. Zugleich werden allen tschechischen Staatsbürgern und Ausländern mit Daueraufenthalt in dem EU-Mitgliedstaat ab Montag Reisen ins Ausland verboten. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Freitag bekannt. Die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch die Krankheit soll zur Straftat erklärt werden.

In Hessen ab Montag keine Schulpflicht mehr

18:30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab Montag in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden.

Sanitätsdienst der Bundeswehr sucht Reservisten als Verstärkung

17:44 Uhr: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat Reservisten aufgerufen, sich wegen der Corona-Krise zur Verstärkung der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede zum Dienst zu melden.

Gesucht würden ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laboratoriumsassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten, die kurzfristig verfügbar seien, teilte das Sanitätswesen am Freitag mit.

"Melden Sie sich bei uns im Kommando!", hieß es in einem Tweet. "Unsere Hotline für die Reserve im Sanitätsdienst: 0261 896 32444."

Kulturhauptstadt Rijeka sagt alle Programme bis 14. April ab

17:24 Uhr: Die Europäische Kulturhauptstadt Rijeka (Kroatien) hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle bis zum 14. April geplanten Veranstaltungen abgesagt.

Über das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt werde zum passenden Zeitpunkt entschieden, hieß es in einer Mitteilung, die das Organisationsbüro des Kulturhauptstadtjahrs am Freitag veröffentlichte. Auch die Entscheidung, ob Programme ab Mitte April wieder stattfinden können, werde man später treffen.

Acht gemeldete Coronavirus-Tote in Deutschland

17:16 Uhr: Mit einem weiteren gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang acht Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handelt sich laut Landkreis Göppingen um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war.

Neben den drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

Merkel: Staat will alles Nötige zur Bewältigung der Corona-Krise tun

17:09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat umfassende staatliche Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zugesichert. "Wir sind gewillt, (...) alles zu tun, was notwendig ist, alles zu tun, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen", sagte Merkel am Freitag in Berlin.

TV-Moderator Johannes B. Kerner mit Coronavirus infiziert

17:00 Uhr: Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der 55-Jährige am Freitag auf Instagram mit.

Das Positiv-Testergebnis sei für ihn überraschend gekommen, aber: "Mir geht es sehr gut, ich habe praktisch keine Symptome." Er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Macron: G7-Videokonferenz wegen Coronavirus am Montag

16:52 Uhr: Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am kommenden Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte.

Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden.

EU-Kommission billigt Entschädigung für ausfallende Events

16:36 Uhr: Wenn Großevents mit mehr als 1.000 Teilnehmern wegen des COVID-19-Ausbruchs abgesagt werden, sollen die Veranstalter in Dänemark dafür entschädigt werden. Die EU-Kommission in Brüssel genehmigte am eine dänische Beihilferegelung, die mit 91 Millionen Kronen (etwa 12 Millionen Euro) ausgestattet ist.

Es sei die erste und bisher einzige Beihilfemaßnahme, die ein Mitgliedstaat im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Genehmigung angemeldet habe, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Die Kommission hat versprochen, die Beihilferegeln in solche Fällen flexibel auszulegen und Anfragen rasch zu bearbeiten.

Staatliche Beihilfen müssen in Brüssel geprüft und genehmigt werden, damit sie nicht den Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union verzerren.

Brandenburg setzt regulären Unterricht aus

16:33 Uhr: In Brandenburg soll der reguläre Schulunterricht aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch vorerst ausgesetzt werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend.

DFL: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

16:16 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL am Freitag mit.

"Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen", teilte die DFL am Freitag mit,

Düsseldorf und Paderborn beantragen Absage von Bundesliga-Spiel

16:00 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf fordert wegen der Sorgen um mögliche Coronavirus-Infektionen eine Absage des Freitagspiels gegen den SC Paderborn. Ein Clubsprecher bestätigte einen "RP Online"-Bericht, wonach auch die Paderborner diesen Antrag bei der Deutschen Fußball Liga unterstützen.

Zuvor war ein Coronavirus-Test bei Paderborn-Trainer Steffen Baumgart negativ ausgefallen. Allerdings stehen noch weitere Tests bei Profis des Clubs aus. Die Partie soll um 20:30 Uhr angepfiffen werden.

Grenzkontrollen in der Schweiz

15:54 Uhr: Die Schweiz führt an ihren Grenzen - auch zu Deutschland - wieder Kontrollen ein. Dies gehört zu einem Paket drastischer neuer Maßnahmen, die die Regierung am Freitag wegen der Coronavirus-Pandemie verkündete.

Aus Italien können nur noch Schweizer und Personen mit Aufenthaltserlaubnis oder solche, die in der Schweiz arbeiten, einreisen.

Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Mrd Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Auch Sachsen-Anhalt schließt Schulen und Kitas

15:50 Uhr: Auch Sachsen-Anhalt schließt von Montag an die Schulen Kitas im Land. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung am Freitag in Magdeburg mit.

Zuvor hatten viele andere Bundesländer ähnliche Maßnahmen angekündigt.

Kreis Heinsberg bittet Bundeswehr um Nothilfe wegen Coronavirus

15:35 Uhr: Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin am Freitag.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Ob die Bundeswehr auf die Bitte schon reagiert hat, konnte die Sprecherin nicht sagen. Nach Informationen des "Spiegel" wird die Anfrage dort noch bearbeitet. Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben vom Freitag inzwischen 553 Menschen mit dem Virus infiziert.

Schweizer Regierung ordnet Schließung aller Schulen an

15:30 Uhr: In der Schweiz schließen wegen der Pandemie alle Schulen bis mindestens 4. April. Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten.

Das ordnete die Regierung am Freitag an. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Milliarden Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Rauferei wegen Hamsterkauf von 50 Kilogramm Mehl

15:20 Uhr: Ein Hamsterkauf von 50 Packungen Mehl hat in einem Supermarkt bei Osnabrück eine Rauferei verursacht. Ein Mann hatte in Hilter das Mehl in seinen Einkaufswagen gepackt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

An der Kasse wurde ihm der Kauf einer so großen Menge am Donnerstagabend verweigert: Er könne 20 Packungen erwerben, die restliche Menge solle aber für andere Kunden im Geschäft bleiben. Der 41-Jährige stritt sich mit zwei Supermarkt-Mitarbeitern, bis es zu der körperlichen Auseinandersetzung kam. Am Ende blieben die 50 Kilogramm Mehl im Laden.

Auch Thüringens, Hessens und Hamburgs Schulen bleiben geschlossen

15:00 Uhr: In Thüringen bleiben zum Schutz gegen das Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit.

Wegen der Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete.

Hessen will ebenfalls landesweit die Schulen zumachen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen.

Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

Zahlreiche Geschäfte in Österreich werden geschlossen

14:11 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus müssen in Österreich ab kommender Woche viele Geschäfte vorübergehend schließen. Lebensmittelmärkte und Apotheken gehörten zu den Geschäften, die offen bleiben dürfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.

Zudem stellte Österreich das Paznauntal sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne.

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen

14:10 Uhr: Wegen der Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

Siebter Corona-Toter in Deutschland

13:45 Uhr: Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt.

Es handele sich um einen 80 Jahre alten Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen), der in einer Klinik behandelt wurde und positiv auf das Virus getestet worden war, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart mit.

Neben den beiden Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:28 Uhr: Scholz: "Wir werden mit einer Maßnahme in Deutschland nicht die ganze Weltwirtschaft bewegen. Wir können aber einen stabilen Pfad gehen und damit als Beispiel für die Weltwirtschaft dienen. Alle, die uns irgendetwas von 'ihr Land first' erzählt haben, scheitern derzeit krachend. Diese Wirtschaftsmodelle können nicht gut gehen." In wirtschaftlicher Hinsicht nationalistisch agierende Staaten hätten nicht begriffen, wie die Weltwirtschaft funktioniert und die Staaten darin miteinander verwoben seien. "Der amerikanische Präsident Donald Trump hat einen grotesken Auftritt hingelegt", betonte Scholz "in aller Höflichkeit. Er denkt, er könne das Virus so bekämpfen wie er Menschen einer anderen Staatsbürgerschaft bekämpft."

Sechs US-Staaten schließen ihre Schulen

13:26 Uhr: Wegen des um sich greifenden Coronavirus schließen mindestens sechs US-Bundesstaaten die Schulen. Die Schulen in Ohio, Michigan, Oregon, Maryland, Kentucky und New Mexico wurden angewiesen, ab Montag für mindestens zwei Wochen zu schließen.

Dies betrifft Millionen von Schülern und stellt ärmere Familien vor Probleme - viele setzen bei der Versorgung ihrer Kinder auf das kostenlose oder subventionierte Schulessen.

Es handele sich um einen notwendigen Schritt, "um unsere Kinder, unsere Familien und die allgemeine Gesundheit zu schützen", erklärte Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer am Donnerstagabend (Ortszeit).

NRW schließt als siebtes Bundesland seine Schulen

13:22 Uhr: Mit Nordrhein-Westfalen schließt das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland und jenes, das derzeit am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffen ist, in der kommenden Woche alle Schulen. Die Schließung gilt bis zu den Osterferien. Diese beginnen am 6. April.

Die Schulschließung hat das Kabinett am Freitag beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die "Rheinische Post" berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. Damit ist Nordrhein-Westfalen das siebte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:14 Uhr: Altmaier reagiert auf die Frage nach einer möglichen Teil-Verstaatlichung großer deutscher Unternehmen wie der Deutschen Telekom und Siemens: "Solche Reaktionen sind nur in sehr wenigen Ausnahmesituationen denkbar." Und diese wolle Altmaier auch erst gar nicht durch zu arges Nachdenken darüber erst recht herbeiführen.

13:11 Uhr: "Der Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wuchs in der Finanzkrise zwischen Ende 2008 und Spätsommer 2009 um 20 Milliarden Euro, um den Menschen in Deutschland direkt zu helfen", erinnert Scholz, als es um den derzeitigen Aufwand von Kurzarbeitergeld seitens der Regierung geht.

13:06 Uhr: Auch nicht so finanzstarke Staaten wie Deutschland müssten in die Lage versetzt werden, gegen die Ausbreitung des Virus zu handeln: "Daran sind wir als wirtschaftlich weltweit verflochtene Kraft sehr interessiert", betont Scholz eine Lösung auf europäischer und globaler Ebene. Ein Treffen der europäischen Finanzminister stünde in der kommenden Woche an. "Unsere Stabilitätsphilosophie müssen wir nicht aufgeben", spricht Altmaier von großzügigen Handlungsspielräumen im nationalen und europäischen Wirtschaftsrecht. "Wir haben zusätzlichen Geldbedarf", schließt Scholz jedoch auf Nachfrage eine Neuaufnahme von Schulden nicht aus.

13:01 Uhr: Ausgerichtet an der Entwicklung der Pandemie in der globalen Wertschöpfungskette würde gehandelt, unterstreicht Altmaier. "Wir sind auch diesmal entschlossen, dass Spekulanten, die glauben, dass der Staat schwach ist, widerlegt werden. Wenn es nötig ist, werden wir unsere Waffen nachschärfen."

12:59 Uhr: Scholz: "Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass wir uns im Notfall staatlicherseits an Unternehmen beteiligen." Altmaier: "Es mag in diesen Ausnahmesituationen Fälle geben, in denen der Staat so handeln muss, wenngleich er nicht der beste Unternehmer ist. Wir führen keine ideologischen Debatten. Es geht nicht um links oder rechts sondern um richtig oder falsch."

12:56 Uhr: Scholz: "Wir haben solide Finanzen. Das gibt uns in einer Krise die Chance, ohne mit der Wimper zu zucken das Notwendige zu tun."

12:54 Uhr: "Das, was wir hier machen, ist die Bazooka", findet Scholz einen bildhaften Vergleich zu einer US-Panzerbüchse. Anschließend werde geschaut, was noch an Waffen benötigt werde. "Wir haben noch etwas in der Hinterhand. Jetzt machen wir Liquiditätssicherung über unseren erstklassigen deutschen Sozialstaat. Ich habe das in der letzten Krise genau beobachtet, als ich Arbeits- und Sozialminister war."

12:51 Uhr: Altmaier: "Es kam uns nicht darauf an, mit der Gießkanne übers Land zu ziehen und Wohltaten zu verteilen, sondern Unternehmen zu helfen, die wegen Corona in Schwierigkeiten geraten und in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. Wir können dafür sorgen, dass diesen Unternehmen zwischendrin die Luft nicht ausgeht." Bis zum 31. Dezember 2020 werde seitens der Finanzbehörden zum Beispiel auch auf Kontopfändungen verzichtet.

12:47 Uhr: Scholz: "Bei der Kreditzuweisung der KfW gibt es keine Grenze nach oben." Hinter der Abkürzung KfW verbirgt sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Förderbank der Bundesregierung. Scholz: "Wir legen alle Waffen auf den Tisch und zeigen, dass wir stärker sind als das ökonomische Problem, dem wir begegnen."

12:44 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Wir stellen der KfW 20 Milliarden Euro für Soforthilfe zur Verfügung." Es gehe um die umfassendste und wirksamste Garantie für Unternehmen in der Geschichte des Standorts Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehörten auch Express-Bürgschaften, damit Unternehmen bei Banken schnell an Geld kämen. "Es ist die größte Hilfe der Nachkriegszeit." Altmaier verspricht "unbegrenzte Zusagen. Uns steht dafür rund eine halbe Billion Euro zur Verfügung."

12:35 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz: "Wir werden alles Mögliche tun, um diese Krise zu meistern. Wir werden jedes uns zur Verfügung stehende Mittel nutzen. Der Satz 'Wir stehen das gemeinsam durch' ist ein Hinweis auf Solidarität." Die Bundesregierung habe aus der Lehman-Brothers-Krise 2008/09 viel gerlent, was jetzt angewendet werden könne. Diese Krise aber betreffe "alle" und werde "spürbar" werden. "Es wird nicht gekleckert, es wird geklotzt." Weil die Haushalte so "solide" seien, stünden viele Milliarden zur Verfügung, um die benötigten Hilfen "auf den Weg zu bringen. Wir werden den Unternehmen mit Steuererleichterungen helfen." Unternehmen sollten nicht "in die Knie gehen", obwohl die Steuer-Milliarden in der Staatskasse zunächst fehlten, so Scholz.

Lieferando-Lieferanten dürfen keinen Kontakt mehr zum Besteller haben

12:24 Uhr: Die Kuriere des Essens-Lieferdienstes Lieferando.de sollen den Kunden die Bestellung künftig nur noch vor die Tür stellen und klingeln - warten bis geöffnet wird, müssen sie aber weiterhin.

"Aufgrund der jüngsten globalen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus führt Lieferando.de die kontaktlose Lieferung für alle Restaurants auf der Plattform ein", teilte die Lieferando-Mutter Takeaway mit Sitz in den Niederlanden am Freitag mit. "Diese Maßnahme tritt in ganz Europa in Kraft."

Das Essen sei dabei zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet, betonte eine Sprecherin. Die Kuriere seien angewiesen, die Lieferung abzustellen, zu klingeln und von der Tür wegzutreten.

"Er oder sie wird so lange warten, bis die Bestellung sicher beim Kunden angekommen ist", hieß es mit Blick auf die Lieferanten. Die Kunden wiederum seien angehalten, ausschließlich online zu bezahlen.

Damit will das Unternehmen vermeiden, dass es zum physischen Austausch zwischen Kunden und Lieferanten kommt.

Corona-Fall bei Opel: Hunderte im Home-Office

12:13 Uhr: Opel hat nach einer Coronavirus-Infektion in der Belegschaft Hunderte Mitarbeiter vorübergehend ins Homeoffice geschickt. Am Standort Rüsselsheim sei ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag.

"Gemäß unserer existierenden Gesundheitsbestimmungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in engerem Kontakt waren, nun ebenfalls untersucht und betreut. Sie befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne."

Vorsichtshalber arbeite der weit überwiegende Teil der Beschäftigten im Adam-Opel-Haus derzeit von zu Hause, die Kantine sei geschlossen. Es gehe um Hunderte Mitarbeiter in der Verwaltung, hieß es.

Deutsche Bahn fährt nicht mehr nach Italien

12:08 Uhr: Das Coronavirus sorgt im deutschen Südwesten für Zugausfälle. Betroffen ist der internationale Bahnverkehr nach Italien, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Die regelmäßig fahrenden EuroCity-Express-Züge (ECE) von Frankfurt am Main durch Baden-Württemberg über Offenburg und Freiburg nach Basel und Mailand fallen von sofort an aus. Direktverbindungen nach Italien seien nun nicht mehr möglich. Die Bahn reagiere damit auf entsprechende Anordnungen der Behörden. Diese gelten voraussichtlich bis zum 3. April. Italien ist Coronavirus-Risikogebiet.

Betroffen von den Regelungen sind den Angaben der Deutschen Bahn zufolge auch Fernverkehrsverbindungen nach Italien von Bayern aus, diese enden nun in Österreich.

Bezüglich des Diensts am Kunden weitet die Bahn zudem in der Corona-Krise ihre Kulanzregeln für Fahrgäste erneut aus. Ab kommender Woche soll es für Fahrgäste unabhängig von Krisengebieten oder der Absage von Großveranstaltungen in Deutschland die Möglichkeit geben, Flexpreistickets kostenlos zu stornieren und Sparpreis- sowie Supersparpreistickets in Gutscheine umzutauschen, wie Bahnchef Richard Lutz am Freitag in Berlin sagte. Damit wolle die Bahn auch ein wichtiges "Signal zur Beruhigung" aussenden. Gelten soll dies nach Angaben von Lutz bis Ende April.

Schleswig-Holsteins Schulen und Kitas schließen

11:55 Uhr: Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium am Freitag in Kiel mit. Schleswig-Holstein ist damit nach dem Saarland, Bayern, Berlin, Niedersachsen und Bremen das sechste Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entschließt.

1. FC Nürnberg meldet Corona-Erkrankung

11:55 Uhr: Auch Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat nun seinen ersten positiven Corona-Fall. Das gab der fränkische Traditionsklub am Freitag bekannt. Ob es sich bei der infizierten Person um einen Spieler oder jemanden aus dem Betreuerstab handelt, teilte der Klub nicht mit.

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben sich Spieler, Trainer und Staff des 1. FC Nürnberg am Mittwochabend vorsorglich einem Corona-Test unterzogen. Die Untersuchungen haben nun ergeben, dass bei mindestens einer Testperson ein positiver Befund vorliegt. Einige wenige Testergebnisse stehen noch aus", hieß es in einer Erklärung.

Kein Corona-Befund bei Hubertus Heil

11:37 Uhr: Ein Corona-Test bei Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hat ein negatives Ergebnis erbracht. "Es liegt kein Infektionsbefund vor", erklärte eine Sprecherin Heils am Freitag in Berlin. Heil unterzog sich dem Test, nachdem er Kontakt mit einem infizierten Menschen gehabt hatte.

Der Minister hätte eigentlich am Freitag im Bundestag zur Ausweitung des Kurzarbeitergeldes sprechen sollen, wurde dabei aber von Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD vertreten.

Deutschlands Handballer ohne Zuschauer in der Olympia-Quali

11:33 Uhr: Der Deutsche Handballbund (DHB) hat sämtliche Lehrgänge und Länderspiele seiner Nationalmannschaften vorerst abgesagt. Dies teilte der Verband nach einer Präsidiumssitzung am Freitag mit. Darüber hinaus soll der gesamte Spielbetrieb des deutschen Handballs bis zum 19. April ausgesetzt werden.

Die Qualifikationsspiele der Frauen-Nationalmannschaft zur EHF EURO 2020 gegen Slowenien (25. und 29. März) werden vom europäischen Verband EHF voraussichtlich in Kürze verlegt.

Das Olympia-Qualifikationsturnier der Männer in der Berliner Max-Schmeling-Halle (17. bis zum 19. April) soll nach aktuellen Informationen des Weltverbandes IHF ohne Zuschauer stattfinden.

UEFA stoppt vorerst die Champions League und die Europa League

11:13 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

Auch Bremens Schulen schließen

11:06 Uhr: Auch das Bundesland Bremen schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Montag alle Schulen und Kitas. Das teilte der Senat am Freitag in der Hansestadt nach einer Sondersitzung mit.

"Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es.

Wie lange Unterricht und Betreuung ausfallen sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Bremen vollzog den Schritt gemeinsam mit weiteren Bundesländern: dem Saarland, Bayern, Berlin und Niedersachsen.

Bulgarien verhängt Ausnahmezustand

11:03 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das EU-Land Bulgarien einen einmonatigen Ausnahmezustand mit sofortiger Wirkung erklärt. Diese drastische Maßnahme wurde am Freitag einstimmig vom Parlament in Sofia auf Vorschlag der bürgerlich-nationalistischen Regierung gebilligt. Damit können nun alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden.

China unterstellt US-Militär Schuld an der Corona-Pandemie

10:59 Uhr: Zwischen den USA und China ist ein heftiger Streit über die Herkunft des Coronavirus entbrannt - und damit über die Verantwortung für die Pandemie.

Washingtons Bezeichnung des neuartigen Erregers als "Wuhan-Virus" sorgte für empörte Reaktionen aus Peking. Gleichzeitig verbreiten chinesische Regierungsvertreter Zweifel daran, dass das Virus in der Millionenstadt Wuhan seinen Ausgang nahm.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, ging am Donnerstag noch einen Schritt weiter: Ohne Angabe von Belegen erklärte er auf Twitter, das Virus könnte vom "US-Militär nach Wuhan gebracht" worden sein.

Am Freitag veröffentlichte Zhao dann einen Link zu einer Website, die mit Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bekannt geworden war.

Sie zeigt ein Video, in dem ein Vertreter der US-Gesundheitsbehörden berichtet, bei einigen Grippe-Toten in den USA sei postum die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:51 Uhr: Wieler beschreibt, was ein so genanntes Risikogebiet kennzeichne. "Zahlen sind nur ein Teil der Wahrheit, wenn es um Risikogebiete geht. Es geht um Erkrankungshäufigkeit, die Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen. Zudem sind die Eindämmungsmaßnahmen ein Indikator. Und noch wichtiger: Wieviele Fälle aus dem Risikogebiet werden exportiert?" Zuletzt wurden Südtirol und an Deutschland angrenzende Gebiete in Frankreich zu Risikogebieten erklärt.

10:41 Uhr: Wieler antwortet auf einen provokanten Frager aus der Medienrunde, der eine allgemeine Empfehlung des RKI an alle Bundesbürger vermisst, einen Mundschutz zu tragen: "Ein Mundschutz wirkt nur, wenn sie mit einer infizierten Person, die hustet und niest, in engem Kontakt sind."

10:36 Uhr: Wieler setzt auf der Suche nach einem wirksamen Impfstoff seine Hoffnung unter anderem auf das antivirale Medikament Remdesivir, das ursprünglich gegen Ebola eingesetzt wird. Damit könne ein Protein des Coronavirus blockiert werden. Klinische Tests dazu begännen am 1. April.

Bundesliga soll nach dem 26. Spieltag unterbrochen werden

10:30 Uhr: Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Profiklubs unterbreiten.

"Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch, weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Klubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte", hieß es von der DFL dazu. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.

Bundesregierung wird der Wirtschaft mit Milliarden-Paket helfen

10:27 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier planen in der Coronavirus-Krise nach dpa-Informationen millliardenschwere Liquiditätshilfen für Firmen. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Außerdem soll es Stundungen von Steuern geben.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:24 Uhr: "Wir haben noch keinen Impfstoff. Er wird irgendwann im nächsten Jahr verfügbar sein. Deshalb müssen wir gegen das Virus mit klassischen Mitteln vorgehen." Es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis die prognostizierte Infektionsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung erreicht sei, schätzt Wieler. Etwa 50 Millionen Deutsche würden sich demnach anstecken.

10:19 Uhr: Wieler informiert über ein extra eingerichtetes Notfallsystem, das anzeige, welche Krankenhäuser noch welche Kapazitäten zur Verfügung hätten, um Infektionspatienten aufzunehmen und zu betreuen: "Diese Epidemie ist ein Stresstest für unser Land und unsere Krankenhäuser. Wir haben diese Epidemie glücklicherweise schnell erkannt. Die Werkzeuge, die wir in den letzten Jahren zu Atemwegserkrankungen installiert haben, sind sehr robust."

10:13 Uhr: Vier von fünf Infizierten in Deutschland wiesen laut Wieler eine leichte Symptomatik auf. Diese Patienten seien anschließend gegen das Coronavirus immun. In einem Fall verlaufe die Erkrankung statistisch schwer und könnte tödlich enden. "Etwa fünf Prozent der registrierten Erkrankten müssen beatmet werden."

10:06 Uhr: In Deutschland gebe es derzeit 2.369 laborbestätigte Fälle, das sind zehn Prozent mehr, "also eine starke Zunahme", so RKI-Präsident Lothar Heinz Wieler. Die meisten Fälle, 688, gebe es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Die Erkrankungs-Quote liege bei in NRW bei 3,8 pro 100.000 Einwohner.

Auch Niedersachsen schließt ab Montag alle Schulen

9:54 Uhr: Niedersachsen hat sich als nächstes Bundesland nach dem Saarland, Bayern und Berlin dazu entschlossen, ab Montag seine Schulen zu schließen. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung beginnen in Niedersachsen am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien.

Bayern garantiert Betreuung für Eltern in "systemkritischen Berufen"

9:46 Uhr: Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo erklärte im Zusammenhang mit den Schulschließungen in Bayern zwischen dem 16. März und dem 20. April, es handele sich - zumindest bis zum Beginn der Osterferien am 6. April - nicht um Ferien.

Eine Not-Betreuung für Eltern von Kindern sei von der ersten bis zur sechsten Klasse dann garantiert, wenn Eltern dieser Schüler in so genannten "systemkritischen Berufen" tätig seien. Die sei bei Ärzten, beim Pflegepersonal und Polizisten der Fall.

Niemand darf mehr auf den Mount Everest

9:38 Uhr: Die Bergsteigersaison am Mount Everest droht wegen des Coronavirus in diesem Jahr komplett auszufallen: Nepal untersagte am Freitag Aufstiege auf all seine Gipfel.

Die Erteilung von Genehmigungen zum Gipfelsturm ist bis auf Weiteres ausgesetzt, zudem werden bei der Einreise keine Touristenvisa mehr erteilt, wie Tourismusminister Yogesh Bhattarai der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Singapur verbietet Einreisen aus Deutschland

9:33 Uhr: Singapur verbietet von Sonntag an allen Ausländern die Einreise, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien waren. Das gilt auch für Transit-Aufenthalte in dem südostasiatischen Stadtstaat, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Das Ganze gilt nicht für Menschen, die dauerhaft dort leben oder lange einen Pass des Staates haben. Sie sollen sich nach der Einreise in heimische Quarantäne begeben. Der Flughafen von Singapur ist ein wichtiges Drehkreuz in Asien.

Zuvor gab es bereits Einreisestopps für die vom Coronavirus besonders betroffenen Länder Iran, Südkorea und China. Seit Freitag dürfen auch keine Kreuzfahrtschiffe in Singapur mehr anlegen.

Berliner Schulen werden geschlossen

9:25 Uhr: Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten in Berlin stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an auch hier stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit.

Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen. Zuvor hatten Bayern und das Saarland angekündigt, von Montag an die Schulen zu schließen.

Bayern erlässt Besuchsverbot für Pflege- und Altenheime: Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder

9:22 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen zudem weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen.

9:15 Uhr: Berichten über Schließungen im Bereich der Gastronomie erteilte Söder eine Absage. Wohl aber seien Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abzusagen. Und: "Die Kommunalwahl in Bayern findet statt."

9:13 Uhr: Söder: "Wir schränken deutlichst das Besuchsrecht ein." Dies gelte für Risikogruppen, also für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen für Behinderte. Zudem bittet Söder die Eltern von Schulkinder eindrücklich, die Enkel nicht zu den Großeltern zu geben.

9:12 Uhr: Söder: "Ich habe gestern nochmal Rücksprache gehalten mit dem Bund. Andere Bundesländer werden es ähnlich tun. Ab kommenden Montag werden Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten in Bayern geschlossen." Diese Maßnahme gelte bis zum 20. April. Dann stünde eine "neue Bestandsaufnahme" an. "Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil haben."

9:10 Uhr: Söder: "Die Herausforderung ist immens: für das Gesundheitssystem, für die Wirtschaft und gesamtgesellschaftlich. Wir müssen die Ausbreitung der Krankheit verlangsamen und somit verhindern, dass sie uns alle immens unter Druck setzt. Wir müssen die Zeit nutzen und dürfen sie nicht verspielen. Wir dürfen nicht debattieren, wir müssen handeln."

DFL entscheidet über Abbruch der Bundesligasaison

8:49 Uhr: Nach Exklusiv-Information der "Rheinischen Post" "aus Vereinskreisen" kommt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu einer Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Sie entscheide noch am Nachmittag darüber, ob die laufende Saison 2019/20 noch vor Anpfiff des 26. Bundesliga-Spieltags abgebrochen wird. Für den Abend (Anstoß um 20:30 Uhr) ist die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn angesetzt.

