Mit einem Schweigemarsch haben Bürger in Kandel der getöteten 15-Jährigen gedacht. Das junge Mädchen war am 27. Dezember mutmaßlich von einem Flüchtling aus Afghanistan erstochen worden.

Rund 400 Menschen haben nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen an einem Schweigemarsch durch das pfälzische Kandel teilgenommen. Gestartet seien die Teilnehmer am Dienstagabend vor dem Drogeriemarkt, sagte ein Polizeisprecher in Wörth.

In dem Geschäft war das Mädchen am 27. Dezember mutmaßlich von ihrem Ex-Freund, einem jungen Flüchtling aus Afghanistan, attackiert und getötet worden.

Die Teilnehmer seien bis zum Kandeler Marktplatz gelaufen und zurück zum Drogeriemarkt. Nach und nach hätten sich immer mehr Menschen angeschlossen. Angemeldet hatte die Veranstaltung nach Polizeiangaben eine Privatperson bei der Kreisverwaltung Germersheim.

Streit zwischen unterschiedlichen Gruppen

Am Ende des Marsches sei es zu vereinzelten Auseinandersetzungen mit Teilnehmern einer Mahnwache gekommen, die vor dem Drogeriemarkt gewartet hätten, teilte die Polizei in Landau mit. Worum es dabei genau ging, war nicht bekannt. Die Polizei trennte die beiden Gruppen nach eigenen Angaben und beruhigte die "höchst emotionale Stimmung".

Bereits am Nachmittag hatte es außerdem eine spontane Kundgebung gegeben, ebenfalls an dem Drogeriemarkt. Daran hätten rund 30 Menschen teilgenommen.  © dpa