• 18:29 Uhr: ➤Deutschland stuft Tirol als Virusmutationsgebiet ein
  • 17:36 Uhr: ➤ Durchsuchung bei Querdenker-Arzt wegen Attesten zu Umgehung von Maskenpflicht
  • 16:31 Uhr: Corona-Variante B.1.1.7 auf dem Vormarsch - Düsseldorf und Flensburg schlagen Alarm
  • 14:43 Uhr: Mobilitätsforscher: Inzidenz von 35 bis etwa Anfang März erreichbar
  • 10:29 Uhr: Lindner: Menschen erwarten mehr als frischen Haarschnitt
  • 09:41 Uhr: Expertin: Corona-Varianten werden uns noch in zehn Jahren beschäftigen
  • 08:41 Uhr: Grundschulen in Rheinland-Pfalz öffnen am 22. Februar
  • 05:35 Uhr: Mehr als 10.000 Neuinfektionen in Deutschland

➤ Deutschland stuft Tirol als Virusmutationsgebiet ein

18:29 Uhr: Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tirol hat die deutsche Regierung das Bundesland als Mutationsgebiet eingestuft. Das teilte der Sprecher des deutschen Innenministeriums am Donnerstagabend mit. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung haben Experten aus dem Innen-, Außen- und Gesundheitsministerium Grenzkontrollen und Einreiseverbote zu Tirol und Tschechien beschlossen. Sie sollen am Sonntag starten.

Tirol, aber auch Tschechien, werden als sogenannte Virusmutationsgebiete eingestuft. Innenminister Horst Seehofer habe entschieden, ab Sonntag neben den seit der Flüchtlingskrise bestehenden Binnengrenzkontrollen zu Österreich auch an den Grenzen zum Nachbarland Tschechien vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen, hieß es in der vorliegenden Mitteilung an Journalisten.

Die weiteren Corona-News des Tages

Durchsuchung bei Querdenker-Arzt wegen Attesten zu Umgehung von Maskenpflicht

17:36 Uhr: Bei einem Sinsheimer Arzt, der falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben soll, hat es zum zweiten Mal binnen wenigen Monate Durchsuchungen gegeben. Der Mediziner wird verdächtigt, seine Patienten aus angeblich medizinischen Gründen von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes befreit zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und die Mannheimer Polizei am Donnerstag mit. Laut Medienberichten ist der Arzt der Querdenker-Szene zuzurechnen.

Die Polizei machte keine näheren Angaben zur Identität des Beschuldigten. Die bisherigen Ermittlungen hätten aber ergeben, dass die angeblichen Patienten teilweise mehrere hundert Kilometer von Sinsheim entfernt lebten. Deshalb bestehe der Verdacht, dass sie der Mediziner nie untersucht habe und "Gründe für eine Befreiung von der Maskenpflicht nicht bestanden". Der Arzt soll solche unrichtigen Gesundheitszeugnisse in einer "Vielzahl" von Fällen ausgestellt haben.

Die Praxis- und Privaträume des Mediziners wurden am Mittwoch und am Donnerstag durchsucht. Dabei sei Beweismaterial beschlagnahmt worden, das noch ausgewertet werden müsse. Eine Unterstützerin des Arztes hatte für Donnerstag eine Versammlung vor dem Polizeirevier Sinsheim angemeldet, zu der den Angaben zufolge etwa hundert Menschen kamen.

Bereits im Oktober hatte es Durchsuchungen bei dem Arzt gegeben.

Söder: Mutation hat in Teilen Nordostbayerns die Oberhand

17:24 Uhr: Die stärker ansteckende Coronavirus-Variante aus Großbritannien hat nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einigen ostbayerischen Regionen bereits die Oberhand gewonnen. In den nordostbayerischen Regionen Hof, Wunsiedel und Tirschenreuth an der Grenze zu Tschechien betrage der Anteil der Mutation an den positiven Fällen bereits 40 bis 70 Prozent, sagte Söder am Donnerstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Es sei deswegen umso wichtiger, die Zahl der Neuinfektionen besonders deutlich nach unten zu drücken. "Wir müssen den Mutationspuffer einbauen", sagte Söder. Ansonsten drohten schwere gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden.

