• 20:10 Uhr: ➤ Brandenburg kündigt Ausgangsbeschränkung über Ostern an
  • 17:29 Uhr: EMA erlaubt Lagerung von Biontech-Impfstoff bei Gefrierschrank-Temperaturen
  • 16:18 Uhr: Frankreich wird Hochinzidenzgebiet - Tirol und Tschechien zurückgestuft
  • 15:02 Uhr: Mallorca antwortet auf Lauterbach-Unterstellung: Sind keine Bananenrepublik
  • 11:43 Uhr: Spahn: Gesundheitssystem könnte im April an Belastungsgrenze kommen

➤ Brandenburg kündigt Ausgangsbeschränkung über Ostern an

Brandenburg steht vor einer Verschärfung der Corona-Regeln im privaten Umfeld. Während der Osterzeit vom 1. bis 6. April solle es eine Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander geben, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit.

Ausnahmen aus triftigem Grund seien möglich. Darauf habe sich das Kabinett am Freitag verständigt, der Beschluss soll aber erst am Dienstag fallen. Wenn die Inzidenz länger erheblich über 100 liegt, sollen Kreise und kreisfreie Städte weitere Schritte ergreifen. Lockerungen für Kultur und Tourismus sollten regional ab Mitte April über Modellprojekte möglich sein. Geplant ist eine App zur Nachverfolgung von Kontakten.

Die weiteren Corona-News vom 26. März 2021:

EMA erlaubt Lagerung von Biontech-Impfstoff bei Gefrierschrank-Temperaturen

17:29 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer kann laut einer Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) künftig vorübergehend auch bei weniger tiefen Temperaturen gelagert werden, was eine Verimpfung auch durch Hausärzte möglich macht.

Wie die EMA am Freitag mitteilte, kann der Impfstoff bis zu zwei Wochen lang bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad gelagert werden und damit in üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken etwa in Apotheken.

Bisher war für den Impfstoff eine dauerhafte Lagerung in Spezialgefrierschränken bei zwischen minus 90 und minus 60 Grad vorgeschrieben, was einen Einsatz bei Hausärzten oder in armen Ländern verhinderte.

Biontech-Chef Ugur Sahin erklärte, die Zulassung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem Ziel, den Impfstoff Menschen in der ganzen Welt zugänglich zu machen. Sie komme "genau zum richtigen Zeitpunkt, da die Regierungen nun mehr Flexibilität haben, um von Impfungen in Impfzentren zu einer dezentraleren Verteilung der Impfstoffe durch lokale Ärzte und Allgemeinmediziner überzugehen, um unseren Weg aus der Pandemie zu beschleunigen".

Thüringen: Corona-Impfstoffbestellung für Hausarztpraxen möglich

16:56 Uhr: Hausärzte in Thüringen können nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) jetzt Impfstoff für die Corona-Schutzimpfung in ihren Praxen bestellen. Die Praxen seien darüber in einem Schreiben informiert worden, teilte eine Sprecherin der KV am Freitag mit.

Aus dem Schreiben geht hervor, dass die Ärzte pro Woche maximal 30 Impfdosen in einer Apotheke ihrer Wahl ordern können. Eingesetzt wird das Mittel von Biontech/Pfizer. Die erste Lieferung mit Impfstoff solle voraussichtlich in der Woche nach Ostern - am 6. oder 7. April - in den Praxen eintreffen.

Dafür müssen die Bestellungen bis zum kommenden Dienstag (30. März) eingegangen sein, ab 30. März kann laut KV dann wöchentlich bestellt werden. Steht nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, soll der vorhandene so verteilt werden, dass alle Praxen die gleiche Menge erhalten.

Zunächst sollen Menschen im höheren Lebensalter geimpft werden - auch im Hausbesuch. Die KV verwies die Praxen darauf, dass die Impfrangfolge (Priorisierung) einzuhalten sei. Nach der Belieferung haben die Praxen fünf Tage Zeit, das Vakzin zu verbrauchen.

Impftermine vergeben die Praxen selbst, eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Impfwilligen müssen sich auch nicht an die oft überlastete Vergabehotline oder das Thüringer Online-Terminportal wenden. Dort gibt es nur Termine für die Impfstellen und -zentren.

Corona-Zahlen auf Mallorca vor Beginn der Osterferien weiter niedrig

16:40 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist am Tag vor dem Beginn der Osterferien in Deutschland nach offiziellen Angaben relativ niedrig geblieben.

