Brände in Südkalifornien und in Weinregion - Menschen auf der Flucht

Erneut bedroht ein gefährliches Feuer die nordkalifornischen Weinbauregionen. Erst vor zwei Jahren richteten heftige Waldbrände hier schwere Schäden an. Auch im Süden Kaliforniens wüten Brände und treiben Menschen in die Flucht.

Ein schnell um sich greifender Buschbrand hat in dem nordkalifornischen Weinbaugebiet Sonoma County großen Schaden angerichtet. Die Flammen hätten sich auf eine Fläche von mehr als 6470 Hektar (64 Quadratkilometer) ausgebreitet, teilte die Feuerwehr mit.
Bei warmen Temperaturen und extremer Trockenheit frisst sich das sogenannte "Kincade"-Feuer durch hügeliges, schwer zugängliches Hinterland.
Geyserville ist ein beliebtes Ausflugsziel, das rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco liegt.
In dem Sonoma-Bezirk, bekannt vor allem als Weinbaugebiet, hat die Polizei rund 2.000 Einwohner aufgefordert, die Gefahrenzone rasch zu verlassen. Mindestens 49 Gebäude seien zerstört worden.
Zerstörte Häuser, zerstörte Autos: Die Flammen brannten im Bezirk Sonoma alles nieder, was im Weg war.
Die Feuerwehr arbeitete rund um die Uhr, um gegen die Flammen anzukämpfen.
Bei abflauenden Winden ist es den vielen Hundert Feuerwehrleuten gelungen, die Flammen wenigstens zu fünf Prozent einzudämmen.
Berichte über Verletzte, Tote oder vermisste Anwohner gab es nicht. Die Ursache des Brandes war zunächst noch unklar.
Auch im Süden Kalifornien wüteten mehrere Buschfeuer. Feuerwehrleute kämpfen gegen das sogenannten "Tick"-Feuer, rund 50 Kiliometer nördlich von Los Angeles. Die Flammen hätten bereits eine Fläche von 16 Quadratkilometern verbrannt, teilten die Behörden mit.
Das "Tick"-Feuer bedroht nördlich von L.A. nach Angaben von Behörden eine dicht besiedelte Region mit 10.000 Gebäuden. Rund 40.000 Menschen seien am Donnerstag aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.