• 13:06 Uhr: Winfried Kretschmann sieht in Corona-Pandemie "Plage biblischen Ausmaßes"
  • 10:47 Uhr: Angela Merkel: "Nehmen Sie das tückische Virus ernst"
  • 08:53 Uhr: ➤ Studie belegt sehr hohen Corona-Schutz durch FFP2-Masken
  • 08:12 Uhr: Montgomery: Bei Stiko-Empfehlung kein Grund gegen Kinder-Impfpflicht
  • 04:15 Uhr: RKI registriert 64.510 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,7

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➤ Studie belegt sehr hohen Corona-Schutz durch FFP2-Masken

FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Dabei kommt es aber auf die richtige Trageweise an, wie Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario dagegen bei rund vier Prozent, berechnet das Team. Für optimalen Schutz muss der Nasenbügel demnach zu einem "abgerundeten W" geformt werden, so dass er seitlich auf die Nasenflügel drückt. Bei OP-Masken reicht eine gute Passform noch, um die Infektionsgefahr auf maximal zehn Prozent zu senken.

Die Forscher berechneten das Infektionsrisiko, indem sie diverse Faktoren wie etwa Partikelgrößen, Physik beim Ausatmen, diverse Maskentypen und Risiko des Einatmens von Coronaviren kombinierten. "Im täglichen Leben ist die tatsächliche Infektionswahrscheinlichkeit sicherlich zehn- bis hundertmal kleiner", wird Bodenschatz in einer Mitteilung des Instituts zitiert. Denn die Atemluft, die an den Rändern aus der Maske strömt, werde verdünnt. Die Forscher hätten das Risiko jedoch so konservativ wie möglich berechnen wollen. "Wenn unter diesen Bedingungen sogar das größte theoretische Risiko klein ist, ist man unter realen Bedingungen auf der ganz sicheren Seite", sagt Bodenschatz.

Im Gegensatz dazu steht das Ergebnis bei Begegnungen von zwei Personen, die keine Maske tragen: Wenn in diesem Fall ein gesunder Mensch mit drei Metern Abstand wenige Minuten in der Atemluft eines Infizierten stehe, werde er sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit anstecken, so die Forscher. Bodenschatz betont: "Unsere Ergebnisse zeigen noch einmal, dass das Maske-Tragen an Schulen und auch generell eine gute Idee ist."

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Ist Ihr Landkreis dabei? Das sind die zehn Corona-Hotspots der Republik

In Deutschland sind die Inzidenzwerte weiterhin hoch. Wir listen die zehn Landkreise auf, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz zur Zeit besonders extrem sind. Weiterhin haben mehrere Regionen die 2.000er-Inzidenz-Marke überschritten (Stand: 04.12.2021).

Die weiteren Corona-News des Tages

Eckart von Hirschhausen: zu wenig Aufmerksamkeit für Corona-Langzeitfolgen

14:20 Uhr: Die möglichen Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung bekommen nach Ansicht Eckart von Hirschhausens bisher nicht ausreichend Aufmerksamkeit. "Hinter jeder heiß diskutierten Welle gibt es eine stumme Welle, über die kaum gesprochen wird", sagte der Moderator und Arzt der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Es gehe um die Menschen, die nach einer Infektion nicht richtig genesen, sondern krank und angeschlagen zurückbleiben.

"Während die Impfgegner von Langzeitschäden der Impfung schwadronieren, die aus dem Nichts auftauchen könnten - was faktisch nicht der Fall ist -, reden wir viel zu selten über die Menschen, deren Langzeitschäden ganz real sind: neurologische Ausfälle, Erschöpfungszustände, Atemnot und Herzprobleme."

Von Hirschhausen besuchte für seine dritte Corona-Reportage, die am Montag (6.12.) im Ersten ("Hirschhausen - Corona ohne Ende?", 20.15 Uhr) ausgestrahlt wird, unter anderem die Rehaklinik Heiligendamm und die Universitätskinderklinik in Jena. "Mir war vor der Reportage nicht klar, wie viele Menschen mit Long COVID es gibt und wie viele davon aus den Gesundheitsberufen kommen", sagte er dazu.

