• 17:17 Uhr: Südtirol bereitet einen Corona-Massentest fürs Wochenende vor
  • 16:22 Uhr: Boris Johnson bleibt trotz negativem Corona-Test in Quarantäne
  • 15:39 Uhr: Luxemburg bereitet neuen Lockdown vor
  • 14:25 Uhr: Ministerpräsident Kretschmann sieht Anzeichen für Unterwanderung der "Querdenken"-Bewegung
  • 11:01 Uhr: Veranstalter sagt Corona-Demo in Berlin ab

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Top-News: Südtirol bereitet einen Corona-Massentest fürs Wochenende vor

17:17 Uhr: Die Südtiroler Landesregierung hat ihre Bürger zur Teilnahme an einem geplanten Corona-Massentest am nächsten Wochenende aufgerufen. "Es handelt sich um freiwillige Tests, niemand wird gezwungen", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag in Bozen. "Es ist der Appell an die Bevölkerung, die Einladung mitzumachen", erläuterte er.

Die norditalienische Provinz Bozen-Südtirol will mit den Schnelltests einen "aktiven Schritt" machen, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagte der regionale Regierungschef. Die zentrale Testphase startet am Freitag (20.11.) und dauert bis Sonntag. Die kleine Alpen-Provinz geht damit in Italien einen Sonderweg.

Angepeilt ist, dass rund zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung, das wären etwa 350.000 Menschen, den Antigen-Schnelltest machen. Den Abstrich sollen Männer, Frauen und Kinder ab dem Alter von fünf Jahren vornehmen lassen. Dafür gibt es rund 200 Teststandorte in den Gemeinden. Das Ergebnis der Virusprobe soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen. Die Bürger könnten es per E-Mail oder Kurzmitteilung aufs Handy bekommen, hieß es.

Kompatscher sagte, es sei wichtig, die Virusträger ohne Symptome zu finden. Wer positiv getestet wird und beschwerdefrei ist, soll zehn Tage zu Hause in Isolation gehen.

Wenn die Menschen von ihrer Ansteckung wüssten, könne ein "großer Teil der Infektionsketten" unterbrochen werden, erläuterte der Politiker. Bei einem Erfolg des Massentests stellte er Erleichterungen der Corona-Einschränkungen für die Wirtschaft und in den Schulen in Aussicht.

Immer mehr Corona-Tote: Schweden gibt seinen Sonderweg in der Pandemie auf

Schwedens Regierung setzte im Kampf gegen Corona-Infektionen über Monate auf Vernunft und Freiwilligkeit seiner Bürger und wurde für diese Lockerheit aus aller Welt mitunter bewundert. Die Corona-Zahlen lassen diesen Kurs aber nicht mehr zu. Versammlungen in der Öffentlichkeit werden stark eingeschränkt.

Alle weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Frankreich überschreitet Marke von zwei Millionen Corona-Fällen

23:00 Uhr: In Frankreich haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Dies teilte der Direktor der obersten nationalen Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, am Dienstagabend mit. Bei 67 Millionen Einwohnern wurden im wichtigsten EU-Partnerland nun insgesamt 2.036.755 Fälle registriert. Salomon zufolge wurde am Montag zudem ein Höchstwert von knapp 33.500 Einweisungen ins Krankenhaus erreicht.

Die Anzahl der Neuinfektionen gehe indes seit einigen Tagen zurück. "Unsere gemeinsamen Anstrengungen beginnen Früchte zu tragen und erklären diese positive Tendenz", sagte Salomon. Auch wenn die Zahlen im Vergleich zum Höchstwert von etwa 69.500 Infektionen innerhalb eines Tages von Anfang November rückläufig sein, seien sie noch immer sehr hoch.

Seit gut zwei Wochen gelten in Frankreich strenge Ausgangsbeschränkungen. Man darf nur mit einem Formular und triftigem Grund vor die Tür. Einzelhandel und Gastronomie sind geschlossen. Zumindest in Paris gibt es in einigen Teilen der Stadt aber spürbar weniger Kontrollen als während der Beschränkungen im Frühjahr. Für Anfang Dezember hat die Regierung Lockerungen in Aussicht gestellt. Eventuell soll der Einzelhandel dann wieder öffnen. Restaurants sollen aber geschlossen bleiben.

Virologin Ciesek: Mehr Tests im Privaten

21:08 Uhr: Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hat sich für mehr Coronatests für Jedermann ausgesprochen. "Das Testen von Privatpersonen wird zu wenig diskutiert", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".

Es gebe "nicht nur Schwarz und Weiß", sagte Ciesek - also für alle die Tests freizugeben oder nur im medizinischen Bereich. "Im Moment fehlen mir so ein bisschen die Zwischenstufen", sagte Ciesek. "Es wäre ja auch möglich, dass man Tests ermöglicht unter Begleitung. Da ist noch viel Spielraum, wo wir uns selber im Weg stehen im Moment."