Auf Mallorca, wo zurzeit schon viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, sind seit Donnerstag 40 neue Infektionen registriert worden. Hinzu kommen zwei auf Menorca und eine auf Ibiza, wie das regionale Gesundheitsministerium in Palma am Freitag mitteilte.

Insgesamt waren das sieben Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verharrte bei rund 30. Zum Vergleich: Dieser Wert lag in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 119.

Die Regionalregierung mahnte jedoch trotzdem zu großer Vorsicht. Bereits bei 83 Prozent aller Neuinfektionen sei die zuerst in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus diagnostiziert worden, die ansteckender sei und zu schwereren Krankheitsverläufen führe. "Die Zahlen können jederzeit schnell wieder steigen", warnte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez kürzlich laut TV-Sender Ser.

Frankreich wird Hochinzidenzgebiet - Tirol und Tschechien zurückgestuft

16:18 Uhr: Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mitteilte. Damit wird ein wesentlicher Teil der Einreisebeschränkungen für diese Länder und Regionen aufgehoben.

Die Infektionslage in Frankreich hatte sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich verschlechtert. Täglich melden die Behörden etwa
30.000 neue Ansteckungen. Die Situation in den Krankenhäusern ist in mehreren Regionen extrem angespannt. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche liegt aktuell bei mehr als 300. Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet erfolgt ab einem Inzidenzwert von 200.

Wer aus diesen Gebieten einreist, muss einen negativen Corona-Test bei Einreise dabei haben. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen. Die Grenzregion Moselle war bereits Anfang März als Virusvariantengebiet eingestuft worden.

Dort gibt es damit schon eine Testpflicht bei Einreise. Kontrolliert wird sie wahrscheinlich auch künftig nur stichprobenartig hinter der Grenze im Rahmen der sogenannten Schleierfahndung. Stationäre Grenzkontrollen sind nicht geplant.

An den Grenzen zu Tirol und Tschechien gibt es dagegen derzeit auf Wunsch der angrenzen Länder Bayern und Sachsen solche Grenzkontrollen. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie nun zumindest an der Grenze zu Tirol aufgehoben werden, das ab Sonntag nur noch "normales" Risikogebiet ist. Tschechien und die Slowakei bleiben dagegen Hochinzidenzgebiete.

Luftwaffe bringt 80 Beatmungsgeräte in den Corona-Hotspot Brasilien

15:52 Uhr: Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Brasilien liefert die Luftwaffe 80 Beatmungsgeräte in die Amazonas-Metropole Manaus. Ein Transportflugzeug hob am Freitag in Köln-Wahn ab, die Maschine wird Samstagmittag im Nordwesten des größten Lands Lateinamerikas erwartet, wie die Luftwaffe mitteilte.

Brasilien registrierte vor kurzem erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) 100.158 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

In Manaus werden die deutschen Soldaten den Informationen zufolge nur etwa zwei Stunden am Boden sein und Kontakte vermeiden. Die Beatmungsgeräte stammen aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums und werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes nach Brasilien gebracht.

Insgesamt haben sich in Brasilien mehr als 12,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch hatte Brasilien die Marke von 300.000 Toten überschritten, am Dienstag erstmals mehr als 3.000 Tote innerhalb eines Tages verzeichnet.

Der Transport der Beatmungsgeräte ist laut Luftwaffe nicht der erste Einsatz des Mehrzwecktransportflugzeugs im Zeichen der Pandemie: So hat der Airbus A310 MRTT im Februar 2020 mehr als 100 Bundesbürger aus Wuhan nach Deutschland geflogen.

Europäische Arzneimittelbehörde lässt Biontech-Werk in Marburg zu

15:17 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Herstellung von Corona-Impfstoff im neuen Biontech-Werk in Marburg genehmigt. Die Behörde mit Sitz in Amsterdam erteilte dem Werk am Freitag ihre Genehmigung. Dort wird seit Februar bereits der mRNA-Wirkstoff produziert, aus dem dann der Impfstoff hergestellt wird.

Im Februar hatte Biontech erklärt, sobald das Werk in Marburg voll betriebsbereit sei, werde es mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 750 Millionen Dosen eine der größten Impfstoff-Produktionsstätten in Europa sein. Das Unternehmen plant demnach, dort im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Impfstoffdosen zu produzieren.

Mallorca antwortet auf Lauterbach-Unterstellung: Sind keine Bananenrepublik

15:02 Uhr: Gesundheitsexperten auf Mallorca haben mit Empörung auf den Vorwurf des SPD-Politikers Karl Lauterbach reagiert, bei Angaben zu Corona werde auf der Urlauberinsel getrickst.

