Nach dem Anschlag auf einen Touristenbus mit vier Toten haben die ägyptischen Sicherheitskräfte 40 mutmaßliche Terroristen getötet. Sie sollen bereits weitere Anschläge geplant haben.

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Einen Tag nach einem tödlichen Anschlag auf einen Bus mit vietnamesischen Touristen in Gizeh haben die ägyptischen Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 40 mutmaßliche Terroristen getötet.

Die Verdächtigen seien in abgestimmten Einsätzen "in drei Terroristenverstecken" in Gizeh und im Norden der Sinai-Halbinsel getötet worden, teilte das Innenministerium am Samstag mit.

Die mutmaßlichen Terroristen hätten eine Serie von Anschlägen gegen staatliche Institutionen, Tourismuseinrichtungen, Sicherheitskräfte und Kirchen geplant, berichtete das staatliche Fernsehen mit Verweis auf das Ministerium.

Vier Menschen sterben

Am Freitagabend waren bei einer Bombenexplosion nahe der Pyramiden von Gizeh im Süden der Hauptstadt Kairo vier Menschen getötet worden. Bei den Opfern, die mit einem Bus unterwegs waren, handelte es sich um drei vietnamesische Touristen und ihren ägyptischen Reiseführer.

Mindestens elf weitere Menschen wurden bei dem Anschlag nach staatlichen Angaben durch den selbstgebauten Sprengsatz verletzt.

Wie das ägyptische Innenministerium mitgeteilt hatte, war die Bombe kurz nach 18 Uhr (Ortszeit) am Rand einer vielbefahrenen Straße explodiert.

Der Touristenbus war von seiner geplanten, gesicherten Route abgewichen, ohne die Sicherheitskräfte zu benachrichtigen, bevor er von dem Sprengstoff getroffen wurde.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär 2013 ist die Sicherheitslage in Ägypten fragil. Immer wieder kommt es zu Anschlägen. Häufig sind Sicherheitskräfte oder Kopten das Ziel.

Aber auch Touristen waren bereits Ziel von Angriffen. Im Juli vergangenen Jahres wurden zwei deutsche Frauen bei einer Messerattacke in Hurghada ermordet. Das Auswärtige Amt warnt deswegen vor einem erhöhten Risiko terroristischer Anschläge. (ff/dpa)

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