Er habe in den Therapiegruppen viele Pflegefachkräfte, Ärztinnen und Ärzte und Therapeuten getroffen, die sich oft schon in der ersten Welle angesteckt hätten - und nun Monate bis Jahre darauf warten müssten, dass ihnen geholfen wird. "Sie haben sich angesteckt, während sie ihren Dienst am Menschen taten, und sie mit Leib und Seele das Gesundheitssystem aufrecht hielten: anfangs ohne Masken, ohne Schutzkleidung, ohne Impfung. Wir lassen sie jetzt das zweite Mal im Stich, wenn sie allein um ihre Anerkennung, Therapien und Rehabilitation kämpfen müssen."

Zum Thema Impfpflicht erklärte von Hirschhausen, dass ihm bei den vielen Gesprächen mit Ungeimpften für seine Doku klar geworden sei, "welche Macht Falschinformationen haben und wie schwierig es offenbar für viele Menschen ist, die Glaubwürdigkeit von Quellen im Internet einzuschätzen".

Er sei lange gegen eine Impfpflicht gewesen - "aber zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich, wäre sie sogar eine Erleichterung für viele Zögerlichen". Es gebe das Phänomen, dass Menschen, auch wenn sie stille Zweifel an ihrer lange gehegten Überzeugung haben, vor sich und anderen nicht ihr Gesicht verlieren wollen, ihre Meinung öffentlich zu ändern. "Deshalb kann mit einer klaren sozialen Norm für alle eine Brücke gebaut werden."

Südtirol: Omikron-Variante per Sequenzierung nachgewiesen

13:50 Uhr: In Südtirol haben die Behörden einen Fall der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die durchgeimpfte Frau sei Ende November aus dem südafrikanischen Kapstadt über München eingereist, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) am Samstag mit. Sie lebe in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.

PCR-Tests vor dem Abflug und nach der Landung fielen demnach negativ aus. Nach einem Hinweis der Behörden in Rom auf einen mit der Omikron-Variante infizierten Passagier an Bord wiederholten sie den Test - das Ergebnis: positiv. Laut Sabes ergab eine Sequenzierung am Freitagabend, dass sich die Frau mit der Omikron-Variante angesteckt hatte. Sie befinde sich in Isolation.

Am Freitag meldete auch die norditalienische Region Venetien einen per Sequenzierung bestätigten Omikron-Fall eines Mannes, der aus Südafrika zurückgekehrt war. Auch bei ihm war ein erster Corona-Test nach der Einreise negativ ausgefallen. Den Behörden zufolge hätten beide Patienten leichte Symptome.

Party nur mit "COVID-Pass": Verschärfte 3G-Regel auf Mallorca

13:31 Uhr: Ausgehen und Party machen ist jetzt auch auf Mallorca aufgrund steigender Corona-Zahlen fast nur noch mit 3G möglich. Auf der bei Deutschen beliebten Urlauberhochburg und auch auf den anderen Baleareninseln sind verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft getreten. Zum Besuch von Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen muss seit Samstag ein Impf- oder Genesenennachweis bzw. ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Diese Vorschrift gilt bis zum 24. Januar - und zwar für Innenräume und für überdachte Terrassen.

Es handelt sich um eine Erweiterung der 3G-Regel auf den Balearen, denn die Pflicht zur Vorlage des sogenannten "COVID-Passes" galt in der spanischen Mittelmeer-Region unter anderem bereits für den Besuch von Diskotheken, Nachtclubs und Seniorenheimen. Regierungssprecher Iago Negueruela betonte, man werde die Einhaltung der neuen Regeln streng kontrollieren. Bei Unterlassung sind hohe Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro vorgesehen.

Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen wie im Rest des Landes mit einer Impfquote von rund 80 Prozent zuletzt deutlich gestiegen, jedoch nicht so stark wie in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf den Inseln bei 152. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442, in Spanien landesweit 139. Auf den Balearen wurden bisher zwei Fälle der neuen Virusvariante Omikron nachgewiesen, in Spanien insgesamt sieben.

"Glücklicherweise stehen unsere Krankenhäuser noch nicht unter Druck", betonte am Freitag die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Regeln gab es vor dem Impfzentrum von Son Dureta in Palma lange Schlangen und einen "großen Andrang", wie die "Diario de Mallorca" berichtete.

Die Pflicht zur Vorlage eines Corona-Passes in Spanien wurde von der Justiz bereits in acht der 17 Autonomen Gemeinschaften in verschiedenem Umfang genehmigt. Neben den Balearen sind das Katalonien, Valencia, das Baskenland, Navarra, Aragonien, Murcia und Galicien. Einige weitere Regionen erwägen die Einführung der 3G-Regel, aber mehrere Regionalregierungen - wie etwa Madrid - schlossen eine solche Verschärfung aus.

Winfried Kretschmann sieht in Corona-Pandemie "Plage biblischen Ausmaßes"

13:06 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht in der Corona-Pandemie eine "Plage biblischen Ausmaßes". Kretschmann sagte am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim: "Das ist für uns alle kaum mehr zu ertragen".

Das Gesundheitssystem stehe angesichts der gestiegenen Infektionszahlen "auf der Kippe". Er sei in der Corona-Politik mit extremer Kritik und Erwartungen konfrontiert. "Ich bin weder der Pharao, der unterdrückt, noch der Moses, der befreit."

Kretschmann warb vor den überwiegend digital zugeschalteten Delegierten erneut für eine Impfpflicht: "Das Impfen ist der Moses, der uns aus dieser Pandemie herausführt", sagte der 73-Jährige. Nur mit einer höheren Impfquote könne der "Teufelskreis" aus Lockerungen und Lockdowns gebrochen werden.

Olaf Scholz: Schärfere Beschränkungen für Ungeimpfte vertretbar

12:45 Uhr: Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die schärferen Corona-Beschränkungen vor allem für Ungeimpfte verteidigt und für einen Schub bei den Impfungen geworben. Es hätten nun noch einmal "Einschränkungen für das Miteinander" festgesetzt werden müssen, die nach all der langen Zeit schwer zu ertragen seien, sagte er am Samstag bei einem Parteitag in Berlin. "Aber eben weil nicht genug sich haben impfen lassen, müssen wir das nochmal machen."

Dabei seien 2G-Zugangsregelungen nur für Geimpfte und Genesene zu Restaurants, Kultureinrichtungen oder den Handel nun immerhin möglich, machte Scholz deutlich. Im vergangenen Winter hätten noch für alle Bürger weitgehende Maßnahmen ergriffen werden müssen. "Jetzt können wir uns auf Regelungen konzentrieren, die sich an die richten, die diese Schutzmöglichkeit für sich nicht genutzt haben." Das sei vertretbar. Es gebe jetzt ja auch jeden Tag die Möglichkeit, etwas zu tun, sagte Scholz mit Blick auf verstärkte Impfangebote.

Der SPD-Kanzlerkandidat nannte es "die wichtigste erste Aufgabe, die wir anpacken müssen", die Gesundheit der Bürger zu schützen und die Pandemie mit aller Kraft zu bekämpfen. Damit werde die künftige Regierung gleich beginnen. Auf den Weg kommen müsse auch noch einmal "eine ganz neue Kampagne", um alles zu organisieren, damit sich Millionen Menschen impfen lassen könnten - "und zwar jetzt in diesem Monat Dezember". Dazu solle auch ein neuer Krisenstab beitragen.