Luxemburg schließt sich den Schulschließungen an

8:43 Uhr: Auch Luxemburg macht wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen seine Schulen dicht. Von Montag (16. März) bis 29. März werde es in Klassenräumen keinen Unterricht geben, teilte die luxemburgische Regierung am Donnerstagabend mit.

Auch Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen sollten geschlossen werden. Mit diesem Schritt wolle man eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.

Auch die Universität Luxemburg stellt auf E-Learning um. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 26 (Stand Donnerstagabend) gestiegen.

Präsidentin des Roten Kreuzes mahnt bessere Vorsorge für Krisen an

8:37 Uhr: Angesichts der Coronakrise hat die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, eine bessere Vorsorge für den Krisen- und Katastrophenfall angemahnt.

"Ich kämpfe seit zwei Jahren bei Bundespolitikern dafür, dass wir wieder mehr Medikamente, Zelte, Feldbetten, Hygieneartikel und andere Ausrüstung für die Versorgung der Bevölkerung in Krisenfällen vorhalten", sagte die frühere Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag dem "Handelsblatt" vom Freitag.

Nach dem Kalten Krieg hätten viele gedacht, darauf verzichten zu können. "Heute wissen wir, dass wir angesichts unerwarteter Krisen wie Pandemien, Cyberattacken oder Naturkatastrophen wieder mehr Vorsorge treffen müssen", sagte Hasselfeldt.

Bayern schließt alle Schulen

7:45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Danach öffnen zumindest die Kindergärten und Kitas wieder.

Zuvor hatte das Saarland als erstes Bundesland angekündigt, landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien zu schließen.

Bayerns Kultusminsterium informierte in einem Tweet die Eltern über die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien im gebebenen Fall des längerfristigen Unterrichtsausfalls.

Ausnahmezustand in Estland

7:43 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Estland nun auch den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit.

An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben.

"Die absolute Priorität der Regierung besteht darin, die Gesundheit der Menschen in Estland in der sich entwickelnden Situation zu schützen", erklärte Regierungschef Jüri Ratas. "Die Notsituation ist notwendig, um der Ausbreitung des Coronavirus in Estland möglichst effizient entgegenzuwirken".

In dem baltischen Staat waren zuvor am Donnerstagabend 10 neue Corona-Infektionsfälle festgestellt worden. Damit stieg die Zahl an bestätigten Fällen auf 27.

Japan verteidigt Olympia gegen Donald Trumps Vorschlag der Verlegung

7:36 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einer Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio abgelehnt. Trotz der Coronavirus-Pandemie seien die Vorbereitungen für die Sommerspiele in Japans Hauptstadt weiter im Plan, sagte Abe einem Sprecher zufolge Trump in einem Telefonat am Freitag.

Trump hatte zuvor in einer Medienrunde im Weißen Haus zu den Olympischen Spielen gesagt: "Vielleicht, aber das ist nur meine Meinung, verschieben sie sie um ein Jahr. Vielleicht ist das auch nicht möglich." Die Sommerspiele sollen vom 24. Juli bis zum 9. August stattfinden.

In einem Tweet zu dem Telefonat sprach Trump Abe großes Lob für dessen Olympia-Vorbereitungen aus und erwähnte eine mögliche Verschiebung der Spiele nicht mehr.

Erste Corona-Infektion im Hauptquartier der UN in New York

7:29 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch das UN-Hauptquartier in New York erreicht. Eine philippinische Diplomatin wurde nach Diplomatenangaben vom Donnerstag (Ortszeit) positiv auf das Virus getestet.

Die Frau sei zuletzt am Montag am Sitz der Vereinten Nationen gewesen. Einen Tag später habe sie sich krank gefühlt und testen lassen, das Ergebnis sei dann am Donnerstag übermittelt worden.

Die philippinische Vertretung bei den Vereinten Nationen erklärte ihre vorläufige Schließung. Alle Mitarbeiter seien aufgerufen, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Im UN-Hauptquartier in New York arbeiten rund 3.000 Menschen.

Erster Corona-Todesfall in Indien

6:14 Uhr: In Indien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte.

Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht. Bei seiner Rückkehr nach Indien hat er nach Behördenangaben zunächst aber keine Symptome gezeigt. Im Krankenhaus sei dann ein Verdacht auf Covid-19 festgestellt worden, der Patient sei aber am Dienstag verstoben, bevor die endgültige Bestätigung vorlag.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Indien diese Woche alle Touristenvisa für einen Monat für ungültig erklärt. Bleiben darf nur, wer bereits im Land ist. Stand Freitagmorgen waren in Indien 73 Menschen am Coronavirus erkrankt.

Krankenhaus in der Steiermark geschlossen

6:06 Uhr: Am Landeskrankenhaus im österreichischen Hartberg ist der zweite Fall einer Corona-Infektion aufgetreten. Vier Tage, nachdem die Erkrankung bei einer Mitarbeiterin diagnostiziert worden war, ist nun ein Arzt betroffen.

Das Krankenhaus wurde deshalb bis mindestens Freitag um 15:00 Uhr geschlossen. Neuaufnahmen seien nicht mehr möglich, berichtete die "Kleine Zeitung" online.

Bereits am Montag hatten sich 34 Kollegen und 23 Patienten, zu denen die infizierte Mitarbeiterin Kontakt hatte, in Quarantäne begeben müssen.

Ehefrau von Kanadas Premier Justin Trudeau positiv getestet

3:36 Uhr: Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Gregoire Trudeau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Premiers am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Sophie Gregoire Trudeau sei am Donnerstag getestet worden, der Test sei positiv ausgefallen, hieß es. Sie werde vorerst in Isolation bleiben. Die Frau des Premierministers fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome der neuen Lungenkrankheit Covid-19.

Trudeau und seine Ehefrau hatten sich in häusliche Isolation begeben, nachdem bei Sophie Gregoire Trudeau nach einer Reise nach London "milde grippe-artige" Symptome aufgetreten waren.

Premierminister Trudeau sei bei guter Gesundheit und habe bislang keine Symptome, heiß es weiter. Der 48-Jährige will aber für 14 Tage in Isolation verbleiben, getestet werden soll er aber auf Anraten der Ärzte nicht.

Bayern-Gegner Callum Hudson-Odoi wurde positiv getestet

3:30 Uhr: Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der mehrfach von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht.

Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, zu dem auch der deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger zählt, zudem die Trainer und einige Betreuer. Dies teilte der englische Erstligist am Freitag mit.

Alle, die keinen engen Kontakt zum Teenager hatten, sollen in den nächsten Tagen ins Training zurückkehren. Hudson-Odoi gehe es gut, wie der FC Chelsea weiter schrieb.

Der Team-Manager von Arsenal London hat sich angesteckt

2:52 Uhr: Arsenal Londons Teammanager Mikel Arteta ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Arsenal werde nun der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht.

"Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird", wird Arteta zitiert.

Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

Schulen und Kitas im Saarland schließen

1:01 Uhr: Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus werden im Saarland ab kommendem Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit.

Die Einrichtungen werden demnach bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Formel-1-Rennen in Melbourne abgesagt

0:13 Uhr: Wegen des Coronavirus ist der bislang für Sonntag geplante Saisonstart der Formel-1-Weltmeisterschaft in Melbourne abgesagt worden. Dies teilten der Automobil-Weltverband FIA, die Rennteams und die Sponsoren des Großen Preises von Australien am Freitag mit. Der Beschluss wurde nur wenige Stunden vor dem ersten geplanten Training für das Rennen bekanntgegeben.

Die Absage wurde beschlossen, weil ein Mechaniker des McLaren-Teams positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden war. McLaren hatte deshalb seine Teilnahme an dem Rennen bereits abgesagt.

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EM-Test gegen Italien abgesagt

22:00 Uhr: Der EM-Test der Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März ist abgesagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, untersagte die Stadt Nürnberg wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels für den Deutschen Fußball-Bund unumgänglich wurde.

"Da durch die beiden Mannschaften, die Betreuer und die Medienvertreter mit mehr als 100 Menschen gerechnet werden müsse, sei eine Absage des Spiels unumgänglich", hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das für den 26. März in Madrid geplante erste Testländerspiel in diesem Jahr der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gegen Spanien ist weiterhin sehr fraglich.

Erster Coronafall in der Bundesliga

21:40 Uhr: In der Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass der deutsche U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. Die Tests an ersten Paderborner Spielern waren zuvor deshalb durchgeführt worden, weil SCP-Trainer Steffen Baumgart im Verlauf des Tages einige Symptome einer Ansteckung durch das Virus gezeigt hatte und deshalb als Verdachtsfall geführt wurde. Die Testergebnisse bei dem 48-Jährigen waren jedoch anders als bei Kilian negativ.

Trump ruft nationalen Notstand auf

20:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

Polen schließt in Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer

20:05 Uhr: Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit.

Dänemark schließt in Corona-Krise seine Grenzen

19:30 Uhr: Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit. In Dänemark sind bislang 801 Infektionen mit dem Erreger nachgewiesen worden.

Es werde weiter möglich sein, Lebensmittel, Medikamente und andere notwendige Waren nach Dänemark zu bringen, versicherte Frederiksen. Dänen könnten jederzeit in ihr Heimatland zurückkehren. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Grund für eine Einreise kämen dann nicht ins Land. Die Grenzkontrollen sollen bis einschließlich Ostern, also bis zum 13. April, gelten.

Tschechien riegelt ab: Ein- und Ausreiseverbote beschlossen

19:00 Uhr: Tschechien riegelt wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig seine Grenzen ab. Das Kabinett in Prag beschloss am Freitag, dass allen Ausländern die Einreise untersagt wird, nicht mehr nur denjenigen aus Risikogebieten. Zugleich werden allen tschechischen Staatsbürgern und Ausländern mit Daueraufenthalt in dem EU-Mitgliedstaat ab Montag Reisen ins Ausland verboten. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Freitag bekannt. Die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch die Krankheit soll zur Straftat erklärt werden.

In Hessen ab Montag keine Schulpflicht mehr

18:30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab Montag in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden.

Sanitätsdienst der Bundeswehr sucht Reservisten als Verstärkung

17:44 Uhr: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat Reservisten aufgerufen, sich wegen der Corona-Krise zur Verstärkung der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede zum Dienst zu melden.

Gesucht würden ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laboratoriumsassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten, die kurzfristig verfügbar seien, teilte das Sanitätswesen am Freitag mit.

"Melden Sie sich bei uns im Kommando!", hieß es in einem Tweet. "Unsere Hotline für die Reserve im Sanitätsdienst: 0261 896 32444."

Kulturhauptstadt Rijeka sagt alle Programme bis 14. April ab

17:24 Uhr: Die Europäische Kulturhauptstadt Rijeka (Kroatien) hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle bis zum 14. April geplanten Veranstaltungen abgesagt.

Über das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt werde zum passenden Zeitpunkt entschieden, hieß es in einer Mitteilung, die das Organisationsbüro des Kulturhauptstadtjahrs am Freitag veröffentlichte. Auch die Entscheidung, ob Programme ab Mitte April wieder stattfinden können, werde man später treffen.

Acht gemeldete Coronavirus-Tote in Deutschland

17:16 Uhr: Mit einem weiteren gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang acht Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handelt sich laut Landkreis Göppingen um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war.

Neben den drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

Merkel: Staat will alles Nötige zur Bewältigung der Corona-Krise tun

17:09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat umfassende staatliche Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zugesichert. "Wir sind gewillt, (...) alles zu tun, was notwendig ist, alles zu tun, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen", sagte Merkel am Freitag in Berlin.

TV-Moderator Johannes B. Kerner mit Coronavirus infiziert

17:00 Uhr: Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der 55-Jährige am Freitag auf Instagram mit.

Das Positiv-Testergebnis sei für ihn überraschend gekommen, aber: "Mir geht es sehr gut, ich habe praktisch keine Symptome." Er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Macron: G7-Videokonferenz wegen Coronavirus am Montag

16:52 Uhr: Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am kommenden Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte.

Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden.

EU-Kommission billigt Entschädigung für ausfallende Events

16:36 Uhr: Wenn Großevents mit mehr als 1.000 Teilnehmern wegen des COVID-19-Ausbruchs abgesagt werden, sollen die Veranstalter in Dänemark dafür entschädigt werden. Die EU-Kommission in Brüssel genehmigte am eine dänische Beihilferegelung, die mit 91 Millionen Kronen (etwa 12 Millionen Euro) ausgestattet ist.

Es sei die erste und bisher einzige Beihilfemaßnahme, die ein Mitgliedstaat im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Genehmigung angemeldet habe, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Die Kommission hat versprochen, die Beihilferegeln in solche Fällen flexibel auszulegen und Anfragen rasch zu bearbeiten.

Staatliche Beihilfen müssen in Brüssel geprüft und genehmigt werden, damit sie nicht den Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union verzerren.

Brandenburg setzt regulären Unterricht aus

16:33 Uhr: In Brandenburg soll der reguläre Schulunterricht aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch vorerst ausgesetzt werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend.

DFL: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

16:16 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL am Freitag mit.

"Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen", teilte die DFL am Freitag mit,

Düsseldorf und Paderborn beantragen Absage von Bundesliga-Spiel

16:00 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf fordert wegen der Sorgen um mögliche Coronavirus-Infektionen eine Absage des Freitagspiels gegen den SC Paderborn. Ein Clubsprecher bestätigte einen "RP Online"-Bericht, wonach auch die Paderborner diesen Antrag bei der Deutschen Fußball Liga unterstützen.

Zuvor war ein Coronavirus-Test bei Paderborn-Trainer Steffen Baumgart negativ ausgefallen. Allerdings stehen noch weitere Tests bei Profis des Clubs aus. Die Partie soll um 20:30 Uhr angepfiffen werden.

Grenzkontrollen in der Schweiz

15:54 Uhr: Die Schweiz führt an ihren Grenzen - auch zu Deutschland - wieder Kontrollen ein. Dies gehört zu einem Paket drastischer neuer Maßnahmen, die die Regierung am Freitag wegen der Coronavirus-Pandemie verkündete.

Aus Italien können nur noch Schweizer und Personen mit Aufenthaltserlaubnis oder solche, die in der Schweiz arbeiten, einreisen.

Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Mrd Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Auch Sachsen-Anhalt schließt Schulen und Kitas

15:50 Uhr: Auch Sachsen-Anhalt schließt von Montag an die Schulen Kitas im Land. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung am Freitag in Magdeburg mit.

Zuvor hatten viele andere Bundesländer ähnliche Maßnahmen angekündigt.

Kreis Heinsberg bittet Bundeswehr um Nothilfe wegen Coronavirus

15:35 Uhr: Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin am Freitag.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Ob die Bundeswehr auf die Bitte schon reagiert hat, konnte die Sprecherin nicht sagen. Nach Informationen des "Spiegel" wird die Anfrage dort noch bearbeitet. Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben vom Freitag inzwischen 553 Menschen mit dem Virus infiziert.

Schweizer Regierung ordnet Schließung aller Schulen an

15:30 Uhr: In der Schweiz schließen wegen der Pandemie alle Schulen bis mindestens 4. April. Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten.

Das ordnete die Regierung am Freitag an. Sie bewilligte gleichzeitig zehn Milliarden Franken (9,45 Milliarden Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden.

Rauferei wegen Hamsterkauf von 50 Kilogramm Mehl

15:20 Uhr: Ein Hamsterkauf von 50 Packungen Mehl hat in einem Supermarkt bei Osnabrück eine Rauferei verursacht. Ein Mann hatte in Hilter das Mehl in seinen Einkaufswagen gepackt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

An der Kasse wurde ihm der Kauf einer so großen Menge am Donnerstagabend verweigert: Er könne 20 Packungen erwerben, die restliche Menge solle aber für andere Kunden im Geschäft bleiben. Der 41-Jährige stritt sich mit zwei Supermarkt-Mitarbeitern, bis es zu der körperlichen Auseinandersetzung kam. Am Ende blieben die 50 Kilogramm Mehl im Laden.

Auch Thüringens, Hessens und Hamburgs Schulen bleiben geschlossen

15:00 Uhr: In Thüringen bleiben zum Schutz gegen das Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit.

Wegen der Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete.

Hessen will ebenfalls landesweit die Schulen zumachen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen.

Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

Zahlreiche Geschäfte in Österreich werden geschlossen

14:11 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus müssen in Österreich ab kommender Woche viele Geschäfte vorübergehend schließen. Lebensmittelmärkte und Apotheken gehörten zu den Geschäften, die offen bleiben dürfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.

Zudem stellte Österreich das Paznauntal sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne.

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen

14:10 Uhr: Wegen der Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

Siebter Corona-Toter in Deutschland

13:45 Uhr: Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt.

Es handele sich um einen 80 Jahre alten Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen), der in einer Klinik behandelt wurde und positiv auf das Virus getestet worden war, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart mit.

Neben den beiden Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:28 Uhr: Scholz: "Wir werden mit einer Maßnahme in Deutschland nicht die ganze Weltwirtschaft bewegen. Wir können aber einen stabilen Pfad gehen und damit als Beispiel für die Weltwirtschaft dienen. Alle, die uns irgendetwas von 'ihr Land first' erzählt haben, scheitern derzeit krachend. Diese Wirtschaftsmodelle können nicht gut gehen." In wirtschaftlicher Hinsicht nationalistisch agierende Staaten hätten nicht begriffen, wie die Weltwirtschaft funktioniert und die Staaten darin miteinander verwoben seien. "Der amerikanische Präsident Donald Trump hat einen grotesken Auftritt hingelegt", betonte Scholz "in aller Höflichkeit. Er denkt, er könne das Virus so bekämpfen wie er Menschen einer anderen Staatsbürgerschaft bekämpft."

Sechs US-Staaten schließen ihre Schulen

13:26 Uhr: Wegen des um sich greifenden Coronavirus schließen mindestens sechs US-Bundesstaaten die Schulen. Die Schulen in Ohio, Michigan, Oregon, Maryland, Kentucky und New Mexico wurden angewiesen, ab Montag für mindestens zwei Wochen zu schließen.

Dies betrifft Millionen von Schülern und stellt ärmere Familien vor Probleme - viele setzen bei der Versorgung ihrer Kinder auf das kostenlose oder subventionierte Schulessen.

Es handele sich um einen notwendigen Schritt, "um unsere Kinder, unsere Familien und die allgemeine Gesundheit zu schützen", erklärte Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer am Donnerstagabend (Ortszeit).

NRW schließt als siebtes Bundesland seine Schulen

13:22 Uhr: Mit Nordrhein-Westfalen schließt das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland und jenes, das derzeit am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffen ist, in der kommenden Woche alle Schulen. Die Schließung gilt bis zu den Osterferien. Diese beginnen am 6. April.

Die Schulschließung hat das Kabinett am Freitag beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die "Rheinische Post" berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. Damit ist Nordrhein-Westfalen das siebte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

PK des Bundesfinanzministers und des Bundeswirtschaftsministers

13:14 Uhr: Altmaier reagiert auf die Frage nach einer möglichen Teil-Verstaatlichung großer deutscher Unternehmen wie der Deutschen Telekom und Siemens: "Solche Reaktionen sind nur in sehr wenigen Ausnahmesituationen denkbar." Und diese wolle Altmaier auch erst gar nicht durch zu arges Nachdenken darüber erst recht herbeiführen.

13:11 Uhr: "Der Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wuchs in der Finanzkrise zwischen Ende 2008 und Spätsommer 2009 um 20 Milliarden Euro, um den Menschen in Deutschland direkt zu helfen", erinnert Scholz, als es um den derzeitigen Aufwand von Kurzarbeitergeld seitens der Regierung geht.

13:06 Uhr: Auch nicht so finanzstarke Staaten wie Deutschland müssten in die Lage versetzt werden, gegen die Ausbreitung des Virus zu handeln: "Daran sind wir als wirtschaftlich weltweit verflochtene Kraft sehr interessiert", betont Scholz eine Lösung auf europäischer und globaler Ebene. Ein Treffen der europäischen Finanzminister stünde in der kommenden Woche an. "Unsere Stabilitätsphilosophie müssen wir nicht aufgeben", spricht Altmaier von großzügigen Handlungsspielräumen im nationalen und europäischen Wirtschaftsrecht. "Wir haben zusätzlichen Geldbedarf", schließt Scholz jedoch auf Nachfrage eine Neuaufnahme von Schulden nicht aus.

13:01 Uhr: Ausgerichtet an der Entwicklung der Pandemie in der globalen Wertschöpfungskette würde gehandelt, unterstreicht Altmaier. "Wir sind auch diesmal entschlossen, dass Spekulanten, die glauben, dass der Staat schwach ist, widerlegt werden. Wenn es nötig ist, werden wir unsere Waffen nachschärfen."

12:59 Uhr: Scholz: "Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass wir uns im Notfall staatlicherseits an Unternehmen beteiligen." Altmaier: "Es mag in diesen Ausnahmesituationen Fälle geben, in denen der Staat so handeln muss, wenngleich er nicht der beste Unternehmer ist. Wir führen keine ideologischen Debatten. Es geht nicht um links oder rechts sondern um richtig oder falsch."

12:56 Uhr: Scholz: "Wir haben solide Finanzen. Das gibt uns in einer Krise die Chance, ohne mit der Wimper zu zucken das Notwendige zu tun."

12:54 Uhr: "Das, was wir hier machen, ist die Bazooka", findet Scholz einen bildhaften Vergleich zu einer US-Panzerbüchse. Anschließend werde geschaut, was noch an Waffen benötigt werde. "Wir haben noch etwas in der Hinterhand. Jetzt machen wir Liquiditätssicherung über unseren erstklassigen deutschen Sozialstaat. Ich habe das in der letzten Krise genau beobachtet, als ich Arbeits- und Sozialminister war."

12:51 Uhr: Altmaier: "Es kam uns nicht darauf an, mit der Gießkanne übers Land zu ziehen und Wohltaten zu verteilen, sondern Unternehmen zu helfen, die wegen Corona in Schwierigkeiten geraten und in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. Wir können dafür sorgen, dass diesen Unternehmen zwischendrin die Luft nicht ausgeht." Bis zum 31. Dezember 2020 werde seitens der Finanzbehörden zum Beispiel auch auf Kontopfändungen verzichtet.

12:47 Uhr: Scholz: "Bei der Kreditzuweisung der KfW gibt es keine Grenze nach oben." Hinter der Abkürzung KfW verbirgt sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Förderbank der Bundesregierung. Scholz: "Wir legen alle Waffen auf den Tisch und zeigen, dass wir stärker sind als das ökonomische Problem, dem wir begegnen."

12:44 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Wir stellen der KfW 20 Milliarden Euro für Soforthilfe zur Verfügung." Es gehe um die umfassendste und wirksamste Garantie für Unternehmen in der Geschichte des Standorts Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehörten auch Express-Bürgschaften, damit Unternehmen bei Banken schnell an Geld kämen. "Es ist die größte Hilfe der Nachkriegszeit." Altmaier verspricht "unbegrenzte Zusagen. Uns steht dafür rund eine halbe Billion Euro zur Verfügung."

12:35 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz: "Wir werden alles Mögliche tun, um diese Krise zu meistern. Wir werden jedes uns zur Verfügung stehende Mittel nutzen. Der Satz 'Wir stehen das gemeinsam durch' ist ein Hinweis auf Solidarität." Die Bundesregierung habe aus der Lehman-Brothers-Krise 2008/09 viel gerlent, was jetzt angewendet werden könne. Diese Krise aber betreffe "alle" und werde "spürbar" werden. "Es wird nicht gekleckert, es wird geklotzt." Weil die Haushalte so "solide" seien, stünden viele Milliarden zur Verfügung, um die benötigten Hilfen "auf den Weg zu bringen. Wir werden den Unternehmen mit Steuererleichterungen helfen." Unternehmen sollten nicht "in die Knie gehen", obwohl die Steuer-Milliarden in der Staatskasse zunächst fehlten, so Scholz.

Lieferando-Lieferanten dürfen keinen Kontakt mehr zum Besteller haben

12:24 Uhr: Die Kuriere des Essens-Lieferdienstes Lieferando.de sollen den Kunden die Bestellung künftig nur noch vor die Tür stellen und klingeln - warten bis geöffnet wird, müssen sie aber weiterhin.

"Aufgrund der jüngsten globalen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus führt Lieferando.de die kontaktlose Lieferung für alle Restaurants auf der Plattform ein", teilte die Lieferando-Mutter Takeaway mit Sitz in den Niederlanden am Freitag mit. "Diese Maßnahme tritt in ganz Europa in Kraft."

Das Essen sei dabei zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet, betonte eine Sprecherin. Die Kuriere seien angewiesen, die Lieferung abzustellen, zu klingeln und von der Tür wegzutreten.

"Er oder sie wird so lange warten, bis die Bestellung sicher beim Kunden angekommen ist", hieß es mit Blick auf die Lieferanten. Die Kunden wiederum seien angehalten, ausschließlich online zu bezahlen.

Damit will das Unternehmen vermeiden, dass es zum physischen Austausch zwischen Kunden und Lieferanten kommt.

Corona-Fall bei Opel: Hunderte im Home-Office

12:13 Uhr: Opel hat nach einer Coronavirus-Infektion in der Belegschaft Hunderte Mitarbeiter vorübergehend ins Homeoffice geschickt. Am Standort Rüsselsheim sei ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag.

"Gemäß unserer existierenden Gesundheitsbestimmungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in engerem Kontakt waren, nun ebenfalls untersucht und betreut. Sie befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne."

Vorsichtshalber arbeite der weit überwiegende Teil der Beschäftigten im Adam-Opel-Haus derzeit von zu Hause, die Kantine sei geschlossen. Es gehe um Hunderte Mitarbeiter in der Verwaltung, hieß es.

Deutsche Bahn fährt nicht mehr nach Italien

12:08 Uhr: Das Coronavirus sorgt im deutschen Südwesten für Zugausfälle. Betroffen ist der internationale Bahnverkehr nach Italien, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Die regelmäßig fahrenden EuroCity-Express-Züge (ECE) von Frankfurt am Main durch Baden-Württemberg über Offenburg und Freiburg nach Basel und Mailand fallen von sofort an aus. Direktverbindungen nach Italien seien nun nicht mehr möglich. Die Bahn reagiere damit auf entsprechende Anordnungen der Behörden. Diese gelten voraussichtlich bis zum 3. April. Italien ist Coronavirus-Risikogebiet.

Betroffen von den Regelungen sind den Angaben der Deutschen Bahn zufolge auch Fernverkehrsverbindungen nach Italien von Bayern aus, diese enden nun in Österreich.

Bezüglich des Diensts am Kunden weitet die Bahn zudem in der Corona-Krise ihre Kulanzregeln für Fahrgäste erneut aus. Ab kommender Woche soll es für Fahrgäste unabhängig von Krisengebieten oder der Absage von Großveranstaltungen in Deutschland die Möglichkeit geben, Flexpreistickets kostenlos zu stornieren und Sparpreis- sowie Supersparpreistickets in Gutscheine umzutauschen, wie Bahnchef Richard Lutz am Freitag in Berlin sagte. Damit wolle die Bahn auch ein wichtiges "Signal zur Beruhigung" aussenden. Gelten soll dies nach Angaben von Lutz bis Ende April.

Schleswig-Holsteins Schulen und Kitas schließen

11:55 Uhr: Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium am Freitag in Kiel mit. Schleswig-Holstein ist damit nach dem Saarland, Bayern, Berlin, Niedersachsen und Bremen das sechste Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entschließt.

1. FC Nürnberg meldet Corona-Erkrankung

11:55 Uhr: Auch Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat nun seinen ersten positiven Corona-Fall. Das gab der fränkische Traditionsklub am Freitag bekannt. Ob es sich bei der infizierten Person um einen Spieler oder jemanden aus dem Betreuerstab handelt, teilte der Klub nicht mit.

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben sich Spieler, Trainer und Staff des 1. FC Nürnberg am Mittwochabend vorsorglich einem Corona-Test unterzogen. Die Untersuchungen haben nun ergeben, dass bei mindestens einer Testperson ein positiver Befund vorliegt. Einige wenige Testergebnisse stehen noch aus", hieß es in einer Erklärung.

Kein Corona-Befund bei Hubertus Heil

11:37 Uhr: Ein Corona-Test bei Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hat ein negatives Ergebnis erbracht. "Es liegt kein Infektionsbefund vor", erklärte eine Sprecherin Heils am Freitag in Berlin. Heil unterzog sich dem Test, nachdem er Kontakt mit einem infizierten Menschen gehabt hatte.

Der Minister hätte eigentlich am Freitag im Bundestag zur Ausweitung des Kurzarbeitergeldes sprechen sollen, wurde dabei aber von Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD vertreten.

