Das Coronavirus ist vor allem für Menschen gefährlich, die zu einer Risikogruppe zählen. Dazu gehören längst nicht nur ältere Personen.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Für junge Menschen mit einem aktiven und starken Immunsystem stellt das Coronavirus nicht zwingend eine große Gefahr dar. Einige zeigen nicht einmal Symptome oder haben nur leichte Erkältungserscheinungen. Es gibt allerdings Risikogruppen, für die eine COVID-19-Erkrankung lebensgefährlich sein kann. Dazu zählen nicht nur ältere Menschen.

Keinen Bock aufs Sterben

Das zeigt nun der Aktivist Raul Krauthausen, der mit einem bewegenden Instagram-Post auf Menschen aufmerksam macht, die durch ihre Vorerkrankungen ebenfalls durch das Coronavirus gefährdet sind.

"Hi, wir sind's. Die Risikogruppe. Du hast gedacht, wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt", beginnt er seinen Beitrag.

"Keiner von uns ist Rentner und wir gehen genauso gerne wie du in Clubs, Bars und auf Konzerte. Worauf wir keinen Bock haben, ist sterben. Genau das ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zu Hause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst."

Krankheiten von Lähmungen bis Bifida und Glasknochen

Weiter beschreibt er die Krankheiten derer, die auf seiner Collage abgebildet sind. Drei von ihnen, sie bezeichnen sich als #TetraPack, sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt. Das bedeutet: Sie können nur schlecht abhusten und somit durch das Coronavirus sterben.

Eine weitere Person leidet unter Spina bifida und verfügt folglich über ein Lungenvolumen von nur einem halben Liter. Eine Lungeninfektion kann somit tödlich sein. Zwei weitere von ihnen leiden unter der Glasknochenkrankheit, von der Krauthausen auch selbst betroffen ist. Eine Frau hat zudem eine Muskelerkrankung, ein weiterer Mann ist querschnittsgelähmt.

"Haltet euch an die Maßnahmen!"

Mit dem Hashtag "Risikogruppe" möchte Krauthausen seine Follower dazu aufrufen, den Beitrag zu teilen und damit den betroffenen Personen ein Gesicht zu geben. Darüber hinaus möchte er all diejenigen, die seinen Beitrag lesen, bitten, sich an die vorgegebenen Maßnahmen der Bundesregierung zu halten, um die Verbreitung und die Ansteckungsgefahr des Coronavirus zu mindern. (eee)  © spot on news

RKI warnt vor 10 Millionen Fällen in bis zu drei Monaten

Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, mahnte erneut, Behördenvorgaben strikt einzuhalten. Für die Lage-Beurteilung seien auch Mobilfunkdaten wichtig.