Mit Antigen-Schnelltests könne man Menschen, die hoch ansteckend seien, schnell und sehr sicher entdecken. Die verfügbaren Tests würden zwar nicht für alle ausreichen, sagte Ciesek. Sie glaube aber, "dass wir mehr Bereiche, die uns wichtig sind, absichern könnten mit diesen Tests", etwa Besuche in Altenheimen oder Schulen.

Türkei erlässt Ausgangsbeschränkungen am Wochenende

20:23 Uhr: Die Türkei hat wieder strengere Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Ankara landesweite Ausgangsbeschränkungen für die Wochenenden an. Sie gelten zwischen 20 Uhr abends und 10 Uhr am nächsten Morgen. Der Unterricht in Schulen wird wieder auf Online-Angebote umgestellt. Zudem dürfen Restaurants und Cafés nur noch Lieferdienste anbieten. Kinos werden bis Ende des Jahres geschlossen.

Besondere Beschränkungen solle es für junge Menschen unter 20 Jahren und Ältere über 65 Jahren gelten, kündigte Erdogan weiter an. Details sollen demnächst vom Innenministerium bekanntgegeben werden. Der Präsident begründete die Verschärfungen mit einem "ernsthaften" Anstieg der Fallzahlen in mehreren Städten wie der Millionenmetropole Istanbul. Wie schwer das 83-Millionen-Land betroffen ist, lässt sich schwer einschätzen. Die Regierung gibt nur die tägliche Zahl der Infizierten mit Symptomen an. Etwa 11.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben bislang an oder mit COVID-19 gestorben.

Niederlande lockern vorsichtig Corona-Maßnahmen

19:52 Uhr: In den Niederlanden werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig wieder gelockert. Von Donnerstag an dürfen Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder öffnen, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag ankündigte. Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben jedoch geschlossen. Künftig darf man in dem 17-Millionen-Einwohner-Land wieder drei Gäste zu Hause empfangen - bisher waren es zwei.

Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt. Die Regeln wurden dann vor zwei Wochen verschärft. Trotz der Erleichterungen geht die Regierung davon aus, dass der Teil-Lockdown erst in der zweiten Januar-Hälfte nächsten Jahres aufgehoben werden kann. Bis dahin wird auch von Auslandsreisen dringend abgeraten.

Wie die Niederländer die Feiertage verbringen dürfen, ist noch undeutlich. Große Familienfeiern zum traditionellen Nikolausfest werden noch nicht möglich sein. Die Regierung will auf jeden Fall verhindern, dass durch große Familienfeiern im Dezember eine dritte Welle über das Land rollt.

Am Dienstag wurden 4.320 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet - 547 weniger als am Vortag. Es war der vierte Tag in Folge mit sinkenden Infektionszahlen. Zum Vergleich: In Deutschland mit etwa fünf Mal so vielen Einwohnern wurden zuletzt 14.419 Fälle in 24 Stunden registriert.

Laschet nennt Homeoffice für Schüler schlechte Option

18:47 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat dem Fern-Unterricht zuhause während der Corona-Pandemie eine Absage erteilt. "Uns sind Bildungschancen der Kinder wichtig und deshalb tun wir alles, um für den Präsenzunterricht zu kämpfen", sagte der CDU-Politiker den NRW-Lokalradios am Dienstag. Das Modell, wonach die Hälfte der Kinder ins Homeoffice geschickt werde, sei allenfalls in Einzelfällen sinnvoll, "eh eine ganze Schule in Quarantäne geht", so der CDU-Politiker.

Lehrerverband schlägt wegen Corona zusätzliches Schuljahr vor

18:42 Uhr: Wegen der Corona-Krise kann sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger auch ein zusätzliches Schuljahr vorstellen. Es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde und es nicht gelinge, die Lehrpläne zu erfüllen, sagte Meidinger dem Nachrichtenportal "Watson". "Für viele Eltern und Schüler würde die Möglichkeit eines Zusatzjahres enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen, übrigens auch das Problem des Notendrucks, den manche Elternverbände beklagen, entschärfen." Ähnlich äußerte er sich gegenüber der "Passauer Neuen Presse".

Vorstellbar sei vieles, etwa das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ohne Wertung als Sitzenbleiben oder das Angebot eines Zusatzjahres beispielsweise vor den Abschlussprüfungen, sagte Meidinger. Er forderte zudem einen "langfristigen Masterplan", damit Eltern, Lehrer und Schüler nicht tagtäglich durch neue kurzfristig Maßnahmen verunsichert würden.

Alle Corona-Tests bei Fußball-Nationalmannschaft negativ

16:55 Uhr: Die Corona-Tests der Fußball-Nationalmannschaft vor dem letzten Länderspiel des Jahres am Dienstag gegen Spanien sind negativ. Dies gelte für Spieler, Trainer und Betreuer, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wenige Stunden vor der Nations-League-Partie in Sevilla mit.

