Ein Mann aus Köln soll sich als Babysitter angeboten und dann vier Kinder missbraucht haben. Gegen den 33-Jährigen sei Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs erlassen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

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Auf seinem Mobiltelefon fanden die Ermittler nach eigenen Angaben entsprechende Fotos und Videos. Die mutmaßlichen Opfer seien zwischen zwei und sieben Jahren alt, eines der Kinder habe eine Behinderung. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Mann sich über eine Internetplattform als Betreuer angeboten und dies dann für seine Taten ausgenutzt haben.

Die Polizei war dem Mann durch die Anzeige einer Mutter auf die Spur gekommen, deren vierjährige Tochter er missbraucht haben soll. Der Beschuldigte schweige zu den Vorwürfen. Die Ermittler stellten zahlreiche Datenträger bei ihm sicher, die Auswertung dauere noch an.

Das Verfahren resultiere nicht aus den Ermittlungen zum jüngsten Missbrauchskomplex Wermelskirchen, betonte die Staatsanwaltschaft. Wegen einiger Parallelen werde der Fall jedoch ebenfalls von der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Liste" bei der Kölner Polizei bearbeitet.

Einem 44-Jährigen aus Wermelskirchen wird der Missbrauch von mindestens zwölf Kindern vorgeworfen. Er hatte sich ebenfalls übers Internet als Babysitter angeboten und gilt als Hauptbeschuldigter in dem brutalen Missbrauchskomplex. Bislang haben die Ermittler 73 Verdächtige und 33 Opfer identifiziert, das jüngste war erst einen Monat alt. (dpa)  © dpa