Wie gehen Prominente mit dem Coronavirus um? Einige Stars haben sich mit dem Virus infiziert, andere nutzen ihre Popularität und Reichweite, um Botschaften an ihre Follower zu senden, viele berichten aus der heimischen Quarantäne oder helfen, wo sie können. Erfahren Sie hier, wie es den Promis in diesen Zeiten geht.

Alle News zum Coronavirus finden Sie hier

"Mutter Beimer" hat keine Angst vor Corona - "Nicht meine Art"

13:10 Uhr: Schauspielerin Marie-Luise Marjan sieht in der Corona-Krise eine Art Chance. "Vielleicht ist es auch wie einen Reset-Knopf drücken. Weniger konsumieren, sich weniger Reizen aussetzen, nicht zu viel machen, entspannter rangehen", sagte die Darstellerin der "Mutter Beimer" aus der ARD-Serie "Lindenstraße" dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel.

Furcht mache ihr die Ausbreitung des Virus nicht. "Ich habe keine Angst, weil Angst ein schlechter Ratgeber ist. Das ist nicht meine Art", sagte die 79-Jährige.

"Es ist natürlich schade, dass so viele künstlerische Veranstaltungen ausfallen und nichts mehr geht." Davon betroffen sei auch eine geplante Party zur letzten Folge der "Lindenstraße".

Das Serienfinale stand am Sonntagabend im Ersten auf dem Programm. "Wir hatten uns vorgenommen, mit Hans Geißendörfer und dem kompletten Ensemble und den Ehemaligen ein richtig schönes Fest zu feiern, ein Abschiedsfest. Und jetzt: abgesagt."

Musiker der Band Treptow sitzen im Ausland fest

10:08 Uhr: Die Berliner Rockband Treptow wollte längst wieder zu Hause sein. Doch die Corona-Krise macht den beiden Musikern Philipp Taubert und Lukas Lindner einen Strich durch die Rechnung.

Sie sitzen seit zwei Wochen in Tadschikistan in Zentralasien fest - ohne gültiges Visum in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik. "Uns geht es gut", sagt Sänger und Gitarrist Taubert der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

"Wir wissen aber nicht, wie lange wir noch hier sind." Der Flughafen der Hauptstadt Duschanbe ist wegen der Pandemie gesperrt.

"Der Frust ist jetzt deutlich weniger geworden", sagt Taubert. Besonders in den ersten Tagen sei die unklare Lage aber frustrierend gewesen. Die beiden Berliner sind mittlerweile bei einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft untergekommen. Zuvor gaben sie in Zusammenarbeit mit der Auslandsvertretung der Bundesrepublik vier Konzerte in Usbekistan und hatten einen Auftritt in Tadschikistan.

Vielleicht biete eine tadschikische Airline in den nächsten 10 bis 21 Tagen einen Flug an, um festsitzende Deutsche und Europäer auszufliegen. Ob das klappt, sei unklar. Vieles hänge auch davon ab, wie sich bis dahin die Lage in Deutschland entwickelt.

Rammstein-Sänger Lindemann: Virus gegen mich noch nicht erschaffen

09:18 Uhr: Mit einer überaus selbstbewussten Nachricht an seine Fans hat sich Rammstein-Sänger Till Lindemann (57) nach einer Nacht auf der Intensivstation zurückgemeldet. "Das Virus, das mich erobern will, ist noch nicht erschaffen", schrieb der Musiker am Samstagabend auf Englisch in der Story seines Instagram-Accounts zu einem mit Wasserfarben gemalten Porträt der jungen tschechischen Künstlerin Barbora Brabletz. Zuvor war Lindemann negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Der Sänger war am Donnerstag vom Arzt der Berliner Band in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Nach einer Nacht auf der Intensivstation sei er weiter im Krankenhaus behandelt worden, war unter anderem auf der Homepage von Rammstein zu lesen. "Till hat eine Nacht auf der Intensivstation verbracht und wird heute auf eine andere Station verlegt, weil es ihm besser geht", hieß es. "Der Test auf das Coronavirus war negativ." Nähere Angaben machte die Band nicht.

Lindemann war zuletzt mit seiner gleichnamigen Band mit dem schwedischen Multiinstrumentalisten Peter Tägtgren (49) auf Tour. In wenigen Wochen steht die Fortsetzung der erfolgreichen Stadiontour von Rammstein in Europa und Nordamerika auf dem Programm. Bisher gibt es von Seiten der Band und des Tourveranstalters keine Angaben, ob die Tour wie geplant stattfinden kann und soll.

