Erst vergangene Woche sorgte ein falsches Plakat von Coca-Cola für Aufsehen, das unfreiwillig gegen die AfD warb. Nun ist die nächste Marke dran – und zwar Nutella.

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In Berlin ist nun ein Fake-Werbeplakat von Nutella aufgetaucht. Es positioniert sich gegen "Rassismus, Intoleranz und die rechte Hetze der AfD". Der Slogan: "Lieber braun auf's Brot als braun im Kopf."

Wie das Portal "Horizont" berichtet, handelt es sich dabei um kein offizielles Plakat von Ferrero, dem Hersteller der braunen Haselnusscreme. Was es damit auf sich hat, will Ferrero noch prüfen.

Die Macher des AfDentskalenders, die bereits hinter der Coca-Cola-Aktion in der vergangenen Woche steckten, bekannten sich "Horizont" zufolge nicht dazu. Sie erklärten aber auch: "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Guerilla-Künstler durch die Aufrufe des AFDentskalenders animiert wurden, schätzen wir als sehr hoch ein."

Anti-AfD-Plakat von Nutella: Politische Organisation bekennt sich

Verbreitet wurde das Anti-AfD-Plakat in den sozialen Netzwerken zuerst von der Stay Behind Foundation, einer politischen Organisation, die sich auf Facebook selbst als "Zusammenschluss demokratisch aktiver und engagierter Menschen" bezeichnet.

Auf ihrer Website bekennt sich die Stay Behind Foundation zur falschen Nutella-Werbung. Dort heißt es nämlich: "Am Morgen des 10.12.2018 kaperten AktivistInnen unseres Netzwerkes eine Werbefläche in Berlin Zoologischer Garten. Namen sind nur Schall und Rauch."

Coca-Cola bezog in der letzten Woche jedenfalls deutlich Stellung gegen die Partei. Hinsichtlich des falschen Coca-Cola-Slogans "Für eine besinnliche Zeit: Sag Nein zur AfD!" erklärte der deutsche Unternehmenssprecher Patrick Kammerer auf Twitter: "Nicht jedes Fake muss falsch sein."

Anti-AfD-Werbung: Coca-Cola sorgt für Wirbel

Vor der Berliner AfD-Zentrale hat ein vermeintliches Werbeplakat des Brauseherstellers für viel Aufregung gesorgt. © ProSiebenSat.1

Verwendete Quellen:

  • Horizont: Auch Nutella wird nun in den Kampf gegen rechts geschickt

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