Deutschlands Handballer ohne Zuschauer in der Olympia-Quali

11:33 Uhr: Der Deutsche Handballbund (DHB) hat sämtliche Lehrgänge und Länderspiele seiner Nationalmannschaften vorerst abgesagt. Dies teilte der Verband nach einer Präsidiumssitzung am Freitag mit. Darüber hinaus soll der gesamte Spielbetrieb des deutschen Handballs bis zum 19. April ausgesetzt werden.

Die Qualifikationsspiele der Frauen-Nationalmannschaft zur EHF EURO 2020 gegen Slowenien (25. und 29. März) werden vom europäischen Verband EHF voraussichtlich in Kürze verlegt.

Das Olympia-Qualifikationsturnier der Männer in der Berliner Max-Schmeling-Halle (17. bis zum 19. April) soll nach aktuellen Informationen des Weltverbandes IHF ohne Zuschauer stattfinden.

UEFA stoppt vorerst die Champions League und die Europa League

11:13 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

Auch Bremens Schulen schließen

11:06 Uhr: Auch das Bundesland Bremen schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Montag alle Schulen und Kitas. Das teilte der Senat am Freitag in der Hansestadt nach einer Sondersitzung mit.

"Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es.

Wie lange Unterricht und Betreuung ausfallen sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Bremen vollzog den Schritt gemeinsam mit weiteren Bundesländern: dem Saarland, Bayern, Berlin und Niedersachsen.

Bulgarien verhängt Ausnahmezustand

11:03 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das EU-Land Bulgarien einen einmonatigen Ausnahmezustand mit sofortiger Wirkung erklärt. Diese drastische Maßnahme wurde am Freitag einstimmig vom Parlament in Sofia auf Vorschlag der bürgerlich-nationalistischen Regierung gebilligt. Damit können nun alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden.

China unterstellt US-Militär Schuld an der Corona-Pandemie

10:59 Uhr: Zwischen den USA und China ist ein heftiger Streit über die Herkunft des Coronavirus entbrannt - und damit über die Verantwortung für die Pandemie.

Washingtons Bezeichnung des neuartigen Erregers als "Wuhan-Virus" sorgte für empörte Reaktionen aus Peking. Gleichzeitig verbreiten chinesische Regierungsvertreter Zweifel daran, dass das Virus in der Millionenstadt Wuhan seinen Ausgang nahm.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, ging am Donnerstag noch einen Schritt weiter: Ohne Angabe von Belegen erklärte er auf Twitter, das Virus könnte vom "US-Militär nach Wuhan gebracht" worden sein.

Am Freitag veröffentlichte Zhao dann einen Link zu einer Website, die mit Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bekannt geworden war.

Sie zeigt ein Video, in dem ein Vertreter der US-Gesundheitsbehörden berichtet, bei einigen Grippe-Toten in den USA sei postum die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:51 Uhr: Wieler beschreibt, was ein so genanntes Risikogebiet kennzeichne. "Zahlen sind nur ein Teil der Wahrheit, wenn es um Risikogebiete geht. Es geht um Erkrankungshäufigkeit, die Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen. Zudem sind die Eindämmungsmaßnahmen ein Indikator. Und noch wichtiger: Wieviele Fälle aus dem Risikogebiet werden exportiert?" Zuletzt wurden Südtirol und an Deutschland angrenzende Gebiete in Frankreich zu Risikogebieten erklärt.

10:41 Uhr: Wieler antwortet auf einen provokanten Frager aus der Medienrunde, der eine allgemeine Empfehlung des RKI an alle Bundesbürger vermisst, einen Mundschutz zu tragen: "Ein Mundschutz wirkt nur, wenn sie mit einer infizierten Person, die hustet und niest, in engem Kontakt sind."

10:36 Uhr: Wieler setzt auf der Suche nach einem wirksamen Impfstoff seine Hoffnung unter anderem auf das antivirale Medikament Remdesivir, das ursprünglich gegen Ebola eingesetzt wird. Damit könne ein Protein des Coronavirus blockiert werden. Klinische Tests dazu begännen am 1. April.

Bundesliga soll nach dem 26. Spieltag unterbrochen werden

10:30 Uhr: Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Profiklubs unterbreiten.

"Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch, weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Klubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte", hieß es von der DFL dazu. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.

Bundesregierung wird der Wirtschaft mit Milliarden-Paket helfen

10:27 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier planen in der Coronavirus-Krise nach dpa-Informationen millliardenschwere Liquiditätshilfen für Firmen. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Außerdem soll es Stundungen von Steuern geben.

Update des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus

10:24 Uhr: "Wir haben noch keinen Impfstoff. Er wird irgendwann im nächsten Jahr verfügbar sein. Deshalb müssen wir gegen das Virus mit klassischen Mitteln vorgehen." Es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis die prognostizierte Infektionsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung erreicht sei, schätzt Wieler. Etwa 50 Millionen Deutsche würden sich demnach anstecken.

10:19 Uhr: Wieler informiert über ein extra eingerichtetes Notfallsystem, das anzeige, welche Krankenhäuser noch welche Kapazitäten zur Verfügung hätten, um Infektionspatienten aufzunehmen und zu betreuen: "Diese Epidemie ist ein Stresstest für unser Land und unsere Krankenhäuser. Wir haben diese Epidemie glücklicherweise schnell erkannt. Die Werkzeuge, die wir in den letzten Jahren zu Atemwegserkrankungen installiert haben, sind sehr robust."

10:13 Uhr: Vier von fünf Infizierten in Deutschland wiesen laut Wieler eine leichte Symptomatik auf. Diese Patienten seien anschließend gegen das Coronavirus immun. In einem Fall verlaufe die Erkrankung statistisch schwer und könnte tödlich enden. "Etwa fünf Prozent der registrierten Erkrankten müssen beatmet werden."

10:06 Uhr: In Deutschland gebe es derzeit 2.369 laborbestätigte Fälle, das sind zehn Prozent mehr, "also eine starke Zunahme", so RKI-Präsident Lothar Heinz Wieler. Die meisten Fälle, 688, gebe es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Die Erkrankungs-Quote liege bei in NRW bei 3,8 pro 100.000 Einwohner.

Auch Niedersachsen schließt ab Montag alle Schulen

9:54 Uhr: Niedersachsen hat sich als nächstes Bundesland nach dem Saarland, Bayern und Berlin dazu entschlossen, ab Montag seine Schulen zu schließen. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung beginnen in Niedersachsen am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien.

Bayern garantiert Betreuung für Eltern in "systemkritischen Berufen"

9:46 Uhr: Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo erklärte im Zusammenhang mit den Schulschließungen in Bayern zwischen dem 16. März und dem 20. April, es handele sich - zumindest bis zum Beginn der Osterferien am 6. April - nicht um Ferien.

Eine Not-Betreuung für Eltern von Kindern sei von der ersten bis zur sechsten Klasse dann garantiert, wenn Eltern dieser Schüler in so genannten "systemkritischen Berufen" tätig seien. Die sei bei Ärzten, beim Pflegepersonal und Polizisten der Fall.

Niemand darf mehr auf den Mount Everest

9:38 Uhr: Die Bergsteigersaison am Mount Everest droht wegen des Coronavirus in diesem Jahr komplett auszufallen: Nepal untersagte am Freitag Aufstiege auf all seine Gipfel.

Die Erteilung von Genehmigungen zum Gipfelsturm ist bis auf Weiteres ausgesetzt, zudem werden bei der Einreise keine Touristenvisa mehr erteilt, wie Tourismusminister Yogesh Bhattarai der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Singapur verbietet Einreisen aus Deutschland

9:33 Uhr: Singapur verbietet von Sonntag an allen Ausländern die Einreise, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien waren. Das gilt auch für Transit-Aufenthalte in dem südostasiatischen Stadtstaat, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Das Ganze gilt nicht für Menschen, die dauerhaft dort leben oder lange einen Pass des Staates haben. Sie sollen sich nach der Einreise in heimische Quarantäne begeben. Der Flughafen von Singapur ist ein wichtiges Drehkreuz in Asien.

Zuvor gab es bereits Einreisestopps für die vom Coronavirus besonders betroffenen Länder Iran, Südkorea und China. Seit Freitag dürfen auch keine Kreuzfahrtschiffe in Singapur mehr anlegen.

Berliner Schulen werden geschlossen

9:25 Uhr: Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten in Berlin stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an auch hier stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit.

Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen. Zuvor hatten Bayern und das Saarland angekündigt, von Montag an die Schulen zu schließen.

Bayern erlässt Besuchsverbot für Pflege- und Altenheime: Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder

9:22 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen zudem weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen.

9:15 Uhr: Berichten über Schließungen im Bereich der Gastronomie erteilte Söder eine Absage. Wohl aber seien Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abzusagen. Und: "Die Kommunalwahl in Bayern findet statt."

9:13 Uhr: Söder: "Wir schränken deutlichst das Besuchsrecht ein." Dies gelte für Risikogruppen, also für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen für Behinderte. Zudem bittet Söder die Eltern von Schulkinder eindrücklich, die Enkel nicht zu den Großeltern zu geben.

9:12 Uhr: Söder: "Ich habe gestern nochmal Rücksprache gehalten mit dem Bund. Andere Bundesländer werden es ähnlich tun. Ab kommenden Montag werden Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten in Bayern geschlossen." Diese Maßnahme gelte bis zum 20. April. Dann stünde eine "neue Bestandsaufnahme" an. "Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil haben."

9:10 Uhr: Söder: "Die Herausforderung ist immens: für das Gesundheitssystem, für die Wirtschaft und gesamtgesellschaftlich. Wir müssen die Ausbreitung der Krankheit verlangsamen und somit verhindern, dass sie uns alle immens unter Druck setzt. Wir müssen die Zeit nutzen und dürfen sie nicht verspielen. Wir dürfen nicht debattieren, wir müssen handeln."

DFL entscheidet über Abbruch der Bundesligasaison

8:49 Uhr: Nach Exklusiv-Information der "Rheinischen Post" "aus Vereinskreisen" kommt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu einer Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Sie entscheide noch am Nachmittag darüber, ob die laufende Saison 2019/20 noch vor Anpfiff des 26. Bundesliga-Spieltags abgebrochen wird. Für den Abend (Anstoß um 20:30 Uhr) ist die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn angesetzt.

Luxemburg schließt sich den Schulschließungen an

8:43 Uhr: Auch Luxemburg macht wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen seine Schulen dicht. Von Montag (16. März) bis 29. März werde es in Klassenräumen keinen Unterricht geben, teilte die luxemburgische Regierung am Donnerstagabend mit.

Auch Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen sollten geschlossen werden. Mit diesem Schritt wolle man eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.

Auch die Universität Luxemburg stellt auf E-Learning um. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 26 (Stand Donnerstagabend) gestiegen.

Präsidentin des Roten Kreuzes mahnt bessere Vorsorge für Krisen an

8:37 Uhr: Angesichts der Coronakrise hat die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, eine bessere Vorsorge für den Krisen- und Katastrophenfall angemahnt.

"Ich kämpfe seit zwei Jahren bei Bundespolitikern dafür, dass wir wieder mehr Medikamente, Zelte, Feldbetten, Hygieneartikel und andere Ausrüstung für die Versorgung der Bevölkerung in Krisenfällen vorhalten", sagte die frühere Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag dem "Handelsblatt" vom Freitag.

Nach dem Kalten Krieg hätten viele gedacht, darauf verzichten zu können. "Heute wissen wir, dass wir angesichts unerwarteter Krisen wie Pandemien, Cyberattacken oder Naturkatastrophen wieder mehr Vorsorge treffen müssen", sagte Hasselfeldt.

Bayern schließt alle Schulen

7:45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Danach öffnen zumindest die Kindergärten und Kitas wieder.

Zuvor hatte das Saarland als erstes Bundesland angekündigt, landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien zu schließen.

Bayerns Kultusminsterium informierte in einem Tweet die Eltern über die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien im gebebenen Fall des längerfristigen Unterrichtsausfalls.

Ausnahmezustand in Estland

7:43 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Estland nun auch den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit.

An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben.

"Die absolute Priorität der Regierung besteht darin, die Gesundheit der Menschen in Estland in der sich entwickelnden Situation zu schützen", erklärte Regierungschef Jüri Ratas. "Die Notsituation ist notwendig, um der Ausbreitung des Coronavirus in Estland möglichst effizient entgegenzuwirken".

In dem baltischen Staat waren zuvor am Donnerstagabend 10 neue Corona-Infektionsfälle festgestellt worden. Damit stieg die Zahl an bestätigten Fällen auf 27.

Japan verteidigt Olympia gegen Donald Trumps Vorschlag der Verlegung

7:36 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einer Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio abgelehnt. Trotz der Coronavirus-Pandemie seien die Vorbereitungen für die Sommerspiele in Japans Hauptstadt weiter im Plan, sagte Abe einem Sprecher zufolge Trump in einem Telefonat am Freitag.

Trump hatte zuvor in einer Medienrunde im Weißen Haus zu den Olympischen Spielen gesagt: "Vielleicht, aber das ist nur meine Meinung, verschieben sie sie um ein Jahr. Vielleicht ist das auch nicht möglich." Die Sommerspiele sollen vom 24. Juli bis zum 9. August stattfinden.

In einem Tweet zu dem Telefonat sprach Trump Abe großes Lob für dessen Olympia-Vorbereitungen aus und erwähnte eine mögliche Verschiebung der Spiele nicht mehr.

Erste Corona-Infektion im Hauptquartier der UN in New York

7:29 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch das UN-Hauptquartier in New York erreicht. Eine philippinische Diplomatin wurde nach Diplomatenangaben vom Donnerstag (Ortszeit) positiv auf das Virus getestet.

Die Frau sei zuletzt am Montag am Sitz der Vereinten Nationen gewesen. Einen Tag später habe sie sich krank gefühlt und testen lassen, das Ergebnis sei dann am Donnerstag übermittelt worden.

Die philippinische Vertretung bei den Vereinten Nationen erklärte ihre vorläufige Schließung. Alle Mitarbeiter seien aufgerufen, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Im UN-Hauptquartier in New York arbeiten rund 3.000 Menschen.

Erster Corona-Todesfall in Indien

6:14 Uhr: In Indien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte.

Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht. Bei seiner Rückkehr nach Indien hat er nach Behördenangaben zunächst aber keine Symptome gezeigt. Im Krankenhaus sei dann ein Verdacht auf Covid-19 festgestellt worden, der Patient sei aber am Dienstag verstoben, bevor die endgültige Bestätigung vorlag.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Indien diese Woche alle Touristenvisa für einen Monat für ungültig erklärt. Bleiben darf nur, wer bereits im Land ist. Stand Freitagmorgen waren in Indien 73 Menschen am Coronavirus erkrankt.

Krankenhaus in der Steiermark geschlossen

6:06 Uhr: Am Landeskrankenhaus im österreichischen Hartberg ist der zweite Fall einer Corona-Infektion aufgetreten. Vier Tage, nachdem die Erkrankung bei einer Mitarbeiterin diagnostiziert worden war, ist nun ein Arzt betroffen.

Das Krankenhaus wurde deshalb bis mindestens Freitag um 15:00 Uhr geschlossen. Neuaufnahmen seien nicht mehr möglich, berichtete die "Kleine Zeitung" online.

Bereits am Montag hatten sich 34 Kollegen und 23 Patienten, zu denen die infizierte Mitarbeiterin Kontakt hatte, in Quarantäne begeben müssen.

Ehefrau von Kanadas Premier Justin Trudeau positiv getestet

3:36 Uhr: Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Gregoire Trudeau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Premiers am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Sophie Gregoire Trudeau sei am Donnerstag getestet worden, der Test sei positiv ausgefallen, hieß es. Sie werde vorerst in Isolation bleiben. Die Frau des Premierministers fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome der neuen Lungenkrankheit Covid-19.

Trudeau und seine Ehefrau hatten sich in häusliche Isolation begeben, nachdem bei Sophie Gregoire Trudeau nach einer Reise nach London "milde grippe-artige" Symptome aufgetreten waren.

Premierminister Trudeau sei bei guter Gesundheit und habe bislang keine Symptome, heiß es weiter. Der 48-Jährige will aber für 14 Tage in Isolation verbleiben, getestet werden soll er aber auf Anraten der Ärzte nicht.

Bayern-Gegner Callum Hudson-Odoi wurde positiv getestet

3:30 Uhr: Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der mehrfach von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht.

Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, zu dem auch der deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger zählt, zudem die Trainer und einige Betreuer. Dies teilte der englische Erstligist am Freitag mit.

Alle, die keinen engen Kontakt zum Teenager hatten, sollen in den nächsten Tagen ins Training zurückkehren. Hudson-Odoi gehe es gut, wie der FC Chelsea weiter schrieb.

Der Team-Manager von Arsenal London hat sich angesteckt

2:52 Uhr: Arsenal Londons Teammanager Mikel Arteta ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Arsenal werde nun der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht.

"Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird", wird Arteta zitiert.

Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

Schulen und Kitas im Saarland schließen

1:01 Uhr: Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus werden im Saarland ab kommendem Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit.

Die Einrichtungen werden demnach bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Formel-1-Rennen in Melbourne abgesagt

0:13 Uhr: Wegen des Coronavirus ist der bislang für Sonntag geplante Saisonstart der Formel-1-Weltmeisterschaft in Melbourne abgesagt worden. Dies teilten der Automobil-Weltverband FIA, die Rennteams und die Sponsoren des Großen Preises von Australien am Freitag mit. Der Beschluss wurde nur wenige Stunden vor dem ersten geplanten Training für das Rennen bekanntgegeben.

Die Absage wurde beschlossen, weil ein Mechaniker des McLaren-Teams positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden war. McLaren hatte deshalb seine Teilnahme an dem Rennen bereits abgesagt.

Die Meldungen vom Donnerstag, 12. März: Belgien schließt Cafés, Restaurants - Unterricht eingestellt

23:05 Uhr: Belgien schließt wegen des Coronavirus alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Die Schulen stellen den Unterricht ein, alle Sport- und Kulturveranstaltungen werden abgesagt, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am späten Donnerstagabend in Brüssel sagte. Eltern, die arbeiten müssen, könnten ihre Kinder jedoch weiterhin zur Betreuung in die Schulen schicken. Großeltern sollten die Enkelkinder nicht hüten, weil sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören.

Die Maßnahmen sollten die Ausbreitung von Covid-19 bremsen und träten am Freitag um Mitternacht in Kraft, sagte Wilmès. Apotheken, Lebensmittel- und Tierfutterläden bleiben normal geöffnet. Alle anderen Geschäfte müssten am Wochenende geschlossen bleiben. Die Regierungschefin rief die Bevölkerung auf, von Hamsterkäufen abzusehen: Diese seien weder notwendig noch solidarisch gegenüber den Mitbürgern. Ein kompletter Lockdown wie in Italien sei nicht nötig, sagte Wilmès weiter.

US-Bundesstaaten Maryland, Ohio und Washington schließen Schulen

22:50 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA schließen die Bundesstaaten Maryland und Ohio Schulen. Die Leiterin der Schulbehörde Marylands, Karen Salmon, sagte am Donnerstag, von Montag an würden alle öffentlichen Schulen zwei Wochen lang geschlossen. Sie empfahl den Schulen, die ausgefallenen Tage in den Frühlingsferien nachzuholen, die im kommenden Monat anstehen. Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, kündigte an, alle öffentlichen und privaten Schulen in dem Bundesstaat blieben von Montag an drei Wochen lang geschlossen. Schulen sollten sich darum bemühen, Bildung in dieser Zeit über alternative Wege zu vermitteln.

Auch im besonders schwer von dem Coronavirus betroffenen Bundesstaat Washington kommt es zur Schließung von Schulen, allerdings nur in bestimmten Gebieten. Gouverneur Jay Inslee verfügte am Donnerstag, dass die Schulen in den drei Bezirken King, Pierce und Snohomish von kommendem Dienstag bis zum 24. April geschlossen bleiben. In Washingtons größter Stadt Seattle schlossen am Donnerstag alle öffentlichen Schulen für mindestens 14 Tage.

Tirol und Salzburg schließen alle Skigebiete

22:18 Uhr: Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag.

Bund und Länder: Ab Montag alle planbaren Operationen verschieben

21:35 Uhr: Um die Krankenhäuser für Coronapatienten freizuhalten, sollen nach dem Willen von Bund und Ländern alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden. Dies solle soweit medizinisch vertretbar ab Montag für unbestimmte Zeit gelten, heißt es in einem Beschluss von Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vom Donnerstagabend.

Merkel: Wegen Coronavirus auf Sozialkontakte weitgehend verzichten

21:09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus aufgefordert, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das sagte Merkel am Donnerstag nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin.

Auch "alle nicht notwendigen" Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden. "Das ist ein Aufruf an alle", sagte Merkel. Bereits bisher gilt die Aufforderung der Bundesregierung, Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern abzusagen.

Auch die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine weitere Option, sagte Merkel. Die Ausbreitung des Virus werde voraussichtlich vor keiner Region haltmachen.

Sechster Coronavirus-Todesfall in Deutschland

20:51 Uhr: In Deutschland ist der sechste Coronavirus-Todesfall gemeldet worden. Eine 78-Jährige starb am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus, wie der von der Epidemie besonders betroffene Kreis in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es.

Frankreich schließt alle Schulen im Land

20:26 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. "Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen" sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend in einer TV-Ansprache. Er rief außerdem alle Menschen über 70 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen dazu auf, so weit wie möglich in ihren Häusern zu bleiben.

Nach offiziellen Angaben sind mehr als 2876 Fälle erfasst. 61 Menschen starben bisher.

Israel: Netanjahu ruft zu Notstandsregierung auf

19:52 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag zur Bildung einer Notstandsregierung aufgerufen. Eine solche Regierung solle "noch heute Abend" für eine begrenzte Zeit eingerichtet werden, "um das Leben Zehntausender zu retten", sagte der 70-Jährige.

Auch nach drei Wahlen binnen eines Jahres herrscht in Israel weiter eine politische Pattsituation. Weder Netanjahus rechts-religiöser Block noch das Mitte-Links-Lager um Ex-Militärchef Benny Gantz vom Bündnis Blau-Weiß verfügt über eine Mehrheit im Parlament.

Mehr als 30.000 Bürger befinden sich derzeit in Israel in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei mehr als 100 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

New York untersagt Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen

19:41 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus hat Gouverneur Andrew Cuomo Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen im Bundesstaat New York ab Freitag vorübergehend untersagt. Für die Theaterveranstaltungen am Broadway in der Millionenmetropole New York gelte das bereits ab Donnerstagabend, sagte Cuomo bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Veranstaltungsorte mit weniger als 500 Sitzplätzen dürften nur noch die Hälfte davon vergeben. Schulen und der öffentliche Nahverkehr blieben allerdings zunächst weiter geöffnet.

Insgesamt gebe es in New York bislang 328 bekannte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus und noch keinen Todesfall, sagte Cuomo. Die Zahl der Ansteckungen liege aber wahrscheinlich deutlich höher, da es nicht genug Test-Kapazitäten gebe.

Tschechien lässt Bürger mehrerer EU-Länder nicht mehr rein, Bahn stellt Verkehr von und nach Deutschland ein

19:30 Uhr: Tschechien schließt seine Grenzen weitgehend für Ausländer aus mehreren europäischen Ländern. Betroffen sind unter anderem Bürger aus Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Das erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Der internationale Bahn- und Fernbusverkehr in die genannten Länder wird eingestellt

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy (CD) stellt ab der Nacht zu Samstag den Verkehr von und nach Deutschland ein. "Die Züge werden bis zur Staatsgrenze fahren und dann umkehren", teilte der Konzern am Donnerstag bei Twitter mit. Man reagiere damit auf die Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Prag.

Betroffen sind unter anderem die Eurocity-Verbindungen Hamburg-Berlin-Prag sowie die IC-Busse zwischen Leipzig und Prag sowie zwischen Nürnberg und Prag. Auch das tschechische Privatunternehmen RegioJet stellt seine Zug- und Fernbusverbindungen ab Samstag ein; unter anderem nach Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Österreich und in die Schweiz.

Beamter aus Frank-Walter Steinmeiers Umfeld positiv getestet - zuvor keinen direkten Kontakt

18:52 Uhr: Ein Beamter aus der Einheit des Bundeskriminalamts, die für die Sicherheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zuständig ist, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte das Bundespräsidialamt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf Anfrage. Der Beamte habe aber keinen direkten Kontakt zum Bundespräsidenten gehabt, hieß es. Die Mitarbeiter des Bundespräsidialamts, die mit dem Mann in direktem Kontakt standen, arbeiteten sicherheitshalber von zu Hause aus.

Mitarbeiter von Bolsonaro nach Treffen mit Trump positiv auf Coronavirus getestet

17:55 Uhr: Der Kommunikationschef von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden - nachdem er von einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in dessen Anwesen in Florida zurückgekehrt ist.

Fabio Wajngarten sei an Covid-19 erkrankt, teilte die brasilianische Regierung am Donnerstag mit. Es würden "alle notwendigen Präventionsmaßnahmen ergriffen, um die Gesundheit des Präsidenten und aller Mitarbeiter, die mit ihm in die USA gereist sind, zu schützen", hieß es weiter.

Wajngartens Frau Sophie bestätigte am Donnerstag in einer an die Eltern der Schule ihrer Kinder gerichteten Whatsapp-Nachricht den positiven Coronavirus-Fall in ihrer Familie. "Mein Mann ist gestern von einer Reise in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt und hat einen Covid-Test gemacht, der positiv ausgefallen ist", schrieb sie.

Brasilien hat bislang 60 Coronavirus-Infektionen gemeldet. Offiziell gibt es bislang keinen Todesfall durch den neuartigen Erreger. Während seines US-Aufenthalts hatte der ultrarechte Bolsonaro das Virus als "überschätzt" bezeichnet. Das Risiko durch das Coronavirus werde "möglicherweise sogar aus politischen Gründen übertrieben", sagte er vor Brasilianern in Miami.

Bolsonaro ließ sich auf das Virus testen, das Ergebnis wird für Freitag erwartet, wie die brasilianische Zeitung "O Estado de S. Paulo" am Donnerstag berichtete.

Kanadas Premierminister und Frau isolieren sich

17:45 Uhr: Kanadas Premierminister Justin Trudeau und seine Ehefrau haben sich in häusliche Isolation begeben, nachdem bei Sophie Gregoire Trudeau Symptome der neuen Lungenkrankheit Covid-19 aufgetreten waren. Sie wollen damit verhindern, möglicherweise das Coronavirus weiterzugeben.

Gregoire Trudeau habe nach einer Reise nach London "milde grippe-artige" Symptome bekommen, hieß es am Donnerstag aus dem Büro des Premierministers in Kanada. Sie habe sich medizinisch beraten lassen und werde derzeit auf das Coronavirus hin getestet. Die Test-Ergebnisse lagen zunächst noch nicht vor, Gregoire Trudeau gehe es besser, hieß es.

Bei Premierminister Trudeau seien bislang keine Symptome aufgetreten. Als Vorsichtsmaßnahme wolle er sich aber zunächst ebenfalls in häusliche Isolation begeben, bis die Testergebnisse seiner Frau vorlägen, und von zu Hause arbeiten.

RTL verzichtet auf Zuschauer bei "DSDS" und "Let's Dance"

17:21 Uhr: RTL verzichtet ab Freitag bis auf Weiteres bei seinen Shows auf Publikum. Ausgenommen davon seien lediglich Freunde und Familie der Protagonisten. Das teilte der Sender am Donnerstag mit. Aktuell betroffen sind damit die beiden RTL-Shows "Let’s Dance" am 13. März und "Deutschland sucht den Superstar" 14. März jeweils um 20:15 Uhr.

Am Nachmittag (Eintrag von 14:46 Uhr) war noch davon die Rede gewesen, die Zahl der Zuschauer im Studio auf 800 zu reduzieren.

Bericht: Formel-1-Auftakt in Melbourne wird verschoben

17:06 Uhr: Der Formel-1-Auftakt in Melbourne wird der BBC zufolge wegen des Coronavirus verschoben. Das berichtete der britische Fernsehsender am Donnerstag unter Berufung auf zwei hochrangige Funktionäre aus der Rennserie.

Demnach findet der erste Grand Prix des Jahres in Australien am Sonntag nun doch nicht wie geplant statt und soll kurzfristig verlegt werden. Kurz zuvor hatte es den ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 gegeben und das betroffene McLaren-Team seinen Rückzug für das Rennen bekanntgegeben.

Die Formel 1 musste wegen der Epidemie bereits das für den 19. April in China geplante Rennen verschieben. Der Grand Prix von Bahrain am 22. März wird im besten Fall und aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen ausgetragen. Die anschließend angesetzte Vietnam-Premiere in Hanoi am 5. April steht außerdem auf der Kippe. Es wäre also nicht ausgeschlossen, dass die Formel 1 in diesem Jahr frühestens am 3. Mai in Zandvoort in den Niederlanden in die Saison startet.

Handball-Bundesliga pausiert bis Ende April

16:42 Uhr: Auch die Handball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus nach dpa-Informationen bis zum 22. April aus.