"Wir sind hier schließlich nicht in einer Bananenrepublik, sondern in einem ernsthaft und professionell geführten Land", sagte der renommierte Gesundheitsexperte Joan Carles March am Freitag der "Mallorca Zeitung".

Antoni Oliver, Chefbiologe des Landeskrankenhauses Son Espases in Palma, in dem die Virenproben der Balearen analysiert werden, meinte: "Fakten sind Fakten, das ist schon empörend, wenn sie anders dargestellt werden."

Lauterbach hatte die Angabe, auf Mallorca sei die gefährlichere Corona-Variante P1 aus Brasilien nicht gefunden worden, in Zweifel gezogen. Wörtlich sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": "Da wird auch noch getrickst, ich glaube da kein Wort. Ich glaube, dass die mittlerweile längst P1 haben. Und ich glaube auch den Fallzahlen nicht." Belege für seine Äußerungen legte er nicht vor. (siehe Eintrag von 13:13 Uhr)

Gesundheitsexperte March zeigte Verständnis für die Aufregung in Deutschland. Er könne nachvollziehen, dass dort gerade die Nerven blank lägen, nicht zuletzt wegen der hohen Corona-Werte, sagte er der "Mallorca Zeitung". "Trotzdem sollte man versuchen, diese Themen rational zu betrachten", mahnte er. Das gelte auch für den Vorwurf Lauterbachs, die niedrigen Corona-Zahlen seien nicht glaubhaft.

"Die Balearen gehören spanienweit zu den Regionen, bei denen die Nachverfolgung der Infektionsketten und die Analyse der Daten am besten funktioniert", sagte March. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verharrt auf den Balearen derzeit bei etwa 30. Zum Vergleich: In Deutschland steigt dieser Wert zurzeit täglich und lag am Freitag laut Robert-Koch-Institut bei 119.

Zu wenig: Gericht hält Corona-Zuschuss für verfassungswidrig

14:48 Uhr: Der von der Bundesregierung geplante Corona-Zuschuss von 150 Euro für Empfänger von Grundsicherung ist aus Sicht des Sozialgerichts Karlsruhe zu gering und verfassungswidrig.

Den Zuschuss sollen Erwachsene bekommen, die im Mai 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben. Das Existenzminimum von Arbeitsuchenden für Januar bis April dürfe nicht erst im Mai gedeckt werden.

Auch seien Anforderungen an das Verfahren zur Ermittlung der Höhe existenzsichernder Leistungen nicht erfüllt worden, rügte das Gericht in einer Mitteilung vom Freitag. Nötig sei eine Erhöhung des Regelsatzes um etwa 100 Euro für jeden Pandemiemonat.

Damit hatte eine alleinerziehende Mutter aus dem Kreis Rastatt mit ihrem Eilantrag Erfolg. Sie hatte zuvor beim Jobcenter erfolglos FFP2-Masken beantragt. Nun könne sie ihre herzkranke zweijährige Tochter sicher im ÖPNV zu den wöchentlichen Behandlungen ins Krankenhaus und zum Physiotherapeuten bringen, so das Gericht. Für die am Eilverfahren unmittelbar Beteiligten sei der rechtskräftige Beschluss bindend (S 12 AS 711/21 ER - Beschluss vom 24.3.2021).

Dasselbe Gericht hatte kürzlich entschieden, Jobcenter müssten arbeitssuchenden Hartz-IV-Empfängern kostenlose FFP2-Masken zur Verfügung stellen - zusätzlich zum Regelsatz wöchentlich 20 FFP2-Masken oder als Geldleistung monatlich 129 Euro. Das Gericht hatte mit dem Schutz des Klägers und dem Schutz der Allgemeinheit argumentiert (Az. S 12 AS 213/21 ER - SG Karlsruhe vom 11.02.2021).

Höchste Zahl von Todesfällen in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg

14:39 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie hatte Italien im vergangenen Jahr die höchste Zahl an Sterbefällen seit dem Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen der Statistikbehörde Istat wurden 2020 insgesamt 746.146 Todesfälle registriert, mehr als 100.000 Todesfälle mehr als sonst im jährlichen Durchschnitt.

Zugleich ging die Zahl der Geburten in Italien im vergangenen Jahr auf 404.104 zurück, was einem Minus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Somit gab es binnen Jahresfrist gut 342.000 mehr Todesfälle als Geburten. Dies sei, wie wenn eine Stadt von der Größe von Florenz "verschwunden" sei, erklärte die Statistikbehörde.

