Skurriles und Aufreger - Das war das Panorama-Jahr 2018

Melania Trumps Hut-Fauxpas, C&A mit Nazi-Pulli und eine Massenschlägerei im Regionalzug: Das waren die skurrilsten Geschichten des Jahres.

Ein Hut erzürnt Afrika: US-First-Lady Melania Trump langt auf ihrem Kenia-Besuch bei der Kleiderwahl gehörig daneben. Ihren Kopf ziert ein Tropenhelm, Symbol für die Kolonialherrscher in Afrika. Das handelt der Gattin von US-Präsident Donald Trump viel Kritik ein.
Es ist der Albtraum für Eltern: In Vietnam finden zwei Paare heraus, dass ihre Kinder bei der Geburt vertauscht wurden. Nun streiten sie sich über deren Zukunft. Ein Paar will sein leibliches Kind zurück, das andere seinen Zögling behalten.
Die Schimpftirade eines Swiss-Piloten macht im Oktober im Netz die Runde: "Ich ha dSchnauzä voll däm huerä Drecksplatz" (Ich habe die Schnauze voll von diesem Drecksplatz), mault er, als er abfahrbereit am Gate steht, aber vom Tower zurückgepfiffen wird. "Sehr professionell", kontert die Fluglotsin.
Solide 16 Jahre nach Einführung des Euro als Bargeld ruft eine Rentnerin aus dem Allgäu die Polizei, weil eine Kassiererin ihre D-Mark-Scheine nicht annehmen will. Sie geht davon aus, jemand habe ihr Falschgeld untergejubelt. Doch die Erklärung ist viel einfacher: Die Frau hatte eine zweite Geldbörse mit der alten Währung daheim liegen - und schlicht die falsche mitgenommen.
Gerade einmal 49 Minuten darf sich ein Fahranfänger aus Nordrhein-Westfalen über seinen Führerschein freuen. Dann wird der 18-Jährige geblitzt - mit 95 km/h in einer 50er-Zone. Es setzt eine saftige Geldstrafe, ein Fahrverbot, die Verlängerung seiner Probezeit und eine teure Nachschulung.
In einem Regionalzug kommt es zu einer Massenschlägerei mit rund 20 Beteiligten. Kurz nach der Abfahrt in Freiburg geraten zwei Gruppen in Streit, zwei Männer werden verletzt. Die Schägerei betrifft mehrere Waggons, ein Passagier zieht die Notbremse. Worum es bei der Auseinandersetzung ging, bleibt unklar.
Eine 19-Jährige joggt an der Pazifikküste und überquert dabei unbewusst die kanadisch-amerikanische Grenze Ein Fehler mit gravierenden Folgen: Die US-Polizei zeigt kein Verständnis und steckt die Französin zwei Wochen in ein Auffanglager, obwohl ihre Mutter ihre Dokumente unverzüglich nachreicht.
Ein Kinderpullover beschert C&A Negativschlagzeilen: Die Aufschrift darauf erinnert nämlich an die Rechtsrockband "Division Germania". Der Konzern nimmt ihn aus dem Sortiment und erklärt: "Die Ähnlichkeit des Schriftzugs war uns leider nicht bewusst und keinesfalls beabsichtigt."
Gleich zweimal muss dieses Jahr ein deutscher Flughafen nach einem Sicherheitsleck teilweise geräumt werden. In München gelangt eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich, in Frankfurt am Main wird eine Familie trotz eines positiven Sprengstofftests durchgelassen. Beide Vorfälle enden glimpflich.
Notarzteinsatz unter widrigen Umständen in Berlin-Neukölln: Rund 75 Angehörige einer Großfamilie behindern die Sanitäter, als sie einen Mann wiederbeleben wollen. Am Ende können die Helfer nur noch seinen Tod feststellen. In der Wohnung und im Treppenhaus lamentieren unterdessen Dutzende Verwandte des Mannes.
Eine Frau aus Kalifornien staunt nicht schlecht, als sie ihr verstorbenes Haustier im eigenen Garten begraben will: Schon nach ein paar Spatenstichen stößt sie auf eine Leiche, die erst ein paar Monate tot sein kann. Eine Mordkommission nimmt die Ermittlungen auf.
Das hätten sie auch billiger haben können: Zwei Pilzsammler in Baden-Württemberg haben ordentlich zugelangt und 19 Kilogramm Steinpilze aus dem Wald geholt. Erlaubt ist nur eine geringe Menge für den Eigenbedarf. Ergebnis: 1.700 Euro Strafe.