Alle Meldungen vom Samstag, 28. März

Corona-Krise bremst Band-Comeback von Ex-No Angel Nadja

14:02 Uhr: Die frühere No Angels-Sängerin Nadja Benaissa muss ihr Comeback verschieben. Der erste Auftritt mit der Dresdner Popband medlz mussten wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. "Es ist wirklich sehr schade", sagte die 37-Jährige am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist ein komisches Gefühl so quasi auf dem Endspurt, wir waren grad mitten in der letzten Probenphase, ausgebremst zu werden." Aber schließlich gehe es ja allen so.

Die in Berlin lebende Hessin war im Oktober 2019 von der Dresdner Frauen-A-Capella-Band als Ersatz für deren scheidende Altistin angeheuert worden. Die Mutter einer erwachsenen Tochter wird Mitglied in dem Quartett, das eigentlich am 20. April mit seinem Programm "Das läuft bei uns" Premiere im Boulevardtheater Dresden feiern wollte. Die ist nun erstmal auf Anfang August verschoben, wie ein Sprecher sagte.

Auch Nadja muss warten, bis wieder geprobt wird. "Umso mehr freue ich mich deshalb drauf, wenn wir dann wieder loslegen können und das Programm endlich auf die Bühne kann", sagte die Sängerin, die in den 2000er Jahren mit der Girlband No Angels und später auch als Solokünstlerin Erfolge feierte. 2010 war Nadja aus der Band ausgestiegen, die aus der ersten deutschen Castingshow hervorging. Danach machte sie Abitur und eine Lehre zur Veranstaltungskauffrau.

Schauspielerin Stephanie Stumph nutzt Corona-Krise zur Entschleunigung

09:30 Uhr: Die Schauspielerin Stephanie Stumph nutzt die Corona-Krise zur Entschleunigung. "Ich fühle mich schon etwas ausgebremst und muss auf jeden Fall aufpassen, dass ich das jetzt nicht als Urlaub auf dem Sofa sehe, sondern kreativ weiterarbeite und die Zeit als Geschenk klug nutze", sagte die 35-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.

Stumph lebt seit vier Jahren wieder in ihrer Geburtsstadt Dresden, pendelt aber regelmäßig zwischen München, Berlin und Hamburg. "Ich habe das erste Mal meinen Koffer komplett ausgepackt", sagte sie. Mit Sportübungen über soziale Netzwerke schaffe sie sich künstliche Termine, die Struktur brächten.

Obwohl sie dem Internet kritisch gegenüberstehe, sei sie für die digitale Welt gerade dankbar. "Ich bin gerührt über die ganzen Wohnzimmerkonzerte, die jetzt über die sozialen Medien stattfinden", sagte Stumph. Dennoch hoffe sie auf eine baldige Entschärfung der Situation.

Jürgen Drews wird 75: Erstmals seit Jahrzehnten nicht auf Mallorca

08:30 Uhr: Schlagerstar Jürgen Drews (74, "Ein Bett im Kornfeld") ist mit den Maßnahmen der Politik in Sachen Corona-Krise einverstanden. "Die Entscheidung der Politik eine Kontaktsperre auszusprechen war richtig. Es geht nur so. Du musst dieses ganze Ding erst einmal entschleunigen, dass man Zeit hat für die Krankgewordenen", sagte Drews vor seinem 75. Geburtstag am 2. April der Deutschen Presse-Agentur.

"Gab es noch nie, dass ich nicht auf Mallorca bin. Es gab auch noch nie eine so lange Zeit, in der ich Zuhause war. Seit dem 7. März bin jetzt in Dülmen, am 6. März war der letzte Auftritt in Berlin." Drews lebt mit seiner Frau Ramona und drei Hunden im Münsterland im Kreis Coesfeld.

Max Giesinger kocht mehr schlecht als recht

08:00 Uhr: Der Musiker Max Giesinger (31) hat nach eigenen Worten in den vergangenen Tagen ziemlich schlecht gegessen. In der Corona-Krise habe er endlich seine Küche kennengelernt. "Ich war noch nie in meinem Leben so oft in der Küche wie die letzten sieben Tage", sagte der Singer-Songwriter in dem über Skype geführten Radio-Talk "Mit den Waffeln einer Frau" bei Barbara Schöneberger, der am Samstag auf barba radio ausgestrahlt wird.

"Ich habe sonst nie etwas eingekauft und war immer der Typ, der nach draußen gegangen ist. Jetzt habe ich aber wirklich eingekauft und mich sieben Tage von meinem eigenen gekochten Zeug ernährt." Das gehe jedoch nicht immer gut: "Ich habe seit zwei Jahren nicht mehr so schlecht gegessen wie bei mir hier zu Hause."

Lungenentzündung: Till Lindemann in Lebensgefahr

Der Rammstein-Frontmann musste mit hohem Fieber auf die Intensivstation. Den Berichten zufolge bestand sogar Lebensgefahr, inzwischen geht es dem Musiker aber schon wieder besser. Alle Details gibt es hier. © ProSiebenSat.1
Mit Material der dpa und afp
Teaserbild: © picture alliance/dpa