Die Laborergebnisse haben den DFB-Tross demnach am Nachmittag erreicht.

Boris Johnson bleibt trotz negativem Corona-Test in Quarantäne

16:22 Uhr: Der britische Premier Boris Johnson bleibt trotz eines ersten negativen Corona-Testergebnisses in Quarantäne. "Er wird, den Regeln entsprechend, weiter in Selbstisolation bleiben", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in London.

Johnson hatte sich am Sonntagabend in Quarantäne begeben, nachdem ein Abgeordneter, den er am Donnerstag getroffen hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Johnson werde seine Arbeit aus der Downing Street per Video fortsetzen - und sich auf diesem Wege am Mittwoch auch den Fragen der Abgeordneten stellen, hieß es.

Luxemburg bereitet neuen Lockdown vor

15:39 Uhr: Die luxemburgische Regierung bereitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen Lockdown im Großherzogtum vor. "Wenn die Zahlen nicht besser werden, dann müssen wir am kommenden Montag die Abgeordnetenkammer bitten, neue Regeln zu beschließen", sagte Premierminister Xavier Bettel am Dienstag in Luxemburg.

Die Regierung habe deshalb dem Parlament ein Maßnahmenbündel zugeleitet. Ob dieses umgesetzt werde, werde erst am kommenden Montag entschieden.

Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600.000 Einwohnern hart getroffen. Seit Ende Oktober gilt in Luxemburg eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr und eine verstärkte Maskenpflicht - immer dort, wo mehr als vier Personen zusammentreffen.

9.286 Menschen gelten derzeit in Luxemburg als aktiv mit dem Coronavirus infiziert. 236 Menschen sind in Luxemburg bislang in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 211 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 46 auf Intensivstationen (Stand 16. November).

Biontech-Gründer Sahin rechnet mit Rückkehr zum Normalzustand bis Ende 2021

Der Mitgründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, rechnet mit einer Rückkehr zur Normalität bis Winter 2021. Dafür sei es aber "absolut essentiell", eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus vor dem Herbst zu erreichen.

Schweiz - Ukraine nach weiteren Corona-Fällen abgesagt

14:54 Uhr: Das für Dienstagabend in Luzern geplante Nations-League-Spiel zwischen der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft und der Ukraine findet nicht statt. Der ukrainische Verband teilte am Nachmittag mit, dass die UEFA über die Absage der Partie informiert habe.

Nach positiven Corona-Befunden bei Jewgeni Makarenko, Eduard Sobol und Dimitri Risnyk am Montag wurden das gesamte Team und der Betreuerstab nochmals getestet.

Weil es dabei wieder vier positive Fälle gegeben habe, ordnete der Luzerner Kantonsarzt für die gesamte Gäste-Mannschaft Quarantäne an. Nach Angaben des ukrainischen Verbandes wurden drei Spieler positiv getestet.

Kretschmann: Anzeichen für rechte Unterwanderung der "Querdenker"

14:25 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat vor einer zunehmenden Radikalisierung der "Querdenken"-Bewegung gewarnt. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Bewegung immer stärker von rechtsradikalen Kräften unterwandert werde, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart auf Nachfrage.

Die Ansichten, die die "Querdenker" vertreten, seien nicht faktenorientiert, zum großen Teil abwegig und schwer nachvollziehbar. Es sei beunruhigend, dass immer mehr Querverbindungen zum Rechtsextremismus und zum Rechtsradikalismus wahrnehmbar sind.

Auch wenn sie die Corona-Regeln ablehnten, müssten sich die Demonstranten an die Regeln halten. Das gehöre zum Wesen des Gesetzesgehorsams.

Der Auftritt einer Elfjährigen bei einer "Querdenken"-Demonstration am Wochenende in Karlsruhe hat für Aufsehen gesorgt. Das Mädchen hatte ihren Geburtstag unter coronabedingten Einschränkungen mit der Lage des jüdischen Mädchens Anne Frank im Zweiten Weltkrieg verglichen.

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Straftatbestand vorliegt. Er kenne das Ereignis nicht, sagte Kretschmann. Falls das Mädchen das gemacht habe, sei das aber "vollkommen abwegig". Beide Tatbestände seien überhaupt nicht vergleichbar, kritisierte Justizminister Guido Wolf (CDU).

Laborverband: Leichter Rückgang bei Corona-Tests in Deutschland

13:22 Uhr: Nach der zuletzt sehr hohen Auslastung medizinischer Labore ist die Zahl der Corona-Tests bundesweit zuletzt etwas zurückgegangen.

In der Woche vom 9. bis 15. November seien nach Daten von 163 Laboren rund 1,26 Millionen sogenannte PCR-Tests durchgeführt worden, sagte der erste Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, am Dienstag in einer Videoschalte.