Das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Final-Four-Turnier um den Pokal des Deutschen Handball Bundes (DHB) wird ebenfalls verlegt und soll am Saisonende nachgeholt werden.

"Auch eine Verschiebung ist ein Risiko, denn wir wissen nicht, wie es in drei, vier Monaten aussieht. Aber wir müssen uns jetzt von vielen Regeln verabschieden", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann den Kieler Nachrichten.

Geplant ist nach derzeitigem Stand, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab dem 23. April wieder aufnimmt. Ob und in welcher Form die Bundesliga-Saison fortgesetzt werden kann, soll am Montag bei einer außerordentlichen HBL-Mitgliederversammlung erörtert werden. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass dieses Treffen stattfindet. Zuvor hatte die "Bild" über eine bevorstehende Pause des Bundesliga-Spielbetriebs berichtet.

Erster Todesfall durch Coronavirus auch in Bayern bestätigt

16:11 Uhr: Nach vier Todesfällen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist erstmals auch in Bayern ein Mensch am Coronavirus gestorben. Der 80 Jahre alte Mann sei in Würzburg gestorben, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag in München mit.

Er ist damit der fünfte nachgewiesene Todesfall in Deutschland. Laut Ministerium handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit.

Die Zahl der Infizierten steigt derweil weiter an. Nach einer Auflistung der Johns-Hopkins-Universität in den USA gab es in Deutschland bis Donnerstagnachmittag 2078 bestätigte Krankheitsfälle. Dies waren 500 Fälle mehr als Mittwochnachmittag.

Herren-Tennisturniere für sechs Wochen abgesagt

16:03 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind für die kommenden sechs Wochen alle Tennisturniere auf der Herren-Tour abgesagt worden. Das teilte die Spielerorganisation ATP am Donnerstag mit. Zuvor waren bereits die Top-Events in Indian Wells und Miami abgesetzt worden.

Von der Damen-Organisation WTA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die Maßnahme betrifft auch den Start der europäischen Sandplatz-Saison und die Events in Monte Carlo und Barcelona. Die BMW Open in München sind in der ersten Woche nach dieser Phase geplant. Ob das Sandplatzevent stattfinden kann, war zunächst aber offen.

Basketball-Bundesliga unterbricht Spielbetrieb bis auf Weiteres

15:50 Uhr: Die Basketball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bis auf Weiteres aus. Auf einer außerordentlichen Versammlung der Klubs am Donnerstag in Stuttgart stimmten die Verantwortlichen der Vereine einstimmig für eine Unterbrechung der Saison.

Dies betrifft bereits den für das kommende Wochenende geplanten 23. Spieltag. Es bleibe das Ziel, "die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen." Innerhalb der kommenden 14 Tage wollen sich die Klubvertreter wieder treffen, "um die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien und Handlungsoptionen erneut zu besprechen", heißt es in einer Mitteilung der Liga.

Anders als im Eishockey wird die Spielzeit damit noch nicht komplett abgesagt. Die Deutsche Eishockey Liga hatte ihre Saison am Dienstag für beendet erklärt und die Playoffs abgesagt.

Zweiter Corona-Fall bei Hannover 96 - Klub beantragt Spielabsetzungen

15:37 Uhr: Beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 gibt es einen zweiten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Spielers. Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, wurde nach Timo Hübers auch Jannes Horn positiv getestet. Als Reaktion darauf stehen alle Spieler der Profimannschaft von Hannover 96 "ab dem heutigen Donnerstag für die nächsten 14 Tage aus Vorsichtsgründen unter häuslicher Quarantäne", hieß es in einer Erklärung der Niedersachsen.

Bei Hübers und Horn handelt es sich nach Klub-Angaben "sehr wahrscheinlich um zwei voneinander unabhängige Einzelfälle. Beide Spieler sind bislang ohne jegliche Symptome", teilte 96 mit. Die Quarantäne für die gesamte Profimannschaft und die Physiotherapeuten habe das Gesundheitsamt der Region Hannover "aus Vorsichtsgründen" beschlossen. Das Trainerteam um Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber würde hingegen nicht als "sogenannte Kontaktpersonen ersten Grades" eingestuft.

Als Reaktion auf die Situation beantragt der Klub bei der Deutschen Fußball Liga zudem die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und eine Woche später beim VfL Osnabrück.

Skisprung-Saison abgebrochen - Stefan Kraft Gesamtsieger

15:18 Uhr: Die Weltcup-Saison der Skispringer ist vorzeitig abgebrochen worden. "Wir müssen Sie darüber informieren, dass die Saison beendet ist", sagte Renndirektor Walter Hofer vom Internationalen Ski-Verband (FIS) am Donnerstag nach einer Krisensitzung in Trondheim. Die norwegische Regierung hatte zuvor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet.

In Trondheim war für den Abend im Rahmen der Raw-Air-Tour der vorletzte Einzelwettkampf der Saison vorgesehen, die Athleten treten nun die Heimreise an. Auch die Austragung der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist mehr als fraglich, eine Entscheidung ist aber offiziell noch nicht gefallen.

Den Gesamtweltcup hat somit zum zweiten Mal in seiner Karriere Stefan Kraft gewonnen. Der Österreicher verwies mit 1659 Punkten den viermaligen Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf/1519) auf Rang zwei.

Der Willinger Stephan Leyhe war am Mittwoch in der letztlich bedeutungslosen Qualifikation schwer gestürzt, bei dem 28-Jährigen besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss im linken Knie.

Tschechien und Slowakei schließen Grenzen für Deutsche und andere Europäer

15:12 Uhr: Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag.

Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ein. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.

Seit Anfang der Woche finden bereits stichprobenartige Kontrollen an zehn Grenzübergängen zu Deutschland und Österreich statt, bei denen unter anderem die Körpertemperatur gemessen wird. Bei einer erhöhten Temperatur werden ausländische Fahrer und Insassen zur Umkehr angewiesen oder in Einzelfällen zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Zehntausende Fahrzeuge wurden bisher angehalten. An dem Einsatz sind Armee, Polizei, Zoll und Feuerwehr beteiligt.

Auch die Slowakei verhängt wegen der Coronavirus-Pandemie ein Einreiseverbot für fast alle Ausländer. Ausgenommen seien lediglich Polen, sagte der Sprecher des slowakischen Innenministeriums, Peter Lazarov, am Donnerstag in Bratislava der Nachrichtenagentur AFP. Zudem kündigte er die Schließung aller internationaler Flughäfen, Schulen, kulturellen Einrichtungen und Vergnügungsstätten an.

Auch Norwegen schließt alle Schulen und Unis

14:49 Uhr: Als zweites skandinavisches Land nach Dänemark schließt Norwegen wegen der Corona-Krise seine Bildungseinrichtungen.

Alle Schulen, Universitäten und Kindergärten im Land blieben ab Donnerstagabend geschlossen, sagte die norwegische Regierungschefin Erna Solberg bei einer Pressekonferenz in Oslo.

Mit dieser und weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 werde zwar der Alltag der Bevölkerung auf den Kopf gestellt, doch seien diese Schritte nötig, um Leben und Gesundheit zu schützen.

Es handele sich um eine schwierige Zeit für Norwegen und die Welt. Die Maßnahmen seien die umfassendsten, die das Land in Friedenszeiten erlebt habe.

DSDS reduziert Zuschauerzahl deutlich

14:46 Uhr: Die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) reduziert wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Zuschauer im Studio. Statt wie normalerweise vor 1.700 Leuten sollen die kommenden vier Live-Shows vor 800 Zuschauern stattfinden, wie eine RTL-Sprecherin am Donnerstag sagte.

Man beobachte die Lage auch weiterhin. Sollte sie sich nochmals verändern, seien "zur Not" auch Shows ohne Publikum denkbar. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die Live-Shows von DSDS werden in Köln produziert. Die erste ist am Samstag (14. März) geplant. Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen Erlass beschlossen, wonach Veranstaltungen mit mehr 1.000 Teilnehmern grundsätzlich abgesagt werden sollen.

Princess Cruises setzt Kreuzfahrtbetrieb aus

14:40 Uhr: Der Kreuzfahrtanbieter Princess Cruises zieht seine 18 Schiffe zählende Flotte wegen der Ausbreitung des Coronavirus für 60 Tage aus dem Verkehr.

Es handele sich um eine freiwillige Vorsichtsmaßnahme, teilte Unternehmenschefin Jan Swartz am Donnerstag in einer Videobotschaft mit. Der zum Tourismus-Riesen Carnival gehörende Anbieter war zuvor durch Coronavirus-Ausbrüche auf zwei seiner Kreuzfahrtschiffe in die Schlagzeilen geraten.

Anleger reagierten am Donnerstag schockiert auf die Ankündigung von Princess Cruises und ließen die Aktien von Carnival im vorbörslichen US-Handel um mehr als 22 Prozent abstürzen.

Carnival ist auch die Konzernmutter des in Rostock ansässigen deutschen Anbieters Aida Cruises. Aida hatte Mitte Februar ihre Asienfahrten der Schiffe "Aidavita" und "Aidabella" wegen der COVID-19-Ausbreitung und zunehmender Reiseeinschränkungen für diese Saison eingestellt.

82 Fälle in Slowenien - Schulen schließen

14:28 Uhr: In Slowenien bleiben als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Montag an alle Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen. Dies teilte die Regierung in Ljubljana mit.

"Es ist eine Maßnahme mit weitreichenden Folgen, aber sie musste getroffen werden", erklärte Ministerpräsident Marjan Sarec über Twitter. Bis zum Donnerstag gab es 82 Nachweise des Virus SARS-CoV-2 in Slowenien. Das kleine EU-Land hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner.

Bericht: UEFA stoppt Spielbetrieb in Champions- und Europa League

13:55 Uhr: Die Europäische Fußball-Union wird nach Informationen der spanischen Tageszeitung "Marca" den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Ausbreitung des Coronavirus aussetzen. Der spanische Verbandsboss Luis Rubiales bestätigte am Donnerstag, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Eine offizielle Bestätigung der UEFA gab es zunächst nicht.

Die Entscheidung wäre quasi ein Novum in der europäischen Königsklasse. In der Vergangenheit waren einmal acht Gruppenspiele nach den Terroranschlägen in New York am 11. September 2001 um eine Woche verschoben worden. Ansonsten hatte es meist nur Verschiebungen aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen gegeben.

Update 15:01 Uhr: Mittlerweile hat die UEFA bekannt gegeben, dass wegen des Coronavirus eine Krisensitzung einberufen werde, in der es neben der Fußball-EM auch um auch alle "nationalen und europäischen Wettbewerbe" gehen soll. Am 17. März sollen Vertreter von allen 55 Mitgliedsverbänden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Ausbruch der Pandemie beraten.

EZB beschließt umfassendes Maßnahmenpaket

13:50 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit einem umfassenden Maßnahmenpaket gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Krise. Unter anderem soll es neue Notkredite für Banken und höhere Anleihenkäufe geben, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Darüber hinaus bleibe der Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent.

Keine Gottesdienste mehr in Österreich, Urlaubssperre für Polizei

13:42 Uhr: Ab Montag sollen in Österreich keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Auch Versammlungen werden ausgesetzt, kirchliche Familienfeiern wie Taufen und Hochzeiten werden verschoben.

Vertreter der anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften trafen sich am Vormittag mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, der für Kultusangelegenheiten zuständigen Kanzleramtsministerin Susanne Raab (beide ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) im Bundeskanzleramt zu einem Gespräch.

Für alle 25.000 Polizistinnen und Polizisten in Österreich ist unterdessen eine Urlaubssperre verhängt worden. Das Innenministerium bestätigte entsprechende Berichte. Die Sperre gilt zunächst bis Ende April.

Immer mehr Infizierte auch in der Schweiz

13:23 Uhr: Auch in der Schweiz steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Das Bundesamt für Gesundheit hat am Donnerstagmittag die neusten Zahlen veröffentlicht. Demnach gebe es derzeit 858 positiv getestete Personen in der Schweiz. Davon seien 815 Fälle bestätigt. Am Mittwoch waren es noch 645 positive Tests, wovon 613 bestätigt waren. Das berichtete "20min.ch".

Erster Todesfall in Polen

13:03 Uhr: In Polen ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich um eine 57 Jahre alte Frau, die im Krankenhaus in Poznan behandelt wurde und am Donnerstag starb, wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Jedrzej Solarski, laut Nachrichtenagentur PAP mitteilte. Sie habe schon bei ihrer Einlieferung in die Klinik eine schwere Lungenentzündung gehabt und sei künstlich beatmet worden.

Positiver Corona-Test bei McLaren - Formel 1-Auftakt in Gefahr

12:46 Uhr: Der Saisonauftakt in der Formel 1 steht wohl unmittelbar vor der Absage. Am Donnerstag meldete der Rennstall McLaren, dass ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das Team aus dem britischen Woking gab daraufhin in Melbourne bekannt, nicht beim Großen Preis von Australien an den Start zu gehen. Das Rennen ist für Sonntag im Albert Park geplant.

Geschäftsführer Zac Brown und der deutsche Teamchef Andreas Seidl informierten den Automobil-Weltverband am Abend (Ortszeit) in Australien über den positiven Test. Insgesamt gab es mindestens fünf Verdachtsfälle im Fahrerlager, vier allein beim amerikanischen Team Haas.

Formel-1-Direktor Ross Brawn hatte unlängst im Zusammenhang mit Ferrari und Reisebeschränkungen betont, dass nicht gefahren werde, wenn ein Rennstall nicht dabei sein könne. Eine Stellungnahme der Motorsport-Königsklasse stand nach Bekanntwerden des positiven Tests noch aus. Um wen es sich bei dem infizierten Mitarbeiter handelt, teilte McLaren nicht mit.

Real Madrid setzt Fußballspieler um Toni Kroos und Basketballer in Quarantäne

12:20 Uhr: Der spanische Klub Real Madrid setzt die Spieler seiner Fußball- und Basketball-Profiteams mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Toni Kroos in Quarantäne. Der Notfallplan werde aktiviert, weil ein namentlich nicht genannter Basketballer positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, teilte der Verein am Mittwoch mit.

Auch die gesamte spanische Liga reagiert: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird in Spanien der Spielbetrieb der 1. und 2. Liga eingestellt. Die Entscheidung sei am Donnerstag bei einem Dringlichkeitstreffen mit Vertretern des Nationalverbandes RFEF und der spanischen Gesundheitsbehörden in Madrid getroffen worden, teilte die Profiliga mit. Sie gelte zunächst für die nächsten zwei Runden.

Update 17:23 Uhr: Am Donnerstagnachmittag erfolgte zudem die Absage des Champions-League-Spiels der Madrilenen bei Manchester City durch die UEFA. Das Spiel hätte am 17. März hätte stattfinden sollen.

CDU verschiebt Parteitag wegen Corona-Krise

12:12 Uhr: Der für den 25. April geplante CDU-Bundesparteitag wird wegen der Corona-Pandemie auf unbekannte Zeit verschoben. CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer teilte am Donnerstag mit, sie werde dem Bundesvorstand die Verschiebung empfehlen. Der Parteitag solle erst abgehalten werden, "sobald die epidemische Lage dies gestattet". Bei dem Treffen soll der neue CDU-Vorsitzende gewählt werden. Für die CDU sei klar, "die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität", erklärte die scheidende Parteichefin.

Erster Todesfall auf Mallorca

12:04 Uhr: Auf Mallorca ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Die 59 Jahre alte Frau sei in der Nacht zum Donnerstag im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma ums Leben gekommen, teilten die zuständigen Behörden der spanischen Urlaubsinsel mit. Die Patientin hatte den Angaben zufolge Vorerkrankungen.

Mallorca und die anderen Balearen-Inseln sind von der Epidemie im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens bisher relativ wenig betroffen. Nach amtlichen Angaben gab es bis Donnerstag insgesamt 17 Fälle. In ganz Spanien zählten die Behörden bisher rund 2.200 Infektionen. Die Frau auf Mallorca war das 56. Todesopfer in Spanien.

Vierter Corona-Todesfall in Deutschland

11:49 Uhr: In Baden-Württemberg ist erstmals ein positiv auf das Coronavirus getesteter Mensch gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67 Jahre alten Mann. Es ist der bislang vierte Todesfall in Deutschland.

Woidke sieht generelle Schulschließungen skeptisch

11:42 Uhr: Trotz der Ausbreitung des Coronavirus hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Vorbehalte gegen flächendeckende Schulschließungen.

Am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin sagte der Potsdamer Regierungschef, es sei selbstverständlich, einzelne Schulen zu schließen, wenn dort ein SARS-CoV-2-Fall nachgewiesen werde - er sei aber skeptisch, allgemeine Maßnahmen auszusprechen.

"Da muss man das Gesamtgeschehen in Deutschland im Blick behalten." Generelle Schulschließungen sind ab Donnerstag auch ein Thema beim zweitägigen Treffen der Kultusministerkonferenz.

Großstadt Halle schließt alle Schulen und Kitas

11:21 Uhr: Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen.

Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag in Halle.

Erster Todesfall in Österreich gemeldet

11:13 Uhr: In Österreich ist zum ersten Mal ein Infizierter am Coronavirus gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war.

Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus.

Robert Koch-Institut appelliert an junge Menschen

10:59 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie auch jüngere Menschen zu Selbstschutz und Solidarität aufgerufen. Im Moment sei von einigen aus dieser Gruppe zu hören, dass sie sich von COVID-19 nicht betroffen sähen und die Erkrankung für sich als harmlos einstuften, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Donnerstag.

Zwar seien tatsächlich Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen besonders gefährdet. "Aber auch wenn es selten vorkommt: Auch bei jüngeren und gesunden Menschen kann es schwere Verläufe geben, darunter sogar Todesfälle", betonte Schaade.

Alle müssten deshalb die Situation ernst nehmen und sich selbst und andere schützen. "Die Jüngeren sollten sich natürlich bitte auch solidarisch mit den Älteren zeigen, die ein höheres Risiko haben", so Schaade.

Den Anstieg der Meldezahlen hierzulande bezeichnete er als "recht schnell", wie auch in anderen Ländern. Ziel der Maßnahmen sei, die Zahlen zu drücken. Man werde anhand der Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen sehen, ob die lokalen Behörden dabei nachsteuern müssten.

Frühlingsdom fällt Coronavirus zum Opfer

10:51 Uhr: Der Hamburger Frühlingsdom wird abgesagt. Das sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Donnerstag in Hamburg. Eine entsprechende Allgemeinverfügung stand zunächst noch aus.

Der Hamburger Dom gilt als das größte Volksfest in Norddeutschland. Im vergangenen Jahr hatten rund zweieinhalb Millionen Menschen den Frühlingsdom besucht. Er sollte vom 27. März bis zum 26. April stattfinden.

Früherer Regierungschef Berlusconi ist aus Italien geflohen

10:24 Uhr: In der Coronavirus-Krise hat der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi seinem Land den Rücken zugekehrt und ist nach Südfrankreich ausgereist: Der 83-jährige Milliardär halte sich bereits seit rund zwei Wochen "privat" auf seinem Landsitz in Châteauneuf-Grasse in der Provence auf, teilte die Gemeinde am Mittwochabend mit.

Berlusconi komme "mehrmals im Jahr zum Urlaub auf das Landgut, wo er seinen Wein und sein Öl macht", sagte Bürgermeister Emmanuel Delmotte.

Die italienische Zeitung "La Stampa" hatte zuvor berichtet, Berlusconi habe Mailand gen Südfrankreich verlassen, um dort "mit größerer Ruhe" die "sehr schwierige" Lage in seiner inzwischen weitgehend abgeschotteten Heimat zu beobachten. Berlusconi ist Chef der rechtsgerichteten Oppositionspartei Forza Italia.

Zwei Ärzte am Klinikum in Rostock haben sich infiziert

10:07 Uhr: In der Universitätsmedizin Rostock sind zwei Ärzte positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag entsprechende Informationen.

Weitere Details zu den Arbeitsplätzen oder dem Umfeld der Ärzte wollte Reisinger zunächst nicht nennen. Kontaktpersonen werden jetzt auf das Virus getestet. Die Arbeit an der Klinik sei nicht beeinträchtigt, hieß es.

Roncalli-Chef schreibt an Laschet: "Schande, wenn wir vor die Hunde gehen"

9:51 Uhr: Der Direktor des Zirkus Roncalli, Bernhard Paul, hat nach der Absage der Vorstellungen in Recklinghausen wegen des Coronavirus die Politik um Hilfe gebeten. "Momentan wird nur über Hilfen für die Wirtschaft gesprochen, die Kultur ist einmal mehr das Stiefkind", schrieb Paul in einem offenen Brief an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Das neue Programm "All for art for all" sei zwei Jahre lang vorbereitet worden, der Zirkus beschäftige 150 Menschen, es seien bereits 500.000 Euro investiert worden.

Die staatliche Kulturszene sei subventioniert, "aber es gibt eine enorme private nicht-subventionierte Kulturszene, die sich von diesem 'Kulturschock' jahrelang nicht erholen wird", schrieb Paul. Das werde von der Politik nicht bedacht. Er erwarte, dass man ihn in dieser kritischen Situation nicht alleine lasse. "Es wäre eine Schande, wenn wir jetzt unverschuldet vor die Hunde gehen."

Sky zeigt Bundesliga-Konferenz im Free-TV

9:24 Uhr: Fußball-Fans dürfen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus am kommenden Spieltag der Bundesliga zwar nicht in die Stadien, die Konferenz der Bundesliga und 2. Bundesliga wird Sky aber im Free-TV übertragen.

Das gab der Sender am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung bekannt.

US-Rennen im Langlauf-Weltcup fallen aus

9:08 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus und der Einreisestopp für Europäer in die Vereinigten Staaten sorgen nun auch für erste Veränderungen im Kalender des Langlauf-Weltcups.

Die für den kommenden Dienstag geplanten Sprintrennen im US-amerikanischen Minneapolis fallen aus, wie der Weltverband FIS am Donnerstagmorgen mitteilte.

Die Langlauf-Teams sind derzeit bereits in Quebec in Kanada, wo die nächsten Weltcup-Rennen an diesem Wochenende stattfinden sollen. Was mit dem Weltcup-Finale im kanadischen Canmore am folgenden Wochenende passiert, ließ die FIS zunächst offen.

Greta Thunberg muss wegen der Corona-Krise ihre Strategie ändern

7:39 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung zu Klimaschutzaktionen im Internet aufgerufen.

Die 17-Jährige forderte am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter, den Empfehlungen von Gesundheitsexperten zu folgen und große Menschenansammlungen zu meiden. "Wir jungen Leute sind am wenigsten betroffen von diesem Virus, aber es ist wichtig, dass wir uns solidarisch mit den gefährdetsten Menschen verhalten und im besten Interesse für unsere Gesellschaft handeln."

Die Klimakrise sei die "größte Krise" für die Menschheit, betonte die Initiatorin der weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Angesichts der Coronavirus-Pandemie sei es aber nun an der Zeit, "neue Wege" zu finden, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Aktivistin rief ihre Anhänger deshalb auf, in sozialen Netzwerken den Hashtag #DigitalStrike zu nutzen und Streikfotos hochzuladen.

"Big Brother"-Kandidaten haben vom Coronavirus keine Ahnung

7:35 Uhr: Ganz Deutschland spricht über die Ausbreitung des Coronavirus - aber in Köln gibt es ein kleines Areal von Ahnungslosen. Am 6. Februar wurden dort rund ein Dutzend Menschen von der Außenwelt abgeschottet, um in das Camp der Sat.1-Show "Big Brother" einzuziehen. Damals gab es erste Fälle in Bayern, aber noch keine weitere Ausbreitung oder "Geisterspiele" in der Bundesliga. Der Wissensstand der Kandidaten hat sich seitdem nicht weiterentwickelt.

"Je nachdem, wie sie sich im Vorfeld informiert haben, wissen sie theoretisch von dem Ausbruch des Virus in Wuhan und ersten Ansteckungen außerhalb Chinas", sagte ein Sat.1-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Ab 6. Februar haben sie jedoch keinerlei Nachrichten empfangen können."

An der Wissenslücke ändern auch die später neu eingezogenen Kandidaten - darunter Sänger Menowin Fröhlich - nichts. Sie durften der Stammbesetzung nichts über die Entwicklungen verraten. Die Regeln bei "Big Brother" verbieten es. "Ob Fußballergebnisse, Vorwahlen in den USA, die TV-Quoten oder auch das Coronavirusdie neuen Bewohner dürfen über diese Themen nicht sprechen", erklärte der Sprecher.

Die NHL berät über Fortsetzung der Saison

7:32 Uhr: Nach der Aussetzung aller Spiele in der Basketball-Profiliga NBA berät die NHL über das weitere Vorgehen aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Das gab die Eishockey-Liga in der Nacht bekannt. "Die NHL setzt ihre Beratungen mit Experten fort und prüft alle Optionen", heißt es in der Mitteilung: "Wir erwarten, am Donnerstag weitere Informationen bekannt geben zu können".

Zuvor hatten sowohl die San Jose Sharks als auch die Columbus Blue Jackets angekündigt, ihre Heimspiele vor leeren Rängen auszutragen.

Indien lässt keine Deutschen mehr ins Land

7:28 Uhr: Indien hat alle Touristenvisa wegen des Coronavirus für einen Monat lang für ungültig erklärt. Nur Reisende, die bereits im Land sind, dürften weiter bleiben, hieß es am späten Mittwochabend aus dem indischen Gesundheitsministerium. Die Einreisesperre solle ab Freitag vorerst bis zum 15. April dauern.

Neben Touristenvisa betreffe die Sperre auch alle weiteren Visumskategorien mit Ausnahme von Visa für Diplomaten, Beamte und Mitarbeiter von internationalen Organisationen sowie Arbeits- und Projektvisa.

Für Menschen, die noch ins Land dürfen und aus bestimmten, vom Coronavirus stark betroffenen Staaten einreisen, gelten besondere Regeln: Sie müssen mindestens 14 Tage in Quarantäne.

Bereits am Tag davor hatte Indien für deutsche Staatsbürger eine noch strengere Einreisesperre verhängt und sämtliche Visa für ungültig erklärt.

Auch in der Premier League droht ein "Geister-Spieltag"

7:10 Uhr: Die Spiele der englischen Premier League sollen einem Bericht der Zeitung "The Times" zufolge an diesem Wochenende ebenfalls komplett hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das berichtete das Blatt am Donnerstag.

Demnach sollen auch Fußball-Ligen unterhalb der höchsten Spielklasse von der Maßnahme im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus betroffen sein.

In Deutschland steht seit Mittwoch fest, dass der 26. Spieltag in der Bundesliga zum "Geister-Spieltag" wird. Auch in Frankreich wird vorerst ohne Zuschauer gespielt, ebenso in Spanien. In Italien ist der Ligabetrieb vorerst sogar eingestellt.

Lewis Hamilton: "Bin schockiert, dass wir hier sind"

7:06 Uhr: Weltmeister Lewis Hamilton hat angesichts der Coronavirus-Krise Kritik an der Austragung des Formel-1-Auftakts in Australien geäußert. "Ich bin sehr sehr überrascht, dass wir hier sind", sagte der Mercedes-Star am Donnerstag. "Ich denke, es ist großartig, dass wir Rennen haben können, aber für mich ist es schockierend, dass wir alle in diesem Raum sitzen."

Hamilton verwies unter anderem darauf, dass zum Beispiel andere Sportarten wie die NBA der Coronavirus-Krise mit einer Unterbrechung ihres Betriebs begegnen. "Es scheint, als ob der Rest der Welt reagiert", sagte Hamilton, für den die Lage "bestimmt beunruhigend" ist.

Dänemark verzeichnet schnellsten Anstieg an Infektionen in Europa

6:52 Uhr: Angesichts einer rasanten Ausbreitung des Coronavirus schließt Dänemark für zwei Wochen Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen. "Wir müssen verhindern, dass sich die Krankheit weiter verbreitet", begründete Regierungschefin Mette Frederiksen am Mittwochabend die strengen Schutzmaßnahmen.

Der neuartige Erreger breite sich in Dänemark derzeit "viel zu schnell" aus. Das Land verzeichne den dramatischsten Anstieg der Infektionszahlen in Europa, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke.

Quarantäne-Hotel eingestürzt: 29 Tote geborgen

5:26 Uhr: Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der ostchinesischen Stadt Quanzhou ist die Zahl der Todesopfer auf 29 gestiegen. 42 Menschen konnten lebend gerettet werden, wie chinesische Staatsmedien am Donnerstag nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsarbeiten berichteten.

Das Xinjia Hotel in der Metropole der südostchinesischen Provinz Fujian war am Samstag eingestürzt. Nach ersten Ermittlungen könnten Renovierungsarbeiten der Auslöser gewesen sein.