Stadt und Landkreis Hof sowie der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge hatten Ende Januar angekündigt, zunächst sämtliche positiven Testergebnisse auf Mutationen zu untersuchen. Erwartungsgemäß sei dann auch die Zahl der bestätigten Mutationen gestiegen, teilte das Landratsamt Wunsiedel wenige Tage später mit.

Aggressive Corona-Variante B.1.1.7 auf dem Vormarsch - Düsseldorf und Flensburg schlagen Alarm

16:31 Uhr: Fast jeder fünfte Corona-Infizierte in Düsseldorf trägt die Virusvariante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien entdeckt wurde, in sich. Dies ergaben zusätzliche Untersuchungen, die seit dem 1. Februar bei allen positiven PCR-Proben aus dem Testzentrum und den mobilen Testdiensten der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vorgenommen wurden, wie die Stadt am Mittwochabend mitteilte. Auch in Flensburg in Schleswig-Holstein waren die Behörden über gehäuftes Auftreten der Mutation besorgt und starteten Gegenmaßnahmen.

Bisher wurde in Düsseldorf laut Stadtverwaltung 34 Fälle der aggressiven Virusvariante nachgewiesen, das sind 19,5 Prozent der untersuchten positiven Proben. Die Stadt entschied sich demnach dazu, bei jedem engeren Kontakt ohne entsprechende Schutzmaßnahmen zu einem mit einer Coronavirus-Mutation infizierten Menschen vorsorglich eine Quarantäne anzuordnen. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) appellierte an die Bürger. Die Einhaltung der Hygieneregeln und das Tragen von FFP2-Masken, "auch wo sie nicht verpflichtend sind, sind probate Mittel, um das Virus an der Verbreitung zu hindern".

In Flensburg ist aktuell etwa jede dritte Neuinfektion auf die hochansteckende Variante zurückzuführen, wie die Stadt am Donnerstag erklärte. Der Anteil sei deutlich höher als anderswo. Die Stadt verschärfte daher die Eindämmungsmaßnahmen. Einkäufe in Geschäften sind dort ab Freitag nur einzeln erlaubt, nicht mehr mit mehreren Mitgliedern eines Haushalts. Ausnahmen gelten für Kinder und Betreuungsbedürftige. Darüber hinaus müssen alle über 14-Jährigen auf Spielplätzen künftig Gesichtsmasken tragen.

Landwirte beklagen Flurschäden durch Corona-Ausflügler

16:12 Uhr: Abwechslung vom Homeoffice oder Ausgleich für verhinderten Urlaub: Viele Bundesbürger zieht es in der Corona-Pandemie derzeit in die heimische Natur - oft mit dem Auto. Unerwünschte Folgen hat das mitunter für die Bauern, wie der Verein Information Medien Agrar am Donnerstag erklärte. Bundesweit klagten immer mehr Landwirte über die Auswirkungen des Corona-Freizeitverhaltens und über Flurschäden.

So würden Randstreifen von Feldern beim Wochenendausflug als Parkplätze genutzt und es werde querfeldein spaziert. Dass dabei wertvolle Kulturpflanzen geschädigt würden, sei "vielen Menschen nicht bewusst". Viele Ausflügler wüssten nicht, dass in einem vermeintlich brach daliegenden Feld bereits Kulturpflanzen unter der Schneedecke wachsen könnten, etwa Wintergetreide.

Wer diese Äcker jetzt betrete, schädige die Pflanzen und verursache Ernteeinbußen. Auch die Feldränder seien bedroht. Hier könnten ganzjährig Wildpflanzen oder bewusst ausgebrachte Blühmischungen wachsen, die im Sinne der Artenvielfalt einen wichtigen Beitrag zur Ernährung vieler Insekten leisteten. Wer dort parkt, könne diese Biotope schädigen und damit "die Nahrungsquelle wichtiger Bestäuber beeinträchtigen".

"Seit es in einigen Bundesländern sogar Einreiseverbote für Touristen gibt, wird immer öfter das Bauernland vor der Haustür als Naherholungsgebiet entdeckt", erklärte der Verein. "Leider verhalten sich dabei manche Menschen wenig respektvoll vor der Arbeit der Landwirte." An die Bauern appellierte der Verein, auf Aufklärung zu setzen - etwa mit Schildern am Feldrand.