In den beiden Kalenderwochen zuvor waren es jeweils rund 1,44 Millionen Tests, das entsprach laut ALM-Statistik einer Auslastung der Labore von 100 beziehungsweise 97 Prozent.

Vergangene Woche lag die Auslastung bei 81 Prozent - nach Verbandseinschätzung immer noch ein sehr hoher Wert. Man arbeite nach wie vor am Limit, aber derzeit zumindest nicht mehr darüber hinaus, hieß es in einer Mitteilung.

Rund 9,2 Prozent der vom Verband erfassten 1,26 Millionen Tests fielen positiv aus, das sei die höchste Rate sei Beginn der Datenerhebung Anfang März. Die sogenannte Positivenrate ist in den vergangenen Wochen kontinuierlich angestiegen: Anfang Oktober (Woche vom 5. bis 11. Oktober) lag sie nach ALM-Daten bei 2,5 Prozent, am Monatsende (26. Oktober bis 1. November) bereits bei 7,2 Prozent.

Der Verband erklärte den Rückgang der Zahlen mit veränderten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Corona-Tests. Danach sollen zum Beispiel insbesondere Menschen mit Symptomen getestet werden. "Nun zeigen die [...] vom RKI vorgestellten Testkriterien für den Herbst und Winter Wirkung", hieß es.

Der Verband hatte wiederholt anlasslose Tests kritisiert und Anfang November wegen Überlastung Alarm geschlagen. Der leichte Rückgang bedeute nun keinesfalls, dass man nun wieder breiter und ungezielter testen könne, hieß es. Verwiesen wurde auch darauf, dass im Winter noch andere Krankheiten wie Grippe zu diagnostizieren seien.

Corona-Erkrankung dritthäufigste Todesursache in Schweden

12:57 Uhr: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind rund zehn Prozent der Sterbefälle in Schweden auf COVID-19 zurückzuführen. Damit war die durch das Corona-Virus ausgelöste Krankheit die dritthäufigste Todesursache, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Obersten Sozialbehörde des Landes.

Im ersten Halbjahr 2020 waren rund 51.500 Menschen in Schweden gestorben, 14.000 davon an Herz- und Kreislauferkrankungen, 11.600 an Tumoren und 5.500 an COVID-19.

Die Krankheit habe dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Frauen um 10 Prozent und bei Männern um 14 Prozent gestiegen sei, hieß es weiter. Im April sei COVID-19 sogar die häufigste Todesursache gewesen.

Schweden hat im Vergleich zu den anderen nordischen Ländern recht viele Sterbefälle durch die Pandemie zu verzeichnen. Schweden war eines von wenigen Ländern, die zu Beginn der Pandemie das öffentliche Leben weitgehend uneingeschränkt ließen. Es gab vergleichsweise viele Infektionen.

Bis zum Dienstag waren mehr als 6.000 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Nachdem die Zahlen im Sommer deutlich zurückgegangen waren, sind sie nun im Herbst wieder angestiegen.

Bund will Mitarbeitern leere Nachbarsitzplätze bei Dienstreisen buchen

Der Bund will Mitarbeitern von Behörden und Ministerien leere Nachbarsitzplätze auf Dienstreisen mit der Bahn buchen. Vorschaubild: Getty Images / iStock

Frankreich bereitet Corona-Impfkampagne für Jahresbeginn vor

11:55 Uhr: Frankreich bereitet eine Impfkampagne gegen das Coronavirus für den Jahresbeginn vor. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte am Dienstag in Paris, dafür seien 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. Allerdings will sich laut einer Umfrage fast jeder zweite Franzose nicht impfen lassen.

Frankreich wolle "bereit sein, wenn die europäischen und nationalen Gesundheitsbehörden einen Impfstoff billigen" und dann "sofort" mit der Kampagne beginnen, sagte der Regierungssprecher dem Fernsehsender France 2. Er verwies darauf, dass die europäische Arzneimittelbehörde die Zulassung eines ersten Impfstoffs bis zum Jahresende als möglich bezeichnet hatte.

In der Bevölkerung gibt es jedoch eine große Skepsis: Nur 54 Prozent der Franzosen gaben in einer Umfrage des Instituts Ipsos vom Oktober an, sie wollten sich gegen die Lungenkrankheit COVID-19 impfen lassen.

Das sind deutlich weniger als etwa in den USA, wo sich fast zwei Drittel der Menschen impfen lassen wollen. Vor allem bei jüngeren Französinnen ist die Furcht vor Nebenwirkungen laut einer Studie der Jean-Jaurès-Stiftung hoch.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten vor gut einer Woche erklärt, ihr Impfstoff sei zu über 90 Prozent wirksam.

Am Montag meldete das US-Biotechnologieunternehmen Moderna, eine Zwischenanalys der abschließenden Testphase habe eine Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffkandidaten von 94,5 Prozent ergeben. Daneben forscht unter anderem auch der französische Pharmakonzern Sanofi nach einem Mittel.

