• Die BaFin attestiert dem Immobilienkonzern Adler Group einen Bilanzierungsfehler im Geschäftsbericht 2019.
  • Das Unternehmen will nun den Rechtsweg ausschöpfen, um die Aufklärung voranzutreiben.

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Der angeschlagene Immobilienkonzern Adler Group will Rechtsmittel gegen einen Bescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einlegen. Die BaFin habe im Rahmen einer Fehlerfeststellung beschieden, dass der Geschäftsbericht 2019 der Adler Real Estate einen Bilanzierungsfehler enthalte, teilte der SDax-Konzern am Montag in Luxemburg mit. Ein entsprechender Bescheid sei dem Unternehmen von der Behörde zugestellt worden. Adler halte hingegen an der vollumfänglichen Richtigkeit und Ordnungsmäßigkeit des testierten Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 fest.

Unternehmen will Aufklärung vorantreiben

Das Unternehmen werde den Rechtsweg ausschöpfen, um die Aufklärung voranzutreiben. Im Kern gehe es um die Bewertung des Immobilienprojekts "Glasmacherviertel" in Düsseldorf, die die BaFin für zu hoch halte.

Die Behörde hatte sich eingeschaltet, nachdem die Immobiliengesellschaft im Oktober erstmals unter Druck des Leerverkäufers Fraser Perring geraten war. Dieser und sein Researchdienst Viceroy hatten schwere Vorwürfe gegen Adler erhoben, darin ging es unter anderem um die Bewertung von Immobilienprojekten. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. (dpa/mit)