COVID-Patient in Spanien löst bei Fluchtversuch Krankenhausbrand aus

15:30 Uhr: Ein COVID-Patient hat in einem Krankenhaus der südspanischen Stadt Cádiz bei einem Fluchtversuch ein Feuer gelegt und Panik ausgelöst. Der 63 Jahre alte Mann habe am Mittwochabend in seinem Zimmer im sechsten Stock der Universitätsklinik Puerta del Mar seine Matratze in Brand gesetzt, berichtete die Zeitung "La Voz de Cádiz" unter Berufung auf die Behörden. Er habe ein Chaos auslösen und dieses ausnutzen wollen, um unbemerkt zu entkommen. Der Plan ging aber schief: Der mutmaßliche Brandstifter sei noch im Krankenhaus festgenommen worden. Er sei nun im Hochsicherheitstrakt eines anderen Krankenhauses in Cádiz untergebracht, hieß es.

Das vom Mann ausgelöste Chaos war beträchtlich: Die Flammen schossen aus einigen Fenstern und beunruhigten auch die Nachbarn des Krankenhauses. Den Medienberichten zufolge mussten neben dem sechsten auch der fünfte und der siebte Stock der Klinik komplett evakuiert werden. Das Feuer konnte aber relativ schnell gelöscht werden.

Weihwasser kontaktlos: Spender im Kölner Dom aufgestellt

15:03 Uhr: Im Kölner Dom können Gläubige kontaktlos an Weihwasser gelangen. Ein neuer Weihwasser-Spender im Eingangsbereich des Gotteshauses macht das möglich. Das Prinzip sei das gleiche wie bei Spendern für Desinfektionsmittel oder Seife, erklärten die Caritas Betriebs- und Werkstätten aus dem rheinischen Eschweiler, die den mannshohen Apparat entwickelt haben. "Hält jemand die Hand unter den Spender, kommt in einer kleinen Menge das Weihwasser heraus", lautet die Beschreibung. Das Gerät besteht aus einem Glasbehälter und einer Stele aus Blaustein.

Im Eingangsbereich des Doms stehen traditionell Becken mit Weihwasser, in die Gläubige mit dem Finger tauchen und sich damit bekreuzigen. Allerdings sind die Becken wegen der Coronavirus-Pandemie schon seit Monaten leer. Seit dem vergangenen Sommer kann man im Dom auch kontaktlos spenden. Im Eingangsbereich der Kathedrale ist ein digitaler Opferstock aufgestellt. Spendenwillige halten dort ihre EC- oder Kreditkarte vor einen Sensor und lassen den gewünschten Betrag abbuchen.

Coronavirus - Köln - Weihwasserspender
Ein Weihwasserspender steht vor eine Absperrung. Ein kontaktloser Weihwasserspender steht für die Gläubigen im Dom am Eingang bereit.

Mobilitätsforscher: Inzidenz von 35 bis etwa Anfang März erreichbar

14:43 Uhr: Die von Bund und Ländern angepeilte bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 35 ist Modellrechnungen aus Berlin zufolge bis etwa Anfang März erreichbar. "Die Voraussetzung ist, dass die Menschen ihr jetziges Verhalten beibehalten", sagte der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik an der TU Berlin, Kai Nagel, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag.

Seine Gruppe modelliert das Infektionsgeschehen in Berlin unter anderem mit anonymisierten Mobilfunkdaten. In ihrem jüngsten Bericht schrieben die Forscher, derzeit hielten die Menschen die Kontaktbeschränkungen diszipliniert ein. Nagel zufolge sind die Ergebnisse übertragbar auf die Lage bundesweit.

In die Modelle fließen auch Kennzahlen zum Virus und Aspekte wie die Temperatur und die davon abhängigen Freizeitaktivitäten ein. Berücksichtigt sind auch die ansteckenderen Corona-Varianten. Diese würden laut dem Modell ab Anfang April dominierend, sagte Nagel.

Der Mobilitätsforscher betonte, nach seinen Berechnungen sei im Frühjahr 2020 der Frühling entscheidend beim Drücken der Infektionszahlen zu Hilfe gekommen. "Ohne den Beginn der warmen Witterung hätten wir das nicht geschafft." Nagel appellierte, dass man sich derzeit wenn nötig im Freien und nicht in geschlossen Räumen mit anderen Menschen treffen sollte. Dort sei das Ansteckungsrisiko geringer.