Das siebengeschossige Hotel mit rund 80 Zimmern war genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen kommen, wegen des Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen Corona sagt Termine ab

4:20 Uhr: Als Vorsichtsmaßnahme wegen der sich ausbreitenden Corona-Epidemie sagt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplante Termine ab. So verschob er am Mittwoch einen Besuch in einem Wohn- und Pflegeheim in Bremen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. Nach ihren Angaben wird auch ein Treffen mit den Staatsoberhäuptern Estlands, Finnlands und Sloweniens an diesem Freitag und Samstag in Berlin nicht stattfinden.

Armin Laschet: "Bundesländer müssen Verantwortung übernehmen"

4:00 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor Alleingängen von Ländern in der Corona-Krise gewarnt. "Die Ausbreitung des Virus können wir nur durch gemeinsames, abgestimmtes Handeln im Länderkreis und kluges, konsequentes Vorgehen verlangsamen", sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur vor Beratungen der Ministerpräsidenten am Donnerstag in Berlin.

Zur Lösung der Corona-Krise brauche es starke Länder, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. "Wir setzen auf eine enge Abstimmung. Alleingänge helfen nicht, sondern verunsichern nur", sagte Laschet. "Gerade in einer solchen Krisensituation zeigt sich: Der Föderalismus ist eine Chance, und er fordert uns zugleich. Länder und Kommunen können vor Ort am besten beurteilen und entscheiden, was notwendig ist für das öffentliche Leben in Abwägung mit dem Schutz der Gesundheit."

Coronavirus: Tom Hanks hat sich infiziert

2:58 Uhr: Der 63-jährige Oscar-Preisträger Tom Hanks und seine gleichaltrige Ehefrau, die Produzentin und Schauspielerin Rita Wilson, sind mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Star aus Filmen wie "Philadelphia" und "Forrest Gump" am Mittwoch auf Instagram und Twitter bekannt. Seine Sprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage die Diagnose.

Sie seien in Australien und hätten sich müde und fiebrig gefühlt, wie bei einer Erkältung, postete Hanks. Dazu stellte er ein Foto von einem Gummihandschuh in einem Mülleimer. Sie hätten sich testen lassen, und das Ergebnis sei positiv gewesen.

Zahl der Verdachtsfälle in der Formel 1 steigt

2:50 Uhr: Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne ist die Zahl der Coronavirus-Verdachtsfälle auf mindestens fünf gestiegen. Beim US-Rennstall Haas kamen am Donnerstag zwei weitere Mitarbeiter hinzu. Dies berichtete Teamchef Günther Steiner. Bei Haas sind damit insgesamt vier Angestellte betroffen.

Steiner zufolge handelt es sich um einen Ingenieur und drei Mechaniker. "Wir sollten die Ergebnisse am Nachmittag bekommen", sagte Steiner. Bei McLaren gibt es einen Verdachtsfall. Auch dort wartet man auf Neuigkeiten.

Es handle sich in allen Fällen um Vorsichtsmaßnahmen. Bei den Tests soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die Formel 1 plant, am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.

Die NBA unterbricht wegen Corona-Falls ihre Saison

2:40 Uhr: Die nordamerikanische Basketball-Liga NBA unterbricht ihre Saison wegen der Covid-19-Pandemie auf unbestimmte Zeit. Diese Entscheidung gab die Liga am Mittwochabend (Ortszeit) bekannt und bestätigte in der Mitteilung zugleich einen positiven Test eines Spielers des NBA-Klubs Utah Jazz.

Dabei soll es sich um den Franzosen Rudy Gobert handeln. Der erlaubte sich im Rahmen einer Pressekonferenz einen Scherz und berührte nach seinem Statement absichtlich alle Mikrofone, die vor ihm auf dem Tisch standen.

Infektionen in China gehen weiterhin zurück

2:25 Uhr: China hat am Donnerstag erneut nur wenige neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, kamen 15 Infektionen hinzu - der niedrigste Wert seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen. Der zuvor niedrigste Wert neuer Erkrankungen war am Dienstag mit 19 gemeldet worden.

Auch die Zahl der neuen Todesopfer stieg mit elf Fällen am Donnerstag so langsam wie seit Wochen nicht mehr. Insgesamt sind in der Volksrepublik seit Ausbruch des Coronavirus damit 3.169 Tote zu beklagen. 80.793 Infektionen wurden auf dem chinesischen Festland gemeldet.

USA erlassen Einreisestopp nach Europa

2:09 Uhr: US-Präsident Donald Trump weitet die Reiseeinschränkung wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Europa aus. Aus dem Weißen Haus hieß es am Mittwochabend (Ortszeit) auf dpa-Anfrage, die Maßnahme gelte ab 23:59 Uhr am Freitag (4:59 Uhr MEZ am Samstag).

Trump hatte kurz zuvor angekündigt, wegen der Ausbreitung des Coronavirus Reiseeinschränkungen auf Europa auszudehnen. "Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen", sagte Trump in einer Ansprache an die Nation.

US-Amerikaner, die sich entsprechenden Tests unterzögen, seien ausgenommen. Die Maßnahme gelte zudem nicht für Reisende aus Großbritannien.

Juventus-Profi infiziert - Inter Mailand stellt Spielbetrieb ein

0:54 Uhr: Der italienische Fußballklub Inter Mailand stellt als Reaktion auf einen Covid-19-Fall bei Konkurrent Juventus Turin seinen Spielbetrieb bis auf Weiteres ein. Das gab der Traditionsverein in der Nacht zum Donnerstag auf seiner Homepage bekannt. Man unternehme derzeit alle notwendigen Schritte für diese Maßnahme, hieß es in der kurzen Stellungnahme.

Inter begründete die Reaktion mit dem ersten COVID-19-Fall in der Serie A. Der Italiener Daniele Rugani von Juventus Turin war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden, die Teams hatten am Sonntag gegeneinander gespielt. Rugani saß bei Juves 2:0-Sieg auf der Bank.

Der 25-Jährige zeigt nach Juve-Angaben vom Mittwochabend demnach momentan keine Symptome der Lungenkrankheit. Juventus "setzt derzeit alle gesetzlich vorgeschriebenen" Vorgaben zur Quarantäne um, teilte der Rekordmeister mit. Das betreffe auch die Personen, die mit Rugani Kontakt hatten.

Die Meldungen vom Mittwoch, 11. März: Italien schließt alle Geschäfte und Restaurants

22:05 Uhr: Italien ordnet weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an und schließt Bars und Restaurants sowie fast alle Geschäfte. Nur Supermärkte und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Giuseppe Conte am Mittwochabend. Alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten müssten eingestellt werden.

Italien kämpft mit drastischen Mitteln gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das ganze Land gilt als Sperrzone, frei bewegen dürfen sich die 60 Millionen Menschen nicht mehr. Insgesamt haben sich in Italien mehr als 12.400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 820 sind gestorben. Am meisten betroffen ist die Region Lombardei.

Erster Bundestagsabgeordneter positiv getestet

18:50 Uhr: Trotz aller ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen hat die Corona-Epidemie jetzt auch den Bundestag erreicht. Das Virus wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einem FDP-Abgeordneten festgestellt. Dieser habe sich bei der Bundestagsärztin gemeldet und gebeten, ihn zu testen. Der Test sei positiv ausgefallen, hieß es aus Fraktionskreisen. Nun würden die zuständigen Behörden informiert. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber.

Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

Österreich schließt Schulen bis zu den Osterferien

18:25 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus werden in Österreich die Schulen eine Zeit lang geschlossen. Betroffen seien zunächst ab kommendem Montag alle Oberstufenschüler, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch mit. Ab nächstem Mittwoch werde auch der Unterricht für alle anderen Schüler eingestellt. Es werde aber für diese die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. Die Schulschließungen dauern laut Kanzler zunächst bis zum 3. April, dem Beginn der Osterferien.

WHO bezeichnet Verbreitung des Coronavirus als Pandemie

17:36 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf

Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Skandinavien

17:00 Uhr: Erstmals ist in Skandinavien eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person gestorben. Ein älterer Patient sei am Mittwoch auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Gemeinde Huddinge südlich von Stockholm verstorben, teilte die Hauptstadtregion mit.

Die Person habe neben der Covid-19-Erkrankung weitere gesundheitliche Probleme gehabt. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte, war zunächst unklar. In Schweden ist SARS-CoV-2 bislang bei mehr als 480 Menschen nachgewiesen worden, in Dänemark 340, in Norwegen 277, in Finnland 59 und auf Island 90.

Mehr als 1.800 Coronavirus-Nachweise in Deutschland

16:54 Uhr: In Deutschland sind bislang mindestens 1.850 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils weit mehr als hundert Fällen. Bislang sind bundesweit drei mit SARS-CoV-2-Infizierte gestorben, alle in Nordrhein-Westfalen.

Beethovenfest in Bonn wegen Corona abgesagt

16:40 Uhr: Die Stadt Bonn hat ihr für nächste Woche geplantes Beethovenfest wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Es handele sich um zehn Veranstaltungen zwischen dem 13. und 22. März, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Die Konzerte müssten ersatzlos ausfallen, bereits erworbene Tickets würden erstattet. Bonn feiert in diesem Jahr den 250. Geburtstag des Komponisten, der dort 1770 geboren wurde.

3. Liga: DFB verschiebt kommende zwei Spieltage

16:35 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund hat die kommenden beiden Spieltage der 3. Liga komplett verlegt. Die Spiele, die ursprünglich für dieses Wochenende sowie kommenden Dienstag und Mittwoch terminiert waren, werden demnach frühestens Anfang Mai nachgeholt.

Die genauen Zeitpunkte sollen noch festgelegt werden. Hintergrund für die Entscheidung gegen Geisterspiele sei die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der Liga. Die Erträge aus dem Spielbetrieb seien existenziell für die Clubs und machten mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen aus.

Niedersachsens Grüne sagen Landesparteitag ab

16:18 Uhr: Die Grünen in Niedersachsen haben ihren anstehenden Landesparteitag wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Es gehe darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gefährdete Personengruppen zu schützen, sagte die Landesvorsitzende Anne Kura am Mittwoch.

Bei dem Parteitag am 21. und 22. März in Wolfenbüttel wären rund 350 Delegierte und Gäste zusammengekommen.

BKA-Mitarbeiter am Standort Berlin mit Coronavirus infiziert

16:16 Uhr: Bei einem Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) am Standort Berlin ist eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Der Beamte sei zu diesem Zeitpunkt bereits seit einer Woche nicht mehr im Dienst gewesen, teilte das BKA am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Die Kontaktpersonen seien identifiziert worden. Sie verrichten derzeit vorsorglich ihren Dienst vom Heimarbeitsplatz. Weitere Infektionen seien durch unverzüglich veranlasste Tests mittlerweile ausgeschlossen worden.

Gespenstische Bilder aus Italien

15:59 Uhr: Seit dem 10. März ist ganz Italien eine Sperrzone. Durch die rapide steigende Anzahl an COVID-19-Patienten sah sich die italienische Regierung zu diesem drastischen Schritt gezwungen.

Wir haben Impressionen aus dem Land gesammelt, das aktuell laut Premierminister Giuseppe Conte seine "dunkelste Stunde" durchlebt.

Belgien meldet erste COVID-19-Todesfälle

15:53 Uhr: Belgien hat seine ersten Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. Ein 90 Jahre alter Patient starb in einem Brüsseler Krankenhaus, wie Gesundheitsministerin Maggie De Block am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Später bestätigte die Gesundheitsverwaltung den Tod eines 73 Jahre alten Patienten, der am 4. März in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Zudem sei ein 86-Jähriger gestorben, der in einem Altenheim lebte und nach einem positiven Test dort in Quarantäne war.

Polen schließt wegen Coronavirus Schulen und Universitäten

15:36 Uhr: Als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus schließt Polen für zwei Wochen alle Kindergärten, Schulen und Universitäten.

Polens Gesundheitsminister Lukasz Szumowski appellierte an alle Eltern, die Kinder während der schulfreien Zeit in Quarantäne zu halten. "Das ist keine Ferienzeit. Diesen Fehler haben sie in Italien gemacht." Dort seien junge Leute in der schulfreien Zeit viel ausgegangen und hätten das Virus weiterverbreitet.

Spahn: Corona-Krise "möglicherweise bis zum Jahreswechsel"

15:01 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für denkbar, dass die Corona-Krise das Leben in Deutschland bis zum Ende des Jahres beeinträchtigt. "Wir reden hier über Monate, möglicherweise bis zum Jahreswechsel", sagte Spahn am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag.

Dort war der Minister nach weiteren Finanzhilfen gefragt worden, um wirtschaftliche Einbußen im Bereich Tourismus und Gastronomie abzufedern. Spahn räumte ein, dass zusätzliche Unterstützung notwendig werde, "wenn das länger als ein paar Wochen geht - und davon ist auszugehen".

Sachsen untersagt wegen Coronavirus Großveranstaltungen

14:50 Uhr: Auch in Sachsen sollen wegen des Coronavirus vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen mehr stattfinden.

Ein entsprechender Erlass der Regierung trete am Donnerstagmorgen in Kraft, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch in Dresden mit. Der Erlass gilt auf unbestimmte Zeit.

Aktuell gibt es in Sachsen 27 Infizierte.

Geisterspiele und Spielabsagen in Tschechien wegen Coronavirus

14:42 Uhr: Das Coronavirus hat nun auch gravierende Auswirkungen auf den Profisport in Tschechien. Die Spiele der ersten und zweiten Fußball-Liga der Männer müssen ohne Zuschauer stattfinden, werden aber vorerst nicht verschoben oder abgesagt.

Das sei "die beste aller schlechten Lösungen"teilte der Liga-Vorsitzende Dusan Svoboda nach einer Krisensitzung am Mittwoch mit. Nach zwei Runden soll diese Entscheidung überprüft werden.

Die tschechische Regierung hat offiziell alle Sportveranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern untersagt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Lufthansa streicht 23.000 Flüge bis zum 24. April

14:17 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat seine Ankündigungen wahr gemacht und wegen des Coronavirus 23.000 Flüge in der Zeit bis zum 24. April gestrichen.

Weitere Annullierungen seien sowohl für diese Wochen als auch für einen späteren Zeitraum zu erwarten, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt. Die Kapazitätsanpassungen betreffen hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten.

Bei den Streichungen werde darauf geachtet, sämtliche Ziele mit mindestens einer Gruppen-Airline erreichbar zu halten.

SPD-Abgeordnete in häuslicher Quarantäne

14.15 Uhr: Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Dazu zählen der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, die SPD-Fraktionsvizechefin Eva Högl und der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner, wie ein Fraktionssprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Der Grund sei eine Sitzung der Fraktionsarbeitsgruppe Recht am 2. März, an der eine inzwischen auf das Coronavirus positiv getestete Person aus dem Bundesjustizministerium teilgenommen habe. Betroffen seien rund 15 Menschen.

Norwegisches Militär beendet NATO-Manöver mit Tausenden Soldaten

14:00 Uhr: Norwegen hat den zentralen Teil der großen internationalen Militärübung "Cold Response" mit Tausenden beteiligten Soldaten wegen des Coronavirus abgesagt.

Das teilte das norwegische Militär am Mittwoch mit. Die Vorbereitungen des NATO-Manövers im Norden des skandinavischen Landes liefen bereits seit längerem, der Kern der Übung sollte aber vom Donnerstag bis kommenden Mittwoch stattfinden.

Ursprünglich hatte Norwegen versucht, die Übung trotz der Sorgen wegen des Virus mit Anpassungen doch noch abzuhalten. Daraus wird jetzt aber nichts, wie der Leiter des norwegischen Militärhauptquartiers, Rune Jakobsen, mitteilte: "Das Virus ist jetzt in der Gesellschaft außer Kontrolle, und das ist eine neue Situation", erklärte er.

Erste Infektion mit dem Coronavirus im deutschen Profifußball

13:23 Uhr: Innenverteidiger Timo Hübers vom Zweitligisten Hannover 96 ist als erster Fußball-Profi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 23-Jährige befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne, wie die Niedersachsen mitteilten.

Der komplette Profikader sowie das Trainerteam um Kenan Kocak werden vorsorglich auf das Virus getestet. Hübers stand beim 3:0-Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Freitag 90 Minuten auf dem Platz und traf zur 1:0-Führung der Gäste.

Erster "Geister"-Spieltag der Bundesliga ist perfekt

12:59 Uhr: Der erste "Geister"-Spieltag der Fußball-Bundesliga ist beschlossen. Am Mittwoch entschied sich RB Leipzig, das Spiel am Samstag (15:30 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg aufgrund des sich ausbreitenden Coronavirus ohne Zuschauer auszutragen. Zuvor war bereits die Begegnung zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München zum Geisterspiel erklärt worden.

"Wir haben heute Vormittag intensiv zusammengesessen und unter Berücksichtigung der täglich neuen Entwicklung um das Corona-Virus nun entschieden, am Samstag leider ohne Zuschauer zu spielen. Trotz weiterhin sehr wenig Infizierter im Leipziger Raum wollen wir zum einen das gesundheitliche Risiko minimieren", sagte Klub-Boss Oliver Mintzlaff.

Leipzig hatte am Dienstag in der Champions League durch ein 3:0 über Tottenham Hotspur erstmals den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse gefeiert.

Pressekonferenz mit Angela Merkel, Jens Spahn und Prof. Lothar Wieler

12:47 Uhr: Wieler: "Vor 2021 an einen Impfstoff zu glauben, ist unrealistisch." Die abnehmenden Infektionszahlen in China sollten zudem niemanden glauben lassen, das Coronavirus sei verschwunden. Ein solcher Gedanke sei naiv. "Das Virus wird auch nach China zurückkehren. Das ist sicher."

12:46 Uhr: Merkel: "Jens Spahn macht in einer schwierigen Situation einen super Job und genießt mein volles Vertrauen." Die Bundeskanzlerin bezeichnete es als "kühn", an ihrem guten Verhältnis zum Bundesgesundheitsminister zu zweifeln.

Dritter Todesfall in Deutschland

12:44 Uhr: Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben - es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.

Am Montag waren erstmals in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen, das zweite ein 78-jähriger Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg.

Berlin untersagt Großveranstaltungen

12:38 Uhr: Die Berliner Gesundheitsverwaltung hat Veranstaltungen ab 1.000 Personen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Grund sei die Ausbreitung des Coronavirus, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Mittwoch mit.

HSV und St. Pauli dürfen vorerst nicht mehr vor Fans spielen

12:35 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Hamburger Gesundheitsbehörde Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen untersagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch.

Damit werden die nächsten Heimspiele der Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli ohne Zuschauer ausgetragen. Zuvor hatte "bild.de" darüber berichtet.

"Krieg" in Italiens Kliniken

12:31 Uhr: Wegen des rasanten Anstiegs der Zahl der Covid-19-Kranken häufen sich in Italien die Alarmrufe zu überforderten Kliniken. Politiker, Fachleute und Ärzte äußern sich mit ernsten Warnungen.

"Wir bewirken gerade Wunder, aber wir können nicht mehr lange so weitermachen", zitierte die Zeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch Antonio Pesenti, Koordinator für Intensivstationen im Krisenstab der Lombardei.

Man habe die Zahl der Betten in den Intensivstationen in der besonders betroffenen Lombardei schon erhöht. Aber es bestehe die Gefahr, dass die Zahl der Patienten in Kürze die Kapazitäten der Krankenhäuser übersteige.

Im Internet und anderen Medien sorgt ein Brandbrief eines aufgebrachten Arztes aus Bergamo ebenfalls in der Lombardei seit Tagen für Aufmerksamkeit. Er warnt, dass der Notstand in den Hospitälern weiter unterschätzt werde. Er sprach von "Krieg" und "Schlachten", die die Helfer in seinem Haus erlebten.

Pressekonferenz mit Angela Merkel, Jens Spahn und Prof. Lothar H. Wieler

12:30 Uhr: Merkel findet "Hamsterkäufe" bedenklich, doch eine bestimmte "Bevorratung" sei ja sogar von staatlicher Seite empfohlen. "Man muss nicht alle Bereiche des öffentlichen Lebens einem Stresstest aussetzen. Maß und Mitte sind die richtige Antwort."

Spahn zum Thema medizinischer Ausrüstung, die knapp geworden sei: "Für den Privatbereich reicht das richtige Händewaschen." Masken oder OP-Mundschütze seien "nicht notwendig." Desinfektionsmittel und Masken gehörten in Krankenhäuser. "Sie sollen für diejenigen das sein, die sie für ihre tägliche Arbeit zu unserem Schutz brauchen."

12:22 Uhr: Spahn: "Wir sollten uns gegenüber unseren Mitmenschen so verhalten, als hätte derjenige Grippe. Diese einfachen und jedem von uns bekannten Verhaltensweisen helfen auch jetzt, wenn wir sie so konsequent durchhalten. Der Handschlag ist eine kulturelle und schöne Geste. Aber wir müssen sie für eine gewisse Zeit einschränken." Merkel streute ein: "Dafür eine Sekunde länger in die Augen gucken und lächeln und nicht schon mit der Hand beim nächsten sein."

12:18 Uhr: Merkel: "Die Maßnahme des Kurzarbeitergeldes ist sehr wirksam und sehr beruhigend, auch wenn es nicht alle Mitgliedsländer der EU haben."

12:17 Uhr: Ein zentrales System wie in China könne zwar Maßnahmen eher und besser durchsetzen. Doch in einer pluralistischen Gesellschaft wie der deutschen sei das Verantwortungsbewusstsein der Bürger, das Mitmachen, eher zu mobilisieren, führte Spahn aus.

12:15 Uhr: Auf die Frage, warum sie sich erst jetzt zum Coronavirus äußere, entgegnete Merkel: "Ich entscheide nach den Umständen und nach den Sachverhalten, wann und wozu ich etwas sage." Gesundheitsminister Spahn betonte, dass seine Gespräche mit der Bundeskanzlerin über die Epidemie sich bereits seit Januar hinzögen.

12:13 Uhr: Merkel: "Wir wissen auch noch nicht, wie temperaturabhängig das Coronavirus ist. Besonnenheit und Entschlossenheit, das Notwendige zu tun, sind wichtig." Merkel merkte weiter an: "Wir dürfen keine zusätzliche Verunsicherung in die Wirtschaft hineintragen. Wir müssen kleinen und mittleren Unternehmen helfen und deren Liquidität sichern. Unser ganzes globales Wirtschaftsleben ist ein fragiles Konstrukt, dass auf Erschütterungen von außen nicht gerne und in einer unüberschaubaren Weise reagiert."

12:10 Uhr: Die Exportbeschränkung für medizinische Ausrüstung wie Atemschutzmasken aus Deutschland solle verhindern, dass "der Bargeldkoffer darüber entscheidet, wo die Masken hingehen." Sie seien zuvor, so Spahn, "nicht mehr dorthin gegangen, wo der größte Bedarf bestand."

12:08 Uhr: Spahn erinnert daran, dass alle Bundesbürger, die aus Italien zurückkämen, ihre Kontakte zu anderen in den folgenden zwei Wochen auf das Nötigste zu reduzieren. Die Grenze zu schließen, beseitige das Problem nicht, denn das Coronavirus sei bereits im Land.

12:06 Uhr: Merkel: "Wir haben ja die Eigenschaft, dass oft über negative Vorfälle eher berichtet wird als über positive. Die Akteure des Staates können das Notwendige tun." Es sei wichtig, "dass wir es schnell tun, dass wir besonnen sind, dass wir uns an den Rat der Experten halten." Dann, so glaubt Merkel, seien auch alle Bürger aufgefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

12:00 Uhr: Merkel: "Wir arbeiten mit der Rechtslage, die wir haben. Auch in der Banken- und Finanzkrise oder in der Flüchtlingskrise sind wir immer miteinander klar gekommen. Wenn ein Fußballspiel ohne Zuschauer stattfinden soll, so kann das polizeirechtlich angeordnet werden. Ich sehe keine Anzeichen, dass sich die Bundesliga dem widersetzen würde." Merkel nahm Stellung zu der Frage des Verantwortungsbewusstseins auf Zuständigkeitsebenen unterhalb des Bundes.

11:58 Uhr: Wieler: "Wir stehen am Anfang einer Epidemie. Darauf müssen sich Ärzte und Krankenhäuser einstellen." Es gehe um die Kapazitäten zur Betreuung der Patienten.

11:56 Uhr: Wieler: "Diese Epidemie wird uns Monate beschäftigen, möglicherweise Jahre. Wir erarbeiten gerade mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland bestimmte Empfehlungen, wie wir besonders gefährdete Gruppen, wie die älteren Menschen, schützen können."

11:55 Uhr: Wieler geht auf einen entscheidenden Unterschied zum Verlauf der Ansteckung mit dem Coronavirus in Italien ein: "Wir haben unsere Ärzte von vornherein sehr systematisch zu Testungen aufgerufen. Wir sind in der glücklichen Lage, in Deutschland viele Tests zur Verfügung stellen zu können. Trotzdem werden auch bei uns noch viele Menschen sterben. Und es wird schwere Krankheitsverläufe geben."

11:46 Uhr: Spahn: "Je langsamer sich das Virus in Deutschland ausbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen."

11:45 Uhr: Merkel: "Das, was wir wissen, müssen wir sehr ernst nehmen. Es geht um den Schutz vor allem älterer Menschen. Ich hoffe, dass wir diese Probe unserer Vernunft und unseres Herzens bestehen."

11:44 Uhr: Der deutsche Föderalismus sei ein Vorteil in der Krise, sei aber nicht dazu da, Verantwortung wegzuschieben. Dezentral reagieren zu können, sieht Merkel als deutsche Stärke an.

11:43 Uhr: Merkel: "Alles, was jetzt passiert, geht an der Wirtschaft nicht spurlos vorüber. Die Bundesregierung hat sehr schnell reagiert und das Kurzarbeitergeld eingeführt." Zudem sei das Instrument der Lohnfortzahlung wichtig. Merkel stellte außerdem Liquiditätszahlungen für die Unternehmen in Aussicht.

11:41 Uhr: Merkel: "Die Berichte aus Italien bedrücken uns sehr." Das medizinische Personal arbeite dort am Rande der Überlastung. "Es geht darum, sich in Europa nicht voneinander abzuschotten." Merkel betonte den Austausch medizinischen Geräts und medizinischer Ausstattung.

11:39 Uhr: Es gelte laut Merkel, Zeit zu gewinnen: "Wir müssen Prioritäten setzen." Auch das wirtschaftliche Leben sei aufrecht zu erhalten.

11:38 Uhr: Merkel: "Unser Wissensstand verändert sich. Wenn das Virus da ist und noch keine Immunität der Bevölkerung vorliegt und es keinen Impfstoff gibt, ist mit einem Infektionsrisiko für 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung zu rechnen. Wir dürfen unser Gesundheitssystem nicht überlasten. Es nicht egal, was wir tun, es ist nicht vergeblich, es ist nicht umsonst."

11:34 Uhr: Angela Merkel informiert über die gestrige Video-Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EU. "Es war unsere erste Video-Konferenz." Erstes Thema sei die Eindämmung des Virus. "Wir müssen verstehen, dass das Virus in Europa angelangt ist. Die Maßstäbe für unser politisches Handeln ergeben sich aus dem, was uns Wissenschaftler und Mediziner raten."

Polen schließt Kindergärten, Schulen und Universitäten

11:30 Uhr: Als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus schließt Polen für zwei Wochen alle Kindergärten, Schulen und Universitäten. Auch Museen, Kinos und Theater bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. "Für unserer Kinder ist es am besten, nicht aus dem Haus zu gehen, denn Kinder können die Krankheit leicht auf ältere Familienmitglieder übertragen."

In Grundschulen und Kindergärten sollen die Kinder am Donnerstag und Freitag bei Bedarf noch betreut werden, damit die Eltern Zeit bekommen, das Familienleben entsprechend zu organisieren.

Gesundheitsminister Lukasz Szumowski appellierte an die Eltern, die Kinder während der schulfreien Zeit in Quarantäne zu halten. "Das ist keine Ferienzeit. Diesen Fehler haben sie in Italien gemacht."

Dort seien junge Leute in der schulfreien Zeit viel ausgegangen und hätten das Virus weiterverbreitet. Nach Angaben der Regierung gibt es in Polen derzeit 25 bestätigte Coronavirus-Fälle.

Robert-Koch-Institut: 1.296 Infektionsfälle in Deutschland

11:04 Uhr: Nach den jüngsten vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen vom Dienstagnachmittag gibt es in Deutschland 1.296 bestätigte Coronavirusfälle. Bei etwa 420 Betroffenen liegen dem RKI detailliertere Angaben zum Verlauf der Erkrankung vor. Die häufigsten Symptome waren demnach Husten und Fieber.

Laut RKI-Vizepräsident Lars Schaade ist mit weiteren Infektionen und "hohen Fallzahlen" zu rechnen. Zum Schutz älterer Menschen und von Menschen mit Vorerkrankungen gehe es weiter darum, die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen.