Italien hatte nach den Erkenntnissen der Statistiker zum Jahreswechsel eine Bevölkerung von 59.257.566 Einwohnern. Dies sei ein Rückgang um 0,6 Prozent. Die Zahl der Corona-Toten belief sich zur Jahreswende auf 74.000, stieg aber inzwischen auf mehr als 100.000.

Astrazenca korrigiert Angaben zu Wirksamkeit des Impfstoffs leicht

Astrazeneca reagiert auf die Kritik an vorgelegten Zahlen und hat Angaben über die Wirksamkeit seines Impfstoffes leicht nach unten korrigiert.

Vatikan will 1.200 Bedürftige vor Ostern gegen Corona impfen

14:28 Uhr: Der Vatikan will in der Karwoche vor Ostern 1.200 Arme gegen die Krankheit COVID-19 impfen. Es handele sich um Menschen, die aufgrund ihrer Situation am meisten dem Virus ausgesetzt seien, teilte der Päpstliche Wohltätigkeitsdienst im Vatikan am Freitag mit.

Der Heilige Stuhl habe die Impfdosen von Biontech/Pfizer über das italienische Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani gekauft, hieß es weiter.

Zu Beginn der Impfkampagne im Januar hatte der Vatikan schon einmal Bedürftige geimpft. Damals erhielten rund 50 meist obdachlose Menschen, die um den Petersdom lebten und vom Päpstlichen Wohltätigkeitsdienst unterstützt wurden, eine Impfung.

Papst Franziskus hatte immer wieder betont, dass der Impfstoff allen zugänglich gemacht werden müsse. Er forderte die Menschen zudem immer wieder dazu auf, sich aus Verantwortung anderen gegenüber impfen zu lassen.

Söder skeptisch zu Chancen für Oktoberfest in diesem Jahr

14:07 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) haben erhebliche Zweifel an einem Oktoberfest in diesem Jahr.

Reiter sagte nach einem Bericht des "Münchner Merkur" (Freitagsausgabe) in einer Bürgersprechstunde, "man darf sehr skeptisch sein". Söder sagte im Anschluss an eine CSU-Vorstandssitzung, "ich teile seine Skepsis".

Auch er würde sich ein Oktoberfest wünschen, sagte Söder. Angesichts der weltweiten Entwicklung der Pandemie und falls Zweifel an einer sicheren Durchführung bleiben, müsse das Volksfest aber abgesagt werden.

Bereits im vergangenen Jahr war das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Eine Entscheidung über das diesjährige Oktoberfest soll voraussichtlich im Mai fallen. Das Fest soll zwar erst Ende September beginnen - die Aufbauarbeiten müssten aber deutlich früher starten.

Brandenburg reaktiviert Betten-Kapazitäten für Corona-Patienten

13:48 Uhr: Das Brandenburger Gesundheitsministerium hält angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in den Krankenhäusern des Landes wieder mehr Betten frei. Ab Montag müssen wieder mindestens 20 Prozent der tatsächlichen Betten auf Normalstationen und 30 Prozent der intensivmedizinischen Betten mit Beatmungsmöglichkeit vorgehalten werden, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Seit 12. Februar war die Regelung befristet ausgesetzt worden.

"Wir sind in der dritten Welle", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Man müsse sich auch auf eine spürbare Zunahme von Patienten vorbereiten, die stationär versorgt werden müssen. Die kommenden Wochen werden für alle Beschäftigten in Krankenhäusern und im medizinischen Bereich erneut äußerst herausfordernd und belastend.

Alle Krankenhäuser im Land sind verpflichtet, COVID-19-Patienten aufzunehmen und zu behandeln. Dafür müssen Bettenkapazitäten bereit stehen. Planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe dürfen dann vorgenommen werden, wenn die Kapazitäten eingehalten werden.

Derzeit werden im Land 412 Patienten wegen einer COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt - vor zwei Wochen waren es 312. Davon 110 werden derzeit intensivmedizinisch betreut, 86 müssen beatmet werden.

Norwegen verlängert Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen

13:35 Uhr: Norwegen hat die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca bis Mitte April verlängert. Vor einer Wiederaufnahme der Impfungen müssten noch weitere Studien vorgenommen werden, erklärte Geir Bukholm von der norwegischen Gesundheitsbehörde FHI am Freitag.