Sachsen will Pendler-Verkehr einschränken

14:25 Uhr: Sachsen will angesichts drastischer Corona- Inzidenzen in Tschechien den Pendler-Verkehr deutlich einschränken. Das Abschotten bestimmter Hotspots sei dringend erforderlich, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag in Dresden.

Die Lage im Nachbarland spitze sich zu, in zwei Regionen gebe es eine Inzidenz von mehr als 1.000. Die britische Mutation des Virus sei dort auf dem Vormarsch.

Kretschmer bedauerte die Entwicklung. Er habe Ministerpräsident Andrej Babiš erneut Hilfe angeboten. Die Entscheidung dafür müsse aber vor Ort getroffen werden.

Ausnahmen vom Pendler-Stopp soll es im Bereich der Krankenhäuser und Pflegeheime sowie in der Landwirtschaft geben - und da vor allem bei der Versorgung von Tieren. "Darüber hinaus werden wir keine Ausnahmen machen können", sagte Kretschmer.

Tägliche Tests sollen zur Pflicht werden. Zudem ist an eine Art Pendler-Quarantäne gedacht, Betroffene sollen sich dann nach Rückkehr von der Arbeit zu Hause aufhalten. Die Möglichkeiten, das zu kontrollieren, seien aber begrenzt, hieß es.

Anschlag auf ICE-Strecke geht vermutlich auf Konto von Corona-Gegnern

13:27 Uhr: Ein Anschlag auf eine ICE-Strecke bei Schweinfurt Anfang Januar geht vermutlich auf das Konto von Gegnern der Corona-Einschränkungen. Die bisher erlangten Erkenntnisse zu der Tat deuteten "stark darauf hin", dass es eine Protestaktion von Gegnern der Corona-Maßnahmen gewesen sei, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Donnerstag in Würzburg mit.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen demnach ein 36 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen und dessen 34 Jahre alte Ehefrau. Am Dreikönigstag hatte ein aus Schweinfurt kommender ICE zwischen Waigolshausen und Gemünden eine Notbremsung einleiten müssen, nachdem er eine zwischen Holzlatten gespannte Plane überfahren hatte.

In Tatortnähe entdeckten Polizisten danach noch weitere solcher Konstruktionen. Der Triebwagen des ICE wurde leicht beschädigt, verletzt wurde niemand.

Nach einem Zeugenhinweis seien in dem Zusammenhang drei Wohnungen in Bad Bocklet, Bad Kissingen und Oberthulba durchsucht worden, teilte die Polizei mit. Dabei seien Beweismittel wie Mobiltelefone und Datenträger beschlagnahmt worden. Ob sich die am Tatort gesicherten Spuren dem 36-jährigen Hauptverdächtigen oder Menschen aus seinem Umfeld zuordnen ließen, sei noch offen.

Astrazeneca will neue Impfstoff-Version im Herbst ausrollen

13:11 Uhr: Der britische Pharmakonzern Astrazeneca will bereits im kommenden Herbst die nächste Generation seines Corona-Impfstoffes ausrollen, der noch besser vor kursierenden Virus-Varianten schützen soll.

Im Frühjahr sollten klinische Tests mit diesen Impfungen beginnen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. In sechs bis neun Monaten könne dann voraussichtlich die Massenproduktion starten.

Auch der derzeit bereits in der EU, Großbritannien und vielen anderen Ländern eingesetzte Astrazeneca-Impfstoff, den der Konzern gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, soll prinzipiell wirksam gegen Varianten sein. Allerdings belegte eine Studie kürzlich, dass er bei der zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schweren Verläufen von COVID-19 schütze. Bei anderen Corona-Varianten ist zudem teilweise noch ungeklärt, inwieweit sie sich der Wirkung bereits verfügbarer Impfstoffe entziehen können.

WHO Europa sieht Rückgang von Corona-Zahlen - "Immer noch zu hoch"

12:22 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht positive Entwicklungen bei den Corona-Zahlen in Europa. Auch wenn wöchentlich mehr als eine Million neue Fälle gemeldet würden, gingen die Neuinfektionszahlen in der europäischen WHO-Region insgesamt seit vier Wochen in Serie zurück, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf seiner Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Auch die Zahl der neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen habe sich zwei Wochen nacheinander verringert. Dennoch machte Kluge klar: "Die Zahlen, die wir sehen, sind immer noch zu hoch."

