Der Fall der sechs gestorbenen Teenager in Arnstein ist gelöst: Die Jugendlichen starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Das teilte die Polizei Unterfranken nach der Obduktion mit. Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet.

Die Polizei Unterfranken hat sowohl auf Twitter als auch auf Facebook die Todesursache der sechs in Arnstein verstorbenen Jugendlichen mitgeteilt. Demnach starben sie an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Ursache für Gas-Austritt weiter unklar

Unklar ist jedoch noch, was die Ursache für den Austritt des Gases war. Das sei "weiterhin Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen". In diese seien Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes mit einbezogen.

Die jungen Leute im Alter von 18 und 19 Jahren hatten am Samstagabend eine Party in einer abgelegenen Laube gefeiert. Einer der Väter hatte am Sonntagmorgen die Leichen seiner Tochter, seines Sohnes und der vier weiteren Gäste in dem Häuschen gefunden. Er hatte sich Sorgen gemacht, weil er nach der Feier nichts von seinen Kindern gehört hatte.

Die Polizei hatte bereits unmittelbar nach dem Leichenfund am Sonntag ein Gewaltverbrechen ausgeschlossen. Zugleich bestätigte sie, dass die jungen Leute die Laube mit einem Holzofen geheizt hätten.

Arnstein: Trauer in der Kleinstadt

Derweil versucht das 8000-Einwohner-Städtchen, mit dem tragischen Vorfall fertig zu werden. Am Montagabend gedachten Angehörige und Freunde in einer ökumenischen Trauerstunde in der Stadtkirche der Opfer.

Anschließend gab es in der benachbarten Grundschule Raum für Gespräche mit Seelsorgern. Medien waren gebeten worden, der Veranstaltung fernzubleiben. (cai/dpa)

Immer wieder kommt es zu Vergiftungen durch Kohlenstoffmonoxid. Jährlich sterben hunderte Menschen in Deutschland durch das hochgiftige Gas. So können Sie vorbeugen.