Nach einer Reihe von schweren Blutgerinnseln bei Geimpften hatte Norwegen vor zwei Wochen als eines der ersten Länder die Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin vorsorglich ausgesetzt. Grund sind Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und die Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen jedoch weiterhin den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffs. Sie argumentieren, dass der Nutzen die Risiken durch eventuelle Nebenwirkungen überwiege.

Karl Lauterbach bei "maybrit illner": Trickst Mallorca bei den Corona-Fallzahlen?

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wirft Mallorca Schummelei bei den Corona-Fallzahlen vor. In der ZDF-Talkshow "maybrit illner" wurde er sehr deutlich. (Teaserbild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Lauterbach: Ich glaube den Corona-Fallzahlen von Mallorca nicht

13:13 Uhr: Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die niedrigen Corona-Fallzahlen auf Mallorca für geschönt. Mallorca habe bestritten, dass es die besonders ansteckende Corona-Variante P1 auf der Insel gebe - "ich glaube das übrigens nicht, also ich glaube, dass dort P1 ist", sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Da wird auch noch getrickst, ich glaube da kein Wort. Ich glaube, dass die mittlerweile längst P1 haben. Und ich glaube auch den Fallzahlen nicht."

Die Uni-Klinik Son Espases der Insel hatte schon am Dienstag die auch in Deutschland kursierenden Berichte dementiert, es sei P1 auf Mallorca diagnostiziert worden. "Wir haben die Variante B.1.1.28 gefunden. Die gefährliche Variante (aus Brasilien) ist die B.1.1.28.1, auch als P1 bezeichnet", sagte der Sprecher der Klinik, Juan Carlos González der Deutschen Presse-Agentur.

Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums in Palma vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 30 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und 3 je auf Ibiza und Menorca. Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.

Der niedrigste Stand bei dieser Sieben-Tage-Inzidenz war seit Jahresbeginn am 18. März gemessen worden, als dieser Wert mit 18,79 angegeben wurde. Seither stieg er täglich bis auf 30,80 am Mittwoch. Von Corona-Fällen unter Urlaubern wurde nichts bekannt. Auf den Balearen leben knapp 1,2 Millionen Menschen, davon mehr als 900.000 auf Mallorca.

Biontech/Pfizer prüfen Corona-Impfstoff an Kindern

12:32 Uhr: Biontech und Pfizer haben mit Studien zu Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern unter elf Jahren begonnen. Bisher ist der COVID-19-Impfstoff, den das Mainzer Unternehmen zusammen mit dem US-Hersteller entwickelt hat, für Jugendliche ab 16 bedingt zugelassen. Nun wurden Kinder zwischen elf Jahren und sechs Monaten in die Studien einbezogen, wie eine Biontech-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die ersten Probanden hätten am Donnerstag die ersten Dosen erhalten, gaben Pfizer und Biontech bekannt. Das sei Teil der fortgeführten Studien der Phasen 1, 2 und 3, mit denen Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des Pfizer-Biontech-Impfstoffs BNT162b2 überprüft würden. Einbezogen würden gesunde Kinder zwischen sechs Monaten und elf Jahren.

Wenn Sicherheit und Wirksamkeit bestätigt werden und die Behörden die Zulassung genehmigen, könne der Impfstoff für jüngere Kinder Anfang 2022 verfügbar sein.

An Kindern zwischen zwölf und 15 Jahren wird der Impfstoff als Teil der Phase 3 bereits getestet. 2.259 Kinder in dieser Altersgruppe nehmen den Angaben zufolge an diese Studie teil. Die Daten seien vielversprechend und sollen bald veröffentlicht werden.

Spahn: Gesundheitssystem könnte im April an Belastungsgrenze kommen

11:43 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer baldigen Überlastung des deutschen Gesundheitssystems.

"Momentan steigen die Zahlen zu schnell und die Virusvarianten machen die Lage besonders gefährlich", sagte er am Freitag in Berlin. "Wenn das ungebremst weitergeht, laufen wir Gefahr, dass unser Gesundheitssystem im Laufe des Aprils an seine Belastungsgrenze kommt."

Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, malte ein düsteres Bild. Es gebe "deutliche Signale", dass die nun begonnene dritte Corona-Welle "noch schlimmer werden kann als die ersten beiden Wellen", sagte er auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn. Das Land müsse sich darauf einstellen, dass die Zahl der Infizierten stark steige, dass Kliniken überlastet werden und "viele Menschen auch sterben". (Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.)