Kluge wies darauf hin, dass diese Rückgänge eine zunehmende Anzahl an Ausbrüchen von besorgniserregenden Virus-Varianten verdeckten. Voreilige Entschlüsse müssten deshalb vermieden werden. Die meisten europäischen Länder blieben weiterhin gefährdet.

"Im Moment ist da ein schmaler Grat zwischen der Hoffnung eines Impfstoffes und einem falschen Gefühl der Sicherheit", sagte Kluge. Zu häufig habe man gesehen, dass Staaten ihre Corona-Maßnahmen zu früh gelockert und man damit hart erarbeitete Errungenschaften wieder verloren habe. Angesichts der neuen Virus-Varianten müsse man alles daran setzen, Übertragungen zu verringern und zu verzögern.

Die WHO Europa zählt insgesamt 53 Länder zur europäischen Region, darunter die Türkei, Russland und andere Staaten östlich der EU. In dieser Region werde momentan in 37 Ländern geimpft, aus 29 davon gebe es bisher Informationen zum Fortschritt der Impfkampagnen, berichtete Kluge.

In diesen 29 Staaten hätten bislang 7,8 Millionen Menschen ihren gesamten Impfprozess abgeschlossen, was lediglich 1,5 Prozent der dortigen Bevölkerung entspreche. Aber es gebe gute Nachrichten, sagte Kluge.

"Die Anzahl der verabreichten Impfdosen hat die Zahl der gemeldeten Fälle in der Region überschritten: Rund 41 Millionen Dosen wurden verabreicht gegenüber 36 Millionen gemeldeten Fällen."

Er mahnte jedoch Geduld an: "Die Impfung von Prioritätsgruppen rettet schon jetzt Leben. Aber das schiere Ausmaß der Bereitstellung der COVID-19-Impfstoffe ist enorm - und die Impfungen werden einige Zeit brauchen."

Lettland schließt für zwei Wochen seine Grenzen

11:56 Uhr: Lettland macht für zwei Wochen die Grenzen dicht: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten dürfen von Donnerstag an nur noch Menschen in das baltische EU-Land einreisen, die einen triftigen Grund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Die Regelung gilt zunächst bis zum 25. Februar. Ganz ausgesetzt wird bis auf weiteres der Passagierverkehr mit Großbritannien, Irland und Portugal. Die verschärften Einreiseregeln waren von der Regierung in Riga in der Vorwoche beschlossen worden. Bei Ankunft in Lettland besteht zudem unverändert eine Registrierungs- und Quarantänepflicht.

In Lettland waren zuvor bereits zu Wochenbeginn Änderungen an den Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Die mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen einhergehenden Lockerungen für den Einzelhandel führen Medienberichten zufolge aber besonders zu Stoßzeiten teils zu langen Warteschlangen vor Geschäften.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen. Angesichts der starken Zunahme hatte die Regierung im Dezember die Beschränkungen verschärft und das öffentliche Leben zurückgefahren - die meisten Geschäfte waren seitdem dicht.

Seit Montag dürfen wieder Geschäfte aufmachen, deren Sortiment zu mindestens 70 Prozent aus Lebensmitteln oder aus Hygieneprodukten besteht. Auch Buchhandlungen dürfen wieder öffnen. Dabei muss aber sichergestellt werden, dass für jeden Kunden eine Fläche von 25 Quadratmetern zur Verfügung steht.

In Lettland wurden seit Beginn der Pandemie gut 74.000 Corona-Fälle erfasst, über 1.400 Infizierte starben. Aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen hat sich die Lage zuletzt etwas entspannt. Die Entwicklung ist gegenwärtig schlechter als in Deutschland.

Oscar-Verleihung soll an mehreren Orten stattfinden

11:47 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie soll die diesjährige Oscar-Verleihung am 25. April an mehreren Orten gleichzeitig stattfinden. Die Zeremonie solle live übertragen werden, berichteten US-Medien übereinstimmend am Mittwoch (Ortszeit). Einer der Schauplätze bleibe das Dolby Theatre in Los Angeles.