Dazu beitragen solle, Abstand voneinander zu halten. "Soziale Distanzierung" sei derzeit das wichtigste Anliegen, empfahl Schaade am Mittwoch in Berlin vor Journalisten. "Es geht also darum, Abstand zwischen die Menschen zu bringen."

Keine Züge mehr von Österreich nach Italien

10:37 Uhr: Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen. (ÖBB) am Mittwoch. Nicht betroffen sei der Güterverkehr.

Fortuna-Boss: "Die DFL stellt keine Wettbewerbsgleichheit her"

10:35 Uhr: Fortuna Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann hat die Deutsche Fußball-Liga für ihre uneinheitliche Regelung für die Spiele der Fußball-Bundesliga kritisiert.

"Wenn die Anweisung, unser Heimspiel ohne Zuschauer auszutragen, die Verbreitung des Coronavirus eindämmt, akzeptieren wir selbstverständlich diese Entscheidung. Wir akzeptieren allerdings nicht, dass bei einem bundesweiten Wettbewerb wie der Bundesliga keine bindenden Regeln für alle Klubs gelten", erklärte der Vorstandsvorsitzende. "Hier ist die Liga gefordert, Wettbewerbsgleichheit herzustellen", sagte Röttgermann.

Die Düsseldorfer müssen ihr Heimspiel gegen den SC Paderborn am Freitag (20:30 Uhr/DAZN) ebenfalls ohne Zuschauer austragen. "Wir müssen bei einem wichtigen Heimspiel auf die Unterstützung unserer Fans verzichten, haben zusätzlich einen wirtschaftlichen Schaden, und direkte Konkurrenten haben diese Wettbewerbsnachteile nicht. Das ist für uns nicht hinnehmbar", sagte der Vereinschef.

Bayern-Spiel in Berlin findet nun doch ohne Zuschauer statt

10:31 Uhr: Das Bundesligaspiel des 26. Spieltags zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Bezirksamt gab am Mittwoch eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.

Zudem hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Kritik an dem Vorhaben geübt, Zuschauer zuzulassen. Er hatte die Empfehlung abgegeben, Veranstaltungen ab einer erwarteten Besucherzahl von 1.000 Personen abzusagen.

Keine Fans bei der Partie Bochum gegen Heidenheim

10:30 Uhr: Die Partie des Zweitligisten VfL Bochum gegen den 1. FC Heidenheim wird am Samstag (13:00 Uhr/Sky) ohne Zuschauer ausgetragen. Die Bochumer teilten mit, dass er damit eine behördliche Anordnung des Gesundheitsamtes Bochum umgesetzt werde.

Zuvor hatte es am Dienstag einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums gegeben, wonach Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern nur ohne Publikum stattfinden sollen.

Schon am Montag hatten die Bochumer den Ticketverkauf für die nächsten Heimspiele im Ruhrstadion ausgesetzt.

Vier Ansteckungsfälle mit dem Coronavirus in der EU-Kommission

10:25 Uhr: Die EU-Kommission hat die ersten vier Fälle von Coronavirus-Infektionen unter ihren rund 32.000 Beschäftigten registriert. Drei weitere Mitarbeiter warteten noch auf Testergebnisse, hieß es in einer internen E-Mail, die der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag.

Die Brüsseler Behörde beschrieb darin ihre Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Virus. Rückkehrer von Dienstreisen aus Italien sollen zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Interne Fortbildungen und Kurse werden bis 3. April ausgesetzt. Mitarbeiter mit Dienstlaptop sollen diesen jeden Abend mit nach Hause nehmen, um notfalls von dort aus arbeiten zu können.

Dieter Nuhr sorgt mit Corona-Tweet für Empörung

10:16 Uhr: Kabarettist Dieter Nuhr möchte trotz Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen auftreten - ein Tweet dazu hat bei Twitter überwiegend wütende Reaktionen ausgelöst. "Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende...", schrieb der 59-Jährige am Dienstag.

Er reagierte damit auf die Ankündigung mehrerer deutscher Bundesländer, Großveranstaltungen abzusagen.

Bei Twitter bekam Nuhr überwiegend negative Reaktionen. "Das ist richtig dumm so etwas zu schreiben. Man darf 1x im Leben auch an Andere denken", lautet ein Kommentar. "Schlag nach, was eine Exponentialkurve ist", schrieb ein anderer Twitter-Nutzer.

Nuhr absolviert derzeit eine Tour in Deutschland und Österreich. Für Donnerstag ist im ausverkauften Säälchen in Berlin eine TV-Aufzeichnung vor Publikum geplant. Am Tag darauf sollte eigentlich eine Nuhr-Show in Hagen stattfinden. Wegen des Coronavirus wurde diese jedoch abgesagt - genauso wie seine Auftritte in Wien am 15. und 16. März.

Erster Corona-Toter in Belgien

10:06 Uhr: Belgien hat seinen ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit COVID-19 gemeldet. Ein 90 Jahre alter Patient starb in einem Brüsseler Krankenhaus, wie Gesundheitsministerin Maggie De Block am Mittwoch mitteilte. Nach Angaben der Zeitungsgruppe Sud-Presse handelt es sich um einen männlichen Patienten.

Japanische Regierung will Olympia auf jeden Fall durchziehen

10:04 Uhr: Die japanische Regierung lehnt eine Verschiebung oder Absage der Olympischen Sommerspiele in Tokio wegen der Coronavirus-Epidemie ab.

Aus Sicht der Athleten, die sich als Hauptakteure auf dieses einmal alle vier Jahre stattfindende Ereignis vorbereiteten, sei dies "unvorstellbar", sagte Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss.

Die endgültige Entscheidung liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). "Wir denken, es ist wichtig, dass die Regierung korrekte Informationen weitergibt, so dass das IOC eine angemessene Entscheidung fällen kann", sagte sie.

Hashimoto reagierte damit auf Äußerungen eines Mitglieds des japanischen Organisationskomitees. Haruyuki Takahashi hatte dem "Wall Street Journal" gesagt, dass eine Verschiebung der Sommerspiele um zwei Jahre die realistischste Option sei, wenn die Wettkämpfe nicht in diesem Sommer ausgetragen werden könnten.

Wien verschiebt Eröffnung eines 57 Millionen Euro teuren Museums

9:36 Uhr: Aufgrund der drastischen Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus bleiben zahlreiche Museen in Wien zumindest bis Ende März geschlossen.

Zudem musste die für Freitag geplante Neueröffnung eines Museums für moderne Kunst abgesagt werden, wie die Albertina am Mittwochmorgen mitteilte. Unter anderem bleiben die bekannten Häuser Belvedere, Albertina, das Kunsthistorische Museum und auch das Museumsquartier geschlossen.

Das neue Museum ist mit Hilfe von 57 Millionen Euro des Milliardärs Hans Peter Haselsteiner entstanden und sollte als "Albertina modern" eröffnet werden.

Jens Spahn attackiert Berlin für Union-Spiel gegen die Bayern

8:49 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hat kein Verständnis dafür, dass das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstag vor Publikum ausgetragen werden soll.

"Ich bin etwas verwundert, das will ich sagen, über das, was hier in Berlin mit diesem Fußballspiel passiert", sagte er am Mittwoch im Deutschlandfunk. Die Verantwortlichen hätten mit ihren Kommentaren dazu gezeigt, dass sie noch nicht abschließend verstanden hätten, worum es hier geht.

Mehrere Bundesligaspiele werden am Wochenende ohne Zuschauer stattfinden, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Darunter ist auch das mit Spannung erwartete Revier-Derby Borussia Dortmunds gegen den FC Schalke 04. Spahn hatte zuvor empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen.

Erste Verdachtsfälle auf Coronavirus-Infektion in der Formel 1

8:19 Uhr: Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um mindestens vier Mitarbeiter von Rennställen. Einer ist bei McLaren angestellt, einer bei Williams und zwei bei Haas. Sie befinden sich derzeit isoliert in ihren Hotelzimmern. Dies bestätigten die beiden Rennställe der Deutschen Presse-Agentur.

Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen, man warte nun auf die Ergebnisse der Tests. Dabei soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen.

Um deren Ausbreitung entgegenzuwirken, würden auch die obligatorischen Autogrammstunden durch Interviews mit den Piloten ersetzt. Zudem sollen die Fahrer auf dem sogenannten Melbourne Walk auf Selfies und Autogramme verzichten. Die Formel 1 plant, am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.

Norwegens Langlauf-Team beendet die Saison vorzeitig

7:43 Uhr: Die Coronakrise beeinflusst auch das Weltcup-Finale der Skilangläufer. Die führende Loipen-Nation Norwegen teilte mit, keine Mannschaft zu den abschließenden Rennen in Kanada und den USA an den kommenden beiden Wochenenden zu schicken.

"Wir sind in der Verantwortung, Gesundheit den Vorzug vor Leistung einzuräumen", sagte Torbjörn Skogstad, Vorsitzender des Langlauf-Komitees in Norwegens Verband.

Doppel-Olympiasieger Ragnhild Haga und die viermalige Weltmeister Heidi Weng sind zwar bereits nach Amerika gereist, werden aber dennoch nicht starten.

Norwegens Topläuferin Therese Johaug steht bereits als Gewinnerin des Gesamtweltcups fest. Nach dem Verzicht der Skandinavier geht die große Kristallkugel bei den Männern an den Russen Alexander Bolschunow.

Einzelne Unternehmen in Wuhan dürfen wieder produzieren

7:21 Uhr: In der schwer von der Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan dürfen einige Unternehmen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dies gelte unter anderem für Unternehmen, die wichtig seien für "globale Industrieketten", teilte die Regierung der Provinz Hubei am Mittwoch mit, in der Wuhan liegt.

Ihnen müsse aber eine behördliche Genehmigung vorliegen. Auch Betriebe, die Güter des täglichen Bedarfs herstellen, dürfen demnach ihre Produktion wiederaufnehmen.

Fernseh-Konsum nimmt in der Corona-Krise in Deutschland zu

6:58 Uhr: Seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ist die TV-Nutzung in Deutschland messbar gewachsen - das zeigen Daten von Fernsehforschern.

"Insbesondere die Sehdauern in der Primetime entwickeln sich im Februar und März im Vergleich zu den Vorjahresmonaten leicht überdurchschnittlich", sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung, Kerstin Niederauer-Kopf, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anstieg ist umso auffälliger, weil der Konsum klassischen Fernsehens seit Jahren sinkt.

"Dies kann darauf hindeuten, dass sich die Menschen abends aufgrund der aktuellen Situation derzeit mehr Zuhause aufhalten." Dies könne in der Tat eine Auswirkung der Maßnahmen gegen das neue Virus sein, erläuterte Niederauer-Kopf. "Davon profitieren derzeit insbesondere die privaten Sender mit starken Unterhaltungssendungen."

Es sei allerdings nicht nur Ablenkung gefragt, schilderte die Expertin. Die Fernsehforscher beobachteten auch steigendes Interesse an Informations-, Nachrichtensendungen und Talkshows.

NHL: Die San Jose Sharks sagen drei Heimspiele ab

5:52 Uhr: Die höchste deutsche Eishockey-Liga, die DEL, hat sich dafür entschieden, ihre Saison nach der Hauptrunde zu beenden und auf die Playoff-Runde zu verzichten.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind nun auch in der besten Eishockey-Liga der Welt, in der NHL, zu spüren. Die San Jose Sharks kündigten an, sich bis Ende März an das Verbot von Massenveranstaltungen zu halten und drei Heimspiele abzusagen.

Das Verbot hatte der Bezirk Santa Clara in Kalifornien als Reaktion auf die Auswirkungen des Sars-CoV-2 erlassen. "Wir arbeiten zusammen, um bis Ende des Monats eine angemessene Vorgehensweise für Heimspiele festzulegen", teilte die Liga am Dienstag (Ortszeit) mit.

Zum vorzeitigen Ende der DEL-Saison äußerte sich auch der Sohn des Sport-Mäzens Dietmar Hopp: "Das ist ein schwarzer Tag für das deutsche Eishockey. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, sagte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp dem "Mannheimer Morgen" (Mittwoch).

Die 14 DEL-Klubs seien sich "einig" gewesen, "dass wir eine große Verantwortung für den Sport und auch für unsere Spieler übernehmen müssen", sagte Hopp.

Dritte Renn-Absage in Folge in der Formel E

5:31 Uhr: Die Formel E hat ein weiteres Rennen wegen des Coronavirus abgesagt. Wie die erste vollelektrische Motorsport-Rennserie am Mittwochmorgen bekanntgab, findet der für den 6. Juni geplante ePrix im indonesischen Jakarta nicht statt.

Darüber habe der Gouverneur von Jakarta nach Rücksprache mit der Formel E, dem Automobil-Weltverband, dem indonesischen Verband und dem Organisationskomitee informiert. In Indonesien sind bislang knapp 30 Fälle bestätigt.

Es ist bereits das dritte Rennen, das die Serie nicht wie geplant durchführt. Der für den 21. März vorgesehene ePrix im chinesischen Sanya wurde verschoben. Das Rennen in Rom, das am 4. April hätte stattfinden sollen, wurde aufgrund der Infektionswelle durch den Erreger Sars-CoV-2 abgesagt.

Angela Merkel lädt zum Corona-Krisengipfel ins Kanzleramt ein

5:14 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Spitzenvertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften laut einem Zeitungsbericht zu einem Krisentreffen ins Kanzleramt. Das Gespräch solle am Freitagabend im Kanzleramt stattfinden, meldete das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Bei dem Treffen soll demnach über "die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft und mögliche wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen" beraten werden.

Corona in iranischen Gefängnissen: USA fordern Freilassung ihrer Häftlinge

5:10 Uhr: Die USA haben angesichts der Ausbreitung des Coronavirus im Iran die dortige Regierung zur "unverzüglichen" Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert.

Die US-Regierung werde die Führung in Teheran für alle möglicherweise an dem Virus sterbenden US-Häftlinge "direkt verantwortlich machen", erklärte Außenminister Mike Pompeo am Dienstag. In einem solchen Fall würden die USA "entschlossen" reagieren, warnte er.

Pompeo verwies auf "tief beunruhigende" Berichte, wonach sich der Erreger in iranische Haftanstalten ausgebreitet haben soll. Dass dennoch weiterhin US-Bürger in Haft seien, verstoße gegen den "grundlegenden menschlichen Anstand".

EU will Wirtschaft wegen der Corona-Krise mit 25 Milliarden Euro helfen

5:08 Uhr: Die EU-Kommission will mit einem 25 Milliarden Euro schweren Fonds die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise abfedern. Der Fonds solle unter anderem kleinere Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die Gesundheitssysteme unterstützen, kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagabend an.

Spitzenspiel in der englischen Premier League fällt aus

4:43 Uhr: Das für diesen Mittwochabend (20:30 Uhr) angesetzte Spiel in der englischen Premier League zwischen Manchester City und dem FC Arsenal ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen.

Die Partie wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, weil einige Arsenal-Mitarbeiter Kontakt mit Evangelos Marinakis, dem Klubbesitzer von Olympiakos Piräus und Nottingham Forest, hatten. Marinakis hatte über soziale Netzwerkseiten bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Vor zwei Wochen hatte der griechische Spitzenklub Olympiakos in der Europa League bei Arsenal gespielt, auch Marinakis war mitgereist. Auf ärztlichen Rat entschieden sich der FC Arsenal und Manchester City, ihr Duell am Mittwochabend zu verschieben.

Sonderparteitag der CDU muss wohl verschoben werden

4:04 Uhr: Der CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen geht davon aus, dass der bislang für den 25. April geplante Sonderparteitag zur Neuwahl des Parteichefs wegen des Coronavirus verschoben werden muss. Der Verlauf der Ansteckung in anderen Staaten spreche dafür, dass "wir in einigen Wochen eine ganz ähnliche Situation auch in Deutschland haben werden", sagte der Ex-Bundesumweltminister der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe). Größere Veranstaltungen würden dann nicht mehr stattfinden, "Ausnahmen wird es nicht geben".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits vor einigen Tagen für die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als tausend Menschen plädiert, was auch den CDU-Parteitag betreffen würde.

Das Abitur ist in Gefahr - ein Notfallplan muss her

3:33 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen sich die Kultusminister der Bundesländer auf eine bundesweite Notfallstrategie für die Abiturprüfungen verständigen. Bei ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag in Berlin werde die Kultusministerkonferenz (KMK) darüber beraten, wie das Abitur "unter diesen Bedingungen stattfinden kann", sagte KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Von den Notfallplanungen betroffen seien sowohl die schriftlichen Prüfungen als auch das mündliche Abitur.

In den meisten Bundesländern beginnen in den nächsten Wochen die schriftlichen Prüfungen. Am 30. April steht der bundesweit zentrale Termin für die Deutschklausuren an, am 5. Mai folgen die Klausuren in Mathematik.

Ex-Geschäftsführer der DFL fordert Ausgleichszahlungen für "Geisterspiele"

3:30 Uhr: Vor dem Hintergrund von so genannten Geisterspielen im deutschen Fußball wegen der Coronavirus-Krise hat der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (56) Ausgleichszahlungen durch den Ligaverband angeregt.

"Die DFL/DFB könnten die errechneten Zuschauerausfälle (hier liegen alle Zahlen vor) im Mai ausgleichen, wenn der neue Medienvertrag verabschiedet wird", schrieb Rettig in einem Gastbeitrag für Sport1.

"Im Vorgriff auf die zukünftigen Erlöse hier den Mitgliedern, im Prinzip eigenen Gesellschaftern des Ligaverbandes unter die Arme zu greifen, wäre eine pragmatische und faire Lösung, stärkt sie auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit in der im Sommer anstehenden Transferperiode durch Planungssicherheit." Manche Amateurklubs fürchten angesichts drohender Geisterspiele sogar um ihre Existenz.

Infektionen in Südkorea steigen stark an

3:23 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist nach der rückläufigen Entwicklung in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Am Dienstag seien 242 weitere Fälle diagnostiziert worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 7.755. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 60.

Zwar konzentriert sich die Mehrheit der neuen Infektionsfälle wieder in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Doch wurden allein in Seoul 52 zusätzliche Ansteckungen festgestellt.

Es war der bisher größte Tagesanstieg in der Hauptstadt, wo es eine Häufung von Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers im Südwesten gibt. Das löste die Befürchtung einer weiteren Ausbreitung in der Stadt mit einer Bevölkerung von etwa 9,8 Millionen aus. Bisher wurden in Seoul mehr als 190 Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet.

Britische Staatssekretärin erkrankt - sie hatte Kontakt zu Boris Johnson

3:16 Uhr: Eine Staatssekretärin im britischen Gesundheitsministerium hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv auf den Erreger getestet worden und befinde sich in Quarantäne zuhause, teilte die parlamentarische Staatssekretärin Nadine Dorries am Dienstagabend mit. Gesundheitsbeamte verfolgen nach ihren Angaben derzeit nach, wo sie sich ansteckte und mit wem sie seither in Kontakt stand.

Die Zeitung "Times" berichtete, Dorries habe zuletzt direkten Kontakt zu hunderten Menschen gehabt, darunter auch zu Premierminister Boris Johnson.

Die Staatssekretärin ist das erste Mitglied des britischen Regierungsteams, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Da sie auch Abgeordnete ist, könnte ihre Infektion die Rufe nach einer Schließung des britischen Parlaments lauter werden lassen.

Corona-Fall im Terrorabwehrzentrum des BKA

1:13 Uhr: Wegen eines Coronavirus-Falls beim Bundeskriminalamt (BKA) in Berlin sind einem Zeitungsbericht zufolge einzelne Sitzungen des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) abgesagt worden. Dies betreffe Beratungen, "die lagebedingt nicht dringend" seien, berichtete der "Tagesspiegel" am Dienstag unter Berufung auf eine BKA-Sprecherin. Allerdings würden "erforderliche Sitzungen der Arbeitsgruppen des GTAZ" weiterhin "ohne Einschränkung durchgeführt".

Wegen der Ausbreitung des Virus wolle das GTAZ "Reisebewegungen und persönliche Zusammenkünfte auf ein Mindestmaß" reduzieren. Der Austausch von Informationen "auf schriftlichem Wege" sei aber durchgehend sichergestellt. Der mit dem Coronavirus infizierte BKA-Beamte befinde sich in ärztlicher Betreuung, sagte die Sprecherin dem "Tagesspiegel".

Erster Ansteckungsfall mit dem Coronavirus in der Türkei

0:55 Uhr: Die Türkei hat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Der positiv auf den Erreger getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, bei der er sich mutmaßlich angesteckt habe, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zum Mittwoch in einer Fernsehansprache nicht. Dem Patienten gehe es gut. Angaben dazu, wohin in Europa der Mann gereist war und wo in der Türkei er behandelt wird, machte der Minister nicht. Koca rief die türkischen Bürger auf, Reisen ins Ausland derzeit möglichst zu meiden.

Grenzen sind dicht: Italiener sollen unnötige Reisen vermeiden

0:47 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie sorgt in weiten Teilen Europas für massive Einschränkungen des Reiseverkehrs und des öffentlichen Lebens. Während Italien sich am Dienstag als erstes Land der Welt in eine Art Sperrgebiet verwandelte, untersagte Österreich jegliche Einreisen aus Italien ohne Gesundheitsattest.

Auch Slowenien schloss seine 232 Kilometer lange Grenze zum Nachbarland. Weitere Länder wie Tschechien und Spanien schränkten den Reiseverkehr ein und untersagten Großveranstaltungen.

Die italienische Regierung weitete die zunächst für große Teile Norditaliens verhängten Reisebeschränkungen auf das ganze Land mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern aus. In ganz Italien müssen nun alle Reisen vermieden werden, die nicht aus beruflichen, gesundheitlichen oder sonstigen wichtigen Gründen gerechtfertigt seien. Auch das Auswärtige Amt weitete seine Reisewarnung nun offiziell auf ganz Italien aus.

Die Meldungen vom Dienstag, 10. März: Corona-Ausbruch bei der WTO

20:52 Uhr: Die Welthandelsorganisation WTO hat für die kommenden Tage sämtliche Treffen abgesagt, weil sich ein Mitarbeiter mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Generaldirektor Roberto Azevedo habe daher die WTO-Mitglieder informiert, dass vom 11. bis 20. März sämtliche Meetings ausgesetzt werden. "Wir nehmen die Gesundheit unserer Mitarbeiter und unserer Mitglieder sehr ernst. Daher setzen wir nun diesen beispiellosen Schritt", sagte Azevedo der Mitteilung zufolge.

Seehofer nicht infiziert

19:59 Uhr: Innenminister Horst Seehofer kehrt an seinen Arbeitsplatz in Berlin zurück, nachdem der Coronavirus-Verdacht bei einem Teilnehmer des zurückliegenden EU-Innenministertreffens ausgeräumt wurde. Seehofer und alle Mitglieder seiner Delegation waren nach der Rückkehr von dem Treffen in Brüssel negativ auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Zuvor war bekanntgeworden, dass ein kroatischer Teilnehmer des EU-Innenministertreffens Kontakt zu einem Sars-CoV-2-Infizierten gehabt haben soll.

Merkel: 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren

18:45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet laut eigener Aussage damit, dass sich eine Mehrheit der Bundesbürger mit dem Coronavirus anstecken könnte. "60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren", sagte Merkel bei einer Fraktionssitzung, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Eishockey-Saison vorzeitig beendet - kein Meister

18:24 Uhr: Das Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt. Die Deutsche Eishockey Liga entschied am Dienstag nach Beratungen, die Spielzeit nicht fortzusetzen. Sie endet damit ohne einen deutschen Meister. "Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke.

FC Bayern gegen Chelsea in der Champions League ohne Publikum

17:57 Uhr: Das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München in der UEFA Champions League gegen den FC Chelsea am 18. März findet als Geisterspiel statt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, wird diese Partie wegen der Folgen des neuartigen Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.

Auch die Partie der TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC wird zum Geisterspiel

17:37 Uhr: Auch das Heimspiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC am Samstag wird wegen der Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit.

"Die Gesundheit der Zuschauer ist das höchste Gut, daran haben sich alle Gespräche und Entscheidungen der vergangenen Stunden bemessen", sagte TSG-Geschäftsführer Frank Briel. Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch mit den zuständigen Bundes-, Landes- und Regional-Behörden gefallen.

Spahn: Bei Intensiv-Medizin besser aufgestellt als andere EU-Länder

17:30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht nach eigener Einschätzung Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus medizinisch besser aufgestellt als andere europäische Länder.

In den deutschen Krankenhäusern gebe es 28.000 Intensivplätze, davon seien 25.000 mit Beatmungsmöglichkeiten ausgerüstet, sagte Spahn am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Dies sei mehr als in anderen EU-Ländern.

Spahn sagte nach diesen Angaben, ein Anteil von ein bis drei Prozent der Infizierten müsse auf einer Intensivstation behandelt werden - und davon wiederum müsse ein Teil beatmet werden. Er unterstrich in diesem Zusammenhang, irgendwann werde der Punkt erreicht, an dem das Gesundheitssystem seine Ressourcen konzentrieren müsse.

Coronavirus: EU-Parlament setzt Arbeit aus und verlegt Sitzung

17:22 Uhr: Das Europaparlament stellt ab Mittwoch wegen des Coronavirus für eineinhalb Wochen seine parlamentarischen Aktivitäten ein. Zudem wird auch die nächste Plenarsitzung verkürzt und von Straßburg nach Brüssel verlegt, wie eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel sagte. Die Plenarsitzung dieser Woche war bereits nach Brüssel verlegt und auf einen Tag, diesen Dienstag, verkürzt worden.

Von der Entscheidung, die parlamentarische Arbeit auszusetzen, dürften vor allem die Ausschusssitzungen in der kommenden Woche betroffen sein. Die Zeit solle dazu genutzt werden, die Räumlichkeiten an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, so dass künftig etwa ausreichend Platz zwischen den Teilnehmern in Ausschüssen sein wird.

Merkel: Alle nicht notwendigen Veranstaltungen wegen Corona absagen

16:39 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat sich für ein striktes Vorgehen der Behörden im Kampf gegen das neue Coronavirus ausgesprochen. Alle nicht notwendigen Veranstaltungen sollten abgesagt werden, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr.

Mit Blick auf Bundesliga-Fußballspiele ohne Zuschauer sagte Merkel demnach: "Spiele vor leeren Rängen sind nicht das Schlimmste, das diesem Land passieren kann."

Zur Lage der Wirtschaft, die teilweise unter zusammengebrochenen Lieferketten aus Asien leidet, sagte Merkel, man brauche hier "keine klassischen Konjunkturprogramme, sondern Liquiditätszufuhr". Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte in diesem Zusammenhang zuvor etwa von Steuererleicherungen für Firmen gesprochen.

Fridays for Future sagt größere Demos ab

16:25 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sagt die Klimaschutzbewegung Fridays for Future für Freitag geplante große Demonstrationen vor den bayerischen Kommunalwahlen ab. "Schweren Herzens sagen wir die für Freitag geplanten großen Klimastreiks ab", schrieben die Aktivisten am Dienstag auf Twitter.

Statt auf den Straßen wolle man online "umso lauter" protestieren. Eine Sprecherin sagte in einer live im Netz übertragenen Pressekonferenz in München, Proteste in den großen Städten fänden nicht statt, kleinere Proteste dagegen schon. Außerdem werde es am Freitag "verschiedene kreative Aktionen" geben.

Brinkhaus: Bundestag gibt bis zu einer Milliarde für Corona-Abwehr

16:02 Uhr: Im Kampf gegen den Coronavirus wird der Bundestag massive Finanzmittel zur Verfügung stellen.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) kündigt vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an: "Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro."

Damit solle unter anderem mehr Forschung gefördert werden. Das Parlament wolle das klare Signal setzen: "Der Bundesgesundheitsminister, die Gesundheitsbehörden werden alle Mittel kriegen, die sie brauchen, um gegen die Coronakrise vorzugehen."

Brinkhaus ergänzte, neben dem Forschungsbereich würden die zusätzlichen Haushaltsmittel auch in Ausrüstungsgegenstände gehen. Dort müsse entsprechend nachgelegt werden. Unions-Haushaltsexperte Eckhardt Rehberg (CDU) präzisiert, es würden rund 275 Millionen Euro für Schutzausrüstung und Atemmasken zur Verfügung gestellt. Hinzu kämen für diesen Bereich weitere 500 Millionen Euro und 145 Millionen Euro als Anteil Deutschlands am Forschungsverbund CEPI, der sich unter anderem um Impfstoffforschung kümmert.

UEFA weist Spekulationen um EM zurück

15:42 Uhr: Die UEFA hat Spekulationen um eine Verschiebung der Fußball-EM ins Jahr 2021 wegen der Coronavirus-Krise zurückgewiesen. "Die EURO 2020 startet am 12. Juni 2020 in Rom. Die UEFA steht bezüglich des Coronavirus und seiner Entwicklung mit den zuständigen internationalen und lokalen Behörden in Kontakt. Der geplante Zeitplan muss nicht geändert werden. Das Thema wird ständig überprüft", hieß es am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von Seiten des Fußball-Kontinentalverbandes.