Scholz hält noch höhere Schulden für tragbar

11:33 Uhr: Der Bund könnte aus Sicht von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in der Coronakrise auch noch höhere Schulden stemmen als bisher geplant.

Im laufenden und im kommenden Jahr würden mehr als 300 Milliarden Euro an neuen Krediten aufgenommen, sagte der Vizekanzler am Dienstag auf einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung". Auf die Frage, ob auch mehr als diese 300 Milliarden vorstellbar seien, antwortete er: "Es wäre jedenfalls für uns möglich."

Wichtig sei aber, dass man mit dem Geld klug wirtschafte und Zukunftsinvestitionen auf den Weg bringe. "Wir müssen für künftiges Wachstum sorgen", betonte Scholz. Nur so werde es gelingen, die Schuldenquote wieder zu senken und das Geld zurückzuzahlen.

Erneut wandte sich Scholz gegen Steuerentlastungen für Spitzenverdiener. Das sei nicht das Gebot der Stunde, wenn der Staat zugleich Milliarden in die Wirtschaft pumpe. "Das ist auch ein bisschen unverfroren, wenn man solche Forderungen hört", sagte Scholz.

Mit dem Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen vom Montag zeigte sich Scholz zufrieden. In der kommenden Woche müsse man das Infektionsgeschehen genau beobachten, betonte er.

Ob die für den Monat November geplanten Sonderhilfen im Fall weiterer Beschränkungen verlängert würden, ließ der Finanzminister offen. Für den November unterstütze der Bund die Unternehmen mit 14 Milliarden Euro - "das ist viel Geld"

Müdigkeit könnte Spätfolge von SARS-CoV-2-Infektion sein

Eine Studie legt nahe, dass anhaltende Müdigkeit eine Spätfolge einer SARS-CoV-2-Infektion sein kann. Die schwere des Verlaufs spielt dabei aber keine Rolle.

Berliner Corona-Demonstration vor Reichstagsgebäude abgesagt

11:01 Uhr: Eine für Mittwoch angemeldete Corona-Demonstration vor dem Berliner Reichstagsgebäude ist vom Veranstalter abgesagt worden. Die Polizei bereite sich aber auf diverse weitere Demonstrationen vor, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Grund für die Absage ist laut einer Nachricht des Veranstalters im Messengerdienst Telegram "das Risiko gewalttätiger Auseinandersetzungen nach einer massiven Mobilisierung links- und rechtsextremistischer Gruppen".

Ob es sich bei der befürchteten Gewalt um den tatsächlichen Grund für die Absage handelt, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Auch ob verschiedene Gegendemonstrationen trotz der Absage der mit 500 Teilnehmern angemeldeten Corona-Demonstration stattfinden werden, war laut Polizeiangaben unklar.

Die auf Telegram verbreitete Nachricht zur Absage der Demonstration enthielt auch einen Aufruf, trotz der Absage am Mittwoch "friedlich und gewaltfrei zu demonstrieren".

Die Polizeisprecherin sprach von einem "sehr komplexen Versammlungsgeschehen" am Mittwoch. Es sei weiter offen, ob und wo etwaige Demonstrationen stattfinden würden.

Mehr als 165.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden in USA

10:43 Uhr: Die USA haben mehr als 165.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166.045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit gut 75 Toten pro 100 000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert. Dies gilt auch für die Zahl vom vergangenen Freitag, die zunächst mit mehr als 184.500 angegeben worden war.

Für Pflegebedürftigen und Personal: Patientenschützer fordern tägliche Corona-Schnelltests

Patientenschützer haben die vom Bund zugesagten günstigen Schutzmasken für Corona-Risikogruppen im Winter begrüßt, fordern aber außerdem tägliche Schnelltests in der Pflege. (Teaserbild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Merkel: Manchmal gehen mir Corona-Entscheidungen zu langsam

10:13 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eingeräumt, dass ihr die mit den Ministerpräsidenten getroffenen Entscheidungen zur Coronakrise teils zu langsam getroffen werden.

Das bedauere sie, auch weil es am Ende mehr Geld koste, sagte Merkel am Dienstag bei einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung".

"Wenn man früher agiert, kann man schneller auch wieder rausgehen aus den Beschränkungen", erläuterte Merkel. Künftig müsse deshalb schneller gehandelt werden, sobald sich ein exponentielles Wachstum der Infektionszahlen ankündige - auch wenn die Intensivstationen noch nicht so stark belastet seien.

"Ich werde weiter der ungeduldige Teil in dieser Sache sein", versicherte die Kanzlerin. "Und ich freue mich über jede Unterstützung, die ich dabei bekomme."

Merkel erklärte auch, warum sie in den vergangenen Wochen oft emotionaler aufgetreten und auf die Menschen zugegangen sei, als man sie sonst in der Öffentlichkeit kenne.