Scholz sagte: "Es wäre jetzt eine andere Lage, wenn nur ein paar mehr Bürgerinnen und Bürger für sich auch die Entscheidung getroffen hätten, sich impfen zu lassen." Dies gehöre zu den bitteren Erkenntnissen der vergangenen Monate. Bund und Länder haben das Ziel von bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen bis Jahresende ausgegeben - ausgehend vom Stand der Impfungen bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 18. November.

Sorge wegen Omikron: Wladimir Putin telefoniert mit Südafrikas Präsidenten

11:59 Uhr: Wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron hat Russlands Staatschef Wladimir Putin mit seinem südafrikanischen Kollegen Cyril Ramaphosa telefoniert. Es sei vereinbart worden, die Kräfte gegen die Pandemie zu bündeln, teilte der Kreml am Samstag in Moskau mit. Dies gelte insbesondere nach der Identifizierung der neuen Variante. Sie war von den südafrikanischen Behörden an die Weltgesundheitsorganisation WHO gemeldet worden.

In Russland gab es bislang laut offiziellen Angaben noch keinen bestätigten Fall der Omikron-Variante. Putin wies allerdings an, Corona-Tests und Impfstoffe entsprechend zu überprüfen. Zudem soll die Regierung Maßnahmen erarbeiten, damit sich diese Variante im flächenmäßig größten Land der Welt nicht ausbreiten könne.

Russland beklagt seit Monaten hohe Corona-Todeszahlen. Am Samstag meldeten die Behörden, dass 1.215 Menschen mit dem Virus innerhalb eines Tages gestorben seien. Die reale Zahl dürfte höher liegen.

Nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat starben allein im Oktober 74.893 Menschen mit dem Virus - der bislang höchste Monatswert seit Beginn der Pandemie. Die Corona-Statistik der Regierung wies dagegen für Oktober deutlich weniger Corona-Tote aus.

Inzwischen 13 Millionen Menschen mit Corona-"Booster"

11:38 Uhr: Bei den Corona-Impfungen haben inzwischen mindestens 13 Millionen Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsdosis bekommen. Insgesamt wurden am Freitag 896.000 Impfungen vorgenommen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Samstag hervorgeht.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 57,3 Millionen Menschen oder 68,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben 59,8 Millionen Menschen oder 71,9 Prozent aller Einwohner erhalten.

Der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erläuterte, dass in den vergangenen drei Tagen insgesamt fast drei Millionen Impfungen gemacht wurden. Verstärkenden "Booster-Schutz" hätten inzwischen auch mehr als ein Drittel der geimpften Über-60-Jährigen erhalten.

Bund und Länder haben das Ziel von bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen bis Jahresende ausgegeben - ausgehend vom Stand der Impfungen bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 18. November.

Städte wollen Hilfe der Polizei bei Kontrolle von Corona-Regeln

11:23 Uhr: Die Städte fordern für die Durchsetzung der schärferen Corona-Vorgaben zusätzliche Hilfe der Polizei. "Bund und Länder haben strenge Kontrollen der Maßnahmen verabredet, aber offengelassen, wie diese funktionieren können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Dafür brauchen die Ordnungsämter dringend mehr Unterstützung durch die Polizei der Länder - und zwar nicht allein anlassbezogen, sondern durch verstärkte Präsenz auf Weihnachtsmärkten und im öffentlichen Raum."

Dedy machte klar, dass für Kontrollen der 2G-Zugangsnachweise von Geimpften und Genesenen zunächst die jeweiligen Einzelhändler, Gastronomen oder Weihnachtsmarktveranstalter in der Pflicht seien. "Auch die Ordnungsämter zeigen schon mehr Präsenz und kontrollieren stichprobenhaft in den Innenstädten und Einkaufsstraßen." Schwerpunktkontrollen müsse es dort geben, wo mit gehäuften Verstößen zu rechnen sei. "Und es wird auch mit Bußgeldern sanktioniert."