Lauterbach spricht sich für Ausgangssperre aus - und kritisiert Saarland-Konzept

Karl Lauterbach hat sich für eine zeitliche begrenzte Ausgangssperre ausgesprochen. Zudem kritisiert der SPD-Gesundheitsexperte das Saarland, das nach Ostern den Lockdown beenden will.

Phuket will für Geimpfte quarantänefreies Reisen ab Juli ermöglichen

11:33 Uhr: Thailand will geimpften Reisenden ab Juli wieder quarantänefreies Reisen auf die beliebte Insel Phuket ermöglichen. Der Plan sollte noch am Freitag bei einem Treffen des Zentrums für wirtschaftliche Situationsverwaltung (CESA) unter Leitung von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha abgesegnet werden und könnte als Modell für andere beliebte Urlaubsregionen des südostasiatischen Landes gelten, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" Vize-Regierungschef Supattanapong Punmeechaow.

Zuvor hätten die Behörden und der Privatsektor der Insel einen detaillierten Plan zur Wiedereröffnung vorgelegt. Voraussetzung sei aber, dass bis Juli 70 Prozent der lokalen Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft seien, um eine Herdenimmunität zu erreichen, hieß es. Für Touristen würde dann zur Einreise ein Impfpass reichen, in dem die erfolgte Corona-Impfung verzeichnet ist.

Jedoch sollen Einreisende weiterhin einen PCR-Test bei der Ankunft am Flughafen machen und eine App zur Kontaktverfolgung auf Phuket herunterladen. Etwas später könnten auch andere Urlaubsgebiete wie Pattaya, Chiang Mai und Krabi dem Modell folgen, schrieb die Zeitung "The Nation Thailand".

Das auch bei Deutschen beliebte Urlaubsland ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Viruskrise gekommen: In Thailand wurden weniger als 28.400 Fälle registriert, 92 Menschen sind in Verbindung mit COVID-19 gestorben.

Hausärzte in Thüringen können ab Dienstag Corona-Impfstoff ordern

11:20 Uhr: Hausärzte in Thüringen können nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vom kommenden Dienstag (30. März) an Impfstoff für die Corona-Schutzimpfung in ihren Praxen bestellen. Die Praxen seien darüber in einem Schreiben informiert worden, teilte eine Sprecherin der KV am Freitag mit. Aus dem Schreiben geht hervor, dass die Ärzte pro Woche maximal 30 Impfdosen in einer Apotheke ihrer Wahl ordern können.

Eingesetzt wird das Mittel von Biontech/Pfizer. Die erste Lieferung mit Impfstoff solle voraussichtlich in der Woche nach Ostern - am 6. oder 7. April - in den Praxen eintreffen. Steht nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, soll der vorhandene so verteilt werden, dass alle Praxen die gleiche Menge erhalten.

Zunächst sollen Menschen im höheren Lebensalter geimpft werden - auch im Hausbesuch. Die KV verwies die Praxen darauf, dass die Impfrangfolge (Priorisierung) einzuhalten sei. Nach der Belieferung haben die Praxen fünf Tage Zeit, das Vakzin zu verbrauchen. Impftermine vergeben die Praxen selbst, eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Impfwilligen müssen sich auch nicht an die oft überlastete Vergabehotline oder das Thüringer Online-Terminportal wenden. Dort gibt es nur Termine für die Impfstellen und -zentren.

Laut KV haben zunächst rund 800 der rund 1500 Hausärzte in Thüringen Interesse an der Corona-Impfung in ihren Praxen bekundet. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete dies als einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität. Sie sei sich sicher, "dass die Hausärzte den begonnenen Weg, die Risikogruppen zuerst zu impfen, sehr verantwortungsbewusst fortsetzen werden", erklärte sie am Freitag.

Anders als Pflegeheimbewohner waren etwa zu Hause lebende Pflegebedürftige bislang auf die Impfstellen angewiesen, was vor allem für körperlich beeinträchtigte Menschen oft problematisch oder unmöglich war. In Thüringen hatten bis Freitag 11,3 Prozent der Menschen zumindest die Erstimpfung erhalten, den kompletten Schutz aus Erst- und Zweitimpfung hatten 5,2 Prozent der Menschen.

Mehr als 10 Prozent der Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

10:54 Uhr: Etwas mehr als 10 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Insgesamt seien mehr als 12 Millionen Dosen verabreicht worden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die zweite Dosis haben bereits 4,4 Prozent der Menschen bekommen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Freitagmorgen hervorgeht.

