Weil er in Cuxhaven mit einem Auto in eine Gruppe wartender Discobesucher fuhr, muss ein Mann für vier Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Stade verurteilte den 29-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Im Prozess um eine Autofahrt in eine Menschengruppe ist ein 29-Jähriger zu vier Jahren Haft verurteilt worden. "Die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten war zwar erheblich eingeschränkt, jedoch nicht vollständig aufgehoben", hieß es in der Urteilsbegründung des Landgerichts Stade.

Autofahrer verletzte sieben Menschen

Der Mann war am 26. November 2017 betrunken in eine Menschengruppe vor der Diskothek "Flair" in der Innenstadt von Cuxhaven gefahren. Sieben Menschen wurden dabei zum Teil schwer verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Der 29-Jährige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verurteilt.

Mit dem Urteil richtet sich die Kammer weitestgehend nach der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten plädiert hatte. Ebenso wie die Anklage sah die Kammer den Vorwurf des versuchten Mordes in sieben Fällen im Laufe des Prozesses nicht bestätigt. "Zudem besteht absolut kein terroristischer Hintergrund", betonte der Vorsitzende Richter.

Er erinnert sich nicht mehr an die Tat

Sowohl Nebenklage als auch Verteidigung hatten auf die Forderung nach einem konkreten Strafmaß verzichtet. Der Angeklagte selbst hatte im Prozess angegeben, sich nicht an das Tatgeschehen erinnern zu können und die Opfer um Entschuldigung gebeten.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann in der Anklage zunächst versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Zu Prozessbeginn hieß es, er habe den Tod der Menschen "zumindest billigend in Kauf" genommen.  © SPIEGEL ONLINE

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