Ähnliche Zeremonien soll es bereits in den 50er Jahren gegeben haben, meldete das US-Magazin "The Hollywood Reporter". Von 1952 an habe es Verleihungen gegeben, für die man in New York und Los Angeles zusammengekommen sei.

Nach dem Football-Finale Super Bowl ist die Oscar-Verleihung in den USA die Sendung mit den meisten Zuschauern. Ursprünglich sollte die Feier am 28. Februar stattfinden, sie wurde wegen der Pandemie aber auf April verschoben.

Im Bundesstaat Kalifornien hat es bislang die meisten Infektionsfälle in den USA gegeben. Dabei ist der Bezirk Los Angeles, zu dem auch die gleichnamige Millionen-Metropole gehört, zum Hotspot geworden.

Dort haben sich nach Angaben der Johns Hopkins Universität mehr als eine Million Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 18.000 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

1.200 Einsatzkräfte kontrollieren die Ausreise aus Tirol

11:07 Uhr: Im österreichischen Bundesland Tirol werden rund 1.200 Polizisten und Soldaten für die Ausreisekontrollen wegen der Coronavirus-Mutante eingesetzt. Zurzeit werde noch an der Infrastruktur für die Kontrollstellen gearbeitet, teilte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol am Donnerstag mit.

Für die Ausreise aus dem Bundesland ist von Freitag an für zunächst zehn Tage ein negativer Corona-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ausgenommen von dieser Vorschrift sind nach bisherigen Angaben Kinder sowie der Güterverkehr und die Durchreise ohne Zwischenstopp.

Der Schritt soll helfen, die Verbreitung der in Tirol vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus einzudämmen. Nach jüngsten Auswertungen ist nach Angaben des Bundeslands in Tirol von derzeit 139 aktiven Fällen der als höher ansteckend geltenden Mutante auszugehen.

Tirol intensiviert unterdessen die Suche nach Infektionsfällen. So sollen neben dem ohnehin schon erweiterten Testangebot alle 84.000 Einwohner des besonders betroffenen Bezirks Schwaz einen PCR-Gurgeltest nach Hause bekommen.

Allen Betrieben des Bezirks Schwaz würden gratis Testungen der Mitarbeiter angeboten, hieß es vonseiten des Landes. Aktuell sinkt die Zahl der aktiv positiven Fälle von Corona-Infizierten in Tirol weiter. Am Donnerstag wurden 1.050 Fälle gemeldet, nach 1.088 am Vortag.

Lindner: Menschen erwarten mehr als frischen Haarschnitt

10:29 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat die neuen Corona-Beschlüsse scharf kritisiert und einen verstärkten Einsatz von Technologien gegen die Ausbreitung des Virus gefordert. Angesichts der großen Erschöpfung in der Gesellschaft seien die Erwartungen an die Runde groß gewesen, sagte Lindner am Donnerstag im Bundestag nach einer Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

"Diese Hoffnungen sind enttäuscht worden, denn viele Menschen haben sich mehr erwartet als einen frischen Haarschnitt", so Lindner.

Auch nach einem Jahr bleibe der wesentliche Grundsatz: "Wir bleiben Zuhause", so Lindner. "Das ist bestenfalls einfallslos. Mit Sicherheit, Frau Merkel, ist das nicht alternativlos", sagte Lindner.

Die FDP habe kein Verständnis dafür, dass vorhandene Technologien nicht genutzt würden, beispielsweise im großen Stil Schnelltests einzusetzen oder die Corona-Warnapp zu erweitern.

Dies sei auch nötig mit Blick darauf, dass es künftig Mutationen geben könne, gegen die bisherige Impfungen womöglich nicht mehr wirksam seien. Lindner: "Also brauchen wir jetzt Methoden und eine Infrastruktur, mit der wir die Pandemie besser ausbalancieren, mit dem Gesundheitsschutz der notwendig ist, aber der Freiheit, die die Menschen auch leben müssen."

Streit um Corona-Hilfen: Merkel verteidigt Altmaier und Scholz

09:56 Uhr: Angesichts massiver Kritik an einer schleppenden Umsetzung der Corona-Wirtschaftshilfen hat sich Kanzlerin Angela Merkel vor den Finanz- und Wirtschaftsminister gestellt. "Ich weiß, wie viele Menschen auf das Geld warten", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei einer Regierungserklärung im Bundestag.