Im April werden 15 Millionen Impfdosen erwartet, sagte Spahn. Das seien mehr, als im ganzen ersten Quartal verimpft worden seien. Das mache deutlich, "wie die Impfkampagne an Dynamik gewinnen kann und gewinnen wird". Alle aus der 2. Prioritätsgruppe - unter anderem Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen und bestimmte Berufsgruppen - sollten nun in die Impfkampagne einbezogen werden.

Spahn wies darauf hin, dass die Impfungen bei älteren Menschen schon deutlich Wirkung zeigen. So sei die 7-Tage-Inzidenz bei Menschen über 80 Jahren von über 290 Anfang Januar auf jetzt 55 gefallen. Am aktuellen Infektionsgeschehen seien sie "unterdurchschnittlich" beteiligt. Auch die Corona-Ausbrüche in den Pflegeheimen seien deutlich zurückgegangen, von über 370 pro Woche Ende des vergangenen Jahres auf aktuell weniger als 20 pro Woche.

Marburger Bund kritisiert Modellversuch im Saarland

Der vom Saarland geplante Modellversuch mit Lockerungen der Corona-Beschränkungen stößt auf reichlich Kritik. Nun meldete sich auch der Ärzteverband Marburger Bund zu Wort.

Generelle Testpflicht bei Flug-Einreisen erst ab Dienstagfrüh

10:30 Uhr: Die generelle Corona-Testpflicht für Einreisen per Flugzeug nach Deutschland soll erst in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft treten. Der Starttermin werde noch einmal etwas verschoben, um mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die entsprechende Verordnung habe er unterschrieben. Zunächst war geplant, dass die neuen strengeren Vorgaben in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten beschlossen, dass der Bund angesichts der weltweiten Pandemie eine generelle Testpflicht vor Abflug als Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland festschreiben soll. Schon jetzt müssen Einreisende einen negativen Test vor dem Abflug vorweisen, die aus "Hochinzidenzgebieten" mit besonders vielen Infektionen sowie Gebieten mit neuen Virusvarianten kommen.

Flugreisende sollen die Kosten der Tests grundsätzlich selbst tragen. Eine Beförderung durch die Fluggesellschaft ist nur mit negativem Testnachweis gestattet. Andernfalls soll man sich nach den örtlichen Vorschriften auf eigene Verantwortung in Isolierung begeben müssen.

Zum Reizthema geworden war zuletzt, dass Tausende deutsche Urlauber auf die spanische Insel Mallorca flogen, für die Testpflichten wegen gesunkener Infektionszahlen weggefallen waren. Die neue Regelung gilt nun aber nicht nur für Mallorca, sondern generell. Und nur für Flüge, nicht für Reisen mit anderen Verkehrsmitteln.

Corona-Lage in Deutschland: RKI-Lagebericht vom 26. März

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.573 Corona-Neuinfektionen gemeldet - über 4.000 mehr als noch vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 228 neue Todesfälle verzeichnet. Fotocredit: Imago Images

Marburger Bund kritisiert den Modellversuch im Saarland

08:42 Uhr: Vom 6. April an - dem Dienstag nach den Feiertagen - sollen im Saarland Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest. "Versuche in Modellregionen können in dieser Situation keine Alternative zum Lockdown sein", kritisierte die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, in der "Rheinischen Post" (Freitag).

"Die dritte Welle ist bereits im vollen Gange. Ich sehe es kritisch, wenn mit dem Saarland ein zwar kleines, aber doch ganzes Bundesland einen Modellversuch durchführen will."

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die vielfach kritisierten Öffnungspläne für sein Bundesland nach Ostern verteidigt. In den ARD-"Tagesthemen" betonte er, dass die Lockerungen Anreize für Corona-Tests sein sollen, mit denen Infizierte schnell entdeckt werden könnten. Das an das Bundesland angrenzende Frankreich könnte am Freitag als Corona-Hochinzidenzgebiet eingestuft werden, wie Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht stellte.

Hans sagte zu den Öffnungsplänen im Saarland, Ziel sei es, einen Anreiz für einen Corona-Test zu bieten, "nämlich vielleicht einmal ein Eis essen zu gehen auf einem Marktplatz oder Sport zu machen im Verein mit wenigen Personen". Mit besonders vielen Tests sollten dann infizierte Menschen entdeckt, in Quarantäne gebracht und so neue Ansteckungen vermieden werden.

Das Ergebnis nach einer bestimmten Zeit ablesen
Bildergalerie starten

Wie ein Corona-Selbsttest durchgeführt wird

Auf ihnen liegen große Hoffnungen in der Pandemie: Corona-Selbsttests, die in Deutschland bald flächendeckend zu kaufen sein sollen. Wir zeigen, wie die Tests durchgeführt werden und was es zu beachten gilt.