Die 51 EM-Spiele sind für den 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern geplant. Je vier davon in Gruppenphase und Viertelfinale in Rom und München. Weitere Spielorte sind Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London, wo unter anderem auch beide Halbfinals und das Endspiel angesetzt sind.

Zahlreiche Leerflüge wegen EU-Regelung

15:38 Uhr: Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic sieht sich wegen einer EU-Regelung nach eigenen Angaben zu Flügen beinahe ohne Passagiere gezwungen. Das teilte die Airline am Dienstag mit. Die Nachfrage im Luftverkehr ist mit dem sich verschlimmernden Ausbruch des Coronavirus stark zurückgegangen. Fluggesellschaften strichen daher viele Flüge. Trotzdem müssen die Maschinen aber oft abheben, klagte Virgin. Ansonsten drohe ein teilweiser Verlust der Start- und Landerechte.

Fluggesellschaften müssen ihre Start- und Landerechte an großen Verkehrsflughäfen während eines Flugplans zu 80 Prozent tatsächlich nutzen, um die gleichen Slots in der folgenden Saison zu behalten. Virgin-Atlantic-Geschäftsführer Shai Weiss rief die EU-Kommission auf, "die Regelungen für den ganzen Sommer dringend zu lockern". Die EU-Behörde wolle mit Blick auf die Flughafen-Slots schnell ein neues Gesetz vorschlagen, über das Europaparlament und EU-Staaten dann noch verhandeln müssten, kündigte Ursula von der Leyen an.

35.000 Coronavirus-Tests in der vergangenen Woche in Artzpraxen

15:30 Uhr: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) teilte mit, dass in der vergangenen Woche 35.000 Tests auf den Coronavirus in Arztpraxen durchgeführt wurden. Nicht in diesen Zahlen enthalten sind Tests in Kliniken. Die KBV hatte die Bürger bereits dazu aufgerufen, nicht unnötig aus Sorge vor dem Virus in Praxen zu gehen.

Sinnvoll seien Tests nur, wenn jemand Symptome einer Erkrankung der oberen Atemwege und Kontakt zu Infizierten gehabt hat. In den Laboren in Deutschland gibt es den Angaben zufolge Kapazitäten für rund 12.000 Tests pro Tag.

Union Berlin spielt gegen Bayern München mit Publikum

15:16 Uhr: Während zahlreiche Fußballspiele ohne Zuschauer stattfinden werden, gab der Berliner Fußball-Club nun bekannt, dass das Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstagabend wie geplant mit Publikum stattfinden wird. Das wurde in Absprache mit den örtlichen Behörden entschieden.

RKI-Experte: Sperrung der Grenzen ist "unverhältnismäßig"

15:13 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts internationale Solidarität und Zusammenarbeit gefordert. Dies sei nie wichtiger gewesen als heute. "Ein Virus, das sich so ausbreitet wie dieses, kann man nicht an Ländergrenzen aufhalten", sagte Lothar Wieler am Dienstag in Berlin vor Journalisten. Die Sperrung von Grenzen sei "unverhältnismäßig". Wichtig sei vielmehr, dass alle Länder ihre Gesundheitssysteme stärkten und man sich gegenseitig unterstütze.

Großveranstaltungen in NRW abgesagt

15:05 Uhr: Nordrhein-Westfalen sagt alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern ab. Das gibt Armin Laschet in einer Pressekonferenz bekannt: "Dinge die nicht dringend erforderlich sind, müssen wir für eine gewisse Zeit zurückstellen." Die Absagen seien für "Veranstalter schmerzhaft", aber man müsse eigene Interessen zurückstellen, erklärt der Ministerpräsident. Sportliche Veranstaltungen könnten natürlich ohne Besucher stattfinden.

Auch für die Wirtschaft stelle Corona eine Gefahr dar. Damit man nicht massenhaft Insolvenzen erlebe, brauche man jetzt schnelle Entscheidungen, meint Laschet.

Europa-League-Spiel Donezk gegen Wolfsburg ohne Zuschauer

14:34 Uhr: Das Europa-League-Spiel des VfL Wolfsburg gegen Schachtjor Donezk findet am Donnerstagabend wegen den Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Das bestätigte der Fußball-Bundesligist der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Zuvor hatten die "Wolfsburger Nachrichten" darüber berichtet. Das Achtelfinalhinspiel wird um 21.00 Uhr angepfiffen.

Zuvor wurde bereits entschieden, dass unter anderem das Liga-Heimspiel von Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen am Montag nur vor leeren Rängen stattfinden darf.

Vatikan sperrt den Petersplatz

14:32 Uhr: Der Vatikan hat zum Schutz vor der Coronavirus-Welle am Dienstag den Petersplatz in Rom für die Öffentlichkeit gesperrt. Das teilte das Pressebüro des Kirchenstaates am Dienstag mit. Die Schließung gelte zunächst bis zum 3. April. Das ist auch das Datum, bis zu dem die italienische Regierung die Bewegungsfreiheit im ganzen Land eingeschränkt hat, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Bereits vorher hatte der Vatikan seine Museen und damit die vielbesuchte Sixtinische Kapelle geschlossen, wie der Kirchenstaat am Sonntag mitteilte. Das traditionelle Angelus-Gebet von Papst Franziskus wurde nur per Video auf den Petersplatz übertragen - normalerweise steht der Papst dabei am Fenster des Apostolischen Palastes und spricht es direkt zu der Menschenmenge.

Erster COVID-19-Todesfall in Marokko

14:31 Uhr: In Marokko haben sich laut der Behörden bisher drei Menschen am Coronavirus infiziert. Nun ist eine 89 Jahre alte Frau aus Casablanca, die Vorerkrankungen hatte, am Virus verstorben.

Weitere Airlines streichen Flüge

13:59 Uhr: Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian will aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs Tausende Flüge streichen. Wegen der anhaltenden Situation um das Virus und der damit verbundenen gesunkenen Nachfrage werde der Konzern zwischen Mitte März und Mitte Juni schätzungsweise 3.000 Flüge absagen, teilte die Airline am Dienstag mit. Das entspreche knapp 15 Prozent der Gesamtkapazität in der Zeit.

British Airways hat am Dienstag alle Flüge von und nach Italien gestrichen. Die Maßnahme gelte vorerst nur für einen Tag, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft mitteilte. Ob auch in den kommenden Tagen und Wochen Verbindungen gestrichen werden, konnte sie zunächst nicht sagen.

Die irische Billig-Airline Ryanair kürzt wegen des Corona-Erregers ebenfalls die Flugpläne von und nach Italien. Das stark reduzierte Angebot gelte vom späten Donnerstagabend an (Mitternacht) bis zum 8. April, teilte die Airline am Montag in Dublin mit. Betroffen seien internationale Flüge von und nach Bergamo, Malpensa, Venedig, Parma, Rimini und Treviso. Vom späten Dienstagabend an bis 8. April werden zudem alle Inlandsflüge von und nach Bergamo, Malpensa, Parma und Treviso eingestellt.

Schweiz: Zahl der SARS-CoV-2-Nachweise um gut 50 Prozent gestiegen

13:26 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der bestätigten Coronafälle in der Schweiz um mehr als 50 Prozent gestiegen. Am Dienstag waren es 476 bestätigte Fälle, 164 mehr als am Tag davor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.
Mit Abstand am stärksten betroffen ist der südliche Kanton Tessin, der von der italienischen COVID-19-Krisenregion Lombardei teils umschlossen ist. Dort gab es bis Dienstag mehr als 90 bestätigte Fälle, zudem den dritten Schweizer Todesfall. Eine 80-jährige Frau starb, die an COVID-19 erkrankt war und schon Vorerkrankungen hatte.
Im Tessin verboten die Behörden Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen, um besonders gefährdete Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören dazu Menschen über 65 Jahre sowie solche mit Herzproblemen, Diabetes oder anderen Vorerkrankungen.
In der Schweiz sind 53 Prozent der Infizierten Männer, 47 Prozent Frauen, teilte das Bundesamt mit. Die Hälfte der Betroffenen war älter als 48 Jahre, die andere Hälfte jünger.

Absage von großen Veranstaltungen in Bayern

13:21 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bestätigt in einer Pressekonferenz, dass in Bayern alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bis Mitte April abgesagt werden. Das betreffe auch die Sportveranstaltungen, erklärt Söder. Er weist darauf hin, dass auch Tricksereien von Veranstaltern nicht akzeptiert werden.
Zudem gibt Söder bekannt, dass der Semesterstart der Kunsthochschulen und der Hochschulen angewandter Wissenschaft nach hinten verschoben wird. Bei den Schulen bleibt die bisherige Regelung bestehen, eine komplette Schließung sei bisher nicht vorgesehen. Es sei wichtig, die "kritische Infrastruktur komplett handlungsfähig zu halten". Die Kommunalwahlen in Bayern werden wie geplant stattfinden.
Hamsterkäufe seien nicht nötig. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber doch zu sehr ernsthafter Sorge", betonte Söder: "Für uns steht Sicherheit an oberster Stelle."

Revierderby Dortmund gegen Schalke ohne Fans

12:30 Uhr: Auch das Revierderby in der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an diesem Samstag soll ohne Zuschauer stattfinden. Das entschied die Stadt Dortmund wegen der Auswirkungen durch das Coronavirus am Dienstag.

Aktuell mehr Gesundete als Erkrankte

12:29 Uhr: Die Zahl derer, die aktuell an COVID-19 erkrankt sind, ist seit Mitte Februar zurückgegangen. Zwar steigt die Zahl seit vergangener Woche wieder etwas an, trotzdem überwiegt die Gesamtzahl der wieder gesund gewordenen Menschen.

EU-Parlament diskutiert Maßnahmen gegen Coronavirus

12:16 Uhr: Ohne seinen Präsidenten hat das Europäische Parlament am Dienstag über Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus diskutiert. Der Parlamentsvorsitzende David Sassoli hatte sich nach einer Italienreise als Vorsichtsmaßnahme in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

In der Debatte wurde Kritik an Deutschlands Vorgehen laut. Mehrere Abgeordnete kritisierten, dass Deutschland und Frankreich die Ausfuhr von Schutzmasken unterbunden haben. Dieser Schritt sei "egoistisch" und habe einen Dominoeffekt ausgelöst, sagte auch der deutsche Abgeordnete Manfred Weber.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides forderte die EU-Staaten auf, ihre Ausrüstung zu teilen. Silvia Sardone von Italiens rechtsgerichteter Lega sagte, sie schäme sich für die Exportverbote: "Ich schäme mich für ein Europa, das ganze Länder wie zum Beispiel Italien ihrem Schicksal überlässt."

Die Französin Manon Aubry von der Europäischen Linken kritisierte, dass manche Arzneimittel nur noch außerhalb Europas hergestellt werden. Europa sei bei Arzneien und Desinfektionsmitteln abhängig von Drittländern, sagte auch der konservative Belgier Geert Bourgeois. Der Christdemokrat Weber meinte, Europa werde wegen der Abhängigkeit von chinesischen Medikamentenproduzenten im Zuge der COVID-19-Krise auch über das Wettbewerbsrecht reden müssen.

Österreich stoppt Einreisen aus Italien weitgehend

11:49 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus will Österreich die Grenzen zu Italien weitgehend dicht machen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien an.

"Österreicher, die in Italien sind, werden zurückgeholt, sie müssen aber zwei Wochen in häusliche Isolation", sagte Kurz. Die Maßnahme sei mit Italien abgesprochen.

Die österreichische Regierung untersagt zudem bis Anfang April Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern. Outdoor-Veranstaltungen würden ab einer Teilnehmerzahl von mehr als 500 untersagt, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Außerdem finden ab Montag keine Lehrveranstaltungen an Unis und Fachhochschulen mehr statt, sondern nur noch online. Kurz appellierte an die Unternehmen, Home Office zu ermöglichen. Der Bevölkerung riet er, soziale Kontakte zu reduzieren. Das sei aber ein Appell an die Eigenverantwortung.

Touristen müssen Israel verlassen

11:23 Uhr: Nach Verschärfungen der Einreisebestimmungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Touristen Israel nun binnen weniger Tage verlassen. "Touristen, die sich in Israel aufhalten, wird Zeit gegeben, in den nächsten Tagen auf geordnete Weise auszureisen", hieß es in einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Sollten Touristen vorher Krankheitssymptome aufweisen, müssten sie sich sofort beim Rettungsdienst melden, hieß es weiter. Ansonsten sollten sie Hygieneregeln befolgen, Menschenansammlungen meiden und ihre Reiseroute in Israel dokumentieren. Eine Rückkehr nach Ausreise in Nachbarländer sei nicht möglich.

EL-Spiel in Österreich und Rheinderby ohne Zuschauer

11:17 Uhr: Das Europa-League-Spiel Lask gegen Manchester United wird laut "Kronen Zeitung" vor leeren Rängen im Linzer Stadion stattfinden. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz wird sich dem Bericht zufolge in seiner Pressekonferenz genauer zu der Spielabsage äußern.

Das Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem spanischen Meister FC Barcelona und dem SSC Neapel werde am Mittwoch nächster Woche im Camp Nou ohne Publikum ausgetragen werden, berichteten spanische Medien.

Auch der italienische Fußballverband (FIGC) will heute darüber beraten, wie es angesichts der Einschränkungen wegen des Coronavirus mit der laufenden Fußballsaison weitergehen soll.

Das Rheinderby Gladbach gegen Köln wird ohne Zuschauer stattfinden, wie die Stadt Mönchengladbach am Dienstag mitteilte.

Präsident des Europaparlaments bleibt 14 Tage in Quarantäne

10:57 Uhr: Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, bleibt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang in Quarantäne. Die Entscheidung der italienischen Regierung, Sperrmaßnahmen über das ganze Land zu verhängen, hätten auch Auswirkungen auf das Verhalten der italienischen Abgeordneten: "Aus diesem Grund habe ich mich, nachdem ich vergangenes Wochenende in Italien war, rein vorsorglich entschlossen, die angegebenen Maßnahmen zu befolgen und entsprechend der im Gesundheitsprotokoll angegebenen Empfehlung von 14 Tagen meine Funktion als Präsident von meinem Wohnort in Brüssel aus auszuüben", erklärte Sassoli. Der Vorsitzende war noch am Montag im Parlament aufgetreten, um über die Verkürzung der aktuellen Sitzungswoche auf einen Tag zu entscheiden.

Flugzeug wegen Corona-Panik an Bord umgeleitet

10:40 Uhr: Ein Flugzeug von United Airlines musste am Sonntag umgeleitet werden, weil sich Passagiere über einen niesenden und hustenden Mann an Bord aufgeregt hatten. Das teilte die Airline Montag mit. Die Maschine befand sich demnach auf dem Weg von Eagle im US-Bundesstaat Colorado nach Newark in New Jersey und landete wegen des Vorfalls außerplanmäßig am Flughafen Denver.

Einige Passagiere wurden aus Angst, der Mann könnte sich mit dem Virus angesteckt haben, derart rabiat, dass sie das Flugzeug bei der Zwischenlandung verlassen mussten. Anschließend setzte die Maschine ihren Flug nach Newark fort.

United Airlines erklärte gegenüber Lokalmedien, die Gesundheit der Passagiere sei keineswegs gefährdet gewesen: Der Mann habe lediglich unter Allergien gelitten und nach einer Untersuchung an Bord bleiben dürfen.

China lockert Restriktionen für Provinz Hubei

10:32 Uhr: Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die chinesische Provinz Hubei haben die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Epidemie gelockert.

Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung mit. Das Coronavirus war im Dezember in Hubei erstmals bei Menschen aufgetreten.

Um sicherzustellen, dass nur gesunde Menschen in Hubei reisen, will die Provinzregierung nach eigenen Angaben eine App nutzen. Die Menschen bekommen dabei je nach ihrem Coronavirus-Risiko unterschiedliche Farbcodes. Menschen mit einem grünen Farbcode in Gebieten mit niedrigem Coronavirus-Risiko sollen innerhalb der Provinz reisen dürfen.

Sachsen-Anhalt bestätigt ersten Corona-Fall

9:52 Uhr: Lange war Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland, das scheinbar vom Coronavirus verschont blieb. Nun wurde der erste Fall bestätigt.

Bei einem Mann aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Laut eines Sprechers des Diakoniewerks Halle handelt es sich um einen jungen Mann, der zuvor in einem Risikogebiet gewesen sei. Der Mann sei am Montag im neu eingerichteten Fieberzentrum der Diakonie getestet worden. Das Laborergebnis vom Dienstagmorgen war demnach positiv.

SPD-Gesundheitsexperte: Können Corona-Ausbreitung wie in Italien noch verhindern

9:46 Uhr: Nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach kann eine Ausbreitung des Coronavirus wie in Italien hierzulande noch verhindert werden.

In Deutschland gebe es einen guten Überblick über die Zahl der infizierten Menschen. Das sei ein Vorteil, der in den kommenden Wochen zur Verlangsamung der Epidemie genutzt werden sollte, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir müssen verhindern, dass so etwas vorkommt wie in Italien. Das können wir derzeit noch."

Die Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen, hält Lauterbach für "sehr, sehr sinnvoll". Er habe allerdings kein Verständnis dafür, dass das auf lokaler Ebene oft nicht umgesetzt werde.

Neuseeland verzichtet auf Hockey-Spiele in Deutschland

8:47 Uhr: Nach Australien hat auch Neuseeland seine Reisen zu den Hockey-Spielen der Pro League in Europa wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Davon betroffen sind auch die Spiele, die die deutsche Männer-Nationalmannschaft am 28. und 29. März in Hamburg gegen die Neuseeländer hätte austragen sollen. Das teilte der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am späten Montagabend mit.

Die Spiele in der Hansestadt sollen, ebenso wie die für den 21. und 22. in Mönchengladbach abgesagten Partien der Männer und Frauen gegen Australien, zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der DHB bemüht sich unterdessen, für die Olympia-Vorbereitungen der beiden Nationalteams adäquate Länderspiele mit europäischen Nachbarn zu vereinbaren.

Coronavirus-Fall im Norden Zyperns - Deutsche Touristen betroffen

8:20 Uhr: Eine 65 Jahre alte Urlauberin aus Deutschland ist auf Zypern mit einer Coronavirus-Infektion diagnostiziert worden. Die Gruppe von 30 Touristen sei in einem Hotel in der Hafenstadt Famagusta unter Quarantäne gestellt worden. Dies teilten die Behörden im türkisch-besetzten Teil der Insel am Dienstag mit, berichtete der zyprische Staatsrundfunk (RIK).

Ganz Italien soll wegen Coronavirus-Krise zu Hause bleiben

8:12 Uhr: In Italien sollen wegen der Coronavirus-Ausbreitung die rund 60 Millionen Einwohner seit Dienstag möglichst zu Hause bleiben. Die Regierung in Rom hatte am Montagabend die zuvor im Norden des Landes verhängten Sperrungen auf das ganze Land ausgedehnt. Die Menschen dürfen nach den neuen Regeln nur aus wenigen Gründen ihr Haus verlassen. Als Ausnahmen gelten Einkaufen, wenn man zur Arbeit muss, Arztbesuche oder die Hilfe alter oder kranker Verwandter. Das Besuchen von Freunden oder Spaziergänge in anderen Orten sind untersagt. Kinos und Theater sind landesweit geschlossen. Läden, Bars und Restaurants haben nur eingeschränkt geöffnet.

Es gebe keine Zeit zu verlieren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montagabend. Internationale Zug- und Flugverbindungen sowie der öffentliche Nahverkehr sollen aber nicht gestoppt werden. Die Schließung aller Schulen, Universitäten und Kindergärten im ganzen Land wurde von Mitte März auf mindestens Anfang April verlängert.

Coronavirus treibt Nahrungsmittelpreise in China in die Höhe

7:15 Uhr: Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus hat die Nahrungsmittelpreise in China im Februar um 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen lassen. Damit kletterte der Index für die Verbraucherpreise (CPI) im Februar um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem er im Januar schon um 5,4 Prozent zugelegt hatte, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete.

Beschränkungen im Transportsystem sowie die Schließung von Geschäften hätten die Versorgung unterbrochen, während die Nachfrage durch Hamsterkäufe gestiegen sei, erklärte das Statistikamt nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua den starken Anstieg des Nahrungsmittelpreise.

Südkorea und China berichten positive Entwicklungen zu Coronavirus

6:38 Uhr: Mit nur noch 19 neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden den niedrigsten Anstieg der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet. Auch in Südkorea ist die Zahl der täglich neu erfassten Infektionen gesunken. Am Montag habe es 131 weitere Fälle gegeben, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Das war die niedrigste Zunahme an einem Tag seit zwei Wochen.

Chinas Präsident besucht schwer vom Virus betroffene Metropole Wuhan

5:50 Uhr: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat am Dienstag überraschend die schwer von dem Coronavirus heimgesuchte Metropole Wuhan in Zentralchina besucht. Der Besuch diene der "Inspektion der Arbeit zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In der Elf-Millionen-Stadt war das Sars-CoV-2 genannte Virus Anfang Dezember erstmals aufgetaucht und hat sich von dort in ganz China und schließlich weltweit ausgebreitet. In Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei, wo mehr als 40 Millionen Menschen seit Ende Januar weitgehend von der Außenwelt abgeschottet sind, wurden allein 67.000 Infektionen und rund 3.000 Todesfälle gezählt.

Miley Cyrus sagt Konzert in Australien ab

5:33 Uhr: Die US-Sängerin Miley Cyrus (27) hat wegen des weltweit grassierenden Coronavirus ein Buschfeuer-Benefizkonzert in Australien abgesagt. Sie folge damit einer Empfehlung der Behörden, wie sie am Dienstag bei Twitter erklärte. "Ich bin so enttäuscht, nicht dort zu sein, aber ich muss das Richtige tun, um die Gesundheit und die Sicherheit meiner Band und meiner Crew zu schützen." Sie werde aber immer noch für die Opfer der Buschbrände spenden. "Es tut mir leid, dass ich in Australien alle verpasse, aber ich komme bald zurück." Das Konzert in Melbourne war an diesem Freitag geplant.

Viele Arbeitnehmer hätten wegen Coronavirus gern Homeoffice

3:50 Uhr: Viele Arbeitnehmer in Deutschland möchten einer Umfrage zufolge angesichts der Coronavirus-Epidemie lieber im Homeoffice arbeiten. 38 Prozent der von der Unternehmensberatung PwC Strategy& befragten Arbeitnehmer sagten, sie wünschten sich von ihrem Betrieb bessere Möglichkeiten, vorsichtshalber zu Hause zu arbeiten. Aktuell hatten demnach nur 14 Prozent der Befragten eine erweiterte Homeoffice-Möglichkeit.

Gut ein Drittel der Befragten verzichtet in den nächsten Wochen grundsätzlich auf die Teilnahme an externen Meetings, Kongressen und Veranstaltungen. Weitere 19 Prozent sagen, sie würden gern verzichten, wenn ihr Arbeitgeber dies zulasse. Auf der anderen Seite sagte jeder Vierte, er habe keine Angst vor einer Ansteckung. FDP-Vorsitzender Christian Lindner will Homeoffice ebenfalls unbürokratisch ermöglichen: "Viele Menschen möchten aus Sorge vor einer Ansteckung zurzeit lieber von Zuhause aus arbeiten", sagte der der dpa in Berlin. Sie wollten zum Beispiel nicht lange Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Dies sei auch aus Gründen des Infektionsschutzes sinnvoll.

Trump hat noch keinen Coronavirus-Test gemacht

3:48 Uhr: Zwar breitet sich die Lungenkrankheit Covid-19 auch in den USA aus - US-Präsident Donald Trump hat sich aber noch nicht auf das Coronavirus testen lassen. Das teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit, nachdem zuvor entsprechende Fragen auf einer Pressekonferenz unbeantwortet geblieben war. Trump habe weder einen längeren engen Kontakt mit bestätigten Covid-19-Patienten gehabt noch irgendwelche Symptome, hieß es weiter, um den Test-Verzicht zu begründen. "Präsident Trump befindet sich weiter in hervorragender Gesundheit und sein Arzt wird ihn weiterhin genau überwachen."

Trump hatte zuvor bei seinem Auftritt in Washington Nachfragen ignoriert, ob er sich bereits auf das Virus habe testen lassen, und die Pressekonferenz vorzeitig verlassen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte daraufhin, das Weiße Haus werde die Antwort nachreichen.

Zuletzt hatten mehrere hochrangige republikanische Politiker angekündigt, sich als Vorsichtsmaßnahme freiwillig in Quarantäne zu begeben, nachdem sie vor einigen Tagen bei einer Konferenz in Washington mit einem späteren Covid-19-Patienten in Kontakt gekommen waren. Zwei dieser Republikaner wiederum waren in den vergangenen Tagen auch mit Trump selbst in Kontakt. Der Präsident hatte die Konferenz in Washington auch selbst besucht.

Düsseldorfs OB Geisel kritisiert Spahns Absagen-Forderung

1:19 Uhr: In der Debatte über mögliche Absagen von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen wegen des Coronavirus hat Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) die Zahl als "ziemlich willkürlich bezeichnet". Das sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag). Geisel reagierte damit auf die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Veranstaltungen in dieser Größenordnung nicht stattfinden zu lassen. "Dann müsste man auch den Betrieb von Großmärkten schließen, in denen sich über 1.000 Kunden aufhalten", folgerte er.

Spahn hatte am Montag in Berlin die Absage von Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern für sinnvoll erachtet. "Die Zahl 1.000 heißt ja nicht: Alles da drunter ist per se ok und alles da drüber ist per se nur problematisch", sagte der CDU-Politiker. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen sollten aus Sicht seines Ministeriums in den kommenden Wochen und Monaten grundsätzlich nicht stattfinden.

US-Ligen reagieren auf Coronavirus-Ausbreitung

0:35 Uhr: Die vier der fünf großen Sportligen in den USA haben auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert und den Zugang zu den Umkleidekabinen massiv eingeschränkt. Das teilten NBA, NHL, MLB und MLS am Montag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die NFL-Saison ist seit Anfang Februar beendet.

Nur noch Spieler und elementar wichtige Betreuer haben von Dienstag an bis auf Weiteres Zugang zu den Räumlichkeiten der Profiligen im Basketball, Eishockey, Baseball und Fußball - Journalisten beispielsweise dürfen nicht mehr rein. In den USA ist es üblich, dass die Medien nach Spielen, teilweise sogar davor, für Interviews mit Spielern in die Umkleidekabinen können. Die Regel gilt auch für die Clubhäuser der Teams.

Die Meldungen vom Montag, 9. März:

Frankreichs Kulturminister mit Coronavirus infiziert

23:56 Uhr: Frankreichs Kulturminister Franck Riester hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause und habe kaum Symptome, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend im Fernsehen. Wie bei jedem anderen, der an Covid-19 erkrankt sei, untersuche man nun, mit wem der 46-jährige Riester engen Kontakt hatte.

Véran betonte, dass sich seit zwei Wochen während der Regierungssitzung niemand mehr die Hand gegeben habe. Dazu, wann Riester zuletzt mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Kontakt hatte, gab es zunächst keine Informationen. In der Nationalversammlung waren bereits fünf weitere Abgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch in anderen Ländern haben sich bereits Politiker mit dem neuartigen Virus infiziert.

Italien weitet Sperr-Maßnahmen auf ganzes Land aus

21:56 Uhr: Die italienische Regierung weitet Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montag. Es gebe keine Zeit zu verlieren.

Am Wochenende hatte die Regierung die Lombardei und andere Gegenden in Norditalien zu Sperrzonen erklärt. Aus ihnen hinaus und in sie hinein darf man nur mit triftigen Gründen - zum Beispiel aus Arbeitsgründen.

Das Land kämpft gegen eine rapide steigende Zahl von Infizierten und Toten durch die Covid-19-Lungenkrankheit. Mittlerweile haben sich fast 10.000 Menschen angesteckt, mehr als 460 sind gestorben. Die neue Regelung soll ab Dienstag gelten.

Coronavirus-Verdacht: Bis zu 2.250 Menschen in Brandenburg isoliert

21:06 Uhr: Nach dem Coronavirus-Verdacht in Neustadt/Dosse befinden sich nach aktuellen Schätzungen bis zu 2.250 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Abend mit. Die isolierten Menschen sind demnach über mehrere Landkreise Brandenburgs und weitere Bundesländer verteilt. Der Landkreis distanzierte sich damit zugleich von zuvor genannten deutlich höheren Zahlen. Der Amtsdirektor der Kleinstadt hatte von 4.000 bis 5.000 Menschen in häuslicher Quarantäne gesprochen.

Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse), der Hort sowie Reitinternate bleiben vorsorglich bis einschließlich 17. März geschlossen. Dann endet die mögliche Inkubationszeit.
Betroffen von der Quarantäne sind Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Angehörige.

An der Schule lernen Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region. Sie kooperiert mit dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt und ist besonders beliebt, weil Reitsport im Unterricht angeboten wird.