Generell würden die neuen 2G-Regeln und Kontaktbeschränkungen von der überwiegenden Zahl der Menschen akzeptiert. "Das ist gut so. Die meisten erwarten allerdings, dass kontrolliert wird, ob tatsächlich alle diese Regeln einhalten", sagte Dedy. Deshalb müssten die Länder nun mit den Städten klären, wie die Kontrollen gewährleistet werden könnten. "Gute Ideen müssen jetzt schleunigst auf den Tisch."

Einige Bundesländer haben bereits angekündigt, dass die Polizei ein größeres Augenmerk auf Corona-Regeln legen soll.

Angela Merkel: "Nehmen Sie das tückische Virus ernst"

10:47 Uhr: Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Solidarität im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung aufgerufen und erneut für mehr Impfungen geworben. "Wir sind mitten in dieser vierten Pandemiewelle in einer sehr ernsten Lage, in manchen Teilen unseres Landes kann man sie nur dramatisch nennen", sagte Merkel in ihrer letzten wöchentlichen Videobotschaft (Samstag). Sie bitte daher noch einmal eindringlich: "Nehmen Sie das tückische Virus ernst."

Jede Impfung helfe, sagte Merkel mit Blick auf Erst- und Auffrischimpfungen. Sie verwies auf "übervolle Intensivstationen", Schwerkranke, die quer durch Deutschland geflogen werden müssten, und die derzeit "so schrecklich hohe Zahl" an Menschen, die das Virus das Leben koste. "Jeder von ihnen hinterlässt Familien oder Freunde, fassungslos, ratlos, hilflos. Das ist so bitter, weil es vermeidbar wäre. Mit den wirksamen und sicheren Impfstoffen haben wir den Schlüssel dazu in der Hand."

Merkel dankte den Menschen, "die in dieser schweren Zeit vernünftig und verständnisvoll sind" und sich aus Selbstschutz wie aus Fürsorge für andere an die Regeln hielten. "Sie machen die große Mehrheit in unserem Land aus. Sie zeigen täglich den Bürgersinn, der so wunderbar an unserem Land ist - und ohne den kein Bundeskanzler und keine Regierung etwas erreichen kann." Die kommenden schweren Wochen seien nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu bewältigen, sagte Merkel. "Ich wünsche mir von Herzen, dass uns das zusammen gelingt."

Zahl der Omikron-Fälle in England mehr als verdoppelt

10:22 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in England hat sich mehr als verdoppelt. Im größten britischen Landesteil seien 75 weitere Fälle mit der Variante B.1.1.529 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) am Freitagabend mit. Damit seien in England nun 104 Omikron-Fälle bekannt. Dazu kommen 29 Infektionen in Schottland - gut doppelt so viele wie bisher. In Wales ist ein Fall bekannt, in Nordirland wurde die Variante bisher nicht nachgewiesen.

Es gebe nun Fälle ohne Verbindung zu Auslandsreisen, sagte UKHSA-Chefin Jenny Harries. Dies deute auf lokale Übertragungen hin. Harries rief die Bevölkerung auf, Hygienemaßnahmen einzuhalten, sich im Falle einer Infektion unverzüglich zu isolieren und sich sobald wie möglich eine Impfung oder Auffrischungsdosis spritzen zu lassen.

Die Zahl der täglichen Corona-Infektionen in Großbritannien war am Freitag erstmals seit Mitte Juli, als es wegen der Fußball-Europameisterschaft viele Fälle gegeben hatte, wieder über 50.000 gestiegen.

Omikron-Mitentdecker: Vorläufer der Variante gibt es schon sehr lange

09:57 Uhr: Vorläufer der kürzlich entdeckten Corona-Variante Omikron dürften ihrem aus Deutschland stammenden Mit-Entdecker zufolge schon sehr lange existieren. "Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt", sagte Wolfgang Preiser von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er ist Mitglied des Forschungskonsortiums, das die Variante entdeckt hat.