Die Corona-Pandemie sei eine "Jahrhundertherausforderung für die ganze Welt und für jeden Einzelnen", sagte sie. Das Virus führe die Menschen zu etwas unmenschlichem: dazu, Distanz zu halten. "Deshalb muss ich auch anders mit und zu den Menschen sprechen", sagte Merkel.

Merkel: Corona-Entscheidungen gehören zu schwierigsten der Amtszeit

09:40 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat um Verständnis für die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie geworben. Die Maßnahmen seien eine "demokratische Zumutung", sagte sie am Dienstag bei einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung".

Die Entscheidungen, die gerade getroffen werden müssten, gehörten zu den schwersten ihrer Amtszeit. Doch klar sei: "Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät."

Merkel betonte, Risikogruppen gebe es in Deutschland nicht nur in Alten- und Pflegeheimen. Es gebe viele Bürger mit Vorerkrankungen und solche, die älter als 60 Jahre seien. Diese müssten geschützt werden.

Dabei hätten Wissenschaft und Gesellschaft in den vergangenen Monaten bereits viel gelernt. "Wir lernen in und mit der Pandemie", sagte Merkel. Das wichtigste bleibe die Nachverfolgung von Kontakten zur Unterbrechung von Infektionsketten.

Lauterbach zu Corona-Beratungen: "Es war eine verlorene Gelegenheit"

09:16 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die Ergebnisse aus den Corona-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten.

"Es war eine verlorene Gelegenheit", sagte Lauterbach am Dienstag im Deutschlandfunk. Man verspiele mit dem Aufschub wertvolle Zeit. Die Beschlussvorlage sei vielversprechend gewesen, sagte der SPD-Politiker. Davon sei nur leider das meiste nicht beschlossen worden. Die Ergebnisse seien weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Bund und Länder hatten ihre Entscheidung über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag auf kommende Woche verschoben.

Merkel sagte am Abend nach einer mehrstündigen Videokonferenz, die Länder hätten sich mehrheitlich gegen zusätzliche Rechtsänderungen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Am 25. November soll es weitere Beratungen geben.

Virologin: "Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee"

08:40 Uhr: Die Virologin Isabella Eckerle von der Universität Genf hält es für riskant, weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurückzustellen.

"Ein zögerliches Vorgehen beziehungsweise ein Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee", sagte Eckerle nach den Beratungen von Bund und Ländern am späten Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". "Die Zahlen haben sich zwar verlangsamt, aber sie steigen immer noch an."

So lange die Entwicklung noch in die falsche Richtung gehe, sei klar, dass die Einschränkungen zumindest aufrechterhalten, wahrscheinlich aber verschärft werden müssten.

"Wenn man die Infektionszahlen wirklich runter bekommen möchte, die Kliniken entlasten, in der Gesellschaft ein bisschen mehr Normalität haben möchte, dann wäre es besser gewesen, schon jetzt damit anzufangen", betonte Eckerle.

Sie verwies darauf, dass man die positiven Effekte von Einschränkungen erst mit Zeitverzögerung sehe. "Das ist sicher noch einmal ein bisschen Zeit, die man da verschenkt hat."

Die Virologin kritisierte, dass es bis heute nur wenige Daten zum Infektionsgeschehen an den Schulen gebe. Dort habe man in der Pandemie bisher zu wenig hingeschaut.

"Man hat sich lange auf Daten aus der ersten Jahreshälfte berufen, wo sich gezeigt hatte, dass die Kinder eine nicht so große Rolle spielen. Das hat sich jetzt aber geändert."

Klar sei, dass viele infizierte Kinder ein wenig ausgeprägtes Krankheitsbild oder gar keine Symptome zeigten. Klar sei aber auch: "Bei hohen Infektionszahlen wie im Moment hat man auch Infektionszahlen an den Schulen. Das spiegelt einfach das Gesamtgeschehen in der Bevölkerung wider."

Schwesig: "Nicht im Wochenrhythmus die Schrauben anziehen"

08:20 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verteidigt den Aufschub weiterer Anti-Corona-Maßnahmen durch Bund und Länder.

"Wir haben vor 14 Tagen den privaten Bereich stark eingeschränkt", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Man kann nicht im Wochenrhythmus die Schrauben anziehen." Es müsse stattdessen ein Gesamtkonzept für Dezember und Januar geben.

Von Anfang an habe man gesagt, dass das Treffen am Montag nur eine Zwischenbilanz sein könne, sagte Schwesig weiter. Man könne zu diesem Zeitpunkt weder über Lockerung noch Verschärfung reden. Schwesig hatte sich bereits vor dem Treffen am Montag gegen neue Maßnahmen ausgesprochen.

Bund und Länder hatten sich am Montag darauf verständigt, für die nächsten Tage erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erlassen.

Am 25. November soll es weitere Beratungen und - wenn die Zahl der Infizierten und schwer Erkrankten bis dahin nicht stark gesunken ist - womöglich auch weitere rechtlich bindende Einschränkungen geben.