Insgesamt 19 Personen, darunter Lehrer der Schule und Mitarbeiter des Gestüts, hatten am 2. März bei einer Beratung Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Berlinerin. Daraufhin ordnete das Gesundheitsamt zunächst die häusliche Isolation für unmittelbare Kontaktpersonen an. Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus lagen bislang noch nicht vor. Auch hätte keiner der Beratungsteilnehmer bisher Symptome einer Covid-19-Erkrankung, wie der Landkreis weiter mitteilte.

Italien schließt alle Ski-Gebiete

20:21 Uhr: Italien schließt wegen der Coronavirus-Krise alle Skianlagen im ganzen Land. Dies sei in Absprache mit dem Zivilschutz beschlossen worden und gelte ab Dienstag, teilte Regionenminister Francesco Boccia am Montag mit.

Schon zuvor hatte Südtirol die Wintersaison für beendet erklärt. Die Gastbetriebe und Seilbahnbetreiber verpflichteten sich zu einem vorzeitigen Ende der Saison, teilte der Hoteliers- und Gastwirteverband mit. Die Unternehmen würden bis mindestens 3. April schließen. "Unseren Betrieben empfehlen wir, sich zu bemühen, den Gästen im Rahmen der Möglichkeiten Ausweichtermine anzubieten und bei Stornierungen möglichst kulant entgegen zu kommen", hieß es in der Mitteilung.

Essenerin war erstes Coronavirus-Todesopfer in Deutschland

20:00 Uhr: Die am Montagmittag in der Essener Universitätsklinik gestorbene 89-jährige Frau war das erste Coronavirus-Todesopfer in Deutschland. Sie sei um 12.44 Uhr an einer Lungenentzündung in Folge der Infektion gestorben, wie eine Sprecherin der Stadt Essen mitteilte. Das zweite Opfer, ein 78-jähriger Mann aus Gangelt, war gut eine Stunde später am Montag gegen 14 Uhr an Herzversagen gestorben.

Bayern will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen untersagen

19:26 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus will die bayerische Staatsregierung Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen bis zunächst Karfreitag untersagen. Darauf habe sich der schwarz-orange Koalitionsausschuss am Montag in München geeinigt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Die Details sollen am Dienstag in einer Kabinettssitzung beraten und beschlossen werden.

Dem FC Bayern drohen deswegen mindestens zwei Geisterspiele. In diesen Zeitraum fallen das Champions-League-Heimspiel der Bayern gegen den FC Chelsea am 18. März und die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt vier Tage später. Sollten die Münchner in einem möglichen Königsklassen-Viertelfinale am 7./8. April Heimrecht haben, wäre auch dieses Spiel betroffen. Erst einen Tag nach Karfreitag könnte der Rekordmeister wieder mit den Fans im Rücken gegen Fortuna Düsseldorf (11. April) spielen.

Kreis Heinsberg: 78-Jähriger starb an Corona

19:02 Uhr: Bei dem Coronavirus-Todesopfer aus dem Kreis Heinsberg handelt es sich nach Angaben von Landrat Stephan Pusch um einen 78-jährigen Mann aus Gangelt. Er habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet und sei am Montag um 14 Uhr an Herzversagen gestorben. Der Mann habe bei der Ankunft im Krankenhaus gesagt, dass es ihm seit mehreren Tagen schlecht gehe. Der Mann habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten. Er habe vorher eine Karnevalssitzung besucht - wobei noch unklar sei, um welche es sich gehandelt habe, so Pusch.

Seehofer bleibt zu Hause

18:33 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist zu Beginn der Woche nicht nach Berlin gekommen, weil ein Teilnehmer des EU-Innenministertreffens vergangene Woche in Brüssel Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gehabt haben soll. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, sagte am Montag, Seehofer und alle Mitglieder der deutschen Delegation seien nach der Reise negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Man wolle jedoch auch das Testergebnis der Kontaktperson noch abwarten. Der Bundesinnenminister bleibe deshalb vorerst an seinem Wohnort in Ingolstadt.

USA: Mit Coronavirus infizierter Priester schüttelt rund 500 Kirchgängern die Hand

17:49 Uhr: Ein Priester in Washington D.C. hat das Coronavirus. Wie der Reporter des amerikanischen TV-Senders ABC7, Sam Sweeney, via Twitter bekannt gab, habe der infizierte Geistliche in den letzten Wochen über 500 Kirchgängern die Hand geschüttelt und die Kommunion vollzogen. Alle Betroffenen müssten nun in Selbst-Quarantäne. Der Gottesdienst sei zum ersten Mal seit dem 19. Jahrhundert abgesagt worden. Zuvor hatte "washingtonpost.com" davon berichtet.

Coronavirus: Zwei Todesfälle in NRW

16:32 Uhr: In Deutschland sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei Menschen gestorben. Das haben der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen am Montag mitgeteilt. In Essen starb eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei.

Europa-League-Spiel Basel gegen Frankfurt nicht in Basel

16:11 Uhr: Das ursprünglich für den 19. März angesetzte Europa-League-Spiel zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt kann wegen des neuartigen Coronavirus nicht wie geplant in Basel stattfinden. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat am Montag mit dem Krisenstab entschieden, diese Partie nicht zu bewilligen. Dies teilte der Schweizer Topverein mit.

Selbst ein Geisterspiel ohne Zuschauer erschien den Verantwortlichen als zu gefährlich, weil davon auszugehen sei, "dass mehrere hundert Fans des Gastclubs nach Basel reisen und sich während des Spiels vor dem Stadion versammeln würden", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Ob und wo das Spiel stattdessen stattfindet, war zunächst offen.

Experte: Frühjahr dürfte Coronavirus kaum verlangsamen

15:49 Uhr: Das Frühjahr und der Sommer mit wärmeren Temperaturen dürften die Ausbreitung des Coronavirus aus Expertensicht nicht sehr stark verlangsamen. Es sei wohl damit zu rechnen, "dass wir direkt in eine Epedemiewelle hineinlaufen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, Christian Drosten, am Montag in Berlin. Der saisonale Effekt auf diese Viren dürfte voraussichtlich nicht so groß sein wie auf einige andere Erkältungsviren. Drosten verwies auf entsprechende verfeinerte Modellrechnungen einer Studie aus den USA.

Deutschland habe das Virusgeschehen sehr früh erkannt und sich damit einen extremen Vorsprung in der Erkennung der Epidemie gesichert, erläuterte der Virologe. "Das hat dazu geführt, dass wir jetzt sehr hohe Fallzahlen in den Statistiken haben, ohne relevant große Zahlen von Todesfällen berichten zu müssen." Hintergrund sei, dass viele Labore in der Fläche hierzulande sehr früh aktiv geworden seien und dass kein nationales Institut Tests allein für sich reklamiere. Damit hätten andere Länder einen Monat oder mehr an Zeit verloren. Drosten machte mit Blick auf zu erwartende Todesfälle zugleich deutlich: "Auch bei uns wird sich das ändern, wir sind da keine Ausnahme."

Mehrere Tote bei Aufständen in italienischen Gefängnissen

15:17 Uhr: Aus der anfänglichen Vermutung ist Gewissheit geworden: In zahlreichen Gefängnissen in Italien ist es inmitten der Coronavirus-Krise zu Protesten mit mehreren Toten gekommen. In Modena seien sechs Häftlinge gestorben, mehrere wurden schwer verletzt, wie Medien am Montag unter Berufung auf die Gefängnisverwaltung berichteten. Mehr als 50 hätten dort versucht, zu fliehen. Die Gewerkschaft der Gefängnispolizei sprach von Aufständen in 27 Haftanstalten im ganzen Land.

Grund für die Proteste seien Maßnahmen gegen das Coronavirus, sagte Susanna Marietti von der Organisation Antigone, die sich für die Rechte von Gefangenen einsetzt. Dabei seien Besuche in Gefängnissen ausgesetzt worden. Sportliche und kulturelle Aktivitäten seien ausgesetzt worden. "Die Häftlinge waren dann nur in ihren Zellen und es gab keine Kommunikation über die gesamte Lage." Von einer Haftanstalt im Land hätten sich die Proteste dann fortgesetzt. Unklar sei, ob die Häftlinge in Modena an einer Überdosis von Medikamenten gestorben seien.

Handel an der Wall Street ausgesetzt

14:52 Uhr: An der Wall Street in New York ist der Aktienhandel am Montag für 15 Minuten ausgesetzt worden. Grund sind die stark fallenden Aktienkurse aufgrund der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Dazu kommt ein starker Sturz des Ölpreises. Der Index S&P 500 der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen war zuvor um sieben Prozent abgestürzt.

Robert Koch-Institut fordert schnelle Krisenvorbereitung

14:33 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt auf schnelle Vorkehrungen gegen eine starke Zunahme von Infizierten mit dem Coronavirus. "Das ist eine ernste Lage, und diese Lage könnte sich weiter zuspitzen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Es sei sicher, dass die Fallzahlen zunehmen werden. "Auch in Deutschland selbst wird es Todesfälle durch Covid-19 geben." Um eine schnelle Ausbreitung zu verhindern, müssten die zuständigen Behörden vor Ort auch über den Umgang mit Großveranstaltungen und mögliche zeitweise Schließungen öffentlicher Einrichtungen entscheiden - "und zwar schon, bevor es massenhaft Fälle in einer Gegend gibt."

Wieler betonte, Arztpraxen, Kliniken oder Altenheime müssten jetzt mit Covid-19-Patienten umgehen können. "Die Vorbereitungen müssen jetzt abgeschlossen sein." Alle müssten sich auf eine große Zahl an Patienten einstellen, und auch auf Patienten, die intensivmedizinisch betreut und beatmet werden müssten.

DFL-Chef: Bundesliga-Spieltag mit Zuschauern "nicht realistisch"

13:58 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga stellt sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Geisterspiele am nächsten Bundesliga-Wochenende ein.

"Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei "Bild live", schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus.

Italiens Premier in Viruskrise: Unsere "dunkelste Stunde"

13:10 Uhr: Italien durchlebt nach den Worten von Regierungschef Giuseppe Conte mit der Coronavirus-Epidemie seine "dunkelste Stunde". "In den letzten Tagen dachte ich an das, was ich über (Winston) Churchill gelesen habe: Es ist unsere dunkelste Stunde, aber wir schaffen es", sagte Conte der Zeitung "La Repubblica" (Montag) mit Blick auf den britischen Weltkriegspremier.

Italien hat die höchste Zahl an nachgewiesenen Covid-19-Toten nach China. Große Teile des Nordens, darunter Städte wie Mailand oder Venedig, wurden zu Sperrzonen erklärt. Viele Menschen nutzten allerdings ein Kontroll-Vakuum, um Züge in Richtung Süditalien zu nehmen.

In 27 Gefängnissen in Italien soll es darüber hinaus zu Aufständen gekommen sein, wie mehrere italienische Medien berichten. Demzufolge hieß es, Grund für die Proteste seien Maßnahmen gegen das Coronavirus. Dabei seien Besuche in Gefängnissen ausgesetzt worden. Womöglich starben die Häftlinge an einer Überdosis von Medikamenten.

Bundesregierung wirbt um Vertrauen in Corona-Krisenmanagement

12:55 Uhr: Die Bundesregierung hat um Vertrauen in ihr Krisenmanagement beim Kampf gegen das Coronavirus geworben. "Die Bürger können darauf vertrauen, dass die gesamte Bundesregierung mit der Bundeskanzlerin an der Spitze alles tut, um die Ausbreitung dieses Virus einzudämmen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Regierung sei mit aller Kraft und allem Einsatz dabei, "unser Land durch diese extrem schwierige Situation zu steuern". Es gehe darum, das Land in die Lage zu versetzen, mit dieser Herausforderung zurechtzukommen.

Seibert verwies auch auf die Beschlüsse des Koalitionsausschusses. Es solle wegen der Corona-Krise möglichst kein Unternehmen in die Insolvenz gehen und kein Arbeitsplatz verloren gehen. Die Regierung werde "schnell und passgenau reagieren".

BVB auch gegen Schalke ohne Fans?

12:42 Uhr: Die Entscheidung über einen möglichen Ausschluss von Zuschauern beim Revier-Derby der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Samstag wegen des Coronavirus soll zeitnah fallen. "Wir rechnen spätestens am morgigen Dienstag mit einer verbindlichen Entscheidung der zuständigen Behörden", teilte der BVB am Montag mit: "Diesen können und wollen wir aktuell nicht vorgreifen."

Zahl der Infizierten im Iran steigt weiter

12:06 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen im Iran von 194 auf 237 erhöht, wie Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur sagt.

Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land kletterte auf 7161 – 595 mehr als am Vortag. Am schlimmsten ist die Krise weiterhin in der Hauptstadt Teheran, wo sich nachweislich über 1.900 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig sind dem Ministerium zufolge 2.394 Patienten als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden.

Corona-Gefahr: BVB-Partie in Paris ohne Zuschauer

11:52 Uhr: Borussia Dortmunds Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (21.00 Uhr) bei Paris Saint-Germain findet aufgrund des Coronavirus vor leeren Rängen statt. Das teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Montagmittag mit. Zuerst berichtete die Sportzeitung "L'Équipe", dass der Anpfiff unter normalen Bedingungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus "immer hypothetischer" werde. Eine Verschiebung der Partie scheint wegen des engen Spielplans jedoch ausgeschlossen.

Die UEFA bestätigte außerdem, dass es nach dem Spiel in Paris definitiv keine Mixed Zone mit Gelegenheit für Gespräche von Journalisten mit Spielern geben wird. Interviews wird es nur durch die am Spielfeldrand zugelassenen TV-Sender geben

Erster deutscher Coronavirus-Toter ist Hamburger Feuerwehrmann

11:40 Uhr: Der in Ägypten am Coronavirus gestorbene Deutsche ist ein in Hamburg arbeitender Feuerwehrmann mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Das sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag. Der 60-Jährige ist der erste Deutsche, der nachgewiesenermaßen an der neuartigen Lungenerkrankung Covid-19 gestorben ist. Covid-19 wird vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" hatte der Mann eine Nilkreuzfahrt mit seiner Frau gemacht. Seine Frau sei bereits nach Hamburg zurückgekehrt.

Nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums starb der Mann am Sonntag in einem Krankenhaus.

London bekämpft Fake News über das Coronavirus

10:55 Uhr: Großbritannien hat Fake News in sozialen Netzwerken über das Coronavirus den Kampf angesagt. Hierfür wird nach Regierungsangaben vom Montag ein Expertenteam eingesetzt, das mit Unternehmen in dem Bereich zusammenarbeiten soll. In sozialen Medien zirkulieren demnach Berichte, in denen beispielsweise behauptet wird, dass eine Impfung gegen den Erreger schon existiere. Auch angebliche Schutzmaßnahmen wie bestimmte Kochsalzlösungen zum Ausspülen des Mundes würden in betrügerischer Absicht angepriesen.

Kölner Lüttich-Kaserne wegen Coronafall geschlossen

10:50 Uhr: Wegen eines mit dem Coronavirus infizierten Soldaten ist die Kölner Lüttich-Kaserne am Montag geschlossen worden. Vorsorglich wurden zudem etwa 100 Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt, wie ein Sprecher am Montag sagte. In der Kaserne ist das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr untergebracht. Für zunächst zwei Tage soll der Dienstbetrieb in der Kaserne eingestellt werden. Nach letzten Zahlen sind bundesweit bisher vier Soldaten mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Ein Mann wurde nach einer Behandlung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz wieder entlassen.

Testen für den Ernstfall: EZB schickt Mitarbeiter ins Homeoffice

10:36 Uhr: Die Europäische Zentralbank schickt ihre Belegschaft wegen des Coronavirus testweise ins Homeoffice. Die meisten Beschäftigten arbeiteten am Montag von zu Hause aus, sagte ein EZB-Sprecher. Die Zentralbank habe dafür umfangreiche IT-Kapazitäten. Die Vorsichtsmaßnahme diene als Test für die Infrastruktur, aber auch für die Belegschaft. Der Zutritt zu den EZB-Gebäuden sei aber nicht verboten.

Die Zentralbank bereitet sich damit für den Fall vor, dass ihre rund 3.700 Beschäftigten wegen des Coronavirus zu großen Teilen oder gar nicht in ihren Büros arbeiten können. In diesem Fall muss die IT trotz massenhafter Zugriffe von außen reibungslos funktionieren. Zuvor hatte die "Börsen-Zeitung" über den Test berichtet.

Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt auf über 1.000

10:10 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland auf 1.112 gestiegen. Das geht aus der Auflistung des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor. Am stärksten betroffen ist demnach weiterhin Nordrhein-Westfalen, dort vor allem der Landkreis Heinsberg.

Weltweit haben sich inzwischen weit mehr als 100.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert, die Dunkelziffer liegt Experten zufolge noch wesentlich höher. Etwa 15 von 100 Infizierten erkranken schwer, betroffen sind vor allem ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen.

Dax bricht ein: Ölpreis-Crash und Coronavirus belasten Börse

9:51 Uhr: Der dramatische Ausverkauf an den Börsen geht weiter. Zu den Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie kommt die Furcht vor einem Ölpreiskrieg. Händler sprachen angesichts des Börsencrashs von einem "schwarzen Montag".

Der Dax sackte gleich zum Handelsstart deutlich unter die Marke von 11.000 Punkten. Im frühen Handel sackte der deutsche Leitindex mit über 900 Punkten oder 8,04 Prozent ab. Bei 10.614,07 Punkten erreichte er den tiefsten Stand seit Anfang 2019. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, fiel um 5,66 Prozent auf 3.049,06 Zähler. Zuvor waren die Börsen in Asien eingebrochen. Der japanische Leitindex Nikkei verlor gut 5 Prozent.

Am Ölmarkt brach nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Drosselung der Fördermenge der Ölpreis um 30 Prozent ein und damit so stark ein wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "regelrechten Blutbad. Zum Kampf gegen Corona kommt jetzt noch der Ölkrieg dazu", sagte er. "Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat." Die Kurse von Bundesanleihen stiegen dagegen deutlich, und auch der Euro legte zu, denn auch er gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten.

"Marsch der Lebenden" verschoben

9:39 Uhr: Der internationale "Marsch der Lebenden" in Auschwitz ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Rund 10.000 junge Juden aus aller Welt nehmen alljährlich an dem rund drei Kilometer langen Gedenkmarsch von Auschwitz nach Birkenau teil, dem größten der deutschen Vernichtungslager in der Nazi-Zeit. Die Veranstaltung in Polen war für den 21. April geplant. Für den eigentlichen Termin sei der Marsch abgesagt, es gebe aber Pläne, ihn später im Jahr nachzuholen, teilten die Veranstalter mit.

Shmuel Rosenman, Vorsitzender der Organisation Marsch der Lebenden, sagte, man habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen. Weil es sich um eine internationale Veranstaltung mit 110 Delegationen aus aller Welt handele, "tragen wir eine Verantwortung, Vorsichtsmaßnahmen in Übereinstimmung mit den Regeln der Behörden in verschiedenen Ländern zu treffen".

Chef von Weltärztebund bei Coronavirus optimistisch

9:25 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus sieht der Chef des Weltärztebundes Deutschland gut aufgestellt. "Unser Gesundheitswesen, unsere Prävention, unsere Erkennung dieser Maßnahmen funktioniert. Das deutsche Gesundheitswesen ist hervorragend ausgerichtet", sagte Frank Ulrich Montgomery am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir kriegen das hin!"

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Diese konkrete Zahl sieht der Verbandschef allerdings eher kritisch: "Ich bin auch persönlich eher bei 100 oder 200." Besorgt zeigte er sich bei den Todeszahlen in Italien. Zwar würden dort ebenfalls mehr ältere Menschen leben, dennoch reiche ihm das nicht als Erklärung für die hohe Anzahl an Corona-Toten.

Dämpfer für Deutschlands Exporteure zum Jahresauftakt

9:04 Uhr: Das Jahr 2020 hat für Deutschlands Exporteure mit einem Dämpfer begonnen. Im Januar lieferten die Unternehmen Waren "Made in Germany" im Gesamtwert von 106,5 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2,1 Prozent weniger als im Januar 2019. Die Einfuhren nach Deutschland verringerten sich nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag im Jahresvergleich um 1,8 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro. Von Dezember auf Januar stagnierten die Exporte, die Importe legten um 0,5 Prozent zu.

Der Handel mit China ging zum Jahresauftakt zwar zurück, noch lässt sich nach Einschätzung der Statistiker aber noch nicht eindeutig ableiten, welche Auswirkungen die Ausbreitung des Coronavirus auf die Exportwirtschaft hat. Das Jahr 2019 hatte die deutsche Exportwirtschaft trotz der Abkühlung der Weltwirtschaft und globalen Handelskonflikten mit einem Rekord abgeschlossen: Die Warenausfuhr war auf 1327,6 Milliarden Euro gestiegen.

AKK "froh" über Coronavirus-Hilfen für Unternehmen

8:26 Uhr: Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die beschlossenen Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Corona-Krise gelobt. "Ich bin froh, dass wir gestern die Beschlüsse so gefasst haben", sagte sie am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das ist etwas, was die Arbeitgeber aber auch die Gewerkschaften so von uns erbeten haben." Den ihrer Meinung nach besonders betroffenen Branchen Kongress und Tourismus werde damit besonders geholfen.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sprach bei "Welt TV" mit Blick auf den Beschluss zum Kurzarbeitergeld von einer "ganz wichtigen Maßnahme". "Wir haben gezeigt, dass wir schnelle Entscheidungen treffen können."

Der Koalition fielen die Beschlüsse zu den wirtschaftlichen Maßnahmen der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken zufolge leicht. Man habe sehr schnell vereinbaren können, in der brenzligen Situation mit dem neuartigen Corona-Virus Liquiditätshilfen bereitstellen zu wollen, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin".

Coronavirus: Zahl neuer Infektionen in Südkorea weiter rückläufig

7:44 Uhr: Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea mehren sich die Anzeichen für einen langsameren Anstieg bei den Infizierungsfällen. Am Sonntag seien 248 neue Infektionsfälle mit dem Virus Sars-CoV-19 erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg auf 7382. Die Zahl der bisherigen Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, wurde mit 51 angegeben.

Premierminister Chung Sye Kyun äußerte sich laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap vorsichtig optimistisch, die Verbreitung des Virus weiter eingrenzen zu können. Es gebe Hoffnung, "dass wir uns in naher Zukunft dem Wendepunkt nähern", wurde Chung zitiert.

US-Senator Ted Cruz isoliert sich nach Kontakt mit Corona-Patient

7:03 Uhr: Der republikanische US-Senator Ted Cruz hat sich nach einem kurzen Kontakt mit einem Covid-19-Patienten in freiwillige Quarantäne begeben. Er habe der Person vor zehn Tagen bei einer Veranstaltung mit konservativen Aktivisten nahe Washington die Hand geschüttelt und sich kurz mit ihr unterhalten, teilte der Senator für Texas in der Nacht zu Montag bei Twitter mit. Die betroffene Person sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden und zeige Symptome der Lungenerkrankung.

Dennoch sei die Chance, dass auch er infiziert worden sei "extrem niedrig", schrieb Cruz weiter. Die Begegnung sei kurz gewesen, und er fühle sich "gut und gesund". Seine vorübergehende Isolierung sei nur eine Vorsichtsmaßnahme. Er werde zu Hause in Texas bleiben, bis 14 Tage seit der Begegnung vergangen seien.

Debatte um Schulschließungen wegen Coronavirus

5:50 Uhr: Experten bewerten Schulschließungen als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 unterschiedlich. Aus Sicht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) können geschlossene Schulen durchaus zur Eindämmung der Epidemie beitragen. Kinder erkrankten zwar deutlich seltener mit auffälligen Symptomen, sie steckten sich aber nach aktuellem Kenntnisstand wohl genauso leicht mit dem Virus an wie Erwachsene, teilte das LGL auf Anfrage mit. "Offen ist derzeit die Frage, ob Kinder das Virus genauso effektiv an andere Personen übertragen können wie Erwachsene."

Der Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, sieht Schulschließungen hingegen nicht als sinnvoll an. Allein die Probleme, die sich aus der damit nötigen Kinderbetreuung ergäben, stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen, sagte der auf Infektiologie spezialisierte Facharzt. Eltern müssten dann eventuell ebenfalls zu Hause bleiben - mit Folgen für deren Arbeitsstellen und das öffentliche Leben. "Es lohnt nicht, Schulen zu schließen."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Freitag mitgeteilt, dass erste Auswertungen für den Covid-19-Erreger zeigten, dass Kinder weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten deutliche Symptome entwickeln. Vorläufige Daten lassen demnach zudem annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken - Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.

WTA- und ATP-Tennisturnier in Indian Wells wegen Coronavirus abgesagt

3:20 Uhr: Wegen eines bestätigten Coronavirusfalls in der Region findet das für kommende Woche geplante Tennisturnier im amerikanischen Indian Wells nicht statt. Das gaben die Veranstalter um Turnierdirektor Tommy Haas am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt. "Wir sind sehr enttäuscht, dass das Turnier nicht stattfinden wird, aber die Gesundheit und Sicherheit der Leute vor Ort, Fans, Spielern, Helfern, Angestellten, Verkäufern und allen, die an dieser Veranstaltung beteiligt sind, ist von größter Bedeutung", sagte Haas laut Mitteilung. "Wir sind darauf vorbereitet, das Turnier zu einem anderen Zeitpunkt zu veranstalten und prüfen Optionen."

Das kombinierte Damen- und Herren-Turnier östlich von Los Angeles hätte am Donnerstag beginnen sollen. Betroffen von der Absage ist auch der deutsche Top-Spieler Alexander Zverev. Deutschlands beste Spielerin Angelique Kerber hatte ihre Teilnahme wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel bereits am Freitag abgesagt.

Koalition will Bezug von Kurzarbeitergeld erleichtern

2:41 Uhr: Die große Koalition will wegen der Coronavirus-Krise die Hürden für den Bezug von Kurzarbeitergeld deutlich senken. Arbeitgeber sollen anders als heute die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden voll erstattet bekommen, beschloss der Koalitionsausschuss in der Nacht zu Montag in Berlin.

Hamsterkäufe wegen Coronavirus bereiten Tafeln Probleme

2:29 Uhr: Die Hamsterkäufe wegen des Coronavirus haben bei den Tafeln in Deutschland eine schlechtere Versorgung mit Lebensmitteln zur Folge. Mehrere Tafeln hätten zuletzt deutlich weniger Lebensmittel für die Weiterverteilung an Bedürftige erhalten, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wegen der Vorratskäufe durch viele Kunden bleibe den Supermärkten am Ende weniger Ware, die sie den Tafeln spenden könnten.

Laut Brühl mussten die Tafeln daher in den vergangenen Tagen "stark improvisieren" und konnten weniger Lebensmittel ausgeben. Der Verbandschef appellierte an all jene, die Hamsterkäufe getätigt haben: "Wer merkt, dass er doch zu viele lang haltbare Vorräte gekauft hat, kann sich gerne an die Tafel in seiner Stadt wenden."

NRW-Gesundheitsminister geht von Bundesligaspielen vor leeren Rängen aus

2:16 Uhr: Wegen der Coronakrise wird das Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Mittwoch nach den Worten von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) voraussichtlich nicht vor Publikum im Stadion stattfinden. "Ob sie ohne Publikum spielen oder ob sie gar nicht spielen, das muss schon der Verein entscheiden, nicht ich", sagte Laumann am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Aber Nordrhein-Westfalen werde die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) umsetzen - "und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar". Spahn hatte empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen.

Weitere französische Parlamentarier mit Coronavirus infiziert

2:12 Uhr: Unter den Abgeordneten der französischen Nationalversammlung gibt es zwei weitere Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus. Das teilte am Sonntag die regionale Gesundheitsbehörde ARS Île-de-France mit. Die Zahl der infizierten Abgeordneten der Parlamentskammer stieg damit auf mindestens vier.

Die Namen der zwei weiteren infizierten Abgeordneten gab die Behörde nicht bekannt. Nach ihren Angaben steckten sich zudem zwei Bedienstete der Nationalversammlung mit dem Coronavirus an.

Coronavirus: Augsburgs Trainer plädiert für Absage der Länderspiele

2:00 Uhr: Trainer Martin Schmidt vom FC Augsburg plädiert wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus für einen Verzicht auf die Fußball-Länderspiele Ende des Monats. "Ich mache mir Sorgen um die Länderspielpause. Da finde ich es sinnhaft, wenn man die aussetzen würde. Weil da verteilen sich alle Nationalspieler in der ganzen Welt", sagte der Schweizer dem Bayerischen Rundfunk nach dem Bundesligaspiel der Augsburger am Sonntag beim FC Bayern München.

Am Sonntag ist erstmals ein deutscher Staatsbürger am Coronavirus gestorben. Er hielt sich in Ägypten auf.

Mit Material der dpa und der AFP