Dieser Virustyp habe sich dann vermutlich über viele Monate weiterentwickelt, ohne aufzufallen, sagte Preiser. "Die Frage ist: Wieso blieb Omikron so lange verborgen und legt erst jetzt los? Fehlten noch ein, zwei Mutationen, um sich schnell verbreiten zu können?" Die bislang ältesten bekannten Nachweise der Variante stammen aus der ersten Novemberhälfte.

Die zuerst in Südafrika und Botsuana entdeckte Variante hat besonders viele Mutationen. Sie betreffen unter anderem das Spike-Protein, über das die Viren an menschliche Zellen andocken. Zudem gibt es Mutationen in der Nähe der sogenannten Furin Cleavage Site, einer Region, die eine Rolle bei der Aufnahme des Virus in menschliche Zellen spielt.

In Deutschland waren laut Robert-Koch-Institut (RKI) bis Mittwoch vier Fälle der Omikron-Variante durch Genomsequenzierung bestätigt - allesamt Reiserückkehrer aus Südafrika. Bei acht weiteren Fällen in Deutschland bestehe ein Verdacht auf die Variante. Experten gehen jedoch von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus.

Omikron könnte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon in wenigen Monaten die dominierende Variante in Europa sein. Die Behörde wies kürzlich darauf hin, dass es zwar nach wie vor eine Reihe von Unsicherheiten hinsichtlich der Übertragbarkeit, des Schweregrads von Erkrankungen und mögliche Auswirkungen auf die Immunabwehr gibt. Vorläufige Daten deuteten jedoch darauf hin, dass Omikron gegenüber der Delta-Variante klar im Vorteil sei. Die WHO stuft Omikron als «besorgniserregend» ein.

Preiser geht davon aus, dass Omikron leichter übertragbar ist als Delta. Definitive Anzeichen, dass Omikron tendenziell zu milderen Krankheitsverläufen führt, sieht er nicht. Dafür sei es noch zu früh. Es sei auch unklar, ob Kinder besonders anfällig für Omikron sind. "Zwar gibt es unter Kindern in Südafrika gerade viele Hospitalisierungen, allerdings sind sie auch so gut wie nicht geimpft", sagte Preiser.

Es gebe verschiedene Thesen zur Entstehung von Omikron, sagte Preiser. So könnte es sein, dass sich die Corona-Variante in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form von Immunschwäche entwickelt hat. Die Idee dahinter: In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könnte sich das Virus über viele Monate vermehren und Stück für Stück verändern, ohne dass es gänzlich vom Immunsystem ausgeschaltet wird. "Das ist eine spekulative These und nicht belegt", sagte Preiser. Eine weitere Hypothese geht davon aus, dass sich Omikron in Tieren entwickelt hat.

Auch andere Fragen sind noch offen, beispielsweise wie die Impfungen gegen Omikron wirken. "Zwar gibt es derzeit in Südafrika sehr viele Durchbruchsinfektionen bei Geimpften mit Omikron. Aber es ist unklar, ob das an speziellen Eigenschaften der Variante liegt." Denkbar sei auch, dass äußere Umstände eine Rolle spielen. So infizieren sich derzeit häufig Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die unter anderem wegen einer frühen Impfung stärker von einem nachlassenden Schutz betroffen sind.

Ermittlungen gegen Bolsonaro wegen Corona-Falschaussagen angeordnet

09:28 Uhr: Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln. Das ordnete ein Richter am Obersten Gericht des Landes an, wie es in einer Mitteilung vom Freitag (Ortszeit) hieß. Bolsonaro habe Fake News in sozialen Netzwerken massenhaft weiterverbreitet. In einer Live-Übertragung in sozialen Medien im Oktober habe Bolsonaro einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt. Welche Folgen die Entscheidung des Richters haben wird, war zunächst unklar.

