Die USA haben schwangere Frauen auf die Liste der Corona-Risikogruppen gesetzt. In Deutschland ist das bislang noch nicht der Fall.

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In den USA gelten schwangere Frauen nun offiziell als Corona-Risikogruppe. Hintergrund der Aktualisierung sind neue Studien. Nach Erkenntnissen des Zentrums für Krankheitskontrolle und -prävention CDC machten Schwangere rund neun Prozent der Corona-Patientinnen im gebärfähigen Alter aus. Gleichzeitig seien nur rund fünf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter auch schwanger.

Wie es weiter heißt, hätten schwangere Frauen zwar ein höheres Risiko, auf Intensivstationen im Krankenhaus zu kommen, als nicht schwangere Frauen. Jedoch gebe es bislang keine Belege dafür, dass Schwangere auch ein höheres Risiko hätten, zu sterben.

Schwangere gehören in Deutschland nicht zur Risikogruppe

Die aktualisierte Risikoliste in den USA umfasst neben Schwangeren auch Raucher und Asthmatiker. Ebenso Menschen mit Krankheiten, die den Blutfluss im Gehirn betreffen, Menschen mit Mukoviszidose, Bluthochdruck, Demenz, Lebererkrankungen, vernarbten oder geschädigten Lungen, Diabetes Typ 1, einer seltenen Bluterkrankung namens Thalassämie und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem infolge einer HIV-Infektion sowie anderer Gründe.

Während Schwangere in den Vereinigten Staaten nun der Risikogruppe angehören - wie in Großbritannien auch - ist dies in Deutschland nicht der Fall. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) "gibt es aktuell keine Daten zur Empfänglichkeit für eine SARS-CoV-2-Infektion bei Schwangeren".

Das RKI betont jedoch auch, dass eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen durch SARS-CoV-2 aufgrund der physiologischen Anpassung und immunologischen Änderungen während der Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden könne. Zudem gebe es derzeit auch nicht ausreichend Studiendaten, um ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei schwangeren Frauen zu belegen.

Verwendete Quellen:

  • tagesschau.de: "Corona-Ticker"

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