US-Virologe Fauci nennt Moderna-Impfstofferfolg "erstaunlich beeindruckend"

07:00 Uhr: Der führende US-Virologe Anthony Fauci hat die Zwischenergebnisse des Corona-Impfstoff-Kandidaten des Unternehmens Moderna als "erstaunlich beeindruckend" bezeichnet.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Fauci, er hätte sich mit Impfungen mit einer Wirksamkeit von 70 bis 75 Prozent zufrieden gegeben. Das US-Biotechnologieunternehmen Moderna hatte am Montag bekannt gegeben, dass sein entwickelter Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent besitzt.

"Die Vorstellung, dass wir einen zu 94,5 Prozent wirksamen Impfstoff haben, ist erstaunlich beeindruckend. Es ist wirklich ein spektakuläres Ergebnis, von dem ich glaube, dass niemand erwartet hatte, dass es so gut sein würde", sagte Fauci weiter.

Der oberste Seuchenexperte der USA betonte außerdem, dass die Ergebnisse eine nachdrückliche Bestätigung der experimentellen mRNA-Technologie seien, an der einige gezweifelt hätten.

"Es gab viele Leute, die Vorbehalte hatten, etwas zu verwenden, das über die Jahre nicht erprobt worden war; einige Leute haben uns sogar dafür kritisiert", sagte Fauci.

mRNA steht für messenger-Ribonukleinsäure, auch als Boten-RNA bezeichnet. Das Prinzip stammt aus der Krebsforschung, wo seit Jahren an personalisierten Impfstoffen gearbeitet wird.

Während bei herkömmlichen Impfstoffen das Antigen selbst gespritzt wird, wird bei mRNA hingegen die genetische Information weitergegeben, so dass der Körper das Antigen selbst bildet.

Erst vor einer Woche hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer einen Durchbruch bei der Corona-Impfstoffentwicklung gemeldet. Auch dieser basiert auf der mRNA-Methode, ist aber wärmeempfindlicher als der Moderna-Impfstoff.

Spahn: Krankschreibung dauerhaft ausschließlich per Videosprechstunde

06:33 Uhr: Beschäftigte sollen dauerhaft die Möglichkeit bekommen, sich in bestimmten Fällen ausschließlich per Videosprechstunde krankschreiben zu lassen.

Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Demnach sollen erstmalige Krankschreibung und Verlängerung auf digitalem Weg auch dann möglich sein, wenn es keinerlei persönlichen Kontakt zwischen Patient und Arzt gibt.

"Insbesondere bei einfach gelagerten Erkrankungsfällen und zur Vermeidung von Infektionen über Wartezimmer, sollte die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Videosprechstunde auch im Rahmen einer ausschließlichen Fernbehandlung erfolgen können", heißt es im Referentenentwurf eines "Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege", wie das RND berichtet.

Vorgesehen ist, dass die entsprechende Richtlinie durch das höchste Entscheidungsgremium der gesetzlichen Krankenversicherung, dem Gemeinsamen Bundesausschuss, angepasst wird.

Seit Mitte Juli gilt, dass eine Krankschreibung für maximal sieben Tage auch per Video möglich ist. Damit sollten sich Patienten den Gang in eine Praxis sparen, wenn sie sich schonen müssen.

Voraussetzung ist, dass der Versicherte der Arztpraxis bekannt ist und die Erkrankung eine solche Untersuchung zulässt. Die neue Möglichkeit wurde unabhängig von der Corona-Pandemie geschaffen.

14.419 Fälle: Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenstand

05:44 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1.000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht.

Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15.332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15 352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 815.746 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 267 auf insgesamt 12.814. Das RKI schätzt, dass rund 530.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Schauspieler Sigl: Corona-Einschränkungen in der Kultur "fatal"

05:30 Uhr: Schauspieler Hans Sigl ("Der Bergdoktor") findet die Corona-Einschränkungen in der Kulturbranche "fatal", ganz besonders für die Live-Szene. Corona habe ein Problem ans Tageslicht gebracht, mit dem sich die Branche arrangiert habe - nämlich die mangelnde Wertschätzung von Kunst und Kultur durch die Politik.

"Ich finde, es ist ein sehr bezeichnendes Momentum in unserer Gesellschaft, dass zuerst Kultur und Kunst hintangestellt werden, wenn die Situation schwierig ist."

Das sei zwar nachvollziehbar, wenn es um Menschenleben geht, aber: "Es geht um das Wort systemrelevant - ein hässliches Wort - und da muss man sagen: Kultur ist systemrelevant!", sagt der 51-Jährige.

Es bestehe großer Handlungsbedarf zwischen Politik und Künstlern. Jetzt sei wichtig, dass die staatlichen Hilfen bei allen Betroffenen ankommen. Sigl selbst hat nach eigener Aussage im Corona-Sommer Glück gehabt, weil die Dreharbeiten zur 14. Staffel des ZDF-"Bergdoktor" stattfinden konnten.