Bolsonaro verharmlost das Coronavirus seit Beginn der Pandemie und lehnt Schutzmaßnahmen sowie Einschränkungen ab. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel. Ihm wird vorgeworfen, den Erwerb von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt zu haben.

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 615.000 Patienten sind im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen; das Land ist 24 mal so groß wie Deutschland.

Montgomery: Bei Stiko-Empfehlung kein Grund gegen Kinder-Impfpflicht

08:12 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, sieht keinen Grund gegen eine Corona-Impfpflicht auch für Kinder - falls die Ständige Impfkommission diesen eine Impfung empfiehlt. "Solange es von der Ständigen Impfkommission keine eindeutige Empfehlung für die Impfung von Kindern gibt, kann es natürlich nur eine Impfpflicht für Erwachsene geben", sagte er dem Nachrichtenportal "ZDFheute.de". "Wenn die Stiko allerdings die Impfung von Kindern empfehlen sollte, gäbe es keinen Grund, nicht auch Kinder in die Impfpflicht einzubeziehen."

"Wir impfen 98 Prozent der Neugeborenen mit den Grundimpfungen und da ist sehr viel mehr drinnen als in dem einen Impfstoff gegen Corona", argumentierte Montgomery. "Ich verstehe den Aufstand gar nicht."

Die Debatte über eine mögliche allgemeine Impfpflicht hatte zuletzt Fahrt aufgenommen - es ist angedacht, dass der Bundestag darüber abstimmt. Details sind aber noch unklar, das Thema ist umstritten. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert könnte es eine solche Abstimmung Anfang des kommenden Jahres geben. Aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach sollten Kinder bei einer Impfpflicht außen vor bleiben, wie er kürzlich bei RTL/ntv betonte.

Die Stiko will demnächst eine Empfehlung zu Corona-Impfungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren aussprechen. Es gibt schon länger Hinweise darauf, dass sie die Impfung zunächst ausdrücklich nur für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen und erkrankten Angehörigen empfehlen könnte. Eine spätere Ausweitung auf alle Gruppen hatte es auch beim Impfen von 12- bis 17-Jährigen gegeben.

Verdi-Chef Werneke kritisiert Corona-Politik: Hat Wochen gekostet

07:34 Uhr: Das politische Hin und Her rund um das Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite hat aus Sicht des Verdi-Chefs Frank Werneke wertvolle Zeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie gekostet. "Es war aus meiner Sicht ein schwerer Fehler, die Feststellung der epidemischen Notlage aufzuheben und damit den Ländern einen Teil der Bekämpfungsmöglichkeiten zu nehmen", sagte Werneke der Deutschen Presse-Agentur "Jetzt wird das wieder korrigiert, aber es hat zu Wochen der Unklarheit geführt."

Die epidemische Lage von nationaler Tragweite bot einen rechtlichen Rahmen für die Länder, um harte Gegenmaßnahmen in der Corona-Krise durchzusetzen. Ende November war der Status ausgelaufen - stattdessen wurde mit einer Reform des Infektionsschutzgesetzes ein veränderter Katalog an Maßnahmen ermöglicht, den Kritiker als unzureichend ansahen. In dieser Woche einigten Bund und Länder sich auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen insbesondere für Ungeimpfte. Nach dem Beschluss vom Donnerstag soll das Infektionsschutzgesetz um weitere Regelungen ergänzt werden, damit Länder und Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen zusätzliche Maßnahmen zum Gegensteuern zur Verfügung haben.

Eine ebenfalls krasse Fehlentscheidung war es laut Werneke, zahlreiche Impfzentren in vielen Bundesländern zu schließen. "Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass mehr oder weniger 80 Millionen Menschen alle sechs bis neun Monate eine Impfung brauchen", sagte er. "Da werden wir auf Dauer eine andere Logistik benötigen, als wir sie derzeit haben."

