Ein in der Vergangenheit beliebter Badegast im französischen Landévennec hat nun für ein Badeverbot gesorgt. Die Rede ist von dem Delfin Zafar, der sich momentan in der Brunst befindet. Da er bislang keine Partnerin gefunden hat, gefährdet er mit seinen sexuellen Annäherungsversuchen Menschen. Deswegen hat die Gemeinde nun ein Badeverbot verhängt.

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Zafar ist ein arabischer Name und bedeutet Sieger. Wenig siegreich war indes ein bretonischer Delfin dieses Namens bislang bei seiner Partnerwahl. Der brünstige Meeressäuger näherte sich deshalb seit einiger Zeit immer wieder Menschen und Booten in sexueller Absicht - und gefährdete diese dabei.

Der Bürgermeister des 335 Einwohner-Dörfchens im Département Finistère reagierte nun mit einem Badeverbot.

Zafar schleuderte eine Frau in die Luft

Der Delfin ist ein etwa drei Meter langer Grosser Tümmler und war die letzten Monate ein beliebter Gast in der Umgebung, da er sich zutraulich Booten näherte und von Badegästen sogar streicheln ließ.

Seit er brünstig ist, wurden die Annäherungsversuche aber zunehmend gefährlicher. Er drohte kleine Boote wie Kajaks kentern zu lassen, indem er sich an ihnen rieb.

Zudem belästigte er Schwimmer. Teilweise hinderte er die Badenden daran, an Land zu schwimmen. Eine junge Frau katapultierte das Tier letzte Woche mit der Nase sogar in die Luft, während sie versuchte, das Ufer zu erreichen.

Sami Hassani, Spezialist für Meeressäuger im Aquarium Océanopolis in Brest warnte in der französischen Zeitung "Le Télégramme" davor, dass Schläge etwa mit der Schwanzflosse schwere Verletzungen verursachen können.

Nun soll das Badeverbot dafür sorgen, dass sich Zafars Avancen in Zukunft auf andere Meeressäuger beschränken.

Verwendete Quellen:

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