Wiesn 2021? Münchens Oberbürgermeister Reiter ist "sehr skeptisch"

08:27 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat Zweifel an einem Oktoberfest in diesem Jahr. Auf die Frage: "Kann die Wiesn heuer stattfinden?" antwortete er nach Angaben des "Münchner Merkurs" (Freitagsausgabe) in einer digitalen Bürgersprechstunde: "Man darf sehr skeptisch sein."

Spätestens im Mai solle die Entscheidung fallen, sagte Reiter. "Aber ich würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen." Schon im vergangenen Jahr war die Wiesn wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden - ein schwerer Schlag für München.

Merkel stellt Einstufung Frankreichs als Hochrisikogebiet in Aussicht

07:02 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Einstufung Frankreichs als Corona-Hochinzidenzgebiet in Aussicht gestellt. Bei ihrer Pressekonferenz nach dem digitalen EU-Gipfel am Donnerstagabend wurde sie nach einer Neubewertung des Nachbarlands gefragt.

Merkel erklärte daraufhin, bei solchen Entscheidungen komme es auf die Coronavirus-Inzidenzzahlen an. "Und wenn die Inzidenzen eben in diesem Falle über 200 nachhaltig sind, dann erfolgt die Einstufung als Risikogebiet." Es sei ein "fast automatisierter Prozess". Merkel, benutzte in ihrer Antwort zwar den Begriff "Risikogebiet", meinte aber offenbar "Hochinzidenzgebiet", weil sie sich auf den Wert 200 bezog. Der europäische Teil Frankreichs als Ganzes ist bereits als Risikogebiet eingestuft. Die grenznahe Region Moselle gilt als Virusvariantengebiet mit schärferen Regeln, weil dort vermehrt Mutanten des Virus kursieren.

Hochinzidenzgebiete sind Regionen mit besonders hohen Coronavirus-Fallzahlen. Voraussetzung für die Einstufung ist unter anderem, dass es dort in den vergangenen 7 Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab.

Eine Einstufung bedeute nicht, dass es auch um Grenzkontrollen gehe, betonte Merkel. "Wer Tests vorweisen muss, wie oft, das wird mit Frankreich besprochen. Da gibt es auch die notwendigen Übergangszeiten", versicherte sie. Für die Region Moselle mit ihren Pendlern gebe es bereits sehr eingespielte Verfahren. Reisende aus Hochinzidenzgebieten müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Hier wie auch für Risikogebiete gilt zudem normalerweise eine Quarantänepflicht.

Corona-Spätfolgen: Zunahme der Fallzahlen bei Jugendlichen erwartet

06:31 Uhr: Mit der Zunahme der Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen sind nach Einschätzung eines pädiatrischen Infektiologen auch mehr Spätfolgen in diesen Gruppen zu erwarten. "Wir rechnen durch die Lockerungen der Maßnahmen mit mehr Betroffenen mit meist diffusen, länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen", sagte Markus Hufnagel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. "Darauf ist die Pädiatrie im Vergleich zur Versorgungssituation bei Erwachsenen nach überstandener Infektion noch nicht vorbereitet."

In der Fachsprache ist bei dem Phänomen von Long COVID (Langes COVID-19) oder Post COVID (Nach COVID-19) die Rede. Da für Kinder und Jugendliche noch keine COVID-19-Impfstoffe zugelassen sind, zählen sie zu den Gruppen, die noch einige Monate empfänglich für das Virus sein werden. Seit Wochen steigt die Zahl der erfassten Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) an.

"Das Krankheitsbild ist sehr variabel", erläutert Hufnagel. Darunter seien chronische Erschöpfung, generelle Leistungsminderung und Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch Hautveränderungen. Solche anhaltenden gesundheitlichen Einschränkungen seien auch von anderen Virusinfektionen wie dem Pfeifferschem Drüsenfieber bekannt.

RKI registriert 21.573 Corona-Neuinfektionen und 183 neue Todesfälle

06:25 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.573 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 183 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.482 Neuinfektionen und 226 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 119,1 - und damit höher als am Vortag (113,3).

Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.734.753 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.467.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 75.623.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,08 (Vortag 1,00). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Alle Corona-Meldungen vom 25. März zum Nachlesen finden Sie hier

Mehr zum Themenkomplex Coronavirus:

Mit Material von dpa, afp, sid und apa.