"Ich weiß, wie der Einzelhandel leidet und andere auch." Die "sehnlichst erwarteten" Anträge auf die Überbrückungshilfe III könnten nun gestellt werden.

Auf Zwischenrufe im Plenum erwiderte Merkel, sie wollen an dieser Stelle eins sagen: Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hätten versprochen, dass im Februar die Anträge gestellt werden könnten und ab März die Auszahlung durch die Länder erfolge.

"Das, was versprochen wurde, ist eingehalten und trotzdem ist es für die Betroffenen eine wahnsinnig lange Zeit gewesen und ich bin froh, dass das jetzt so ist wie es ist."

Wirtschaftsverbände hatten heftig kritisiert, dass die Hilfen noch nicht ausgezahlt werden. Zur Umsetzung der Hilfen gab es dem Vernehmen nach über einzelne Punkte lange Debatten zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium.

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte das Wirtschafts- sowie Finanzministerium in einer Sitzung der Fraktion am Dienstag ultimativ aufgefordert, bis Ende des Monats für eine Auszahlung der Corona-Überbrückungshilfe III an die Wirtschaft zu sorgen.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfen III wurde am Mittwoch freigeschaltet, wie das Wirtschaftsministerium mitgeteilt hatte. Die ersten Abschlagszahlungen sollen demnach ab dem 15. Februar starten. Abschlagszahlungen sind Vorschüsse auf spätere Zahlungen. Bei der Überbrückungshilfe werden fixe Betriebskosten erstattet.

Expertin: Corona-Varianten werden uns noch in zehn Jahren beschäftigen

09:41 Uhr: Die Mikrobiologin Sharon Peacock geht davon aus, dass Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 die Welt auch noch Anfang der 2030er Jahre beschäftigen werden.

"Sobald wir das Virus unter Kontrolle haben oder es selbst so mutiert, dass es nicht mehr virulent ist und Krankheit hervorruft, können wir aufhören, uns zu sorgen", sagte Peacock, die das britische Programm zur Sequenzierung von Coronavirus-Proben leitet, im BBC-"Newscast".

"Aber wenn ich in die Zukunft schaue, denke ich, dass wir das (Sequenzieren, Anm. d. Red.) Jahre lange machen werden. Wir werden das meiner Meinung nach auch noch in zehn Jahren machen."

Es sei normal und in den meisten Fällen unbedenklich, dass Viren Mutationen entwickeln. Nur sehr wenige riefen spezielle Eigenschaften hervor, die den Erreger etwa ansteckender machen oder die Immunantwort auf das Virus einschränken könnten. Diese gelte es zu beobachten und früh zu erkennen.

Die Biologin der Universität Cambridge geht zudem davon aus, dass die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 schon bald die dominante Variante nicht nur im Vereinigten Königreich sein wird. "Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach durch die ganze Welt schwappen." Schon jetzt ist die ansteckendere Variante in mehr als 50 Ländern nachgewiesen worden.

Erste Kindergärten und Schulen in Israel öffnen nach Corona-Lockdown

09:13 Uhr: Nach wochenlanger Schließung in der Coronakrise haben in Israel erste Kindergärten und Schulen seit Donnerstag wieder geöffnet. Zunächst dürfen Kindergärten sowie erste bis vierte Schulklassen in Orten mit niedrigen Infektionszahlen wieder den Präsenzunterricht aufnehmen.

Schrittweise sollen ältere Schüler folgen. Orientiert wird sich dabei neben den lokalen Infektionszahlen auch an der Impfdichte. Die Regierung hatte am Sonntag mit dem Ausstieg aus einem seit Ende Dezember geltenden Lockdown begonnen.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land läuft eine massive Impfkampagne. Bislang erhielten rund 3,7 Millionen Menschen eine Erstimpfung, davon bekamen etwa 2,3 Millionen auch die zweite Dosis. Die Regierung bemüht sich, der Kampagne nach einem Rückgang der Impfbereitschaft neuen Schwung zu verleihen.

Die Impfkampagne fiel lange zusammen mit hohen Neuinfektionszahlen. In den vergangenen Tagen zeichnete sich hier aber ein Rückgang ab.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag betrug die Zahl der neuen Fälle binnen 24 Stunden zuletzt 5.540. Das waren fast 2.000 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Schwerkranken lag allerdings weiterhin oberhalb der 1000er-Marke.