"Da bin ich demütig und dankbar, dass ich drehen darf, sonst sähe es mau aus." Seine für dieses Jahr geplanten Live-Veranstaltungen seien ausgefallen.

Patientenschützer für tägliche Corona-Schnelltests in der Pflege

05:16 Uhr: Patientenschützer haben die vom Bund zugesagten günstigen Schutzmasken für Corona-Risikogruppen im Winter begrüßt, fordern aber außerdem tägliche Schnelltests in der Pflege.

Für mehr als 18 Millionen Menschen sei das Angebot hochwertiger FFP2-Masken hilfreich, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur.

Im Gegensatz zum Frühjahr bestehe in der Pflege aber kaum Mangel an Mund-Nasen-Schutz. "Was jedoch fehlt, sind Schnelltests." Es müssten sofort tägliche Antigen-Tests von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegekräften beginnen. Zu klären sei, wer dies bezahle und personell unterstütze.

Ältere Menschen und chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für schwere Corona-Verläufe sollen für den Winter insgesamt 15 FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können.

Ärzte fordern OP-Stopp wegen Corona - "Die Zeit drängt"

Deutsche Klinikärzte fordern Krankenhäuser auf, verschiebbare OPs zu stoppen. Sowohl die Ärzteorganisation Marburger Bund als auch die intensivmedizinischen Fachgesellschaften kritisieren, dass sich viele Krankenhäuser nicht auf Corona-Patienten fokussieren - aus Umsatzgründen. (Teaserbild: imago images / Roland Mühlanger)

Die Kosten übernimmt der Bund, wie nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Montag mitgeteilt wurde. Eine bereits seit Mitte Oktober geltende Verordnung ermöglicht, dass neue Schnelltests in Kliniken und der Pflege auf breiter Front kommen. In Pflegeheimen sind bis zu 20 Tests im Monat pro Bewohner auf Kassenkosten möglich.

Brysch sagte, das Coronavirus müsse gestoppt werden, bevor die vier Millionen Menschen in der ambulanten und stationären Pflege infiziert würden. Die Krankheitsverläufe seien dort schwerer, die Sterberate sei hoch.

Klassische PCR-Tests hätten aber Grenzen, und es dauere zu lange, bis Ergebnisse vorliegen. Quarantäneregelungen verschärften zudem die Personalsituation.

Bericht: Bund will Mitarbeitern in Coronakrise zweiten Sitzplatz in der Bahn zahlen

03:04 Uhr: Der Bund plant einem Zeitungsbericht zufolge zum Schutz seiner Mitarbeiter auf Dienstreisen, diesen während der Coronakrise einen zweiten, leeren Nachbarplatz zu zahlen.

Für Bahnfahrten könne ein zusätzlicher Nachbarplatz gebucht (nicht nur reserviert) werden, heißt es in einem Schreiben des Bundesinnenministeriums an Oberste Bundesbehörden aus dem die "Süddeutsche Zeitung" (SZ/Dienstagsausgabe) zitiert.

Die Maßnahme gilt demnach zunächst befristet bis Ende März und soll im Sinne des Infektionsschutzes einen größeren Abstand zu den Mitreisenden gewährleisten.

Bislang lehnen Bund und Bahn einen garantierten Mindestabstand in den Fernzügen für alle Passagiere ab. Bahn und Verkehrsministerium verweisen darauf, dass es keinen Nachweis über eine besondere Ansteckungsgefahr in Zügen gebe. Der Bund und der Konzern wollen am offenen System ohne Reservierungspflicht festhalten.

Die Opposition zeigte sich irritiert: "Diese skurrile Entwicklung bestätigt, dass eine Reservierungspflicht richtig wäre", sagte der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung der "SZ".

Die Bahn habe über Monate Zeit gehabt, eine digitale Lösung einzuführen, dies aber versäumt. "Es fragt sich, warum der Bund einen Mindestabstand in Zügen nur für die Mitarbeiter und nicht für alle Passagiere garantiert", sagt auch Stefan Gelbhaar, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen.

Lockdown in Österreich tritt in Kraft

01:07 Uhr: In Österreich tritt am Dienstag ein strenger Lockdown in Kraft. Die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sehen Schul- und Geschäftsschließungen sowie eine ganztägige Ausgangssperre vor.

Ausnahmen gibt es nur noch für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen sowie für Sport und Spaziergänge im Freien. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 7. Dezember.

Der Handel muss schließen, nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Banken und Postämter bleiben geöffnet. Grund für die neuen Maßnahmen sind die insgesamt steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhängten Teil-Lockdowns samt nächtlicher Ausgangssperre.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Wochenende zudem angekündigt, nach Ablauf der strengen Beschränkungen Corona-Massentests einzusetzen.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.