München (vws/cze) - Die Sexpartys des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi mit dem klangvollen Namen "Bunga Bunga" dürften inzwischen jedem bekannt sein. Neu veröffentlichte Gesprächsprotokolle der Staatsanwaltschaft zeigen jetzt jedoch, dass die pikanten Feste für Berlusconis Gespielinnen offenbar alles andere als ein Vergnügen sind.

Der Tod eines marokkanischen Models schlägt in Italien hohe Wellen. Denn Imane Fadil war Zeugin im Prozess um "Bunga Bunga"-Sexpartys von Ex-Premier Berlusconi. Wurde sie vergiftet? Und führt eine Spur nach Marokko?

Das 30-jährige Showgirl Elisa Toti beispielsweise soll unmittelbar nach einer solchen Sexparty in einem Telefonat mit ihrer Mutter gesagt haben: "Du kannst dir nicht vorstellen, in was für einer Verfassung ich bin. Was da im Hause Berlusconi passiert, ist unfassbar." Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurden die Gespräche auch in der italienischen Zeitung "La Repubblica" veröffentlicht.

Schon zuvor hatte der britische "Daily Telegraph" pikante Details geliefert. Demzufolge wurden zwei der Gespielinnen bei einer SMS-Unterhaltung zum Thema Aids sehr direkt. Auf die Frage ihrer Freundin, ob sie sich sicher sei, dass sie nicht infiziert sei, antwortete die eine: "Weißt du, wenn jemand mit 80 Frauen ins Bett geht, kann du nicht sicher sein." Wer mit diesem Satz gemeint war, dürfte wohl klar sein.

Der 74-jährige italienische Regierungschef bekommt die Folgen seiner Ausschweifungen derzeit zu spüren. Ihm wird vorgeworfen, Geschlechtsverkehr mit der noch minderjährigen "Ruby Rubacori" gehabt zu haben. Während die mit ihrem Auftritt auf dem Wiener Opernball für Schlagzeilen sorgte, wartet Berlusconi auf seine Verhandlung. Die neu veröffentlichten Gesprächsprotokolle dürften ihm das Warten nicht unbedingt verschönert haben.