Grundschulen in Rheinland-Pfalz öffnen am 22. Februar

08:41 Uhr: Die Grundschulen in Rheinland-Pfalz sollen am 22. Februar wieder öffnen. "Es ist klar, dass mit Schulen und Kitas die ersten Schritte gemacht werden müssen", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag im Ältestenrat des Landtags in Mainz.

Die Landesregierung habe nach den Bund-Länder-Beratungen beschlossen, "nach der Fastnachtswoche durchzustarten mit Wechselunterricht in der Grundschule". Dann sollen die Klassen in Gruppen geteilt werden, die abwechselnd Zuhause und in der Schule lernen.

Die Präsenzpflicht an den Schulen war wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen am 16. Dezember aufgehoben worden.

Argentinien verzeichnet mehr als zwei Millionen Corona-Fälle

08:36 Uhr: In Argentinien haben sich seit Pandemie-Beginn mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch wurden binnen 24 Stunden 7.739 Neuinfektionen registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Damit stieg die Zahl der Infektionen auf 2.001.017. Knapp 50.000 Menschen in dem 44-Millionen-Einwohner-Land starben bislang nach einer Infektion.

Am Mittwoch wurden demnach 109 neue Todesfälle gemeldet, damit stieg die Zahl der Corona-Toten auf 49.674. Mehr als 3.500 COVID-19-Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt, die zu mehr als 54 Prozent belegt sind.

Das südamerikanische Land startete Ende Dezember mit dem russischen Impfstoff Sputnik V seine Impfkampagne. Dabei werden zunächst Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Menschen über 70 Jahren geimpft.

Mehr als 10.000 Neuinfektionen in Deutschland

05:35 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 10.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 666 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI 14.211 Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden.

Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden. Darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,2. Vor vier Wochen, am 13. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 155 gelegen.

Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.310.233 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.087.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 63.635.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken.

Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mexiko lässt zwei chinesische Corona-Impfstoffe zu

04:18 Uhr: Zwei Coronavirus-Impfstoffe aus China sind in Mexiko zugelassen worden. Den Präparaten der Unternehmen CanSino und Sinovac seien Notfallzulassungen erteilt worden, teilte der Epidemiologe Hugo López-Gatell vom Gesundheitsministerium am Mittwoch in seiner täglichen Pandemie-Pressekonferenz mit.

Damit sind in dem nordamerikanischen Land inzwischen fünf Corona-Impfstoffe zugelassen: neben den zwei chinesischen das Vakzin des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer, das Präparat des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford sowie das russische Serum Sputnik V.

Eingesetzt wird bislang allerdings nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer. Nachdem die Liefermenge reduziert wurde, sind erst knapp 725.000 Dosen verabreicht worden. Als erstes Land Lateinamerikas hatte Mexiko an Heiligabend seine Impfkampagne begonnen.

Mexiko - mit rund 126 Millionen Einwohnern auf Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder - hat bislang 169.760 Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie offiziell registriert. Das sind hinter den USA und Brasilien die drittmeisten weltweit.

Weil in Mexiko äußerst wenig auf das Virus getestet wird und die sogenannte Übersterblichkeit sehr hoch ist, dürfte die wahre Zahl allerdings noch weit höher liegen.

Söder schließt Schließung der Grenze zu Österreich nicht aus

00:00 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Schließung der Grenze zu Österriech nicht ausgeschlossen.

"Wir sind bei Österreich sehr verunsichert", sagte Söder am Mittwochabend im ZDF-"heute-journal". Die Regierung in Wien habe im von der südafrikanischen Virusvariante stark betroffenen Bundesland Tirol Quarantänemaßnahmen verhängt.

"In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden", sagte Söder. "Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht." Wenn die Gebiete als Mutationsgebiete definiert würden, gäbe es kaum noch Reisemöglichkeiten, sagte Söder.

Das gelte auch für Tschechien. "Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein." Bereits jetzt sei der Grenzübertritt von nach Tschechien nur noch zur Arbeit möglich.

Söder erwägt Grenzschließung zu Österreich und Tschechien

Markus Söder äußert sich besorgt über die Geschehnisse in Tirol und zieht eine Grenzschließung zu Österreich und Tschechien in Betracht. Vorschaubild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.

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