Der Gewerkschaftsvorsitzende forderte zudem ein Umdenken der Bundesregierung mit Blick auf die Aufhebung des Patentschutzes für die Impfstoffe. "Ich würde mir wünschen, dass sich die Bundesregierung in der Frage des Patentschutzes endlich bewegt." Deutschland sei "ein Schlüssel für die europäische Position in dieser Frage und ohne Europa wird es keine Aufhebung des Patentschutzes geben".

Viele Fachleute sehen in der Aufhebung einen Weg, die vorhandenen Impfstoffe im globalen Süden schnell und bezahlbar zur Verfügung zu stellen. Während in Deutschland und anderen Industrienationen immer größere Teile der Bevölkerung bereits zum dritten Mal geimpft werden, haben viele Menschen in anderen Teilen der Welt noch nicht einmal eine Erstimpfung erhalten.

Patientenschützer fordern mehr Tests

06:32 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz das Testen stärker in den Fokus der Schutzmaßnahmen rücken. "Ich habe das Gefühl, das ist eine Scheuklappen-Politik: Es gibt nur 2G und alles andere blenden wir aus", kritisierte Vorstand Eugen Brysch die jüngsten Beschlüsse von Bund und Länder.

Die Ordnungsämter seien nicht in der Lage, die 2G-Regeln - Zugang nur für Geimpfte und Genesene - flächendeckend zu kontrollieren. "Ohne Kontrolle macht das keinen Sinn", sagte Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu komme das Problem gefälschter Impfausweise und kopierter Impfnachweise in Handys.

Brysch sprach sich für zusätzliche Tests auch für Geimpfte und Genesene aus. "2G plus ist das Konzept, was uns nicht nur durch den Winter bringt, sondern auch durch 2022." Bisher fehlten Konzept und Fahrplan, wie 140 Millionen Impfungen in Deutschland und eine mögliche Impfpflicht im kommenden Jahr organisiert werden sollen. An die Pharmaindustrie richtete er den Appell, ein "Update" bei den Corona-Impfstoffen zu den neuen Virusvarianten zu liefern.

Wenn die Impfkampagne nicht rasch wieder mit großen Impfzentren organisiert werde, die sieben Tage die Woche bis zu 16 Stunden am Tag geöffnet seien, könnte die medizinische Grundversorgung schwer leiden. "Wir setzen auf die Karte Impfung, alle machen mit: Apotheker, Zahnärzte, niedergelassene Ärzte", zählte er auf. Aber auch Ärzte und Apotheker könnten nur eine gewisse Zeit am Tag arbeiten. Dabei sei das Gesundheitssystem aber ohnehin schon "auf Kante genäht".

RKI registriert 64.510 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,7

04:15 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 442,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,1 gelegen, vor einer Woche bei 444,3 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64.510 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03:48 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67.125 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer.

Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", hieß es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 378 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 303 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.116.070 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: mit 5,47). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 5.058.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 102.946.

Coronavirus

Corona-Update: Inzidenz steigt wieder

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl am Samstagmorgen mit 442,7 an.

Thomas Strobl: Bei Impfpflicht könnte Corona-Protest radikaler werden

03:33 Uhr: Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), hat vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht gewarnt. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagte der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

"Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagte Strobl. "Sie meint, eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, sie meint zunehmend einen delegitimen Staat zu erkennen, gegen den Widerstand gerechtfertigt sei." Im Kampf gegen Corona sei es aber richtig, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. "Auch wenn es eine zunehmende Radikalisierung geben sollte: Wir lassen uns von Extremisten, Verschwörungsideologen und Antisemiten nicht abhalten, das Richtige zu tun."

Umfrage zeigt: Mehrheit für Impfpflicht und Verschärfung der Corona-Regeln

Mitten in der vierten Corona-Welle zeigt eine Umfrage: Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für eine Impfpflicht aus und befürwortet härtere Regeln im Kampf gegen die Pandemie. Das hat der ARD-DeutschlandTrend ergeben.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.
Teaserbild: © Getty Images/fotografixx